sheridan hat geschrieben: 03.02.2022 - 16:09
In Scuol gab es einen Toten nach einem Lawinenabgang am Mot da Ri. Vielleicht die Vorderseite links vom Lift. Auf jeden Fall scheint dort ein kompletter Hang abgerutscht zu sein.
War in Auffahrtsrichtung rechts vom Sessellift genau unterhalb des Mot da Ri - Felsens. Das Foto aus der "Südostschweiz" ist real. Wie man dort bei den aktuellen Verhältnissen reinfahren kann, muss man nicht verstehen.
Und bis Samstag war der ganze Hang dort mit Freeride-Spuren übersät...
siri hat geschrieben: 07.02.2022 - 17:59
Es wird hier so viel auf den ahnungslosen und dummen herumgehackt. Ich finde es beänstigend wie oft Unfälle mit Guides passieren. Gerade am Albona wo die Gefährlichkeit bekannt ist, die Mehrfachveschüttung bei Spiss hat auch ein Guide geführt. Wenn ich als "ahnungslosem" eine Tour buche, würde ich dem Führer auch blind vertrauen.
Wenn ich ne Tour für ein paar hundert Euro buche, will ich was geboten bekommen! Das ist doch die Erwartungshaltung.
finde das auch auffällig... wobei ich bei dem spisser Unfall finde, dass es halbwegs umsichtig angegangen wurde, die flächig vorhanden Schwachschichten wurden aber wohl nicht bedacht mit den entsprechenden Lawinengrößen.
Es gibt auch derzeit machbare Touren und auch machbares Variantengelände, nicht ohne Restrisiko aber vertretbar
Wie oft ich sehe, dass beim geführten Offpiste die grundlegenden Sicherheitsregeln nicht eingehalten werden. (Damit meine ich das Liftunterstützte fahren).
So Dinge wie alle (10 Mann) im gleichen (steilen, 40*) Hang (Bei Stufe 3+).Muss man einfach noch verstehen.
Ein Problem ist meines Erachtens ist der „Survival bias“. Du kannst den Hang bei ähnlichen Verhältnissen (sagen wir 10% Auslösewahrscheinlichkeit) 10 mal gefahren sein und einfach nur Glück gehabt haben. Das kann dann auch weitere 10 mal gut gehen. Irgendwann geht es halt nicht mehr gut.
In den Gruppen, ist die Dynamik oft problematisch. Wer will schon die Spaßbremse sein?!
es gibt zwei Dinge die mE (weit weg von gesicherten Erkenntnissen) gegeneinander antreten, einmal dein genannter survival bias. Der wird dann noch verstärkt durch den im Freeride/Varianten Bereich gefühlten Druck der Umgebung mehr zu riskieren, geht ja ehh alles gut und passiert nichts. Sprich alles wird gefahren und nix kommt, auch wenns oft wahrscheinlich haarscharf ist. Beim Touren entscheidest du dich bewusster für eine bestimmte Abfahrt und bei der bleibt es dann oft auch weil man halt nur eine hat.
dem entgegen steht die "shit das war knapp situation". die chance bekommt nicht jeder, denn wenn ich überreize kann das halt auch beim ersten mal letal sein und kein Warnschuss und wahrscheinlich braucht es so eine Situation auch immer wieder alle paar Jahre um die Gefahr greifbar zu machen sonst tritt der survival bias wieder in den Vordergrund... Meine persönliche Erfahrung ist zumindest so, wenn du einmal an einem Hang stehst und sich das ganze Ding setzt es ein wunderschönes Wumm gibt und am nächsten steileren Stück 4m vor dir ein fettes Brett abgeht, dann ist das schon recht eindrücklich und ersetzt. Ja logisch bis dahin wurde natürlich schon ein Fehler gemacht, nach den gültigen Regeln wäre die Situation ein ganz klares NoGo gewesen. Gleiches Spiel aber auch schon bei LWS 1 und einem 30 bis 35 Grad Steilen Hang mit Rissbildung, das führt einem schon intensiv vor Augen wie ausgeliefert man ist...
Am Dienstagnachmittag ist im Skigebiet Darlux ein Snowboarder von der gesicherten Piste abgekommen und von einer Lawine verschüttet worden. Dabei verstarb der Jugendliche.
Skifahren ist ein Risiko Sport. Die Risiken muss man kennen um ihnen entgegenwirken zu können. Durch zuhause bleiben wär alles vermeidbar aber dass ist (für Wintersportler) keine Option (obwohls manchmal einfach „Das Beste“ wär.). Es gibt Gefahren auf und Abseits der Piste, wobei der Mensch auf der Piste das Gefährlichste darstellt. Abseits der Piste hat man mit der Natur zu tun. Für die dort herrschenden Gefahren gibt es oft klare Zeichen, die man kennen, und auch erkennen und wahrnehmen sollte, um eine „gute“ Entscheidung zu treffen. Grad jetzt gibts Gefahren oft „ohne“ Zeichen, die nur durch Beobachtung der Niederschläge, des Wetters und die richtige Interpretation (theoretisch) erkennbar sind.
Schnee „lebt“ ist eine eigene Wissenschaft, die fortlaufend studiert werden muss um das Restrisiko möglichst zu minimieren. Passieren kann immer und überall was.
Zuletzt geändert von maba04 am 15.02.2022 - 17:40, insgesamt 1-mal geändert.
Grund:Leerzeilen entfernt
Der 31jährige war ein guter Bekannter von mir resp. Schwager eines Mitarbeiters in unserem Betrieb. Sein Begleiter war der Vater seiner Freundin. Sehr sehr traurig für die junge Frau. Freund und Vater verloren.
Sehr traurig. Diese für den Hochwinter ungewöhnlichen Graupelniederschläge und der Wind haben anscheinend unberechenbare Verhältnisse geschaffen. Die beiden waren da vermutlich nicht das erste mal hochgelaufen. Offizielle Tour ists allerdings keine und von der Hangneigung schon eher heikel.
Am Samstag hatte eine Lawine am Kaunertaler Gletscher, ebenfalls in Tirol, eine 36-jährige Österreicherin mitgerissen. Ihr Begleiter schlug Alarm. Dank Airbag konnte sie nach Polizeiangaben schnell gefunden und geborgen werden. Sie war schwer verletzt worden.
Das heikle zur Zeit ist, dass es kein „Hochwinter“ mehr ist. Die Schnemassen vom letzten grossen Schneefall vielen praktisch auf „Frühjahrsschnee“ und das noch dazu mit enormen Wind. Die Gefahren sind nicht erkennbar, da sie tief in der Schneedecke liegen, aber oft seicht genug um darauf einwirken zu können. Tut man dass, … kann passieren das alles rund um einen kollabiert…
Zuletzt geändert von maba04 am 15.02.2022 - 17:41, insgesamt 1-mal geändert.
Grund:Leerzeilen entfernt
Die Gefahr ist latent und spitzt sich mitunter noch zu.
Hatte gerade beim Einkaufen ein Lawinen Erlebnis, als vor meinen Augen von einem Dach der überdimensionalen Gleitschnee Sicherung zum Trotz, ein fettes Teil auf den Gehsteig darunter abging. Als ich dann dort vorbei ging, und dabei feststellte dass sie gereicht hätte um mich auszuknocken, kam wumms, noch eine 2. kleinere nach, die mich noch erwischte. Nix passiert, alles gut, aber man kann sich ein gutes Bild machen, wie‘s sich mit Schnee und Lawis zur Zeit verhält.
Zuletzt geändert von maba04 am 15.02.2022 - 17:41, insgesamt 1-mal geändert.
Grund:Leerzeilen entfernt
schnee 123 hat geschrieben: 15.02.2022 - 13:18
Die Gefahr ist latent und spitzt sich mitunter noch zu.
Hatte gerade beim Einkaufen ein Lawinen Erlebnis, als vor meinen Augen von einem Dach der überdimensionalen Gleitschnee Sicherung zum Trotz, ein fettes Teil auf den Gehsteig darunter abging. Als ich dann dort vorbei ging, und dabei feststellte dass sie gereicht hätte um mich auszuknocken, kam wumms, noch eine 2. kleinere nach, die mich noch erwischte. Nix passiert, alles gut, aber man kann sich ein gutes Bild machen, wie‘s sich mit Schnee und Lawis zur Zeit verhält.
genau super Idee von Dachlawinen auf die Situation im Gelände zu schließen
schnee 123 hat geschrieben: 15.02.2022 - 13:18
Die Gefahr ist latent und spitzt sich mitunter noch zu. Hatte gerade beim Einkaufen ein Lawinen Erlebnis, als…
genau super Idee von Dachlawinen auf die Situation im Gelände zu schließen
In dem Fall „besonders“ da es sich um das Dach eines offenen, unbeheitzten Gebäude handelt, das nicht wärmer sein kann als die Umgebung (ca 2 Grad C).
Der spontane Bruch passierte in der Schneedecke, oberhalb (ausser dem Wirkungsbereich) der Gleitschnee Sicherungen)…
Einfach weil die Schicht vom letzten Schneefall durch die Sonne ein bisschen wärmer, dadurch feuchter und schwerer geworden ist, und sich auf der Schicht darunter nicht mehr halten konnte.
Das passiert so auch 1x1 am Berg.
Wenns eh schon an der Grenze sein sollte, und dann noch jemand reinfährt…..
Zuletzt geändert von maba04 am 15.02.2022 - 17:42, insgesamt 3-mal geändert.
Grund:Zwei Beiträge zusammengefasst.
Der Tourengeher der am Sonntag aus der riesigen Lawine von der Schafseitenspitze in Navis geborgen wurde ist gestern im Krankenhaus verstorben: https://tirol.orf.at/stories/3143481/
Schülerin aus Dresden stirbt bei Sturz in Alpen
Eine deutsche Schülerin ist in den französischen Alpen bei Grenoble rund 100 Meter tief in den Tod gestürzt. Die zwölfjährige Austauschschülerin aus Dresden habe am Sonntag mit ihren Gasteltern und ihrer französischen Partnerschülerin eine Schneeschuhwanderung unternommen, teilte die Staatsanwaltschaft in Grenoble am Montag mit. Plötzlich sei sie einen Hang hinuntergerutscht, ohne dass ein Hindernis sie aufhielt. Die Polizeibeamten wollten sich am Montag mit den Eltern des Opfers treffen. Zu dem Unglück kam es am Nachmittag auf einem Gebirgszug bei Saint-Paul-de-Varces.
Den Rettungseinsatz am 4027m hohen Allalinhorn mit den vielen Bergrettern und Hubschrauber hatte ich am Samstag auf dem Mittelallalin auch mitbekommen. Hatte mich noch gefragt, was dort los war.
Am Samstag ist ein 44-jähriger deutscher Alpinist am Allalinhorn abgestürzt, wie die Walliser Kantonspolizei am Sonntag mitteilte. Der Unfall ereignete sich während des Aufstiegs von der Britanniahütte zum Allalinhorn. Gegen 11 Uhr befanden sich zwei Alpinisten unterhalb des Hohlaubgrats, als einer der beiden mit den Steigeisen auf dem Eis ausrutschte und über eine steile Felswand abstürzte.
Frau befreit sich aus Lawine – und muss Nacht im Freien verbringen
Eine Frau (36) ist am Dienstagmittag stark unterkühlt, aber ansonsten unverletzt gerettet worden: Sie hatte sich im Wallis im Nebel verirrt – geriet dann in eine Lawine, stürzte einen Abhang hinunter und verbrachte eine kalte Nacht im Freien.
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Drittpersonen hörten dann gegen 10.20 Uhr in der Nähe des Stausees die Hilferufe der 36-jährigen Frau aus der Region. Kurz darauf sichtete die Heli-Crew der Zürcher Kantonspolizei die Vermisste bei einer Staumauer. Ein Rettungshelikopter der Air Zermatt konnte sie in der Folge per Longline von einem Felsvorsprung retten und ins Spital fliegen. Wie die Frau gemäss Air Zermatt berichtete, hatte sie sich selbst aus der Lawine befreien können. Sie habe dann nach einem sicheren Weg gesucht, sei aber einen Abhang hinuntergestürzt. Daraufhin habe sie sich auf einen Felsvorsprung begeben, um nach Hilfe zu rufen. (SDA)
SCUOL GR: Lawinenniedergang bei Scuol-Tarasp fordert zwei Todesopfer
Am Mittwochnachmittag sind bei einem Lawinenniedergang mehrere Personen verschüttet worden. Zwei Personen konnten nur tot geborgen werden.
Im Kanton Graubünden bei Scuol-Tarasp ist es zu einem folgenschweren Lawinenniedergang gekommen. Mehrere Personen wurden dabei verschüttet. Auf Anfrage bestätigte die Kantonspolizei Graubünden, dass zwei Personen nur noch tot geborgen werden konnten.
Ein 25-jähriger Deutscher ist am Donnerstag in Schwendau im Zillertal tödlich verunglückt. Der Skifahrer stürzte etwa 100 Meter über teilweise senkrechtes Gelände ab. Im Verlauf seiner Bergung verstarb der schwer verletzte Mann.
Leider geht aus dem Artikel nicht wirklich hervor was da genau passiert ist.
Wahlzermatter hat geschrieben: 25.02.2022 - 15:42
Zillertal: Skifahrer nach Absturz verstorben
Ein 25-jähriger Deutscher ist am Donnerstag in Schwendau im Zillertal tödlich verunglückt. Der Skifahrer stürzte etwa 100 Meter über teilweise senkrechtes Gelände ab. Im Verlauf seiner Bergung verstarb der schwer verletzte Mann.
Leider geht aus dem Artikel nicht wirklich hervor was da genau passiert ist.