Ein Stück dokumentiertes Gletscher-Sterben...
Gletscher-Abschmelzung
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Emilius3557
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s.oliver78
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- starli
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Aus dem Stubai-Bericht-Topic, auch hier als Ergänzung.
Sind zwar beides Winterbilder, aber man kann den Gletscherschwund trotzdem gut erkennen:
->
.. hier mal ein Vergleichsbild aus meiner Sammlung, 30.5.2004, also ziemlicher Schnee-Höchststand in dieser Zone
Dürfte fast der gleiche Standort sein, so daß man gut weitere Vergleiche ziehen kann. Dein roter Pfeil markiert allerdings nicht die Position des Felsens (oder sollte er das gar nicht?)
Nebenbei: Auf meinem Foto liegt etwa 1-2 Meter mehr Schnee als in deinem Vergleichsbild (sieht man beim Vergleich der Felsen zwischen DSB und SL/KSB) .. huiuiui ...

Sind zwar beides Winterbilder, aber man kann den Gletscherschwund trotzdem gut erkennen:
->
.. hier mal ein Vergleichsbild aus meiner Sammlung, 30.5.2004, also ziemlicher Schnee-Höchststand in dieser Zone
Dürfte fast der gleiche Standort sein, so daß man gut weitere Vergleiche ziehen kann. Dein roter Pfeil markiert allerdings nicht die Position des Felsens (oder sollte er das gar nicht?)
Nebenbei: Auf meinem Foto liegt etwa 1-2 Meter mehr Schnee als in deinem Vergleichsbild (sieht man beim Vergleich der Felsen zwischen DSB und SL/KSB) .. huiuiui ...
- stivo
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hallo,
ich hab ne seite gefunden vom deutschen wetterdienst, wo es um die wetterkapriolen der letzten jahre und jahrzehnte geht. Es gibt dort auch einige Gletscherbilder.
Da der Bericht recht umfassend ist und vielleicht auch in andere topics reinpassen würde, darf man ihn gerne verschieben
http://www.tu-freiberg.de/~wwwmediz/Win ... ba647c65bc
ich hab ne seite gefunden vom deutschen wetterdienst, wo es um die wetterkapriolen der letzten jahre und jahrzehnte geht. Es gibt dort auch einige Gletscherbilder.
Da der Bericht recht umfassend ist und vielleicht auch in andere topics reinpassen würde, darf man ihn gerne verschieben
http://www.tu-freiberg.de/~wwwmediz/Win ... ba647c65bc
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Spechti
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ist zwar nicht mit topaktuellen Bildern versehen aber dennoch ganz interessant:
http://www.gletscherarchiv.de/
http://www.gletscherarchiv.de/fotovergleiche.htm
kann sein das das hier irgendwo im Thread schonmal genannt wurde aber ich zieh mir jetzt keine 19 Seitenrein
http://www.gletscherarchiv.de/
http://www.gletscherarchiv.de/fotovergleiche.htm
kann sein das das hier irgendwo im Thread schonmal genannt wurde aber ich zieh mir jetzt keine 19 Seitenrein
- oli
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Danke, Starli, für das geniale Vergleichsfoto. Aber ich denke doch, dass "mein" roter Pfeil auf den Felsen hinweist. Vielleicht ein paar Meter weiter rechts, aber dennoch auf dieser Höhe. Aber wir wollen und an diesen Kleinigkeiten doch wohl nicht aufreiben. Auf jeden Fall war er damals, trotz meterhohem Schnee, noch nicht zu erkennen.starli hat geschrieben:Dürfte fast der gleiche Standort sein, so daß man gut weitere Vergleiche ziehen kann. Dein roter Pfeil markiert allerdings nicht die Position des Felsens (oder sollte er das gar nicht?)
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A-I-C
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Abschmelzen der Gletscher
Hallo Leute,
das Abschmelzen ist nicht mehr aufzuhalten. War dieses Jahr das erstemal seit fast 20 Jahren wieder auf dem Stubaier Gletscher zum Sommer Ski laufen. Juni 2006.
Ich bin erschrocken, wieviel in den 20 Jahren Sich verändert hat.
Die alten Bilder zeigen ( Antwort vorher ) wie damals war. Man konnte
die Schlepplifte immer benutzen.
Heut steht dort eine Standseilbahn. Ich schätze in 10 Jahre wird der Gletscher fast verschwunden sein.
Vor allem, wo man heute überall Fahren darf war früher absolute Gefahrenzone. Gletscherspalten usw.
Ich muss dazu sagen. Ich gehöre zu der Generation, die das Fahren ausserhalb der Piste (1976 bis 1980) begonnen hat. Früher waren es nur ein paar Freaks die Tiefschnee konnten.
Mit der heutigen Ausrüstung ist Ski fahren ja nicht mehr schwer. Meine tochter fährt nach 2 Jahren schon Schwarz. Sie ist 6 Jahre alt. Dieses Jahr
zum erstemal eine Buckelpiste von knapp 8 km länge. Sie hatte spass dabei. (Wendelstein im Inntal ) ( Tiefschnee Eldoradoo, wenn genug schnee ist )
Zurück zum Thema. Ich denke, wir müssen mindesten 50 Jahre warten bis sich da was ändert.
Aber wer hier meckert und ein Auto mit mehr als 6 Liter auf 100 km fährt trägt doch mit dazu bei, das die Gletscher abschmelzen.
1980 gab es schon autos mit 6 Litern. Heute Freut man sich, wenn man ein Auto mit 8 Litern fährt. Also jeder einzelne von uns sorgt doch dafür
das die Gletscher verschwinden.
Das Wetter wird sich aber dahin ändern, das im Bereich der Bayrischen Alpen immer mehr Schnee gibt und in Süd Tirol immer weniger.
Verschiebung der Klimatischen Äquatorgrenze.
Ausserdem Betrachen wir das Wetter immer zu kurzfristig. Vielleicht verändert sich das Wetter alle 100 bis 200 Jahre.
Liebe Grüsse
Alexander
PS: Dies bleibt meine Einzige Antwort in diesem Forum
das Abschmelzen ist nicht mehr aufzuhalten. War dieses Jahr das erstemal seit fast 20 Jahren wieder auf dem Stubaier Gletscher zum Sommer Ski laufen. Juni 2006.
Ich bin erschrocken, wieviel in den 20 Jahren Sich verändert hat.
Die alten Bilder zeigen ( Antwort vorher ) wie damals war. Man konnte
die Schlepplifte immer benutzen.
Heut steht dort eine Standseilbahn. Ich schätze in 10 Jahre wird der Gletscher fast verschwunden sein.
Vor allem, wo man heute überall Fahren darf war früher absolute Gefahrenzone. Gletscherspalten usw.
Ich muss dazu sagen. Ich gehöre zu der Generation, die das Fahren ausserhalb der Piste (1976 bis 1980) begonnen hat. Früher waren es nur ein paar Freaks die Tiefschnee konnten.
Mit der heutigen Ausrüstung ist Ski fahren ja nicht mehr schwer. Meine tochter fährt nach 2 Jahren schon Schwarz. Sie ist 6 Jahre alt. Dieses Jahr
zum erstemal eine Buckelpiste von knapp 8 km länge. Sie hatte spass dabei. (Wendelstein im Inntal ) ( Tiefschnee Eldoradoo, wenn genug schnee ist )
Zurück zum Thema. Ich denke, wir müssen mindesten 50 Jahre warten bis sich da was ändert.
Aber wer hier meckert und ein Auto mit mehr als 6 Liter auf 100 km fährt trägt doch mit dazu bei, das die Gletscher abschmelzen.
1980 gab es schon autos mit 6 Litern. Heute Freut man sich, wenn man ein Auto mit 8 Litern fährt. Also jeder einzelne von uns sorgt doch dafür
das die Gletscher verschwinden.
Das Wetter wird sich aber dahin ändern, das im Bereich der Bayrischen Alpen immer mehr Schnee gibt und in Süd Tirol immer weniger.
Verschiebung der Klimatischen Äquatorgrenze.
Ausserdem Betrachen wir das Wetter immer zu kurzfristig. Vielleicht verändert sich das Wetter alle 100 bis 200 Jahre.
Liebe Grüsse
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Mannerl
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erst mal guten Tag hier
...
warum nur ein einziges Posting hier...?
...
zum Thema:
man darf aber wirklich nie vergessen Wetter ist immerhin doch noch ein Langzeitphenomen. Erinnern wir uns doch einfach daran das es auch in der zweiten Hälfte des vorherigen Jahrhunderts es zu ganz klitzekleinen Vorstößen gekommen ist.
Vielleicht hilfts manchen als Trostpflaster wenn nächste Woche der Schnee schon wieder weg ist der diese Tage runtergekommen ist!
MFG
Mannerl
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warum nur ein einziges Posting hier...?
...
zum Thema:
man darf aber wirklich nie vergessen Wetter ist immerhin doch noch ein Langzeitphenomen. Erinnern wir uns doch einfach daran das es auch in der zweiten Hälfte des vorherigen Jahrhunderts es zu ganz klitzekleinen Vorstößen gekommen ist.
Vielleicht hilfts manchen als Trostpflaster wenn nächste Woche der Schnee schon wieder weg ist der diese Tage runtergekommen ist!
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Stani
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danke für den Link!stivo hat geschrieben:hallo,
ich hab ne seite gefunden vom deutschen wetterdienst, wo es um die wetterkapriolen der letzten jahre und jahrzehnte geht. Es gibt dort auch einige Gletscherbilder.
Da der Bericht recht umfassend ist und vielleicht auch in andere topics reinpassen würde, darf man ihn gerne verschieben
http://www.tu-freiberg.de/~wwwmediz/Win ... ba647c65bc
wo könnte ich über dem Saharastaub in den Alpen/Europa mehr erfahren?
- powder-fan
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hat zwar nichts mit skifahren zu tun, aber mit gletscherrückgang und deswegen dacht ich poste es hier mal. in grönland wird wieder ackerbau möglich, da sich die gletscher stark zurückziehen:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,434112,00.html
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- lanschi
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von tirol.ORF.at
ERSTE BILANZ
Heißer Juli setzte den Gletschern zu
Der Sommer ist meteorologisch gesehen vorbei. Auch dieser Sommer setzte den Tiroler Gletschern zu, wenn es auch heuer zu keiner Rekordabschmelzung kam.
Trauriges Bild Ende Juli
Wissenschaftler der Universität Innsbruck sind der Frage nachgegangen, wie sich der wechselhafte Sommer auf die Entwicklung der Tiroler Gletscher ausgewirkt hat. Seit Ende Juli atmeten Tirols Gletscher auf, so viel Schnee habe es im August auf den Gletschern schon viele Jahre lang nicht mehr gegeben, sagt die Glaziologin Andrea Fischer von der Universität Innsbruck.
Im Juli lieferten die Gletscher ein trauriges, trostloses Bild. Schmutzig braunes, schmelzendes Eis bis in höchste Regionen ohne schützende Schneeauflage.
Rettender August
Erinnerungen an den Rekordsommer 2003 wurden wach, wie Fischer am Beispiel Hintereisferner im Ötztal schildert. Dort seien heuer bis Ende Juli am Zungenende fünf Meter abgeschmolzen, gleich wie im Jahr 2003. Die Abschmelzung sei heuer im August aber zum Erliegen gekommen.
Stärkere Verluste im Westen Tirols
Das heißt, dass keine so drastischen Massenverluste wie im Sommer 2003 zu verzeichnen sind. Insgesamt sind aber auch im heurigen Sommer Tirols Gletscher überdurchschnittlich stark abgeschmolzen. Gerade im Ötztal und im Bereich der Silvretta, sagt Fischer.
Etwas weniger dramatisch sind die Verluste in den Zillertaler und Stubaier Alpen, da dort der Winter schneereicher war.
- oli
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Ich gehe mal davon aus, dass der es mit den Bedingungen für die Gletscher aber jetzt nur noch bergauf gehen wird. Deshalb an dieser Stelle mal wieder die Aktualisierung des Bereiches unterhalb der 4KSB Rotadl im Stubai, der mit der Webcam erfaßt wird. Hier hat sich auch ne Menge getan. Leider in negativer Hinsicht. Kann mich gut erinnern, dass wir diesen Hang schon im November gut fahren konnten, weil er bis vor ein paar Jahren noch annähernd vollständig mit Eis bedeckt war.
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- oli
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Das rechte Bild stammt, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, von Starli und nicht von der Webcam. Ich gehe davon aus, dass es kurz unterhalb des Eisgrats aufgenommen wurde. Somit hat es eine leicht geänderte Perspektive und zeigt ganz gut den Übergang vom flachen in den steilen Teil des Eisgrathanges. Ja, ich könnte mir ebenfalls ganz gut vorstellen, dass hier inzwischen nur noch Felsen ist. Leider gibt die Webcam keinen Aufschluß. Und ebenfalls leider - Starli hat mit dem Stubai ja bekanntlich abgeschlossen und liefert uns (mir) leider keine Sommervergleichsbilder, die ich immer so toll fand.
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Ich habe heute das Bild vom 30-9-2006 (eure schneeberichten) Hintertuxer Gletscher angeschaut und war ziemlich erschrokken wie schnell es mit dem Gefrorene Wand gegangen ist seit 1995. Schau mal den 3 bilder an. Dass zweite bild ist wenn ich da im Juli war.
Links oben: Juli 1995
Rechts oben: Juli 2006
Links unten: 30.09.2006
Links oben: Juli 1995
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Links unten: 30.09.2006
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HEINZ SLUPETZY - Gletschertagebuch 2006
http://science.orf.at/slupetzky
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Gletschertagebuch 2006: Fortsetzung des bisherigen Trends
Mit den Schneefällen im Gebirge am Mittwoch und Donnerstag ist die Abschmelzung auf den Gletschern zu Ende gegangen. Damit kann Bilanz gezogen werden: Wieder haben die meisten Gletscher einen Massenverlust erlitten, nur bei kleinen, hochgelegenen Gletscherflecken war ein Zuwachs möglich.
In erster Linie war der heiße Juli dafür verantwortlich (er war um rund vier Grad Celsius zu warm), dazu kamen ein zu warmer Juni (0,5 bis zwei Grad über dem Mittel) und ein September mit warmem Altweibersommer - Tage ohne ergiebige Schneefälle im Gebirge.
Nur der kühle August - an der Wetterstation Rudolfshütte war er um 2,6 Grad Celsius zu kalt - mit Schneefällen, die eine schützende Neuschneedecke bildeten, rettete die Gletscher vor einem größeren Verlust.
Das Stubacher Sonnblick Kees
Das Stubacher Sonnblick Kees am 14. September
Der warme Witterungscharakter im Frühsommer führte im Juni zu einem raschen Abbau der winterlichen Schneedecke. Im heißen Juli erreichte die Eisabschmelzung hohe Werte.
Aber auch im Akkumulationsgebiet (Nährgebiet) wurde der Schnee rasch reduziert, die Fläche der Altschneebedeckung war schon Ende Juli gleich wie im Vorjahr am 30. September: das Stadium war also bereits zwei Monate früher erreicht. Die Massenbilanz war zu diesem Zeitpunkt -0,6 Mio. Kubikmeter - und zwei Monate Abschmelzung standen möglicherweise noch bevor.
Der abrupte Wechsel zu kühler Witterung (am 4. August schneite es bis 1.800 Meter herab), die den ganzen August andauerte, "konservierte" die "temporäre" Massenbilanz - erst im September war das Sonnblick Kees wieder etwa so ausgeapert wie Ende Juli.
Die Abschmelzung des Eises und die des Altschnees setzten sich ab Anfang September fort; in 2.500 Meter Seehöhe schmolzen drei Zentimeter Eis pro Tag. Mitte September hatte das Sonnblick Kees eine vorläufige Massenbilanz von ca. -0,8 Mio. Kubikmeter.
Ein neuer See entsteht
Der Eisrandsee am 27. Juli 2006 vor dem Auslaufen
Seit 1990 ist am linken Rand des Sonnblick Keeses die Entstehung eines Eisrandsees im Gang. Der See vergrößerte sich ab 1994 von 80 Meter auf über 200 Meter Länge, die maximale Tiefe betrug ca. 13 Meter. 2006 hatte der See eine maximale Fläche von 2,05 Hektar.
Der Eisrandsee entwässerte über den "Eis(l)bach". Der - weiter südlich gelegene - Keesbach als zweiter Abfluss von der Gletscherzunge liegt um sechs Meter tiefer als der Seespiegel.
Zwischen beiden Bächen dämmte bisher der Gletscher den See ab. Schon vor einigen Jahren war abzusehen, dass der Gletscher so weit abschmelzen würde, dass die Gletscheroberfläche dasselbe Niveau hätte wie der Seespiegel. Dann würde der See in Richtung des Keesbaches entwässern und gleichzeitig der alte Auslauf "Eis(l)bach" trocken fallen.
Am 27. Juli war es so weit: Der Seespiegel senkte sich vom 27. bis 29. Juli ab, das Wasser lief subglazial - unterirdisch durch das Eis - in Richtung Keesbach weg; von jetzt an entwässert der neue See nur mehr über diesen Überlauf.
Hydrographische Veränderungen
Bild: Heinz Slupetzky
Eisrandsee nach dem Auslaufen (zwischen 27. und 29.7.06
Der Prozess der Seenbildung und die hydrographischen Veränderung wurden durch den Hydrographischen Dienst Salzburg (Hans Wiesenegger) anhand von Abfluss und Seestandsregistrierungen erfasst.
"Laserscan"-Vermessungen ergaben ein Auslaufen einer Wassermenge von ca. 100.000 Kubikmeter, das führte im Stausee Weißsee der ÖBB (Österreichische Bundebahnen) immerhin zu einem Anstieg des Seespiegels um 20 Zentimeter.
Neue See wird zukünftig größer
Eiskliff und Eisberge im August 2006 und der neue "Unterer Eisboden See"
Der neue See, der nun bestehen bleiben und in den nächsten Jahren größer werden wird, hat den Namen "Unterer Eisboden See" erhalten. Sein Spiegel liegt in 2.492 Meter Höhe. Der Gletscher wird in Zukunft in den See kalben und mit den Eisbergen einige Jahre lang arktische Verhältnisse bieten.
Gletscherschmelze von oben, Unterhöhlung von unten
Erst der starke Gletscherrückgang in jüngerer Zeit hat eine bisher vernachlässigte, weil nicht erlebte und daher nicht vorstellbare Komponente aufgezeigt: Gletscher schmelzen nicht nur an der Oberfläche in Abhängigkeit von bekannten strahlungsphysikalischen Vorgängen, sondern: Erstens verlieren sie zum Teil in noch größerem Ausmaß an Substanz durch das Unterhöhlen durch Gletscherbäche und Schmelzung aufgrund der nachfolgenden Luftzirkulation.
Zweitens verlieren sie durch das Perforieren der Eisdecke, weil Felskanten und -stufen auftauchen sowie drittens durch das Kalben in Seen hinein bzw. Aufschwimmen der randlichen Teile der Gletscherzunge.
Zusammenbruch der Gletscher
Zerfall der Gletscherzunge am Stubacher Sonnblick Kees
Alles zusammen führt zu einem mechanischen Zusammenbrechen der Gletscher(zungen). Der Massenverlust und Rückgang wird dadurch außerordentlich beschleunigt.
Endgültige Jahresbilanz 2006
Mit dem Kaltlufteinbruch Anfang Oktober und damit verbundenen Schneefällen unter 1.500 Meter herab war die heurige Abschmelzperiode beendet.
Der ungewöhnlich warme Altweibersommer - er war einer der wärmsten bisher - im September mit einer Null-Grad-Grenze über 4.000 Meter und damit Tag- und Nacht-Schmelzung führte beim Sonnblick Kees schließlich zu einer negativen Massenbilanz von ca. einer bis 1,5 Mio. Kubikmeter.
Auch die Nordalpengletscher wie am Dachstein haben trotz des reichlichen Winterschnees negativ bilanziert. Die Tauerngletscher hatten überwiegend negative Bilanzen, noch schlechter dürften die Tiroler Zentralalpen- und auch die Westalpengletscher abgeschnitten haben.
Die Längenänderungen der österreichischen Gletscher werden im Frühjahr 2007 nach Auswertung der Ergebnisse des Alpenverein-Messdienstes in den OeAV Mitteilungen (BERGAUF) veröffentlicht.
"Nachhaltiger" Gletscherschwund
Die Summenwirkung macht es aus: Es ist nicht so sehr ein Einzeljahr mit einem extremen Massenverlust - wie etwa 2003 - was ins Gewicht fällt, sondern es sind die kontinuierlichen jährlichen negativen Massenbilanzen.
Dazu gehört nun auch wieder das Haushaltsjahr 2006. Durchschnittlich gut eine Mio. Kubikmeter pro Jahr Massenverlust seit 1982 führten zu einem Gesamtabbau beim Sonnblick Kees von rund 26 Mio. Kubikmeter, das sind ein Viertel bis ein Drittel der Gesamtmasse des Gletschers.
Das Gletschersterben ist nachhaltig geworden. Auch wenn ab jetzt gletschergünstigere Zeiten kommen würden - mit einer Serie von 20 positiven Massenbilanzen hintereinander: Erst danach wäre ein Vorstoß zu erwarten. Aber: Es spricht mehr für eine Fortsetzung des Gletschersterbens.
[5.10.06]
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Stani
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hab das ganze Thread durchgelesen... eigentlich ich suche solche Seiten wo man mind. ab 1900 bzw vom Anfang des 20. Jahrhunderts Dateien finden könnte über den Längeänderungen, Niederschläge usw. Einige brauchbare Links hab ich schon bereits gefunden (dank des Threads
), wie zB diese Seite: http://www.lrz-muenchen.de/~a2901ad/web ... index.html
oder http://www.gosaunet.at/index.php?id=518&type=98
leider auf der HP http://glaciology.ethz.ch/swiss-glaciers/ hab ich nur Längeänderungen gefunden, da stehen keine Niederschlagswetre usw..
Mir interessiert vor allem die Gletscher in Österreich, in Deutschland bzw in der Schweiz in diesem Thema (also Massenbilanz, Aenderungen, Niederschläge, Temperaturen),natürlich falls jmd auch eine coole Seite über den Gletschern in Italien und/oder in Frankreich hat, dann sollte er auf keinen Fall vorenthalten
Würde mich sehr freuen, wenn jmd weiterhelfen könnte. Eigentlich ich brauche diese Dateien für meine Diplomarbeit "Globale Klimaerwärmung; Gletscherabschmelzung in den Alpen"
oder http://www.gosaunet.at/index.php?id=518&type=98
leider auf der HP http://glaciology.ethz.ch/swiss-glaciers/ hab ich nur Längeänderungen gefunden, da stehen keine Niederschlagswetre usw..
Mir interessiert vor allem die Gletscher in Österreich, in Deutschland bzw in der Schweiz in diesem Thema (also Massenbilanz, Aenderungen, Niederschläge, Temperaturen),natürlich falls jmd auch eine coole Seite über den Gletschern in Italien und/oder in Frankreich hat, dann sollte er auf keinen Fall vorenthalten
Würde mich sehr freuen, wenn jmd weiterhelfen könnte. Eigentlich ich brauche diese Dateien für meine Diplomarbeit "Globale Klimaerwärmung; Gletscherabschmelzung in den Alpen"
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@Stani: Hast du die jährlichen Gletschermessungen des ÖAV schon gesammelt ? Dazu gibt's bei der Zweigstelle in Innsbruck das entsprechende Archiv, die haben auch jede Menge Fotodokumenation (die Zusammenfassung wird alljährlich in in ÖAV-Mitteilungen veröffentlicht, zumindest die jüngeren Dokus sind auch als PDF im web downloadbar ... auf der website des ÖAV). Die Messungen gehen zurück bis um 1900.
Regelmässig Massenbilanzmessungen führt auch die ZAMG im Sonnblickgebiet durch (u.a. auch das Wurtenkees). Ich hab zuhause eine Karte aus den 1980er Jahren, die den Vergleich der Massenentwicklung einiger Gletscher dieser Gebirgssgruppe zwischen den 1960er und 1980er dokumentiert (also die jüngste Vorstossperiode, wobei das Wurtenkees diesen Vorstoss nicht mehr mitgemacht hat). Nähere Infos über die Forschungsergebnisse finden sich diesbezüglich auch beim "Sonnblickverein" (Adresse und website findet man über die website der ZAMG).
Die Ötztaler Alpen sind das Arbeitsgebiet der Bayr. Akademie der Wissenschaften (deren Arbeiten sind im Web gut dokumentiert, ich glaub die entsprechenden Links hast du schon ?).
Eine gute Quelle (v.a. für die 1970er und auch evtl. früher) ist auch die "Zeitschrift für Gletscherkunde und Glazialgeologie". Die wird in Innsbruck herausgegeben und da finden sich immer wieder einschlägige Berichte (nicht nur für die Alpen, sondern auch weltweit). Diese Zeitschrift ist auch sehr quantitativ orientiert und es finden sich jede Menge Modellrechnungen etc. (irgendwelche Holländer haben da mehrfach Modellergebnisse für die Ötztaler Alpen publiziert). Die Zeitschrift findet sich auf der Univ.Bibliothek Wien, und auch auf der Inst.bibliothek des Instituts für Geographie der Univ. Wien.
Falls du im Laufe Deiner Arbeit weitere spezifische Fragen hast, helfe ich gerne weiter.
Regelmässig Massenbilanzmessungen führt auch die ZAMG im Sonnblickgebiet durch (u.a. auch das Wurtenkees). Ich hab zuhause eine Karte aus den 1980er Jahren, die den Vergleich der Massenentwicklung einiger Gletscher dieser Gebirgssgruppe zwischen den 1960er und 1980er dokumentiert (also die jüngste Vorstossperiode, wobei das Wurtenkees diesen Vorstoss nicht mehr mitgemacht hat). Nähere Infos über die Forschungsergebnisse finden sich diesbezüglich auch beim "Sonnblickverein" (Adresse und website findet man über die website der ZAMG).
Die Ötztaler Alpen sind das Arbeitsgebiet der Bayr. Akademie der Wissenschaften (deren Arbeiten sind im Web gut dokumentiert, ich glaub die entsprechenden Links hast du schon ?).
Eine gute Quelle (v.a. für die 1970er und auch evtl. früher) ist auch die "Zeitschrift für Gletscherkunde und Glazialgeologie". Die wird in Innsbruck herausgegeben und da finden sich immer wieder einschlägige Berichte (nicht nur für die Alpen, sondern auch weltweit). Diese Zeitschrift ist auch sehr quantitativ orientiert und es finden sich jede Menge Modellrechnungen etc. (irgendwelche Holländer haben da mehrfach Modellergebnisse für die Ötztaler Alpen publiziert). Die Zeitschrift findet sich auf der Univ.Bibliothek Wien, und auch auf der Inst.bibliothek des Instituts für Geographie der Univ. Wien.
Falls du im Laufe Deiner Arbeit weitere spezifische Fragen hast, helfe ich gerne weiter.
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Stani
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^^
Danke für die Infos!
Danke für die Infos!
so ist es, also bisher hab ich relativ viele Links zusammengesammelt, jetzt muss ich diese durchlesen,anschaun und danach sortieren. Aufm Internet findet man wirklich viele Infos in diesem Thema, aber was mir aufgefallen ist, dass von den Tabellen, Dateien (Massenbilanz, Niederschläge etc etc) gibt's eine Mangel, zumindest ich sehe es soDie Ötztaler Alpen sind das Arbeitsgebiet der Bayr. Akademie der Wissenschaften (deren Arbeiten sind im Web gut dokumentiert, ich glaub die entsprechenden Links hast du schon ?).
noch nicht, ich hab schon die HP besucht aber hab leider kein entsprechendes gefunden. Bei der Suche hab die Begriffe Gletscher, Abschmelzung etc angegeben aber die Suche war ergebnislos. Was ich gefunden habe ist ein Buch, oder besser gesagt eine Broschüre mit dem Titel "Bedrohte Alpengletscher" (man könnte es bestellen) aber Dokumente zum Herunterladen hab ich nicht gesehenHast du die jährlichen Gletschermessungen des ÖAV schon gesammelt ?
- Gletscherfloh
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@Stani: Ich hab jetzt selbst auf de OeAV website nachgesehen. Die Gletscherberichte sind in der Tat gut versteckt. Nämlich als (downloadbare) Unterkapitel der Mitgliederzeitschrift "Bergauf". Hier ein Link zum Gletscherbericht 2005:
http://www.alpenverein.at/portal/Home/D ... atzelt.pdf
(gefunden hab ich's mit dem Suchbegriff "Gletscherbericht", dann kommt man auf die Unterseite der Mitgliederzeitschrift und hat rechts ein Inhaltsverzeichnis, wo man die einzelnen Beiträge als PDF downloaden kann. Leider dürften nur die letzten zwei bis drei Gletscherberichte zum downloaden verfügbar sein).
http://www.alpenverein.at/portal/Home/D ... atzelt.pdf
(gefunden hab ich's mit dem Suchbegriff "Gletscherbericht", dann kommt man auf die Unterseite der Mitgliederzeitschrift und hat rechts ein Inhaltsverzeichnis, wo man die einzelnen Beiträge als PDF downloaden kann. Leider dürften nur die letzten zwei bis drei Gletscherberichte zum downloaden verfügbar sein).