Magnet-Bahn / Transrapid

... darf auch mal absolut nix mit dem Thema des Forums zu tun haben!
Forumsregeln
Bitte beachte unsere Forum Netiquette
Antworten
Benutzeravatar
Jens
Wildspitze (3774m)
Beiträge: 3960
Registriert: 26.08.2002 - 11:31
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: nähe Würzburg
Hat sich bedankt: 787 Mal
Danksagung erhalten: 180 Mal

Beitrag von Jens »

Downhill hat geschrieben:...Die für den Transrapid reservierten Gelder waren aus dem Verkehrsetat und werden jetzt wohl für irgendeine 6-spurige Autobahn mit vergoldeten Mittelleitplanken durch den Thüringer Wald oder die brandenburgische Pampa verpulvert. :evil: ...
Muss ja nicht der Thüringer Wald sein. Mir würde die A3 zwischen Würzburg und Nürnberg reichen. :D
Auf den Transrapid in Mücnhen kann ich gut verzichten, da ich eh schneller in Frankfurt, Nürnberg oder Stutgart bin.[/quote]
Tiefschnee muss gewalzt sein

Benutzeravatar
Kris
Nebelhorn (2224m)
Beiträge: 2412
Registriert: 23.02.2004 - 13:50
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Innsbruck
Hat sich bedankt: 655 Mal
Danksagung erhalten: 1059 Mal
Kontaktdaten:

Beitrag von Kris »

Was mich besonders irritiert an dem TR-abschied ist, dass die trasse ja nicht wegen einer TR-technologie ständig teurer wurde, sondern weil die planer die trasse in immer längere tunnnelabschnitte gesteckt haben. Dies in der hoffnung, den büergerinitiativen den wind aus den segeln zu nehmen.

Die trasse haette ohne weiteres komplett aufgeständert gebaut werden können, so wie dies anfangs vorgesehen war. Dann kam tunnel nach tunnel hinzu, selbst im münchner HBF, wo genügend "luft" in der hohen halle für ein doppelspurigen TR bahnsteig gewesen wäre, hat man letztendlich eine U-bahn version vorgesehen!

Letzendlich sind es knapp 9km tunnel geworden. Dies ist besonders absurd, wenn man bedenkt dass die strecke im stadtgebiet durchgehend mit vielgleisigen DB strängen mit hoher zugfrequenz gebündelt ist...

Schade drum, die TR idee wird wohl bald für eine handvoll euro an die chinesen gehen. So wie die Alweg patente (einschienenbahn) damals auch nach japan gingen, mit denen heute einige dutzend städtische monorails fahren...

Nexter todeskandidat in deutschland ist die kernkrafttechnologie, aber die hang schon länger am tropf von framatome. Die briten nehem die stellung der deutschen ein...
>> Die unaufhaltsame Industrialisierung des Skiraums führt zu Banalisierung und somit zum Verlust der magischen Skisportfreude<<
Benutzeravatar
schifreak
Jungfrau (4161m)
Beiträge: 4469
Registriert: 22.11.2002 - 06:59
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: München Giasing
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 4 Mal

Transrapid

Beitrag von schifreak »

Also wenn man mich fragt, ich bin froh, daß dieses Thema vom Tisch iss, irgendwie kann ich diese ganzen Plakate und noch viel mehr das gscheide Dahergerede Transrapi für oder wider-- Express S Bahn -- oder Normale S Bahn... nimmer hörn.
Wenn ich fliegen würde, dann würd ich mir nen Zug raussuchen: München - Freising( Landshut , Regensburg oder Passau ) in Freising umsteigen und dann mitm Bus rausfahrn. Da hab ich net diese ganzen S Bahnstationen, sondern genau 1 Zugstation, und der Bus iss gleich drüben am Flughafen. Weit iss das nicht. Und das Beste, die ganze Fahrt geht mitm Bayernticket -- oder MVG Tageskarte, beim Transrapid bräucht ma bestimmt ne MVG Card, und dann die Transrapidkosten extra. Viel zu kompliziert, eine Karte iss mir lieber.
Der Transrapid hätt glaub ich knapp 20 Euro gekostet, n Bayernticket kostet für 5 Personen 27 Euro, für 1P 20 Euro.
Aber ich flieg ja net, weil i eh meistens nur nach Österreich will... da habens neulich geschrieben, zwegs EM -- Flug München - Salzburg und zruck 400 Euro... kann das sein ? Mitm Bayernticket sinds mitm Fahrradl 25 Euro...( Singleticket) oder 27 Euro für 5 Personen.

Eins zur Express S Bahn, die hält wenigstens auch für Normalbürger. Aber der Transrapid... wenn z.B. ein Messebesucher zur Münchner Messe möchten tät, dann käm er zwar in 10 Min. zum Hauptbahnhof, aber dann bräucht er ne U Bahn zur Messe. Das hätt ma auf jeden Fall verbinden müssen, genauso das Münchner Medien Viertel iss in Unterföhring / Ismaning, da käm er per S Bahn direkt hin, und müßt net erst zum Hauptbahnhof. Und dann mit der Flughafen S Bahn wieder rausfahrn... das wär n schöner Blödsinn.

Aber eins find ich ja poitiv, in einer Talkrunde im BR III hat ma ja zugegeben, daß ma beim Flughafenbau es völlig übersehn hat, daß ma da ne zweckmäßige Direktverbindung braucht. Also lauter gscheide am Werk, die doch nix zsammbringen. I hab gleich gsagt, die solten vom Freisinger Bahnhof nen Funitel rüberbaun, da hättn die Leut wenigstens was gscheids...
Abgsehn davon daß ma vorm Abflug immer ne zeit vorher draussen sein sollt, da käms auf die paar Minuten wo ne S Bahn länger braucht auch nimmer drauf zsamm.

Und nochwas wegs vermarktung, wie sollt ma ein Verkehrsmittel verkaufen, daß net mal für 35 km finanzierbar iss ? sowas lohnt sich doch nur für Strecken wie Berlin - München... es sollte aber auch net zu hohe Fahrtkosten sein, sonst fährt wieder jeder mitm Auto, oder Flugzeug, oder ICE...
Fabi,alpiner Schifreak

TSC 2012-13, Stand 20.01.2013 - 17 Sektionen Bike, 20 Schitage in Tirol ; Zillertal, Stubaital, Ötztal, Kitzbühel,Schiwelt , Schijuwel Alpbach ;
↓ Mehr anzeigen... ↓
Benutzeravatar
thun
Rigi-Kulm (1797m)
Beiträge: 2113
Registriert: 20.01.2006 - 12:00
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: lato meridionale degli Alpi
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0

Beitrag von thun »

Die bayerischen 500 Mio. will der Beckstein nach eigener Aussage in Innovationsförderung stecken. Da sind die meiner Meinung nach auch besser aufgehoben.

Irgendwann hab ich mal eine Zahl zur von den Grünen geforderten S-Bahn gehört, das waren auch so 800 Mio. Fragt mich nicht wie man auf solche Summen kommt.

Zum Thema Flughafenanbindung an die Fernbahn: Wer auf die Landkarte schaut sieht dass ein Fernbahnhof dort absolut unnütz ist. Die einzige Bahnstrecke in der Nähe ist München-Landshut, und auf der fahren hauptsächlich Regionalzüge. Dazu noch ein paar ICs Richtung Regensburg und der Alex nach Prag. Fertig. In alle anderen Richtungen (!) muss man so oder so über den Hauptbahnhof oder (Richtung Zürich, Garmisch und Stuttgart besser über eine (neu zu bauende) Spange) über Pasing.
Ein für mich als Laien recht einfache erscheinender erster Schritt wäre es,Züge ohne Stopp über die S1 in den Starnberger Flügelbahnhof zu leiten (so wie die BOB), das würde wohl schon einiges an Fahrzeit sparen. Allerdings würde dann auf der Stammstrecke wohl das absolute Chaos ausbrechen... :twisted:. Mittelfristig wird man nicht darum herum kommen hochwertigere Züge (erste Klasse und so...) einzusetzen. Vielleicht noch eine Durchfahrtmöglichkeit vom Flughafen nach Freising und damit einen Anschluss Richtung Ostbayern herstellen und gut ist.
Benutzeravatar
schifreak
Jungfrau (4161m)
Beiträge: 4469
Registriert: 22.11.2002 - 06:59
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: München Giasing
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 4 Mal

Flughafen

Beitrag von schifreak »

Was ich grad lustig fand, da sagens daß ma das Projekt Transrapid begraben hat, aber man macht sich jetz Gedanken, ob man den Bürgerentscheid gegen den Transrapid ebenfalls abblasen sollt. Ich würd sagen, daß sich das hiermit erledigt hat... aber die Behörden wollen erst abwarten, bis die ganzen Transdrapidsachen aus den Ordnern verschwinden... ouh Mann, ich würd jetz mit Hochdruck schaun nach ner vernünftigen Alternativlösung, wie gesagt, es wär net schlecht, wenn nicht nur ausschließlich Flughafenbesucher was davon hätten. Deswegen warn wir ja alle so dagegen...
Naja was ich auch sehr lustig fand -- das hattens früher mal gesagt, daß München die einzigste Stadt ohne gscheiden Verkehrsanbindung iss... ich kann mich noch sehr gut erinnern, in Berlin mußte man nach Tegel mit der U Bahn fahrn, dann ewig lang auf nen Bus warten... Oder nach Schönefeld, da fahrst auch ewig lang - entweder S Bahn oder Regionalbahn. Also so toll war das auch nicht grad.

Zu München, hab ma das auch mal gedacht, so ne Art Integralzüge wie die BOB -- in Neufahrn einen Regionalbahnhof baun, und von dort auf der S Bahnstrecke Direktzüge zum Flughafen.

Naja wir werden s sehn, was da raus kommt.

Ausserdem frag ich mich sowiso wie das weitergeht mit Energiepreisen, Kerosin etc. ob überhaupt in absehbarer Zeit die Leut noch sooo viel fliegen... oder ob die Flugpreise mal drastisch steigen werden, daß es für viele unintressant wird. Keine Ahnung...schau ma mal.
Fabi,alpiner Schifreak

TSC 2012-13, Stand 20.01.2013 - 17 Sektionen Bike, 20 Schitage in Tirol ; Zillertal, Stubaital, Ötztal, Kitzbühel,Schiwelt , Schijuwel Alpbach ;
↓ Mehr anzeigen... ↓
Benutzeravatar
Af
Cho Oyu (8201m)
Beiträge: 8455
Registriert: 30.01.2004 - 18:11
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: ja
Ort: Nürnberg
Hat sich bedankt: 18 Mal
Danksagung erhalten: 43 Mal

Beitrag von Af »

So...laut Presse überlegt Thyssen Krupp jetzt die Patente für die Fahrwege (das ist ja wohl das Kenrstück der Transrapidtechnik) ganz nach China zu verkaufen..... :twisted:

Tjo, ne Strecke hams ja schon, günstig produzieren könnens auch...dann werd mer wohl in 10 Jahren, wenns Fliegen zu teuer wird, ne Magnetschwebebahn aus China kaufen...
Und in 10 Jahren passt auch die Qualität der chinesischen Produkte zum Grossteil.

Weiter so....was könn´mer noch verramschen....Brennstoffzellen Technik, Atomreaktoren Technik, einige Automarken....

So hat ich mir die Zukunft meines Mutterlandes nicht vorgestellt... :cry:

Anbei passender Artikel von Focus-Online:
Focus Online hat geschrieben:
Magnetschwebebahn
Verhökern Bosse den Transrapid nach China?
Nach dem Scheitern des Transrapid in Deutschland: Konstrukteur ThyssenKrupp steht nach einem Medienbericht vor Gesprächen mit der chinesischen Regierung. Es geht um Technik, die bisher nicht kopiert werden konnte.



Die Magnetschwebebahn Transrapid
Nach dem Scheitern des Transrapid-Projekts in München erwägt ThyssenKrupp nun angeblich den Verkauf der Rechte an dem Magnetbahnsystem nach China. Nach Informationen von „Welt Online“ will der Düsseldorfer Industriekonzern in den nächsten Wochen Verhandlungen mit der chinesischen Regierung darüber aufnehmen. Möglich seien sowohl eine Lizenzvergabe als auch der vollständige Verkauf, meldete das Online-Portal am Freitag unter Berufung auf Unternehmenskreise.
ZUM THEMA
Transrapid-Stopp:
CSU grummelt über Beckstein
Magnetschwebebahn:
Spätes Ende einer Irrfahrt
Transrapid-Aus:
Industrie setzt auf Auslandsaufträge
Transrapid:
Bisher nur einmal verkauft
Transrapid:
Vom ersten Modell bis zum Aus für München
Im Fall eines Verkaufs der Rechte wären demnach die 220 Arbeitsplätze für den Transrapid im nordhessischen Kassel bedroht. ThyssenKrupp stellt in dem Konsortium für die Magnetschwebebahn das Antriebssystem (Tragführsystem) bereit, an dem die Chinesen besonders interessiert seien, da sie es bislang nicht erfolgreich hätten kopieren können, schrieb „Welt Online“.

Arbeitsplätze in Kassel finanzieren

Wie es weiter in dem Bericht heißt, rechnet das Düsseldorfer Unternehmen offenbar damit, durch eine Lizenzvergabe einen hohen zweistelligen oder niedrigen dreistelligen Millionenbetrag zu erzielen. Mit diesem Geld könnten dann die Arbeitsplätze in Kassel finanziert werden, heiße es aus gut informierten Kreisen.

Nicht nur wegen der Arbeitsplätze ziehe ThyssenKrupp die Lizenzvergabe einem Komplettausstieg vor. Es gehe auch darum, an einem möglichen Erfolg in China partizipieren zu können. „Sind erst einmal drei Trassen in China erfolgreich in Betrieb, wird das Interesse am Transrapid weltweit schnell steigen“, zitiert „Welt Online“ einen Insider.

Der vollständige Verkauf der Transrapid-Technologie wäre auch wegen der schon in das Projekt geflossenen hohen Subventionen, zu einem Gutteil aus Steuergeldern, problematisch. Der Bund und die Wirtschaft haben dem Bericht zufolge im Laufe der Jahrzehnte rund 2,4 Milliarden Euro in die Forschung und Entwicklung der Magnetbahn-Technologie gesteckt. Bisher haben die Chinesen über eine Lizenz lediglich Zugriff auf die Fahrwagen. Dafür habe Peking 80 Millionen Euro an ThyssenKrupp gezahlt.

China könnte Transrapid vollständig vermarkten

Die Rechte an dem als geltenden Antriebs- und Steuerungssystem liegen auch nach dem Bau der Transrapid-Bahn in Schanghai beim Konsortium von ThyssenKrupp und Siemens. Kommt es zu einem Verkauf der Transrapid-Technologie, könnten die Chinesen die Magnetbahn vollständig selbst nachbauen und auch international vermarkten.


Den Informationen zufolge soll der Hauptgrund für die Preissteigerungen beim jetzt gescheiterten Transrapid-Bau in München nicht bei den Technologiekosten liegen, sondern bei denen des Baukonsortiums unter der Führerschaft von Hochtief. Insgesamt seien die veranschlagten Kosten von den geplanten 1,85 sogar auf 3,8 Milliarden Euro gestiegen, meldete „Welt Online“. Statt der 820 Millionen Euro, wie im September avisiert, sollten nun allein 2,2 Milliarden für Trasse und Tunnel ausgegeben werden.
2011: HtPgWmSflSjZaSwHfAbHfHtSjKiKiKiKiHtSöSöSö
2012: HtSöSöSwZaWmWsRoSwRoRoAlHtRoAhStjRoSö
2013: KrIsRaWmRkBxAbAbAbAbAbRaRoTx
2014: MkRo
2015: KiSpRoRoRoZu
2016: RaClRoHtSö
2017: RaLaWsJoTx
2018: ClRaLaBaSwAlRaBaLaMuRaRa
2019: RaLaLaRaRaLaRaTx - Corona shutdown
2020: AlSwPeSwSwSwZ3AxTx
2021: LaRa
2022: RoRaLaRa
↓ Mehr anzeigen... ↓
Benutzeravatar
thun
Rigi-Kulm (1797m)
Beiträge: 2113
Registriert: 20.01.2006 - 12:00
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: lato meridionale degli Alpi
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0

Beitrag von thun »

Heute in der Zeitung: Die Express-S-Bahn würde laut Beckstein 2,8 Mrd. (!!) Euro kosten. (Und die müssten Bayern und München allein stemmen was wohl absolut irrealistisch ist.) Das kann doch gar nicht sein. Oder rechnen die mit vergoldeten Gleisen?
Benutzeravatar
Af
Cho Oyu (8201m)
Beiträge: 8455
Registriert: 30.01.2004 - 18:11
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: ja
Ort: Nürnberg
Hat sich bedankt: 18 Mal
Danksagung erhalten: 43 Mal

Beitrag von Af »

Naja....in einer der teuersten Grossstädte Deutschlands eine neue 2-spurige Bahnlinie aus dem Boden stampfen dürft wohl etwas teuer werden.

Tja, warum denn nicht nen Hubschrauber-Shuttle vom Bahnhof zum Flughafen? ist sicher billiger. :D

Nachdem vorhin in der Tagesschau veröffentlicht wurde, dass wohl 4 Milliarden Euro, diesmal in der Bayrischen Landesbank verzockt wurden, oder der Bankekrise zum Opfer gefallen sind, wundert mich langsam eh keine Geldsumme mehr was.

Tja....wer kommt mal wieder dafür auf? :D

Für die Verluste, die alleine die Staatlichen/Halbstaatlichen Banken gemacht haben könnte man schon alleine einige Trasrapidstrecken bauen.

@ Thyssen-Krupp: Die sind heute ganz stark zurückgerudert....angeblich wird mit China nur über eine Verlängerung der Trasse gesprochen.... :D
2011: HtPgWmSflSjZaSwHfAbHfHtSjKiKiKiKiHtSöSöSö
2012: HtSöSöSwZaWmWsRoSwRoRoAlHtRoAhStjRoSö
2013: KrIsRaWmRkBxAbAbAbAbAbRaRoTx
2014: MkRo
2015: KiSpRoRoRoZu
2016: RaClRoHtSö
2017: RaLaWsJoTx
2018: ClRaLaBaSwAlRaBaLaMuRaRa
2019: RaLaLaRaRaLaRaTx - Corona shutdown
2020: AlSwPeSwSwSwZ3AxTx
2021: LaRa
2022: RoRaLaRa
↓ Mehr anzeigen... ↓
Benutzeravatar
br403
Matterhorn (4478m)
Beiträge: 4774
Registriert: 04.03.2005 - 09:24
Skitage 25/26: 13
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: München
Hat sich bedankt: 1299 Mal
Danksagung erhalten: 549 Mal

Beitrag von br403 »

Af hat geschrieben: Tja, warum denn nicht nen Hubschrauber-Shuttle vom Bahnhof zum Flughafen? ist sicher billiger. :D
Gibts ja schon von JFK nach NYC...die haben ein ähnliches Problem dort.
Nachdem vorhin in der Tagesschau veröffentlicht wurde, dass wohl 4 Milliarden Euro, diesmal in der Bayrischen Landesbank verzockt wurden, oder der Bankekrise zum Opfer gefallen sind, wundert mich langsam eh keine Geldsumme mehr was.

Tja....wer kommt mal wieder dafür auf? :D

Für die Verluste, die alleine die Staatlichen/Halbstaatlichen Banken gemacht haben könnte man schon alleine einige Trasrapidstrecken bauen.

@ Thyssen-Krupp: Die sind heute ganz stark zurückgerudert....angeblich wird mit China nur über eine Verlängerung der Trasse gesprochen.... :D
Dem ist nichts hinzuzufügen...was freue ich mich auf die Typen von der CSU und den Wahlkampfständen im Herbst, denen werde ich was erzählen! :twisted:

Benutzeravatar
Fab
Disteghil Sar (7885m)
Beiträge: 7947
Registriert: 28.07.2007 - 13:11
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Tauperlitz (Bayern)
Hat sich bedankt: 34 Mal
Danksagung erhalten: 687 Mal

Beitrag von Fab »

Vermute mit dem Weiterverkauf ist das nicht so leicht zu machen, bei den hohen Subventionen der Regierung.
Online
Benutzeravatar
Seilbahnjunkie
Cho Oyu (8201m)
Beiträge: 8474
Registriert: 11.07.2004 - 12:45
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Innsbruck
Hat sich bedankt: 861 Mal
Danksagung erhalten: 923 Mal

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Denen hätte ich auch was erzählt, die Steuergelder ware ndafür, dass in Deutschland Arbeitsplätze entstehen, nicht in China.

@schifreak: Berlin ist ein schlechtes Beispiel. Dort befindet sich zur Zeit alles im Umbau und es wird kräftig was an der Situation verbessert. Ich bin überzeugt davon, dass man in Zukunft viel schneller vom Hauptbahnhof zum neuen Flughafen BBI kommt als heute nach Schönefeld. Durch den dann direkt unter dem Terminal liegenden Bahnhof und die Strecke zum neuen Nord-Süd-Tunnel verbessert sich die Situation enorm. Auserdem gibt es viele Direktverbindungen ins Umland. Sowas wäre auch für München wünschenswert, aber nur schwer möglich. Genau deswegen war der Tranrapid ja gar keine so schlechte Idee.
Benutzeravatar
Af
Cho Oyu (8201m)
Beiträge: 8455
Registriert: 30.01.2004 - 18:11
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: ja
Ort: Nürnberg
Hat sich bedankt: 18 Mal
Danksagung erhalten: 43 Mal

Beitrag von Af »

Fab hat geschrieben:Vermute mit dem Weiterverkauf ist das nicht so leicht zu machen, bei den hohen Subventionen der Regierung.
Mal wieder was von den Subventionen für Nokia gehört? :D

Ausserdem zahlt Deutschland ja noch Entwicklungshilfe an China. Sogesehen wäre in Verkauf der Transrapid-Technik ja quasi nur Entwicklunghilfe.

Ich würde mal davon ausgehen, dass im Sommer ne kleine Pressemeldung rauskommt: Thyssen Krupp gründet Tochtergesellschaft in China, und transferiert die Transrapiddaten dort hin. Anschliessend wird die Gesellschaft von Chinesischen Staatsbetrieben gekauft, und hoppla....da sind unsre Transrapidtechniken dahin.....so ein Zufall.

Andrerseits ist der Transrapid halt ein Verkehrsmittel für dünner besiedelte Länder, in denen die Infrastruktur neu aufgebuat werden muss...Kandidaten wären China, USA, Kanada, Australien etc.
Deutschland ist für diese Technik einfach zu dicht besiedelt. Aber ne Teststrecke im Linienbetrieb wäre gut für den Verkauf...egal...
2011: HtPgWmSflSjZaSwHfAbHfHtSjKiKiKiKiHtSöSöSö
2012: HtSöSöSwZaWmWsRoSwRoRoAlHtRoAhStjRoSö
2013: KrIsRaWmRkBxAbAbAbAbAbRaRoTx
2014: MkRo
2015: KiSpRoRoRoZu
2016: RaClRoHtSö
2017: RaLaWsJoTx
2018: ClRaLaBaSwAlRaBaLaMuRaRa
2019: RaLaLaRaRaLaRaTx - Corona shutdown
2020: AlSwPeSwSwSwZ3AxTx
2021: LaRa
2022: RoRaLaRa
↓ Mehr anzeigen... ↓
Benutzeravatar
Christoph Lütz
Wurmberg (971m)
Beiträge: 1118
Registriert: 19.12.2005 - 10:30
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 6 Mal
Danksagung erhalten: 61 Mal

Beitrag von Christoph Lütz »

Glaubt ihr alle wirklich an das High-Tech-Märchen vom Transrapid? Was ist daran den so sensationell im Vergleich zu anderer Technik, über die die Menschheit heute so verfügt? Viele Komponenten werden auch von der Eisenbahn verwendet. Auch dort hat es in den letzten 20 Jahren wichtige technische Fortschritte gegeben, z.B. Feste Fahrbahn, moderne Leit- und Sicherungstechnik in Form von elektronischen Stellwerken, Triebfahrzeuge mit Drehstrommotoren und Leistungselektronik, um nur einige zu nennen. Zwischen einem ICE 1 und ICE 3 liegen Welten in der Entwicklung.

Gut, die Chinesen haben eine Magnetbahn gebaut. Aber nur deshalb, weil sie als Innovativ galt und sie sonst keiner hatte. Aber sind deshalb weitere Strecken entstanden? Nö, die Chinesen bauen nun tausende Kilometer Eisenbahnstrecken und fahren dort künftig mit einem modifizierten ICE 3 einen Geschwindigkeitsbereich von 250 - 350 km/h. Und das liegt nicht daran, dass in Deutschland keine Strecke gebaut wurden. Die Brauchbarkeit konnten die Chinesen selbst testen.

Zur Zeit ist Deutschland für die Chinesen noch Vorbild für Eisenbahntechnik, insbesondere wegen dem ICE 3 und der NBS Köln-Rhein/Main. Aber schon bald werden die Chinesen auch Produkte für den weltweiten Eisenbahnmarkt anbieten, wenn dort entsprechende Erfahrungen gemacht wurden. Dann gibt es auf dem Weltmarkt Eisenbahntechnik aus Frankreich, Deutschland, Japan und eben China. Aber Konkurrenz belebt ja das Geschäft.

Der Transrapid ist dagegen ein Nischenprodukt, für das bisher niemand einen Interessenten gefunden hat, wenn man von der Chinesischen Anlage, die auch noch mit deutschen Krediten finanziert wurden, absieht. Woran man gescheitert ist, habe ich bereits oft genug versucht, zu schildern. Ich war schon an konkreten Projekten als Planer beteiligt. Und seit dem Unfall hat der unfehlbare Transrapid auch seine Unschuld verloren.

Lassen wir den Transrapid das sein, was er immer war: Ein Forschungsprojekt, aus dem einige technische Entwicklungen u. a. für die Eisenbahntechnik hervorgegengen sind.
Benutzeravatar
Af
Cho Oyu (8201m)
Beiträge: 8455
Registriert: 30.01.2004 - 18:11
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: ja
Ort: Nürnberg
Hat sich bedankt: 18 Mal
Danksagung erhalten: 43 Mal

Beitrag von Af »

Jetzt aber mal ganz ehrlich: Die Grenzen der Schiene-Rad Technik ist auch langsam ausgereizt.

Höhere Geschwindigkeiten bietet IMO eben die Magnet-Schwebe-Technik...
2011: HtPgWmSflSjZaSwHfAbHfHtSjKiKiKiKiHtSöSöSö
2012: HtSöSöSwZaWmWsRoSwRoRoAlHtRoAhStjRoSö
2013: KrIsRaWmRkBxAbAbAbAbAbRaRoTx
2014: MkRo
2015: KiSpRoRoRoZu
2016: RaClRoHtSö
2017: RaLaWsJoTx
2018: ClRaLaBaSwAlRaBaLaMuRaRa
2019: RaLaLaRaRaLaRaTx - Corona shutdown
2020: AlSwPeSwSwSwZ3AxTx
2021: LaRa
2022: RoRaLaRa
↓ Mehr anzeigen... ↓
Benutzeravatar
Christoph Lütz
Wurmberg (971m)
Beiträge: 1118
Registriert: 19.12.2005 - 10:30
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 6 Mal
Danksagung erhalten: 61 Mal

Beitrag von Christoph Lütz »

Was beeinflusst denn im wesentlichen die Geschwindigkeit, die ein spurgebundenens Verkehrmittel fahren kann?

Erstmal die Trassierung, und die ist unabhängig von der Spurführungstechnik. Einziger Unterschied zwischen Transrapid und Eisenbahn ist zur Zeit noch die maximale Querneigung/Überhöhung. Bei der Eisenbahn beträgt diese etwa 6 bis 7 Grad, beim Transrapid lässt man 12 Grad zu. Deshalb kann der Transrapid im gleichen Boden schneller fahren, vorrausgesetzt, die nötige Länge für die Überhöhungsrampe steht zur Verfügung. Bei der Eisenbahn ist die maximale Querneigung aber noch nicht ausgereizt. Sie ist aus Komfortgründen (ein Zug kann ja mal zum Stehen kommen) sowie wegen der Kippsicherheit begrenzt. Der Transrapid bleibt in so einem Bogen nicht stehen, daher ist der höhere Wert zulässig.
Ahnlich ist das bei der Maximalsteigung. Die Eisenbahn muss überall anfahren können, der Transrapid darf in Rampen nicht zum stehen kommen. Man schließt das durch technische Maßnahmen aus. Das gleich könnte mann natürlich auch bei der Eisenbahn machen.

Bleiben Vorteile des Transrapid bei Verschleiss, Lärm und Energieverbrauch bei hohen Geschwindigkeiten. Wie schnell wollt ihr denn fahren, um hier die Vorteile wirklich auszuspielen? 300 - 500 km/h oder noch schneller? Auch beim Transrapid ist dazu eine entsprechende gestreckte Trassierung erforderlich. Bei der Verbindung zum Münchener Flughafen wäre dieser Geschwindigkeitsbereich nie gefahren worden.

Beispiel: Bogen mit Radius 3000 m (Bringt den mal in einem dicht besiedelten Gebiet unter!) :wink:
Die Eisenbahn kann den Bogen bei einer Überhöhung von 170 mm mit max. 285 km/h fahren, der Transrapid bei einer Querneigung von 12 Grad mit ca. 340 km/h. Und dafür der Aufwand?
Benutzeravatar
F. Feser
Administrator
Beiträge: 10829
Registriert: 27.03.2002 - 21:04
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Renningen (DE) / Silbertal (AT)
Hat sich bedankt: 774 Mal
Danksagung erhalten: 1672 Mal
Kontaktdaten:

Beitrag von F. Feser »

für mich stellt sich eine ganz andere Frage:

ist das derzeitige Münchner Verkehrssystem nicht schlicht und einfach überfordert?
Alles in einen Kopfbahnhof zu stecken, bei dem dann bei kleinsten Störungen auf der Zulaufstrecke alles dicht ist ist sicherlich nicht so sinnvoll... Wäre es nicht möglich, mit relativ geringem Aufwand eine Art Durchgangsbahnhof sowie einen Ringverkehr im äusseren Bereich a la "Expressbahn" zu erstellen? Ich meine also:

Einen Fernbahnhof VOR München (bsp. Ost-West Transversale). Von hier Verteilung der Fahrgäste. auf den Ring bzw. auf die weiteren Strecken (in die Stadt, zum Airport, Überland...). Natürlich wäre das ein Riesenaufwand, und vermutlich unter sagen wir, 5 MRD € nicht zu haben... aber wenn man sich Bankenkrisen für vermutlich 4 MRD € leisten kann, einen Transrapid durch die Stadt schlagen will für 1,8 MRD € (Hey, die Planer haben gemerkt, dass es in Deutschland nicht so einfach & günstig wie in Shanghai ist, Gebäude plattzumachen (Ironie ;))

Die 2,8 MRD € für die Expressbahn kann ich ebenso nicht nachvollziehen... schaut euch mal an was in Stuttgart für knapp 2,4 MRD € (Tunnelbahnhof + Zulaufstrecken) bzw. 4,4 MRD € (inklusive Schnellbahntrasse S-Ulm) geplant wird. Und hier ist fast alles nur im Tunnel.... (für alle die das Projekt nicht kennen: www.turmforum.de / www.DasneueHerzEuropas.de , www.stuttgart21.de (Bahnseite))

Irgendwas stinkt da.... ;). Ich wage allerdings zu bezweifeln, dass sich hier ausser CL mit der Materie Bahn genug auskennt um uns aufzuklären...
:ja: Jetzt Neu - Werbefrei: Alpinforum PRO - ohne lästige Werbebanner - Ausprobieren für 3 € im Monat oder 33 € im Jahr! Mehr Infos hier - KLICK MICH :ja:
Benutzeravatar
Af
Cho Oyu (8201m)
Beiträge: 8455
Registriert: 30.01.2004 - 18:11
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: ja
Ort: Nürnberg
Hat sich bedankt: 18 Mal
Danksagung erhalten: 43 Mal

Beitrag von Af »

Christoph Lütz hat geschrieben:Was beeinflusst denn im wesentlichen die Geschwindigkeit, die ein spurgebundenens Verkehrmittel fahren kann?

Erstmal die Trassierung, und die ist unabhängig von der Spurführungstechnik. Einziger Unterschied zwischen Transrapid und Eisenbahn ist zur Zeit noch die maximale Querneigung/Überhöhung. Bei der Eisenbahn beträgt diese etwa 6 bis 7 Grad, beim Transrapid lässt man 12 Grad zu. Deshalb kann der Transrapid im gleichen Boden schneller fahren, vorrausgesetzt, die nötige Länge für die Überhöhungsrampe steht zur Verfügung. Bei der Eisenbahn ist die maximale Querneigung aber noch nicht ausgereizt. Sie ist aus Komfortgründen (ein Zug kann ja mal zum Stehen kommen) sowie wegen der Kippsicherheit begrenzt. Der Transrapid bleibt in so einem Bogen nicht stehen, daher ist der höhere Wert zulässig.
Ahnlich ist das bei der Maximalsteigung. Die Eisenbahn muss überall anfahren können, der Transrapid darf in Rampen nicht zum stehen kommen. Man schließt das durch technische Maßnahmen aus. Das gleich könnte mann natürlich auch bei der Eisenbahn machen.

Bleiben Vorteile des Transrapid bei Verschleiss, Lärm und Energieverbrauch bei hohen Geschwindigkeiten. Wie schnell wollt ihr denn fahren, um hier die Vorteile wirklich auszuspielen? 300 - 500 km/h oder noch schneller? Auch beim Transrapid ist dazu eine entsprechende gestreckte Trassierung erforderlich. Bei der Verbindung zum Münchener Flughafen wäre dieser Geschwindigkeitsbereich nie gefahren worden.

Beispiel: Bogen mit Radius 3000 m (Bringt den mal in einem dicht besiedelten Gebiet unter!) :wink:
Die Eisenbahn kann den Bogen bei einer Überhöhung von 170 mm mit max. 285 km/h fahren, der Transrapid bei einer Querneigung von 12 Grad mit ca. 340 km/h. Und dafür der Aufwand?
Ich spreche auch nicht von Deutschland. Hier hätte ein Trasrapid ausser auf den Grossstadtverbindungen keinen sinn, da wie gesagt zu dicht bebaut.

Das Potenzial ein Transrapidnetz zu bauen haben Flächenstaaten, mit relativ schlecht ausgebautem Bahnetz und grossen Distanzen.
China, USA, in gewissem Sinne Indien, Australien noch, wobei hier der Bedarf wohl nicht vorhanden ist.

Hier könnte man etwas starten, was zum Erfolg werden kann. Spätestens wenn der Treibstoff zum Fligen teurer wird, muss es hier alternativen geben.
Aber wir werden sehen, was kommt. Evtl. wird man sich in 10, 20 oder 50 Jahren von einer Stelle an die andere Beamen lassen, oder es gibt wieder ganz andere Verkehrstechniken.

@ München: Ist hier nicht bald Wahlkampf? Da wird schon wieder ne grossartige Idee rausposaunt...
2011: HtPgWmSflSjZaSwHfAbHfHtSjKiKiKiKiHtSöSöSö
2012: HtSöSöSwZaWmWsRoSwRoRoAlHtRoAhStjRoSö
2013: KrIsRaWmRkBxAbAbAbAbAbRaRoTx
2014: MkRo
2015: KiSpRoRoRoZu
2016: RaClRoHtSö
2017: RaLaWsJoTx
2018: ClRaLaBaSwAlRaBaLaMuRaRa
2019: RaLaLaRaRaLaRaTx - Corona shutdown
2020: AlSwPeSwSwSwZ3AxTx
2021: LaRa
2022: RoRaLaRa
↓ Mehr anzeigen... ↓

Benutzeravatar
Downhill
Moderator a.D.
Beiträge: 6672
Registriert: 13.11.2002 - 21:58
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Germering
Hat sich bedankt: 576 Mal
Danksagung erhalten: 673 Mal

Beitrag von Downhill »

thun hat geschrieben:Heute in der Zeitung: Die Express-S-Bahn würde laut Beckstein 2,8 Mrd. (!!) Euro kosten. (Und die müssten Bayern und München allein stemmen was wohl absolut irrealistisch ist.) Das kann doch gar nicht sein. Oder rechnen die mit vergoldeten Gleisen?
Auch die Express-S-Bahn müsste großteils in einem neu zu grabenden Tunnel verlaufen. Vermutlich sogar noch mehr als der TR, da sie bei gleicher Geschwindigkeit lauter ist...
Eigentlich ist es vollkommen wurscht: die Express-S-Bahn braucht neue Gleise, der Transrapid ebenfalls. Die Kosten entstehen durch die Trasse, nicht durch das Bahnsystem.

Die vorhandenen Gleise sind allesamt am Limit, nicht nur auf der Stammstrecke (alle 10 Minuten ca. 8 Züge pro Richtung, permanente Zugstaus :roll: )
Dove vai senza sci?
Wege entstehen, indem man sie geht.
Benutzeravatar
thun
Rigi-Kulm (1797m)
Beiträge: 2113
Registriert: 20.01.2006 - 12:00
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: lato meridionale degli Alpi
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0

Beitrag von thun »

für mich stellt sich eine ganz andere Frage:

ist das derzeitige Münchner Verkehrssystem nicht schlicht und einfach überfordert?
Alles in einen Kopfbahnhof zu stecken, bei dem dann bei kleinsten Störungen auf der Zulaufstrecke alles dicht ist ist sicherlich nicht so sinnvoll... Wäre es nicht möglich, mit relativ geringem Aufwand eine Art Durchgangsbahnhof sowie einen Ringverkehr im äusseren Bereich a la "Expressbahn" zu erstellen? Ich meine also:

Einen Fernbahnhof VOR München (bsp. Ost-West Transversale). Von hier Verteilung der Fahrgäste. auf den Ring bzw. auf die weiteren Strecken (in die Stadt, zum Airport, Überland...).

Was Du bei der Idee übersiehst ist die bahnverkehrstechnische Lage Münchens. Im Gegensatz zu z. B. Stuttgart endet nicht nur der Regionalverkehr aus allen Richtungen in München Hbf., sondern auch fast der ganze Fernverkehr. Bei deiner Idee würde der ja wohl (wie in Berlin Hbf.) irgendwie "durch" München fahren. Bloß wohin? alles nach GAP oder Salzburg? Oder zum Flughafen ( :wink: )? Wäre absoluter Schmarrn da da keiner diese Frequenz braucht (und es wohl auch die Strecken nicht hergeben). Sogesehen macht der Durchgangsbahnhof keinen Sinn, schon gar nicht irgendwo in der Pampa. Es gibt auch keine vernünftige Ringbahn die den ganzen Verkehr aufnehmen könnte, genausowenig wie eine "Ost-West-Transversale" wo man den Bahnhof sinnvoll plazieren könnte.
Störungen gibt's in München vor allem auf der S-Bahn-Stammstrecke wo bei kleinsten Verspätungen Chaos herrscht. Das ist in München die wohl größte verkehrstechnische Baustelle (zweiter Tunnel...), zusammen mit der Flughafen-Anbindug.
Benutzeravatar
br403
Matterhorn (4478m)
Beiträge: 4774
Registriert: 04.03.2005 - 09:24
Skitage 25/26: 13
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: München
Hat sich bedankt: 1299 Mal
Danksagung erhalten: 549 Mal

Beitrag von br403 »

Thun, genau so ist es. in Frankfurt wäre es sehr viel sinnvoller einen Durchgangsbahnhof zu bauen als in München.

Übrigends habe ich heute mal am Transrapid Modell am Flughafen geschaut, geschlossen, aber keine Begründung. Mal sehen wie lange es noch dortsteht... :wink:
Online
Benutzeravatar
Seilbahnjunkie
Cho Oyu (8201m)
Beiträge: 8474
Registriert: 11.07.2004 - 12:45
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Innsbruck
Hat sich bedankt: 861 Mal
Danksagung erhalten: 923 Mal

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Wenn ich sehe, was es für Probleme gab mit Stuttgart 21, das ich persönlich in den meisten Punkten für sinnvoll halte, dann wäre ein Durchgangsbahnhof für München wohl nicht realisierbar. Den Bahnhof weiter raus zu legen wäre die falsche Entscheidung. In München sind die meisten Fahrgäste nicht Umsteiger, sondern sie wollen nach München. AM Hauptbahnhof besteht schon die Infrastruktur für die Erschließung mit der S-Bahn, der U-Bahn und vielen Tramlinien. Das alles müsste man bei einem neuen Bahnhof erst schaffen und es würde auch länger in die Innenstadt dauern.
In Berlin war die Situation eine ganz andere. Erstens war dort die Situation mit der zweigleisigen Stadtbahn noch viel schlechter als in München und zum anderen lief und läuft das noch unter Wiedervereinigung.
Und wenn wir schon OT sind, in Frankfurt war es mal angedacht einen zwei- bis viergleisigen Fernbahnhof unter dem Hauptbahnhof zu bauen. Die Idee finde ich gut, dann könnten die Fernzüge, die durch Frankfurt Richtung Fulda fahren einiges an Zeit sparen und man bräuchte trotzdem keinen so teuren Bahnhof wie in Stuttgart.
Benutzeravatar
Downhill
Moderator a.D.
Beiträge: 6672
Registriert: 13.11.2002 - 21:58
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Germering
Hat sich bedankt: 576 Mal
Danksagung erhalten: 673 Mal

Beitrag von Downhill »

Kommt er etwa doch noch? Schaffen die Hessen, was die Bayern net packen? 8O
Aschaffenburg
Der Transrapid ist tot, es lebe der "Magnetrans". Nachdem Vertreter von Bund und Land Ende vergangener Woche die Magnetschwebebahn bei München haben sterben lassen, hat Oberbürgermeister Klaus Herzog sofort gehandelt. Beim gestrigen Start des Bahnhofsneubaus lüftete er das Geheimnis: Aschaffenburg bewirbt sich um das milliardenschwere Modellprojekt.
"Der Untermain ist nicht länger das Schwanzhaar des bayerischen Löwen", rief Herzog unter dem Applaus der Gäste. "Eine Magnetschwebebahn vom Aschaffenburger Hauptbahnhof zum Flughafen Frankfurt befördert die Region an die Spitze des Barthaars der globalen Innovation." Herzog berief sich auf die Stimmen zahlreicher Main-Echo-Leser, die sich gegen eine Preisgabe des bayerischen Prestigeprojekts ausgesprochen hatten (wir berichteten).

"Magnetrans" soll die Magnetschwebebahn heißen, mit der die Distanz von 47 Bahnkilometern zwischen Aschaffenburg und dem Flughafen in nur 12,7 Minuten überbrückt werden soll - mit Spitzengeschwindigkeiten von 385 Stundenkilometern. Das entspricht den Münchner Plänen (37 Kilometer, 10 Minuten).

Den Namen "Transrapid" will Herzog nicht übernehmen. Er sei durch das politische Gezerre negativ besetzt. "Wir wollen ein positives Signal setzen", so Herzog. "Der Magnetrans soll zum Magneten für den Wirtschaftsstandort Aschaffenburg und Rhein-Main werden, zur Lokomotive unserer dynamischen Region." Die Magnetschwebebahn passe zum Kompetenzzentrum Logistik im Hafen.

Finanzierung auf vier Säulen

Dass sich die Kosten wie in München verdoppeln können, glaubt Finanzreferent Dr. Meinhard Gruber nicht. Nach seinem Finanzierungsmodell tragen der Bund, der Freistaat Bayern und das Land Hessen je ein Viertel der Kosten. Das restliche Viertel, 463 Millionen Euro, hätte die Wirtschaftsregion Rhein-Main aufzubringen. "Die Voraussetzungen sind gut", erklärte Gruber. "Es gibt eine Reihe von Kooperationen zur Wirtschaftsförderung im Rhein-Main-Gebiet." Zudem sei über die Route der Industriekultur mit Zuschüssen zu rechnen.

Regionalmanager Markus Seibel (Großwallstadt) unterstützt die Bewerbung. Es bedeute einen Standortvorteil für die Region, wenn sie in weniger als einer Viertelstunde von Frankfurt aus erreichbar sei und Firmenmanager nicht in überfüllten Zügen durch das Maintal bummeln müssten. Diese Sicht vertrat gestern auch der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Armin Eisert.

Das politische Echo war geteilt. Die CSU stehe hinter dem Vorschlag Herzogs, erklärte der Fraktionsvize Dr. Winfried Bausback. Wenn Aschaffenburg den Zuschlag bekomme, betrachte er das als seine persönliche Fahrkarte in den bayerischen Landtag. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Erich Henke forderte ein Gesamtkonzept zur Einbindung des Magnetrans ins globale Verkehrsnetz.

Ablehnung signalisierte Johannes Büttner: Bevor die A-Bahn ins Berufsschulzentrum Leider gebaut sei, werde die Kommunale Initiative keinem neuen Schienenprojekt zustimmen. Ablehnend äußerte sich auch Thomas Mütze (Grüne): Der Transrapid sei im regionalen ÖPNV, was die Ringstraße im städtischen Verkehrsnetz darstelle: eine Sackgasse.

Zustimmung kam vom Einzelhandelsverband: "Von London oder Paris zum Shopping nach Aschaffenburg und zurück in weniger als drei Stunden!", freute sich der Vorsitzende Franz Schädlich. Damit sei klar, wie die Stadt den Schlossplatz verwenden müsse, den ihr die Schlösserverwaltung zum Kauf angeboten hat (wir berichteten am Samstag): "Etwas anderes als ein Parkplatz kommt bei der steigenden Zahl an Pendlern gar nicht in Frage!"

Stadtentwicklungsreferent Bernd Keßler hat Gespräche mit der Firma Hörnig aufgenommen, der die Flächen auf der Bahnhof-Nordseite gehören. Dort soll das Magnetrans-Terminal entstehen. Genau deshalb hat die Deutsche Bahn AG Widerstand gegen das Projekt angekündigt. Angesichts der Investitionen in den Bahnhofsneubau dürfe auf Dämmer Seite keine Konkurrenz entstehen.

Herzog sammelt Unterschriften

Der Oberbürgermeister setzt auf die Unterstützung der Bevölkerung. Durch ihre Unterschrift sollen die Bürger den Entscheidungsträgern demonstrieren, dass sie hinter dem Projekt stehen. "Nur wenn viele Menschen die Bewerbung unterschreiben, hat sie Aussicht auf Erfolg", forderte Herzog die Bürger auf, sich am heutigen Dienstag zwischen 10.30 und 11 Uhr in seinem Büro in die Unterschriftenlisten einzutragen.

Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, denkt Herzog auch über einen Zweckverband mit den Umlandgemeinden nach. Kleinostheim hat aber angekündigt, sich nicht daran zu beteiligen. Begründung: Der Magnetrans hält nicht an der Rückersbacher Schlucht. Peter Freudenberger

INFO: Unterschriftenaktion für die Magnetschwebebahn heute, 10.30 bis 11 Uhr, Rathaus, Büro des Oberbürgermeisters.

Quelle: Main-Echo, 1. April
http://www.main-netz.de/nachrichten/reg ... 011,328899
Dove vai senza sci?
Wege entstehen, indem man sie geht.
Benutzeravatar
br403
Matterhorn (4478m)
Beiträge: 4774
Registriert: 04.03.2005 - 09:24
Skitage 25/26: 13
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: München
Hat sich bedankt: 1299 Mal
Danksagung erhalten: 549 Mal

Beitrag von br403 »

Echt? Wäre ja cool! Vielleicht fährt der dann schon bald, als erster Tag würde sich doch der 1. April 2010 gut machen.
Benutzeravatar
schifreak
Jungfrau (4161m)
Beiträge: 4469
Registriert: 22.11.2002 - 06:59
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: München Giasing
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 4 Mal

München

Beitrag von schifreak »

In München hat man das mal geplant, den Hauptbahnhof untertunneln, und dann durch die Stadt wieder raus zum Ostbahnhof - Salzburg - Wien ...irgendsowas, aber das war dann wieder zu teuer.
Und jetz kommt dazu, daß die eh schon sehr störanfällige S Bahn noch einen Neuen Haltepunkt dazubekommt. -- An der Friedenheimer Brücke.
Einerseits den 10 Min. Takt, andrerseits zusätzliche 80 sek. Haltestop.
Und dann das ewige Gezerre-- neue S Bahn Röhre, oder den Aussenring--parallel zu den Gleisen HBF - Ostbahnhof.

Jedenfalls bin ich der Meinung, eine Express S Bahn ( ca. 2 -3 Haltepunkte) iss für mehr Münchner da, als die Flughafen Transrapid Strecke ohne Halt.
Der sollte alle 10 Min fahren, aber keiner weiß ob die Züge auch richtig ausgelastet sind. Vielleicht iss mal das Flugbenzin so teuer, daß die Leut lieber daheim bleiben, anstatt zu fliegen. Keiner weiß es. Und dann bräucht ma den Transrapid auch nicht mehr...
Fabi,alpiner Schifreak

TSC 2012-13, Stand 20.01.2013 - 17 Sektionen Bike, 20 Schitage in Tirol ; Zillertal, Stubaital, Ötztal, Kitzbühel,Schiwelt , Schijuwel Alpbach ;
↓ Mehr anzeigen... ↓
Benutzeravatar
F. Feser
Administrator
Beiträge: 10829
Registriert: 27.03.2002 - 21:04
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Renningen (DE) / Silbertal (AT)
Hat sich bedankt: 774 Mal
Danksagung erhalten: 1672 Mal
Kontaktdaten:

Beitrag von F. Feser »

also ich habe jetzt gerade wieder von einem bekannten die von mir auch gemachte erfahrung bestätigt bekommen:

Die Eltern waren auf dem Weg in den Urlaub nach Übersee, hatten als Abflughafen München "gewählt" (FFM nur über Umweg...) und haben sich also ins Getümmel gestürzt.

Der Flug ging mittags um elf. Wenn man von Stuttgart mit der Bahn dorthin möchte, muss man sich morgens durch den schönsten Berufsverkehr mit der S-Bahn vom HBF zum Flughafen durchdrängeln. Das Problem hierbei war, dass auf Grund einer Weichenstörung auf einer ANDEREN Linie die Bahn nicht mehr weiter konnte, weil vor der Bahn die anderen Züge standen. Herzlichen Glückwunsch. Mit Müh und Not (und Taxi) haben die Eltern dann den Flug noch erwischt. Wer zahlt für die Verspätung bzw. das entgangene Ticket in den Urlaub wenn es mal nicht so gut ausgeht?

Und jetzt mal der nationale Vergleich von Flughäfen:
BBI bekommt einen Fernbahnanschluss, obwohl auch "ab vom Schuss"
Stuttgart bekommt mit NBS S-Ulm und S21 einen Fernbahnanschluss
Frankfurt hat einen Fernbahnanschluss. Von Stuttgart nach Frankfurt in knapp 60 Minuten....

wer ist da im Hintertreffen? Selbst wenn der Flughafen noch so toll und groß ist. Irgendwie muss man die Leute auch einigermaßen sicher, komfortabel und schnell an den Flughafen bringen. Und das ist im Moment der Grund warum MUC ganz weit hinten auf meiner persönlichen Rangliste der Flughäfen liegt :)
:ja: Jetzt Neu - Werbefrei: Alpinforum PRO - ohne lästige Werbebanner - Ausprobieren für 3 € im Monat oder 33 € im Jahr! Mehr Infos hier - KLICK MICH :ja:

Antworten

Zurück zu „Off Topic“