Aussagen von Horst Seehofer zur deutschen Integrationpolitik

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baeckerbursch
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Re: Aussagen von Horst Seehofer zur deutschen Integrationpol

Beitrag von baeckerbursch »

Ich bin sein Seehofer Freund, aber damit unterscheidet er sich keinesfalls von anderen Politikern. Nur das bei ihm der Populismus auf die konservativen Wähler abziehlt (und damit die Aufregerwahrscheinlichkeit höher ist)

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Powderjunky
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Re: Aussagen von Horst Seehofer zur deutschen Integrationpol

Beitrag von Powderjunky »

Thema Sprache:
Wenn ihr nach Land "XY", sei es mal Japan auswandert, beginnt ihr dann mit dem Erlernen der Sprache erst in Japan oder schon Monate/Jahre vorher?

Das soll jetzt nicht heißen, dass die Sprachkurse abgeschafft werden sollen, aber wenn ich mich entscheide in ein neues Land zu gehen, wo eine andere Sprache gesprochen wird, dann bereite ich mich doch genügend darauf vor und fangen nicht erst damit an, wenn ich schon in dem Land lebe...

Ich verstehe nicht, wo das Problem liegt klare,deutliche und einfache Regeln aufzustellen. Außer das man gleich ein Nazi ist!
Wenn ich in ein Unternehmen gehe und mich nicht benehme oder schlechte Arbeit leiste, werde ich auch gefeuert.
Wenn aber meinem Papi das Unternehmen gehört, muss schon einiges passieren, damit er mich rausschmeißt!

Ist ein Staat nicht auch ein Unternehmen?
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Dachstein
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Re: Aussagen von Horst Seehofer zur deutschen Integrationpol

Beitrag von Dachstein »

Powderjunky hat geschrieben:Thema Sprache:
Wenn ihr nach Land "XY", sei es mal Japan auswandert, beginnt ihr dann mit dem Erlernen der Sprache erst in Japan oder schon Monate/Jahre vorher?
Ich denke, hier muss differenziert werden, ob derjenige Auswandern will (Gastarbeit, o. Ä.) oder muss (Kosovokrieg, etc.). Von einem Kriegsflüchtling zu verlangen, die Sprache zu können, halte ich für doch sehr verwegen. ;)

MFG Dachstein
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Powderjunky
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Re: Aussagen von Horst Seehofer zur deutschen Integrationpol

Beitrag von Powderjunky »

Soweit hab ich nicht gedacht. Ich bin von einer mehr oder weniger freiwilligen Auswanderung ausgegangen ;)
skilinde
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Re: Aussagen von Horst Seehofer zur deutschen Integrationpol

Beitrag von skilinde »

Ach ja die schöne Ausländer-/Integrationsdiskussion ... kommt alle paar Jahre wieder richtig hoch.

Da ich ja selber mit einer Ausländerin verheiratet bin, muss ich mal meinen Senf dazu geben.

Dass dieses Thema aktuell so hoch gekocht wird, ist m.E. allein den aktuellen politischen Umfragen geschuldet und bra.. äähh schwarz muss mal wieder ein wenig am konservativen Rand punkten. Ich denke ein großer Teil der jüngeren ausländischen Mitbürger ist besser integriert denn je, ein Teil ist nicht integriert - wie immer seit wir die Ausländer nach D gelockt haben.

Die Absurdität der Diskussion zeigt sich doch darin, dass der Ingeneurs- und Fachkräftemangel gar nicht ohne Zuwanderung ausgeglichen werden kann. Bildungsoffensive hin- oder her. Wir brauchen kurz- bis maximal mittelfristig Lösungen. Bildungsthemen können positiv nur langfristig wirken (negativ dagegen auch kurzfristig - siehe Bachelor/Master).

Aber jetzt kommt es: Woher sollen die Zuwanderer zum Ausgleich des angesprochenen Mangels denn kommen ... also Muslime dürfen es nicht sein, Osteuropäer - oh nein die klauen ja alles, Farbige im Zweifelsfall auch nicht, Inder? - das hatten wir doch schon mal und die Chinesen lassen keinen raus, ... bleibt nicht mehr viel übrig, oder?

Achja wir können bestimmt Fachkräfte aus F / GB, Japan oder am Besten Nordeuropa anheuern ... bestimmt klappt das.

Leute, wir brauchen Zuwanderung, auch aus muslimischen Ländern. Und was ist dann: wir betteln, dass die Leute zu uns kommen und stecken alle dann in Zwangsintegrations-Seminare ... sehr attraktiv für die ausländische Elite.... müssen Fußballprofis eigentlich auch einen Integrationskurs machen ?

Das Thema Integration kann nur über uns Menschen (wer von Euch geht auf Muslime, Farbige von sich aus zu???) und langfristige Perpektiven in der Bildung gerenell gelöst werden.

Ich bin froh, dass unser Land durch verschiedene Kulturen, Nationalitäten und Religionen bereichert wurde.

Ich habe gesprochen.

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Re: Aussagen von Horst Seehofer zur deutschen Integrationpol

Beitrag von Af »

Was aber in der ganzen Debatte immer schön verschwiegen wird, ist die Tatsache, dass mittlerweile mehr Leute Auswandern, als Einwandern(Quelle aktuelle Auswanderungsstatistik). Und die Auswanderer sind ned gerade die Dummen, sondern die Qualifizierten/Hochqualifizierten.

Wenn ich mir dann anhöre, was meinen Bekannten, die gerade mit dem Studium fertig sind, für Jobs angeboten werden, dann kann ich denen nur den Rat geben, wandert so schnell wie möglich aus. In den meisten Ländern wirst mit besseren Arbeits- und Lebensbedingungen und besserer Bezahlung mit Handkuss genommen.

Für mich ist die derzeitige Integrationsdebatte auch nur ein Ablenken von den Problemen, die sich derzeit für Politik+Wirtschaft auftun. Wobei das Volk langsam so verdrossen ist, dass ein Populist schon wieder massiv Leute ködern könnte....früher hats ein kleiner Österreich auch geschafft und von den damaligen Zuständen sind wir IMO nimmer so weit entfernt...

Das Selbe gilt IMO auch für Österreich. Was ich hier teilweise für Ausländerfeindliche Sprüche höre, ist z.T. nimmer lustig..
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Re: Aussagen von Horst Seehofer zur deutschen Integrationpol

Beitrag von Jay »

baeckerbursch hat geschrieben:Ich bin sein Seehofer Freund, aber damit unterscheidet er sich keinesfalls von anderen Politikern.
Damit hast Du mittlerweile leider recht. Man muss nur die munteren Meinungswechsel bei der BW SPD oder die peinlich machtgeilen Auftritte der Grünen beim Thema Stuttgart 21 sehen...Schade.

Jakob
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Frankenski
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Re: Aussagen von Horst Seehofer zur deutschen Integrationpol

Beitrag von Frankenski »

skilinde hat geschrieben:
Die Absurdität der Diskussion zeigt sich doch darin, dass der Ingeneurs- und Fachkräftemangel gar nicht ohne Zuwanderung ausgeglichen werden kann.

Leute, wir brauchen Zuwanderung
Brauchen wir nicht !!!!!!
Wir haben in Deutschland 3 Millionen Arbeitslose und 7 Millionen HartzIV Empfänger, darunter sind sehr viele Ingeneure und Fachkräfte, also für was brauchen wir Zuwanderung ??
Das die Firmen jetzt Jammern das ist doch ihr Problem, warum bilden sie denn nicht selber aus, die kleinen Unternehmen bilden kräftig aus aber die Fachkräfte gehen dann in große Unternehmen und der dumme ist wieder das kleine und mittlere Unternehmen :?

Die Probleme machen aber die großen selber, die Ausgelernten bekommen von ihren Arbeitgeber ein Angebot, sie werden weiter beschäftigt und sie dürfen im selben Betrieb Arbeiten, aber ihr Arbeitgeber ist eine betriebseigene Leihfirma, sie machen jetzt die gleiche Arbeit wie eine Fachkraft, bekommen aber nicht den gleichen Lohn :?

Die ganzen Leih - und Zeitarbeits Buden gehören abgeschafft oder es gibt endlich mal den Mindeslohn von 10,- € für diese Branche, aber das will die Westerwelle und Co nicht :evil: aber jetzt rumjammern das es keine Fachkräfte gibt.

Jetzt müssen erstmal die Arbeitslosen und HartzIV Empfänger alle unterkommen und wenn noch Arbeit übrig bleibt dann kann man sich Gedanken machen ob und wem man noch holen will und kann :wink:
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Dachstein
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Re: Aussagen von Horst Seehofer zur deutschen Integrationpol

Beitrag von Dachstein »

Frankenski hat geschrieben: Brauchen wir nicht !!!!!!
Wir haben in Deutschland 3 Millionen Arbeitslose und 7 Millionen HartzIV Empfänger, darunter sind sehr viele Ingeneure und Fachkräfte, also für was brauchen wir Zuwanderung ??
Doch wir brauchen sie dringender als je zuvor! Insbesondere, was Fachkräfte im Gesundheitssystem angeht (Hauskrankenpflege, Ärzte etc.).
Wenn alle auslandstämmigen da streiken würden, dann gute Nacht liebens Östereich und Deutschland!

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Frankenski
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Re: Aussagen von Horst Seehofer zur deutschen Integrationpol

Beitrag von Frankenski »

Und warum haben wir ein Fachkräftemangel im Gesundheitssystem :?: Schau doch mal was diese Branche verdient, wenn sie mehr verdienen würden dann hätten wir das Problem nicht.
Die Politiker sollten lieber auf ihre Diäten verzichten und das Geld lieber den Fachkräften in dieser wichtigen Branche geben.
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eMGee
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Re: Aussagen von Horst Seehofer zur deutschen Integrationpol

Beitrag von eMGee »

Ja, gegebenenfalls benötigen wir in bestimmten Bereichen Zuwanderung. Aber dann auch von qualifizierten Fachkräften und nicht von Sozialschmarotzern.
Die User hier aus Österreich und der Schweiz können doch vermutlich ein Lied davon singen. Z.B. die vielen Ärzte aus Deutschland die zu euch kommen. Und genau das ist unser Problem hier. Ich denke, in erster Linie ist doch mal völlig egal, woher ein Zuwanderer kommt. Ob Muslime, Asiate oder sonst woher. Es sollte halt eine gewisse Bereitschaft zur Integration vorhanden sein. Wenn ich in ein arabisches Land auswandere, muss ich auch die Sprache lernen usw., ansonsten werde ich dort ebenfalls Schwierigkeiten bekommen. Das Problem ist doch, dass wir ab den 60er Jahren gerade Gastarbeiter für (vorsichtig umschrieben) einfache Tätigkeiten ins Land geholt haben. An deren teils fehlender Integration tragen wir genauso unsere Schuld. Man hat sich nie damit beschäftigt, dass diese Leute vielleicht auch für immer in Deutschland bleiben werden.
Grundsätzlich muss aber bei dieser Thematik eine faire und offene Diskussion möglich sein, ohne gleich als Nazi abgestempelt zu werden. Ich kann diese Sch... mit dem braunen Sumpf nicht mehr hören. Warum werden denn diese Partein in den NL, Österreich usw. gewählt. Weil jeder "andere" Politiker sofort mundtot gemacht wird, wenn er nur einmal dieses Thema anschneidet.
Einerseits vielleicht förderlich, wenn der Horsti das Thema nochmals aufgreift. Andererseits wittert er dadurch natürlich ein paar Stimmen.
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Re: Aussagen von Horst Seehofer zur deutschen Integrationpol

Beitrag von Rüganer »

Frankenski hat geschrieben:Und warum haben wir ein Fachkräftemangel im Gesundheitssystem :?: Schau doch mal was diese Branche verdient, wenn sie mehr verdienen würden dann hätten wir das Problem nicht.
Die Politiker sollten lieber auf ihre Diäten verzichten und das Geld lieber den Fachkräften in dieser wichtigen Branche geben.
Interessant. Bist du denn bereit, das höhere Gehalt im Gesundheitssystem durch höhere Beiträge zu den Sozialversicherungen zu bezahlen ?
Danke Schweiz und Bulgarien !
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3303
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Re: Aussagen von Horst Seehofer zur deutschen Integrationpol

Beitrag von 3303 »

Also ich bin ja für Studiengebühren, die als Bafögmodell vom Staat oder den Ländern vorgestreckt werden und in der Zeit der Berufsausübung (wenn man also Geld verdient) zurückgezahlt werden müssen.
Diese Rückzahlung sollte dann in Deutschland komplett steuerlich absetzbar sein.
Somit würde das Problem, dass sich Leute auf Kosten des deutschen Seuerzahlers hier an Top-Hochschulen ausbilden lassen, sich der Kostenbeteiligung an dem System, von dem sie profitieren aber durch Auswanderung entziehen, gemindert.
Die Auswanderer müssten dann die kompletten Studiengebühren bezahlen. Der, der in D in das System zurückzahlt, weniger oder meinetwegen gar nicht. Dann wäre es auch attraktiver, in D zu bleiben.
Es kann nicht sein, dass die ganzen Ärzte (um mal eine Berufsgruppe exemplarisch herauszugreifen) in D studieren, wo es gebührentechnisch oft "gratis" ist, und dann zB in die Schweiz gehen, ohne sich ander Solidargemeinschaft von Steuerzahlern, von denen sie ihre Ausbildung finanziert bekommen haben, zu beteiligen.

@Ausländerfeindlichkeit in D: Ich halte es für vermessen, die Zustände hier anzuprangern. Bei uns gibt es eben die schwierige Vergangenheit OK. Und natürlich gibt es immer irgendwelche Leute mit nicht hinnehmbaren Einstellungen.
Aber in anderen Ländern gibt stärkere, derartige Tendenzen und dort interessiert es wesentlich weniger.

Und Integrationsbemühungen von Zuwanderern sollten eine Selbstverständlichkeit sein.
Wenn ich als Deutscher Ausländer zB nach Italien oder die Türkei gehen wollte, aber die Sprache und Kultur des Landes mehr oder weniger komplett ignorieren würde, wäre das genau so falsch, wie es umgekehrt wäre. Egal welche Nation und Religion.

@Erforderlichkeit Zuwanderung: Wenns wirklich nicht aus dem heimischen "Markt" gedeckt werden kann, meinetwegen.
Priorität solltre aber sein, den Menschen hier Perspektiven zu bieten. Das ist sozial besser, logischer und entlastet den Steuerzahler.
“Wir sind gewohnt, daß die Menschen verhöhnen, was sie nicht versteh'n, Dass sie vor dem Guten und Schönen, das ihnen oft beschwerlich ist, murren.“
[Johann Wolfgang von Goethe]
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Re: Aussagen von Horst Seehofer zur deutschen Integrationpol

Beitrag von skilinde »

3303 hat geschrieben:Also ich bin ja für Studiengebühren, die als Bafögmodell vom Staat oder den Ländern vorgestreckt werden und in der Zeit der Berufsausübung (wenn man also Geld verdient) zurückgezahlt werden müssen.
Diese Rückzahlung sollte dann in Deutschland komplett steuerlich absetzbar sein.
Somit würde das Problem, dass sich Leute auf Kosten des deutschen Seuerzahlers hier an Top-Hochschulen ausbilden lassen, sich der Kostenbeteiligung an dem System, von dem sie profitieren aber durch Auswanderung entziehen, gemindert.
Die Auswanderer müssten dann die kompletten Studiengebühren bezahlen. Der, der in D in das System zurückzahlt, weniger oder meinetwegen gar nicht. Dann wäre es auch attraktiver, in D zu bleiben.
Es kann nicht sein, dass die ganzen Ärzte (um mal eine Berufsgruppe exemplarisch herauszugreifen) in D studieren, wo es gebührentechnisch oft "gratis" ist, und dann zB in die Schweiz gehen, ohne sich ander Solidargemeinschaft von Steuerzahlern, von denen sie ihre Ausbildung finanziert bekommen haben, zu beteiligen.
Vollste Zustimmung!

3303 hat geschrieben:@Ausländerfeindlichkeit in D: Ich halte es für vermessen, die Zustände hier anzuprangern. Bei uns gibt es eben die schwierige Vergangenheit OK. Und natürlich gibt es immer irgendwelche Leute mit nicht hinnehmbaren Einstellungen.
Aber in anderen Ländern gibt stärkere, derartige Tendenzen und dort interessiert es wesentlich weniger.
Ob es woanders mehr oder weniger ist weiss ich nicht, nur zeigt sich das Ganze in anderen Ländern stärker.
3303 hat geschrieben:Und Integrationsbemühungen von Zuwanderern sollten eine Selbstverständlichkeit sein.
Wenn ich als Deutscher Ausländer zB nach Italien oder die Türkei gehen wollte, aber die Sprache und Kultur des Landes mehr oder weniger komplett ignorieren würde, wäre das genau so falsch, wie es umgekehrt wäre. Egal welche Nation und Religion.
Natürlich richtig, aber aufgrund der ggü. D stärker ausgeprägten Gastfreundschaft wird es integrationswilligen Ausländern in vielen Ländern auch einfacher als bei uns gemacht. Die Fähigkeit andere bei uns (Mitteleuropäern) zu integrieren ist sicherlich nur unterproportional ausgeprägt.
3303 hat geschrieben:@Erforderlichkeit Zuwanderung: Wenns wirklich nicht aus dem heimischen "Markt" gedeckt werden kann, meinetwegen.
Priorität solltre aber sein, den Menschen hier Perspektiven zu bieten. Das ist sozial besser, logischer und entlastet den Steuerzahler.
Natürlich. Kurzfristig m.E. aber nicht heilbar.

Frankenski hat geschrieben: Wir haben in Deutschland 3 Millionen Arbeitslose und 7 Millionen HartzIV Empfänger, darunter sind sehr viele Ingeneure und Fachkräfte, also für was brauchen wir Zuwanderung ??
...
Jetzt müssen erstmal die Arbeitslosen und HartzIV Empfänger alle unterkommen und wenn noch Arbeit übrig bleibt dann kann man sich Gedanken machen ob und wem man noch holen will und kann :wink:
Zeig mir bitte die Unmassen von Ingeneuren und Fachkräften, die arbeitslos sind, bzw. HartzIV bekommen. Und warum bewerben die sich nicht auf die reichlich vorhanden offen Stellen für gerade diese Berufsgruppen?

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Re: Aussagen von Horst Seehofer zur deutschen Integrationpol

Beitrag von Frankenski »

Das kann ich dir sagen warum sie niemanden will, wer mehrere Jahre Arbeitslos ist hat es schwerer wieder in den erlehrten Beruf zurück zu kehren. Die ganzen Arbeits Agenturen oder die Argen schicken ihre Kunden lieber in Sinnlos Maßnahmen als in Berufsbezogene Schullungen oder Weiterbildungs Angebote . Da muß man Ansetzen und nicht über Zuwanderung reden.
Viele sind aber zu alt für die Firmen, was wollen die denn: 10 Jahre Berufserfahrung aber die Bewerber dürfen nicht älter als 25 sein, da stimmt doch etwas nicht bei den Firmen, die wollen Jung und Billig haben und nichts anderes. Ein Facharbeiter oder ein Ingeneur mit 25 oder 30 Jahre Berufserfahrung kostet halt etwas mehr als einer der gerade aus der Schule oder Lehre kommt.
Glaubs du wirklich das jemand der aus HartzIV kommt das gleiche verdient wie einer der nur 1-2 Monate Arbeitslos war, da solltest du dich mal Informieren.
Einige haben sich aber schon in HartzIV eingerichtet, wozu Arbeiten wenn man auf Staatskosten besser lebt ( Miete wird bezahlt, Tv befreit, Grundsicherung ) als malochen und vielleicht 100,-€ mehr hat, kein Wunder wenn die Schwarzarbeit blüht :wink:
Die Menschen brauchen einen Anreiz wieder zu Arbeiten, aber was für Arbeit gibt es denn, billig Arbeit mit Hilfe der ganzen Leihbuden, warum sind den soviele Ingeneure und Facharbeiter in Leihbuden beschäftigt, schon mal darüber nach gedacht.
Bei uns zählt doch nur noch billig billig billig, es darf nichts kosten, viele Unternehmer kennen ja schon mal nicht mehr ihre Mitarbeiter, das sind nur noch Nummern-Kostenfaktor, der sowenig wie möglich verdienen soll, damit der Chef sein Geld in die Schweiz tragen kann.
Wenn ein Arbeiter nichts mehr für ein Unternehmen von Wert hat dann stimmt was nicht in diesem Land.
Wo sind denn bitte schön die Firmen wo der Chef sagt: Meine Mitarbeiter sind mein Kapital, solche Unternehmen kannste von deiner Hand abzählen.
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Re: Aussagen von Horst Seehofer zur deutschen Integrationpol

Beitrag von Ram-Brand »

Naja, diese Form der Integrationpolitik interessiert mich nicht sonderlich.


Aber wie sieht es den mit folgender Integration aus?

Leitner Seilbahn - Doppelmayr Sessel
oder
Doppelmayr Seilbahn - Leitner Sessel


Ist es dort generell möglich den "Ausländer" zu integrieren, oder bilden sich dann Unruheherde in den Stationen?

Sollte die Station eher "bunt" sein oder klappt es auch mit "braunen" Stationen?

:wink: :wink:




Fragen über Fragen? Gibt es da überhaupt eine zufriedenstellende Möglichkeit für alle??
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Re: Aussagen von Horst Seehofer zur deutschen Integrationpol

Beitrag von citta dei sassi »

.......ich habe mich versucht in Uganda zu integrieren, ich wurde aber nicht schwarz........
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Re: Aussagen von Horst Seehofer zur deutschen Integrationpol

Beitrag von noisi »

citta dei sassi hat geschrieben:.......ich habe mich versucht in Uganda zu integrieren, ich wurde aber nicht schwarz........
HAHA alle lachen
Da mein Bildhoster seine Verzeichnisstruktur geändert hat, werden die Bilder in meinen Berichten z.T. nicht mehr angezeigt. Auf konkreten Wunsch stelle ich sie wieder her.
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Re: Aussagen von Horst Seehofer zur deutschen Integrationpol

Beitrag von Theo »

Ist ja wieder mal typisch linke Politik. Man geht selbst nicht das Thema an weil man sich ja nicht Millionen von potenziellen Wählern vergraulen will und wenn irgend eine Person oder Partei das Thema angeht wird Rechtsradikaler und Populist geschrien.
Die eingewanderten und eingebürgerten Personen aus östlichen Regionen wählen wegen ihrer reliogion schon mal sicher nicht eine C-Partei. Da viele von ihnen eher weniger als mehr haben und von staatlichen Zuschüssen abhängig sind wählen sie auch kaum die FDP. Bleiben also noch drei Parteien in D welche sich um dies Millioenkundschaft bemühen.
Das ist doch auch der Grund warum die SPD wegen dem Sarrazin so rebellierte. Man musste ja was unternehmen um die Wählerschaft nicht an die Linke oder die Grünen zu verlieren.
Dass es Probleme mit gewissen Einwnderergruppen gibt und dass man die Einwnderung steuern sollte wie es andere Länder auch tun wäre doch das normalste der Welt. Das wissen die linken Parteien selber auch, da sie aber von diesen Einwanderen stimmenmässig abhängig sind darf es halt nicht so sein wie es ist.

Populismus: Wenn die Grünen verlangen dass sofort alle AKW's stillgelegt werden ist das doch auch populismus um an Wähler zu kommen die sich sonst für die grünen Ideen nicht so begeistern. Hier regt sich dann keiner auf.

Man hat jetzt zwei Möglichkeiten. Man löst das die Probleme und es rumort halt ein bisschen aber nachher ist Frieden. Man kann die Probleme auch nicht lösen, dann geht es halt noch eine weile bis es dann nicht nur rumort sonden dann richtig heftig kracht. Eins ist sicher, rumoren oder krachen wird es mit der Zeit ganz bestimmt.

Dann wären wir dann beim Thema " vor 1940" das bei Ausländerfragen immer gerne gebracht wird. Das kleine Männchen ist doch auch nur an die Macht gekommen weil alle anderen entweder zu blöd, zu naiv oder zu eigensinnig waren um die Probleme der damaligen Zeit zu lösen und so erst die Situation entstehen liessen.
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Re: Aussagen von Horst Seehofer zur deutschen Integrationpol

Beitrag von massatomba »

passend zum Thema: "Der Integrationscheck"
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citta dei sassi
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Re: Aussagen von Horst Seehofer zur deutschen Integrationpol

Beitrag von citta dei sassi »

noisi hat geschrieben:
citta dei sassi hat geschrieben:.......ich habe mich versucht in Uganda zu integrieren, ich wurde aber nicht schwarz........
HAHA alle lachen
Wieso lachen? Ich bin als Deutscher nach Italien und hatte 5 jahre eine Fernbeziehung nach Kampala, zum Ende hin dort unten mit meiner damaligen ein Haus, ein Laden und all die Ansprüche die sie dort unten an Weiße haben zu erfüllen. Und jetzt denk mal zu Ende....
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noisi
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Re: Aussagen von Horst Seehofer zur deutschen Integrationpol

Beitrag von noisi »

citta dei sassi hat geschrieben:
noisi hat geschrieben:
citta dei sassi hat geschrieben:.......ich habe mich versucht in Uganda zu integrieren, ich wurde aber nicht schwarz........
HAHA alle lachen
Wieso lachen? Ich bin als Deutscher nach Italien und hatte 5 jahre eine Fernbeziehung nach Kampala, zum Ende hin dort unten mit meiner damaligen ein Haus, ein Laden und all die Ansprüche die sie dort unten an Weiße haben zu erfüllen. Und jetzt denk mal zu Ende....
Dann erklär mir mal wie ich das auch deinem Einzeiler herrauslesen soll!
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noisi
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Re: Aussagen von Horst Seehofer zur deutschen Integrationpol

Beitrag von noisi »

Theo hat geschrieben:Ist ja wieder mal typisch linke Politik. Man geht selbst nicht das Thema an weil man sich ja nicht Millionen von potenziellen Wählern vergraulen will und wenn irgend eine Person oder Partei das Thema angeht wird Rechtsradikaler und Populist geschrien.
Die eingewanderten und eingebürgerten Personen aus östlichen Regionen wählen wegen ihrer reliogion schon mal sicher nicht eine C-Partei. Da viele von ihnen eher weniger als mehr haben und von staatlichen Zuschüssen abhängig sind wählen sie auch kaum die FDP.
Es ist sogar das Gegenteil der Fall, gerade Türkische Einwanderer fühlen sich eher den C Parteien zugehörig, gerade aufgrund der von ihnen vertretenen, konservativen Werte, wobei das C im Parteinamen sowieso nur noch eine Farce ist. Fakt ist aber auch, dass die konservativen ihre Chancen bei dieser Gruppe mehr und mehr verspielen.

Hauptproblem ist wohl auch das viele überhaupt erst nicht wählen.

Überlege vieleicht auch mal, welche Regierung damals überhaupt erst so massiv Gastarbeiter angeworben hat. Das eigentlich Problem sind ja nicht die aktuellen Zuwanderer sondern die in der 3. Generation, zumindest diejenigen, die sich wieder neu Entfremden. Man braucht da auch nicht zu pauschalisieren. Die größte Gruppe in Deutschland ist nunmal die der Türkischstämmigen und die ist vor allem aufgrund ihre Masse schlecht integriert - wer ohne deutsch sein klar kommt braucht auch kein deutscher sein. Asiatische Einwanderer und seien es nur Gaststudenten integrieren sich bspw. nur verhältnismäßig gut, weil sie keine große Gruppe sind.

Theo hat geschrieben: Populismus: Wenn die Grünen verlangen dass sofort alle AKW's stillgelegt werden ist das doch auch populismus um an Wähler zu kommen die sich sonst für die grünen Ideen nicht so begeistern. Hier regt sich dann keiner auf.
Das Verlangen die Grünen ja aber auch nicht erst seit Gestern...
Dazu kommt das gerade dieser Punkt in der Wählerschaft Mehrheitsfähig ist. Wenn die Grünen also diesen Punkt ansprechen, ist es bei diesem Punkt völlig falsch von Populismus zu sprechen.

Theo hat geschrieben: Dann wären wir dann beim Thema " vor 1940" das bei Ausländerfragen immer gerne gebracht wird. Das kleine Männchen ist doch auch nur an die Macht gekommen weil alle anderen entweder zu blöd, zu naiv oder zu eigensinnig waren um die Probleme der damaligen Zeit zu lösen und so erst die Situation entstehen liessen.
Da hast du absolut recht, leider versteckt sich mittlerweile praktisch jede Partei vor wirklich wichtigen Fragen um der Macht willen.
Zuletzt geändert von noisi am 19.10.2010 - 23:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Pilatus
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Re: Aussagen von Horst Seehofer zur deutschen Integrationpol

Beitrag von Pilatus »

Dachstein hat geschrieben:Ich denke, hier muss differenziert werden, ob derjenige Auswandern will (Gastarbeit, o. Ä.) oder muss (Kosovokrieg, etc.). Von einem Kriegsflüchtling zu verlangen, die Sprache zu können, halte ich für doch sehr verwegen. ;)
Naja. Sagt ja niemand dass die nicht kommen sollen wenn Krieg ist. Aber wenn sie nach dem Krieg hier bleiben wollen, dann müssen sie sich auch anpassen, schliesslich gibt es dann keinen Grund mehr wieso sie nicht wieder heimgehen sollen.
skilinde hat geschrieben:Die Absurdität der Diskussion zeigt sich doch darin, dass der Ingeneurs- und Fachkräftemangel gar nicht ohne Zuwanderung ausgeglichen werden kann.
Hahahaha... Anstatt ausländische Fachkräfte anzuwerben sollte Deutschland vielleicht mal die Arbeitsbedinungen so anpassen, dass nicht mehr alle die können die Flucht ergreifen... Vermutlich hätte man dann schon einen grossen Teil des Mangels beseitigt.
skilinde hat geschrieben:Aber jetzt kommt es: Woher sollen die Zuwanderer zum Ausgleich des angesprochenen Mangels denn kommen ... also Muslime dürfen es nicht sein, Osteuropäer - oh nein die klauen ja alles, Farbige im Zweifelsfall auch nicht, Inder? - das hatten wir doch schon mal und die Chinesen lassen keinen raus, ... bleibt nicht mehr viel übrig, oder?
Naja, es ist ja nicht so dass aus der Türkei jede Menge gut ausgebildete Ärzte und Ingenieure nach Deutschland kommen, oder? ;) Nur weil es zu wenig Ingenieure gibt kann man doch nicht sagen wir brauchen mehr Türken...
skilinde hat geschrieben:... sehr attraktiv für die ausländische Elite.... müssen Fußballprofis eigentlich auch einen Integrationskurs machen ?
Naja, eine Gesellschaft hat m.E. schon das Recht zu "diskriminieren". Wieso soll man Leute nicht reinlassen die eine grössere Wertschöpfung haben als der Durschnittsbürger? Diese bringen dem Land unter dem Strich etwas.
Zudem tendieren "Oberschichts-Ausländer" kaum zu den klassischen Problemen wie Arbeitslosigkeit, Kriminalität und Integrationsunwilligkeit ;)
Dachstein hat geschrieben:Wenn alle auslandstämmigen da streiken würden, dann gute Nacht liebens Östereich und Deutschland!
Das zeugt vom allgmeinen Missverständnis dass hier herrscht: Es geht nicht um Ausländer allgemein, nur um die die dem Land nur Ärger und keinen Nutzen bringen.
Interessant. Bist du denn bereit, das höhere Gehalt im Gesundheitssystem durch höhere Beiträge zu den Sozialversicherungen zu bezahlen ?
Das ist die nächste von den Linken angerichtete Katastrophe der Neuzeit... Das Krankenkassenobligatorium wurde 1994 eingeführt. Obwohl schon damals fast die ganze Bevölkerung versichert war, sind die Kosten ab diesem Datum massiv angestiegen, die Löhne hingegen kommen kaum vom Fleck. Das ganze liegt daran, dass das Gesundheitswesen zu einem Luxus-Selbstbedienungsladen umgebaut wurde und sich jeder nehmen kann was er will. Das Gesundheitswesen wurde massiv aufgebläht (unterdessen ist sogar Komplementärmedizin enthalten, traurig, traurig), jeder Trottel springt wegen jedem Quatsch zum Arzt. Das kostenlose Gesundheitsversorgung nicht funktionniert haben wir langsam gemerkt, doch ich befürchte es dauert noch lange bis der Markt zurück kehrt. Die Selbstbehalte müssen massiv steigen, nur so gibt es wieder einen vernünftigen Konsum. Amerikanische Verhältnisse müssen es ja nicht gleich werden, aber man könnte zum Beispiel einkommensabhänige Selbstbehalte einführen. Ich wäre dafür dass man die Gesundheitskosten bis zu einer Höhe von 20% seines steuerbaren Einkommens selber bezahlen muss. So ist die Versorgung gesichert und trotzdem muss sich jeder überlegen ob ihm diese Leistung das Geld wirklich wert ist. Die Gesundheitsbrache würde endlich gesund geschrumpft (ihr könntet eure Ärzte wieder haben :P), es gäbe eine Qualitätssteigerung (mehr Konkurrenz) und es wären endlich wieder weniger "Mäuler" mit den gleichen Budgets zu stopfen.
3303 hat geschrieben:Es kann nicht sein, dass die ganzen Ärzte (um mal eine Berufsgruppe exemplarisch herauszugreifen) in D studieren, wo es gebührentechnisch oft "gratis" ist, und dann zB in die Schweiz gehen, ohne sich ander Solidargemeinschaft von Steuerzahlern, von denen sie ihre Ausbildung finanziert bekommen haben, zu beteiligen.
Naja, leider ist die Zeit in der die Schweiz profitiert hat auch langsam vorbei. Die Schweizer Hochschulen werden von Deutschen geflutet (und das tw. mit Abi-Noten, die nie zum bestehen der Schweizer Matur gereicht hätten) - die Schweiz bildet also "ihre" Deutschen immer mehr selber aus. Das auch nicht unbedingt zum Vorteil der hiesigen Studentenschaft.
noisi hat geschrieben:Dazu kommt das gerade dieser Punkt in der Wählerschaft Mehrheitsfähig ist. Wenn die Grünen also diesen Punkt ansprechen, ist es bei diesem Punkt völlig falsch von Populismus zu sprechen.
Hä? Der Sinn von Populismus ist es doch, Mehrheiten zusammen zu kriegen... :lol: Und wenn man die Mehrheit mal hat, dann ist es noch immer Populismus...
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noisi
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Re: Aussagen von Horst Seehofer zur deutschen Integrationpol

Beitrag von noisi »

Pilatus hat geschrieben:
noisi hat geschrieben:Dazu kommt das gerade dieser Punkt in der Wählerschaft Mehrheitsfähig ist. Wenn die Grünen also diesen Punkt ansprechen, ist es bei diesem Punkt völlig falsch von Populismus zu sprechen.
Hä? Der Sinn von Populismus ist es doch, Mehrheiten zusammen zu kriegen... :lol: Und wenn man die Mehrheit mal hat, dann ist es noch immer Populismus...
Du verstehst mich falsch, es geht nicht darum ob dieser Punkt populistisch ist oder nicht - er ist der Keim der Grünen Politik/Bewegung. Deshalb kann man ihnen nicht ankreiden diesen Punkt zu vertreten und eben deshalb ist er bei ihnen nicht populistisch. Wenn andere Parteien sich darauf beziehen mag das anders aussehen.
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