Overtourism in den Dolomiten

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.
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Reginleif
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Re: Drehkreuz auf Seceda-Wanderweg

Beitrag von Reginleif »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 25.07.2025 - 12:40 Problematischer finde ich da den Straßenverkehr (und ja, ich hab dazu auch schon mehrfach beigetragen). Das ist nämlich was, das es auch im Winter nicht so gibt. Da fahren zwar auch viel zu viele mit dem Auto in die Dolomiten, aber es gibt eben nicht diese Dolomitenrundfahrten. Aber eigentlich wären sie da ja in einer super Position das Thema mal anzugehen, es gibt ja jede Menge Seilbahnen die man in den Sommerbetrieb nehmen könnte als Alternative zu den Straßen. Wenn man das noch mit sinnvollen Buslinien kombiniert, kann man die Berge schon sehr entlasten.
Downhill hat geschrieben: 25.07.2025 - 13:04 Das Problem ist eher, dass trotzdem viele täglich mit dem Auto rumfahren.
Im Winter wundere ich mich im Val di Fassa auch immer über die morgendlichen Autokolonnen, wo doch ca. alle 10 min ein Skibus fährt.
Allegra hat geschrieben: 25.07.2025 - 15:25 In Gröden - wie in ganz Südtirol - gibt es sehr guten Nahverkehr, der zumeist für Gäste kostenlos ist.
Habt ihr schonmal daran gedacht, dass der größte Teil der Leute die dort mit dem Auto unterwegs sind, nur kommt weil sie dort mit dem Auto/Motorrad unterwegs sein wollen? Es ist gerade der Reiz diese Straßen mit dem eigenen Fahrzeug zu fahren, das ist die Absicht hinter der Anreise bei vielen. Auch ich selbst war schon öfter dort, weil es herrlich ist mit dem Oldtimer die tollen Straßen zu fahren und dazu noch die Kulisse drum herum zu haben.
Natürlich fährt da keiner Bus, das würde die Reise ad absurdum führen.
Man reißt bewusst mit dem Auto/Fahrrad/Motorrad an nur weil man diese Straßen fahren will. Davon lebt der Tourismus dort zu einem beträchtlichen Teil.
Gleiches gilt z.B. für die Großglockner Hochalpenstraße, die trotz nicht günstiger Maut stets gut besucht ist. Ohne Straße wäre dort tote Hose.
Saison 22/23: Skitage 7: 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Sölden, 1x Hintertuxer Gletscher, 1x See, 1x Ischgl
Saison 21/22: Skitage 6: 1x Ofterschwanger Horn, 1x Ischgl, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Nauders, 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Sölden
Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher
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Seilbahnjunkie
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Und ist dir in den Sinn gekommen, dass es vielleicht andere nicht so toll finden wenn du mit deinem alten Auto durch die Berge knatterst? Das muss man sich halt vor Ort überlegen ob man die Art Touristen haben möchte und die Stimmung kippt da langsam.
Und das ist auch nicht nur in Südtirol so. Die Beschwerden über zu viel Touristen hängen sich meistens nicht an den Liftneubauten oder den vielen Wanderern auf (gibt's beides aber natürlich auch), sondern am Verkehr. Lärmbelästigung durch Motorradfahrer an Passstraßen, zugestaute Täler, etc. darüber gibt es die meisten Beschwerden.
Natürlich ist das auch ein ganzes Stück weit verlogen. Die die sich über den Motorradlärm aufregen wohnen so abgelegen, dass sie ständig im Auto sitzen und die die sich über Zugestaute Täler und Dörfer beschweren stören sich am meisten daran, dass sie nicht mehr ungestört jeden Meter mit dem Auto fahren können.
Reginleif
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von Reginleif »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 27.07.2025 - 14:12 Und ist dir in den Sinn gekommen, dass es vielleicht andere nicht so toll finden wenn du mit deinem alten Auto durch die Berge knatterst?
Klar ist mir das bewusst. Glaub mir ich denke da deutlich mehr drüber nach, als die Partygänger die täglich auf den Straßen vor meinem Haus rum gröhlen oder die Passagiere die im Flugzeug sitzen das direkt über mein Haus startet. Wie viele Sekunden denken die Wohl daran dass sie mich und anderee grade stören könnten :wink: Muss man in meinen Augen mit leben können. Und ich fahre sicher kein unnötig lautes, großes, besonders stinkendes Auto, geschweige denn habe ich einen hervozuhebend provokanten Fahrstiel. Eher einen sehr defensiven weil ich weder das Verlangen, noch das Selbstbewusstsein habe um mit einem lautstarken Motor auf mich aufmerksam zu machen. Es geht beim Fahren ja um mich und meine Freude, nicht um andere und darum dass sie mir negative Blicke zu werfen.

Aber um den Umstand gings mir gar nicht.
Ich wollte nur sagen, dass ein Ausbau der Seilbahn oder Bus Infrastruktur nichts zur Problemlösung beiträgt weil der Gast gar nicht von diesen angesprochen wird.

Davon abgesehen könnte man bei aller oft durchaus nachvollziehbarer Beschwerde auch mal etwas mehr daran denken dass der Tourist nicht mit der Absicht kommt den Einheimischen auf den Keks zu gehen, sondern um Freude zu erleben.
Und wie viele der Einheimischen dort gehen im Jahr wohl auch mal in den Urlaub und gehen an ihrem Reiseziel wiederum anderen auf den Keks obwohl das nicht ihre primäre Absicht ist? Das soll es nicht rechtfertigen, aber man hat schon den Eindruck, dass so viel weiter oft nicht gedacht wird.
Beim nächsten Fußballspiel sitzt man dann gröhlend im Stadion und denkt nicht einmal daran, dass die Anwohner ums Stadion sicher erfreut über den Lärm, die Alkoholleichen und den Müll sind. Und man in dem Moment kein Mü besser ist als der der einem vor der eigenen Haustür dann wieder auf den Wecker geht.

Ich habe das Gefühl der Egoismus wird allgemein immer größer und man unterstellt unangenehme Begleiterscheinungen wie Lärm, Abgas oder Stau schon als vorsätzliche primäre Absicht, was ja bis auf vielleicht das eine Prozent das provozieren will schlichtweg falsch ist.
Es ist nicht nur so dass die Belastung größer wird, man will auch immer weniger akzeptieren und sieht nur noch sich selbst. Egal ob im Großen oder Kleinen, im Urlaub oder in der eigenen Nachbarschaft. Das was vor 20 Jahren normal war, ist einem heute schon in den Ansätzen zu viel des Guten.
Ich könnte mich wenn ich auf der Straße freie fahrt will auch darüber echauffieren dass doch alle anderen gefälligst daheim bleiben sollen wenn ich dort fahre. Oder dass ich am Berg nen Kilometer hinter nem langsamen Fahrrad herschleichen muss. Oder ich lasse es und akzeptiere dass der da aus dem selben Grund wie ich fährt. Er will seine Freizeit gestalten und Freude erfahren und da hat jeder jedes Recht zu.
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von br403 »

Zufällig heute gefunden, auch andere Länder haben solche Probleme. Witzige Idee von den Anwohnern: https://web.de/magazine/reise/anwohner- ... 1753373963
Rennstier
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von Rennstier »

Tja, schwieriges Thema. Die Anreise mit dem Bus ist ja schon relativ umweltfreundlich und definitiv besser, als wenn jeder selbst mit dem (Miet)wagen kommen würde. Parkgebühr wird ja schon nicht zu wenig gezahlt, muss man evtl. weiter erhöhen, um Besucherlenkung und Ordnungspersonal zu finanzieren. Vielleicht verpflichtende Umwelt- und Kulturbildung für alle Touristen? Würde auch den deutschen SUV-Touristen sicher nicht schaden, wenn die zumindest mit dem Bus anreisen würden, wären die Straßen schon stark entlastet.
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von zonk »

Für mich würde das gar nicht funktionieren.wie soll das klappen.wenn ich von Wolkenstein zu diversen Bergtouren aufbrechen will,braucht man ein Auto,wenn die Anfangszeit der Touren bei 5 Uhr liegt
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von markus »

Wir haben da jetzt immer ein Emtb dabei bis zum Zustieg
Das klappt eigentlich Super.👍
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Seilbahnjunkie
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von Seilbahnjunkie »

zonk hat geschrieben: 28.07.2025 - 12:52 Für mich würde das gar nicht funktionieren.wie soll das klappen.wenn ich von Wolkenstein zu diversen Bergtouren aufbrechen will,braucht man ein Auto,wenn die Anfangszeit der Touren bei 5 Uhr liegt
Wenn man die Pässe sperrt und alle mit dem Bus fahren müssen, dann rentiert es sich vielleicht auch ein paar ganz frühe Fahrten anzubieten.
Tyrolens
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von Tyrolens »

Ich sehe das Problem hier eher an der mangelnden Agilität des Verwaltungsapparats.
Durch Social Media entstehen Hypes heute nun mal sehr schnell.
Aber grundsätzlich sind das alles Dinge, die sich über Geld regeln lassen.
Vilnöss zum Beispiel hat ja schon eine Online Reservierung für PKW und Busse eingeführt.
Wenn die nun merken, dass das zu wenig Wirkung entfaltet, sollten doch die Preise so lange erhöht werden, bis die Wirkung da ist.
Ich erlebe das oft, dass es Skrupel gibt, die Preise ordentlich an zu ziehen. Warum nicht 100 Euro Tagesparkgebühr für einen PKW und 1.500 Euro für einen Reisebus?

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Seilbahnjunkie
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Klar, kann man machen. Dann ist Urlaub halt wieder nur was für Reiche, wie früher. Da hätten die vielleicht nicht mal was dagegen, denn solche Leute kaufen sich ja heute schon mit teuren Urlaubszielen, exklusiven Clubs oder gleich Jachten von den Freuden des Massentourismus frei.
markus
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von markus »

Speziell im Villnöss gehts nicht um Urlaub.
Zumindest bei 90 Prozent der Touris.
Da gehts nur um ein Insta Bild mit St Magdalena vor den Geislern. Und nur um das.
Reginleif
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von Reginleif »

Tyrolens hat geschrieben: 28.07.2025 - 15:54 Warum nicht 100 Euro Tagesparkgebühr für einen PKW und 1.500 Euro für einen Reisebus?
Damit der Golf Fahrer weg bleibt und nur noch der gut betuchte Sportwagen Fahrer kommt? Sehr sinnvoll und sozial gerecht.
Wie ich schon geschrieben habe, eine nicht unerhebliche Zahl der Gäste kommt nur wegen der Straßen, bei Sperren wären die alle weg. Die kommen nicht mit dem Bus, das ist nicht deren Intention bei der Reise.
Es hat auch keiner ernsthaft Interesse daran Gebühren so hoch zu schrauben dass tatsächlich jemand weg bleibt. Nirgends. Drum passiert das auch nirgends. Die Tourismusbranche drückt lieber etwas mehr Geld ab um die Anwohner zu besänftigen als ingesamt auf Gewinn zu verzichten. In meinen Augen ist das völlig offensichtlich.
Mit homöopathischen Eintrittsgeldern wie die 10€ in Venedig lässt sich gutes zusätzliches Geld machen. Ebenso mit Parkgebühren. Die Touristenzahlen zeigen schon, dass der Effekt auf die Masse gleich 0 ist. Mit horrenden Gebühren würde man dagegen Verlust machen und das will dann doch auch wieder keiner.
Selbst die Gebühren und Zutrittsbeschränkungen im Pragsertal hat man so gewählt, dass der Parkplatz immer voll ist und man jetzt halt noch von jedem mehr Geld bekommt. Die Aussage irgendwo Gästezahlen durch reine finanzielle Maßnahmen reduzieren zu wollen ist doch fast immer scheinheilig.

Im Gegensatz zu Rucksack Wandertouristen sind es übrigens, wie auch die Situation im Montafon zeigt, grade die Auto und Motorradfahrer die am Straßenrand einkehren und das Geld da lassen. Und sehr viele von denen, wie auch ich, lassen sich die paar Tage im Jahr auch gerne was kosten. Selbst 100€ Gebühren wären mir persönlich da ehrlich gesagt ziemlich egal, da ich auf meiner Reise bereits ein Vielfaches davon in Form von Sprit und allgemeinen Fahrzeugkosten, Seillbahntickets, Restaurants und Nächtigung liegen lasse. Mag jetzt großkotzig klingen, aber ich lebe sonst so sparsam und die paar Tage Erlebnis im Jahr sind mir so kostbar, dass das wenn es irgendwie geht ziemlich das letzte wäre wo ich im Leben Abstriche machen würde.

Das einzige was abhalten würde, wären dann tatsächlich Fahrverbote. Aber dann komme ich halt auch wirklich nicht mehr, auch nicht mit dem Bus, und lasse auch gar kein Geld mehr da. Und das gilt vermutlich für die meisten Straßentouristen dort.

Die Influencer die die Hypes lostreten sind doch auch die letzten die nicht mehr kommen würden, denn viele von denen verdienen Geld wie Heu. Die haben die Gebühren mit einem Bild vom Karersee 10 mal wieder drin.
Saison 22/23: Skitage 7: 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Sölden, 1x Hintertuxer Gletscher, 1x See, 1x Ischgl
Saison 21/22: Skitage 6: 1x Ofterschwanger Horn, 1x Ischgl, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Nauders, 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Sölden
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Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von Tyrolens »

Engmaschige Polizeikontrollen würden dich vermutlich auch abhalten.


Jede Wette, wenn man die Motorrad- und Autofahrer von den Passstraßen weg bekommt und dafür Rennradfahrer/innen dorthin bekommt, würde das noch mal deutlich mehr Umsatz bringen.

Aber hier werden wieder Themen vermischt. ich schrieb von Parkgebühren. Maut ist wieder was anderes.
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von Reginleif »

Tyrolens hat geschrieben: 28.07.2025 - 19:14 Engmaschige Polizeikontrollen würden dich vermutlich auch abhalten.
Wieso sollten die mich abhalten? Die würde ich begrüßen.
Wer sich an Regeln hält hat doch vor der Polizei nichts zu befürchten und ich habe bereits geschrieben dass ich einen rücksichtsvollen und defensiven Fahrstil habe. Wenn ich das so schreibe meine ich das auch so.
Ich würde nie durch sinnlosen Adrenalinrausch die Gesundheit meiner Freundin oder mir selbst oder allein mein kostbares Autochen riskieren. Es wäre schlicht dumm die eigene Freude zu riskieren.
Man muss nicht jedem dämliches Verhalten auf den Straßen unterstellen :wink:

Ich bin im Gegenteil streng für allgemein viel mehr Kontrollen. Die Polizeipräsens und auch jegliche Strafen, egal ob in Deutschland, Österreich etc. empfinde ich als lächerlich. Wer sich über Strafen und Polizei beschwert, entlarvt sich doch nur selbst.
Sowohl ich als auch meine Eltern mussten seit Jahren nie überhaupt mal den Führerschein zeigen. Spricht wohl für uns, aber das kanns doch nicht sein.
Was mich persönlich extrem stört sind die vermeintlichen Kleinigkeiten, die nicht geandet werden. Die verbotene Nutzung von Blitzer Warn Apps z.B. Oder nicht blinken, egal ob an Kreuzungen, Kreisverkehren oder auf der Autobahn. Ich würde unterlassenes Blinken als Verkehrsbehinderung oder sogar gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr einstufen und richtig saftig bestrafen.
Passiert halt nicht. Stattdessen kostet ein vergessener Parkzettel mehr Strafe.
Würde man denen die regelmäßig Regeln auf den Straßen brechen ordentlich Einhalt gebieten, wäre die Abneigung gegenüber denen die sich benehmen lange nicht so groß. Es sind doch wirklich überwiegend die 10% Extremraudis die mehr als der gesamte Rest stören und unter denen leidet jeder andere.
Jedes zu laute Fahrzeug großzügig an Ort und Stelle beschlagnahmen und es ginge schonmal viel gemütlicher zu. Für alle. Ich kann die Raser, Drängler und Krawallmacher auf der Straße nämlich selbst nicht brauchen, die stören nicht nur die Anwohner.
Wo ist das Problem? Vermutlich beim fehlenden Personal.

Oder meintest du die Kontrolle von eventuellen Fahrverboten?

Parkgebühren halte ich für noch sinnloser als Maut, denn die Parkplätze sind da, wo man tendenziell Geld bei Bahnen und Restaurants liegen lässt. Kostet der Platz zu viel, fährt man halt nonstop weiter und lässt kein Geld mehr im Restaurant.
Wenn schon dann Maut.
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Re: Drehkreuz auf Seceda-Wanderweg

Beitrag von Endmoräne »

Downhill hat geschrieben: 25.07.2025 - 13:04 Im Winter wundere ich mich im Val di Fassa auch immer über die morgendlichen Autokolonnen, wo doch ca. alle 10 min ein Skibus fährt.
Der Skibus ist bei Google mit 1,7 bewertet :mrgreen: : https://www.google.com/search?client=fi ... 87&dpr=1.5

Nur mal ein Zitat aus der obersten Rezension (von Ulrike), welche die Umstände ganz gut trifft: Schrecklich! Keinen Bus anzubieten wäre ehrlicher als dieser miserable Service. Der Bus kommt einmal die Stunde, ist dann völlig überfüllt, sodass man nicht einsteigen kann. Lösung bei der Kälte draußen.... In den warmen und zudem leeren Bus in die falsche Richtung einsteigen und schön eine Stunde im Kreis fahren.


Wir waren dieses Jahr über Silvester in Penia (neben Canazei) untergebracht. Wenig Schnee, aber sehr kalt, Frühtemperaturen bis -14°C! Die Großraumgondel auf den Col dei Rossi lag nur ca. 1300m entfernt, aber ging runter und wieder rauf (ca. -80hm, +20hm). Gerade so außer Laufweite, vor allem für die Kids.
Der Witz schlechthin: dieser grauenhafte Skibusservice war noch nicht einmal in unserem extrem teuren Dolomiti-Superski-Pass inkludiert! :lol: Kostete letzte Saison nämlich 5€ pro Tag und Person oder 20€ für - nein, nicht sechs, sondern fünf Tage. :ja: Das Wahrnehmen dieses wundervollen Angebots hätte mich also 4x20€+4x5€ = 100€ zusätzlich gekostet. Das habe ich dankend abgelehnt. :arrow: Nach zweimal Auto zum Seilbahnparkplatz, Kostenpunkt 10€ Parkgebühr/Tag plus 30-40min Wartezeit an der Gondel - und zwar hoch wie runter -, bin ich einfach auf den Fedaia gefahren und habe mich dort gratis direkt neben die Piste gestellt.
Ich bewege das Auto im Skiurlaub nur höchst ungern. Aber wenn ich dazu gezwungen werde? :rolleyes:
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von Latesn »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 28.07.2025 - 15:48
zonk hat geschrieben: 28.07.2025 - 12:52 Für mich würde das gar nicht funktionieren.wie soll das klappen.wenn ich von Wolkenstein zu diversen Bergtouren aufbrechen will,braucht man ein Auto,wenn die Anfangszeit der Touren bei 5 Uhr liegt
Wenn man die Pässe sperrt und alle mit dem Bus fahren müssen, dann rentiert es sich vielleicht auch ein paar ganz frühe Fahrten anzubieten.
Man müsste die Pässe ja nichtmal sperren ... auch wenn jetzt der Klowassersäufer wieder ganz laut aufheulen wird - auch als bekennender Passstraßenliebhaber sage ich ... Um die ganze Ronda im Sommer: Kostenloser Nahverkehr im 15 Miniten-Takt finanziert von Leuten die bereit sind für eine dann auch noch leere Passtraße für das ganze Paket 500 an Maut hinlegen oder alternativ 150 pro Pass ... Nur leid jetz iasch ois gaunz bled ... da wird die tourismuslobby mal ganz böse aufjaulen und genau deswegen wird sowas auch nicht kommen sondern immer mehr und mehr und mehr touristen ... die geister die wir riefen ;-)
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von Werna76 »

Ich hab mir mal die Nächtigungszahlen herausgesucht, als Ergänzung/Grundlage zur Diskussion:

Übernachtungen in Tausend, jeweils Vergleich 2010 -> 2024, Sommermonate:
Sexten: 353 -> 480 = +36%
Toblach: 329 -> 448 = +36%
Abtei: 386 -> 587 = +52%
Corvara: 318 -> 429 = +35%
Prags: 83 -> 120 = +45%
Pustertal gesamt: 4.355 -> 6.036 = +39%

St. Christina: 132 -> 253 = +92%
St. Ulrich: 276 -> 414 = +50%
Wolkenstein: 416 -> 612 = +47%
Vilnöss: 105 -> 161 = +53%
Saltern-Schlern gesamt: 2.576 -> 3.704 = +44%

Und im Vergleich dazu eine Region die im Instagram-Universum nicht ganz so prominent vertreten ist:
Vinschgau gesamt: 1.300 -> 1.511 = +16%

Gesamt-Südtirol, Übernachtungen in Tausend nach Herkunftsländern, wieder Vergleich 2010-2024:
Österreich: 574 -> 844 = +47%
Deutschland: 8.783 -> 11.707 = +33%
USA: 51 -> 329 = +645%
Asien ohne Japan: 26 -> 410 = +1577%
Italien: 6.054 -> 6.327 = +5%

Quelle: https://statastat.prov.bz.it/databrowse ... .0/TOURISM
Hermann ist der Skilehrer für uns alle (Aksel Lund Svindal über Hermann Maier)

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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Das ist aber schon generwll ein Trend, dass die Alpen im Sommer wieder beliebter werden. Es ist übrigens ein vergleichsweise kurzfristiger Trend, dass der Winter in manchen Regiinen stärker ist als der Sommer. In Tirol hab ich mal Zahlen gesehen, dass der Winter den Sommer erst in den 90ern abgehängt hat. Seit Corona ist das, zumindest vorerst mal, wieder vorbei. Aber während das 21 und 22 noch von den im Winter vorhandenen Beschränkungen kam, hat sich der Winter mittlerweile gut erholt, aber der Sommer ist explodiert. Der Trend war aber auch vorher schon klar, auch 2019 hatte der Sommer den Winter schon fast eingeholt, obwohl das im Winter das Rekordjahr war. 2024 hatte der Sommer dann mehr als der Winter 2019.
zonk
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von zonk »

Offensichtlich aber immer noch nicht so schwergewichtig,dass die Sommerpreise auf dem Level der winterpreise sind.aber die Abkehr von der Fokussierung auf Wintertourismus tut dem Tourismus allgemein ganz gut und macht die Sache für die Gastronomen etc sicherer als nur das Standbein Winter zu haben. Selbst in solchen orten wie Obertauern merkt man seit einigen Jahren eine stärkere Vermarktung des Sommers
siri
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von siri »

Latesn hat geschrieben: 28.07.2025 - 23:10
Man müsste die Pässe ja nichtmal sperren ... auch wenn jetzt der Klowassersäufer wieder ganz laut aufheulen wird - auch als bekennender Passstraßenliebhaber sage ich ... Um die ganze Ronda im Sommer: Kostenloser Nahverkehr im 15 Miniten-Takt finanziert von Leuten die bereit sind für eine dann auch noch leere Passtraße für das ganze Paket 500 an Maut hinlegen oder alternativ 150 pro Pass ... Nur leid jetz iasch ois gaunz bled ... da wird die tourismuslobby mal ganz böse aufjaulen und genau deswegen wird sowas auch nicht kommen sondern immer mehr und mehr und mehr touristen ... die geister die wir riefen ;-)
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von Tyrolens »

Es gibt halt auch jede Menge Leute, die den Overtourism gut finden. Da kenne ich einige, die sofort depressiv werden, wenn sie nicht hunderte oder besser tausende Menschen um sich haben.
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von zonk »

Ich werde depressiv,wenn ich mit leuten im Lift fahren muss..notfalls brülle ich die Leute an.dann bleib ich immer allein
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von don pipone »

Ich lasse sofort nach dem Einsteigen in eine Kabine an gscheiden Schoaß. Das hilft immer. Im Sessellift kündige ich immer an, dass mir vermutlich schlecht wird und ich gleich speim muaß.....
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von siri »

bei solchen Egoisten wundern mich nicht die langen Liftschlangen :twisted:
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von zonk »

Aber ihr tut uns was gutes und huift uns,weniger depressive Schübe zu bekommen

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