Fr., 03.01.2020: Abreise Teil 1
Route: Bruck an der Großglocknerstraße - Lofer - Kössen - München - Ingolstadt - Nürnberg - Bamberg - Werneck => ca. 500 km in ca. 6 Std.
Wir sind das erste mal über Waidring / Kössen von Zell am See weggefahren. Sonst fahren wir immer, wie auch auf dem Hinweg, über Lofer / Traunstein. Und für miki & Co. : Auch an diesem Tag sind wir wieder einiges an Landstraße, anstatt Autobahn, gefahren, weil wir lieber fahren statt stehen ... So sind wir in München auch die staufreie B471, anstatt der A99, auf der Stau war, gefahren.
10.42 Uhr: Seitenblicke von der B311 bei Saalfelden am Steinernen Meer
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10.50 Uhr: (Halbwegs) Winterliche Landschaft etwas nördlich von Saalfelden am Steinernen Meer - es macht den Abschied nicht leichter...
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12.17 Uhr: Interessante Stimmung auf der A93 bei Flintsbach am Inn
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12.27 Uhr: Seitenblicke von einer Landstraße bei Bad Feilnbach im oberbayerischen Landkreis Rosenheim
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Sa., 04.01.2020: Abreise Teil 2
Route: Werneck - Fulda - Kassel - Göttingen - Hannover - Hamburg => 519 km in ca. 5,5 Std.
Wie am 03.01.2020 sind wir auch an diesem Tag staufrei zu unserem Ziel gekommen - unserem Zuhause.
15.05 Uhr: Und wieder im hohen Norden angekommen - auf der A1 bei Stapelfeld nördlich von Hamburg
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Ein Fazit des Urlaubs folgt die nächsten Tage, spätestens am Wochenende.
Über eine Rückmeldung zu meinem Bericht von unserem Weihnachtsurlaub 2019/2020 würde ich mich sehr freuen, insbesondere über Kritik bzw. Verbesserungsvorschläge .
Fazit
Mit reichlich Verspätung kommt heute das Fazit. Aufgrund von privaten und schulischen Terminen und Verpflichtungen habe ich es leider nicht früher geschafft .
Unser diesjähriger Weihnachtsurlaub war von Gegenteilen geprägt: In der ersten Woche hatten wir (fast) nur Schneetreiben, Nebel und schlechte (Boden-)Sicht. Die zweite Woche war von endlosem Sonnenschein und blauem Himmel geprägt. Die erste Woche war, wie immer, sehr leer. Ab dem 28. Dezember 2019 war es dann richtig voll. So voll wie dieses Jahr hatten wir es noch nie. In anderen Topics hier im Alpinforum ist auch nachzulesen, dass an diesen Tagen in vielen Skigebieten die Rekorde nur so gepurzelt sind und somit unsere Eindrücke und Gefühle uns nicht getäuscht haben (vgl. viewtopic.php?f=7&t=54640&p=5228567&hil ... g#p5228567 und viewtopic.php?f=144&t=62414&p=5229381#p5229381).
Auch die Schneeverhältnisse waren sehr wechselhaft: Von Pulver- und Tiefschnee über Sulz- und Backeschnee bis hin zu sehr hartem, übergeregnetem und dann gefrorenem Schnee war alles vertreten.
Einen Teil unserer Vorsätze und Wünsche an diesen Urlaub konnten wir erfolgreich umsetzen. So haben wir in Saalbach zum Beispiel die Bereiche Schattberg, Zwölferkogel, Hochalm, Schönleiten und Leogang kennengelernt. Ebenfalls besuchten wir den Bereich Fieberbrunn wieder, den wir letztes Jahr an unseren Erstbesuch in Saalbach erkundeten. Dieses Jahr ist uns erst klar geworden, was wir die ganzen Jahre verpasst haben. Es hat sich irgendwie nie ergeben mal nach Saalbach zu fahren ... Es gab Jahre in denen wir zehn Tage am Stück auf der Schmittenhöhe Ski gefahren sind. Wir waren ja am 29. Dezember 2019 in Saalbach und für die Hauptsaison empfanden wir es, im Gegensatz zur Schmittenhöhe, absolut angenehm von der Fülle (, Schweizer würden wohl von einer totalen Überfüllung sprechen ) - da haben wir am 30. Dezember 2019 auf der Schmittenhöhe ganz anderes erlebt...
Nachdem wir letztes Jahr am 26. Dezember 2018 einen traumhaften Tag in Rauris verbrachten, ganz abseits jeglicher Fülle, hatten wir uns dieses Jahr vorgenommen, dort wieder einen Tag zur "Entspannung" zu verbringen. Die Schneelage in den Tallagen machte uns allerdings einen Strich durch die Rechnung - der Besuch entfiel, weil keine der Talabfahrten geöffnet hatte und die ohnehin "nur" 32,5 Pistenkilometer so noch deutlich reduziert werden. Auch hatten wir angedacht mal wieder ins Gasteinertal oder mal nach St. Johann / Alpendorf (Snow Space Salzburg) zu fahren. Vielleicht wird es ja dieses (schon wieder - wie schnell die Zeit immer vergeht...) Jahr Weihnachten etwas. Da geht es dann aber, sehr wahrscheinlich, die zweite Woche in die Zillertal Arena.
Ich weiß nicht wie es andere Mitglieder hier im Alpinforum empfinden, aber mein persönlicher Eindruck ist, dass der Kundenservice auf der Schmittenhöhe jedes Jahr schlechter wird . Die Schmittenhöhe bietet sicher keinen schlechten Kundenservice, aber als langjährigem Stammgast (ich seit 15 Jahren und meine Eltern seit 35 Jahren...) fallen einem dann mit der Zeit doch ein paar Sachen auf:
Zum einen haben wir in den letzten Jahren massive Probleme mit der postalischen Zustellung unserer Skipässe gehabt (Wir haben sie Mitte November bestellt und 6 (!) Wochen später waren sie bei uns zu Hause immer noch nicht eingetroffen - sie kamen Mitte Januar (!), also gut 2 Monate (!) später. Da brauchten wir sie allerdings nicht mehr...) Dann gab es auch noch Probleme mit dem Pfand von den Key-Cards.
Zum anderen wird nachts die Beschneiungsanlage angeworfen - soweit noch alles in Ordnung... Diese produzieren, gerade bei der enormen Lanzendichte auf der Schmittenhöhe, lokal sehr große Haufen. Diese sind dann allerdings mitten auf der Piste und behindern / gefährden den Skifahrer, da sie nicht verteilt wurden.
Des Weiteren haben wir mit der Tannwaldabfahrt (Nr. 21) und der Südabfahrt (Nr. 20) am 30. Dezember 2019 gleich zwei Skiabfahrten erlebt, auf denen bei dem Großteil der Skifahrer die Sicherheit der Skifahrer nicht mehr gegeben war. Die Tannwaldabfahrt war total vereist und die Südabfahrt eine extreme Buckelpiste (vergleichbar mit der an der Mitterhausbahn auf der Planai neben der Piste).
Außerdem laufen viele Lifte auch bei Wartezeiten vor diesen nicht auf maximaler Geschwindigkeit. Als Extrembeispiel lässt sich die Glocknerbahn nennen: Keiner von den ca. 350 Liften, die ich bisher in meinem Leben gefahren bin, hält so oft an und fährt auch so oft so langsam. Nun ist die Glocknerbahn durch die ganzen Skischulen auch sehr störanfällig. Trotzdem kann ich mir es nicht erklären, warum die Bahn in Spitzenzeiten alle 30 Sekunden für mindestens 30 Sekunden stillt steht. Und wenn dann noch paralell dazu an mehreren Tagen Lift-Mitarbeiter im laufenden Betrieb in den darunterliegenden Maschinenraum hinabsteigen sieht, fragt man sich schon, was für Probleme diese Bahn hat. Jeder Lift hat am Anfang seines Lebens Kinderkrankheiten, nur diese, wie der Name ja schon sagt, verschwinden irgendwann und sollten nach sieben Jahren Betrieb mal geheilt worden sein.
Abschließend muss man sagen, dass es (wieder einmal) ein sehr schöner Weihnachtsurlaub war. Selten war ein Urlaub von den Bedingungen her so abwechslungsreich. Wir haben Saalbach besser kennengelernt und waren mal wieder auf dem Schneeberg am Hochkönig. Für den weiteren Winter bleibt defintiv noch zu wünschen, dass demnächst intensiver Neuschnee kommt, denn ansonsten wird es an Fasching und Co. keine guten Verhältnisse geben, bei andauernder Inversionswetterlage.
Vielen Dank auch an Euch für Eure zahlreichen positiven Rückmeldungen . So habt Ihr mich motiviert, auch von unserem Osterurlaub im Paznauntal und Salzburger Lungau / Obertauern Berichte zu schreiben.
Das Problem mit der postalischen Zustellung der Skipässe kenne ich leider aus eigener Erfahrung. Ich habe vor 2 Jahren meine SSSC dort bestellt und sie kam nie an. Irgendwann habe ich mich dann dort mal erkundigt, man konnte mir nicht sagen was damit passiert ist, hat nochmal eine versendet, aber auch die kam nicht an. Ich hab dann eine Ersatzkarte in Saalbach am Anreisetag ausstellen lassen, die 2 € Keycard Pfand musste ich dann natürlich nochmal bezahlen. Dieses Jahr hab ich meine Ski Alpin Card Saisonkarte in Saalbach postalisch bestellt und sie kam in nicht einmal einer Woche bei mir an. So kanns also auch gehen...