Castellammare di Stabia-Monte Faito: Zugseil gerissen. Vier Tote und ein Verletzter

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Allegra
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Re: Castellammare di Stabia-Monte Faito: Zugseil gerissen. Vier Tote und ein Verletzter

Beitrag von Allegra »

Im Video ist - wie ich geschrieben habe - nur das Bild vor dem Unfall ohne Gondel und mit noch nicht gerissenenm Seil veröffentlicht. Ich wollte damit nur zeigen, daß man doch etwas von der Strecke erkennen kann und die Ermittler bei der Video Auswertung doch einiges erkennen sollten. Der Nebel ist zwar vorhanden, aber man sieht trotzdem einiges von der Strecke.
Screenshot_20250425_211255_Chrome.jpg

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Re: Castellammare di Stabia-Monte Faito: Zugseil gerissen. Vier Tote und ein Verletzter

Beitrag von Ropeways.eu »

TGCom zeigt kein Video des Unfalls, sondern lediglich ein Foto der Webcam vor und nach dem Unfall, begleitet von einer typischen Clickbait-Überschrift.

Wer das Video gesehen hat, sagt, dass die Kabine an einer bestimmten Stelle schnell davonfährt, bis sie im Nebel verschwindet, ein Bild, das dem vom Mottarone sehr ähnlich ist.
Lagorce
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Re: Castellammare di Stabia-Monte Faito: Zugseil gerissen. Vier Tote und ein Verletzter

Beitrag von Lagorce »

Und nebenbei sind hinten noch Umlenkscheiben sowie das Zugseilspanngewicht (und vermutlich noch zwei Tragseilspanngewichte, da man früher Tragseile selten fest abspannte).

Habe allerdings nicht begriffen was im Interview gemeint wurde.


Die in der CH Verordnung erwähnte rein mechanische Übergeschwindigkeitsauslösung einer Fangbremse habe ich selbst nie in der Praxis gesehen, muss auch entsprechend technisch aufwendig sein und Laufwerksrollen erlauben keine kritisch zuverlässige Drehzahlerfassung.
Die in den Kabinen angezeigte Geschwindigkeit wird oft über die FUA von der Hauptsteuerung an die Kabinen weiter geleitet.
In gewissen Fällen wird die Drehzal für die Geschwindigkeitsanzeige in der Kabine mittels Laufwerksrolle erfasst, z.B. Tachogenerator, Drehencoder, oder induktiver Näherungsschalter falls die Bordscheibe selbst als Polrad dienen kann.

So nebenbei kann noch erwähnt werden, dass auch bei theoretisch identischen Seilscheibendurchmessern (am Rillendgrund gemessen), die Drehzahl in der Bergstation nicht diesselbe ist als in der Talstation.

Laufwerksgeschwindigkeiten kann man lokal eh nicht zuverlässig erfassen. Bereits bei Vereisung des Tragseils dreht eine Laufwerksrolle oft nicht mehr so zuverlässig.
Nebst Geschwindigkeitsmessungen werden auch teils kleine Generatoren sowie Hydraulikpumpen mehr oder halt weniger zuverlässig angetrieben. Bei gewissen 3S Kabinen wird Strom für die Klimaanlage erzeugt.

Geschwindigkeit könnte man zwar optisch messen (Bildverarbeitung, sprich Vision), wie es z.B. im Stahlwerksbereichs gemacht wird, ist allerdings teuer und optische Systeme bedürfen für solche Umweltbedingungen zusätzliche Massnahmen gegen Betauung, Vereisung, usw.

Hier noch ein älteres Video, Framerate ist beschleunigt, die einfahrende Kabine wurde kurz von Hand angehalten, vermutlich aufgrund der Querpendelung:
https://www.youtube.com/watch?v=-6fxInrjs0Y


Edit:
@Allegra:
Danke. Bild wurde sehr schnell von den Medien verbreitet.
Schade, dass Local Team keine Rushes freigibt. Leider ist für die Medien Faito längst kein grösseres Thema mehr.
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Kris
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Re: Castellammare di Stabia-Monte Faito: Zugseil gerissen. Vier Tote und ein Verletzter

Beitrag von Kris »

Vielleicht mag es hilfreich sein, zu überlegen, unter welchen Umständen das Zugseil gerissen sein könnte, bzw. welche Vorfälle mit Seilriss "am freien Stück" es in der Vergangenheit gab? Es wiederholen sich ja viele Vorgänge in ähnlicher Form, oder rekombinierend...


Reihenfolge: Zuerst Fangbremse, dann Seilriss?

Etwas kompliziert ist es, weil (in der Öffentlichkeit) nicht bekannt ist, ob (bei laufendem Betrieb) zuerst die Fangbremse einfiel, und dann in Folge das Zugseil riss (indem es anderswo aus Rollen fiel, sich verkannten, od. unglücklicher Seilüberwurf, Peitschenschlag o.dgl, s.u.).
Oder, ob zuerst das Zugseil riss, und in Folge davon dann die Fangbremse am später verunglückten Wagen auslöste.


Blick in die Geschichte:

Welche Vorfälle gab es, bei denen ein Zugseil nicht an einer Seilbefestiung riss? Offenbar sind derartige Vorfälle derart selten, dass daher heute auf den Einbau von Fangbremsen gerne verzichtet wird (...).


Dennoch passiert es:

- Vorfall 2009 an der Monte Moro PB ein, bei der nach Bruch einer vertikalen Seilscheibe in der Bergstation das Zugseil (paradoxerweise) der Bergebahn gekappt wurde. An dem Tag waren zahlreiche Schutzengel unterwegs, denn das Seil fiel auf die Sesselbahn Ruppenstein, und verstrang sich mit dem Zug/Tragseil der PB.

- Vorfall 2025 am Funifor in Arabba, bei dem nach Reinkrachen der Kabine in die Talstation (mit Antrieb ebendort), das Zugseil riss. Möglicherweise brach es an den Kanten der Kabinenaufhängung, nachdem die filigranen horizontalen Umlenk/Ausgleichsscheibchen am Gehänge versagten, und das Seil aus diesen herausfiel (Das Zugseil lief wohl nach Überfahren des Enpuffers nicht mehr strikt tangential in die horizontalen Seilscheiben am LF ein). Gedanke: Bei Reinkrachen in eine Bergstation, und bei Antrieb ebendort, wäre das Ganze dann anders verlaufen. Schutzengel garantiert abwesend.


Wann reisst ein Zugseil "aus freien Stücken"?

Ein in Längsrichtung robustes Zugseil wird dann offenbar fragil, wenn es unter hoher Zugspannung stehend, um eine scharfe Kante geworfen wird, Schläge erhält, oder durchgeriueben wird. Was beim Kletterseil auch nicht anders ist. Oder beim gespannten Gummiring. Im Zustand hoher Zugspannung sind Stränge überaus fragil, und leicht trennbar.

Am Faito kämen als Orte der Seilkappung in Frage.
* 1) Am Masten 3, linke Seite
* 2.) In der Bergstation:
Hier gibt es am Mast 4 sechs Seilrollen. Beim Durchlass ins Gebäude derlei weitere 2. Dann folgt mit einer 2,5m Seilscheibe die Ablenkung hinab in den Spannschacht zum Gewicht (16500kg, ggf. anders) mit zwei Seilscheiben, und das ganze wieder Retour in die Gegenrichtung.
* 3.) Am Masten 3 rechte Seite

Irgendetwas muss da ja passiert sein. Von "selbst" denke ich eher nicht, dass ein Zugseil aus freien Stücken versagt.

Mögliche Abläufe:
An 1.) Mast 3 links:
- Tragseil fällt hinter die Seilrollen (liegt es jetzt nicht genau dort?) verkanntet oder beschädigt (bergwärts ziehendes) Zugseil, Seilspannung bergseitig erhöht such, Seil bricht. (Evtl. wird der Mast aus seiner Achse gezogen, oder war dies zuvor bereits.)

In 2.) Bergstation:
- Bruch der Seilscheibe ähnlich Monte Moro, Seil läuft irgendwo über Kante, bricht
- Seilscheibe am Spanngewicht bricht, oder Käfig der Spanngewichtblöcke bricht, Seil schießt nach oben, bricht.
- Einfahrende Kabine fährt zu weit (es scheint keine Endpuffer zu geben?), abhebendes/entgleisendes Laufwerk beschädigt direkt/indirekt Zugseil, bricht

An 3.) Mast 3 rechts:
- Aus Tragseilschuh (Mast 3 rechts) herausfallendes Tragseil kommt mit (bergwärts ziehendem Zugseil) in Konflikt. Begünstigt ggf. durch Setzbewegungen des gesamten Mastens. Trag und Zugseil verschlingen sich derart, dass es zu Schwächung im Zugseil führt, bspw. punktueller Schlag, Knickstelle.

* Weitere Möglichkeiten wären Vorschäden am Seil, wie Korrosion oder physische Einwirkungen. Wobei diese Fehlerart durch periodische Seiluntersuchungen recht zuverlässig und rechtzeitig aufgespürt werden können/sollten....

Welche weiteren Arten von Seilbrüchen gab es in der Vergangenheit bei Zugseilen, die nicht die Seilbefestigfung betrafen? Welche könnten auch am Faito passiert sein?


(Die Leute unten wissen eh' genauestens, was vorgefallen ist...sollten mal ein Video leaken, Vorbild Mottarone)
Zuletzt geändert von Kris am 26.04.2025 - 23:06, insgesamt 1-mal geändert.
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ATV
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Re: Castellammare di Stabia-Monte Faito: Zugseil gerissen. Vier Tote und ein Verletzter

Beitrag von ATV »

Lagorce hat geschrieben: 25.04.2025 - 21:35 Die in der CH Verordnung erwähnte rein mechanische Übergeschwindigkeitsauslösung einer Fangbremse habe ich selbst nie in der Praxis gesehen, muss auch entsprechend technisch aufwendig sein und Laufwerksrollen erlauben keine kritisch zuverlässige Drehzahlerfassung.
Die in den Kabinen angezeigte Geschwindigkeit wird oft über die FUA von der Hauptsteuerung an die Kabinen weiter geleitet.
In gewissen Fällen wird die Drehzal für die Geschwindigkeitsanzeige in der Kabine mittels Laufwerksrolle erfasst, z.B. Tachogenerator, Drehencoder, oder induktiver Näherungsschalter falls die Bordscheibe selbst als Polrad dienen kann.
Zwar Off Topic, aber bitteschön. Mit einer Anlage die so ausgerüstet war bist du sogar gefahren:
P7260274.JPG
P1380918.JPG
P1380934.JPG
P1340585.JPG
P1080121.JPG
Auslösung 130% Übergeschwindigkeit ausschliesslich mechanisch über die letzten oder ersten Laufrollen des Laufwerks, beidseitig
Letztes Laufwerk ist identisch mit demjenigen in Betten 72.

Hier noch den Teil in der Kabine auf dem die "Pompa" Taste zu sehen ist. Die Steuerung wurde zwar zwischenzeitlich ersetzt, aber die Fangbremse ist ja noch die gleiche, dann müsste es auch auf der jetztigen Steuerung eine Möglichkeit geben die Pumpe zu aktivieren.
Fernsteuerung Alt.JPG
Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=IuM6oOfxR_g

Anbindung FUA müsste nachwievor galvanisch sein:
Anbindung FUA.JPG
Quelle: https://youtu.be/0dVu_sAixkU?t=199
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.
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Re: Castellammare di Stabia-Monte Faito: Zugseil gerissen. Vier Tote und ein Verletzter

Beitrag von Kakadu »

Mir mißfält derzeit, daß nicht bekannt zu sein scheint (oder nicht bekanntgegeben wird resp. bisher keine Bilder vorhanden zu sein scheinen):
a) wo das Seil gebrochen sein soll. War das ein Vergußkopfhinausrutschen? ein Litzenausfasern? Ein Gewaltbruch/Abknicken irgendwo, wo keine kritische Stelle ist (Vergußkopf, Spleiß etc. – wobei Spleiße üblicherweise nur bei Umlaufbahnen bei "endlosen" Seilschleifen eingesetzt werden)
b) wo sich das resp. die beiden Seilenden befinden (wobei das eine Ende die Befestigung (im Vergußkopf) sein könnte)
c) wie die beiden Seilenden aussehen
d) was beim Spanngewicht in der Bergstation abgelaufen ist resp. insbesondere, in welcher Endstellung dieses nun steht

Oder hab' ich was übersehen?
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Re: Castellammare di Stabia-Monte Faito: Zugseil gerissen. Vier Tote und ein Verletzter

Beitrag von Ropeways.eu »

Es wurden keine Informationen bekannt gegeben.
Kakadu
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Re: Castellammare di Stabia-Monte Faito: Zugseil gerissen. Vier Tote und ein Verletzter

Beitrag von Kakadu »

Ropeways.eu hat geschrieben: 26.04.2025 - 13:06 Es wurden keine Informationen bekannt gegeben.
Also doch ... nun – die offiziellen Informationen sind das eine ... aber leider ist hier aus dem schon publizierten Bildermaterial nicht so viel herauszulesen wie damals am Mottarone ...
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Re: Castellammare di Stabia-Monte Faito: Zugseil gerissen. Vier Tote und ein Verletzter

Beitrag von Ropeways.eu »

Das Video vom Mottarone wurde versehentlich veröffentlicht, weil ein Journalist einen Monitor gefilmt hat, was zu heftigen Kontroversen seitens der Betreiber der Seilbahnen geführt hat, die einen Rückgang der Kundenzahlen befürchteten. Ich glaube, dass sie dieses Mal viel vorsichtiger sein werden, damit es nicht veröffentlicht wird.
Ich denke, das hilft auch @Lagorce , die Gründe für unsere Zugangsbeschränkungen zu verstehen.

Kakadu
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Re: Castellammare di Stabia-Monte Faito: Zugseil gerissen. Vier Tote und ein Verletzter

Beitrag von Kakadu »

Ropeways.eu hat geschrieben: 26.04.2025 - 15:55 Das Video vom Mottarone wurde versehentlich veröffentlicht, weil ein Journalist einen Monitor gefilmt hat, was zu heftigen Kontroversen seitens der Betreiber der Seilbahnen geführt hat, die einen Rückgang der Kundenzahlen befürchteten. Ich glaube, dass sie dieses Mal viel vorsichtiger sein werden, damit es nicht veröffentlicht wird.
Ich denke, das hilft auch @Lagorce , die Gründe für unsere Zugangsbeschränkungen zu verstehen.
Peinlich hierbei ist, daß mit dieser Geheimniskrämerei gar kein Vertrauen aufgebaut werden kann. Die (zwangsläufige) Offenheit am Mottarone hat dazu geführt, daß erkennbar wird, daß noch einiges ins Lot zu bringen ist – was das ist – und daß es angegangen werden kann. Wenn offensichtlich wird, daß die Betreiber in sträflichster Weise grundlegende international anerkannte Sicherheitsanweisungen mißachtet haben, dann ist das einzige, was Fortschrift bringt, der Kundschaft zu erkennen zu geben, daß a) die Problematik erkannt ist und b) diese auch angegangen wird. Insbesondere letzteres ist unabdingbar, damit die Kundenzahlen auch wieder raufgehen.
Wenn hingegen so wie hier:
– unklar ist, was eigentlich der Auslöser war
– unklar ist, weshalb das Seil versagt hatte
– unklar ist, weshalb die Fangbremse nicht funktioniert hatte
– unklar ist, was der eigentliche Unfallverlauf war
– und insbesondere unklar ist, ob das eigentlich zwei Ereignisse sind: Seilbruch (was eigentlich nicht passieren darf) und zusätzlich Fangbremsenversagen (was unabhängig von ersterem schon gar nicht passieren darf),
dann hat die Kundschaft nichts in der Hand, woran das Vertrauen gemessen und wieder aufgebaut werden könnte.
Die Folge dürfte sein, daß das Renommée der italienischen Seilbahnen (insbesondere Pendelbahnen) noch mehr absinkt und ev. gar als unrettbar (resp. hoch risikobehaftet) eingestuft werden könnte.
Folge wird auch sein, daß infolge uneinschätzbarem Risiko die Kundenzahlen tief bleiben – wenn sie überhaupt wieder nennenswert steigen.
Die Frage ist, wem das dient – außer denjenigen, die davon ausgehen, daß ihnen eine Anklage drohen könnte, und hoffen, so den Kopf aus der Schlinge zu ziehen.

NB: insbesondere mir hilft es nicht, bei aktuellen Themen im Funiforum nicht mal lesen zu dürfen, da noch zuwenige eigene Beiträge geschrieben. Lesen können und schreiben dürfen sind zwei verschiedene Paar Schuhe – und gerade bei heiklen Themen nachts eine Schreibsperre auszusprechen, könnte ich sehr gut nachvollziehen. Daß aber nicht mal gelesen werden dürfen soll, hinterläßt bei mir schon noch Fragezeichen.
Zuletzt geändert von Kakadu am 26.04.2025 - 18:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Ram-Brand
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Re: Castellammare di Stabia-Monte Faito: Zugseil gerissen. Vier Tote und ein Verletzter

Beitrag von Ram-Brand »

Vielleicht ist es noch zu früh für genaue Infos und die kommen in den nächsten Wochen.
Wenn keine kommen, dann ist das echt nicht förderlich.


Ich denke hier im Forum wäre man schon zu frieden wenn man Fotos vom Laufwerk, Kabine, Stützen sieht in ensprechender Auflösung und mit wichtigen Details.
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markus
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Re: Castellammare di Stabia-Monte Faito: Zugseil gerissen. Vier Tote und ein Verletzter

Beitrag von markus »

Oder man hat genug Zeit um zu tricksen und vertuschen.
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Re: Castellammare di Stabia-Monte Faito: Zugseil gerissen. Vier Tote und ein Verletzter

Beitrag von MarcB96 »

markus hat geschrieben: 26.04.2025 - 18:19 Oder man hat genug Zeit um zu tricksen und vertuschen.
Ach.... Reicht doch, das Zeug einfach ein paar Wochen liegen zu lassen. So nah am Meer werden sich unliebsame Beweise von ganz alleine in Wohlwollen auflösen 😕. Hat man am Mottarone ja schon gemacht.
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Re: Castellammare di Stabia-Monte Faito: Zugseil gerissen. Vier Tote und ein Verletzter

Beitrag von Kakadu »

Ram-Brand hat geschrieben: 26.04.2025 - 18:06 Wenn keine kommen, dann ist das echt nicht förderlich.
... jep ...
Ich denke hier im Forum wäre man schon zufrieden wenn man Fotos vom Laufwerk, Kabine, Stützen sieht in entsprechender Auflösung und mit wichtigen Details.
Leider sind grundlegende Fragen (wie es dort momentan aussieht) nach wie vor nicht schlüssig beantwortet (auch, wo sich das Seil resp. dessen Enden befinden etc.); dies würde zumindest erlauben, gewisse indirekte Schlüsse zu ziehen, was für Szenarien wahrscheinlicher erscheinen und was wohl nicht sein kann, ohne gleich Untersuchungsresultate vorwegnehmen zu wollen (oder gar Schuldzuweisungen heraufzubeschwören)
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Re: Castellammare di Stabia-Monte Faito: Zugseil gerissen. Vier Tote und ein Verletzter

Beitrag von Mr400Liter »

Auf diversen Videos vom Absturzort sieht man ja die eine Plexiglasscheibe (dürfte die „Eckscheibe“ sein) welche mehr oder weniger auf der Straße liegt sowie Stoffteile weiter talwärts in den Büschen hängen (Video mit einer italienischen Reporterin). Wenn man sich die dichte Bewaldung der Absturzstelle ansieht, spricht dies doch eher für eine bereits teilweise Zerstörung der Gondel in der Höhe. Also entweder für eine Kollision mit der Stütze oder mit dem Tragseil.
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Re: Castellammare di Stabia-Monte Faito: Zugseil gerissen. Vier Tote und ein Verletzter

Beitrag von 1er »

Die Folge dürfte sein, daß das Renommée der italienischen Seilbahnen (insbesondere Pendelbahnen) noch mehr absinkt und ev. gar als unrettbar (resp. hoch risikobehaftet) eingestuft werden könnte.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Empfinden in der breiten Öffentlichkeit vorherrscht. Andernfalls hätte es doch längst - wie heute üblich - einen shitstorm gegeben.

Wäre vielleicht sogar gut gewesen, denn es hätte Druck aufgebaut, die Karten auf den Tisch zu legen ...
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Re: Castellammare di Stabia-Monte Faito: Zugseil gerissen. Vier Tote und ein Verletzter

Beitrag von Kakadu »

Mr400Liter hat geschrieben: 27.04.2025 - 08:02 Auf diversen Videos vom Absturzort sieht man ja die eine Plexiglasscheibe (dürfte die „Eckscheibe“ sein) welche mehr oder weniger auf der Straße liegt sowie Stoffteile weiter talwärts in den Büschen hängen (Video mit einer italienischen Reporterin). Wenn man sich die dichte Bewaldung der Absturzstelle ansieht, spricht dies doch eher für eine bereits teilweise Zerstörung der Gondel in der Höhe. Also entweder für eine Kollision mit der Stütze oder mit dem Tragseil.
Nicht unbedingt. In einem frühen Video werden der Bewuchs mit "scharf und spitz wie Spieße" dargestellt. Das Gelände ist auch sehr felsig. Sprich: wenn die Kabine auf die (harten) Baumwipfel und Felsen stößt, dann hält die nicht mehr viel zusammen. Insofern ist die Schlußfolgerung, daß die Kabine schon vor Aufschlag auf die Vegetation in Stücken gewesen sei, nicht zwingend.
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Re: Castellammare di Stabia-Monte Faito: Zugseil gerissen. Vier Tote und ein Verletzter

Beitrag von MarcB96 »

Kakadu hat geschrieben: 27.04.2025 - 22:09
Mr400Liter hat geschrieben: 27.04.2025 - 08:02 Auf diversen Videos vom Absturzort sieht man ja die eine Plexiglasscheibe (dürfte die „Eckscheibe“ sein) welche mehr oder weniger auf der Straße liegt sowie Stoffteile weiter talwärts in den Büschen hängen (Video mit einer italienischen Reporterin). Wenn man sich die dichte Bewaldung der Absturzstelle ansieht, spricht dies doch eher für eine bereits teilweise Zerstörung der Gondel in der Höhe. Also entweder für eine Kollision mit der Stütze oder mit dem Tragseil.
Nicht unbedingt. In einem frühen Video werden der Bewuchs mit "scharf und spitz wie Spieße" dargestellt. Das Gelände ist auch sehr felsig. Sprich: wenn die Kabine auf die (harten) Baumwipfel und Felsen stößt, dann hält die nicht mehr viel zusammen. Insofern ist die Schlußfolgerung, daß die Kabine schon vor Aufschlag auf die Vegetation in Stücken gewesen sei, nicht zwingend.
Weiß man eigentlich mittlerweile, ob die Kabine oberhalb oder unterhalb der Straße liegt?
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Re: Castellammare di Stabia-Monte Faito: Zugseil gerissen. Vier Tote und ein Verletzter

Beitrag von Kakadu »

1er hat geschrieben: 27.04.2025 - 22:07
Die Folge dürfte sein, daß das Renommée der italienischen Seilbahnen (insbesondere Pendelbahnen) noch mehr absinkt und ev. gar als unrettbar (resp. hoch risikobehaftet) eingestuft werden könnte.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Empfinden in der breiten Öffentlichkeit vorherrscht. Andernfalls hätte es doch längst - wie heute üblich - einen shitstorm gegeben.

Wäre vielleicht sogar gut gewesen, denn es hätte Druck aufgebaut, die Karten auf den Tisch zu legen ...
Der Shitstorm besteht schon – ist aber mehr im Wasserglas jener, die sich damit befassen. Das "bitte nicht schon wieder" war nicht zu überhören (v. Mottarone) – mit einem schon fast ungläubigen Nebengeräusch von "haben die das wirklich noch nicht im Griff?". Es bleibt schon etwas Lethargie und schon fast Fatalismus zurück – und man nimmt es hin, daß die eben risikobehafteter sind, als sie sein müßten. Ein gewisser Druck ist schon da – aber daß das wieder versandet, ist irgendwie "part of the system" (auch wenn das von diversen Kreisen nicht wirklich gewollt ist). Liegt m.E. auch daran, daß Seilbahnen kein unverzichtbares urbanes Transportmittel sind (wie z.B:. in Bolivien), sondern im Freizeitbereich anzusiedeln – und darauf ist man nicht unbedingt angewiesen; das kann man umgehen, wenn man seine Freizeit anders einrichtet (o.ä.). Sorry, ist etwas spekuliert – aber wohl nicht gänzlich daneben.
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Re: Castellammare di Stabia-Monte Faito: Zugseil gerissen. Vier Tote und ein Verletzter

Beitrag von ATV »

MarcB96 hat geschrieben: 27.04.2025 - 22:11 Weiß man eigentlich mittlerweile, ob die Kabine oberhalb oder unterhalb der Straße liegt?
Gemäss Medienberichten und auch der Dronenaufnahmen 12m unterhalb der Strasse.
Bild
1er hat geschrieben: 27.04.2025 - 22:07 Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Empfinden in der breiten Öffentlichkeit vorherrscht. Andernfalls hätte es doch längst - wie heute üblich - einen shitstorm gegeben.
Ich habe jedenfall ein höchinstazliches Verbot bekommen jemals in meinem Leben wieder in italien eine Seilbahn zu benutzen. :ja:
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.
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Re: Castellammare di Stabia-Monte Faito: Zugseil gerissen. Vier Tote und ein Verletzter

Beitrag von Kakadu »

ATV hat geschrieben: 27.04.2025 - 23:07 Gemäss Medienberichten und auch der Drohnenaufnahmen 12m unterhalb der Strasse.
In den ersten Berichten ist von starken Winden die Rede (und weshalb die Bahn überhaupt noch gefahren sei etc.); würde ins Bild passen, wenn der Wind bei der Verteilung der Trümmer seine Hand im Spiel gehabt hätte (insb. auch die abgewinkelte Plexiglasscheibe). Das ist dann aber ein starkes Indiz, daß die Kabine noch in der Höhe an etwas angeschlagen ist und dort oben schon zerteilt wurde.

Ich denke hierbei an ein Szenario, daß die Stütze 3 unbeschadet überfahren worden war und Stütze 2 dann einen Schanzentisch bildete und gleich unterhalb der Stütze das Laufwerk abgehoben war und die Kabine von unten an die Seile geschlagen ist. Dies könnte auch erklären, daß das Tragseil neben dem Tragseilschuh zu liegen kam.
ATV hat geschrieben: 27.04.2025 - 23:07 Ich habe jedenfall ein höchinstanzliches Verbot bekommen jemals in meinem Leben wieder in italien eine Seilbahn zu benutzen. :ja:
Soso ... :surprised: ... wobei Du ja nicht mal einsteigen mußt, um die Verantwortlichen ins bibbern zu bringen – Du müßtest soger nicht mal italienisches Staatsgebiet betreten ... :biggrin:
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Re: Castellammare di Stabia-Monte Faito: Zugseil gerissen. Vier Tote und ein Verletzter

Beitrag von 1er »

Liegt m.E. auch daran, ..., sondern im Freizeitbereich anzusiedeln – und darauf ist man nicht unbedingt angewiesen; das kann man umgehen, wenn man seine Freizeit anders einrichtet
Genau das meine ich.
Und auf der Rückseite gibt es noch eine ordentliche Straße durch die verschiedenen Siedlungen.
Wäre das Ganze in einem hochkarätigen Skigebiet geschehen, würde eine andere Musik spielen ...
Ich habe jedenfall ein höchinstazliches Verbot bekommen jemals in meinem Leben wieder in italien eine Seilbahn zu benutzen
Ja, ja , die häusliche Regierung ... :-)
Folgen bei Zuwiderhandlung? ;-)
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Re: Castellammare di Stabia-Monte Faito: Zugseil gerissen. Vier Tote und ein Verletzter

Beitrag von Theo »

Also der einte oder andere Kommentar hier erstaunt doch sehr. Man müsste fast meinen es gebe Zeitgenossen wo das Alpinforum als Untersuchungsinstanz ansehen wo gefälligst zu berücksichtigen ist oder dass man mindestens alle relevanten Untersuchungen im Gelände im Livestream zeigt.
Dass man andere Untersuchungsbehörden braucht ist allerdings auch klar und da sollten nicht nur reine Theoretiker dabei sein sondern je nach Ereignis auch Betriebsleiter/Technische Leiter ähnlicher Anlagen aus dem Ausland oder zumindest anderen Regionen

Modernisiert mag die Bahn ja wohl mehr als einmal worden sein, aber wie beim Mottarone auch hat man das falsche Modernisiert. Die ganze Kameras schauen zwar toll aus und die Verbindung vom System mag ja auch toll sein, aber das ist nur fürs Auge oder zum angeben. Neue Seile, neue Laufwerke ( ja neue Technologie und nicht nur Replika ) hätten es es sein sollen.

Den Aufsichtsbehörden ( wo leider fast nur mehr Bewilligungsbehörden sind ) muss man auch Vorwürfe machen, das Versagen derer ist aber grösstenteils anderen Institutionen geschuldet. Das ist nicht nur in Italien so, das ist in den umliegenden Ländern teilweise gleich. Leider ist bei den Behörden heute der Zeitaufwand zu 80% für Planung, Bewilligung und Bau reserviert und nur mehr 20% für den Betrieb. Fast alles geht in Eigenverantwortung des Betreibers und dass das nicht funktioniert wurde nun schon mehrfach bewiesen. Es müssen wieder tiefer greifende Kontrollen gemacht werden und es muss auch viel mehr kontrolliert werden ob die eingereichten Dokumente echt sind und dass die dokumentierten Arbeiten auch wirklich gemacht wurden.
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Re: Castellammare di Stabia-Monte Faito: Zugseil gerissen. Vier Tote und ein Verletzter

Beitrag von franio99 »

Jemand hat zu diesem Thema mal den Link eines Bremstests hier reingestellt.
https://youtu.be/pPQWz_NIBTs?feature=shared

Kann mir einer beantworten wie dieses Seil gekappt wurde?
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Re: Castellammare di Stabia-Monte Faito: Zugseil gerissen. Vier Tote und ein Verletzter

Beitrag von Ropeways.eu »

Ich würde sagen explosiv.

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