Meine 5 Cent: bei meinem letzten Besuch (= Osterdienstag) mussten wir schon mal am Maurer anstehen, also sind heuer durchaus 'Wartezeiten ein relevantes Thema gewesen'. Was mir aber noch mehr aufgefallen ist: bei fast jeder Auffahrt musste der Lift anhalten, manchmal auch mehrmals pro Fahrt. Der oberste Trassenabschnitt ist schon ziemlich steil (= bekanntes Schicksal von vielen Gletscherliften, die durch Gletscherschwund oben immer steiler werden, da die Bergstation fest in Fels verankert ist und sich nicht bewegt, während das Eis unterhalb wegschmilzt) und der Ausstiegsbereich sehr kurz. Natürlich kann man die Tatsachen von der Hand weisen und klischeeartig behaupten, dass der SL nur schwarze Pisten bedient (was natürlich stimmt) und nur der Skifahrerelite vorbehalten bleiben soll, welche eben schwarze Pisten fahren kann und dadurch irgendwie automatisch auch mit steilen Schleppliften mit kurzem Ausstieg zurechtkommen muss. Nun, meine Beobachtungen sind anders: es gibt heutzutage durchaus Wintersportler, die sehr gut im Stande sind eine gut präparierte schwarze Piste mit perfektem Schnee zu fahren - so wie es bei meinem letzten Besuch der Fall war - aber trotzdem ihre Probleme mit dem SL haben.
Fazit: ein Ersatz durch eine 6KSB mit moderater Kapazität würde IMO viel Sinn machen, und ich hoffe dass es nach Langwied die nächste Investition am KSH sein wird. Idealerweise mit Bergstation etwas höher und weiter links, dort scheint noch eine schöne unerschlossene Ecke zu sein:
(dito mit Talstation ein wenig unterhalb der bestehenden, so etwa auf der Höhe des Schneehasenlifts, damit man sie vom Ausstieg GJ3 bequem erreicht)
Falls man mit der KSB noch ein paar Jahre lang abwartet damit das Resteis schmilzt, kann ich durchaus verstehen. Evtl. wird aktuell nur provisorisch was am Ausstieg gemacht, damt der SL noch ein paar Jahre in der bestehenden Form gehalten werden kann? Dass man so blöd wäre und diesen schönen Hang (der in den letzten Jahren vorsichtig 'peu à peu' modelliert und mit Schneeanlage ausgestattet wurde) auflässt, kann ich wirklich nicht glauben :
(BTW: alle Bügel sind besetzt; dass manche hier lieber alleine fahen als mit Unbekannten, kann ich in diesem konkreten Fall sogar ansatzweise verstehen).
Those who would give up essential liberty to purchase a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety !
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Skisaison 2025/26: aktuell 10 Skitage = 4 x Kitzsteinhorn, 2 x Mölltaler, 4 Berge, 1 x Obertauern, Zauchensee
miki hat geschrieben: 21.04.2026 - 15:34
Nun, meine Beobachtungen sind anders: es gibt heutzutage durchaus Wintersportler, die sehr gut im Stande sind eine gut präparierte schwarze Piste mit perfektem Schnee zu fahren - so wie es bei meinem letzten Besuch der Fall war - aber trotzdem ihre Probleme mit dem SL haben.
Schöne Beschreibung. Und scheint ein Muster in den modernen Skigebieten zu werden- erst alle bequem mit Gondeln auf den Gipfel/Gletscher karren und dann feststellen, dass sie eigentlich nicht Ski fahren können. Es sollte ein großes Schild am Einstieg stehen: "Wer's nicht rauf schafft, braucht auch nicht runterfahren." statt diesem allgemeinen "nur für Geübte".
miki hat geschrieben: 21.04.2026 - 15:34
Fazit: ein Ersatz durch eine 6KSB mit moderater Kapazität würde IMO viel Sinn machen, und ich hoffe dass es nach Langwied die nächste Investition am KSH sein wird. Idealerweise mit Bergstation etwas höher und weiter links, dort scheint noch eine schöne unerschlossene Ecke zu sein:
Das hätte auch den Effekt, dass die dadurch entstehende Piste im Trassenverlauf ein gutes Stück flacher wäre (möglicherweise sogar rot). Andererseits ginge so wieder ein kleines, schönes Eck am Kitz verloren, dass (wenn auch klein) meist doch ein paar lohnende Powderturns bei moderatem Aufstieg bietet.
Große Projekte am Berg
Auch baulich war das Jahr von sichtbaren Veränderungen geprägt. Das neue Restaurant Gletschermühle wurde nach der ersten Bauetappe im Sommer 2024 über Sommer und Herbst 2025 fertiggestellt. Das Projekt setzt auf moderne, energieeffiziente Bauweise mit Wärmepumpe, Tiefenbohrungen, Luftwärmetauschern und Photovoltaik.
Parallel dazu wurde seit Ende Juni 2025 die Gipfelbahn umfassend modernisiert. Dabei erneuerte das Unternehmen Steuerungs- und Antriebstechnik, tauschte die Kabinen aus und wertete die Stationen sowie die Verkehrsbereiche gezielt auf. Auch das Talstationsgebäude erhielt eine leistungsstarke Photovoltaikanlage.
Mehr Sonnenstrom, klare Umweltlinie
Beim Thema Nachhaltigkeit legte Kaprun ebenfalls nach. Rund 400 zusätzliche Photovoltaikmodule auf mehreren Gebäuden erhöhten die Gesamtleistung der Anlagen um 197 Kilowattpeak auf nun 600 Kilowattpeak. Der erzeugte Sonnenstrom wird fast vollständig direkt im eigenen Betrieb genutzt.
Soweit ich heute sehen konnte (meine Handycam hat's nicht so mit den Zoomfotos), wird am Maurer an der Bergstation gearbeitet. Die letzte Stütze und die Bergstation sind weg, ein Bagger steht herum. Der Rest der Stützen sowie die Talstation stehen wie gewohnt. Also aus meiner Sicht sieht es eindeutig nach einer 'kleinen' Variante (= Umbau am Ausstieg) aus, also weder die pessimistische (= Hang wird aufgelassen) noch die optimistische (Neubau als KSB) Variante:
Those who would give up essential liberty to purchase a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety !
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Und am Maurerlift wurde am Wochenende ganz schön rumgebaggert an der Bergstation. Ich habe zwar keinen von meinen dortigen Spezln gesprochen, um mal nach den Plänen zu fragen, aber das sieht für mich ganz und gar nicht nach Abbau oder Aufgabe aus