Schlepplifte ein Auslaufmodell

Fachforum für Seilbahntechnik: Technische Diskussionen zu Kuppelsystemen, Steuerungen, Seilrechnung und Innovationen im Seilbahnbau.
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gReXi
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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von gReXi »

Ein spannendes Thema, das ich als SL-Fan jetzt aus der Versenkung hole.
Chense hat geschrieben: 31.08.2019 - 22:47 Erstens sind die SL für viele zu unkomfortabel
In der heutigen Zeit ist es für viele eine Leistung, sich einfach nur hinzustellen und den Berg hochziehen zu lassen. 8O
Klosterwappen hat geschrieben: 28.12.2017 - 15:48 Wenn ich da an so manchen Lift denke, der endlos und steil durch den Wald fuhr, wo sich stets Panik breitmachte, ob man rausfällt, da ist mir ein Sessel schon lieber.
Genau das war der Test, ob du als Skifahrer überhaupt qualifiziert bist, die entsprechende Piste zu nutzen. Anderenfalls musstest auf den kleiner Liften üben, irgendwann einen neuen Versuch starten und hast es hoffentlich eines Tages geschafft. Bei der Aufmerksamkeitsspanne von Generation TikTok wäre es ohnehin ein großes Unterfangen, so Liftfahrten von früher erleben zu müssen. Die Aufmerksamkeit würde da ja nicht einmal mehr bis zum Ausstieg reichen... :roll:
Philipp2 hat geschrieben: 01.09.2019 - 23:28 ohne erkennbaren Grund nur mit 2,0 m/s dahinkriechen, was meiner Meinung nach einer der Hauptgründe für die nicht gerade herausragende Beliebtheit von Schleppliften ist
Sehe ich auch so. Ein technisch besonderer SL mit Kurve etc. ist gleich weniger interessant, wenn er nicht flott fährt. Eichenhof 2 in St Johann hatte die richtige Geschwindigkeit, da ging auch etwas weiter. Am Glungezer konnten sie den ehemaligen Kombilift im Winter nie volles Rohr fahren lassen, weil die meisten Skifahrer unter diesen Bedingungen zu dämlich zum Einsteigen seien. Kein Wunder, wenn man allen möglichst alle Wege so ebnet, dass jeder auf jede Piste kommt und man keinen SL mehr benötigt. Ich erinnere mich noch gut an den Paulilift, der hatte einen "Totpunkteinstieg", dazu auch ordentliches Tempo. Am Einstieg hatte ich mich immer so gefürchtet als Kind, aber nur durch Wiederholen und Wiederholen lernte ich es.
LG, gReXi

Philipp2
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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von Philipp2 »

gReXi hat geschrieben: 30.10.2024 - 18:21
Philipp2 hat geschrieben: 01.09.2019 - 23:28 ohne erkennbaren Grund nur mit 2,0 m/s dahinkriechen, was meiner Meinung nach einer der Hauptgründe für die nicht gerade herausragende Beliebtheit von Schleppliften ist
Sehe ich auch so. Ein technisch besonderer SL mit Kurve etc. ist gleich weniger interessant, wenn er nicht flott fährt. Am Glungezer konnten sie den ehemaligen Kombilift im Winter nie volles Rohr fahren lassen, weil die meisten Skifahrer unter diesen Bedingungen zu dämlich zum Einsteigen seien.
Für den 0815-Schifahrer, den technische Details nicht ansatzweise interessieren, ist das Dahinkriechen ebenso unzumutbar und er schreit daher verständlicherweise nach modernen Ersatzlösungen.
Um schnell zu fahren, braucht es genau drei Dinge: fähiges Personal, ordentlich gerichtete Ein-und Ausstiegsbereiche und perfekt servicierte Schleppvorrichtungen. Die Fähigkeiten des Liftbenutzers selbst sind in 95% der Fälle völlig irrelevant für die Betriebsabwicklung, meistens scheiterts an den drei erstgenannten Faktoren. Auf der Gerlitzen z.B. hat man sich dem Problem angenommen und kann jetzt an den zwei großen Schleppliften - man glaubt es kaum - auch mit den unfähigsten Touristen fast durchgehend vmax fahren. Überraschender Nebeneffekt: die Beförderungszahlen und Wiederholungsfahrten steigen.
Ad Waldschneisen noch: Nach Rechtsspechung im Bezug auf das EKHG hafte ich als Betreiber für absolut alles, was auf und neben meinen vereisten Schleppspuren im Wald so passiert. Von daher wundert mich es auch nicht, dass man sich dieses Risikos entledigen will.
Chense hat geschrieben: 02.09.2019 - 12:20 und der sogenannte Maschinistenkurs ist zmd. in Österreich ein schlechter Witz in dem man lernt 3 Knöpfe in der richtigen Reihenfolge zu drücken nicht mehr und nicht weniger.
Vielerorts sitzen auch gar keine Maschinisten mehr an den weniger wichtigen Schlepp- und Sesselliften, weil man sich die paar Leute, die die Prüfung schaffen, für die Hauptanlagen zusammenspart... :tot:
Für die Richtigkeit der in diesem Beitrag enthaltenen Informationen wird nicht garantiert. Zitieren auf eigene Gefahr.
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gReXi
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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von gReXi »

Philipp2 hat geschrieben: 31.10.2024 - 11:47 ordentlich gerichtete Ein-und Ausstiegsbereiche und perfekt servicierte Schleppvorrichtungen
Also kein Totpunktausstieg? Der spart doch Platz, würde allerdings die meisten modernen Skifahrer überfordern. :wink:
Philipp2 hat geschrieben: 31.10.2024 - 11:47 Auf der Gerlitzen z.B. hat man sich dem Problem angenommen und kann jetzt an den zwei großen Schleppliften - man glaubt es kaum - auch mit den unfähigsten Touristen fast durchgehend vmax fahren
Dann war ich ja glatt 10 Jahre zu früh mit meinen Videos. Könnte mich nicht erinnern, dass der Pacheinerlift damals auf Vollgas lief, Birkenhof noch eher. Sehr erfreulich dennoch für die SL-Bilanz in Kärnten, dass so etwas in 2024 noch behauptet werden kann.
Philipp2 hat geschrieben: 31.10.2024 - 11:47 Ad Waldschneisen noch: Nach Rechtsspechung im Bezug auf das EKHG hafte ich als Betreiber für absolut alles, was auf und neben meinen vereisten Schleppspuren im Wald so passiert.
War das früher nicht so? Würde mich sehr wundern. Damals hatte man jedoch beim Trassieren gefühlt alle Freiheiten der Welt, wo heute kein Lift mehr genehmigt werden würde.
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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von Nocki »

Ich bekenne mich auch als SL-Fan. ;)
Manchmal ist nicht nur das Skifahren, sondern auch das Liftfahren im SL ein Erlebnis. Ein Beispiel hierzu ist der SL Brunnenkogel im Pitztal: Mittlerweile fährt man im unteren Teil direkt an meterhohen Felsen vorbei und durch eine für einen SL sehr untypische Landschaft. Mit einer (K)SB würde man da m.E. eher drüberschweben und die Landschaft nicht so "direkt" erleben. Auch andernorts sorgen SL für ein besondereres Bergerlebnis, teilweise auch durch eine niedrigere Förderleistung oder Selektierung der Skifahrer, die später auf der Piste sind. Ich sehe SLs auch noch nicht ganz sicher als Auslaufmodell. Denn gerade in den aktuellen Zeiten, in denen Skifahren immer teurer wird, könnten SL ja m.E. durch geringere Kosten punkten. Wenn es nun Skigebiete gibt, die fast reine Schlepperskigebiete mit gutem Pistenangebot sind und das auch preislich an ihre Kunden weitergeben, kann ich mir durchaus vorstellen, dass diese auch erfolgreich sein können. Diese könnten ja bei bestimmten Trassierungen, die nicht SL- geeignet sind, noch immer auf kuppelbare Bahnen zurückgreifen. Denn kuppelbare Bahnen sehe ich ein wenig wie Sportwagen: Sie haben viel Luxus (-> man kann sitzen, wird gewärmt, hat teilweise eine Haube), können zwar schnell fahren, tun es aber selten und es gibt deutlich günstigere, aber weniger komfortable Alternativen (->SL).
Etwas nerven tut mich aber, dass es mittlerweile in manchen Ländern Gesetze gibt, die die Steilheit neuer SL auf z.B. 60% limitieren. Bisher ist mein maximal steilster Lift der SL Blais Gronda, der steiler als diese Marke ist, mir aber ehrlich gesagt nicht so schlimm vorkam. Solche Regelungen schränken die Möglichkeiten von SLs natürlich ein...
Viele Grüße vom DM-und Girak-fan :ja: :wink:
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ATV
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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von ATV »

gReXi hat geschrieben: 30.10.2024 - 18:21 Genau das war der Test, ob du als Skifahrer überhaupt qualifiziert bist, die entsprechende Piste zu nutzen. Anderenfalls musstest auf den kleiner Liften üben, irgendwann einen neuen Versuch starten und hast es hoffentlich eines Tages geschafft. Bei der Aufmerksamkeitsspanne von Generation TikTok wäre es ohnehin ein großes Unterfangen, so Liftfahrten von früher erleben zu müssen. Die Aufmerksamkeit würde da ja nicht einmal mehr bis zum Ausstieg reichen... :roll:
Klingt nach einem ziemlich grindlastigen RPG ;-)

Mal kurz auf das Thema Fahrgeschwindigkeit einzugehen.

Schlepplifte wurden bis Anfangs der 90er Jahre aus kostengründen fast ausschleisslich mit Schleiffringanker Antrieben ausgerüstet.

Die Drehzahlregelung bei einem Schleifringankermotor (auch als "Wickelrotor-Asynchronmotor" bekannt) erfolgt typischerweise durch den Einsatz eines variablen Widerstands im Rotorstromkreis. Diese Art von Motor hat einen Schleifringrotor, der durch Schleifringe und Kohlebürsten mit externen Widerständen verbunden ist. Diese externe Widerstandsschaltung erlaubt es, die Drehzahl und das Anlaufmoment zu beeinflussen. Hier ist, wie der Prozess funktioniert:

Anlauf: Beim Starten des Motors werden zusätzliche Widerstände in den Rotorstromkreis eingefügt. Diese erhöhen den Rotorwiderstand, wodurch das Anlaufmoment steigt und gleichzeitig der Anlaufstrom reduziert wird. Das ist besonders nützlich, um hohe Lasten ohne hohe Ströme zu starten.

Drehzahlregelung: Sobald der Motor läuft, kann die Drehzahl durch das Variieren des externen Widerstands im Rotorstromkreis reguliert werden. Wenn der Widerstand erhöht wird, verlangsamt sich der Motor, weil der Rotorstrom sinkt und das Drehmoment begrenzt wird. Je niedriger der Widerstand, desto höher die Drehzahl, bis der Widerstand komplett entfernt ist und der Motor seine Nenn-Drehzahl erreicht.

Drehmoment und Verlustleistung: Der zusätzliche Widerstand erhöht die Verlustleistung, da der Rotor nun mehr Wärme erzeugt. Diese Art der Drehzahlregelung ist deshalb ineffizient und wird nur für bestimmte Anwendungen genutzt, bei denen der Drehzahlbereich nicht stark variieren muss oder die Belastung nicht konstant ist.

Kurzschließen der Widerstände: Bei Erreichen der gewünschten Drehzahl (meistens bei Nennbetrieb) werden die externen Widerstände üblicherweise kurzgeschlossen, und der Motor läuft als normaler Käfigläufer-Asynchronmotor mit stabilisierter Drehzahl weiter.

Die Schleifringankermotoren mit dieser Drehzahlregelung wurden häufig in Anwendungen mit hohen Anlaufmomenten oder variablem Drehzahlbedarf verwendet
Dieses Verfahren ist jedoch energieineffizient, und daher sind Schleifringankermotoren heute meist nur in spezifischen Anwendungen im Einsatz.

Der grösste Nachteil ist aber:
Wenn die Drehzahl eines Schleifringankermotors über einen längeren Zeitraum durch den Einsatz von Widerständen im Rotorstromkreis reduziert wird, hat dies einige Effekte, vor allem auf die Widerstände und die Motorleistung:
Erhöhte Verlustwärme: Die eingefügten Widerstände im Rotorstromkreis erzeugen erhebliche Wärme, da die elektrische Energie in diesen Widerständen in Wärme umgewandelt wird. Wenn die Drehzahl lange niedrig gehalten wird, wird auch über einen längeren Zeitraum Wärme produziert, was die Widerstände stark belastet. Ohne eine geeignete Kühlung (Die es bei den billigen Schleppern nie gab) können die Widerstände überhitzen und möglicherweise Schaden nehmen.
So sieht das aus.
Bild
Und ratet mal wieso das dass oben so schön braun ist. ;-)

Kurz gesagt. Die Schlepplifte können gar nicht über längere Zeit langsamer fahren.
Bei grösseren Modellen gab es Schaltgetriebe bei welchen die V max umgeschaltet werden konnten, meist mit kleinerer Übersetzung für die Revsision. Teilweise sogar mit einem zweiten schwächeren Motor für Revisionsfahrten.

Übrigends gab es sogar viele günstige EUB welche solche Antriebe besassen. Beispiel Mülller EUB's. Da war es wegen den Beschleunigern durch schiefe Ebene sowieso egal da die Bahn immer V-Max fahren musste.

Mit dem Einsatz von günstiger werdenden Leistungselektronik und dem aufkommen von Frequenzumrichtern wurden auch die Schlepplifte damit ausgerüstet.
Zuerst setzt man noch auf sogenannte Softstarter.
Ein Softstarter begrenzt den Einschaltstrom und die Spannung beim Anlaufen des Motors. Er arbeitet mit Halbleiterbauteilen wie Thyristoren oder Triacs, die die Spannung nach und nach erhöhen. Dadurch läuft der Motor sanfter und langsamer an, ohne plötzliche Stromspitzen zu verursachen. Das hat einige entscheidende Vorteile: Zum einen wird die Belastung für das Stromnetz reduziert, was Spannungseinbrüche bei größeren Motoren verhindern kann. Zum anderen schützt der sanfte Anlauf die mechanischen Komponenten, wie zum Beispiel Getriebe und Lager, vor abrupten Belastungen. Auch die Lebensdauer des Motors und der verbundenen Maschinen wird dadurch verlängert, da weniger Beanspruchung im Startprozess entsteht.

Der Startvorgang mit einem Softstarter läuft folgendermaßen ab: Nach dem Startsignal wird die Ausgangsspannung in einer sogenannten Spannungsrampe schrittweise erhöht. Der Motor gewinnt so langsam an Geschwindigkeit. Wenn die gewünschte Geschwindigkeit erreicht ist, stellt der Softstarter die volle Netzspannung zur Verfügung, und der Motor läuft normal weiter. In dieser Phase schaltet der Softstarter entweder in einen Bypass-Modus oder wird inaktiv, damit der Motor mit voller Netzspannung betrieben wird.

Hier ein Beispiel eines Skilift mit Softstarter:
https://youtu.be/E_7tDNpLqY0?t=11

Aber auch damit konnte der Skilift nur beschränkt unter Vmax laufen.

Seit dem Jahr 2000 sind alle neuen Skilifte mit günstigen meist 2Q Frequenzumrichtern (Skilifte haben meist keine Generatorische Last) ausgerüstet. Und seither gibts auch die Schleicher Skilifte.
Beispiel hier:
https://www.youtube.com/watch?v=B84bAgD_OsU

Man erkennt diese am charakteristischen sirren des Antriebsmotores.

Klar gab es auch früher Ausnahmelifte welche mit Thyristor oder Ward Leonard angetrieben wurden, das waren aber absolute Ausnahmen. Vor allem Kombilifte mussten fast zwangsläufig einen regelbaren Antrieb besitzen.

Sorry für den technikhistorischen Ausschweif, nur weil hier immer wieder geschrieben wird, früher war allen schneller.
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.
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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von gReXi »

Nocki hat geschrieben: 31.10.2024 - 15:53 Etwas nerven tut mich aber, dass es mittlerweile in manchen Ländern Gesetze gibt, die die Steilheit neuer SL auf z.B. 60% limitieren.
Same. Ein Fahrenberglift am Herzogstand ist für mich steil, ein Reidl3 in Annaberg war es auch. Wenn es Übungsmöglichkeiten gibt, spielt man sich eines Tages auch mit solchen Anlagen. Nimmt man aber auch alle Übungsmöglichkeiten weg, würde so ein steiler SL im Fall der Fälle vielen Leuten den Skitag zerstören. Ich selbst bin nicht nur nur 2x hingefallen oder mir rutschte bei einem leichten Gefälle der Bügel hinter dem Po weg und ich stand auf einmal hilflos da. Nur so lernst es.
Nocki hat geschrieben: 31.10.2024 - 15:53 Diese könnten ja bei bestimmten Trassierungen, die nicht SL- geeignet sind, noch immer auf kuppelbare Bahnen zurückgreifen
Genau. Wie unter dem Gedanken heute manch Skigebiet aussehen würde.
ATV hat geschrieben: 31.10.2024 - 16:17 Seit dem Jahr 2000 sind alle neuen Skilifte mit günstigen meist 2Q Frequenzumrichtern
Oja, die berühmten FUs. In Aflenz an den neuen Schönleitenliften vermutlich auch der Grund für das gemächliche Tempo, was eher zu einem Übungslift passt.

Ihr könnt euch die Schlepplifte Sunshine I und II am Kreischberg geben, um sie im Anschluss mit einer 4SB zu vergleichen. Dieser Doppel-SL outperformt jeden 4CLF.
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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von Bocky »

Als Abwechslung ist so ein Schlepplift mal nicht schlecht.
Wenn überall nur noch die gleichen top modernen 8er Sessel stehen, wäre es schon irgendwie eintönig.
Manche Schlepplifte sind aufgrund der Steigung oder weil man alleine fährt eher kräftezerrend.
Und oft möchte man sich ja während der Liftfahrt erholen und Kräfte tanken für den nächsten Kanteneinsatz.

Was ich immer gerne mache und als kleinen Vorteil im Vergleich zum Sessel sehe: Den Bügel solange wie möglich beim Ausstieg mitnehmen um Schwung zu holen / sich rauskatapultieren zu lassen.
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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von gReXi »

Bocky hat geschrieben: 31.10.2024 - 19:47 Und oft möchte man sich ja während der Liftfahrt erholen und Kräfte tanken für den nächsten Kanteneinsatz.
Warst du schon einmal an den Buronliften? Dort war ich nach 2 Fahrten mit dem oberen Lift platt. Wäre interessant, ob dort jemand schon mehr als 3 Wiederholungsfahrten ohne Pause schaffte. :D Damals fuhr ich zur aktiven Regeneration einmal mit der unteren Sektion und dann nochmals hoch auf die Blässe.
Bocky hat geschrieben: 31.10.2024 - 19:47 Den Bügel solange wie möglich beim Ausstieg mitnehmen um Schwung zu holen / sich rauskatapultieren zu lassen.
Oh ja, das habe ich als Kind beim Reidl3 in Annaberg immer gemacht. Zur Piste rechts vom Lift musste man immer ein paar Schritte aufsteigen. Je besser du ausgestiegen bist, umso weniger musstest danach zur Piste schieben. Bei der linken Abfahrt konnte man direkt mit dem Schwung des Lifts fließend in die Abfahrt übergehen. Damals der Vorteil, dass halt idR nur Könner dort oben waren und von überfüllten Pisten nicht gesprochen werden konnte.
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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von stephezapo »

Es geht ja nicht nur ums "Feeling", sondern auch um die Kosten, die im Endeffekt den Gästen umgehängt werden. Der Trend zu großen KSB/EUB mit Sitzheizung treibt dies eben ordentlich an.
Warum nicht den Zwischenweg einer fixen SB gehen? Die schaffen mit Förderband auch ihre 2.6-2.8m/s, höhere Förderleistung, haben einem bequemen Einstieg und kein "Rausfall-Risiko" auf der Strecke wie ein SL, und sie sind weitaus kostengünstiger als ihre großen Geschwister. Und sie sind genauso terrain-unabhängig wie andere EUBs. Entweder hat man Glück mit dem Terrain, oder der SL muss Pistenfläche wegnehmen.

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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von gipfelstürmer1 »

stephezapo hat geschrieben: 21.11.2024 - 12:34 Warum nicht den Zwischenweg einer fixen SB gehen? Die schaffen mit Förderband auch ihre 2.6-2.8m/s, höhere Förderleistung, haben einem bequemen Einstieg und kein "Rausfall-Risiko" auf der Strecke wie ein SL, und sie sind weitaus kostengünstiger als ihre großen Geschwister. Und sie sind genauso terrain-unabhängig wie andere EUBs. Entweder hat man Glück mit dem Terrain, oder der SL muss Pistenfläche wegnehmen.
Gerade dahingehend finde ich die größeren Gebiete in Frankreich super, dort wird zwar in der selben Frequenz wie in AT/IT/CH in Neuanlagen investiert, bei den Sesselbahnen aber oft auf teure Garagierungshallen, Wetterschutzhauben, etc. verzichtet. Dafür aber meist kuppelbar, spiegelt sich in den Ticketpreisen.
CLFs als Wiederholungsanlagen finde ich furchtbar ab 500m, und in der Praxis fährt auch kaum eine CLF mit voller Geschwindigkeit trotz Förderband, das packen zu viele Gäste heutzutage nicht mehr am Ausstieg...
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