Ski-WM 2011 in Garmisch Partenkirchen!

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Garmisch: Alpenort rüstet sich für die WM 2011

Beitrag von snowflat »

Garmisch ohne Grenzen

Von Martina Sommer

Brotzeit und Fusion-Küche, Berghotels und Igludorf: Garmisch-Partenkirchen mausert sich. Der Alpenort rüstet sich für die WM 2011 und sprengt auch im Kulinarischen die bayerischen Grenzen.

Garmisch-Partenkirchen gilt nicht gerade als Trendziel wie St. Moritz. Keine Promis, keine Gäste mit schlechter Kinderstube, kein Namedropping und kein Label-Stress. Nur die Ski müssen stimmen - und der Schnee. Und der ist meistens gut auf Alpspitz, Hausberg, Kreuzeck und Zugspitze.

Zugegeben: 60 Kilometer präparierte Pisten und 150 Kilometer Langlaufloipen sind nicht gerade üppig, aber einige Abfahrten sind anspruchsvoll. Was für die Kitzbüheler die Streiff, ist für die Garmisch-Partenkirchener die Kandahar: Einmal im Jahr (2007 am 24. und 25. Februar) findet hier die Weltcup-Abfahrt der Herren statt. Und zum Neujahrsskispringen trifft sich das internationale Ski-Biz in Partenkirchen. 2007 fand das Spektakel allerdings zum letzten Mal auf der alten Schanze statt; sie wird anschließend durch einen Neubau ersetzt.

In unmittelbarer Nähe liegt der Hausberg, er gilt als familienfreundlich. Gleich neben der Bergstation der neuen Hausbergbahn hat sich das "Drehmöser 9" zur Hotspothütte entwickelt. Die ehemalige Sesselliftstation wurde zur neuen Saison umgebaut; zwei große offene Kamine auf beiden Ebenen inszenieren ein Südtiroler Almhütten-Ambiente. Die Speisenkarte bietet hausgeräucherten Speck, Pasta, Schweinsbraten. Gute Stimmung ist immer garantiert.

Derzeit kommt Dynamik in den Tourismus-Alltag, Garmisch-Partenkirchen rüstet sich für die alpine Ski-WM 2011. So renovieren Traditionshäuser der Hotellerie und Gastronomie, investieren in Zimmer, Restaurants und Wellnessbereiche. Mit etwas Glück könnte auch der befürchtete Verkehrskollaps ausbleiben, falls der Kramertunnel wirklich bis 2011 fertiggestellt sein sollte. Die neue Umgehung soll dem Ortsteil Garmisch den Durchgangsverkehr zum Fernpass nach Österreich ersparen. Die Skitouristen profitieren ebenfalls: Die Talstation der Zugspitze wird deutlich schneller zu erreichen sein.

Frostiges Iglu-Dorf und heimeliges Forsthaus
Doch noch ist das Zukunftsmusik, dafür ist Deutschlands höchster Berg (2962 Meter) bereits zum zweiten Mal die Kulisse für einen Höhepunkt der Saison. 3000 Tonnen Schnee sind zum Bau des Igludorfes nötig, das Heiligabend beim "Sonnalpin" am Zugspitzplatt in 2600 Meter Höhe eröffnet wurde.

Bis zu 46 Gäste finden in den von Inuit-Künstlern prachtvoll gestalteten Eiszimmern und -suiten Platz. Am Morgen wird heißer Kräutertee an den Schlafsack serviert, das kulinarische Abendprogramm ist rustikal: Lagerfeuer mit Glühwein und Käsefondue oder Gulasch. Zuvor gibt's Wellness mit Whirlpool und Sauna.

Nur wenige Minuten sind es mit der Gletscher-Seilbahn vom Dorf zum Zugspitzgipfel. In der neu gestalteten "Gipfelalm" mit "2962 Lounge" gibt es den Panoramablick zum Mittagessen gratis. Statt Gourmethöhepunkten wird bayerische Küche mit deftigen Suppen, Brotzeit, Salaten und Pasta serviert.

Bergab geht's dann mit der Eibsee-Seilbahn, und auf dem Weg nach Garmisch lohnt ein Zwischenstopp am Riessersee. Das wieder eröffnete "Seehotel Riessersee" mit seiner großen Terrasse direkt am Wasser ist ein familiär geführtes Haus mit hübschen Appartements. Im urigen Restaurant kommt frischer Kren zum zarten Tafelspitz auf die Tische. Gut: Gäste können den Spa- und Poolbereich des gegenüberliegenden "Renaissance Riessersee"-Hotels nutzen.

Auf den ersten Blick nicht gerade vertrauenerweckend sieht dagegen die Graseckbahn mit ihren altertümlichen Stehkabinen aus. Doch seit über 50 Jahren bringt die hauseigene Seilbahn die Gäste des "Forsthauses Graseck" in wenigen Minuten über die zerklüftete Partnachklamm sicher ans Ziel.

Das "Forsthaus" selbst ist ein einfaches Berghotel oberhalb der Schlucht mit einem kleinen, aber schönen Wellnessbereich; das Restaurant wirkt rustikal, die Terrasse ist weitläufig. Die Zimmer mit bis zu vier Betten sind ohne jeden Luxus eingerichtet - Erholung pur in der Natur!

Garmisch ohne Grenzen
Beständigkeit auf mäßigem Niveau kennzeichnete bislang die Gastroszene der Region, doch seit kurzem bringt das "Maronis" Abwechslung. Das moderne Restaurant ist eine Mischung aus Bistro, Cocktailbar und Kaffeehaus. Sein Motto "Steiermark trifft Asien" bezeichnet eine durchaus gelungene Ost-West-Fusion: Weine aus der Steiermark zu asiatisch inspirierten Speisen. Dauerbrenner sind das Thai-Fingerfood mit Scampi, saté-Spieß, Fisch- und Gemüsebällchen sowie das Wokgemüse. Aber auch Schnitzel- und Spaghettifans kommen hier auf ihre Kosten.

Gleich um die Ecke lockt das "Aran" mit Brotspezialitäten vom Frühstück bis zum Abendessen. Die Auswahl an der kleinen Vitrine in dem Mix aus Stehbistro und Selbstbedienungsladen ist stattlich: acht Brotsorten, 16 Aufstriche, Salate, Kaffee in fünf verschiedenen Stärken, Biofruchtsäfte, jede Menge Tees und Schokoladengetränke, dazu noch Weine und hausgemachte Kuchen; der üppige Apfelschmand ist die Spezialität des Hauses. Heiße Suppen wärmen im Winter die in dicke Decken eingehüllten Gäste auf der sonnigen Terrasse.

Wer nicht unbedingt auf formellem Service besteht, sitzt gemütlich auf Korbsesseln im hellen, freundlichen Ambiente des "Spago". Die Speisenkarte präsentiert einen kosmopolitischen Mix und macht vor keiner Grenze Halt: Gemüse aus dem Wok, Hamburger, Münchner Herrengulasch mit Semmelknödel oder Entenbrust mit Ananasragout und Shiitakepilzen.

Auf Skiern zum Hotel
Einem geradlinigen Küchenstil hat sich dagegen das Team im neuen Berggasthof "Panaroma" am Fuß des Wank in Partenkirchen verschrieben: Dort steht Bayerisch-Bodenständiges auf dem Programm. Die Kruste der Schweinshaxe ist so kross, wie es sich gehört, das Sauerkraut ordentlich. Gut schmeckt auch das Zanderfilet mit Kartoffelgratin. Die Zimmer sind gewiss nicht groß, aber neu gestaltet, mit geweißtem Holzfußboden und schlichten weißen Bädern.

Hausmannskost kommt auch in der abgelegenen "Elmauer lm" auf die Tische. Kein Auto, kein Skilift bringt die Gäste her - rund sieben Kilometer Langlaufloipe führen vom Elmauer Hochtal direkt zum Gasthof.

Alternativ legt man zu Fuß in 30 Minuten den schattigen und etwas steilen Waldweg zur urigen Hütte mit Kamin zurück. Dort warten deftige Eintöpfe, Leberkäse, Weißwürste und leckerer hausgemachter Apfelkuchen. Aber garantiert keine Promis in Bogner-Skianzügen.
Quelle: SpiegelOnline
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!

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Mario
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Beitrag von Mario »

Da der Neubau der Schanze in GAP ja indirekt auch mit der Ski-WM zu tun hat, poste ich den Link mal hier rein. Ich denke mal nicht, dass man dafür gleich nen neuen Fred aufmachen muss: http://olympiaschanze.garmisch-partenki ... index.html

Hier kann man schön den Neubau verfolgen. Gibt auch einige Infos über den Zeitplan und ein paar historische Details.
Ich war übrigens bei der Sprengung der alten Schanze vor Ort. War ganz interessant.
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