Unwetter im Paznaun

... hat im weitesten Sinne noch mit dem Inhalt des Forums zu tun und gehört hier rein!
Forumsregeln
Bitte beachte unsere Forum Netiquette
Antworten
Benutzeravatar
snowflat
Moderator
Beiträge: 15834
Registriert: 12.10.2005 - 22:27
Skitage 25/26: 2
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 229 Mal
Danksagung erhalten: 3292 Mal
Kontaktdaten:

Beitrag von snowflat »

Paznauner Bürgermeister wollen Tunnel ins Stanzertal

Das Hochwasser hat es deutlich gemacht: Die Zufahrt ins Paznaun ist alles andere als rund um die Uhr gesichert. Ein Tunnel ins Stanzertal soll helfen.

Die vier Bürgermeister des Tales sind sich einig: Der Gfälltunnel, am 23. Dezember provisorisch eröffnet, kann nur eine kurzfristige Lösung für den Wirtschaftsraum Paznaun sein. "Entlang von Trisanna und Rosanna sowie beim Zusammenfluss der beiden Bäche gibt es jede Menge Gefahrenquellen. Die können nur mit einem Tunnel zwischen dem Stanzertal und dem Paznaun ausgeschalten werden", erklärt Ischgls Bürgermeister Erwin Cimarolli, dem klar ist, dass so ein Projekt nicht sofort umzusetzen ist, aber "wir dürfen es nicht aus den Augen verlieren."

Deshalb hat sich ein reger Schriftverkehr zwischen Verkehrsministerium, der ÖVP und dem Paznaun entwickelt. Die Antworten, die Cimarolli bislang erhalten hat, sind aber eher ausweichend. Staatssekretär Helmut Kukacka vom Verkehrsministerium weist darauf hin, dass das Projekt nicht in die Zuständigkeit des Bundes falle. Der Ball liegt also beim Land, den Antrag zu stellen, dass aus der Silvrettastraße wieder eine Bundesstraße wird, wie sie es schon einmal war.

Wenig positives brachte die Antwort von Verkehrsminister Gorbach, der nach Prüfung der Sachlage die Tunnelverbindung für keine sinnvolle Netzergänzung der höchstrangigen Straßenverbindungen hält. Eine Aufnahme ins höherrangige Straßennetz könnte laut Gorbach nur nach einer strategischen Prüfung über Bundesnutzen, Kosten und Auswirkungen erfolgen. Das würde zwischen sechs und zwölf Monate dauern und rund 150.000 Euro kosten.

Außerdem hält er das Projekt, ohne zusätzliche Erlöse oder Kostenbeteiligung Dritter für nicht finanzierbar. Das wiederum scheint Cimarolli nicht so abwegig, denn "auch beim Bau der alten Silvrettastraße haben sich Private an der Finanzierung beteiligt. Und das vor 120 Jahren."

Ähnlich wie schon Cimarolli hat Gorbach VP-Nationalrätin Astrid Stadler auf ihre parlamentarische Anfrage geantwortet. Stadler will am Ball bleiben und die strategische Prüfung vorantreiben: "Was uns beim Tschirganttunnel gelang, muss uns auch bei diesem wichtigen Projekt für den Bezirk Landeck gelingen."
Quelle: Tiroler Landeszeitung
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!

Benutzeravatar
Seilbahnjunkie
Cho Oyu (8201m)
Beiträge: 8288
Registriert: 11.07.2004 - 12:45
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Innsbruck
Hat sich bedankt: 764 Mal
Danksagung erhalten: 844 Mal

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Höhrt sich gut an, wo käme der denn im Paznaun raus?
Benutzeravatar
snowflat
Moderator
Beiträge: 15834
Registriert: 12.10.2005 - 22:27
Skitage 25/26: 2
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 229 Mal
Danksagung erhalten: 3292 Mal
Kontaktdaten:

Beitrag von snowflat »

Hochwasser hat Bauprojekte im Oberland weggeschwemmt

Das August-Hochwasser hat nicht nur Löcher in die Beläge, sondern auch in die Finanzierung wichtiger Vorhaben im Straßenbau gerissen.

Das Sonderprogramm für die Verkehrssicherheit auf den so genannten "Landesstraßen L" war ambitioniert und mit 36 Millionen Euro großzügig ausgestattet. War, denn im Dezember-Landtag wurde es gestrichen. "Aufgehoben", erläutert Robert Müller, oberster Straßenbauer des Landes Tirol, "und nicht verschoben." Das Programm, das für den Zeitraum von 2003 bis 2009 gelten sollte, ist damit abgebrochen. - Obwohl mit der Wildbach- und Lawinenverbauung die entsprechenden Vereinbarungen getroffen worden waren. Doch die 50 Millionen Euro Schaden, die im Bereich der Landesstraßen im Zuge des Hochwassers vom 23. August angefallen waren, haben ein enormes Loch in die Finanzierung gerissen.

Heuer hätte Müller gern mit einigen Vorhaben begonnen. Im Außerfern betrifft dies die zwei Galerien in Kaisers. Im Bezirk Landeck sind zwei Projekte heuer abgesagt: Die Galerie Kaltenbrunn im Kaunertal und jene im Zelleswald nach Spiss. Warten muss man auch im Bezirk Imst: Die Galerie Kitzgraben in Richtung Kühtai steht nach dem Beschluss des Landtages ebenso vor dem Aus wie auch die Verlängerung des Steinschlagschutzes Lechbach bei Gries im Sulztal.

"Hier wird es sicher noch Gespräche geben müssen", meint Müller. Vor allem aber eine "notwendige Nachfolgeregelung."

Mangel an Arbeit gibt es derweil im Oberland aber trotzdem keine, erklärt der Straßenbauchef. Denn im Paznaun gehen die Ausbesserungsarbeiten voll weiter. Die Großtal-Galerie vor Ischgl wird repariert, die restlichen Galerien heuer fertig gestellt. Dazu kommt der Gfälltunnel, der am 1. Mai wieder gesperrt und über den Sommer voll ausgestattet wird: "Ich weigere mich, das Gfäll dann als Provisorium abzutun", stellt sich Müller gegen die Forderung der Paznauner und Stanzertaler Bürgermeister, einen Durchschlag mit einem sechs Kilometer langen Tunnel zu wagen. Übrigens stellt sich auch die Transitforum-Tochter ATO hinter einen Abtausch des Tschirganttunnels gegen den Stanzertaltunnel: "Sicherheit statt Transitroute", lautet die Devise. "160 bis 180 Millionen Euro würde das Projekt kosten - für mein Budget unvorstellbar."

Fix ist für Müller aber heuer die Baustelleneinrichtung für den Unter-Finstermünztunnel, der 2007 begonnen werden soll. Mit Fragezeichen versieht er den Baubeginn der Umfahrung Heiterwang im kommenden Jahr. Ein Projekt der Landesstraßen L gibt es heuer doch noch im Pitztal: Den 400 Meter lange Seebachtunnel.

Insgesamt werden für L- und B-Straßen im Oberland und Außerfern heuer 21 Millionen Euro ausgegeben.
Quelle: Tiroler Landeszeitung
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
Benutzeravatar
mic
Moderator a.D.
Beiträge: 9435
Registriert: 05.11.2002 - 11:40
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Ort: Nhl
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 2 Mal

Beitrag von mic »

Paznaun:
B 188 Silvretta Bundesstraße
· Sperre des Gfäll-Tunnels von Mai bis Ende November 2006
· Gfällbrücke einspurig mit wechselseitigen Anhaltungen
· Weitere Bauarbeiten an der B188 ua. an der Sannabrücke, in See und in Sesselebene
ASI
Benutzeravatar
snowflat
Moderator
Beiträge: 15834
Registriert: 12.10.2005 - 22:27
Skitage 25/26: 2
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 229 Mal
Danksagung erhalten: 3292 Mal
Kontaktdaten:

Beitrag von snowflat »

Paznaun: EU achtet auch auf kleine Region

14,7 Millionen Euro bekommen die Hochwasserregionen in Tirol und Vorarlberg von der EU. Die Paznauner Bürgermeister freuen sich.

Die Latte der EU in Bezug auf finanzielle Hilfe bei Naturkatastrophen liegt hoch: Sie hilft, wenn die Schäden 1. die 3-Milliarden-Euro-Grenze oder 2. 0,6 Prozent des Brutto-Nationaleinkommens übersteigen oder 3. große Regionen betroffen sind.

„Obwohl die Schäden weit unter diesen Grenzen liegen, ist es gelungen, die EU-Behörde umzustimmen“, sagte EU-Parlamentarier Richard Seeber, Mitglied im regionalpolitischen Ausschuss.

Für die Hochwassergebiete in Tirol und Vorarlberg bedeutet dies, dass sie aufgrund des dritten Grenzwertes mit einer EU-Finanzspritze von rund 14,7 Millionen Euro rechnen können.

Der Löwenanteil, rund 10 Millionen, soll dabei auf Tirol entfallen. Das Geld wird zuerst an den Bund ausbezahlt und geht dann ans Land Tirol.

Bei einem Gesamtschaden im Bezirk Landeck von 165 Millionen Euro vielleicht nicht viel, aber: „Es ist ein positives Signal aus Brüssel, dass man auch auf die Kleinregionen achtet“, meinte etwa Galtürs Bürgermeister Toni Mattle.

Er wird der Vertreter Österreichs bei der bevorstehenden Konferenz in Malta zum Thema „Forum für Disaster-Management“ sein. „Es geht darum, ein Instrumentarium zu finden, um die Bevölkerung abzuhalten, aus Katastrophenregionen zu emigrieren“, erläuterte Mattle.

Dass es nicht selbstverständlich sei, dass öffentliche Mittel einfach bereitgestellt würden, merkte Kappls Bürgermeister Helmut Ladner an.
Quelle: TT
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
Benutzeravatar
mic
Moderator a.D.
Beiträge: 9435
Registriert: 05.11.2002 - 11:40
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Ort: Nhl
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 2 Mal

Beitrag von mic »

Verkehrsbehinderungen im Paznaun


Im Jahr 2006 kommt es zu zahlreichen Behinderungen der B 188 Silvrettabundesstraße, um die massiven Schäden aus dem Vorjahr zu beseitigen und einen entsprechend den Verkehrsbedürfnissen guten Zustand der Straße wiederherzustellen.

Um Verständnis für die Verkehrsbehinderungen und anderen Beeinträchtigungen während der Bauzeit durch die Bevölkerung wird gebeten.
Bild
Sanierung der Sannabrücke bei Km 0,92 (Maientalbrücke):
Aufgrund der anstehenden Belagsarbeiten in diesem Beriech ist vorher die Sannabrücke zu sanieren. (Erneuerung der Abdichtung und der Fahrbahnübergänge). Die Arbeiten werden vss. am 02.05.2006 beginnen und sollen am 30.06.2006 großteils abgeschlossen sein. Während dieser Zeit wird die B 188 Paznauntalstraße nur einspurig befahrbar sein.
Die Restarbeiten mit zweispuriger Befahrbarkeit werden bis 29.09.2006 dauern.

Umgehung Gfäll:
Der für die Wintersaison 05/06 bereits provisorisch freigegebene Gfälltunnel muss ab 02.05.2006 bis 30.11.2006 für den allgemeinen Verkehr wieder gesperrt werden, um die restlichen Tunnelbauarbeiten wie Einbau der Tunnelabdichtung, Entwässerung, Einbau der Tunnelinnenschale, der endgültigen Fahrbahn und nach Möglichkeit der Tunnelausrüstung durchführen zu können. Die zweite Verkehrsfreigabe inklusive der Eröffnung der neuen Gfällbrücke erfolgt am 1. Dezember 2006. Bis dahin wird der Verkehr einspurig mit Ampelregelung über die alte Gfällbrücke geführt werden.
Soweit es die geologischen und Witterungsverhältnisse im Bereich des Gfällhanges zulassen, soll der Verkehr rund um die Uhr auch während der Nachtstunden möglich sein.
Die Überwachung des Gfällhanges erfolgt während dieser Zeit mit einem Monitoring- System und festgesetzten Alarmwerten nach einen Alarmeinsatzplan in der Art wie er im Zintlwald in Strengen bereits praktiziert wird.
Sollten auf Grund extremer Witterungsverhältnisse wie z.B. lang anhaltenden Regenfällen die Alarmwerte überschritten werden und die Gfällbrücke gesperrt werden
ASI
Gesamte Infos zur B 188: http://homes.tiscover.com/sixcms/detail ... te_id=2663
Benutzeravatar
snowflat
Moderator
Beiträge: 15834
Registriert: 12.10.2005 - 22:27
Skitage 25/26: 2
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 229 Mal
Danksagung erhalten: 3292 Mal
Kontaktdaten:

Beitrag von snowflat »

Gesprengt : Die Gfällbrücke ist Geschichte

Am Mittwoch ist die Gfällbrücke im Paznauntal gesprengt worden. Sie war durch das Hochwasser vor zwei Jahren schwer beschädigt worden, die Verbindung nach Ischgl und Galtür war deshalb auch immer wieder gesperrt.

Bild

Tunnel statt Brücke
Seit dem vergangenen Winter gibt es einen Umfahrungstunnel. Die Brücke hat man deshalb nicht mehr gebraucht. Ihre Tage waren somit gezählt. 28 Jahre stand die Gfällbrücke. Am Mittwoch um 15.00 Uhr wurde sie gesprengt. Der neuralgische Punkt ins Paznauntal ist Geschichte.


Das Hochwasser im Sommer 2005 spülte Teile des Hangfusses im Bereich der Brücke weg. Seither musste sie immer wieder gesperrt werden. Erst der Bau eines Tunnels garantierte, dass die Urlauber sicher nach See, Kappl, Ischgl und Galtür kommen. Die Brücke ist seither funktionslos und musste deshalb weg.
Quelle: ORF
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
Antworten

Zurück zu „Allgemeines“