gfm49 hat geschrieben: 01.10.2023 - 14:2360% und mehr in Bayern hatten nur Alfons Goppel 1974 und Edmund Stoiber 2003ThomasK hat geschrieben: 01.10.2023 - 12:10Zu Straußzeiten hatte die CSU in Bayern Stimmenanteile von 60 % und mehr.
Wenn Strauß 2015 noch gelebt hätte, dann hätte er Merkel, als sie 2015 die Grenzöffnung anordnete, ungespitzt in den Boden gehauen, ihr eine Standpauke gehalten, die sich gewaschen hätte, die CSU-Landesgruppe im Bundestag aus der Regierung abgezogen und am nächsten Tag wäre die Grenze wieder zu gewesen.
Und was den Mut von Strauß angeht, hat man ja beim Nichtvollzug des Kreuther Trennungsbeschlusses gesehen(wo er immerhin bei der BT-Wahl 60% eingefahren hatte - das einzige mal, das beim Bundestag eine 6 vorne stand)
OK, dann hatte Strauß 58 oder 59 %. Das ändert aber nichts daran, dass die 36 % derzeit ein totales Desaster der CSU sind.
Das verlogene Spiel, mit der CSU-Landesgruppe im Bundestag jeden Scheiß mitzumachen und dann in München so zu tun, als hätte man damit gar nichts zu tun, funktioniert eben nicht mehr.
Vor allem funktioniert das eben deshalb nicht mehr, weil Söder nicht nur Ministerpräsident Bayerns ist, sondern ZUGLEICH CSU-Chef.
Die Leute sagen doch alle: Was soll die Verarscherei?
Hinzu kommt auch, dass Söder seine Meinung öfters wechselt, als manche Leute ihre Unterhose und genau das kaufen ihm immer weniger ab!
Wie ich schon schrieb, kommt auf dem Soll-Konto Söders einiges zusammen:
Milliardendesaster bei der Zweiten Stammstrecke nebst Vertuschung von Planungsfehlern, Zeitverzögerungen und Kostenexplosionen
Drastische Kostenüberhöhungen beim Zukunftsmuseum Nürnberg
Maskendesaster nebst Korruption
Bei weitem überzogene Coronamaßnahmen, die teilweise von den Gerichten als rechtswidrig erachtet wurden und ex tunc außer Kraft gesetzt wurden.
Das historisch schlechte Ergebnis von 37,2 % wird die CSU wahrscheinlich nicht erreichen.
Lediglich das Desaster um das Aiwanger-Flugblatt, für das die CSU nichts kann, rettet ihn. Erst wenn die CSU deutlich unter die 35 % fiele, wird es für ihn kritisch, aber mit 35 % oder 36 % kann er seine Kanzlerkandidatur sowieso abschreiben.