Seilbahnunfall in Kanada - Stütze eingeknickt

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Flachlandtiroler
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Re: Seilbahnunfall in Kanada - Stütze eingeknickt

Beitrag von Flachlandtiroler »

ich wüsste ja zu gern, wie viele gäste den lift jetzt noch freiwillig benutzen.
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Ram-Brand
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Re: Seilbahnunfall in Kanada - Stütze eingeknickt

Beitrag von Ram-Brand »

Flachlandtiroler hat geschrieben:ich wüsste ja zu gern, wie viele gäste den lift jetzt noch freiwillig benutzen.
Alle die nicht zu Fuß hochlaufen wollen.
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jens.f
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Re: Seilbahnunfall in Kanada - Stütze eingeknickt

Beitrag von jens.f »

Flachlandtiroler hat geschrieben:ich wüsste ja zu gern, wie viele gäste den lift jetzt noch freiwillig benutzen.
Warum?

Dann dürfte man überhaupt keinen Lift mehr fahren - aber auch kein Auto, kein Fahrrad - und sowieso kein Ski.
Der Lift wurde ja ausführlich überprüft - im Moment würde ich mich daher noch sicherer als in anderen Liften fühlen.

Ich gehe 100% davon aus, daß jetzt bei dieser Seilbahn alle Stützen geprüft wurden (und auch in Zukunft die Stützen auf einsickerndes Wasser / Eis) überprüft werden, so dass dies in Zukunft nicht mehr passieren wird.

Aber natürlich: Irgendwas kann immer passieren.
Es muss jedem Klar sein: Eine 100% Sicherheit gibt es nirgendwo. Ein Unfall kann überall passieren.
Aber: Seilbahnen sind eines sichersten Verkehrsmittel - die Wahrscheinlichkeit, bei einem Seilbahnunfall verletzt zu werden, ist tausend mal geringer als auf der Piste - oder sogar als beim einem Verkehrsunfall bei der Fahrt zum Wintersportort.

Hier mal eine kleine Rechnung:
Laut:
http://www.skiresort.de/lifte/seilbahnsicherheit.htm
Kamen in Europa in den letzen 40 Jahren ca. 300 Menschen bei Seilbahnunglücken ums Leben - also im Schnitt 7,5 pro Jahr

Wenn man sich nun ausrechnet, wie viel Leute jedes Jahr in Europa Seilbahnen benutzen - und wie viele bei Ski-Unfälle oder auch nur bei Verkehrs-Unfällen bei der Fahrt zum Skiurlaub ums Leben kommen, ist die Seilbahn wirklich der sicherste Ort beim Skifahren.

Ich gehe jetzt mal davon aus, das es in Kanada nicht deutlich anders aussieht - hier wird es sicher ähnliche Sicherheitsbestimmungen wie in Europa geben.

Gruß, Jens
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snowflat
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Re: Seilbahnunfall in Kanada - Stütze eingeknickt

Beitrag von snowflat »

Aber wie das Wasser in die Stütze kam, ist bei Doppelmayr immer noch ein Rätsel ... Gebrochene Stütze: Wasser als Ursache
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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Re: Seilbahnunfall in Kanada - Stütze eingeknickt

Beitrag von GAG »

Grundsätzlich ist bei jeder geschlossennr Hohlkörperkonstruktion die im freien steht davon auszugehen, dass sie sich mit Wasser füllen kann.
Wasserlöcher sind grundlägende Konstruktionspunkte!
Aus Erfahrungen dringt Wasser an den unmöglichsten Orten ein.
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anno_80
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Re: Seilbahnunfall in Kanada - Stütze eingeknickt

Beitrag von anno_80 »

snowflat hat geschrieben:Aber wie das Wasser in die Stütze kam, ist bei Doppelmayr immer noch ein Rätsel ... Gebrochene Stütze: Wasser als Ursache
Wie sagte schon Edward A. Murphy so schön:
"Whatever can go wrong, will go wrong." :uuuups:
Flachlandtiroler
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Re: Seilbahnunfall in Kanada - Stütze eingeknickt

Beitrag von Flachlandtiroler »

So war das auch gar nicht gemeint, mehr im Sinne von Imageschaden... ich hätte kein Problem damit, da einzusteigen.. aber die meisten Leute denken sich dann doch "da gabs einen Unfall, da setz ich mich nicht rein!"
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Re: Seilbahnunfall in Kanada - Stütze eingeknickt

Beitrag von Ram-Brand »

^^ Aber der Mensch vergisst ja schnell.
Also mit der Schwarzen-Schneid-Bahn fahren mehr Leute als mit dem unfallfreien 4-CLD Rettenbachjoch z.B.
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Re: Seilbahnunfall in Kanada - Stütze eingeknickt

Beitrag von Pilatus »

Ram-Brand hat geschrieben:^^ Aber der Mensch vergisst ja schnell.
Also mit der Schwarzen-Schneid-Bahn fahren mehr Leute als mit dem unfallfreien 4-CLD Rettenbachjoch z.B.
Die Bahn läuft problemlos und ist auch gut ausgelastet. Aber das die Bahn so schnell wieder lief, das wäre in Europa nie gegangen... Aber wenn ich mir die Lifte da so anschaue, dann wird einem eh klar das die da ein bisschen andere Vorstellungen von Sicherheit haben...

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Ram-Brand
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Re: Seilbahnunfall in Kanada - Stütze eingeknickt

Beitrag von Ram-Brand »

In Europa wäre das sicherlich auch möglich gewesen.

Man muß ja nur die Stütze ersetzen und die Bahn auf weitere Schäden untersuchen.
Danach muß dann noch von der Behörde grünes Licht gegeben werden.


Die Behörde in Kanada hat ja nach dem Zwischenfall, soweit ich weiß, angeordnet, dass alle ihre Bahnen auf Wasser in den Stützen kontrolliert werden sollen.
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Re: Seilbahnunfall in Kanada - Stütze eingeknickt

Beitrag von seilbahner »

@Ram, das glaube ich auch.
Wenn nach eigehender Prüfung weiter nichts festgestellt wird, sind die Hersteller genau so schnell beim Reparieren und die Anlage kann wieder freigegeben werden.
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Re: Seilbahnunfall in Kanada - Stütze eingeknickt

Beitrag von LiftFreak »

Pilatus hat geschrieben:... Aber wenn ich mir die Lifte da so anschaue, dann wird einem eh klar das die da ein bisschen andere Vorstellungen von Sicherheit haben...
Hä? kann ich das etwas genauer haben wie das gemeint ist?
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Re: Seilbahnunfall in Kanada - Stütze eingeknickt

Beitrag von Wombat »

LiftFreak hat geschrieben:
Pilatus hat geschrieben:... Aber wenn ich mir die Lifte da so anschaue, dann wird einem eh klar das die da ein bisschen andere Vorstellungen von Sicherheit haben...
Hä? kann ich das etwas genauer haben wie das gemeint ist?
Lol
Weil es in Nordamerika sehr viele alte Lifte gibt und die entsprechend aussehen. :wink:
Der Witz ist, das die Trotzdem sicher sind. Bekanntermaßen wird ja wegen jeder Kleinigkeit sofort vor Gericht geklagt. Also kann man davon ausgehen das die Dinger den Sicherheitsvorschriften entsprechen.
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Re: Seilbahnunfall in Kanada - Stütze eingeknickt

Beitrag von Pilatus »

@ Ram + seilbahner: Ich weiss ja nicht recht, aber die Anlage am Fallboden stand danach für die ganze Saison - und dort war man sich der Unfallursache eigentlich auch relativ schnell klar. Trotzdem hat man diese "sehr wahrscheindliche Vermutung" nicht als Tatsache genommen, sondern ein ziemlich aufwändiges Untersuchungsverfahren gemacht. Das bisschen "an die Masten klopfen" kommt dem sicher nicht gleich. Aufwändige Prüfungen können ja wohl eh nicht gemacht worden sein, wenn die Anlage schon ein paar Tage später wieder lief.
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Ram-Brand
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Re: Seilbahnunfall in Kanada - Stütze eingeknickt

Beitrag von Ram-Brand »

Fallboden ist doch in der Schweiz. Das ist doch gar nicht in Europa.
Zu Europa gehört doch nur dass was in der EU ist ;-)

Sicherlich ist der Fall anderst zu bewerten, da Menschen zu schaden gekommen sind.
Außerdem war die Ursache Wind. Aber wieso das ganze so passiert ist mußte sicherlich länger geklärt werden.

In Whistler war die Stütze voll Wasser (Eis). Wenn man da eine neue drauf setzt wird sich diese bestimmt nicht innerhalb kürzester Zeit mit Wasser füllen, fährend am Fallboden sicherlich trotz neuer Stütze auch wieder Windböen auftreten können.

Außerdem kann es auch sein, dass Schweizerbehörden da vielleicht anderst reagieren!?
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Re: Seilbahnunfall in Kanada - Stütze eingeknickt

Beitrag von TPD »

Außerdem kann es auch sein, dass Schweizerbehörden da vielleicht anderst reagieren!?
Nicht unbedingt.
Am 11.02.05 ist an der EUB Wispile eine Gondel abgestürzt. Und soviel ich weiss ist die Anlage schon ein paar Tage später wieder gelaufen. Aber der Abschlussbericht wurde erst im September 08 veröffentlicht.
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Re: Seilbahnunfall in Kanada - Stütze eingeknickt

Beitrag von Kakadu »

TPD hat geschrieben:
Außerdem kann es auch sein, dass Schweizerbehörden da vielleicht anderst reagieren!?
Nicht unbedingt.
Am 11.02.05 ist an der EUB Wispile eine Gondel abgestürzt. Und soviel ich weiss ist die Anlage schon ein paar Tage später wieder gelaufen. Aber der Abschlussbericht wurde erst im September 08 veröffentlicht.
Kommt doch immer draufan, was passiert ist, was die Ursche ist oder sein kann und wie schnell das Problem behoben werden kann. Wenn wie hier in Kanada die Ursache für den Unfall ziemlich klar ist (mal abgesehen davon, wie das Wasser in die Stütze kam), und ein selbiger nicht so schnell wieder auftreten wird, war's beim Fallboden-Lift da nicht so eindeutig - und bei der Videmanette genauso nicht. Bei letzterer musste erst mal festgestellt werden, wo überhaupt die Ursache war (was schon dauerte), um dann festzustellen, dass da ein konstruktives Problem vorhanden ist. Sowas geht nicht so schnell wie "nur" Wasser in der Stütze.
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