Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb

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Lagorce
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb

Beitrag von Lagorce »

Eigentlich meinte ich Weihnachtsbäume. Kann zwar auch zur Wein-Nacht werden... :)

Wir spotten aber es gibt wirklich z.T. total unsinnige EU-Richtlinien und wir Schweizer setzen die natürlich konsequent mit kleinbürgerlicher Akkribie durch.

Leider schadet diese allgegenwärtige akute Reglementitis. Zuviele Vorschriften können letzendlich auch ein Risiko darstellen: Stützt man sich blind auf gesetzliche Vorschriften und Normen kann dies u.U. zu einer fehlerbehafteten Riskobeurteilung führen, da man ja logischerweise was vorgeschriebenes punkto Sicherheit kaum erneut in Frage stellt. Dies kann sich insbes. in speziellen Fällen heimtückisch auswirken, da Regelwerke oft nicht genügend besondere Einsatzfälle berücksichtigen.

Anderes Besipiel währe die RoHS Empfehlung: Die könnte sich als Zeit(Elektronikmüll)bombe herausstellen falls massive Ausfälle eintreten. M.E. hat man schlicht und einfach keine genügende Langzeiterfahrung bzgl. Alterung von bleifreien Kontaktierungsverbindungen bein Prints und Elektronikkomponenten.

Übrigens werden Zundhölzer mit Fingerschutzkragen bald obligatorisch. :twisted:

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ATV
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb

Beitrag von ATV »

Hab es mal hier hin verschoben.
Lagorce hat geschrieben:Frage zum Antrieb der 4PB Stäfeli-Usser Äbnet, Niedersurenen UR: Ist der kleine Getriebeelektromotor der "Notantrieb"? Wird dort ein Zahnriemen eingesezt? Irgendwie sieht der Hydraulikmotor so aus, als könne er zur Auskoppelung bei Notantrieb zurückgezogen werden aber ich sehe es nicht so genau im Bild. Der Getriebemotor scheint wie auf einer Art Riemen- od. Kettenspannwippe aufgebaut zu sein. Aber vielleicht sehe ich das wieder einmal ganz falsch.

Ist dieser Antrieb eine Art Garaventa-Werksstandard für kleine Bahnen?
Hi.
Das habe ich mich auch schon gefragt. Im Abnahmeprotokol wird der Notantrieb als "Handkurbel" geführt.
Ob man das nachträglich eingebaut hat weis ich nicht. Ziemlich komische Einrichtung. Elektromotor, Hebel zum Spannen der Riemen, Seilverbindung auf die Bremse, Keilriemen usw. Werd mich da mal schlau machen. Mal schauen was ich rausfinde.

Die Bahn selber ist nicht von Garaventa sondern von der ehem. Seilbahnfirma NSD Niederberger Dallenwil. Antrieb System A. Wiedemar (Schlupffrei) heute bei Von Rotz. NSD selber ging in einer Nach und Nebelaktion als Innauen-Schätti. Garaventa selber befasst sich gar nicht mehr mit solchen Beigemüse.
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb

Beitrag von Lagorce »

Auf der Abbildung sieht man die Einzelheiten nicht so genau. Der E-Motor ist mit eigentlich erst später aufgefallen. Irgendwie interessant, dass der Hauptantrieb mit Dieselmotor erfolgt und der Notantrieb elektrisch, aber vermutlich haben die dort eine sehr tiefe Anschlussleistung. Mittelspannungsleitungen und MS/NS-Trafo sind eben zu teuer für kleine Anlagen. Gibt sogar Sesselbahnen mit 400 V Anschluss über Kabel die ein paar hundert Meter lang sind. Womöglich wird jedoch ab mittleren Anschlussleistungen stets eine Trafostation installiert.

Hoffentlich werden Dieselmotoren als Hauptantrieb für kleine Bahnen nicht verboten. Hierzulande darf man ja aus Umweltschutzgründen auch nicht mehr Spitzenleistung mit den üblichen Notstromgeneratoren abfangen. Früher was dies üblich.

Gut, dass die Grossen den wenigen Mitbewerben was übrig lassen. Zuviel Monopol schadet der Vielfalt und irgendwie auch der Entwicklung.
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb

Beitrag von ATV »

Hi. Habe auch dem anderen Rechner noch ein paar Bilder. Werde sie morgen einstellen. Werd mich auch über den Sinn dieses Motors schlau machen. Interessant ist, dass die Steuerung auch direkten Einfluss auf die Drehzahl des Dieselmotores nehmmen kann.
Strom gibt es da oben gar keinen daher hat die Bahn ja auch Dieselantrieb. Bis zum nächsten Stromanschluss sind es ca 5km Luftlinie.
Denke die Bahn wird so auch noch länger in Betrieb sein. Interessant währe ein Antriebskonzept it Biogas. :idea: Gülle gibt es da zu genüge. :?:

Apropos Umweltschutz. Kam schon vor, dass ich im Winter bei -20° mit Mühe und Not den Motor des Pinzgauers anbekommen habe, danach bei der Post rasch Geld rausgelassen habe und dabei um die Batterien zu Puschen den Motor laufen gelassen hab. Alles in allem so 2min. Stand schon einer neben dem Wagen und hat mich als Sauhung beschimpft. :stupid: Wie gross die Umweltverschmutzung für 2 neue Akkus ist hat er wohl übersehen. :|
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb

Beitrag von Lagorce »

Danke im voraus.

Klar, dass man bei vorhandenem Stromaschluss keinen Dieselmotor für den Hauptantrieb benötigt. Aber womit wird der im Bild ersichtliche Elektromotor gespiesen? :)

Biogas funktioniert sehr gut wenn genügend vorhanden ist. Motorwellenleistung ist zwar abhängig von der Qualität des Gases, insbes. dessen Heizwertes. Andere Bestandteile des Biogases schätzt der Motor mehr oder eben halt weniger. In der Praxis kann die Zusammensetzung variieren. Bio- od. Klärgasanlagen die ich kenne benötigen Druckgebläse für das Gas, d.h. mindestens für die Anlassphase muss man ab Batterie speisen.
Im untersten Leistungsbereich werden abgeänderte Automotoren eingesetzt, darüber sind es abgeänderte Dieselmotoren (bis über 1000 kW).
Trotz der z.T gem. ATEX (Explosionsschutz) ausgeführten eletrischen Anlagen, bleiben die für kleine Leistungen relativ einfach aufgebaut.

Thema Motor abstellen... Möchte mal wissen wie umweltfreundlich es wirklich ist, stets den Motor schon für ein paar Sekunden beim Rotlicht abzustellen und dann wieder anzulassen. Katalysatoren und Batterien schätzen es auch nicht usw. Was bringt's, den PC für 10 Minuten abschalten? Die Komponenten leiden unter Temperaturschwankungen und Inrush-Stromstössen, siehe auch gewisse Lampentypen usw. Aber eben, blödsinninge Ökologie hat's schon immer gegeben.

Bei modernen hydrostatischen Antrieben mit Dieselmotor wird oft die Einspritzmenge vollautomatisch mittels Aktuator durch die Steuerung moduliert (manchmal kann man zusäztlich noch von Hand "Gas geben"), nach welchen Algorithmen dies genau erfolgt wird Anwendungsspezifisch programmiert. Dafür gibt's spezielle Mobile-Controller die eigentlich sehr kompakte Rüttelfeste vollvergossene SPS mit erweitertem Einsatztemperaturbereich sind. Meist kommt CAN-Bus zum Einsatz, da solche Steuermodule vorwiegend im Mobilebereich (Baumaschinen usw.) zum Einsatz kommen. Zwar könnte man es auch rein steuerungstechnisch gesehen mit normalen SPS machen, die sind jedoch für gewisse Anwendungen zu wenig robust.
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb

Beitrag von ATV »

Hi. Es ist wirklich ein Elektrischer Hilfsantrieb. Motor besitzt aber keine Drehzahlregelung, nur vor und Rückwärts. Betrieben von?? Die andere Enden der Eispeisung ist ein Kabel mit T15 Stecker. ??? Vielleicht rennt damit einer zur Fürenalp zum Stromzapfen. :P Nein im ernst, KA woher der Strom kommt. Konnte mir keiner beantworten. Vielleicht Notstromaggregat. Der Rest der Motoren wie zum Beispiel Ölkühler besitzt ein 24V Motor.
Lagorce hat geschrieben:Im untersten Leistungsbereich werden abgeänderte Automotoren eingesetzt, darüber sind es abgeänderte Dieselmotoren (bis über 1000 kW).
Trotz der z.T gem. ATEX (Explosionsschutz) ausgeführten eletrischen Anlagen, bleiben die für kleine Leistungen relativ einfach aufgebaut.
Für so eine Minibahn auf einer Alp, sicher Ideal! Gratis Treibstoff in Rauhen Mengen und erst noch Umweltfreundlich!! 8)
Lagorce hat geschrieben:Bei modernen hydrostatischen Antrieben mit Dieselmotor wird oft die Einspritzmenge vollautomatisch mittels Aktuator durch die Steuerung moduliert (manchmal kann man zusäztlich noch von Hand "Gas geben"), nach welchen Algorithmen dies genau erfolgt wird Anwendungsspezifisch programmiert. Dafür gibt's spezielle Mobile-Controller die eigentlich sehr kompakte Rüttelfeste vollvergossene SPS mit erweitertem Einsatztemperaturbereich sind. Meist kommt CAN-Bus zum Einsatz, da solche Steuermodule vorwiegend im Mobilebereich (Baumaschinen usw.) zum Einsatz kommen. Zwar könnte man es auch rein steuerungstechnisch gesehen mit normalen SPS machen, die sind jedoch für gewisse Anwendungen zu wenig robust.
Ja das ist bei neuen Motoren üblich, hier gibt es aber einen Servomotor (24V) der je nach Drehrichtung über ein Schneckengetriebe und ein Gestänge mechanisch die Einspritzmenge verstellt. :biggrin:
Lagorce hat geschrieben:Thema Motor abstellen... Möchte mal wissen wie umweltfreundlich es wirklich ist, stets den Motor schon für ein paar Sekunden beim Rotlicht abzustellen und dann wieder anzulassen. Katalysatoren und Batterien schätzen es auch nicht usw. Was bringt's, den PC für 10 Minuten abschalten? Die Komponenten leiden unter Temperaturschwankungen und Inrush-Stromstössen, siehe auch gewisse Lampentypen usw. Aber eben, blödsinninge Ökologie hat's schon immer gegeben.
Übrigens schonmal zur Diskusion gestandden den Wagen auf Erdgas umzubauen. Allerdings fehlen mir die Langzeittests mit diesem Motor. Erdgas ohne Bleizusatz??
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb

Beitrag von Petz »

ATV hat geschrieben:Kam schon vor, dass ich im Winter bei -20° mit Mühe und Not den Motor des Pinzgauers anbekommen habe.
Kurzes Off - Topic: Im Winter dünnes SAE10er Einbereichsmotoröl verwenden - wirkt beim kalten Temperaturen Wunder. Ansonsten falls Du ne Steckdose verfügbar hättest ein 50 Watt Heizkabel um den unteren Verbindungsschlauch zwischen Kühler und Motor (idealerweise an einer Stelle wo der Schlauch zum Motor hin "bergauf" führt damit das erwärmte Wasser hauptsächlich durch den Motorblock strömt) wickeln, mit Kabelbindern sichern und in kalten Nächten über ne Zeitschaltuhr damit das Kühlerwasser vorheizen. Speziell dafür gäb´s auch die sogenannten "Gnome" aber die sind wesentlich teurer und meiner Erfahrung nach auch leider meist nach zwei Wintern durchgebrannt.
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb

Beitrag von ATV »

Nur doof, dass der Pinzgauermotor luftgekühlt ist. :wink: 7 Liter Motoröl jede Saison wechseln geht ins Geld. Zudem ein Bezinmotor eigendlich kein Problem wenn die Batterien gut sind. Darf einfach nicht mehr abstellen. Nach Wochenlangem rumstehen ist aber die Batteriespannung nicht mehr die Beste.
Jetzt gibt es den Antrieb der Äbnetbahn als HD Video bei Youtube:
Direktlink
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb

Beitrag von Petz »

ATV hat geschrieben:Nur doof, dass der Pinzgauermotor luftgekühlt ist. :wink: 7 Liter Motoröl jede Saison wechseln geht ins Geld.
Sch... Bärenheimer, sorry, an die Luftkühlung beim Pinzi hab ich wieder nicht gedacht. Eventuell Heizkabel um die Ölwanne wickeln wär noch ne Möglichkeit - oder einen Fön durch´s Gebläserad blasen lassen...:wink:
Motoröl mußt Du zwar wechseln aber das alte nicht entsorgen sondern nach nem halben Jahr wieder rücktauschen; so hab ich das bei meinem alten Mercedes LA710 immer gemacht.
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb

Beitrag von ATV »

So jetzt gibt es die PB Musenalp auch noch als HD Videos bei Youtube:
Direktlink

Start Diesel

Direktlink

Puffern der Kabine zum Laden

Direktlink

Bergfahrt über Stütze 2 Nicht zu weit rauslehnen. Brüssel würde Kopfstände machen.
Heute dar die Kabine nur noch so grosse Fenster haben das maximal die Finger durchpassen. :? Geschweige denn der Kopf oder wie hier alles. :P
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb

Beitrag von Lagorce »

ATV hat geschrieben:Ja das ist bei neuen Motoren üblich, hier gibt es aber einen Servomotor (24V) der je nach Drehrichtung über ein Schneckengetriebe und ein Gestänge mechanisch die Einspritzmenge verstellt. :biggrin:
Wie's genau gemacht wird ist eher sekundär solange es zuverlässig funktioniert. :)
Man findet allerlei Varianten, von der vollektronischen Ansteureung über CAN-Bus bis zum Handhebel. Wenn die Dynamik von Bedeutung ist, sind elektromechanische (für sehr grosse Motoren sowie Turbinen servohydraulische) Aktuatoren gängig. Für einfachere Anforderungen genügen ggf. auch Linearantriebe mit Spindel usw. Man muss jedoch beachten, dass gewisse Lösungen keinen automatischen Rückzug in Nullstellung bei Stromausfall erlauben.

Lagorce hat geschrieben:Thema Motor abstellen... Möchte mal wissen wie umweltfreundlich es wirklich ist, stets den Motor schon für ein paar Sekunden beim Rotlicht abzustellen und dann wieder anzulassen. Katalysatoren und Batterien schätzen es auch nicht usw. Was bringt's, den PC für 10 Minuten abschalten? Die Komponenten leiden unter Temperaturschwankungen und Inrush-Stromstössen, siehe auch gewisse Lampentypen usw. Aber eben, blödsinninge Ökologie hat's schon immer gegeben.
ATV hat geschrieben:Übrigens schonmal zur Diskusion gestandden den Wagen auf Erdgas umzubauen. Allerdings fehlen mir die Langzeittests mit diesem Motor. Erdgas ohne Bleizusatz??
Die meisten Gasmotoren sind umgebaute Dieselmotoren. Mechanisch ein bisschen aufwendig, da Zündkerzen und Zündverteiler notwendig sind. Der Umbau ist vermutlich technisch grundsätzlich möglich, Einzelheiten wären jedoch mit einer Spezialfirma zu besprechen. Zusätze die dem Gas beigemischt werden braucht es nicht. Vielleicht findet man sogar einen Occasions-Gasmotor bei einer Kläranlage.

Benzimotoren sind ebenfalls anpassbar, die kenn ich aber zuwenig. Sog. TOTEMs (kleine kompakte Gasmotoren die einen Asynchron (nicht Synchron!)-Generator antreiben) basieren auf für Gas angepasste Fiat-Motoren.
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb

Beitrag von Lagorce »

Umbau Dieselmotor auf Erdgas bzw. Biogas

Da u.a. Verdichtungsverhälntnisse verschieden sind, kann man doch nicht so einfach einen bestehenden Dieselmotor auf Gas umbauen. Obwohl gewisse Teile gemeinsam sind, bestehen dennoch etliche bauliche Unterschiede. Zudem weist bei gleichem Hubraum ein Gasmotor eine kleinere Leistung aus als ein entsprechender Dieselmotor.
Habe die Infos von einem Hersteller, da ich selbst das Gebiet zu wenig kenne, kann ich mich nicht näher dazu äussern.
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb

Beitrag von ATV »

Merci für die Info.

Übrigens folgt hier eine erweiterung um eine Anlage, sobald das Rätsel gelöst ist. :wink: Ganz spezielle Anlage. Vor allem deren mimimalistische Steuerung forder vom Maschinisten alles ab.
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb

Beitrag von Lagorce »

De rien. :)

Also wie gesagt, ich bin weder Diesel- noch Gasmotorexperte, habe eher steuerungs- und schaltanlagenseitig damit zu tun (WKK u. Erstazstromaggregate).

Entgegen meiner ersten Vermutung ist also der Umbau eines bestehenden Dieselmotors auf Gas nicht so ohne weiteres möglich. Ob vereinfachte Umbauten ggf. mit schlechtem Wirkungsgrad und/oder eingeschränkter Lebensdauer bedingt ausführbar sind, weiss ich nicht. Möglicherweise waren frühere Gasmotoren (ca. 1980) nicht so optimal für den Gasbetrieb angepasst als heute. Die Nachfrage für Biogas- und Ergdasmotoren ist seither stark angestiegen.

Für gewisse Anlagen wären vielleicht wie erwähnt Occasions-Motoren eine Alternative, da bei gewissen Umbauten bzw Stilllegungen von Kläranlagen noch betriebstüchtige WKK-Motoren verfügbar werden.


Bin gespannt auf die neuen Infos bzgl. Diesel-PB.
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb

Beitrag von ATV »

Occasionsmotoren.
Habe da 2 Bilder eine Materialbahn Ex Schweizer Armee. Mittlerweile der Dritte Accasionsmotor, die Vorgänger stehen alle noch in der Talstation rum. Chevrolet, Ford, Hatz. ;D

Bild

Bild

Wenn Du dir mal so eine Bahn angucken willst, einfach melden, dann fahr ich dich da hoch. Habe einen Freipass. Kannst es dir auch sicher mal angucken.
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb

Beitrag von Lagorce »

Besten Dank für Dein Angebot.

CH-Militärseilbahnen kenn ich nicht so gut und zudem dürfen wir ja nur über die nicht mehr klassifierzierten reden. :)
Un zudem gibt es heute vermutlich gar nicht mehr soviele. Ich kenn eigentlich eher die, die Festungen zugeordnet sind, die ich selbst kenne.¨
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb

Beitrag von ATV »

Am jetztigen Standort war sie nie eine Militärbahn. Ist so eine portable Pendelbahn wie sie die Armee zu hunderten hatten. Masten mit Seilen abgespannt an Totmannfundamenten. Wiederaufgestellt hat die Firma Ohag aus Erstfeld. Viele bergbauern kauften günstig solche robusten Materialbahnen.
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb

Beitrag von GMD »

Wozu ist die blaugrüne Handpumpe?
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb

Beitrag von ATV »

Hi.

Die Allweiler?

Kraftstoffpumpe um Diesel von den Fässern in den Tank zu Pumpen. Eigebndlich so üblich, dass man beim Motor einen Tagestank hat und Separat einen grossen oder wie hier einfach Fässer. Macht schon aus Brandschutzgründen sinn.
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb

Beitrag von GMD »

Ich meine dieses grünliche Teil zum Kurbeln.
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb

Beitrag von Lagorce »

Im ersten Bild scheint nebst der Allweiler Handpumpe und der Cola Flasche alles ziemlich alt. :)

Was meintest Du mit der grünen Handkurbel? Ich sehe nur die der von ATV erwähnten Allweiler Handpumpe, der Pumpenkörper ist direkt hinter der Kurbel.

Das grosse Handrad könnte die Bedienung einer Bremse sein, bleibt aber eine reine Vermutung.
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb

Beitrag von ATV »

Wenn man nicht weiss, was eine Alleiler ist???? :roll: :roll: :roll:

Bild

http://www.allweiler.de

Habe sogar eine eigene aus den 50er Jahren. Selber Asbestsaniert. Dient zum Betanken meiner Fahrzeuge. ;D
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb

Beitrag von GMD »

Jo, Allweiler als Pumpenhersteller war mir kein Begriff, darum die Nachfrage. Aber jetzt hat sich das ja geklärt, danke!
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb

Beitrag von ATV »

So wie versprochen Anlage 4.

4PB Gossalp-Oberalp, Isenthal

Eine derjenigen Bahnen die nirgends aufgeführt werden. Zuhinterst im Grosstal am Fusse des Bannalppasses bifindet sich ganz versteckt eine weitere Pendelbahn mit Dieselantrieb:
Bild
Strasse von St. Jakob nach Gossalp. Mit Ausnahmebewilligung Fahrbar, allerdings sollte das Auto nicht Tiefergelegt sein und optional über Allrad verfügen. Da 2 mal gefurtet werden muss ist die Wetterlage oder Waatfähigkeit zu checken.

Bild
Schroffe Felswände umranden den Talabschluss des Grosstal. Unten liegt die Gossalp. Je nach Wetter fällt über die Felswand links ein Wasserfall.
Da am Telefon keine abgenommen hat bin ich zu Fuss hochgelaufen. Knapp 250 Höhenmeter.

Bild
Gossalp diverse Alpen sind nur von Anfang Juli bis ende August bewohnt.

BildBergstation Oberalp. Jetzt ist auch klar wieso keine Antwortet. Die Alp liegt weiter weg von der Bergstation. Von hier aus geht es nur noch weiter im Geländewagen aus russischer Produktion.
Качество государственного производства

Bild
Minimalistische Steuerung. Fordert den Maschinisten voll. Gehfahren wird von Hand. Die Einfahrt ist nicht automatisiert. Mit dem Hebel zum Verstellen der Pumpleistung des Hydraulikaggregats und den beiden hebeln rechts für SB und BB muss die Geschwindigkeit eingehalten werden. Diese ist zwar überwacht aber nirgends angezeigt. Vor allem bei den Einfahrt kommt es immer wieder zu Nothalten weil die Geschwindigkeit überschritten wurde.

Bild
Die einzige Stütze der Bahn mit einem sehr starken gefällsbruch was das bedienen zusätzlich erschwert da bei Last Talwärts die Kabine Plötzlich beschleunigt.

Bild
Strecke 745m lang und ganz ordentlicher Bodenabstand. Der VW Bora hätte um ein Haar Bekanntschaft mit dem Schiffchen gemacht.

Bild
Antrieb. Hydraulikmotor über Kette. Dahinter Mechanischer Überdrehzahlauslöser 120%, Machanisches Kopierwerk (Nur eines) Schleiffkontakte der FUA für das Isolierte Zugseil aus Stahlrollen! und Allweilerpumpe für den Kraftstoff.

Bild
Luftgekühler VM Industriediesel aus Italien. Hydrostat und Ölkühler. Tragen von Pamir als Maschinisten Ratsam.

Bild
Offene Holzpritschen für 4 Personen. Türen sind nicht überwacht. Kabine besitzt ein Nothalt. Telefon gegen Erde. talstation besitzt keine Stromzufur. Berg ab Solar.

Bild
Trotz Strasse die mit Häfi Problemlos zu befahren währe ist die Bahn sehr beliebt. Fahrt kostet 2.50 das sind ca 1 Euro 50 :lol:

Bild
Hochtor am Oberalpgrat

Bild
Doch wirklich Holzklasse wie in guten Alten Zeiten. Bahn stammt von 1974.

Bild
Gegenkabine. Bodenabstand ist sicher 100m.

Bild
Strasse. Geländewagen Only.

Bild
Eine der beiden Furten heute dank tollem Wetter ohne Wasser.... ;D

Zum Schluss noch ein Video:
Direktlink

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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb

Beitrag von schifreak »

Hi wirklich tolle Sachen gibts da in der Schweiz-- ma glaubts nicht, wenn man s nicht selber sehn würd.
Vielen Dank . ich selber kenn nur die erste -- die hinter der Fürenalp. Diese Bahn hats schon in sich.
Fabi,alpiner Schifreak

TSC 2012-13, Stand 20.01.2013 - 17 Sektionen Bike, 20 Schitage in Tirol ; Zillertal, Stubaital, Ötztal, Kitzbühel,Schiwelt , Schijuwel Alpbach ;
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