Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?

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zonk
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?

Beitrag von zonk »

Bzgl larifaripartyskilehrer:wenn die mit Kindern einen ziehweg machen, wo es rechts oder links steil runter geht und eines fluppt hinunter, muss ich durchaus erwarten können, dass derdie skilehrer souverän da aushelfen können ohne die Bergwacht rufen zu müssen.
Und auch bzgl larifariskilehrer: ich habe oben beschrieben dass das in Sölden, aber anderswo vor ca 10 Jahren kein Einzelfall war und die skilehrer teils nicht mal eine Ausbildung hatten., die man so nennen darsf und den Aufenthalt in halligallitown Sölden einfach mit dem nützlichen verbanden(Geld) Weiss da jemand mehr? War das ein zeitphänomen? Ist das immer noch so? Oben hatte jemand ja auch geschrieben, dass man gerne billokräfte aus dem Ausland hinzuziehe, was in diese Richtung tendiert,die ich umschrieben habe.

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turms
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?

Beitrag von turms »

so weit ich weiß, man kann in Österreich auch ohne Ausbildung als Ski bzw Snowboard Lehrer arbeiten. Selbstverständlich man kann nur Kindern oder Anfänger unterrichten aber es ist trotzdem möglich.
Ich vermute in DE auch. Dummerweise , ich kann zb in Österreich ohne Ausbildung unterrichten, aber meine deutsche Ausbildung ist nicht in Österreich anerkannt.
In Italien oder in der Schweiz habe ich keine Ahnung, aber in Frankreich glaube ich ist fast unmöglich ohne Ausbildung oder mit einer Ausbildung von anderem Land (auch von anderen EU Ländern) zu unterrichten.

Ich habe nur nebenberuflich unterrichtet, und ich hatte nicht so viele Kontakte mit den anderen Lehrer usw., und ich kann nicht auf die Frage KLISCHEE ODER WAHRHEIT? antworten. Außerdem ich denke, ist ganz anders in Oberjoch oder Schwarzwald als in Sölden oder Ischgl.

PS auf jeden Fall, wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte würde ich Hauptberuflich als Lehrer arbeiten. Aber nicht für die Groupies.
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Es sei denn natürlich, es schneit sehr stark, in diesem Fall ist es 100% Einsatz - jeder sagt, wenn du erfolgreich sein willst, musst du dich einsetzen - für den Spaß am Fahren mit deinen Brüdern.
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Wooly
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?

Beitrag von Wooly »

turms hat geschrieben: 08.02.2024 - 09:13 so weit ich weiß, man kann in Österreich auch ohne Ausbildung als Ski bzw Snowboard Lehrer arbeiten. Selbstverständlich man kann nur Kindern oder Anfänger unterrichten aber es ist trotzdem möglich.
Ich vermute in DE auch. Dummerweise , ich kann zb in Österreich ohne Ausbildung unterrichten, aber meine deutsche Ausbildung ist nicht in Österreich anerkannt.
ich bin davon ausgegangen das man in Deutschland wie in Österreich eine Ausbildung braucht. Das man da "einfach so" unterrichten kann wäre mir neu. Wo genau soll das gehen ?
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?

Beitrag von zonk »

Ganz ohne Ausbildung evtl nicht. Wahrscheinlich so wie wander Führer, 3 Wochen Kurs und du kannst zwergerl unterrichten. In Sölden zumindest damals hatten die niederländerinnen keine umfassende ausbildung
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?

Beitrag von seiiim »

Wooly hat geschrieben: 08.02.2024 - 09:31
turms hat geschrieben: 08.02.2024 - 09:13 so weit ich weiß, man kann in Österreich auch ohne Ausbildung als Ski bzw Snowboard Lehrer arbeiten. Selbstverständlich man kann nur Kindern oder Anfänger unterrichten aber es ist trotzdem möglich.
Ich vermute in DE auch. Dummerweise , ich kann zb in Österreich ohne Ausbildung unterrichten, aber meine deutsche Ausbildung ist nicht in Österreich anerkannt.
ich bin davon ausgegangen das man in Deutschland wie in Österreich eine Ausbildung braucht. Das man da "einfach so" unterrichten kann wäre mir neu. Wo genau soll das gehen ?
Man darf in Österreich ohne Ausbildung in einer Skischule aushelfen, allerdings keine Gruppe alleine führen (vgl. unqualifizierter Hilfsarbeiter). Ausnahme sind hier kleine "Vereinsskischulen", meist im Osten oder Süden von AUT an kleinen Liften, die nur wenige Tage im Jahr offen haben.
Für alles andere braucht man eine Skilehrerausbildung- Basisstufe nennt sich Skilehrer-Anwärter, damit darf man Kinder + Erwachsene von Anfänger bis blaue Pisten unterrichten. Das ist auch die am meisten verbreitete Ausbildung unter den Skilehrern.
Es folgt der Landeslehrer ("Matura des Skifahrens"), mit in Summe 4 Kursen, damit darf man mit allen Gästen auf allen Pisten und im, mit dem Lift erreichbaren, Gelände unterwegs sein, allerdings immer im Zuge eines Angestelltenverhältnis.
Darüber gibt es noch den Staatlich geprüften Skilehrer ("Studium des Skifahrens"), Dauer = 1 Winter, hier wird all' das vorher genannte perfektioniert, man ist im Gelände, Buckel, Rennlauf und Schule fahren auf 1A getrimmt- befähigt andere Skilehrer auszubilden, sich selbstständig zu machen oder eine Skischule zu übernehmen/eröffnen (vereinfacht gesagt, es gibt Unterschiede in den Bundesländern).
Danach kommt noch der Skiführer- damit darf man auch im Gelände aufsteigen und im Gelände führen.
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turms
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?

Beitrag von turms »

Wooly hat geschrieben: 08.02.2024 - 09:31
turms hat geschrieben: 08.02.2024 - 09:13 so weit ich weiß, man kann in Österreich auch ohne Ausbildung als Ski bzw Snowboard Lehrer arbeiten. Selbstverständlich man kann nur Kindern oder Anfänger unterrichten aber es ist trotzdem möglich.
Ich vermute in DE auch. Dummerweise , ich kann zb in Österreich ohne Ausbildung unterrichten, aber meine deutsche Ausbildung ist nicht in Österreich anerkannt.
ich bin davon ausgegangen das man in Deutschland wie in Österreich eine Ausbildung braucht. Das man da "einfach so" unterrichten kann wäre mir neu. Wo genau soll das gehen ?
vor 3-4 Jahren habe ich mit vielen Skischulen besprochen , und sie haben bestätigt, dass ich als Snowboardlehrer arbeiten kann, ohne eine Ausbildung. Wo und wie genau , weiß ich allerdings nicht, weil genau vor der Corona-Saison war und dann ist alles gestrichen. Außerdem weiß ich nicht wo ich "Helfen" musste. Für Snowboarding gibt es kein Skikindergarten. Vielleicht in der Hochsaison mit einem Ausgebildeten Lehrer dabei? k.a.
Aber ich muss hier bemerken, dass das nur bei Skischulen in Salzburgerland der Fall war, und nicht in Tirol oder Vorarlberg. Dort war / ist unmöglich ohne Ausbildung.
Ich habe auch probiert meine Ausbildung in Österreich zu anerkennen, aber lohnt sich nicht. Besser sofort eine dort machen.
Zuletzt geändert von turms am 08.02.2024 - 10:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?

Beitrag von turms »

seiiim hat geschrieben: 08.02.2024 - 10:31
Wooly hat geschrieben: 08.02.2024 - 09:31
turms hat geschrieben: 08.02.2024 - 09:13 so weit ich weiß, man kann in Österreich auch ohne Ausbildung als Ski bzw Snowboard Lehrer arbeiten. Selbstverständlich man kann nur Kindern oder Anfänger unterrichten aber es ist trotzdem möglich.
Ich vermute in DE auch. Dummerweise , ich kann zb in Österreich ohne Ausbildung unterrichten, aber meine deutsche Ausbildung ist nicht in Österreich anerkannt.
ich bin davon ausgegangen das man in Deutschland wie in Österreich eine Ausbildung braucht. Das man da "einfach so" unterrichten kann wäre mir neu. Wo genau soll das gehen ?
Man darf in Österreich ohne Ausbildung in einer Skischule aushelfen, allerdings keine Gruppe alleine führen (vgl. unqualifizierter Hilfsarbeiter). Ausnahme sind hier kleine "Vereinsskischulen", meist im Osten oder Süden von AUT an kleinen Liften, die nur wenige Tage im Jahr offen haben.
Für alles andere braucht man eine Skilehrerausbildung- Basisstufe nennt sich Skilehrer-Anwärter, damit darf man Kinder + Erwachsene von Anfänger bis blaue Pisten unterrichten. Das ist auch die am meisten verbreitete Ausbildung unter den Skilehrern.
Es folgt der Landeslehrer ("Matura des Skifahrens"), mit in Summe 4 Kursen, damit darf man mit allen Gästen auf allen Pisten und im, mit dem Lift erreichbaren, Gelände unterwegs sein, allerdings immer im Zuge eines Angestelltenverhältnis.
Darüber gibt es noch den Staatlich geprüften Skilehrer ("Studium des Skifahrens"), Dauer = 1 Winter, hier wird all' das vorher genannte perfektioniert, man ist im Gelände, Buckel, Rennlauf und Schule fahren auf 1A getrimmt- befähigt andere Skilehrer auszubilden, sich selbstständig zu machen oder eine Skischule zu übernehmen/eröffnen (vereinfacht gesagt, es gibt Unterschiede in den Bundesländern).
Danach kommt noch der Skiführer- damit darf man auch im Gelände aufsteigen und im Gelände führen.
100% sicher bin ich nicht, aber ich glaube Staatlich geprüft Lehrer gibt es nur in Deutschland. Oder gibt es auch in Österreich?
Wenn ich in 2014 wollte, in Österreich gab es Level 1, 2 und 3. Heute finde ich nur Anwärter und Landeslehrer.
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?

Beitrag von seiiim »

Wooly hat geschrieben: 07.02.2024 - 22:16 Deswegen war ich etwas verwundert, das die "Billiglöhner" so ein Problem sein sollen. Wer sich allerdings ohne Not ausnutzen lässt, der ist am Ende vom Tag auch selber schuld ...
Nur als Beispiel: mir wurde bereits in zwei Skischulen sinngemäß gesagt: "bevor ich Dich (als Staatlich geprüften Skilehrer + Trainer (=Meisterstufe)) anstelle, zahl' ich lieber zwei Holländerinnen/Däninnen, die bekommen zusammen weniger als du + denen kann ich jeweils 12 Kinder in der Kindergruppe mitgeben- da verdien' ich mehr als bei deinen Privatstunden"
Betriebswirtschaftlich ist diese Aussage ja grundsätzlich richtig, als junger Mensch mit einer hochwertigen Ausbildung greift man sich dennoch an den Kopf. Dazu sei für das Gesamtbild gesagt, dass man auch mit der Ausbildung zum Landeslehrer oder Staatlichen Skilehrer in AUT (mit Ausnahme am Arlberg) nicht gut verdient (ich nenne hier mal 1.500-1.800 netto/ Monat je nach Position und Aufgabe als Anhaltspunkt). Nun möchte ich bitte keine Grundsatzdiskussion ob das nun wenig oder viel ist- man hat mit dieser Ausbildung eine vollwertige Berufsausbildung, bringt die oben genannten Eigenschaften und trägt mit dem Gast eine Menge Verantwortung, das sollte auch entsprechend entlohnt werden. Bei den "Kinderlandlehrern" ist es nochmal ein Eck weniger an Verdienst obwohl die wahrlich große Arbeit leisten.
Dazu kommt noch, dass Aus- und Weiterbildung, Ausrüstung und Unterkunft selbst zu stellen bzw. zu bezahlen ist.
Dadurch komme ich zu meiner Aussage, dass die "Billiglöhner" den Preis drücken, denn wer ob der genannten Faktoren dennoch für wenig Lohn arbeitet bringt das Gefüge nach unten.

Dass das Ganze zum Großteil von jungen Menschen im Nebenerwerb ausgeübt wird, daran ist grundsätzlich mal nichts verwerflich. Wie von mir bereits genannt, bietet es sich sogar an, weil man als Schüler/Student in den Ferienzeiten einen tollen Ferialjob hat in dem man viel lernen kann und den Skischulen hilft es bei der Bewältigung der Spitzenzeiten. Allerdings dreht sich hier die Problematik im Kreis bzw. in der von mir genannten Abwärtsspirale: Dadurch, dass die Entlohnung für (gut ausgebildete) Skilehrer oder jene die das über eine ganze Saison hauptamtlich machen nicht entsprechend ist, wandern diese sukzessive in andere Bereiche ab, wodurch wieder mehr mit jungen, unerfahrenen und/oder "Importspielern" kompensiert wird. Usw. Usw.
Im Idealfall sollte man mit einem Job soweit über die Runden kommen, dass er die Rechnungen bezahlt. Okay, vielleicht in Kombination mit einem Job für die Sommersaison, aber mit 2x Saisonjob sollte dies, denke ich, nicht zu viel verlangt sein.
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?

Beitrag von seiiim »

turms hat geschrieben: 08.02.2024 - 10:46 100% sicher bin ich nicht, aber ich glaube Staatlich geprüft Lehrer gibt es nur in Deutschland. Oder gibt es auch in Österreich?
Wenn ich in 2014 wollte, in Österreich gab es Level 1, 2 und 3. Heute finde ich nur Anwärter und Landeslehrer.
Umgekehrt, was die Bezeichnungen betrifft. Die Deutschen haben die Levels 1+2+3 + staatlich geprüfte Skilehrer, in Österreich gibt es Anwärter-Landes und staatlicher Skilehrer- okay, offiziell heißt es "Diplomskilehrer", aber das hat sich im Sprachgebrauch so eingebürgert.
Was die Qualität betrifft ist der österr. staatliche Skilehrer die hochwertigste skifahrerische Ausbildung weltweit und gilt gemeinhin als Maßstab.
Die Deutschen haben zwar ihr System angepasst, sind aber in der Hinsicht nicht vergleichbar und werden auch nicht auf gleichem Level anerkannt.

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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?

Beitrag von zonk »

turms hat geschrieben: 08.02.2024 - 10:40
Wooly hat geschrieben: 08.02.2024 - 09:31
turms hat geschrieben: 08.02.2024 - 09:13 so weit ich weiß, man kann in Österreich auch ohne Ausbildung als Ski bzw Snowboard Lehrer arbeiten. Selbstverständlich man kann nur Kindern oder Anfänger unterrichten aber es ist trotzdem möglich.
Ich vermute in DE auch. Dummerweise , ich kann zb in Österreich ohne Ausbildung unterrichten, aber meine deutsche Ausbildung ist nicht in Österreich anerkannt.
ich bin davon ausgegangen das man in Deutschland wie in Österreich eine Ausbildung braucht. Das man da "einfach so" unterrichten kann wäre mir neu. Wo genau soll das gehen ?
vor 3-4 Jahren habe ich mit vielen Skischulen besprochen , und sie haben bestätigt, dass ich als Snowboardlehrer arbeiten kann, ohne eine Ausbildung. Wo und wie genau , weiß ich allerdings nicht, weil genau vor der Corona-Saison war und dann ist alles gestrichen. Außerdem weiß ich nicht wo ich "Helfen" musste. Für Snowboarding gibt es kein Skikindergarten. Vielleicht in der Hochsaison mit einem Ausgebildeten Lehrer dabei? k.a.
Aber ich muss hier bemerken, dass das nur bei Skischulen in Salzburgerland der Fall war, und nicht in Tirol oder Vorarlberg. Dort war / ist unmöglich ohne Ausbildung.
Ich habe auch probiert meine Ausbildung in Österreich zu anerkennen, aber lohnt sich nicht. Besser sofort eine dort machen.
Ich kann nur durch meine eigene Beobachtung sagen, dass die niederländerinnen damals ohne einen "echten" skilehrer mit ihrer Gruppe unterwegs waren. Wie gesagt:Sölden in tirol. Wer weiss, auf welch legalen Fundament das lief.
Jan Tenner
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?

Beitrag von Jan Tenner »

Wooly hat geschrieben: 08.02.2024 - 09:31 ich bin davon ausgegangen das man in Deutschland wie in Österreich eine Ausbildung braucht. Das man da "einfach so" unterrichten kann wäre mir neu. Wo genau soll das gehen ?
Man braucht in Deutschland nicht per se eine Ausbildung zum Skifahren unterrichten. Aber um die Frage zu beantworten, müsste man sich erst mal einigen, in welchem Rahmen man sich bewegt. Skiunterricht ist ja nicht gleich Skiunterricht. "Unterricht" kann gewerblich in eine Skischule gegeben werden, in einem Skiverein, als schulische Aktivität bei Klassenfahrten o.ä. Je nach Rahmen gibt es dann auch unterschiedliche Voraussetzungen für die Ausbildung und Berechtigungen.

Einen staatlich anerkannten aberkannten Skilehrer braucht man, wenn man selbständig gewerblich Skiunterricht erteilen möchte, sprich eine Skischule aufmacht. Den staalichen Skilehrerschein kann man in Umfang und Qualität schon mit einer "richtigen" Ausbildung vergleichen, er ist daher auch international anerkannt, auch in Österreich.

Als Vorstufen kann man beim Deutschen Skilehrerverband noch unterschiedliche Skilehrerlevel absolvieren (Skilehrerlevel 1-3). Das ist dann halt ein eine Qualifikation und ein Titel, die einem in Verband erteilt, um damit beispielsweise in einer Skischule als Skilehrer angestellt zu werden oder bei einem Reiseanbieter als Skilehrer zu arbeiten.

Um Schulkassen unterrichten zu können, braucht man dagegen weder den staatlich geprüften Skilehrer noch ein DSLV-Level, sondern eine "Lehrbefähigung Skifahren". Die Regelung dazu ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, weil schulische Angelegenheiten Ländersache sind. In der Regel ist die Skilehrer-Ausbildung eine universitäre Ausbildung und wird beim Lehramtsstudium absolviert.

Allein schon wegen der unterschiedlichen Rahmenbedingungen, in denen Skiunterricht stattfindet, und der völlig unterschiedlichen Ausbildungswege halte ich es für ziemlichen Quatsch, solche genannten Klischees bestimmen zu wollen.
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?

Beitrag von seiiim »

Betreffend skifahrerischem Können: vielen Dank @zonk für den Begriff "larifaripartyskilehrer"
Mein Anspruch in der Sache ist folgender: Wie oben erwähnt braucht es viele verschiedene Fähigkeiten um ein guter Skilehrer zu sein und neben dem Skifahren gehören psychologische und soziale Aspekte zweifelsohne dazu. Gegenüber dem Gast ist wichtig, dass man gut vorzeigen/ vorfahren kann und Spaß an der Sache vermittelt. Ich kenne "Kinderlandfeen" die didaktisch und pädagogisch einer Kindergärtnerin vermutlich nicht viel nachstehen.
Alles was ich erwarte ist ein gewisses skifahrerisches Mindestkönnen, was angesichts dessen, dass man als Skilehrer Dienst in Uniform verrichtet und gewissermaßen als Vorbild ggü. dem Lernenden und allgemein als Repräsentant der österr. Skischule auftritt, auch nicht zu viel verlangt sein kann :!: In meiner persönlichen Einschätzung, läge diese Anforderung in etwa so, dass man jede Piste in kurzen oder langen Radien befahren kann.
Wer das nicht schafft, sollte mMn die Berufswahl überdenken. Nur hier wird leider in der Anwärter-Ausbildung die Messlatte zu niedrig angesetzt, da man die Skilehrer ja für die Saison produzieren "muss" und O-Ton "fürs Kinderland wirds schon reichen" bzw. "wenn sie außer Dienst fahren, sollns halt die Jacke umdrehen"
Ich denke es ist ähnlich wie in anderen Dienstleistungen auch, im Kern sollte man sich mit der Sache auskennen und diese entsprechend repräsentieren, z.B. ein Installateur kann noch so sympathisch und lustig sein, wenn die Leitung nach seinem Werk weiter tropft stelle ich seine Fähigkeit infrage.
seiiim
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?

Beitrag von seiiim »

zonk hat geschrieben: 08.02.2024 - 05:39 Bzgl larifaripartyskilehrer:wenn die mit Kindern einen ziehweg machen, wo es rechts oder links steil runter geht und eines fluppt hinunter, muss ich durchaus erwarten können, dass derdie skilehrer souverän da aushelfen können ohne die Bergwacht rufen zu müssen.
Und auch bzgl larifariskilehrer: ich habe oben beschrieben dass das in Sölden, aber anderswo vor ca 10 Jahren kein Einzelfall war und die skilehrer teils nicht mal eine Ausbildung hatten., die man so nennen darsf und den Aufenthalt in halligallitown Sölden einfach mit dem nützlichen verbanden(Geld) Weiss da jemand mehr? War das ein zeitphänomen? Ist das immer noch so? Oben hatte jemand ja auch geschrieben, dass man gerne billokräfte aus dem Ausland hinzuziehe, was in diese Richtung tendiert,die ich umschrieben habe.
Also Zeitphänomen ist das keines. Siehe dazu auch meine vorherigen Beiträge.
Stark verallgemeinert würde ich für AUT mal sagen: je größer der regionale Einzugsbereich + je geringer die Anzahl an Skischulen im Ort, desto höher der Anteil an Einheimischen Skilehrern und vice versa desto geringer der Anteil an "Importspielern". Zusatz: wenn das Management die richtigen Entscheidungen trifft. Beispiele hierfür sind u.a. Mönichkirchen, Gosau, Haus/Schladming/ Ramsau, Hofgastein.
Andersrum möchte ich sagen je kleiner der Einzugsbereich + je höher die Dichte an Skischulen + hohe Gästebettenanzahl desto eher finden sich viele viele "Importspieler" und diese sind eben in den meisten Fällen schlechter ausgebildet und nicht so skifahrerisch fit. Beispiele hier sind u.a. Sölden, Gurgl, Kaprun, so gut wie das ganze Zillertal
Dass der Faktor Apres Ski und halligalli nicht abzustreiten ist, kann man nicht von der Hand weisen- wenn es einem nicht um die Tätigkeit geht, ist es ja blöd gesagt egal wo man unter tags im Kinderland steht, wenn abends beim apres ski was geht. Und die Skischulen in diesen Regionen machen sich ja dieses Image auch zu nutze.
Jan Tenner
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?

Beitrag von Jan Tenner »

seiiim hat geschrieben: 08.02.2024 - 11:19 Gegenüber dem Gast ist wichtig, dass man gut vorzeigen/ vorfahren kann [...]
Warum sollte das für den Gast so wichtig sein? Im Wesentlichen beobachte ich zwei Situationen, in denen der Skilehrer etwas vorfährt:

a) Alle Schüler stehen am Hang und gucken zu, wie der Skilehrer fährt. --> Das ist für meinen Geschmack reichlich unproduktiv. Zum einen sehen die Skischüler entfernungsbedingt vielleicht 2-3 Schwünge genau, was der Skilehrer macht. Zum anderen sollten mMn lernende Skifahrer so wenig wie möglich von den 2h Skischuleinheit damit vergeuden, rumzustehen und sich gute Skifahrer anzusehen. Das können sie besser auf irgendwelchen Videotutorials machen und die meisten Menschen lernen komplexe Bewegungsabläufe nicht, indem sie sehen, sondern indem sie sich selbst bewegen.
b) Skilehrer fährt vorne weg und die Skischüler in Kolonne hinterher. --> In der Konstellation können sich die Skischüler (zumindest bis zu einem bestimmten Niveau) doch überhaupt nicht darauf konzentrieren zuzusehen, wie toll der Skilehrer eine Übung vormacht. Die Skischüler konzentrieren sich dabei viel zu sehr auf die eigene Bewegung oder darauf, die Linie zu halten oder dem Vordermann nicht hinten rein zu brettern.

Warum es für den Gast beim Lernen also so immens wichtig sein soll, wie der Skilehrer etwas vormacht, erschließt sich mir nicht automatisch. Ich würde sogar die These aufstellen, dass es die große Herausforderung als Skilehrer ist, so wenig wie möglich vorzeigen/-fahren zu müssen. Vom Anschauen eines perfekten Schwungs hat noch keiner Skifahren gelernt! Ein guter Skilehrer sollte viel mehr Hilfestellungen, Tipps, Übungen, Feedback usw. geben, was der Skischüler tun muss, um einen ähnlichen Schwung zu fahren. Wenn ich dabei als einziges Mittel die Demonstration eines Schwunges wähle und dem Skischüler die Transferleistung, was und wann der Skischüler selbst tun muss, überlasse, ist das ineffektiv und größtenteils eine Verschwendung dessen Zeit.

Diene Aussage, dass es ach so wichtig ist, wie3 der Skilehrer fährt, würde für mich nur Si9nn machen, wenn du davon ausgehst, das bewundert werden zu den elementaren Funktionen eines Skilehrers gehört. Kann man ja so sehen, aber jemand, der sich seine Skilehrerausbildung deshalb ans Revers heftet, um sine Qualitäten als Skigott zu demonstrieren und Bewunderung zu ernten, würde ich ganz bestimmt nicht als Skilehrer für meine Kinder in Betracht ziehen! Ein guter Skilehrer hilft dem Schüler so gut wie möglich selbst Skizufahren anstatt ihm das Ergebnis permanent vorzuführen, genauso wie ein Mathelehrer seinen Schülern ermöglicht, selbst zu rechnen, als ihn stundenlang an der Tafel vorzurechnen
seiiim hat geschrieben: 08.02.2024 - 11:19 Alles was ich erwarte ist ein gewisses skifahrerisches Mindestkönnen, was angesichts dessen, dass man als Skilehrer Dienst in Uniform verrichtet und gewissermaßen als Vorbild ggü. dem Lernenden und allgemein als Repräsentant der österr. Skischule auftritt, auch nicht zu viel verlangt sein kann
Halte ich für einen grundsätzlichen Denkfehler. Warum sollte für eine Skischule das Fahrkönnen ihrer Angestellten das Aushängeschild darstellen? Sollten das nicht eher das Fahrkönnen und der Fortschritt der Skischüler sein, die mit deren Unterstützung das Skifahren gelernt haben? :)
seiiim
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?

Beitrag von seiiim »

@ Jan Tenner, ich verstehe grundsätzlich deine Überlegungen, stimme jedoch in der Schlussfolgerung nicht überein. Aus vielen Jahren in der Praxis als Skilehrer kann ich berichten, dass das Was viel wichtiger ist, als das Wie. Gerade bei Kindern, Jugendlichen, ängstlichen Erwachsenen usw. tut sich der Gast viel leichter wenn er das Vorgezeigte nachmachen kann (Schattenfahren, Spurfahren, you name it... alles in Bewegung, nicht rumstehen), als über übermäßig Reden, Erklären und Feedback sämtliche Details zu erfahren. Gerade bei Sprachbarrieren wird das noch wichtiger. Und das fürs korrekt Vorzeigen auch ein gewisses skifahrerisches Level benötigt wird, ist denke ich selbstredend. Im Trainerwesen oder bei stark Fortgeschrittenen gewinnt das gesprochene Feedback an Bedeutung, da kann der Gast aber auch schon einigermaßen Ski fahren.
Die These "so wenig wie möglich vorzeigen/-fahren zu müssen" würde ich nur dann unterschreiben, wenn du dazusagst, dass das auch heißt, dass der Skilehrer die richtigen Übungen für den Gast erkennen und geben muss. Also lieber genau die 2 richtigen Übungen als 15 willkürliche, die nichts mit dem Hauptproblem zu tun haben. Wenn das gemeint war, bin ich bei dir.
Jan Tenner hat geschrieben: 08.02.2024 - 13:54 Halte ich für einen grundsätzlichen Denkfehler. Warum sollte für eine Skischule das Fahrkönnen ihrer Angestellten das Aushängeschild darstellen? Sollten das nicht eher das Fahrkönnen und der Fortschritt der Skischüler sein, die mit deren Unterstützung das Skifahren gelernt haben? :)
Drehen wir den Gedanken vielleicht um, ab wann wäre ein skifahrerisches Unvermögen schon schädlich für die Reputation der Skischule? Würdest du dich oder deine Kinder von einem Skilehrer unterrichten lassen, der nicht sturzfrei eine rote Piste runterkommt? Wie ist das dann bei der Verantwortung über eine Kindergruppe? Das ist das was ich mit Mindestlevel meinte. (Eine handvoll wenige Ausnahmekönner als tatsächliche Aushängeschilder der Skischule reichen völlig :) )
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?

Beitrag von Jan Tenner »

seiiim hat geschrieben: 08.02.2024 - 15:11 Aus vielen Jahren in der Praxis als Skilehrer kann ich berichten, dass das Was viel wichtiger ist, als das Wie.
Ich fang jetzt bestimmt kein Pimmelmessen, wer der größere Skigott ist und die längste Praxiserfahrung als Skilehrer hat, daher nur allgemein meine Erfahrung:
Die allermeisten Skischüler hatten durchaus eine Vorstellung, was sie machen wollten, brauchten aber Unterstützung dabei, wie sie das hinbekommen. Um eine Spur zu legen oder zum Schattenfahren braucht der vorfahrende Skilehrer auch keine skifahrerische Excellenz, sondern braucht eigentlich nur das Niveau, dass diese Übung auf dem jeweiligen Hang gerade benötigt. Natürlich gibt es verschiedene handfeste Gründe, warum ein Skilehrer gut skifahren können sollte, die skifahrerische Demonstrationsfähigkeit würde ich als einen der unwichtigeren Gründe dafür ansehen.

Wenn das anderes wäre, würde ich mir auch große Zukunftssorgen um deinen Berufsstand machen:
korrekt Vorzeigen
werden nämlich über kurz oder lang irgendwelche Augmented Reality Medien besser können als jeder Skilehrer aus Fleisch und Blut. Ich denke nicht, dass es technisch so weit hin ist, dass bspw. über eine VR-Skibrille ein virtueller Skilehrer perfekte Schwünge, Übungen, Linien usw. auf jedem beliebigen Hang vorfahren kann. Wäre für den Skischüler viel preisgünstiger und praktischer als räumlich, zeitlich und ökonomisch an eine Skischule gebunden zu sein. ICH glaube allerdings nicht, dass es dazu kommt, da ich das Vorzeigen eben nicht als den wichtigen Aspekt beim Skiunterricht betrachte, sondern der Meinung bin, dass andere Faktoren viel wichtiger sind.
seiiim hat geschrieben: 08.02.2024 - 15:11 Würdest du dich oder deine Kinder von einem Skilehrer unterrichten lassen, der nicht sturzfrei eine rote Piste runterkommt? Wie ist das dann bei der Verantwortung über eine Kindergruppe?
Ich weiß nicht, ob es für dich schwer vorstellbar ist, aber mir gar nicht in den Sinn kommen, die skifahrerischen Fähigkeiten der Skilehrer zu bewerten, wenn ich meine Kinder in der Skischule anmelden will. Erst recht nicht, wenn ich die zum Anfänger- oder Fortgeschrittene-Anfängerkurs anmelde. Sollten meine Kinder vom Niveau schon soweit sein, dass sie mit der Skischule auf roten Pisten fahren, würde ich erwarten, dass auch der Skilehrer diese bewältigen kann.
Allerdings glaube ich, dass du hier ein sehr überzogenes Bild von deiner Meinung nach skifahrerisch unterbelichteten Skilehrerkollegen zeichnest. Ich habe ehrlich gesagt noch nie einen Skilehrer gesehen, der beim Rote-Pisten-Fahren aus Unvermögen über seine eigenen Füße gestrumpelt ist. Auch keine 21-jährigen niederländischen Apres-Ski-Betthasen...
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?

Beitrag von Holländer »

What an interesting discussion :lol:
It reminds me of this recent 25% on topic Dutch newspaper article https://www.bd.nl/binnenland/e~a045c583b/.
Thank you Google Translate.

Ralf321
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?

Beitrag von Ralf321 »

Wusste es.
Einige Erfahrungen in e8nein älteren Thread.
https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?t=59108
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?

Beitrag von Highlander »

es wurden hier ja bereits einige Halbwahrheiten ( Klischees ) verbreitet.. :mrgreen:

Ich fange einmal von ganz oben an.. :D

Es gibt weltweit 2 Verbände in welchen sich die Skilehrer organisieren...

welches an sich schon ein Thema für sich ist, denn eigentlich sollte man annehmen,
da es um ein gemeinsames Thema den Ski - Unterricht geht , sollte es möglich sein, einen gemeinsamen Dachverband zu haben.. :D

Aber wie gesagt, bereits auf höchster Ebene wird 2 gleisig gefahren,
da vermutlich jeder Verband der Meinung ist, den goldenen Löffel bzw die goldene Methode für den Skiunterricht zu haben.. :mrgreen:

In einem Verband organisieren sich die Skilehrer welche einem Verein ( DSV Ski-Schule ) angehören.
dieses ist der IVSI
https://ivsi.info/

In dem zweiten Verband organisieren sich die Skilehrer welche einer staatlichen Skischule angehören.
dieses ist der ISIA
https://isia.ski/

Nun eine Stufe darunter auf Länderebene schaut es nochmals unterschiedlich aus.

Aber schauen wir zunächst einmal auf Deutschland, dort ist es zumindest noch sehr strukturiert...

Dort sind alle Skilehrer welche einem Verein angehören im DSV ( Deutscher Skiverband ) organisiert..
https://www.deutscherskiverband.de/

Darin sind nun wieder alle Bundesländer mit Ihren Verbänden organisiert.
zum Beispiel Bayern.

https://www.bsv-ski.de/aus-und-fortbildung/alpin/

Es gibt dort ein einheitliches 3 stufiges Ausbildungsmodell.

DSV Grundstufe
DSV Instruktor ( erste international anerkannte Ausbildungsstufe mit ISVI Marke )
die höchste Ausbildungsstufe ist der
DSV Skilehrer


Dann gibt es in Deutschland den zweiten Verband in welchem alle Skilehrer organisiert sind, welche einer staatlichen Skischule angehören.
Dieses ist der DSLV.
https://skilehrerverband.de/ausbildung-skilehrer/

Dieser Verband besitzt ein 4 stufiges Ausbildungsmodell

Skilehrer Level 1
Skilehrer Level 2
Skilehrer Level 3 ( erste international anerkannte Ausbildungsstufe mit ISIA Marke )
die höchste Ausbildungsstufe ist hier der
Staatliche Skilehrer

Der größte Unterschied bei den beiden Verbänden in Deutschland DSV und DSLV ist,
das beim DSV alle erreichten Ausbildungsstufen nur zeitlich befristet sind,
und man regelmässig sogenannte Fortbildungslehrgänge, nach welchen man dann die Laufzeit seines Ausweises verlängern lassen kann.

Wogegen beim DSLV sobald man dort die höchste Ausbildungsstufe den Staatlichen Skilehrer erreicht hat, diese zeitlich unbefristet ist.
Dort sind nur alle Stufen bis Level 3 zeitlich befristet, und erfordern ebenfalls einen regelmässigen Besuch von Fortbildungen,
damit der Ausweis entsprechend verlängert werden kann.


In anderen Ländern schaut es nochmals ganz anders aus. Zum Beispiel schon in Österreich, wo man dieses eigentlich eher nicht erwarten würde...

Sobald man beim staatlichen Verband ISIA bei Mitglieder, auf der Landkarte nach Österreich schaut, ist dort ein grauer Fleck...

Das bedeutet es gibt dort viele kommerziellen Skischulen, welche überhaupt keinem Verband angeschlossen sind...

Wer dann dort als Skilehrer eingestellt wird, entscheidet dann ganz alleine der Chef dieser Skischule...
Dadurch sind natürlich Probleme in der Qualität des Ski Unterrichts und einer einheitlichen Methode dieses Unterrichts schon vorprogrammiert.

Ein Beispiel für eine solche kommerzielle Skischule, stellvertretend für viele weitere findet man im nachfolgenden Link.

https://www.skischule-fieberbrunn.at/
wo ich schon skifahren war:
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?

Beitrag von seiiim »

Jan Tenner hat geschrieben: 08.02.2024 - 17:07 Sollten meine Kinder vom Niveau schon soweit sein, dass sie mit der Skischule auf roten Pisten fahren, würde ich erwarten, dass auch der Skilehrer diese bewältigen kann.
Also hast auch du eine gewisse Erwartungshaltung
Jan Tenner hat geschrieben: 08.02.2024 - 17:07 Ich habe ehrlich gesagt noch nie einen Skilehrer gesehen, der beim Rote-Pisten-Fahren aus Unvermögen über seine eigenen Füße gestrumpelt ist. Auch keine 21-jährigen niederländischen Apres-Ski-Betthasen...
Na dann erweitere deinen skifahrerischen Horizont, oder lass' dir von mir oder zonk oder christopher91 oder oder oder etwas sagen :wink:
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?

Beitrag von Kreon100 »

Lustiger Thread! Also meine Tochter ist Skilehrerin-Anwärter mit Ausbildung in Österreich. Sie fuhr davor schon richtig gut Ski, nach dem Lehrgang -und vor allem nach einer ganzen Saison als Skilehrerin- fuhr sie sehr, sehr gut Ski. Ich muss aber sagen, die Ausbildung hat einige Bereiche ausgeklammert. Ich war in den 80ern "Übungsleiter" (so hieß das damals als Vorstufe zum richtigen Skilehrer, ohne jetzt die genauen Regularien zu kennen). Da haben wir aber wesentlich mehr praktische Ausbildung gehabt. Tiefschwung, Hochschwung, Kurzschwung, Jetschwung, "Wedeln" (=Topschwung: Mittelstellung und Auslösung nur aus den Knien), Talstemme, Bergstemme, Umsetzen Riesentorlauf, das mussten wir damals alles drauf haben und das auch vermitteln können. Das ist in dem Skilehrer Anwärter-Kurs nicht mehr Teil der Ausbildung sondern erst bei Landesskilehrer.

Aber dennoch kenne ich eigentlich nur Skilehrer, die richtig gut drauf stehen. Ich kenne auch nur Leute, die da richtig Bock drauf haben, wenn sie Skilehrerausbildung machen, und sich dann in diesem einen Winter, wo sie tatsächlich als Skilehrer arbeiten, unglaublich verbessern und dann auch das ganze Leben, jedes Gespräch sich nur um Skifahren dreht. Wenn man 15:00 Uhr dann im Skigebiet die Skilehrer noch beim Freifahren sieht, geht mir das Herz auf und dann will ich es meist auch noch mal wissen. Bei der Suche nach geeignetem Material hieß es damals immer: "Schau Dich um, was die Skilehrer tragen, welchen Ski die fahren! Da kannst Du nicht verkehrt liegen." Das gilt auch heute noch, so ist jedenfalls mein Eindruck, natürlich spielt da auch das Alter noch eine Rolle.

Mir ist aber schon aufgefallen, dass es in der letzten Zeit in den sozialen Medien so ein Thema ist, dass man das Standing und das Können von Skilehrern hinterfragt. Das scheinen mir aber eher Leute zu sein, die auf Youtube ein Tutorial gesehen haben und jetzt meinen, sie wüssten Bescheid :lach:

Zu der angeblichen Vögelei kann ich nichts sagen, ist aber irgendwie auch klassisch legendär, gelogen und mit Fünkchen Wahrheit
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?

Beitrag von Kreon100 »

seiiim hat geschrieben: 08.02.2024 - 15:11 @ Jan Tenner, ich verstehe grundsätzlich deine Überlegungen, stimme jedoch in der Schlussfolgerung nicht überein. Aus vielen Jahren in der Praxis als Skilehrer kann ich berichten, dass das Was viel wichtiger ist, als das Wie. Gerade bei Kindern, Jugendlichen, ängstlichen Erwachsenen usw. tut sich der Gast viel leichter wenn er das Vorgezeigte nachmachen kann (Schattenfahren, Spurfahren, you name it... alles in Bewegung, nicht rumstehen), als über übermäßig Reden, Erklären und Feedback sämtliche Details zu erfahren. Gerade bei Sprachbarrieren wird das noch wichtiger. Und das fürs korrekt Vorzeigen auch ein gewisses skifahrerisches Level benötigt wird, ist denke ich selbstredend. Im Trainerwesen oder bei stark Fortgeschrittenen gewinnt das gesprochene Feedback an Bedeutung, da kann der Gast aber auch schon einigermaßen Ski fahren.
Die These "so wenig wie möglich vorzeigen/-fahren zu müssen" würde ich nur dann unterschreiben, wenn du dazusagst, dass das auch heißt, dass der Skilehrer die richtigen Übungen für den Gast erkennen und geben muss. Also lieber genau die 2 richtigen Übungen als 15 willkürliche, die nichts mit dem Hauptproblem zu tun haben. Wenn das gemeint war, bin ich bei dir.
Jan Tenner hat geschrieben: 08.02.2024 - 13:54 Halte ich für einen grundsätzlichen Denkfehler. Warum sollte für eine Skischule das Fahrkönnen ihrer Angestellten das Aushängeschild darstellen? Sollten das nicht eher das Fahrkönnen und der Fortschritt der Skischüler sein, die mit deren Unterstützung das Skifahren gelernt haben? :)
Drehen wir den Gedanken vielleicht um, ab wann wäre ein skifahrerisches Unvermögen schon schädlich für die Reputation der Skischule? Würdest du dich oder deine Kinder von einem Skilehrer unterrichten lassen, der nicht sturzfrei eine rote Piste runterkommt? Wie ist das dann bei der Verantwortung über eine Kindergruppe? Das ist das was ich mit Mindestlevel meinte. (Eine handvoll wenige Ausnahmekönner als tatsächliche Aushängeschilder der Skischule reichen völlig :) )
Dem würde ich mich anschließen. Ich rate heute noch jedem, beim Liftfahren nicht einfach nur die Feige in die Sonne zu halten sondern auf der Piste zu schauen, wer steht gut drauf, wo sind die Leute, die einen Schwung auf der Kante durchfahren, ein Steilhang nicht einfach nur runterbolzen und am Ende eine Notbremsung einleiten müssen, sondern die in jeder Situation das Fahren im coupierten Gelände beherrschen und den Schwung und die Geschwindigkeit kontrollieren können. Das sind dann doch meist Skilehrer und deren Bewegungen kann man sich schon verinnerlichen. Tutorials sind kein Ersatz! Es gibt einen Style, den man erreichen will und den erlenrt man nicht so einfach durch Wischen auf youtube und Insta
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?

Beitrag von Kreon100 »

seiiim hat geschrieben: 08.02.2024 - 10:46
Wooly hat geschrieben: 07.02.2024 - 22:16 Deswegen war ich etwas verwundert, das die "Billiglöhner" so ein Problem sein sollen. Wer sich allerdings ohne Not ausnutzen lässt, der ist am Ende vom Tag auch selber schuld ...
Nur als Beispiel: mir wurde bereits in zwei Skischulen sinngemäß gesagt: "bevor ich Dich (als Staatlich geprüften Skilehrer + Trainer (=Meisterstufe)) anstelle, zahl' ich lieber zwei Holländerinnen/Däninnen, die bekommen zusammen weniger als du + denen kann ich jeweils 12 Kinder in der Kindergruppe mitgeben- da verdien' ich mehr als bei deinen Privatstunden"
Betriebswirtschaftlich ist diese Aussage ja grundsätzlich richtig, als junger Mensch mit einer hochwertigen Ausbildung greift man sich dennoch an den Kopf. Dazu sei für das Gesamtbild gesagt, dass man auch mit der Ausbildung zum Landeslehrer oder Staatlichen Skilehrer in AUT (mit Ausnahme am Arlberg) nicht gut verdient (ich nenne hier mal 1.500-1.800 netto/ Monat je nach Position und Aufgabe als Anhaltspunkt). Nun möchte ich bitte keine Grundsatzdiskussion ob das nun wenig oder viel ist- man hat mit dieser Ausbildung eine vollwertige Berufsausbildung, bringt die oben genannten Eigenschaften und trägt mit dem Gast eine Menge Verantwortung, das sollte auch entsprechend entlohnt werden. Bei den "Kinderlandlehrern" ist es nochmal ein Eck weniger an Verdienst obwohl die wahrlich große Arbeit leisten.
Dazu kommt noch, dass Aus- und Weiterbildung, Ausrüstung und Unterkunft selbst zu stellen bzw. zu bezahlen ist.
Dadurch komme ich zu meiner Aussage, dass die "Billiglöhner" den Preis drücken, denn wer ob der genannten Faktoren dennoch für wenig Lohn arbeitet bringt das Gefüge nach unten.

Dass das Ganze zum Großteil von jungen Menschen im Nebenerwerb ausgeübt wird, daran ist grundsätzlich mal nichts verwerflich. Wie von mir bereits genannt, bietet es sich sogar an, weil man als Schüler/Student in den Ferienzeiten einen tollen Ferialjob hat in dem man viel lernen kann und den Skischulen hilft es bei der Bewältigung der Spitzenzeiten. Allerdings dreht sich hier die Problematik im Kreis bzw. in der von mir genannten Abwärtsspirale: Dadurch, dass die Entlohnung für (gut ausgebildete) Skilehrer oder jene die das über eine ganze Saison hauptamtlich machen nicht entsprechend ist, wandern diese sukzessive in andere Bereiche ab, wodurch wieder mehr mit jungen, unerfahrenen und/oder "Importspielern" kompensiert wird. Usw. Usw.
Im Idealfall sollte man mit einem Job soweit über die Runden kommen, dass er die Rechnungen bezahlt. Okay, vielleicht in Kombination mit einem Job für die Sommersaison, aber mit 2x Saisonjob sollte dies, denke ich, nicht zu viel verlangt sein.
Hmmm, also schon zu meiner Zeit in den 80ern hieß es, dass sich der staatliche Skilehrer eigentlich nur für den lohnt, der eine eigene Skischule gründen will. Wer das trotzdem aus Spaß an der Sache machen will, kann sich m.E. aber nicht beschweren, dass es in dem Bereich (neuerdings) verstärkte Konkurrenz durch Studenten und die hier viel zitierten Bett-Schneehasen-Skilehrerinnen gibt (wo sind die eigentlich anzutreffen? ich frage für einen Freund). Möchte jetzt nicht übermäßig respektlos rüberkommen, aber wer einen Meisterbrief als Call-Center-Agent hat, darf sich auch nicht über zu viel Billig-Konkurrenz beschweren. Dürfte übrigens bei Tennislehrern nicht anders sein. Ich teile aber Deine Ansicht, dass man von einem festen Job ein auskömmliches Leben haben sollte.

Fortbildung ist übrigens bei vielen Skischulen in Österreich Pflicht und kostenlos, so jedenfalls mein feedback.
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?

Beitrag von Wooly »

Kreon100 hat geschrieben: 10.02.2024 - 00:24 Hmmm, also schon zu meiner Zeit in den 80ern hieß es, dass sich der staatliche Skilehrer eigentlich nur für den lohnt, der eine eigene Skischule gründen will. Wer das trotzdem aus Spaß an der Sache machen will, kann sich m.E. aber nicht beschweren, dass es in dem Bereich (neuerdings) verstärkte Konkurrenz durch Studenten und die hier viel zitierten Bett-Schneehasen-Skilehrerinnen gibt (wo sind die eigentlich anzutreffen? ich frage für einen Freund). Möchte jetzt nicht übermäßig respektlos rüberkommen, aber wer einen Meisterbrief als Call-Center-Agent hat, darf sich auch nicht über zu viel Billig-Konkurrenz beschweren.
"Spaß an der Sache" ist natürlich gerne auch schnell ein Argument zur freiwilligen Selbstausbeutung ... auch wenn die wiederum in gewissen Maß auch immer noch legitim ist, wenn der Job richtig Spaß macht ... ich spreche da aus Erfahrung ... :mrgreen: :mrgreen:

Trotzdem wundere ich mich, das das Thema anscheinend immer noch so präsent ist ... ich dachte das hätte ich wirklich wg Fachkräftemangel schon massiv geändert ... anscheinend aber noch nicht genug. Da müsst ihr Skilehrer aber auch ehrlich mal selber aktiv werden ... oder akzeptieren das es anscheinend was Qualität angeht keinen Anspruch seitens eurer Arbeitgeber gibt ... was ich mir auch wieder nicht wirklich vorstellen kann.

Kreon100 hat geschrieben: 10.02.2024 - 00:24 Dürfte übrigens bei Tennislehrern nicht anders sein. Ich teile aber Deine Ansicht, dass man von einem festen Job ein auskömmliches Leben haben sollte.
Tennislehrer sind tatsächlich ganz gut dabei, die haben inzwischen ihren Marktwert verstanden.
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Re: Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?

Beitrag von Kreon100 »

Weils zu schön ist und gerade passte...

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