Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

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Winterhugo
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Winterhugo »

Egal, ich fahre morgen abend trotzdem nach Zermatt :D
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ski-chrigel
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von ski-chrigel »

Tu das! Der Schweizer Tourismus braucht das jetzt umso mehr! Zermatt vielleicht etwas weniger als andere, aber wohl auch.
Und geniess es! Viel Spass!
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eMGee
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von eMGee »

Ohne die Diskussion zu weit ausufern zu lassen aber der Artikel greift schon sehr kurz. Der Euro ist sicherlich nicht der Hauptschuldige für die Arbeitslosigkeit in den südeuropäischen Ländern.
Richtig spüren wird man das in der Schweiz vermutlich mehr im Sommer und der folgendenden Wintersaison.
gernot
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von gernot »

ski-chrigel hat geschrieben:Das kannst Du wohl in den täglichen Nachrichten lesen...
Oder in einem von vielen Artikeln wie zB der: http://www.boerse-express.com/pagesfoonds/31359
Die wirtschaftlichen Unterschiede innerhalb der riesigen Eurozone sind einfach zu gross. Darum serbelt der Eurokurs ja immer weiter ins bodenlose.
die hast du in den usa oder russland, china, indien genauso

gibts deswegen z.b. 50 unterschiedliche dollar währungen?

ganz im gegenteil, man sieht ja jetzt in der schweiz was passiert wenn jeder noch so kleiner staat seine eigene währung haben muss.

hätten z.b. die schweizer den euro eingeführt wär diese situation nie eingetreten
gernot
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von gernot »

ski-chrigel hat geschrieben:
Winterhugo hat geschrieben:Naja, selbst innerhalb eines Landes gibt es große wirtschaftliche Unterschiede, aber da gibt es auch dann immer nur eine Währung. Es ist dann eben die Frage der Kaufkraft der Region oder beim Euro die des Landes. Ich möchte den Euro nicht missen, immer dieser Wechsel ist nervend.
Klar, ich bin auch froh, dass ich nur zwei Portemonnaies, eines mit CHF und eines mit EUR haben muss, aber der Schaden, der überall und eben heute auch besonders in der Schweiz entsteht, ist in keinster Weise mit diesem kleinen privaten Komfort in Relation zu setzen.
Wirtschaftliche Unterschiede innerhalb eines Landes sind wohl kaum vergleichbar mit denen innerhalb der EUR-Zone.
M.E. würde ein Euro innerhalb der "Kernzone" (zB. A, D, F, Benelux) funktionieren, nicht aber in der heutigen Grösse, je weiter südlich, je kritischer.
Aber eigentlich geht es hier ja um den Schweizer Tourismus. Wie sich der in Zukunft positionieren will, ist mir schleierhaft. Schon beim Mindestkurs von 1.20 war er kaum mehr konkurrenzfähig mit den umliegenden Ländern. Jetzt aber wird es, wie ein paar obige Kommentare zeigen, die wohl beispielhaft sind, ganz schlimm.
wo entsteht innerhabl der eur zone ein großer schaden auf grund des €'s?

gerade die wirschaft profitiert von einer währung, wegfall des kursrisikos, keine transaktionskosten etc. etc.

und die "spielchen" mit währung abwerten um die eigene wirtschaft wettbewerbsfähiger zu machen (anstatt sich dem wettbewerb zu stellen und reformen einzuleiten etc.) fallen auch weg
Zuletzt geändert von gernot am 15.01.2015 - 14:08, insgesamt 1-mal geändert.
Rüganer
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Rüganer »

gernot hat geschrieben:
ski-chrigel hat geschrieben:Das kannst Du wohl in den täglichen Nachrichten lesen...
Oder in einem von vielen Artikeln wie zB der: http://www.boerse-express.com/pagesfoonds/31359
Die wirtschaftlichen Unterschiede innerhalb der riesigen Eurozone sind einfach zu gross. Darum serbelt der Eurokurs ja immer weiter ins bodenlose.
die hast du in den usa oder russland, china, indien genauso

gibts deswegen z.b. 50 unterschiedliche dollar währungen?

ganz im gegenteil, man sieht ja jetzt in der schweiz was passiert wenn jeder noch so kleiner staat seine eigene währung haben muss.

hätten z.b. die schweizer den euro eingeführt wär diese situation nie eingetreten
dafür ein paar hundert Milliarden an Bürgschaften für die notleidenden Südländer am Bein.
Gehupft wie gesprungen.

Und mir wäre neu, dass Russland , USA, Indien China aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlicher Fiskalpolitik bestehen.

Aber man lernt nie aus.
Danke Schweiz und Bulgarien !
Will
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Will »

@gernot: Alles ziemlich OT hier, aber die Schweiz ist nicht "irgend ein noch so kleiner Staat" sondern immerhin die Nr. 20 der weltweit grössten Volkswirtschaften:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_ ... ndsprodukt

Was die Vergleiche der Eurozone mit Ländern wie den USA, Indien oder Russland betrifft: Der grosse Unterschied ist, dass diese Länder auch politische Einheiten darstellen, während die Eurozone weitgehend nur eine monetäre Einheit bildet, aber, um ein Beispiel zu nennen, über keine gemeinsame und einheitliche Wirtschaftspolitik verfügt. Viele Experten sagen, dass dies der eigentliche Konstruktionsfehler der Eurozone ist. Darüber masse ich mir aber kein abschliessendes Urteil an.
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ski-chrigel
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von ski-chrigel »

gernot hat geschrieben:die hast du in den usa oder russland, china, indien genauso
gibts deswegen z.b. 50 unterschiedliche dollar währungen?
Mit dem klitzekleinen Unterschied, dass es aber dort immer nur eine politische Regierung gibt.
ganz im gegenteil, man sieht ja jetzt in der schweiz was passiert wenn jeder noch so kleiner staat seine eigene währung haben muss.
Was ja über Jahrhunderte bestens funktionierte. Das Schlamassel haben wir eben erst seit dem Euro.
hätten z.b. die schweizer den euro eingeführt wär diese situation nie eingetreten
Bloss nicht. Dann hätten wir Schweizer die Kosten dafür in viel grösserem Ausmasse mitbezahlt.
wo entsteht innerhabl der eur zone ein großer schaden auf grund des €'s?
Frag mal die Griechen, was sie zu Deiner Meinung sagen...
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gernot
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von gernot »

Will hat geschrieben:@gernot: Alles ziemlich OT hier, aber die Schweiz ist nicht "irgend ein noch so kleiner Staat" sondern immerhin die Nr. 20 der weltweit grössten Volkswirtschaften:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_ ... ndsprodukt

Was die Vergleiche der Eurozone mit Ländern wie den USA, Indien oder Russland betrifft: Der grosse Unterschied ist, dass diese Länder auch politische Einheiten darstellen, während die Eurozone weitgehend nur eine monetäre Einheit bildet, aber, um ein Beispiel zu nennen, über keine gemeinsame und einheitliche Wirtschaftspolitik verfügt. Viele Experten sagen, dass dies der eigentliche Konstruktionsfehler der Eurozone ist. Darüber masse ich mir aber kein abschliessendes Urteil an.
ähm wo sind z.b. die usa eine pol. einheit? bestehen aus 50 bundesstaaten, die sehr autonom agieren können mit unterschiedlichen steuern gesetzgebungen

texas z.b. hat mit new york wenig bis gar nichts gemeinsam

Smo
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Smo »

Rüganer hat geschrieben: Und mir wäre neu, dass Russland , USA, Indien China aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlicher Fiskalpolitik bestehen.
USA: https://de.wikipedia.org/wiki/Einkommen ... _Gemeinden
Und das ist noch die harmlose Variante. Schau dir dort mal das Thema "Sales Tax" an.

Viele Grüße
Steve
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cm
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von cm »

Vorsicht: Steuerpolitik ist nicht gleich Fiskalpolitik und schon gar nicht gleich Finanzpolitik. Wenn die USA (Bund) beschließt ihre Staatsausgaben, z. B. durch Kürzung der Rüstungsausgaben, zu senken betrifft das alle Bundesstaaten. In der EU entscheidet jeder Staat für sich. Daher lässt sich die Situation in der USA nicht mit der in Europa vergleichen.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von HBB »

ski-chrigel hat geschrieben:
wo entsteht innerhabl der eur zone ein großer schaden auf grund des €'s?
Frag mal die Griechen, was sie zu Deiner Meinung sagen...
Jetzt mach' aber mal nen Punkt, das ist langsam schon hanebüchen. Den Griechen ist doch kein Schaden durch den Euro per se entstanden. Ganz im Gegenteil - sie sind durch die Mitgliedschaft in der Euro-Zone an Zinskonditionen gekommen, von denen sie vorher nur hätten träumen können. Und dieser Verlockung sind sie halt erlegen und haben sich über alle Maßen verschuldet. Das war der Auslöser für die Misere!
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Fab »

Tja - für mich heisst das wohl auch von meinen Zermattskiurlauben Abschied zu nehmen. Der Kostenunterschied ist nicht mehr annehmbar.

*

Die Probleme sind vielschichtig - manches begreife ich nicht mehr, denn es widerspricht allem was ich gelernt habe.

Zur Zeit herrscht ein Währungskrieg, eröffnet von der japanischen Zentralbank (Deflationsproblematik), dem die EZB (Draghi) folgt. Deren Ziel ist den Kurs der eigenen Währung nach unten zu manipulieren um die Wettbewerbsfähigkeit speziell der europ. Krisenstaaten zu verbessern.
Dazu der Ankauf von Staatsanleihen etc. - de facto druckt die EZB seit Jahren Geld in Billionenhöhe. Sollte eigentlich inflationstreibend sein - passiert aber seit Jahren nicht.

Die Schweiz, deren wirtsch. Situation eher USA o. GB ähnelt, hat im Grunde dem € das Vertrauen entzogen und will nicht länger (verständlicherweise) an den € gebunden sein.

Die Situation ist durch div. Eingriffe für mich absolut unübersichtlich. Ich bin mit meinem Latein am Ende.
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Downhill
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Downhill »

Fab hat geschrieben:Tja - für mich heisst das wohl auch von meinen Zermattskiurlauben Abschied zu nehmen. Der Kostenunterschied ist nicht mehr annehmbar.
Oha. Weit ist's gekommen, Fab 8O 8O 8O
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Harzwinter »

In Österreich werden sie heute lange feiern, werden doch gerade komplette Urlaubsmärkte umgeschichtet, ohne dass das Land dafür einen Finger krumm machen muss.

Besonders leid tut es mir für meine geliebten Schweizer Kleinskigebiete. Von so manchem werden wir uns nun wohl zügiger verabschieden müssen als befürchtet. :sniff:
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Winterhugo »

Bei meiner Tour 10 Tage Schweiz 2009 hatte ich nen Kurs 1,50. Jetzt hab ich mich endlich durchgerungen und mich mit 1,20 angefreundet, Zermatt gebucht und nun sowas. Zum Glück hat der Vermieter in Samnaun den Preis in Euro festgesetzt. Aber von der Strategie SKI + SCHWEIZ rücke ich mal wieder fix ab nach den beiden Reisen.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von lanschi »

Harzwinter hat geschrieben:In Österreich werden sie heute lange feiern, werden doch gerade komplette Urlaubsmärkte umgeschichtet, ohne dass das Land dafür einen Finger krumm machen muss.
Naja. Für Tourismus + Export natürlich gut, ohne Frage.

Aber dennoch ist der Wertverlust des Euro schon auch ein Stück weit bedenklich: Seit Juli 2016 ist der Euro zum USD von ca. 1,36 auf jetzt 1,16 gefallen - ein Minus von knapp 15 %. Und ein Ende scheint noch nicht wirklich in Sicht... Mein angedachter Sommerurlaub in USA, Lateinamerika oder Asien würde somit auch erheblich teurer werden... gut, in Asien fällt das natürlich nicht so ins Gewicht - in den USA aber schon...

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Harzwinter
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Harzwinter »

Zwei Zeitungsartikel kommentieren das Geschehen:

Wenn das Reisebudget durch die Finger rinnt (Süddeutsche Zeitung)
«Schweizer, macht Ferien in der Schweiz!» (20 Minuten - man beachte die URL, d.h. der Titel wurde wohl redaktionell korrigiert)
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von 3303 »

Fab hat geschrieben:...
Dazu der Ankauf von Staatsanleihen etc. - de facto druckt die EZB seit Jahren Geld in Billionenhöhe. Sollte eigentlich inflationstreibend sein - passiert aber seit Jahren nicht..
Und es wird noch schlimmer kommen, wenn die sich aktuell anbahnenden Anleihenkäufe kommen sollten.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass den ganzen "Buchgeldern" eine irgendwie volkswirtschaftlich angemessene Leistung oder angemessene Realwerte entgegenstehen.
Man könnte das Ganze als Kapitalmarktblase bezeichnen.
Mich wundert ebenso, dass sich zumindest für Außenstehende kein Platzen dieser Blase anzukündigen scheint.

Für den Schweizer Tourismus wird es, wenn sich die Parität einstellen sollte, nochmal wesentlich härter werden.
Mal sehen ob der Euro mit den aktuell diskutierten, potentiellen EZB Anleihenkäufen sogar mal unter den Franken fallen wird.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Seilbahnfreund »

Da wollte ich nach langer Zeit diesen März mal wieder in der Schweiz Skifahren, aber der Kurzurlaub dort wurde gerade noch kürzer - nämlich auf 0 Tage reduziert (zum Glück noch nichts gebucht).
Schade, aber bei einem Kurs von fast 1:1 ist das einfach nicht drin.
Der Europa-Park und seine Hotels dürften dagegen von noch mehr Schweizern überrollt werden, war ja seit dem Fall von 1,50 auf 1,20 schon ein Schnäppchen für unsere Nachbarn.

Gruß Seilbahnfreund
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Rüganer »

3303 hat geschrieben:
Fab hat geschrieben:...
Dazu der Ankauf von Staatsanleihen etc. - de facto druckt die EZB seit Jahren Geld in Billionenhöhe. Sollte eigentlich inflationstreibend sein - passiert aber seit Jahren nicht..
Und es wird noch schlimmer kommen, wenn die sich aktuell anbahnenden Anleihenkäufe kommen sollten.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass den ganzen "Buchgeldern" eine irgendwie volkswirtschaftlich angemessene Leistung oder angemessene Realwerte entgegenstehen.
Man könnte das Ganze als Kapitalmarktblase bezeichnen.
Mich wundert ebenso, dass sich zumindest für Außenstehende kein Platzen dieser Blase anzukündigen scheint.
Die EZB schreibt diesen "Schrott" einfach ab.(sehr verkürzt ausgedrückt)
Kein Problem.
Eine Zentralbank funktioniert anders als ne normale Bank.

Klingt irgendwie unglaublich, stimmt aber.

Die FED macht das seit Jahrzehnten.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Tiob »

Vor allem der Imageverlust für die Schweiz ist gewaltig. Bald gibt es keine deutschen Touristen mehr in der Schweiz :twisted: . Aber die Eidgenössische Tourismusbranche braucht uns deutsche ob sie wollen oder nicht. Asiaten hin oder her. Vielleicht sollten die Alpenkantone der Eurozone beitreten :wink: .
Zuletzt geändert von Tiob am 15.01.2015 - 19:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von mightyjust »

Herzlich willkommen liebe Schweizer Urlauber und Ex Schweiz Urlauber! :twisted:
Die Schweizer sind die neuen Russen ;-) :wink:
fabile
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von fabile »

Als Hotelier werde ich mir heute Abend erst einmal eine gute Flasche Rotwein zur Beruhigung gönnen. Immerhin weiss ich nun, dass der Tourismus kaum eine goldene Zukunft hat. Also her mit der Exit-strategie und rein in den vorgezogenen Ruhestand. Spass beiseite: Der Tourismus ist am Arsch, wenn ich das mal so krass sagen darf. Dauerhaft 1:1 wird tödlich für die Berghotellerie, die sich im direkten Konkurrenzverhältnis zu den nahe gelegenen Nachbarn befindet.

All die Blödschwätzer von Schmid (Schweiz-Tourismus), Brendel (Hotelier Verein) zu Blocher verkennen, dass echt ein Problem haben und noch mehr bekommen. Und wenn Blocher heute im Tagi von Anpassung der Insustrie schwätzt, frage ich mich, wie das ein Hotelier machen soll......billiges Personal...LGaV, billiges Fleisch... an jedem Importstück zocken die Bauern mit ab usw usw.

Nein wir befinden uns im Währungskrieg und der CH-Hotelier gnadenlos im Schützengraben verheizt. War nett.

Und die Steuerzahler werden sich bald wundern, wenn sie die verarmten Bergkantone über den Finanzausgleich durchfüttern können.
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ski-chrigel
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von ski-chrigel »

mightyjust hat geschrieben:Herzlich willkommen liebe Schweizer Urlauber und Ex Schweiz Urlauber! :twisted:
Die Schweizer sind die neuen Russen ;-) :wink:
Vielleicht ist das bei Dir im Zillertal noch nicht so ausgeprägt, wie weiter westlich, aber schon heute höre ich im Tirol überall sehr viel Schweizerdeutsch. Vom Vorarlberg gar nicht zu sprechen.
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