Patscherkofel: Widerstand gg. Kürzung der Bahnbetriebszeiten

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Tyrolens
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Re: Patscherkofel: Widerstand gg. Kürzung der Bahnbetriebsze

Beitrag von Tyrolens »

Genießt den Glungezer, so lange ihr noch könnt.

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Kris
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Re: Patscherkofel: Widerstand gg. Kürzung der Bahnbetriebsze

Beitrag von Kris »

Tyrolens hat geschrieben:Genießt den Glungezer, so lange ihr noch könnt.
Wieso die Angst? Jetzt gehört der Glungezer dem TVB Hall Wattens, der Gemeinde und im geringeren Masse der Agrargemeinschaft Tulfes. Fehlt das Geld, dreht man dort den Hahn auf, und es fliesst wieder.
Glaube 25 Millionen wollte man vom Land Tirol. Wo ist das Problem? An der Muttereralm hat es ja auch geklappt irgendwie, und der Schröcksnadel wird sich auch holen was er verlangt...
>> Die unaufhaltsame Industrialisierung des Skiraums führt zu Banalisierung und somit zum Verlust der magischen Skisportfreude<<
darkstar
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Re: Patscherkofel: Widerstand gg. Kürzung der Bahnbetriebsze

Beitrag von darkstar »

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Kris
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Re: Patscherkofel: Widerstand gg. Kürzung der Bahnbetriebsze

Beitrag von Kris »

Der Schröcknadel hat den Kofel vor knapp 15 Jahren für einen Schilling Schuldenfrei geschenkt bekommen, und seitdem mithilfe der öffentlichen Hand (glaube insgesamt 7 mio) industrialisiert; im Sinne eines effizient zu betreibenden Industrieskigebiets mit den üblichen Eigenschaften.
Der lokalen Bevölkerung aber auch der Hotelerie in Igls sagt er jetzt, er brauche die Pendelbahn nicht mehr. Er hat genug mit der KSB. Die Pendelbahn startet im Ortskern, die sie ersetzende KSB hingegen 10 Busminuten ausserhalb des Ortes auf einer der üblichen Grossparkplatz-landschaften.

Die Pendelbahn wurde 15 Jahre auf Verschleiss gefahren, kein Euro wurde in die Modernisierung investiert unter Schröcksnadel. Jetzt geht es einfach nicht mehr ohne Renovierung. Da Schröcksnadel um die Wichtigkeit der Bahn für Innsbruck weiss, sagt er er habe nun einfach keine Lust mehr. Renovieren darf nun der Steuerzahler der Stadt Innsbruck.
Na super!

Wenn wenigstens die viele Werbung und das das viele orangene Plastik vom Berg geholt würde...
Zuletzt geändert von Kris am 10.06.2012 - 13:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Amarra64
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Re: Patscherkofel: Widerstand gg. Kürzung der Bahnbetriebsze

Beitrag von Amarra64 »

Kris hat geschrieben:Der Schröcknadel hat den Kofel vor knapp 15 Jahren für einen Schilling Schuldenfrei geschenkt bekommen, und seitdem mithilfe der öffentlichen Hand (glaube insgesamt 7 mio) industrialisiert; im Sinne eines effizient zu betreibenden Industrieskigebiets mit den üblichen Eigenschaften.
Der lokalen Bevölkerung aber auch der Hotelerie in Igls sagt er jetzt, er brauche die Pendelbahn nicht mehr. Er hat genug mit der KSB. Die Pendelbahn startet im Ortskern, die sie ersetzende KSB hingegen 10 Busminuten ausserhalb des Ortes auf einem der üblichen Grossparkplatz-landschaften.

Die Pendelbahn wurde 15 Jahre auf Verschleiss gefahren, kein Euro wurde in die Modernisierung investiert unter Schröcksnadel. Jetzt geht es einfach nicht mehr ohne Renovierung. Da Schröcksnadel um die Wichtigkeit der Bahn für Innsbruck weiss, sagt er er habe nun einfach keine Lust mehr. Renovieren darf nun der Steuerzahler der Stadt Innsbruck.
Na super!

Wenn wenigstens die viele Werbung und das das viele orangene Plastik vom Berg geholt würde...
Er hat keine Lust mehr. Das Spielzeug ist langweilig geworden, Kinder schmeissen langweiliges Spielzzeug in die Ecke.
Ehrenwerte Geschäftsleute standen früher im Normalfall mit Ihrem eigenen Vermögen für Fehlleistungen ein. Heute bekommen sie bei Versagen noch Geld obendrauf.
Übrigens habe ich Dank Deiner Seite endlich begriffen, warum das altehrwürdige urige Schutzhaus nicht auf der Seite der Patscherkofelbahn erwähnt wird...
http://www.retrofutur.org/retrofutur/ap ... 1000104816
Nicht zu fassen. Da baut dieser dumme Mensch Schrecknagel einen Glaskasten hin, den keiner wirklich mag. Warum hat er nicht das Geld für den Panoramaglaskasten gespart, es in die Instandhaltung der Bahn gesteckt und das alte Schutzhaus, vor dem schon meine Großeltern in Liegestühlen es sich gut sein liessen, verschönert und beworben?
So hätte ich es gemacht. Die Patscherkofel-Seilschwebebahn gehört zu Innsbruck wie das Eigelb zum Ei. Ein Stück bewahrenswerte Stadtgeschichte, ein Stück alter echter Skikultur, so etwas kann man gar nicht einfach so schließen. Dem Schrecknagel fehlt jeglicher Sinn für Tradition. Ein Interesse und Talent , Alt mit Neu geschickt zu verschmelzen hat der nicht.
Gruß von Amarra64
>>...und als der liebe Gott einmal besonders gute Laune hatte, schenkte er uns den Ski.<< Berge im Schnee, Luis Trenker, 1932
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Seilbahnjunkie
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Re: Patscherkofel: Widerstand gg. Kürzung der Bahnbetriebsze

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt hier mal wieder unbeliebt mache, aber wenn es nach mir ginge, dann gäbe es eine neue Patscherkofelbahn, meinetwegen auch als normale EUB die aber schön in die alten Stationen eingebaut wird. Oder man nutzt die recht hohe Anzahl der Stützen der bisherigen Bahn und baut mit denen eine ZUB. Dazu noch ne Schibrücke am Schizentrum und Igls würde wieder richtig an sein Schigebiet angebunden. Klar, das muss jemand bezahlen, aber in meinen Augen würde das Schigebiet dadurch wesentlich atraktiver, da weniger anspruchsvolle Gäste durchaus eine Woche in Igls nächtigen und dort Schifahren können, wenn die Bahn nicht mehr fährt, ist das unatraktiv.
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Amarra64
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Re: Patscherkofel: Widerstand gg. Kürzung der Bahnbetriebsze

Beitrag von Amarra64 »

Seilbahnjunkie hat geschrieben:Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt hier mal wieder unbeliebt mache, aber wenn es nach mir ginge, dann gäbe es eine neue Patscherkofelbahn, meinetwegen auch als normale EUB die aber schön in die alten Stationen eingebaut wird. Oder man nutzt die recht hohe Anzahl der Stützen der bisherigen Bahn und baut mit denen eine ZUB. Dazu noch ne Schibrücke am Schizentrum und Igls würde wieder richtig an sein Schigebiet angebunden. Klar, das muss jemand bezahlen, aber in meinen Augen würde das Schigebiet dadurch wesentlich atraktiver, da weniger anspruchsvolle Gäste durchaus eine Woche in Igls nächtigen und dort Schifahren können, wenn die Bahn nicht mehr fährt, ist das unatraktiv.
Ist doch eine schöne Idee, eine neue Anlage in den alten Gebäuden, genau das wäre eine funktionstüchtige Verschmelzung von alt mit neu.
Die alten Gebäude haben so einen schönen klassischen Schwung :wink: Die zu behalten wäre für mich so ganz persönlich am Wichtigsten, und das halt eine Seilbahn genau ab da von Igls hochgondelt.
Entschludigung, was war jetzt ZUB und was EUB? Auf meinem Patscherkofelprospekt von 1934 steht "Seilschwebebahn" ich komm mit den Kürzeln hier nicht klar... 8O ;D
>>...und als der liebe Gott einmal besonders gute Laune hatte, schenkte er uns den Ski.<< Berge im Schnee, Luis Trenker, 1932
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Kris
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Re: Patscherkofel: Widerstand gg. Kürzung der Bahnbetriebsze

Beitrag von Kris »

Die Variante EUB Igls - Römerstrasse - Patscherkofelschutzhaus - Gipfel haben wir ja schon mal besprochen irgendwo. Schwierigkeit hierbei sind:
- Die parallele 4er KSB Olympiaexpress im unteren Abschnitt sowie
- Die parallelle 4er SB im oberen Streckenabschnitt.
Entweder EUB oder die zwei oben genannten Bahnen. Alles zusammen ergäbe keinen Sinn.

Die Pendelbahn hat übrigens keine Kabinen mehr, diese wurden abgenommen und sollten servisiert werden. Ob sich dabei herausgestellt hat, dass sie nicht mehr zu renovieren sind, oder ob Schröcksnadel die Bahn durch das Entfernen der Kabinen de Facto "stillsetzen" wollte um mit der Stadt seine "Argumente" in der Hand zu haben, kann nur erraten werden...

So wie ich die Lage jetzt interpretiere, soll die Stadt die defizitäre Pendelbahn übernehmen und diese für wohl ein paar Millionen runderneuern (Kabinen, Laufwerke, Antrieb, Steuerung...), während Schröcksnadel den (aus meiner Sicht) parasitären aber wohl finanziell lohnenderen Industrieskigebietsteil führt...
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falk90
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Re: Patscherkofel: Widerstand gg. Kürzung der Bahnbetriebsze

Beitrag von falk90 »

Man muss die Bahn ja nicht ganz so brutal auf eine Hochleistungs-Eub bringen.
Die Mittelstation rausnehmen, dann gibt es nur mehr 2 anstatt der 4 Kabinen, die Seilbahntechnik überholen und neue Kabinen dran, so wie es auch bei sehr vielen anderen Pendelbahnen gemacht wurde.
Für die Skifahrer steht ohnehin die 4KSB zur Verfügung, da währe die PB eher eine Ausflugsbahn mit kleiner Förderleistung.

Aber das sind sowieso alles nur Träume, der Schröcksnadel ist ein eiskalter Geschäftsmann, mehr nicht.
Ob das gut für Innsbruck ist steht wieder auf einem anderen Blatt geschrieben.
Wo ist eigentlich unser Tirol-Blogger, so im Fussballfieber, dass ihn dieses Thema überhaupt nicht berührt?

Tyrolens
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Re: Patscherkofel: Widerstand gg. Kürzung der Bahnbetriebsze

Beitrag von Tyrolens »

Angst? Mir scheint doch klar zu sein, dass Schröcksnadel eine Verbindung zum Glungezer will und dann ist der Glungezer wie wir ihn lieben gelernt haben, Geschichte.
Überhaupt finde ich an Schröcksnadel bemerkenswert, dass er sich so ungemein gerne als Paradeunternehmer sieht und im gleichen Satz von seinen Millionenverlusten am Patscherkofel jammert. Ein guter Unternehmer hätte sich entweder so einen Reißnagel wie die Patscherkofelbahn nie eingetreten, oder aber er hätte für den ganzen Berg ein Konzept, mit dem man auch Geld verdienen kann. Derzeit muss man zum Schluss kommen, dass Schröcksnadel entweder ein schlechter Seilbahnunternehmer ist, oder einfach lügt.
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Re: Patscherkofel: Widerstand gg. Kürzung der Bahnbetriebsze

Beitrag von Werna76 »

"Tauziehen um Patscherkofelbahn"
http://tirol.orf.at/news/stories/2536804/
Hermann ist der Skilehrer für uns alle (Aksel Lund Svindal über Hermann Maier)
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Dachstein
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Re: Patscherkofel: Widerstand gg. Kürzung der Bahnbetriebsze

Beitrag von Dachstein »

jack90 hat geschrieben: Aber das sind sowieso alles nur Träume, der Schröcksnadel ist ein eiskalter Geschäftsmann, mehr nicht.
Bis jetzt kenne ich eigentlich keinen Betreiber, der kein eiskalter Geschäftsmann ist.

Und wenn ich jetzt ehrlich bin, zum Skifahren ist die Pb richtig unattraktiv. Der Teil unter dem OLEX ist stinkfad und eigentlich, dank OLEX eh obsolet. Für den Sommerbetrieb würde eine normale PB ohne Mittelstation ausreichen. Einzig wirklich dumme Sache ist, dass der OLEX weitab der Zivilisation von Igls liegt, unten ein neuer Übungslift steht und es damit heuer, wenn keine Lösung gefunden wird, keine Möglichkeit besteht, auf den Kofel zu kommen...

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Re: Patscherkofel: Widerstand gg. Kürzung der Bahnbetriebsze

Beitrag von Tyrolens »

Problem gelöst. Der Tourismusverband überweist für heuer EUR 200.000,-- und im nächsten Jahr wird das Problem das selbe sein.
darkstar
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Re: Patscherkofel: Widerstand gg. Kürzung der Bahnbetriebsze

Beitrag von darkstar »

Tyrolens hat geschrieben:Problem gelöst. Der Tourismusverband überweist für heuer EUR 200.000,-- und im nächsten Jahr wird das Problem das selbe sein.
Siehe: http://tirol.orf.at/news/stories/2536924/
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Re: Patscherkofel: Widerstand gg. Kürzung der Bahnbetriebsze

Beitrag von Arlbergfan »

jack90 hat geschrieben: Wo ist eigentlich unser Tirol-Blogger, so im Fussballfieber, dass ihn dieses Thema überhaupt nicht berührt?
Da ist er: Der mit dem Wolf tanzt: Peter Schröcksnadel Patscherkofel
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Ihr könnt gerne auf Instagram vorbeischauen: https://www.instagram.com/powderhuntr
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Re: Patscherkofel: Widerstand gg. Kürzung der Bahnbetriebsze

Beitrag von schifreak »

Was mich mal intressieren würde -- befördert die Patscherkofelbahn eigentlich Mountainbikes ? -- auf der Seegrube is das ja echt genial, hab am letzten Betriebstag 2011 noch nie soviel Biker auf nem Berg gesehn wie an diesem , und die Abfahrt war ja echt super . ( also ich fahr die normale Strasse, bin kein Selbstmörder ...Singltrail is nix für mi ) , -- da könnt ma doch am Patscherkofel die PB richtig gut einsetzen, ne 4 KSB is für Biker eher schlecht ; das wär ne schöne Strecke mitm Bike, Zirbenweg zum Glungezergebiet ;

Ma könnte vielleicht auch am Patscherkofel ne Winterrodelbahn baun , so wie auf dem Elfer, da is die meiner Meinung nach Beste Bahn ; ( hinten runter ins Pillnitztal ... supercool )
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Re: Patscherkofel: Widerstand gg. Kürzung der Bahnbetriebsze

Beitrag von snowflat »

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Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!

Tyrolens
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Re: Patscherkofel: Widerstand gg. Kürzung der Bahnbetriebsze

Beitrag von Tyrolens »

Schröcksnadel mag auf seinem Berg überhaupt keine Mountainbiker sehen, am ehesten noch jene, die rauf fahren und am liebsten mit der Bahn wieder runter.
Aber vielleicht ändert sich das noch. In den letzten Jahren hat sich in Tirol für abfahrtsorientierte Mountainbiker viel getan. Man denke an die Bergeralm, Seegrube, Hohe Salve, Ehrenbach Höhe und jetzt, neu, frisch und sehr eindrucksvoll an die Zillertal Arena.
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Dachstein
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Re: Patscherkofel: Widerstand gg. Kürzung der Bahnbetriebsze

Beitrag von Dachstein »

Tyrolens hat geschrieben:Der Tourismusverband überweist für heuer EUR 200.000,-- und im nächsten Jahr wird das Problem das selbe sein.
Für meine Begriffe ist das Ablaufdatum der Pb seit einigen Jahren überschritten. Die Bahn in dieser Form ist personal und wartungsintensiv, dazu für den Skigast unattraktiv und maximal im Sommerbetrieb zu gebrauchen. So gesehen wundert es nicht, dass der Geschäftsmann Schröcksnadel die Notbremse ziehen muss - er hat ja nichts zu verschenken.
Die Alternative, dass die Gemeinde Innsbruck die alleine Seilbahn betreibt halte ich übrigens auch für nicht zielführend, denn der Verlust ist ja da, egal wer die Bahn in dieser Form betreibt. Im Falle des Stadteigentums muss dann die Stadt zahlen. Jetzt ist eben noch die Ebene Schröcksnadel dazwischen (und der ist dadurch zum Buhmann geworden - wenn der aber nicht wäre, wer wäre dann der Buhmann?). Früher oder später wäre auch bei einem anderen Betreiber der Zeitpunkt gekommen, wo das Ende der PB beschlossen worden wäre.

Die Geschichte ist schlichtweg verfahren - egal was kommt, irgendwer wird bezahlen müssen. In der Form, wie die PB heute besteht, gebe ich der Bahn jedenfalls nicht mehr lange. Es stellt sich die Frage: was kommt dann und welches Konzept kann da oben zielführend sein? Skifahren alleine ist zu wenig und von Olympia anno Neunzehnhundertschnee kann man auch nicht leben (womit würde man überhaupt werben, wenn es Olympia nie gegeben hätte?) - solche Ereignisse sind Segen und Fluch zugleich - einerseits machen sie bekannt, andererseits ist die Gefahr gegeben, dass man sich an das Ereignis anhaftet und somit eher auf der Stelle tritt, als zukunftsorientiert nach vorne schaut. Wie im Salzkammergut, was ja auch immer noch kaiserlich gut sein soll, obwohl es den Kaiser schon lange nicht mehr gibt...
Tyrolens hat geschrieben: Aber vielleicht ändert sich das noch. In den letzten Jahren hat sich in Tirol für abfahrtsorientierte Mountainbiker viel getan. Man denke an die Bergeralm, Seegrube, Hohe Salve, Ehrenbach Höhe und jetzt, neu, frisch und sehr eindrucksvoll an die Zillertal Arena.
Fehler! Schwerer Denkfehler (und das typische Kirchturmhorizontdenken), denn das Konzept geht in und um Innsbruck genau Zweimal auf und das Angebot ist gesättigt. Für den Kofel muss ein eigenes Konzept, welches sich von anderen Konzepten unterscheidet und dem Berg ein Alleinstellungsmerkmal bietet, erstellen und umsetzen, und nicht einfach etwas nachmachen, was in der Nähe auch funktioniert.

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Re: Patscherkofel: Widerstand gg. Kürzung der Bahnbetriebsze

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Der Fehler liegt in der KSB. Man hätte die nie so bauen sollen, sondern die PB durch eine EUB mit Mittelstation ersetzen müssen.
Ich persönlich fände die PB als Wiederholungsbahn übrigens garnicht so schlecht, wenn ich an der straße die Schi nicht abschnallen müsste. Dann könnte man mit Schwung ins Flachstück fahren und wäre z.B. mit einer neuen PB schnell wieder oben, und zwar deutlich höher als mit der KSB. Aber mit der Meinung steh ich wohl leider alleine da.
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Re: Patscherkofel: Widerstand gg. Kürzung der Bahnbetriebsze

Beitrag von Tyrolens »

Dachstein hat geschrieben:
Fehler! Schwerer Denkfehler (und das typische Kirchturmhorizontdenken), denn das Konzept geht in und um Innsbruck genau Zweimal auf und das Angebot ist gesättigt. Für den Kofel muss ein eigenes Konzept, welches sich von anderen Konzepten unterscheidet und dem Berg ein Alleinstellungsmerkmal bietet, erstellen und umsetzen, und nicht einfach etwas nachmachen, was in der Nähe auch funktioniert.
Da liegst du falsch. Denn du hast nicht daran gedacht, dass die Zuwächse in diesem Marktkonzept derzeit zweistellig sind, somit der Markt schneller wächst, als das Angebot und da sprechen wir jetzt noch gar nicht von Diversifikation.
Ich sag' nicht, dass das ein Konzept für jeden Berg ist, aber für den Patscherkofel würde sich das sehr anbieten...
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Dachstein
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Re: Patscherkofel: Widerstand gg. Kürzung der Bahnbetriebsze

Beitrag von Dachstein »

Seilbahnjunkie hat geschrieben:Der Fehler liegt in der KSB. Man hätte die nie so bauen sollen, sondern die PB durch eine EUB mit Mittelstation ersetzen müssen.
Ich persönlich fände die PB als Wiederholungsbahn übrigens garnicht so schlecht, wenn ich an der straße die Schi nicht abschnallen müsste. Dann könnte man mit Schwung ins Flachstück fahren und wäre z.B. mit einer neuen PB schnell wieder oben, und zwar deutlich höher als mit der KSB. Aber mit der Meinung steh ich wohl leider alleine da.
Allerdings. Die Parkflächen an der PB sind weitaus kleiner als an der KSB und die KSB erschließt die interessantesten Pisten im Gebiet. Unten raus ist es ein unbeschneiter, flacher Ziehweg, ohne Aussicht, ohne nichts. Und wie beliebt PBs beim modernen Skigast sind, brauche ich nicht erläutern. Abschließende Frage: wann warst du mal am Kofel?
Tyrolens hat geschrieben: Denn du hast nicht daran gedacht, dass die Zuwächse in diesem Marktkonzept derzeit zweistellig sind, somit der Markt schneller wächst, als das Angebot und da sprechen wir jetzt noch gar nicht von Diversifikation.
Das bezweifle ich. Denn das ist ein Trendsport, so wie es mal Tennis war oder Golf gerade noch ist und etliche andere Sportarten waren. Da sind auch etliche Anlagen aus dem Boden geschossen, und jetzt kenne ich in Österreich genug Tennisanlagen, die die halbe Zeit leer stehen - früher gab es Listen zum Eintragen, da musste man Tage vorher schaun, heute geht man als Mitglied einfach hin und spielt. Ähnlich wird es sich beim Golf verhalten, und in weiterer Folge auch mit dem Downhillsport. Das geht - sagen wir mal noch einige Jahre gut, und dann steht man wieder vor dem Problem, dass man eine Attraktion braucht. In Trendsportarten zu investieren halte ich nur unter ganz bestimmten Bedingungen für schlau, ich denke aber, dass es am Kofel in einigen Jahren wieder Probleme schaffen würde. Ideal für den Kofel wäre ein automatischer Selbstläufer - nur den findet man leider höchst selten. ;)

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Re: Patscherkofel: Widerstand gg. Kürzung der Bahnbetriebsze

Beitrag von Tyrolens »

Downhillsport ist etwas anderes, nämlich Abfahrt gegen Zeit und das machen wir im Winter ja auch nur vor dem Fernseher. ;)
Selbst wenn wir von einem Trendsport sprechen, oder sagen wir mal, dass es ein Trend für die Masse ist, so geht die Sache vielleicht 10 Jahre gut und auf eine viel längere Dauer werden solche Sportanlagen auch nicht abgeschrieben. Den Skisport an sich könnte man ja auch als Trendsport bezeichnen. nach dem Carving Hype sind die zahlen wieder rückläufig und gerade in meinem Umfeld gibt's überhaupt keine Skifahrer mehr, bloß zwei, drei Skitourengeher. Insofern muss man sich die Frage stellen, ob nicht der gesamte Tiroler Tourismus auf einer Trendsportblase basiert. Ich bin ohnehin der Meinung, dass die meisten Touristen nicht wegen des Skifahrens kommen...

Wenn du einen automatischen Selbstläufer kennst, bist du wahrscheinlich schon Millionär. ;)
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Re: Patscherkofel: Widerstand gg. Kürzung der Bahnbetriebsze

Beitrag von Dachstein »

Tyrolens hat geschrieben:Ich bin ohnehin der Meinung, dass die meisten Touristen nicht wegen des Skifahrens kommen...
Nach Innsbruck definitiv nicht.

Wegen der Abschreibung: die Sportanlage an sich ist ja nicht das Problem, sondern der Zubringer. Denn der hat eine längere Abschreibungszeit, und daher muss man sich dann nach 10 Jahren für den Zubringer wieder was neues einfallen lassen. Daher sind derartige Strecken für meinen Begriff etwas für Gebiete, die das als Zusatzangebot haben, aber als alleiniges Angebot sehe ich in den meisten Fällen eher schwarz.

Fest steht: ein alleiniges Vorhandensein einer Seilbahn bedeutet noch nicht, dass die Leute auch hoch wollen und fahren - eine schöne Aussicht alleine ist auch zu wenig (siehe Katrin).

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Re: Patscherkofel: Widerstand gg. Kürzung der Bahnbetriebsze

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Zugegeben, am Kofel war ich nur ein Mal. Das war wenn mich nicht alles täuscht am 19.12. 2008. Ich war damals tatsächlich eine Woche zum Schifahren in Innsbruck, oder besser gesagt in Mutters. Hab dort natürlich jeden Tag ein anderes Gebiet gemacht, aber ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn ich mir z.B. die Fahrten nach Fulpmess und auf die Lizzum hätte sparen können dank Verbindung.
Ich hab ja nicht behauptet, dass der Teil unten raus schön zu fahren ist, lediglich, dass es mich nicht stören würde und ich aber im Gegenzug weiter hoch käme. Und der Teil oberhalb der KSB ist gut. Wenn ich dann die Selbe Fahrzeit wie mit dem Sessel habe weil eine PB deutlich schneller ist, dann würde mich das Flachstück nicht stören. Wie gesagt, die Querung der Straße nervt natürlich schon, hab ich deswegen an dem Tag auch nur zwei Mal gemacht.

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