Also die Piste scheint heute zu halten, wenn Startnummer 43 noch aufs Podium fährt
Auslaufzone nach Hausbergkante is vielleicht sicherer geworden. Dafür mussten die meisten Fahrer heute fast schon im Sprung Richtung machen bzw sofort danach stark nach rechts lenken.
Einige hats sehr nah ans Außentor beim Linksschwung nach der Hausbergkante/Eingang Traverse getrieben. Das ist nicht ungefährlich.
Ich fand die alte Version wesentlich besser/spektakulärer.
Der Blick von unten. Der Kampf der Fahrer gegen die Fliehkräfte in der Traverse für eine optimale Position oben zu bleiben.
Bin mal gespannt was sie sich da noch einfallen lassen.
Bin froh dass einer aus dem Kreis der Weltbesten gewonnen hat, ansonsten war das ne ziemliche Lotterie heute.
Zum ORF:
Der Start des Rennens wird wegen starkem Wind nach unten verlegt.
Das Tor nach der Mausefalle wackelt deutlich im Wind.
Die Äste an den Bäumen bei der Zwischenzeit nach der Steilhangausfahrt wackeln fröhlich im Wind bei jedem Läufer.
Das Mastercard Werbetransparent beim Seidlalmsprung wachelt auch im Rückenwind bei manchen Läufern.
ORF Kommentatoren nach völlig unlogischen Sektorzeiten im Flachstück... schneller Ski, Spur wird glasig, großartiger Gleiter
Bei Nr. 21 bekommt Assinger ne Whatsapp von einem ÖSV-Trainer, dass der Wind unregelmäßig ist...
Und dann kommt die absolut neue und weltbewegende Erkenntnis: "könnte sein dass auch der Wind ne Rolle spielt im Flachstück"
Ich frag mich manchmal was diese Sportkommentatoren eigentlich den Rest der Woche so machen außer Nasenbohren.
Generell fällt auf, dass es in dieser Saison viel mehr Ausfälle im Slalom als in früheren Jahren.
Ich führe dass darauf zurück, dass es keine dominierenden Slalomläufer in dieser Saison gibt. Diejenigen, die den Speed für eine Dominanz hätten (Noel, Vinatzeer und Foss-Solevag , scheitern zur Zeit oft an einer Mischung aus Nervenschwäche und taktischen Gespür. Dieses taktische Gespür, dass Hirscher in seinen letzten zwei, drei Jahren perfektionierte, als er oft im zweiten Durchgang einen Vorsprung verwalten konnte und mit reduzierten Risiko zwei oder drei Zehntel Vorsprung ins Ziel brachte, geht den Spitzenleuten aktuell völlig ab.
Die Folge: Bei jedem Rennen können 20, vielleicht sogar 30 Fahrer gewinnen oder zumindest aufs Podest fahren, wenn sie viel riskieren und sie damit ohne gravierenden Fehler durchkommen. Also wird im Feld viel mehr riskiert also zu der Zeit, in der die Topplätze auch mit viel Risiko für die Fahrer jenseits der Top-Gruppe kaum erreichbar waren.
Martin_D hat geschrieben: 22.01.2022 - 19:33
Diejenigen, die den Speed für eine Dominanz hätten (Noel, Vinatzeer und Foss-Solevag , scheitern zur Zeit oft an einer Mischung aus Nervenschwäche und taktischen Gespür. Dieses taktische Gespür, dass Hirscher in seinen letzten zwei, drei Jahren perfektionierte, als er oft im zweiten Durchgang einen Vorsprung verwalten konnte und mit reduzierten Risiko zwei oder drei Zehntel Vorsprung ins Ziel brachte, geht den Spitzenleuten aktuell völlig ab.
Ich bin durchaus Vinatzer-Fan, aber neben der fehlenden Taktik werfe ich ihm gestern vor allem die viel zu große Freude nach dem ersten Durchgang vor.
Ich hätte gern gesehen: Faust ballen, nach #30 Sachen packen, Interviews ablehnen.
Aaauutsch, habe gerade den üblen Verschneider von Goggia in Cortina gesehen - und schon länger gedacht, irgendwann geht sich ihre kompromisslos offensive Fahrweise nicht mehr aus, und irgendwann kommt sie auch nicht mehr ohne schwerere Verletzung davon. Ich wünsche ihr natürlich, dass sie auch diesmal Glück gehabt hat, aber der Crash heute könnte ihr Olympia-Aus gewesen sein. Derzeit (15:05h) ist mir noch keine Diagnose bekannt, die Hoffnung stirbt zuletzt...
Und wieder hat es Sofia Goggia vor einem Großereignis mit einem brutalen Sturz erwischt .
Hoffentlich ist alles halb so schlimm aber wenn man die Bilder so sieht kann man es kaum glauben...
Ja, sehr verdient !
Erstaunlich, dass an diesem Tor doch nur so wenige Fahrer ausgeschieden sind.
Die Idee, an dieser Stelle etwas Geschwindigkeit zum Schutz der Fahrer herauszunehmen, ist ja gut. Aber die Umsetzung fand ich auch etwas unglücklich gelöst. Mal schauen, wie dort nächstes Jahr gefahren wird.
Aber wie der Marco Odermatt sich dort noch herausgewunden hat war schon Weltklasse. Die Kraft möchte ich auch in den Oberschenkeln haben...
Klinische Untersuchungen abgeschlossen, Zustand von Sofia Goggia
23. Januar 2022
Sofia Goggia, die während des für den Weltcup gültigen Frauen-Super-G von Cortina gestürzt ist, wurde in der Klinik La Madonnina in Mailand von der Medizinischen Kommission FISI unter dem Vorsitz von Dr. Andrea Panzeri untersucht, der die Olympiasiegerin einem MRT beider Knie und einem CT-Scan unterzog, die eine Verstauchung des linken Knies mit einer bereits 2013 operierten Teilverletzung des Kreuzbandes, einen kleinen Bruch des Wadenbeins und einen Muskelsehnenschmerz zeigten. Sofia wird morgen mit der Rehabilitation beginnen, um am Dienstag, den 15. Februar, bei der Frauenabfahrt in Peking 2022 an den Start zu gehen. "Es tut mir leid, es ist eine Unterbrechung, die wir in einem so wichtigen Moment der Saison nicht wollten - sagte Goggia -, aber in den nächsten Stunden werde ich mit der Physiotherapie beginnen, um zu versuchen, den olympischen Titel in der Disziplin zu verteidigen, die ich am meisten liebe".
Kronplatz und Garmisch wird sie wohl auslassen müssen.
Warum muss man eigentlich die Streif immer so schlagig präparieren? Das erhöht nur unnötig das Risiko für Stürze und schwere Verletzungen. Oder werden alle Pisten in Kitzbühl so schlecht präpariert?
Es war schon ein gewaltiger Kraftakt von Odermatt da in der Traverse auf dem Ski zu bleiben und durchzuziehen. Für mich war das die Siegerlinie. Wo Feuz da noch schneller war ist schwer zu sagen.
Whistlercarver hat geschrieben: 23.01.2022 - 20:35
Warum muss man eigentlich die Streif immer so schlagig präparieren? Das erhöht nur unnötig das Risiko für Stürze und schwere Verletzungen.
Eine glattere Piste ohne Schläge ist nicht unbedingt eine sicherere Piste. Ohne die Schläge wäre man an manchen Stellen noch mal einige km/h schneller. Und im Vergleich zu den 80er Jahren sind eh viel weniger Schläge drinnen. Schau dir mal Videos in dieser Zeit an.
Was die neue Kurssetzung im Bereich Hausbergkante/Traverse angeht: Ich verstehe, dass man dort einen Handlungsbedarf gesehen hat. In der Kompression nach der Hausbergkante und bei dem kleinen Sprung in die Traverse ist einfach schon zu viel passiert in der Vergangenheit. Aber ich teile die in vorigen Postings geäußerte Ansicht, dass die Kurssetzung beim aktuellen Rennen auch noch nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Dass man, wenn man schnell sein will, dass Außentor bei der Einfahrt Traverse gerade noch so haarscharf erwischen kann, erscheint mir nämlich auch nicht ganz ungefährlich zu sein.
War schon ne Bombenabfahrt. Feuz sehr stark, Odermatt mit purer Gewalt und Willen noch ums Tor gekämpft, war es Mayer der mit den Schuhen das Netz gestreichelt hat Das hätte auch arg fies ausgehen können.
Respekt aber auch an die Pistencrew das sie die Piste so stark hergerichtet bekommen haben. Nach den Schneefällen eine Heidenarbeit.
Whistlercarver hat geschrieben: 23.01.2022 - 20:35
Warum muss man eigentlich die Streif immer so schlagig präparieren? Das erhöht nur unnötig das Risiko für Stürze und schwere Verletzungen.
Nachdem ich skifahrtechnisch da aufgewachsen bin:
Das geht einfach nicht besser. Um die Jahreszeit ist die fast den ganzen Tag im Schatten - das ist IMMER ein eispanzer.
Macht aber auch den besonderen Reiz.
Klar gehts besser wenn man wollen würde, die Mausefalle ist glatt wie ein Modelpopo da sind keine Schläge.
Der flache Bereich Mausefalle-UHakerl wird absichtlich schlecht präpariert, damit es ja ordentlich schlägt. Da wird mit den Pistengeräten reingefahren, sich ein paar Mal im Kreis gedreht und fertig ist die Rumpelpiste. Wenns dann immer noch zu schön ist, dann lässt man noch das Bundesheer ein paar Mal drüberstapfen und dann kommt der Sprühbalken. Bereich Seidlalm nach dem Sprung detto.
Die Wellen vor der Steilhangeinfahrt und bei der Seidlalm werden ja auch extra aufgeschoben.
Hausbergkante find ich nicht gut gelöst, die Kompression wegbaggern + neue Kursetzung war mMn etwas zuviel des Guten bin aber zuversichtlich, dass da nächstes Jahr eine noch bessere Lösung gefunden wird.
Lara Gut wird vor Olympia keine Rennen mehr fahren; ich vermute die Garmisch-Rennen werden nur bessere Europacuprennen
Matt hat nen positiven Corona-Test, Feller könnte nach seiner Corona-Infektion morgen schon wieder am Start sein.
Werna76 hat geschrieben: 24.01.2022 - 18:21
Klar gehts besser wenn man wollen würde, die Mausefalle ist glatt wie ein Modelpopo da sind keine Schläge.
Der flache Bereich Mausefalle-UHakerl wird absichtlich schlecht präpariert, damit es ja ordentlich schlägt. Da wird mit den Pistengeräten reingefahren, sich ein paar Mal im Kreis gedreht und fertig ist die Rumpelpiste. Wenns dann immer noch zu schön ist, dann lässt man noch das Bundesheer ein paar Mal drüberstapfen und dann kommt der Sprühbalken. Bereich Seidlalm nach dem Sprung detto.
Die Wellen vor der Steilhangeinfahrt und bei der Seidlalm werden ja auch extra aufgeschoben.
Hausbergkante find ich nicht gut gelöst, die Kompression wegbaggern + neue Kursetzung war mMn etwas zuviel des Guten bin aber zuversichtlich, dass da nächstes Jahr eine noch bessere Lösung gefunden wird.
Lara Gut wird vor Olympia keine Rennen mehr fahren; ich vermute die Garmisch-Rennen werden nur bessere Europacuprennen
Matt hat nen positiven Corona-Test, Feller könnte nach seiner Corona-Infektion morgen schon wieder am Start sein.
Naja, denk mal drüber nach:
Würdest du zB. Einfahrt U Hackerl so glatt lassen, wie sie sonst „in natura“ ist, dann könntest dir die Kanten selbst auf 80 Grad schleifen und trotzdem einfach geradeaus in den Wald donnern…
Von daher bleib ich dabei: besser gehts nicht, es hat schon seinen Sinn.
Bei der hausbergkante bin ich voll bei dir - da haben’s an Bock geschossen.
Würde man das U-Hakerl und die Steilhang-Einfahrt ohne Schläge und Wellen präparieren, wäre die Rennfahrer an der Steilhangausfahrt so schnell, dass diese kaum mehr fahrbar wäre.
Diese Welle vor der Steilhangeinfahrt gab es zum Beispiel zu Eberharters und Cuches Zeiten noch nicht und ist eine Erfindung von dem Duo Waldner/Trinkl, um vor dem Steilhang das Tempo zu reduzieren.