Drei Zinnen 2022/23

bis 01.09.2023
Magnolia
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Re: Drei Zinnen 2022/23

Beitrag von Magnolia »

Bin heute vom Kronplatz über Percha mit dem Pustertal-Express ins Skigebiet Drei Zinnen gefahren. Die winterliche Kulisse nahm mit jedem Kilometer zu, in Vierschach sah es tatsächlich ziemlich jahreszeitgemäß aus. Mit der Gondel gings hoch zum Helm, dann erstmal die schwarze Talabfahrt runter, ziemlich gute Verhältnisse. Danach einmal die Runde durchs Gebiet: Hasenköpfl (hatte ab dem frühen Nachmittag einen technischen Defekt und war zumindest zeitweise gesperrt), dann weiter über Helmjet (echte Bereicherung im Vergleich zur bisherigen Pendelbahn) und Stiergarten-8EUB die Piste der 8EUB Drei Zinnen runter. Die fand ich mit am schwächsten, tatsächlich war sie auch gut frequentiert. Hoch zur Signaue und weiter runter Richtung Moos. Leider war Holzriese 2 gesperrt und man musste die Umfahrung nutzen. Eigentlich fand ich alle Pisten heute ziemlich, ziemlich gut, ab dem Nachmittag musste man ganz unten auf dem letzten Hang Richtung Vierschach ein paar kleinere Abstriche machen und der Schnee wurde leicht sulzig.
Ich war schon öfter im Gebiet unterwegs, vor 7-8 Jahren kannte das gefühlt noch niemand, das scheint sich mittlerweile geändert zu haben - und auch zurecht. Es war zumindest heute mehr los als gestern am Kronplatz, die Sonne lockte aber auch im Vergleich zu gestern.
Wer gegenwärtig auf der Suche nach einem Gebiet mit langen, schönen Abfahrten ist, das auch ausreichend (nicht übermäßig, aber immerhin ausreichend!) Schnee auf den Pisten und drumrum bereithält, sollte über einen Besuch bei den Drei Zinnen nachdenken.

Locke
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Re: Drei Zinnen 2022/23

Beitrag von Locke »

Lagebericht aus dem Skigebiet 3Zinnen

Ich war von Sonntag, 15.1. bis Freitag, 20.1.23
vor Ort.
Sexten zeigt sich mittlerweile ordentlich verschneit.
Bei der staufreien Anreise am Sonntag über Innsbruck, Brenner, Sterzing, Pustertal sah es nicht gerade winterlich aus.
Kronplatz unten -außer den Abfahrten- alles ziemlich grün.
Nähe Toblach, dann Innichen und kurz darauf in Sexten änderte sich das Bild, wobei die Südhänge neben den Pisten auch erst einmal keinen Schnee aufwiesen.

Sonntag Nachmittag begann es dann gleich einmal bis in die Morgenstunden zu schneien.
Der Montag zeigte sich mal bedeckt, mal etwas freundlicher mit einzelnen Schneeschauern tagsüber. Und dann begann das gleiche Spiel wie am Vortag.
Am späten Nachmittag fing es wieder zu schneien an.
Dienstag dann rieselte es fast den ganzen Tag über ziemlich ergiebig.
Mittwoch war definitiv der beste Tag mit Sonne, Wolkenmix ohne Schneefall, (allerdings stampfte ich da beim Wandern durchs wunderschöne Innerfeldtal bis zur Dreischusterhütte und wieder zurück durch tiefen Schnee) was sich am Donnerstag erneut änderte. Ab Mittag begann es wieder zu flocken…
Und so verwandelte sich die Landschaft jeden Tag mehr ringsherum in einen weißen Traum.

Wir fahren seit Jahren immer um die gleiche Zeit, aber so wenig Sonne sah ich dort eigentlich noch nie.
Hat mir nicht viel ausgemacht, denn ich war von den tief winterlichen Verhältnissen durchaus begeistert und konnte mich kaum satt sehen.
Man sollte tatsächlich den benötigten Schneefall durchaus auch genießen, wobei ich jetzt eh mehr die Genuss-Skifahrerin bin und nicht von 8.30 Uhr bis Betriebsende permanent (durch)fahren muss und gerne mal für einen Tag Pause mache um z. B. Winterwanderungen einzulegen. (so wie diesmal auch)

Leider war ich mit den Pistenverhältnissen -trotz guter Schneelage- nicht immer und überall völlig zufrieden. (Es gab jedoch eine rühmliche Ausnahme. Dazu später mehr)
Aufgrund des Dauerfrostes wurde zum vorhandenen frischen Pulverschnee weiter ordentlich auf Vorrat beschneit.
Teilweise auch noch tagsüber, so dass sich neben dem nächtlichen gefallenen Neuschnee üppige Kunstschneehaufen auf den Pisten befanden.
Leider verband sich das Ganze auch wegen des Untergrundes und der Kälte nicht wirklich vernünftig.
Das bedeutete, dass auf einigen Pisten schnell der viele lose Schnee zur Seite geschoben und der Untergrund sehr hart und ruppig wurde.
„Paradebeispiel“ die Drei-Zinnen-Piste.
Aber das ist Jammern auf hohem Niveau…wenn man jedoch weiß, welch gute Pistenverhältnisse die Jahre zuvor herrschten, dann wird man -auf gut bayrisch- gschleckert.
Aber ich -als bekennender Sulzfan- (darum geht es Ende März nochmals in den Skiurlaub) fuhr halt dann öfters die Pisten, die nach meinem Geschmack griffiger und weicher waren.
Es gab dafür keine einzige apere Stelle, alles weiß wohin das Auge reicht und bei 3 Skitagen begegnete mir auch kein einziger Stein auf der Piste.
Auch gestaltete sich die Bodensicht meist ordentlich, so dass man beim Fahren eher selten beeinträchtigt war. Sogar bei Schneefall.
Geöffnet war im Sextner Skigebiet soweit alles.
In Padola weiß ich es nicht, denn dort war ich diesmal nicht.
Überaus positiv in der sogenannten Nebensaison: Keinerlei Wartezeiten an den Liftanlagen.
Ich kam hin und konnte nahezu überall sofort einsteigen. Es waren in ganz seltenen Fällen mal 4 oder 5 Leute vor einem.
Aber das schlechte Wetter animierte Viele, nicht allzu lange zu fahren und sich lieber in den Hütten oder Hotelsaunen aufzuhalten.

Das es auch anders und besser geht, bewies das kleine, schnuckelige Skigebiet von Innichen, dem Haunold mit seiner eigentlich eher geringen Höhenlage von ca. 1.100 m bis 1.600 m.
Dorthin fuhr ich am Dienstag mit dem Skibus (dauert knapp von Vierschach oder Sexten rund 12 Minuten) und war ca. um 11.00 Uhr dort.
Was soll ich schreiben?
Es war trotz Schneefalls einer der besten und schönsten Skitage in den letzten Jahren.
Grund: Man hatte den ganzen Tag über, aber insbesondere ab 14.00 Uhr fast ein Privat-Skigebiet mit traumhaften Pistenverhältnissen, so dass ich es fast bedauerte als ich um 16.15 Uhr den letzten Sessellift nochmals final nach oben nahm.
Jede Piste mit einer butterweichen, ca. 2-5 Zentimeter Pulverschneeauflage, die aufgrund des Schneefalls im Laufe des Tages noch weitere zunahm.
Aber aufgrund der wenigen Fahrer kam es zu keinerlei nennenswerten Haufenbildungen und man konnte je nach Lust und Laune die ganze Breite der Piste zum Carven nutzen.
Man fand am Nachmittag sogar noch an den Seiten oder bei bestimmten Pisten nicht zerfahrene Stellen, wo man entweder im frischen Pulverschnee oder jungfräulichen Pistenraupenspuren seine Schwünge ziehen konnte.
Wenn man solche Pistenverhältnissen mit nur ein paar Dutzend Skifahrer im gesamte Skigebiet, das immerhin rund 20 Kilometer Pisten aufweist, darf man sich wirklich glücklich schätzen und kann beim Fahren eigentlich nur laut jubeln, was ich tatsächlich auch mal tat. 😁

Die meisten Gäste stammten entweder aus Italien und Slowenien, deren Lieblingsgetränk auf den Hütten mit Abstand der Bombardino war. :D
Des Weiteren kamen nicht gerade wenige aus Polen, Ungarn, Slowakei, Tschechien.
Deutsche waren natürlich auch vertreten, (überwiegend aus Bayern oder BaWü) aber ausnahmsweise mal nicht als Hauptgruppe.
Paar Österreicher konnte man auch ausmachen.
Aber so gut wie keine Schweizer oder gar Holländer.

Alles in Allem war es wieder ein wundervoller Aufenthalt in Sexten-Moos.
Wer geruhsame Winteridylle (man kann ja dort auch hervorragend Langlaufen, Rodeln, Winterwandern oder schöne Ausflüge in der Umgebung tätigen) ohne Remmidemmi schätzt, der ist hier bestens aufgehoben.
Allerdings wundert es mich, dass man auf der Website den Schneebericht nicht regelmäßig aktualisiert und pflegt.
Bedeutet doch auch Werbung.
Dort stehen immer noch 55 Zentimeter am Berg, wie in Weihnachten herum und Angaben zum letzten Schneefall fehlen ganz.
Also in den 5 Tagen Aufenthalt hat es bestimmt gute 20-25 Zentimeter Neuschnee gegeben.

Mit vielen Fotos kann ich leider nicht dienen.
Insbesondere nicht vom Skigebiet.
Ich mag nicht ständig meine warmen Handschuhe ausziehen um zu knipsen. 😉
Aber ein paar Impressionen lasse ich euch gerne
da.
Dateianhänge
Blick vom Hotelbalkon
Blick vom Hotelbalkon
Signaue mit Dreizinnenpiste
Signaue mit Dreizinnenpiste
Einkehr Hennstoll
Einkehr Hennstoll
Bruggerlift - Verbindung zum Helmjet
Bruggerlift - Verbindung zum Helmjet
Impressionen Innerfeldtal
Impressionen Innerfeldtal
Ist das nicht traumhaft schön?
Ist das nicht traumhaft schön?
Dreischusterhütte
Dreischusterhütte
Dreischusterspitze
Dreischusterspitze
Talstation Haunold
Talstation Haunold
Gemütlich-warme Riese Haunoldhütte
Gemütlich-warme Riese Haunoldhütte
Hilfe, wo sind all die Menschen? Rote Piste mit Blick aufs verschneite Innichen
Hilfe, wo sind all die Menschen? Rote Piste mit Blick aufs verschneite Innichen
Blick ins Fischleintal
Blick ins Fischleintal
Abendliche Stimmung mit TeilBlick auf Sextner Sonnenuhr
Abendliche Stimmung mit TeilBlick auf Sextner Sonnenuhr
So sollte Winter immer sein
So sollte Winter immer sein
Zuletzt geändert von Locke am 22.01.2023 - 06:20, insgesamt 1-mal geändert.
judyclt
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Re: Drei Zinnen 2022/23

Beitrag von judyclt »

Der Ausblick kommt mir bekannt vor. Berghotel oder Alpenblick? :wink:
Danke für die schönen Eindrücke. Zum Haunold muss ich auch unbedingt mal hin. Da ebenfalls Sulz- und Schönwetterfan war es bislang immer zu spät, wenn ich Ende März oder im April in der Gegend war.
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