Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb
Wenn die Strasse nur für Geländefahrzeuge ist, wie kamen dann all die normalen PW die man an der Talstation sieht dorthin? So schlimm kann es, zumindest bei trockener Witterung, also doch nicht sein. Daran knüpft sich meine zweite Frage: Wie kommt man an erwähnte Sonderbewilligung oder haben sich die einfach über das Fahrverbot hinweggesetzt?
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Lagorce
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb
Allweiler Handpumpen sind legendär und äusserst robust, nicht zu verwechslen mit Billigimport aus China (anscheinend gibt es dort sogar Doppelmayr Sesselbahnbilligkopien).
Sind die 10 Schlüssel für 10 Bediener mit den entsprechenden Fahrtenzähler?
Rohrspeichen bei Umlenscheiben sind auch nicht gängig.
Ist das Kopierwerk eine Spezialausführung? Vermute ich richtig, dass es rein elektromechanisch ist?
Sind die 10 Schlüssel für 10 Bediener mit den entsprechenden Fahrtenzähler?
Rohrspeichen bei Umlenscheiben sind auch nicht gängig.
Ist das Kopierwerk eine Spezialausführung? Vermute ich richtig, dass es rein elektromechanisch ist?
- ATV
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb
Schonmal in China gearbeitet? Mit deren eigenem Werkzeug?
Die rote Hölle.


Niederberger Kraftwerksseilbahn. Eine der schwersten Bahnen.

Uralt noch ohne Isoliertem Zugseil.

Etwas ähnliches. Alles Handarbeit in Eigenregie gebaut. Über 100 Jahre lang baute diese Firma Hunderte vo Kleinbahnen

Fast schon Seilbahntechnischer Denkmäler

50 Jährig noch komplett im Originalzustand.

Der Vorgänger dazu aus den 50er Jahren.


Das Bedienpanel ist neu kam beim Umbau auf AC Drive. Trotzdem immernoch muss der Maschinist etwas auf dem Kasten haben. Cool ist immer das kleine Mädchen das Barfuss die Bahn bedient.
Die rote Hölle.
Richtig. Ist eine genossenschaft, je nach Fahrer wird abgebucht. Übliches System bei Privatbahnen. System Waschmaschinenzähler.Lagorce hat geschrieben:Sind die 10 Schlüssel für 10 Bediener mit den entsprechenden Fahrtenzähler?
Niederberger eigenbau fast 100 Jahre lang hat er bei hunderten Bahnen diese Räder so geschweiss.Lagorce hat geschrieben:Rohrspeichen bei Umlenscheiben sind auch nicht gängig.
Niederberger Kraftwerksseilbahn. Eine der schwersten Bahnen.
Uralt noch ohne Isoliertem Zugseil.
Etwas ähnliches. Alles Handarbeit in Eigenregie gebaut. Über 100 Jahre lang baute diese Firma Hunderte vo Kleinbahnen
Fast schon Seilbahntechnischer Denkmäler
50 Jährig noch komplett im Originalzustand.
Kopierwerk ist eine Eigenkonstruktion. Ist nur eine Kulisse mit Endschaltern. Je nach Zone werden diese mechanisch gedrückt.Lagorce hat geschrieben:Ist das Kopierwerk eine Spezialausführung? Vermute ich richtig, dass es rein elektromechanisch ist?
Der Vorgänger dazu aus den 50er Jahren.
Das Bedienpanel ist neu kam beim Umbau auf AC Drive. Trotzdem immernoch muss der Maschinist etwas auf dem Kasten haben. Cool ist immer das kleine Mädchen das Barfuss die Bahn bedient.
Zuletzt geändert von ATV am 15.09.2009 - 06:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb
zwar OT,coole susi, fährt echt überall rauf, hab auch noch eine ist 90er baujahr, wie alt ist die grüne von dir?
...willst du die berge sehn,dann mußt du zum schi fahrn gehn...
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Lagorce
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb
Nein, mir reicht der Billigramsch, den man in den Obi, Hornbach, Jumbo, usw. findet.ATV hat geschrieben:Schonmal in China gearbeitet? Mit deren eigenem Werkzeug?![]()
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Die rote Hölle.![]()
Schlussendlich ist Billigramsch teuerer wenn man ihn x-mal ersetzen muss und vom zusätzlichen Müll spricht ja niemand (früher gab's ja Kaffeemaschinen, die 10 od. 20 Jahre funktionierten und dann oft noch reparierbar waren, heute steigt vieles kurz nach der Garantiezeit aus).
Musste zweimal hinschauen bis ich sah, worum es sich handelte. Von Schutzarten haben die keine Ahnung, nicht einmal handrückensicher...
Richtig. Ist eine genossenschaft, je nach Fahrer wird abgebucht. Übliches System bei Privatbahnen. System Waschmaschinenzähler.[/quote]Lagorce hat geschrieben:Sind die 10 Schlüssel für 10 Bediener mit den entsprechenden Fahrtenzähler?
Eigentlich erstaunlich, dass soviele Personen die Bahn bedienen können. Ich nehme an, die Ausbildung ist eher rudimentär.
Lagorce hat geschrieben:Rohrspeichen bei Umlenscheiben sind auch nicht gängig.
Konstruktiv auch einfacher, da man ja damals keine computergesteuerte Wasserstrahl- od. Laserschneideanlangen hatte. Hätte aber gedacht, dass Rohrpeichen nur für Kleinstbahnen in Frage kommen würden.ATV hat geschrieben:Niederberger eigenbau fast 100 Jahre lang hat er bei hunderten Bahnen diese Räder so geschweiss.
Niederberger Kraftwerksseilbahn. Eine der schwersten Bahnen.
Interessant ist die hohe Ausführungsqualität von vielen älteren Bahnen. Mal schauen wie eine Poma PB mit ungedeckten Stationen im Jahre 2040 aussieht...
Für den MachinistenIst irgendwie auch interessanter und motivierender, als einfach per Knopfdruck eine vollautomatische Fahrt zu starten.ATV hat geschrieben:Das Bedienpanel ist neu kam beim Umbau auf AC Drive. Trotzdem immernoch muss der Maschinist etwas auf dem Kasten haben. Cool ist immer das kleine Mädchen das Barfuss die Bahn bedient.
Gibt es noch Personenbahnen ohne jegliche Einfahrtsüberwachung?
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb
Ich hab mich da drüber teilweise Krumgelachen aber teilweise auch Gottlos aufgeregt. Ist ein Halogenspot. Hinten sieht er genau so schlecht aus. Billiger gehts nicht mehr. Schartkantiges Blech, offene Kontakte und Stifte und nicht mal geerdet.
Brauchts mehr. Meine die Jetonbahnen bedient man auch selber und hat Null ausbildung. Schlimmer kanns nicht sein.Lagorce hat geschrieben:Ich nehme an, die Ausbildung ist eher rudimentär.
Das ist für die Ewigkeit gebaut. Mag aber auch ein Fluch sein wenn man im ganzen Land alle Bahnen gebaut hat und keine ersetzten kann.Lagorce hat geschrieben:Interessant ist die hohe Ausführungsqualität von vielen älteren Bahnen. Mal schauen wie eine Poma PB mit ungedeckten Stationen im Jahre 2040 aussieht...
Mal die Verarbeitungsqualität seine Seilbahn BJ 1927.
Nein. Mindestens eine Einfahrzone muss die Bahn besitzen. Festpunkt nicht. eine der oberen Bahnen (AC Drive) besitzt eine gelbe Markierung am Seil damit man weis wann die Kabine im Tal ist.Lagorce hat geschrieben: Gibt es noch Personenbahnen ohne jegliche Einfahrtsüberwachung?
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb
Find ich ehrlich gestanden aber gar nicht schlimm denn mit sowas begreift jemand wenigstens beim ersten Mal gleich das er da nicht drangreifen sollte; bei uns kann mal das zwanzigmal predigen und es nützt doch nix...ATV hat geschrieben:Ich hab mich da drüber teilweise Krumgelachen aber teilweise auch Gottlos aufgeregt. Ist ein Halogenspot. Hinten sieht er genau so schlecht aus. Billiger gehts nicht mehr. Schartkantiges Blech, offene Kontakte und Stifte und nicht mal geerdet.IP 00
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Lagorce
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb
Interessant ist, dass aber de gezeigte Halogenstrahler ganz sicher mit einer CE Konfomitätserklärung vom Hersteller kommt. Vermutlich kopieren die eh nur Name und Adresse in ein Art Standard.Dokumen, ohne sich je um die aufgelisteten Normen zu kümmern. Hab mal in einem Fernsehbericht gesehen, dass Billigimporte sicherheitstechnisch von den Behörden kaum untersucht werden, das wird den "Inverkehrsetzern" überlassen. Übrigens sollte man für solche Erzeugnisse eigens eine Schutzart unter Null definieren.ATV hat geschrieben:![]()
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Ich hab mich da drüber teilweise Krumgelachen aber teilweise auch Gottlos aufgeregt. Ist ein Halogenspot. Hinten sieht er genau so schlecht aus. Billiger gehts nicht mehr. Schartkantiges Blech, offene Kontakte und Stifte und nicht mal geerdet.IP 00
Irgendwo hab ich ein Foto von einem Schweisstrafo der in einer Fütze liegt. Muss ich mal raussuchen. Oder eine Trafostation in Babusrohr eingefasst.
Algerien fand ich die Härte das arme familien in den Trafohäuschen gewohnt haben.
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Habe im Ausland in Betrieb genommen und gewartet, allerdings nicht in China. Afrika ist auch nicht schlecht, da muss man sich zuerst daran gewöhnen... Nicht jedermanns Sache.
Lagorce hat geschrieben:Ich nehme an, die Ausbildung ist eher rudimentär.
Aber nach dem Jetoneinwurf ist man der Automatik ausgeliefert.ATV hat geschrieben:Brauchts mehr. Meine die Jetonbahnen bedient man auch selber und hat Null ausbildung. Schlimmer kanns nicht sein.![]()
Letzendlich ist der Sicherheitswahn blödsinning, da wird nur das Verantowrtungsbewusstein zerstört. Zudem wollen dann nocht all die Juristen stets Schuldige finden. Man kann ja auch die Finger in den Ventilator des Autos stecken oder während der Autobahnfahrt aus dem Wagen springen. Oberhalb Martigny gab's lange eine Bahn mit offenen ungeschützten Stromschienen (um die 1000 V DC) dem Boden entlang und dies an zugänglichen Stellen..Gewisse Teile der Bahn weisen glaub ich immer noch solche Stromschienen auf. Starkstrominspektorat lässt grüssen. Früher gab's kleine Personenseilbahnen mit Lastbarellen mit 20 cm hohen Bordwänden usw.
Poma ist da marktwirtschaftlich gesehen gescheiter, da gibt's dann eh was zu reparieren, insbes. bei komplexen Bahnen à la Vanoise Express.ATV hat geschrieben:Das ist für die Ewigkeit gebaut. Mag aber auch ein Fluch sein wenn man im ganzen Land alle Bahnen gebaut hat und keine ersetzten kann.Guck dir mal so eine SA4 Compact an schon nur nach 10 Jahren an.
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb
Dann fahr mal mit der Bahn über die Grenze in die ach so tolle EU volle Sicherheitsfanatiker.Lagorce hat geschrieben:Letzendlich ist der Sicherheitswahn blödsinning, da wird nur das Verantowrtungsbewusstein zerstört. Zudem wollen dann nocht all die Juristen stets Schuldige finden. Man kann ja auch die Finger in den Ventilator des Autos stecken oder während der Autobahnfahrt aus dem Wagen springen. Oberhalb Martigny gab's lange eine Bahn mit offenen ungeschützten Stromschienen (um die 1000 V DC) dem Boden entlang und dies an zugänglichen Stellen..Gewisse Teile der Bahn weisen glaub ich immer noch solche Stromschienen auf. Starkstrominspektorat lässt grüssen. Früher gab's kleine Personenseilbahnen mit Lastbarellen mit 20 cm hohen Bordwänden usw.
Wenn dir das lieber ist. Ich vertraue mein Leben lieber einem Bergbauern an der die Bahn schon seit einem viertel Jahrhundert bedient.Lagorce hat geschrieben:Aber nach dem Jetoneinwurf ist man der Automatik ausgeliefert.
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb
Den ersten Satz unterschreibe ich ohne wenn und aber; beim zweiten hingegen trifft das nur auf einen gewissen Prozentsatz der Leute zu - zumindest hab ich den Eindruck, daß manche Menschen aufgrund ihrer geistigen Aussetzer noch mit einem mechanischen Gehirn analog der alten Rechenmaschinen ausgerüstet sind die ab und an auch mal komplett steckenblieben...ATV hat geschrieben:Ich vertraue mein Leben lieber einem Bergbauern an der die Bahn schon seit einem Vierteljahrhundert bedient.
Das menschliche Hirn ist aber immer noch viel der schnellere Rechner.
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb
Ausserhalb London gibt's auch noch Eisenbahnabschnitte mit DC Stromschiene, voll in der Natur.
Hat mich immer gewundert, dass sowas auch bei uns möglich ist, wenn man das ganze Vorschriftenwerk bzgl elektrischer Sicherheit betrachtet. Übrigens gibt's im Ausland en Masse nakte Leiter in Griffnähe vor Zimmerfenter oder Balkons.
Hat mich immer gewundert, dass sowas auch bei uns möglich ist, wenn man das ganze Vorschriftenwerk bzgl elektrischer Sicherheit betrachtet. Übrigens gibt's im Ausland en Masse nakte Leiter in Griffnähe vor Zimmerfenter oder Balkons.
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb
Die Bahnlinie Martigny - Vallorcine - Chamonix - St. Gervais les Fayets wird mit DC 850 V betrieben. Aber ihr wisst schon, dass nicht die Spannung, sondern die Stärke das Gefährliche am Strom ist. Allerdings dürften bei einer Stromschiene aus der Schmalspurzüge gespiesen werden genug Ampére vorhanden sein um einen ins Jenseits zu befördern. Immerhin wurde in den vergangenen Jahren einige Abschnitte auf Schweizer Seite auf Oberleitung umgebaut. Zusätzlich ist in Bahnhöfen in Abschnitten mit Stromschiene diese auf der vom Bahnsteig abgewandten Seite angebracht und mit einer Abdeckung geschützt.
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb
Strom ergibt sich aus Spannung durch Widerstand.
Der Körper hat je nach Bedingung und Berührungsort 500 Ohm bis 3000 Ohm. Gleichstrom ist bei 300mA die Todesgrenze zudem gibt Gleichstrom sehr schwere innere toxische Verbrennungen. Da die Spannung bei Gleichstrom verhältnismässig klein ist, muss Zwangsläufig der Strom grösser sein um die gleiche Leistung zu erhalten. Daher sehe ich schwarz, wenn man sich da auf die Stromschiene setzt. Hat aber den Vorteil, dass man nicht "Klebenbleiben" kann.
http://de.wikipedia.org/wiki/Stromunfall
Der Körper hat je nach Bedingung und Berührungsort 500 Ohm bis 3000 Ohm. Gleichstrom ist bei 300mA die Todesgrenze zudem gibt Gleichstrom sehr schwere innere toxische Verbrennungen. Da die Spannung bei Gleichstrom verhältnismässig klein ist, muss Zwangsläufig der Strom grösser sein um die gleiche Leistung zu erhalten. Daher sehe ich schwarz, wenn man sich da auf die Stromschiene setzt. Hat aber den Vorteil, dass man nicht "Klebenbleiben" kann.
http://de.wikipedia.org/wiki/Stromunfall
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb
Bin gespannt ob wegen diesem Zwischenfall nun auch Oberleitungen verboten werden...
http://tagesschau.sf.tv/nachrichten/arc ... ahnverkehr
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https://www.skichablais.net, seit 20 Jahren über Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb
So eine Bahn mit seitlicher Stromschiene gibt es auch in den Pyrenäen bei la Tour du Carol.
Darf ich die Gelegenheit nutzen, allen Usern dieses Forums bereits jetzt ein gesegnetes Weihnachtsfest und Alles Gute für 2027 zu wünschen!
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb
Für die Umwelt ist so eine Variante sicher gut. Dabei gibt es aber 2 Sachen zu berücksichtigen. Erd/Biogas betriebene Motoren haben weniger Leistung als die gleichen mit Benzin oder Diesel. Darum müsste man den Diesel mit Turbolader ausrüsten oder diesen wechseln, wenn schon einer vorhanden ist.ATV hat geschrieben:Denke die Bahn wird so auch noch länger in Betrieb sein. Interessant währe ein Antriebskonzept it Biogas.Gülle gibt es da zu genüge.
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Das andere die Speicherung des Biogases wenn die Bahn nicht in betrieb ist. Je nach dem wie viel Gas anfällt, ist das sowieso nötig, um genug Gas dann zu verfügen stellen, wenn die Bahn läuft. Das heisst das man eine Kompressor braucht und Gasflaschen um das Gas zu Speichern. Was natürlich die Investition in die Höhe treibt. So lang der Diesel zahlbar ist, wird so was denk nicht so schnell verwirklicht.
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb
Wie bereits diskutiert, ohne weiteres kann ein bestehender Diesemotor nicht umgebaut werden, vermutlich käme als Ersatz bzw. Zusatz (da Biogas nicht immer verfügbar ist) eben eher einen Occasionsgasmotor von eine Kläranlage in Frage. Zu beachten ist ebenfalls, dass der Heizwert von Biogas sehr stark variieren kann, zudem ist die Lebensdauer des Motors ebenfalls Abhängig von der effektiven Zusammenetzung des Biogases, dort findet man neben Methan noch allerlei sonstige Gase.
Hochdruckgasspeicheung ist bei einer solchen Anwendung nicht denkbar, da ein Hochdruckgaskompressor viel zu teuer wäre (insbes. auch wegen der ATEX-Konformität). Üblich für kleine bis ziemlich grosse Biogasanlagen sind grosse Blasenspeicher als Gasometer, dazu braucht es nur relativ billige Niederdruckgasgebläse. Auch zur Spesiung eines Gasmotors ist onehin nur ein sehr niedriger Gasspeisedruck erforderlich.
Hochdruckgasspeicheung ist bei einer solchen Anwendung nicht denkbar, da ein Hochdruckgaskompressor viel zu teuer wäre (insbes. auch wegen der ATEX-Konformität). Üblich für kleine bis ziemlich grosse Biogasanlagen sind grosse Blasenspeicher als Gasometer, dazu braucht es nur relativ billige Niederdruckgasgebläse. Auch zur Spesiung eines Gasmotors ist onehin nur ein sehr niedriger Gasspeisedruck erforderlich.
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb
Muss ja kein Dieselmotor sein. Der Pinzmocken läuft Problemlos mit Gas.

Günstig, gutmütig und ganz und gar nicht sparsam.
@Eisenbahn:
Wie verantwortungslos ist bitte sowas? Die fährt über unzählige unbewachte Bahnübergänge und auf der Strasse bei Gegenverkehr.
Günstig, gutmütig und ganz und gar nicht sparsam.
@Eisenbahn:
Wie verantwortungslos ist bitte sowas? Die fährt über unzählige unbewachte Bahnübergänge und auf der Strasse bei Gegenverkehr.
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb
Das halt ich nicht für verantwortungslos sondern erfordert halt die Konzentration die man eigentlich beim Autofahren sowieso aufbringen sollte - wer seine Gucker nicht dort hat wo sie hingehören kriegt halt ein kleineres Problem...ATV hat geschrieben:Wie verantwortungslos ist bitte sowas? Die fährt über unzählige unbewachte Bahnübergänge und auf der Strasse bei Gegenverkehr.
In den USA geht der Zubringer einer großen Brauerei wie ne Straßenbahn paar Kilometer durch nen Ort und irgendeine der großen Bahngesellschaften "erbte" eine Strecke wo auch mit langen Güterzügen quer durch ne Stadt gefahren wird.
Übrigens Dank für das tolle Filmchen...
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb
Die HSB fährt mit ihren Dampfzügen in Wernigerode zwischen Westerntor und Fachhochschule direckt auf der Strasse durch den Ort.
Und ähnliches gibt es bei anderen (ex)ostdeutschen Schmalspurbahnen auch noch.
Und ähnliches gibt es bei anderen (ex)ostdeutschen Schmalspurbahnen auch noch.
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb
In der Schweiz gibt es auch noch so Bahnen die auf der Strasse fahren. Die WSB ist so ein Beispiel. Zwischen Aarau und Suhr
fährt die Bahn auf der Strasse, da die Strecke dort nur eingleisig ist, muss man wenn Richtung Suhr fährt auf die Gegenfahrbahn wechseln wenn die Bahn entgegenkommt. Der Gegenverkehr wird natürlich gestoppt.
Früher war es oft so das Nebenbahnen auf der Strasse führen, da die Konzession für die Bahn so günstiger war. Die Waldenburgerbahn war auch so, mittlerweile wurde diese aber neben die Strasse verlegt. Es gibt nur noch einen Abschnitt durch Höllsten wo sie den Verkehr auf Strasse behindert.
fährt die Bahn auf der Strasse, da die Strecke dort nur eingleisig ist, muss man wenn Richtung Suhr fährt auf die Gegenfahrbahn wechseln wenn die Bahn entgegenkommt. Der Gegenverkehr wird natürlich gestoppt.
Früher war es oft so das Nebenbahnen auf der Strasse führen, da die Konzession für die Bahn so günstiger war. Die Waldenburgerbahn war auch so, mittlerweile wurde diese aber neben die Strasse verlegt. Es gibt nur noch einen Abschnitt durch Höllsten wo sie den Verkehr auf Strasse behindert.
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb
In den 20er Jahren wollte eine Familie aus Waldenburg nach Amerika auswandern. Dazu nahmen sie den Zug. In Liestal am Bahnhof frag der Sohn den Vater: "Sind wir schon in Amerika?" Darauf der Vater: "Nein aber das schlimmste haben wir hinteruns."
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Re: Die letzten Pendelbahnen mit Dieselantrieb
So aller guten Dinge sind 3 oder eben jetzt 5
2PB/1t Vorder Lerch-Obersäss (Hinter Lerch) Furna GR
Furna im Prättigau Kanton Graubünden liegt an den sonnigen Hängen von Danusa (auch ein Skigebiet) Das Dorf selber liegt auf 1'351 m ü. M. und umfasst ca 200 Einwohner auf 34 km² zu Furna gehört auch eine Bahnstation der RhB, nur liegt diese 700 Höhenmeter weiter unten in Pragg, hier halten nur noch selten Züge. zwei früh Morgend und 2 nach Feierabend. Das Dorf oder eher die breit gefächerte Streusiedlung erreicht man aber am Besten mit den Postauto direkt ab Küblis der Jenaz. Von Furna selber führ eine ca 5km lange Bergstrasse entlang des Furnertobels ins Varnezatobel. hier befindet sich die Talstation der Luftseilbahn auf der Alp Lerch (Vorder Lerch) Die Strasse ist übrigens mit rigorosem Fahrverbot belegt. Daher eine Stunde Fussmarsch.

Das Obersäss, liegt noch weiter oben. Ursprünglich war geplant die Strasse bis hier hoch zu bauen. Dieser Plan ging nie auf, die Strasse endet in einer Rüfe.

Obersäss (Hinterlerch) auf 1962müM besteht aus mehrere Ställen. Melchstation und Wohnhaus. Sie ist von Anfang Juli bis Ende Augus besetzt. Interessant, das Wasser für die Kühe wird zuerst durch eine Peltonturbine gejagt um so Strom für die Alp zu erzeugen. Furna selber ist diesbezüglich sehr inovativ. Furna war 1969 das letzte Dorf der Schweiz das ans elektrische Stromnetz angeschlossen wurde und auch heute 50 Jahre danach besitzen noch nicht alle Häuser einen Stromanschluss, daher haben sich viele selber geholfen un ein eigenes Wassekraftwerk gebaut.

1985 fand man eine Lösung für das Erschliessungsproblem in Form einer Luftseilbahn. Anfänglich nur als Materialbahn erstellt für eine Nutzlast von 1 Tonne.

1988 wurde die Bahn für den Personentransport aufgerüstet, aber diesem Jahr durfte die Bahn entweder eine Tonne Material oder 2 Personen transportieren. Die Bahn selber ist eine Konstruktion der Adelbodner Seilbahnfirma Bircher.

Die Bahn selber wurde aber nicht neu Fabriziert sondern aus diversen Occasionen zusammengestellt. Das Tragseil sowie die Umlenkräder beispielsweise stammen von der ehem. Luftseilbahn Gamsen Mund. Das Occasion Tragseil ist mit 30mm für eine derart kleine Bahn sehr dick. Man bedenke, die Bahn im Wallis war eine BAV Bahn für 10 Personen.

Das Fahrzeug selber ist nur eine offene Holzkiste. Personen sitzen Entweder am Boden oder auf einem selber gebauten Holzbank.

Bergstation im Gebäude, den Winter hindurch ist das Fahrzeug hier geschützt abgestellt und die Station abgeschlossen.

Antriebseinheit, schaut spartanisch aus, besitzt aber viele Überwachungseinrichtung die man von Gesetzeswegen eingentlich bei einer so kleinen Bahn der Kategorie 3 gar nicht braucht.

Beispielsweise sind 2 unabhängige Kopierwerke oder zumindes Einfahrtskontrollen vorhanden. Der Linienzeiger besitzt die beiden Einfahrtzonen und überwacht so das machanische Kopierwerk.

Hydrostatischer Antrieb, darüber sitz die hydraulische Lamellenbremse als Betriebsbremse direkt zwischen Hydaulikmotor und Antriebsrad, überigens auch eine Habegger Occasion.

Steuerung, viel kann man nicht falsch machen. Auf, ab die Wahl der Fahrgeschwindigkeit, thats it. Darunter die FUA für das Telefonseil von SISAG. Zugseil ist nicht Isoliert. Rechts der Gashebel für den Diesel und die Einfahrhupe.

Der Dieselmotor ein luftgekühlter Deutz 3 Zylinder sorgt für 40PS Antriebsleistung welche hydrostatisch auf das Antriebsrad übertragen wird. Anfänglich war der Diesel offen, was dazu führte, dass der Maschinist, welcher direkt neben dem Motor seine Arbeit erbrachte, schon nach nur eine Fahrt einen bleibenden Gehörschaden davontrug, daher wurde der Motor später verkleidet, ist aber immernoch Extrem laut. Kurios übrigens, der Hydrostat kann, wenn die Bahn nicht fährt, umgeschaltet werden. Damit wird dann die Güllenpumpe angetrieben.

Stützen gibt es 5 an der Zahl wobei Stütze 3 und 5 eine Tiefe Seilführung besitzen. Zuseil von 3,5mm ist mit Keilendklemmen an das Fahrzeug befestigt.

der grösste Bodenabstand beträgt 95m, nichts besonderes währe es nicht eine offene Holzkiste.
Länge der Bahn 1300m Höhenunterschied 220m

Gefahren wird mit 3m/s eigendlich ist die Bahn sogar automatisiert, trotzdem wird auf die Überwachung der Bahn grossen Wert gelegt und der Maschinist ist die ganze Fahrt lang anwesend.

Talstation auf der Alp Lerch, ursprünglich offen hat man nachträglich auch verkleidet.
Zum Schluss:
Achtung! Das ist eine reine Privatbahn, damit werden keine Touristen befördert!
2PB/1t Vorder Lerch-Obersäss (Hinter Lerch) Furna GR
Furna im Prättigau Kanton Graubünden liegt an den sonnigen Hängen von Danusa (auch ein Skigebiet) Das Dorf selber liegt auf 1'351 m ü. M. und umfasst ca 200 Einwohner auf 34 km² zu Furna gehört auch eine Bahnstation der RhB, nur liegt diese 700 Höhenmeter weiter unten in Pragg, hier halten nur noch selten Züge. zwei früh Morgend und 2 nach Feierabend. Das Dorf oder eher die breit gefächerte Streusiedlung erreicht man aber am Besten mit den Postauto direkt ab Küblis der Jenaz. Von Furna selber führ eine ca 5km lange Bergstrasse entlang des Furnertobels ins Varnezatobel. hier befindet sich die Talstation der Luftseilbahn auf der Alp Lerch (Vorder Lerch) Die Strasse ist übrigens mit rigorosem Fahrverbot belegt. Daher eine Stunde Fussmarsch.
Das Obersäss, liegt noch weiter oben. Ursprünglich war geplant die Strasse bis hier hoch zu bauen. Dieser Plan ging nie auf, die Strasse endet in einer Rüfe.
Obersäss (Hinterlerch) auf 1962müM besteht aus mehrere Ställen. Melchstation und Wohnhaus. Sie ist von Anfang Juli bis Ende Augus besetzt. Interessant, das Wasser für die Kühe wird zuerst durch eine Peltonturbine gejagt um so Strom für die Alp zu erzeugen. Furna selber ist diesbezüglich sehr inovativ. Furna war 1969 das letzte Dorf der Schweiz das ans elektrische Stromnetz angeschlossen wurde und auch heute 50 Jahre danach besitzen noch nicht alle Häuser einen Stromanschluss, daher haben sich viele selber geholfen un ein eigenes Wassekraftwerk gebaut.
1985 fand man eine Lösung für das Erschliessungsproblem in Form einer Luftseilbahn. Anfänglich nur als Materialbahn erstellt für eine Nutzlast von 1 Tonne.
1988 wurde die Bahn für den Personentransport aufgerüstet, aber diesem Jahr durfte die Bahn entweder eine Tonne Material oder 2 Personen transportieren. Die Bahn selber ist eine Konstruktion der Adelbodner Seilbahnfirma Bircher.
Die Bahn selber wurde aber nicht neu Fabriziert sondern aus diversen Occasionen zusammengestellt. Das Tragseil sowie die Umlenkräder beispielsweise stammen von der ehem. Luftseilbahn Gamsen Mund. Das Occasion Tragseil ist mit 30mm für eine derart kleine Bahn sehr dick. Man bedenke, die Bahn im Wallis war eine BAV Bahn für 10 Personen.
Das Fahrzeug selber ist nur eine offene Holzkiste. Personen sitzen Entweder am Boden oder auf einem selber gebauten Holzbank.
Bergstation im Gebäude, den Winter hindurch ist das Fahrzeug hier geschützt abgestellt und die Station abgeschlossen.
Antriebseinheit, schaut spartanisch aus, besitzt aber viele Überwachungseinrichtung die man von Gesetzeswegen eingentlich bei einer so kleinen Bahn der Kategorie 3 gar nicht braucht.
Beispielsweise sind 2 unabhängige Kopierwerke oder zumindes Einfahrtskontrollen vorhanden. Der Linienzeiger besitzt die beiden Einfahrtzonen und überwacht so das machanische Kopierwerk.
Hydrostatischer Antrieb, darüber sitz die hydraulische Lamellenbremse als Betriebsbremse direkt zwischen Hydaulikmotor und Antriebsrad, überigens auch eine Habegger Occasion.
Steuerung, viel kann man nicht falsch machen. Auf, ab die Wahl der Fahrgeschwindigkeit, thats it. Darunter die FUA für das Telefonseil von SISAG. Zugseil ist nicht Isoliert. Rechts der Gashebel für den Diesel und die Einfahrhupe.
Der Dieselmotor ein luftgekühlter Deutz 3 Zylinder sorgt für 40PS Antriebsleistung welche hydrostatisch auf das Antriebsrad übertragen wird. Anfänglich war der Diesel offen, was dazu führte, dass der Maschinist, welcher direkt neben dem Motor seine Arbeit erbrachte, schon nach nur eine Fahrt einen bleibenden Gehörschaden davontrug, daher wurde der Motor später verkleidet, ist aber immernoch Extrem laut. Kurios übrigens, der Hydrostat kann, wenn die Bahn nicht fährt, umgeschaltet werden. Damit wird dann die Güllenpumpe angetrieben.
Stützen gibt es 5 an der Zahl wobei Stütze 3 und 5 eine Tiefe Seilführung besitzen. Zuseil von 3,5mm ist mit Keilendklemmen an das Fahrzeug befestigt.
der grösste Bodenabstand beträgt 95m, nichts besonderes währe es nicht eine offene Holzkiste.
Gefahren wird mit 3m/s eigendlich ist die Bahn sogar automatisiert, trotzdem wird auf die Überwachung der Bahn grossen Wert gelegt und der Maschinist ist die ganze Fahrt lang anwesend.
Talstation auf der Alp Lerch, ursprünglich offen hat man nachträglich auch verkleidet.
Zum Schluss:
Achtung! Das ist eine reine Privatbahn, damit werden keine Touristen befördert!
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.