Liftbetreiber vs. Tourengehern

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powder-fan
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Re: Liftbetreiber vs. Tourengehern

Beitrag von powder-fan »

Aber wenn ich Tourengehen würde, dann würde ich niemals auf einer Piste auf- oder absteigen. Da kann ich ja gleich mit dem Lift hochfahren. Deshalb würde ich mir dann halt Tourenziele aussuchen wo kein Skigebiet/Lift in der nähe ist, so dass ich nicht mit ihm in Berührung komme auf meiner Tour.
Naja aber es gibt nun einfach auch mal Skitouren die gut sind und im unteren Teil eine Skipiste haben (Bsp Grünsteinumfahrung bei Ehrwald, etliches im Tannheimer Tal, Alpspitze, ...). Auf so etwas verzichte ich nicht nur um nicht auf der Piste laufen zu müssen:-) Zumal eine Bergfahrt ja entweder nicht mal lösbar ist oder in keiner Relation zum Tagesskipass steht!

Tyrolens
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Re: Liftbetreiber vs. Tourengehern

Beitrag von Tyrolens »

Kris hat geschrieben: Ich hoffe irgenwie schon, dass der ganze Mist ökonomisch mal zusammenklappt und zu nichts impldiert...

Ich verstehe dich sehr gut und rate dir vielleicht gerade deswegen an, Innsbruck zu verlassen. Innsbruck ist seit jeher schon ein hoffnungsloser Fall, eingekeilt zwischen Eitelkeit und schlichtem Denkmustern. Das wird auch nicht besser, sondern eher schlimmer. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel es ausmacht, von Innsbruck nach Hall zu fahren oder von Igls nach Tulfes.
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schifreak
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Re: Liftbetreiber vs. Tourengehern

Beitrag von schifreak »

also eins zu Innsbruck, ich würd das ganze verstehn wenn in den letzten Jahren dutzende Neue Berge erschlossen wurden, aber meines wissen sind die Innsbrucker Anlagen mit die ältesten von Tirol, und das ganze Schitouren auf Pisten Geschmarre is erst in den letzten jahren entstanden. Ich bin ja kein Tourengeher, aber ich hab das Buch `` Münchner Schiberge`` vom Pause, da sind einige Schitourenberge drinnen ohne Lift. Früher is ma sowas gegangen, heut brauchen die Tourengeher Kunstschneepisten ... es is wie mit dem Bergwandern, ich kenn Leut die gehn alles von unten zu fuß rauf, stundenlang im selben Wald auf Forststrassen, da nehm ich lieber den Lift und geh oben wo s intressanter is weiter. Und beim Tourengehn, ich möcht net unbedingt ewig lang auf Pisten hochlaufen, vor allem wenn da so wilde Carver und Snowboarder entgegenkommen . Da krigt man ja Angst vor jeder Kurve welche nicht einsehbar is . Und ECHTE Tourengeher glaub ich verzichten auf solchen Blödsinn. Unter echten Tourengeher versteh ich Leut welche 100 % Tiefschneefahren können, die die richtige Lawinenausrüstung besitzen und wissen wie man damit umgeht. Ich gebs zu, ich hab das nicht ...
Gestern hab ich mit einer diskutiert -- die war auch der Meinung, das ist nicht so dramatisch wenn man am Pistenrand hochsteigt, -- aber ich hab dann gesagt, daß am Pistenrand oft der Beste und griffigste Schnee liegt, das hat sie dann aber auch zugegeben . Es is so, wenn viel Leut in der Pistenmitte rumrutschen, dann fahr ich lieber am Rand und manchmal auch ausserhalb, da isses oft wunderbar zum fahrn. Hat ich neulich auf der Kandlerpiste ... hinter den Lanzen am Waldrand .
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gerrit
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Re: Liftbetreiber vs. Tourengehern

Beitrag von gerrit »

Irgendwie wiederholen sich die Argumente, hier und in diversen Vorgänger-Threads.
Daher auch eine Wiederholung eines meiner Posts:
Es ist sinnlos darüber zu diskutieren, warum ein Tourengeher auf der Piste gehen will oder dass es ja eigentlich viel schöner sein muss, in unberührter Natur eine Tour zu gehen, bei den Pistengehern geht es um etwas anderes. Bei manchen ist das so wie mit Joggern, die laufen jeden Tag die gleiche Runde und tun das zu 99% auch auf befestigten Wegen und nicht in der freien Natur querfeldein. Dort fragt auch keiner, ob es nicht vielleicht viel schöner wäre, weglos über Wiesen oder im Wald zu laufen, da wird das ganz einfach akzeptiert, dass die z.B. am Straßenrand laufen und auch keine Mineralölsteuer zahlen. (Ja, ich weiß, etwas weit hergeholt, der Vergleich).
Es ist aber ganz einfach eine Tatsache, dass die Sportart "Auf einer präparierten Piste Raufgehen und dann wieder Runterfahren" in den letzten Jahren einfach entstanden ist und immer mehr Anhänger hat. Die wohnen oft in der Gegend und wollen bzw. können dieser Sportart oft erst nach der Arbeit nachgehen.
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schifreak
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Re: Liftbetreiber vs. Tourengehern

Beitrag von schifreak »

Pistenaufsteiger auf der für Fußgänger verbotenen Schipiste, Rennradfahrer auf Strassen obwohl auch für sie n Radweg Pflicht wäre ... ( wenn ausgeschildert ) , Radfahrer verkehrt in Einbahnstrassen -- vor allen in Innenstädten -- diese Menschen sind so und haben mir schon ins Gesicht gesagt, wenn ich da fahren will, dann mach ich das ... da gibts keine Regeln , die Leut machen das was sie wollen -- nur in Städten gibt es Gottseidank Polizei, die sie dann rausholt und zahlen lässt.
Auf der Piste Polizei ... nee, brauch ma auch nicht, dafür passiert zum Glück doch zuwenig. Im Vergleich mit Radfahren in Städten ... a bisserl Vernunft, dann gehts schon irgendwie -- mir is auch aufgefallen, soviel Leut sind gar nimmer beim schifahren wie früher, vielleicht kommt das auch den Aufsteigern zu gute. Im übrigen is mir aufgefallen, in Berwang am Samstag sah ich überhaupt keine Pistengeher ... scheinbar sind die nicht überall, sondern nur in ausgewählten Gebieten . Ganz viele waren an der Abfahrt nach Axams ... da is kein Lift, da fahren auch nicht soviele Schifahrer -- aber die Abfahrt lag im Großteil im Nebel ... ob das Spass macht ?

ansonsten sag ich jetz nix mehr -- jetz gehts in Urlaub . Servus
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Re: Liftbetreiber vs. Tourengehern

Beitrag von 3303 »

schifreak hat geschrieben:... Rennradfahrer auf Strassen obwohl auch für sie n Radweg Pflicht wäre ... ( wenn ausgeschildert ) , Radfahrer verkehrt in Einbahnstrassen -- vor allen in Innenstädten -- ...
Vernünftige Städte geben ihre Einbahnstraßen für Radfahrer grundsätzlich in beide Richtungen frei :top: und wenn das Straßennetz keine Ausweichmöglichkeiten für Rennradfahrer mehr zulässt, da faktisch alle Straßen stark mit Autos frequentiert sind, kann man das auch mal dulden. Solange die Rennradfahrer nicht pomadig zu dritt nebeneinander den Verkehr komplett blockieren :twisted: , stören die mich nicht. :ja:
Problem ist immer die Kombination daraus, dass die verfügbaren Flächen mit Nutzungen so stark überfrachtet sind, dass es zu Konflikten kommt. Immer mehr Routen der Tourengeher werden zumindest in "Ballungsräumen" offenbar mit Industriepisten verbaut, auf denen nächtliche Tourengehrer scheinbar ein Riesenproblem darstellen :roll: .
Wenn dann noch beide Seiten starrsinnig agieren, gibt es Streit. Das gilt für die Pistenpräparateure, aber auch für jemanden wie diesen Tourengeher, der die Bergbahn verklagt, weil da eine Kante ist. So jedenfalls wird das nichts.
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Re: Liftbetreiber vs. Tourengehern

Beitrag von Delirium »

gerrit hat geschrieben:[...] da wird das ganz einfach akzeptiert, dass die z.B. am Straßenrand laufen und auch keine Mineralölsteuer zahlen. (Ja, ich weiß, etwas weit hergeholt, der Vergleich).
Jeder Mensch zahlt aber gewisse Steuern, die wiederum auch in Infrastrukturmaßnahmen fließen. Die Tourengeher zahlen für das Benützen der Pisten aber nichts - da entsteht wirtschaftlicher Schaden, das kann man drehen und wenden wie man will. Ich als Tourengeher hab aber persönlich auch kein Problem damit, einen kleinen Obulus für die Pistenbenützung zu entrichten. Ist ja bei Privaten Passstraßen (Hallo Großglocknerstraße) nicht anders - da muss ich ja auch Zahlen, ganz egal wie ich da rauf und runter fahre.

Ich selbst gehe gerne Touren; mir würde es aber nie einfallen, eine Piste hochzugehen und dann auf der Piste wieder hinunter zu fahren. Wenn es nicht anders geht (weil mittlerweile einziger Zugang etc pp) - dann sieht das anders aus. Aber da würde ich auch insofern die Tour markieren und den Pistenbetreiber in die Pflicht nehmen, eine Tourenaufstiegsspur bereit zu stellen (neben der Piste). Und dann haben die Tourengeher auf der Piste beim hinaufgehen nichts mehr verloren.

Zurück zu den lustigen Kerlen, die reine Pistentouren machen: Das ist in meinen Augen höchst unverantwortlich, was da passiert. Die Situation am Annaberg (NÖ) ist ja so, dass einem dort auf einer relativ engen und stark frequentierten Piste reihenweise die Tourengeher entgegen kommen. Nebeneinander. Dabei gäbe es doch genügend andere Möglichkeiten da rauf zu kommen, z.B. über Karnreit und die Spinedlhofalm (wie das Lawinenmäßig aussieht weiß ich aber nicht auswendig). Die Situation ist am Annaberg bei Sonntäglichem Schönwetter wirklich extrem; da gehen teilweise echt mehr Leute hinauf als hinunterfahren.

just my 2 cents.
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gerrit
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Re: Liftbetreiber vs. Tourengehern

Beitrag von gerrit »

Jetzt könnte man allerdings 2 Argumente entgegenhalten:
1. Ich kenne Pistentourengeher, die sogar eine gültige Saisonkarte für das betroffene Schigebiet haben und TROTZDEM auf der Piste inaufgehen, d.h.sie haben für die Benützung bezahlt.
2. Viele Schigebiete werden von der öffentlichen Hand subventioniert, also von allen Steuerzahlern. Die Pstengeher holen daher - stellvertretend für alle - ein bißchen etwas von den Subventionen zurück. :wink:
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Re: Liftbetreiber vs. Tourengehern

Beitrag von schifreak »

Das hab ich jetz auch schon gemerkt, es scheint in kleineren Gebieten mehr Tourengeher unterwegs zu sein, als in Großen. Also am Aschermittwoch in Fiss- Serfaus sah ich gar keinen, -- dafür jede menge Pistenfahrer .Klar, Faschingswoche und bei diesen Pistenverhältnissen ... am Donnerstag war Ruhetag, zuerst in Kaltenbach Hochfügen, genau 2 Aufsteiger aúf der Aschauabfahrt, -- dann nachmittags hatte es eingetrübt , auf dem Gerlosstein Abfahrt zur Sonnenalmbahn da denken sich die Pistenmaschierer braucht man sich nicht an die Regel halten, am Pistenrand, nee genau in Pistenmitte hinter einer Kuppe !!! ich sah s ja erst gar nicht, da warn rechts drei Schifahrer, ich hatte sie links überholt und dann tauchen die ganz gscheiden Superhelden auf ... ja leckomio, -- ich hätt sie fast zsammgéfahren .
Iss ganz klar, in so kleineren Gebieten wo nur wenig Leute unterwegs sind , der Gerlosstein is ja eigentlich fast ein reiner Rodelberg, -- da kann man natürlich auch mehr Gas geben ... aber es gibt 2 Stellen da fahrn Rodler und Schifahrer gemeinsam und dann kamen noch Pistengeher entgegen ... da is aber ein Einbahnstrassenschild, da haben sie absolut nix verloren ...

Aber jetz was ganz anderes, das hab ich auch schon selber erlebt, ich weiß nicht wie die Regel für Schi-Doo Fahrer is, hab schon n paarmal erlebt, daß die wie die wilden entegegngesetzt den Schifahrern entgegendüsen, -- irgendwo gabs ja letzte Woche mal einen Unfall, ich find das auch veranstwortungslos wie die sich oft auf den Pisten ausfführn. Irgendwie so richtige Angeber, schaut mal wie schnell ich bin, so kummts ma vor. Ja genau, die Tiroler Krone vom letzten Montag, passiert isses am Samstag vor 8 tagen, in Gerlos, 15 jähriger springt über eine Geländekante in einen Schidoo ... beide verletzt, der Schifahrer schwer verletzt. Das darf doch net sein .
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Re: Liftbetreiber vs. Tourengehern

Beitrag von snowflat »

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Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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Re: Liftbetreiber vs. Tourengehern

Beitrag von Werna76 »

Delirium hat geschrieben: Die Tourengeher zahlen für das Benützen der Pisten aber nichts - da entsteht wirtschaftlicher Schaden
Bitte um Erklaerung welcher wirtschaftlicher Schaden dabei entsteht.
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Re: Liftbetreiber vs. Tourengehern

Beitrag von Dachstein »

Schau dir mal die Pisten am Morgen an, wenn 100 Tourengeher in der Nacht drübergelaufen sind. Ich kann mich sogar an einen Fall erinnern, wo dadurch eine erhebliche Gefährdung der Skifahrer am Nachfolgetag gegeben war. Als die Tourengeher am Abend aufgestiegen und abgefahren sind, bevor die Piste durchgefroren war, ergab das tiefe Rillen in der Piste, die über Nacht pickelhart wurden. So was kann man am Tag danach auch nicht mehr einfach herauspräparieren, sondern man muss warten, bis die Piste weich ist...
Wenn die Piste am Morgen wegen solchen Aktionen in der Nacht abermals präpariert werden muss, wenn überhaupt möglich, so entsteht ein Mehraufwand, und das ist sehr wohl ein wirtschaftlicher Schaden. Auch zahlen Tourengeher in den seltensten Fällen etwas für Parkplätze, die ja eigentlich der zahlenden Kundschaft zur Verfügung stehen sollten...

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Re: Liftbetreiber vs. Tourengehern

Beitrag von McMaf »

Selbst wenn der wirtschaftliche Schaden gering sein mag (insbesondere wenn nur wenige Pistengeher die Piste benutzen), so liegt doch zumindest ein Fall der ungerechtfertigten Bereicherung vor.
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Re: Liftbetreiber vs. Tourengehern

Beitrag von Werna76 »

Ok, wenn sich die Bergbahnen dazu entscheiden eine Piste nochmals zu präparieren dann entstehen Zusatzkosten.
Nur...
wenn beim präparieren am Abend eine Spur mal nicht so ganz getroffen wird, fährt am nächsten Morgen ja auch niemand mehr drüber um eventuelle Niveauunterschiede auszugleichen.
Also ich finde, das Argument der zerstörten Pisten ist schon etwas weit hergeholt.
In Obertauern vor 2 Wochen waren Niveauunterschiede zwischen den einzelnen Raupenspuren die höher waren als mein Skischuh...
Da wärs sogar gut gewesen wenn Tourengeher schon in der Nacht drübergerutscht wären, als der Schnee noch weich war :wink:

In Wahrheit ärgerts die jeweiligen Bergbahnen ja nur, dass da Personen daherkommen, denen man kein Geld abknöpfen kann (zumindest ists am Semmering so).

PS: Gibts in Tirol wirklich Gebiete wo in der Nacht 100 Tourengeher raufgehen?
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Re: Liftbetreiber vs. Tourengehern

Beitrag von massatomba »

Werna76 hat geschrieben: PS: Gibts in Tirol wirklich Gebiete wo in der Nacht 100 Tourengeher raufgehen?
An den Tourenabenden in Garmisch oder Oberammergau ist schon einiges los und bei gutem Wetter könnten schon an die 100 Tourengehen in Summe zusammenkommen aber in einem Skigebiet ohne solche Veranstaltungen laufen abends mehr Tiere über die Piste als Menschen.
Hier gehts doch gar nicht mehr um die Lösung des Problems, sondern vielmehr versucht sich jeden Seite mit teilweise weit hergeholten Argumente zu rechtfertigen.
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Re: Liftbetreiber vs. Tourengehern

Beitrag von GMD »

Mir sind am Samstag mitten am Nachmittag am Katschberg ausgerechnet in einer engen Kurve mindestens zehn Tourengeher entgegengekommen. Natürlich im Haufen über die halbe Pistenbreite verteilt und nicht hintereinander. Also sowas geht nun mal gar nicht!
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Re: Liftbetreiber vs. Tourengehern

Beitrag von massatomba »

GMD hat geschrieben:Mir sind am Samstag mitten am Nachmittag am Katschberg ausgerechnet in einer engen Kurve mindestens zehn Tourengeher entgegengekommen. Natürlich im Haufen über die halbe Pistenbreite verteilt und nicht hintereinander. Also sowas geht nun mal gar nicht!
Hast du sie zur Rede gestellt?

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Re: Liftbetreiber vs. Tourengehern

Beitrag von GMD »

Nee, war genug damit beschäftigt eine Kollision zu verhindern, was mir gottseidank gelang. Ausserdem, einer gegen eine ganze Gruppe, das hätte doch nichts gebracht.
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Re: Liftbetreiber vs. Tourengehern

Beitrag von jbb-thr »

GMD hat geschrieben:Mir sind am Samstag mitten am Nachmittag am Katschberg ausgerechnet in einer engen Kurve mindestens zehn Tourengeher entgegengekommen. Natürlich im Haufen über die halbe Pistenbreite verteilt und nicht hintereinander. Also sowas geht nun mal gar nicht!
dazu eine Frage: wie schaut es generell bei einem Crash (selbst wenn es nur ein Tourengeher am Pistenrand in einer unübersichtlichen Kehre ist) per Justizia aus? Die Regeln für Tourengeher und Abfahrer sind da m.E. nicht sehr kompatibel.
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Re: Liftbetreiber vs. Tourengehern

Beitrag von schifreak »

ja juristisch glaub ich, kennt sich da irgendwie niemand richtig aus -- ich hab mal gelesen, die Tourengeher dürfen in keinem Fall die Schifahrer gefährden ... und wer an unübersichtlichen und engen Stellen gegen den Strom schwimmt is meiner Meinung nach verpflichtet aufzupassen. Das Problem is, es gibt doch die Pistenregel -- man darf nicht hinter Kuppen stehenbleiben, Pistengeher müssen ja quasi auch hinter Kuppen raufgehn, und da is meiner Meinung nach die größte Gefahr, wie ichs ja am Gerlosstein selbst erlebt hab, die kommen da entgegen mitten auf der Piste und die Schifahrer sehns dann im letzten Moment. Ich gebs zu, da bin ich gern mal provokant und fahr recht gern ziemlich schnell und nah an solchen vorbei, grad in dem Fall, weil sie mitten auf der Piste und nicht am Rand unterwegs waren. Die sollen das Gefühl bekommen, daß sowas an jeder Kuppe passieren kann ... vielleicht vergeht ihnen dann die Lust auf solchen Schmarrn.
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Re: Liftbetreiber vs. Tourengehern

Beitrag von schmittenfahrer »

Ich glaube die Sache ist durch die FIS Regeln ziemlich eindeutig geregelt:
5. Einfahren, Anfahren und hangaufwärts Fahren
Jeder Skifahrer und Snowboarder, der in eine Abfahrt einfahren, nach einem Halt wieder anfahren oder hangaufwärts schwingen oder fahren will, muss sich nach oben und unten vergewissern, dass er dies ohne Gefahr für sich und andere tun kann.

7. Aufstieg und Abstieg
Ein Skifahrer oder Snowboarder, der aufsteigt oder zu Fuss absteigt, muss den Rand der Abfahrt benutzen.
Ich finde, die Sache mit den Pistengehern sollte man nicht so über einen Kamm scheren. Schließlich gibt es auch bei denen welche, die eine Saisonkarte besitzen (wie bereits geschrieben), bei denen dürfte dann die Argumentationsweise mit "kostenloser Pistenbenützung" hinfällig sein. Natürlich bin ich mir dessen bewusst, dass das nicht alle Pistengeher sind, aber die teilweise agressive Grundstimung gegenüber Pistengehern kann ich dann auch nicht ganz verstehen.
Man sollte als Skifahrer nicht allgemein jeden Pistengeher gleich verurteilen, genau wie man als Pistengeher nicht unbedingt zur Hauptbetriebszeit eine volle Piste aufsteigen sollte...
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Re: Liftbetreiber vs. Tourengehern

Beitrag von scratch »

albe hat geschrieben:
schifreak hat geschrieben:ich gern mal provokant und fahr recht gern ziemlich schnell und nah an solchen vorbei
halte ich für ein kindisches, gefährliches und asoziales Verhalten! Aber so scheint der typisch AF-User zu ticken... :nein:
Diese haltlose Pauschalierung ist ebenso kindisch und in gewisser Weise asozial!
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Re: Liftbetreiber vs. Tourengehern

Beitrag von jbb-thr »

Übereinstimmung.
+
zurück zum Thema (schmittenfahrer`s Meinung ohne pauschale Vorurteile teile ich ausdrücklich):

die "Regeln für Schitourengeher auf Schipisten" widersprechen sich in Praxi mit den FIS-Regeln im Unglücksfall leider; daher meine Nachfrage, ob es da justiziable Annäherungen gibt.
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Re: Liftbetreiber vs. Tourengehern

Beitrag von schifreak »

Hi, das is für mich nicht kindisch -- wenn jeder Schifahrer den sogenannten Pistengeher ausweicht, dann hört das ganze nie auf ; wie gesagt, die kamen hinter einer Kuppe in Pisten MITTE daher, und ich hab grad n anderen Schifahrer überholt ; es heißt doch wenn, dann am Pisten RAND aufsteigen . Wenn eine Schipiste für Schifahrer freigegeben ist, dann kann man die ganze Piste benutzen . Und Pistengeher in Pistenmitte sind wie Geisterfahrer auf der Autobahn ...
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Re: Liftbetreiber vs. Tourengehern

Beitrag von TPD »

Ich glaube die Sache ist durch die FIS Regeln ziemlich eindeutig geregelt:
So klar ist es auch wieder nicht.
Die Tourengeher gehören gemäss der Regel 7 zwar an den Pistenrand.
Jedoch gibt es auch noch die Regel 2, wo jeder Skifahrer das Tempo den Verhältnissen anpassen muss.

Somit müsste vermutlich ein Gericht entscheiden, wer bei einer solchen Kollision die Verantwortung trägt.
Aber es würde mich nicht erstaunen, wenn schlussendlich der Skifahrer in die Röhre guckt, obwohl sich der Tourengeher nicht mal an die Regel 7 hielt.
https://www.skichablais.net, seit 20 Jahren über Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.

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