Balkonkraftwerk optimal nutzen

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Mt. Cervino
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von Mt. Cervino »

molotov hat geschrieben: 05.05.2023 - 10:01 Der beste Speicher ist ein schwarzer Ferrariszähler...
Weil er rückwärts läuft oder warum? :wink:
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von Spezialwidde »

Warum sonst. Das kann halt böse ins Auge gehen wenn man sich dabei erwischen lässt. Neben den rechtlichen Folgen und Kosten die das haben kann darf der Versorger in dem Fall unverzüglich den Vertrag kündigen und Netztrennung vornehmen. Das steht fast auf einer Stufe wie Siegel brechen am Zähler. Ob es letztlich wirklich dazu kommt lass ich mal dahingestellt aber man sollte da schon vorsichtig sein.
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von Che »

Speicher lohnen sich finanziell gesehen nicht.
Bei einem Anschaffungspreis von rund 1.000€ inkl. Montage/kWh und einer Lebensdauer von rund 5.000 Zyklen ergibt sich ein Preis von 0,20€/kWh. Zzgl der entgangenen Einspeisevergütung sind wir dann bei rund 0,28€/kWh - da kann Mans ich das Geld auch gleich unters Kopfkissen legen. Und das sage ich, obwohl ich Geld mit verkauften Speichern verdiene ;)

Ne 10kW-Standardanlage hingegen amortisiert bei den aktuellen Preisen nach rund 10-13 Jahren in den meisten Fällen und selbst wenn man sie finanzieren muss (KfW), hat man monatlich noch was übrig.

Balkonkraftwerke amortisieren sich im Normalfall natürlich am schnellsten- dafür ist aufgrund der geringen Investitionssumme und Anlagengröße natürlich auch der Überschuss nach 20 Jahren am geringsten.
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scratch
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von scratch »

Spezialwidde hat geschrieben: 05.05.2023 - 08:49 Ja, die ganzen Vorteile der Li Ionenakkus (zu denen übrigens auch die Li Eisenphosphatakkus zählen, das Eisenphosphat bezeichnet lediglich die materielle Besonderheit der Gegenelektrode, die bei herkömmlichen Akkus chemisch anders beschaffen ist), egal welcher Unterart sie auch angehören, wie gutes Kapazitäts-Masse-Verhältnis, günstiges Volumen-Kapazitäts-Verhältnis, geringe Selbstentladung, spielen hauptsächlich in der Mobilität eine Rolle. Dafür wurden die eigens entwickelt. Anfangs um tragbare Elektronikkleingeräte wir Musikabspielgeräte, Funkgeräte, Taschenfernseher und was weiß ich noch alles immer kleiner und leichter bauen zu können. Tolle Sache, gar keine Frage. Li Eisenphosphat sind zb ganz toll geeignet um sich im Campingmobil eine gewisse Autarkie zu schaffen wenn man nicht gerade auf einer Brandbombe schlafen will. Dessen größter Nachteil sind aber die hohen Ladeverluste. Die ganzen Nachteile die sie haben kommen dagegen bei stationären Speichern voll zum Tragen, das wird dem nicht so ganz fachbezogenen Endverbraucher halt anders verkauft. Für stationäre Speicher, vor allem gehts da ja um Kurzzeitspeicher, will man hauptsächlich einen guten Lade/Entladewirkungsgrad, einen geringen Akkuinnenwiderstand, möglichst einfache Ladeintelligenz und, ganz wichtig, eine gute Zyklenfestigkeit, dafür nimmt man Masse, Bauvolumen, erhöhte Selbstentladung (man will ja nur einen bis wenige Tage speichern) gerne in Kauf. Der gute alte Bleiakku kann das ganz wunderbar, den kannst du mit über 90% Ladewirkungsgrad fahren, wir haben in der Firma eine E-Stapler mit zwei 24V Bleiblöcken aus den 80er Jahren. Der Akku hält immernoch. Wenn der einfach nur im Keller stehen würde und nicht geschüttelt wird kann der wohl seinen 100ertsten Geburtstag erleben. Man muss halt ab und zu nen Eimer Wasser reinschütten. Ich seh das ja tagtäglich auf der Arbeit. Wir testen ja solche Systeme. Politik und Lobby drücken ihre Wunschvorstellungen ohne Rücksicht auf Verluste durch. Es soll ja wirtschaftlich sein und nicht technisch sinnvoll. Wirtschaftlich aber nur für die Hersteller und Netzbetreiber, aber bitte nicht für den Endkunden. Bei USVs käme kein Mensch auf die Idee Lithiumakkus als Speichermedium zu nutzen weil man dann spätestens alle 5 Jahre die komplette Akkubank neu bestücken könnte.
Und wie steht es um die Salzbatterien wie z.B. solche hier? https://www.innov.energy/de/heimspeicher/salidomo-9-18
Taugen die technisch was und sind bisher "nur" zu teuer oder haben sie generell zu viele andere Nachteile?
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sheridan
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von sheridan »

Che hat geschrieben: 06.05.2023 - 23:42 Speicher lohnen sich finanziell gesehen nicht.
Bei einem Anschaffungspreis von rund 1.000€ inkl. Montage/kWh
Stimmt schon, macht nur Sinn, wenn man noch aus anderen Gründen einen Akku hat. Z.B. als Notstromquelle. Wäre vielleicht auch noch interessant, wenn man einen e-Bike-Akku dafür verwenden könnte. Die sind aber eher auf Gewicht optimiert als auf Zyklen.

Ohne Speicher kann man eigentlich nur mit Smart Home-Automatisierung die Eigennutzung optimieren. Dafür muss man Verbrauch/Produktion messen (z.B. mit einem Shelly) und mit Schaltsteckdosen Verbraucher dazuschalten. Kostet natürlich auch etwas, aber dafür bekommt man auch deutlich genauere Informationen über den eigenen Verbrauch.
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von judyclt »

Spezialwidde hat geschrieben: 05.05.2023 - 08:49 Politik und Lobby drücken ihre Wunschvorstellungen ohne Rücksicht auf Verluste durch. Es soll ja wirtschaftlich sein und nicht technisch sinnvoll. Wirtschaftlich aber nur für die Hersteller und Netzbetreiber, aber bitte nicht für den Endkunden.
Leider wahr und das zieht sich durch viele Bereiche. Unter einem grünen Deckmantel lässt sich viel Kohle scheffeln, so lange genug Leute sich das von den Medien eintrichtern lassen, dass das gut ist.

Che hat geschrieben: 06.05.2023 - 23:42 Speicher lohnen sich finanziell gesehen nicht.
Bei einem Anschaffungspreis von rund 1.000€ inkl. Montage/kWh und einer Lebensdauer von rund 5.000 Zyklen ergibt sich ein Preis von 0,20€/kWh. Zzgl der entgangenen Einspeisevergütung sind wir dann bei rund 0,28€/kWh
Zu dem Ergebnis bin ich auch gekommen. Man wundert sich dann nur und zweifelt erstmal an seinen eigenen Berechnungen, weil medial PV+Speicher ja gerade ziemlich gehypt wird. Da kann man die Kohle genauso gut inne E-Karre stecken und durch die Gegend fahren.
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von Spezialwidde »

scratch hat geschrieben: 07.05.2023 - 09:04 Und wie steht es um die Salzbatterien wie z.B. solche hier? https://www.innov.energy/de/heimspeicher/salidomo-9-18
Taugen die technisch was und sind bisher "nur" zu teuer oder haben sie generell zu viele andere Nachteile?
Die haben einen unterirdischen Wirkungsgrad weil die Zelle auf Arbeitstemperatur jenseits der 300°C gehalten werden bzw vor dem Arbeiten der Elektrolyt geschmolzen werden muss. Das ist mal wieder der klassische Fall wo ein recht ungeeigneter Batterietyp für die jeweilige Anwendung eingesetzt wird. Ja, kann man machen, irgendwie funktionierts auch, hört sich in der Beschreibung geil an aber taugt nur bedingt. Das ist einfach eine veraltete Technologie die mal eine Militärsonderentwicklung war. Man kann damit hohe Leistungen umsetzen und hat relativ hohe Energiedichten. Hat aber eben diverse Nachteile.
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von scratch »

Spezialwidde hat geschrieben: 07.05.2023 - 13:12 Die haben einen unterirdischen Wirkungsgrad weil die Zelle auf Arbeitstemperatur jenseits der 300°C gehalten werden bzw vor dem Arbeiten der Elektrolyt geschmolzen werden muss. Das ist mal wieder der klassische Fall wo ein recht ungeeigneter Batterietyp für die jeweilige Anwendung eingesetzt wird. Ja, kann man machen, irgendwie funktionierts auch, hört sich in der Beschreibung geil an aber taugt nur bedingt. Das ist einfach eine veraltete Technologie die mal eine Militärsonderentwicklung war. Man kann damit hohe Leistungen umsetzen und hat relativ hohe Energiedichten. Hat aber eben diverse Nachteile.
Und was ist dann mit "Batterie-Wirkungsgrad (Normzyklus) 90 %" gemeint? Ist das wieder ein anderer Wirkungsgrad?
Wäre halt schon super, wenn man eine ökologisch und brandtechnisch unbedenkliche Batterie mit Rohstoffen, die man zu genüge hat und umweltschonend sind, zu einem günstigen Preis herstellen könnte, so dass man sie auch im Haus verwenden kann. Hatte bisher nicht das Gefühl, dass es sich hierbei um eine veraltete Technologie handelt, aber wirklich überzeugt bin ich bisher eben auch nicht (was ich aber von keiner aktuellen bin).
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von Spezialwidde »

Eine Zebrabatterie zum Beispiel (wie sie da auch erwähnt wird) hat einen elektrochemischen Wirkungsgrad von 80%. Dazu kommen noch die Verluste für das Thermomanagement um die Zellen heiß zu halten. Dafür haben Flüssigsalzbatterien einen sehr hohen Nutzungsgrad von 90%. Das hat ihr auch den Einsatz beim Militär beschert. Nutzungsgrad und Wirkungsgrad eines Akkus werden oftmals durcheinandergeschmissen. Der Nutzungsgrad beschreibt wieviel % der Nennkapazität pro Normzyklus entladen werden dürfen ohne dass die vom Hersteller angegebene Zyklenfestigkeit verringert wird. Je weiter ein Akku ent- und wieder geladen wird desto mehr belastet ihn das (mit einer Ausnahme: Die memoryeffektbehafteten NiCd-Akkus die es aber praktisch nicht mehr gibt). Zum Beispiel Bleiakku: Der hat einen Nutzungsgrad von etwa 60% aber (bei entsprechender Ladekurvenführung die Gasung vermeidet) 92% elektrochemischen Wirkungsgrad. Dieser elektrochemische Wirkungsgrad wird allerdings noch durch die Verlustleistung reduziert die einfach dadurch entsteht dass sowohl Lade- als auch Entladestrom am Zelleninnenwiderstand einen Spannungsabfall verursachen der in erwärmender Verlustleistung reduziert. Die beeinflusst man dadurch dass man den Strom so gering wie möglich hält. Und gerade beim Innenwiderstand schneiden Salzbatterien miserabel ab. Wenn die durch den Wechselrichter stark belastet werden drückt das den Gesamtsystemwirkungsgrad massiv in den Keller. Das ist bei Salzbatterien gewollt weil die Verlustleistung im Dauerbetrieb dafür sorgt dass die Zellen heiß bleiben und die Heizung nur im St By arbeiten muss. Was sie aber für einen wirkungsgradoptimierten Solarspeicher denkbar ungeeignet macht. Die eierlegende Wollmilchsau bei Akkus gibts halt nicht. Jede Technologie hat ihre guten und schlechten Seiten. Deshalb muss man für den jeweiligen Anwendungsfall eben die richtige wählen. Das ist nicht immer die Lithiumtechnik die man uns ja gerade überall aufs Auge drücken will.
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von jojo2 »

molotov hat geschrieben: 05.05.2023 - 10:01 Der beste Speicher ist ein schwarzer Ferrariszähler...

@600W/800W völlig überschätzte Diskussion (außer Ferraris) die Stunden wo man bei meist suboptimaler Ausrichtung mit 2 Modulen über 600W erzeugt sind vernachlässigbar.
Gute Module sind eher bei beölktem Wetter interessant...
Also ich hab 2x 375W Module mit HM-600 Wechselrichter als Balkonkraftwerk am laufen, zugeben erst seit 4 Wochen, aber die 600W erreicht ich doch recht oft. Wenn keine Wolke am Himmel ist (Und das ist hier oft) hab ich eigentlich durchgehend von 12-16h 600W.
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von Ralf321 »

Ralf321 hat geschrieben: 03.05.2023 - 21:39 Solangsam kommen gerade Batterie Lösungen für Balkonkraftwerke auf den Markt zb ecoflow usw. Die speichern und später einspeisen. So kann man ja auch mehr als 600w zum erzeugen nutzen und die dann immer 600w einspeisen.
Ob sich das dann preislich lohnt mal sehen was kommt
Von https://zendure.de/products/solarflow kommt die Tage ein Batteriesystem für Balkonkraftwerke. Finde das klingt echt Intressant wie es umgesetzt ist, wobei der Preis halt, viel zu hoch ist. Denk da geht einiges wenn mal mehr Anbieter am Markt sind.
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von GIFWilli59 »

Che hat geschrieben: 06.05.2023 - 23:42 Speicher lohnen sich finanziell gesehen nicht.
Bei einem Anschaffungspreis von rund 1.000€ inkl. Montage/kWh und einer Lebensdauer von rund 5.000 Zyklen ergibt sich ein Preis von 0,20€/kWh. Zzgl der entgangenen Einspeisevergütung sind wir dann bei rund 0,28€/kWh - da kann Mans ich das Geld auch gleich unters Kopfkissen legen. Und das sage ich, obwohl ich Geld mit verkauften Speichern verdiene ;)
Allerdings auch nur, wenn man annimmt, dass man die nächsten 10 Jahre für 0,28 € oder weniger eine kWh vom Energieversorger kaufen kann. Das scheint mir nicht so sicher.
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von judyclt »

Stimmt, das kann niemand vorhersehen und günstiger wird selten was. Das Beispiel verdeutlicht dennoch ganz gut, dass sich Speicher finanziell gerade nicht wirklich lohnen. Gibt ja genug PV-Rechner im Netz.
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von molotov »

jojo2 hat geschrieben: 10.05.2023 - 17:53
molotov hat geschrieben: 05.05.2023 - 10:01 Der beste Speicher ist ein schwarzer Ferrariszähler...

@600W/800W völlig überschätzte Diskussion (außer Ferraris) die Stunden wo man bei meist suboptimaler Ausrichtung mit 2 Modulen über 600W erzeugt sind vernachlässigbar.
Gute Module sind eher bei beölktem Wetter interessant...
Also ich hab 2x 375W Module mit HM-600 Wechselrichter als Balkonkraftwerk am laufen, zugeben erst seit 4 Wochen, aber die 600W erreicht ich doch recht oft. Wenn keine Wolke am Himmel ist (Und das ist hier oft) hab ich eigentlich durchgehend von 12-16h 600W.
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von Spezialwidde »

Speicher für Balkonkraftwerke machen ja irgendwie in der derzeitigen Konfiguration keinen Sinn weil sie keine Rückspeiseintelligenz besitzen. Sprich sie sind nicht mit dem Hausverbrauch abgestimmt. Der Wechselrichter speist ja immer die maximal verfügbare Leistung ins Netz ein bis zu seinem 600W Limit. Nehmen wir mal an die Solarpaneele erzeugen soviel Überschuss am Tag dass nennenswert Energie zwischengespeichert werden kann. Dann geht die Sonne unter und der Wechselrichter nimmt sich seine Energie aus dem Akku. Immer mit 600W bis der Akku leer ist. Ich glaube nicht dass man die nachts braucht. Also speist man die Leistung die man sonst tagsüber dem Versorger schenkt eben nachts ins Netz, nur zeitversetzt. Und man hat eben nen extrem teuren Akku da stehen. Dann würd ich doch eher statt einem Mikrowechselrichter gleich einen Solargenerator nehmen und die Grundverbraucher daran zu betreiben. Das dürfte den größten Eigennutzen bringen. Man hat dann natürlich ein paar Kabel rumliegen...
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von jojo2 »

Das kann man wenn man will aber auch anders bauen. Ein Haus oder Wohnung hat ja immer eine bestimmte Grundlast. Da kann man das mit nem Akku so bauen, dass z.b. die Grundlast abgegeben wird aber nicht mehr.

Gibt es bei Youtube genug Videos zu wie das geht, wenn man das bauen will. Somit würde man keinen Strom verschenken.
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von Che »

GIFWilli59 hat geschrieben: 10.05.2023 - 23:52
Che hat geschrieben: 06.05.2023 - 23:42 Speicher lohnen sich finanziell gesehen nicht.
Bei einem Anschaffungspreis von rund 1.000€ inkl. Montage/kWh und einer Lebensdauer von rund 5.000 Zyklen ergibt sich ein Preis von 0,20€/kWh. Zzgl der entgangenen Einspeisevergütung sind wir dann bei rund 0,28€/kWh - da kann Mans ich das Geld auch gleich unters Kopfkissen legen. Und das sage ich, obwohl ich Geld mit verkauften Speichern verdiene ;)
Allerdings auch nur, wenn man annimmt, dass man die nächsten 10 Jahre für 0,28 € oder weniger eine kWh vom Energieversorger kaufen kann. Das scheint mir nicht so sicher.
Man sollte jedoch vom jetzigen Stand ausgehen.
Speicherpreise werden sinken, Habeck plant eine Vergütung zum Bezugspreis. Beides keine Gründe, sich aktuell für einen Speicher zu entscheiden.
Wie gesagt, ich verkaufe PV-Anlagen und empfehle es aktuell nicht, zumindest nicht aus finanziellen Gründen- und das obwohl ich mit einem verkauften Speicher natürlich mehr verdienen würde.

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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von sheridan »

Spezialwidde hat geschrieben: 11.05.2023 - 13:00 Dann geht die Sonne unter und der Wechselrichter nimmt sich seine Energie aus dem Akku. Immer mit 600W bis der Akku leer ist.
Das wäre eine "dumme" Version. Die intelligente Lösung ist, dass der Output nachts konfigurierbar ist, so dass es besser auf den Grundverbrauch passt. Desweiteren bringt z.B. Ecoflow auch Stecker, die den Verbrauch an den Wechselrichter melden, damit der Output entsprechend angepasst werden kann. Ein Beispiel dafür ist ein Kühlschrank, der nur intervallmässig Strom verbraucht.
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von Ralf321 »

Das soll die oben verlinke Solarflow machen. Speichert tagsüber den Überschuss und gibt ihn dann abends ab.
Klar man muss nochnrausbekommen welche Grundlast man zu welchen Zeiten hat aber dann kann man das ja anpassen und speist kaum mehr etwas ein.
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von Spezialwidde »

sheridan hat geschrieben: 11.05.2023 - 19:13 Das wäre eine "dumme" Version.
So ist das halt der Standard den es von der Stange teuer zu kaufen gibt und der die Zulassung für Laieninstallation und vereinfachte Anmeldung hat. Die intelligenten Lösungen sind Individualgeschichten. Also nichts für jemanden der einfach wie beim normalen Balkonkraftwerk einfach nur die Standartverkabelung machen kann und sich mit sonst nichts beschäftigt. Das ist halt (noch) das Problem an der Sache. Das mit der Grundlast ist natürlich mit verstellbarer Einspeiseleistung besser steuerbar aber ein Kühlschrank läuft ja nicht immer, er geht ja auch mal zwischendurch aus, die Einspeisung geht aber weiter. Wie gesagt, es gibt ja Inselsolargeneratoren die statt des Wechselrichters an die Paneele angeschlossen werden und einen Akku plus netzunabhängigen Wechselrichter haben. Bei sowas muss man halt aufpassen dass der Akku nicht leerläuft und der Kühlschrank abtaut...
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von sheridan »

Die intelligenten Lösungen gibt's demnächst von der Stange zu kaufen.
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von GIFWilli59 »

Che hat geschrieben: 11.05.2023 - 17:44 Wie gesagt, ich verkaufe PV-Anlagen und empfehle es aktuell nicht, zumindest nicht aus finanziellen Gründen- und das obwohl ich mit einem verkauften Speicher natürlich mehr verdienen würde.
Also höchstens aus idealistischen oder Autarkiegründen sinnvoll?
Übersicht über meine Berichte
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von Che »

GIFWilli59 hat geschrieben: 11.05.2023 - 22:14
Che hat geschrieben: 11.05.2023 - 17:44 Wie gesagt, ich verkaufe PV-Anlagen und empfehle es aktuell nicht, zumindest nicht aus finanziellen Gründen- und das obwohl ich mit einem verkauften Speicher natürlich mehr verdienen würde.
Also höchstens aus idealistischen oder Autarkiegründen sinnvoll?
Idealistischen oder wenn man eben eine Notstromversorgung wünscht. Kann sich natürlich auch ruckzuck ändern, die Speicherpreise fallen bereits wieder etwas. Die Modulpreise gingen ja ohnehin stark zurück.
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von Spezialwidde »

Che hat geschrieben: 12.05.2023 - 04:21
Idealistischen oder wenn man eben eine Notstromversorgung wünscht. Kann sich natürlich auch ruckzuck ändern, die Speicherpreise fallen bereits wieder etwas. Die Modulpreise gingen ja ohnehin stark zurück.
Es ist aber auch ein bisschen Dimensionsfrage, oder? Ich meine es ist wie mit allem wie weit ichs denn treiben will (wie es ja mit dem Balkonkraftwerk auch ist), je weiter ich den Autokiegrad treibe desto unwirtschaftlicher wird es. Ich kann mich relativ günstig über den Sommer schadlos halten und dann im Winter halt eher vom Netz leben, dann reicht eine kleine Batterie und die Investitionen halten sich in Grenzen und das Einsatz-Nutzen-Verhältnis ist recht günstig. je mehr Geld ich dann reinpumpe desto unrentabler wird es für ein paar Prozent mehr Eigenverbrauch.
Du brauchst für die Notstromversorgung aber wieder ein spezielles System, oder? Standardmäßig ist doch kein Inselbetrieb mit kompletter Netztrennung vorgesehen. Bei mir läuft der Notstrom noch auf Diesel, braucht man in meinem Dorf öfters :lol:
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