Glacier 3000 kommt nicht zur Ruhe

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.
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TPD
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Beitrag von TPD »

Glacier 3000 vor Konkurs gerettet

Die Betriebsgesellschaft des Skigebietes auf dem Diablerets-Gletscher, Glacier 3000, steht vor der Rettung. Ausstehend ist nur noch die Einwilligung der Gläubiger dritter Klasse. Die Verhandlungen müssen bis zum 28. September abgeschlossen werden.

Wir haben die Einwilligung der Pfandgläubiger erhalten», sagte der Liquidator der Betriebsgesellschaft, Jean-Pierre Steiner, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Damit fehle nur noch die Einwilligung der Drittklassgläubiger.

Falls sie nicht zustimmen, kommt es am 28. September zur Zwangsversteigerung der Anlagen beim Col du Pillon. Zur Konkursmasse gehört auch das vom Architekten Mario Botta entworfene Bergrestaurant beim Diablerets-Gletscher.

«Wir haben dieses Datum gewählt, damit die Wintersaison gesichert werden kann», sagte Steiner weiter. Dass die Anlagen an den Meistbietenden verkauft würden, sei aber nicht wünschbar.

Die Gondelbahnen und das Restaurant waren - trotz Konkurs - auch diesen Sommer in Betrieb. Die Gemeinden der Region sowie eine grosse Bank hatten die nötigen Gelder eingeschossen. Die 25 Angestellten, die beim Konkurs im April ihre Arbeit verloren hatten, hoffen, vom neuen Betreiber übernommen zu werden.
Quelle: espace.ch 02.09.05 14:52
https://www.skichablais.net, seit 20 Jahren über Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.

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Chasseral
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Beitrag von Chasseral »

Hört sich gut an. Hoffen wir mal!
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TPD
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Beitrag von TPD »

Kriselndes Skigebiet Glacier 3000 gerettet
Ski-Fans können ihrem Hobby auch künftig auf dem Diablerets-Gletscher frönen: Die Gstaad 3000 AG hat die Aktiven der Betriebsgesellschaft des Skigebiets Les Diablerets, Glacier 3000, für rund 5 Millionen Franken übernommen.

Die rund 30 Angestellten werden weiter beschäftigt, sagte Konkursverwalter Jean-Claude Steiner auf Anfrage. Zudem werde das Personal für die Anfang Oktober beginnende Wintersaison verstärkt. Die Übernahme wurde am vergangenen Montag vereinbart.

Aktionäre der Gstaad 3000 AG sind Formel-1-Chef Bernie Ecclestone, Immobilienmakler und Event Organisator Marcel Bach sowie der französische Unternehmer Jean-Claude Mimran. Alle drei seien eng mit der Region verbunden, heisst es in einer Mitteilung der Gesellschaft. Bach ist bis auf weiteres Verwaltungsratspräsident.

Die neue Gesellschaft wolle erheblich investieren, um die Bedeutung des Gebietes und das Angebot für Sommer- und Wintersport zu erhöhen. In den kommenden zwei bis drei Jahren sollten rund 12 bis 13 Millionen Franken investiert werden, sagte Steiner.
Quelle: espace.ch 23.09.05 17:39
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b12
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Beitrag von b12 »

In den kommenden zwei bis drei Jahren sollten rund 12 bis 13 Millionen Franken investiert werden, sagte Steiner.
:o

schneekanonen und spreichersee auf der gletscher? :wink:
10. /17 märz LAAX
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Schwoab
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Beitrag von Schwoab »

Hoffentlich geht das gut, habe die Befürchtung, dass sich die neue Gesellschaft gleich wieder übernimmt!
kaldini
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Beitrag von kaldini »

Wenn der Gletscher ganz weggetaut ist könnens ja da oben eine neue Formel 1 Strecke bauen! Dann ist die Bahn auch 1x pro Jahr voll ausgelastet :wink:
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TPD
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Beitrag von TPD »

b12 hat geschrieben:
In den kommenden zwei bis drei Jahren sollten rund 12 bis 13 Millionen Franken investiert werden, sagte Steiner.
:o

schneekanonen und spreichersee auf der gletscher? :wink:
Ich will jetzt nicht den ganzen Artikel aus der Tageszeitung "Der Bund" ins Forum stellen, da das meiste schon oben steht.
Aber die 12 Mio CHF werden nur für die Fertigstellung der bestehenden Bauten und für den Aufbau eines professionellen Marketings benötigt.
Aber das Geld wird nur investiert, falls es die wirtschaftliche Situation erlaubt.
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TPD
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Beitrag von TPD »

19 Millionen Franken aus Liebe
Gestern gab der Gstaader Immobilier Marcel Bach im Botta-Restaurant auf 3000 Metern über Meer bekannt, dass er, Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und Jean-Claude Mimran die Gletscherbahnen übernommen haben.
Das grosse Spekulieren um die Zukunft des Gletscherskigebietes Glacier 3000 SA dauerte vom 28. April bis gestern um elf Uhr.


Ende April musste Glacier 3000 SA die Bilanz deponieren. Gestern trat der Gstaader Immobilier Marcel Bach im Botta-Restaurant auf 3000 Metern über Meer vor die Medien und informierte schnörkellos.


Angestellte bleiben vorerst


«Die beiden Gstaader Gäste Bernie Ecclestone und Jean-Claude Mimran und ich haben die Aktiven von Glacier 3000 SA übernommen», sagte Marcel Bach. Man wolle mit den Nachbarregionen Les Diablerets und Saanenland zusammenarbeiten. «Der Betrieb läuft mit den bisherigen Angestellten bis nächsten Mai unverändert weiter», erklärte Bach. Zu den Finanzen sagte er: «In den nächsten drei bis fünf Jahren werden wir 13 Millionen Franken investieren.» Die Basisinvestitionen – damit meinte Bach die 84 Millionen für die Erneuerungen der Bahnanlagen und der Bergstation ZENSIERT Rouge mit Botta-Restaurant – seien sehr gut gewesen.


Pisten und Umgebung


Nun gehe es darum, die Umgebung zu gestalten, Attraktionen anzubieten und die Pisten zu verbessern. Aber auch darum, die Combe d’Audon zu beschneien und ein Marketingkonzept zu erarbeiten.


Warum bezahlen drei gut betuchte Männer 6 Millionen Franken für eine konkursite Bergbahngesellschaft und investieren zudem 13 Millionen Franken? «Wir handeln aus Liebe zur Region und glauben an die Zukunft des Gletscherskigebietes», führte Marcel Bach stellvertretend für Ecclestone und Mimran – beide waren nicht anwesend – aus. Bach rechnet, in fünf bis zehn Jahren die Bahnen kostendeckend betreiben zu können.


Kein Verlust ist ein Erfolg


«Keine Verluste einzufahren ist bereits ein Erfolg. Dies scheint möglich, weil wir kein Fremdkapital haben.» Wie die Anteile der Gstaad 3000 SA unter den Verwaltungsräten aufgeteilt sind, erklärte Verwaltungsratspräsident Bach nicht. Gemäss den neuen Eigentümern wird die Bahn fast ganzjährig geöffnet sein. Einzig im Monat Mai würden Revisionsarbeiten ausgeführt.


Auch die Kabinenbahn Reusch–Oldenalp soll vorerst wieder betrieben werden. «Glacier 3000 ist für das Waadtland und das westliche Berner Oberland sehr wichtig. Wir werden mit beiden Tourismusregionen intensiv zusammenarbeiten, bleiben aber klar unabhängig. Es gibt auch keine Fusion mit einer anderen Bergbahnunternehmung», betonte Bach auf eine entsprechende Frage.


Gelder von der Gemeinde


Beziehen möchte man lediglich noch die Gelder von der Gemeinde Saanen, die diese einst für die Beschneiung des Skigebietes Oldenalp gesprochen hatte. Der Gemeinderat habe bereits sein Einverständnis signalisiert, erklärte Marcel Bach.


Ruth Oehrli
Quelle: Berner Zeitung 24.09.05
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Beitrag von BlauschneeSäntisälbler »

Ein Grund für die mangelnde Besucherzahl in dem Gebiet ist nicht nur in der mangelnden Infrastrkutur zu suchen (a la Österreich), sondern es liegt auch am Wetter.

Auch bei blauem Himmel also schönem Wetter hat es dort oft viel Wind (nahezu Sturm) und das macht null Spaß. Kann das jemand bestätigen?

Das Gebiet an sich ist eigentlich genial!

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Downhill
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Beitrag von Downhill »

...hat das doch mal einen Vorteil, daß soviele Promis in der Schweiz wohnen. :mrgreen:

Bin schon gespannt wie das weitergeht. "Hobby-Skifahrer Michael Schumacher kauft Les Portes du Soleil - Investitionen von 100 Mio. Euro in den nächsten 5 Jahren sind geplant" :wink:
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switzerland
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Beitrag von switzerland »

An sich sind alle anlagen top modern, und wenn das wetter stimmt ist das ganze auch voll ausgelastet. Das problem ist natürlich das wetter. hab irgendwo gelesen das es wie auf einem 4tausender windet weil es die erste richtige Berg der Alpen ist.

Aber voll geil. Und da die neuen besitzer portemonaies haben gibt es in zukunft vielleicht auch einen modernen ersatz für die lifte aufm gletscher.
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Chasseral
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Beitrag von Chasseral »

switzerland hat geschrieben:... Und da die neuen besitzer portemonaies haben gibt es in zukunft vielleicht auch ...
Das sagt normalerweise überhaupt nichts. Zumal noch hohe Abschreibungen für die jüngsten Investitionen laufen.
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