Die Prämisse von all dem ist aber, dass überhaupt der Co2-Ausstoß reduziert werden soll. Wenn man das insgesamt für unnötig oder unverhältnismäßig erachtet, wird daraus eine reine Verbotspolitik.ThomasK hat geschrieben: 29.09.2023 - 03:37 Um eine Verkehrsverlagerung zu erreichen, empfiehlt die Fachwelt PUSH and PULL also Restriktionen gegen das Auto und Ausbau des ÖPNV. Die AfD will PULL and PULL, d.h. beides ausbauen. Das Problem bei der AfD besteht nun darin, dass die negativen externen Kosten des Straßenverkehrs nicht ausreichend berücksichtigt werden. Wenn die AfD den Verbrenner nicht verbieten will, dann ist es aber gemäß der Fachliteratur notwendig, die negativen externen Kosten durch eine Erhöhung der Mineralölsteuer dem Verursacher in Rechnung zu stellen. Genau das will die AfD aber nicht, weswegen man sie dafür inhaltlich kritisieren muss. Und wenn jemand von München nach Rom fliegen will, dann kann er das gerne machen, sofern über eine Kerosinsteuer die negativen externen Kosten dafür dem Verursacher in Rechnung gestellt werden und mit diesen Steuern CO2-Einsparungsmaßnahmen finanziert werden. So funktioniert Marktwirtschaft.
Ich würde ganz generell den Wert der Freiheit und der Lebensqualität, die Verbrennerautos (vor allem solche von 2005-2015 ohne die ganzen unsinnigen Assistenzsysteme) bieten, so hoch einschätzen, dass es keinerlei Rechtfertigung für irgendwelche Einschränkungen gibt, selbst dann nicht, wenn sämtliche Aussagen der Grünen bzgl. des Co2-Ausstoßes und "Klimaschutz" stimmen.
Es ist abzulehnen, dass Freiheit und Lebensqualität reduziert werden durch Verbote, Vorschriften und Steuererhöhungen zwecks "Klimaschutz". Denn unterm Strich ist das alles beherrschbar und das einzig sinnvolle Vorgehen ist, sich durch technische Maßnahmen den Folgen vom Klimawandel anzupassen (was übrigens sogar unter grüner Prämisse notwendig ist), weil es definitiv wirksam ist, viel billiger, und Freiheit und Lebensqualität kaum einschränkt.