Fix oder Kuppelbar - merkt man den Unterschied?

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sunset
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Re: Fix oder Kuppelbar - merkt man den Unterschied?

Beitrag von sunset »

Also, wenn wir eine Bahn mit meinetwegen 50 Sesseln, 5 m/s Fahrgeschwindigkeit und konstanter Streckenlänge haben, und jetzt in der Station mit voller Geschwindigkeit durchfahren, verringert sich natürlich der Abstand. (Theoretisch..., genauer siehe *) Von daher erhöht sich die Förderleistung und deine Behauptung ist korrekt. Verändert sich jedoch die Kabinenanzahl dabei und es sind jetzt weniger Kabinen, bleibt die Förderleistung gleich (das ist mein Ansatz. ;) ).

*) Natürlich verringert sich der Abstand nicht in einer Stationsdurchfahrt (ebensowenig wie er sich vergrößert, wie j-d-s meinte). Ich rede aber davon, dass der Abstand zwischen allen Fahrbetriebsmitteln gleich ist, und nicht unterschiedlich. Das kann man natürlich nur beim Beschicken verändern, während der Fahrt nicht. (Es sei denn, blablabla... - rein theoretisch)

Insofern sind - unter den jeweils richtigen Voraussetzungen - beide Ansätze richtig:
1. Gleiche Kabinenanzahl und kein Auskuppeln in der Station :arrow: kleinere Streckenlänge :arrow: kleinerer Abstand :arrow: höhere Förderleistung
2. Gleicher Abstand (variable Kabinenzahl) und kein Auskuppeln in der Station :arrow: weniger Kabinen bei gleichem Abstand :arrow: gleiche Förderleistung

Hoffe, es ist und bleibt verständlich. ;)
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Che
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Re: Fix oder Kuppelbar - merkt man den Unterschied?

Beitrag von Che »

sunset hat geschrieben:Also, wenn wir eine Bahn mit meinetwegen 50 Sesseln, 5 m/s Fahrgeschwindigkeit und konstanter Streckenlänge haben, und jetzt in der Station mit voller Geschwindigkeit durchfahren, verringert sich natürlich der Abstand. (Theoretisch..., genauer siehe *) Von daher erhöht sich die Förderleistung und deine Behauptung ist korrekt. Verändert sich jedoch die Kabinenanzahl dabei und es sind jetzt weniger Kabinen, bleibt die Förderleistung gleich (das ist mein Ansatz. ;) ).

*) Natürlich verringert sich der Abstand nicht in einer Stationsdurchfahrt (ebensowenig wie er sich vergrößert, wie j-d-s meinte). Ich rede aber davon, dass der Abstand zwischen allen Fahrbetriebsmitteln gleich ist, und nicht unterschiedlich. Das kann man natürlich nur beim Beschicken verändern, während der Fahrt nicht. (Es sei denn, blablabla... - rein theoretisch)

Insofern sind - unter den jeweils richtigen Voraussetzungen - beide Ansätze richtig:
1. Gleiche Kabinenanzahl und kein Auskuppeln in der Station :arrow: kleinere Streckenlänge :arrow: kleinerer Abstand :arrow: höhere Förderleistung
2. Gleicher Abstand (variable Kabinenzahl) und kein Auskuppeln in der Station :arrow: weniger Kabinen bei gleichem Abstand :arrow: gleiche Förderleistung

Hoffe, es ist und bleibt verständlich. ;)
Na aber wir wol´lten doch aber auf die Frage von j-d-s eingehen, oder? Und dabei muss man nunmal eine gleichbleibende Anzahl an FBM voraussetzen, oder behauptet j-d-s i.wo, dass die plötzlich vom Seil hüpfen und sich hinterm Baum verstecken? :wink:
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sunset
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Re: Fix oder Kuppelbar - merkt man den Unterschied?

Beitrag von sunset »

Lässt sich IMHO relativ einfach widerlegen. Die Anzahl der FBMs ist ja, wie du festgestellt hast, konstant - huppen ja schließlich nit wech. ;)

Größerer Abstand müsste heißen, dass sich der Abstand sowohl in Sekunden als auch in Metern ändert. Geht ja gar nicht, weil es gilt:

a = as * v

a...Abstand, [a] = m
as...Abstand in Sekunden, [as] = s
v... Geschwindigkeit, [v] = m/s

Und die Kabinen können ja nicht auf unterschiedlich schnellen Seilen fahren. ;)

Noch was: Die Behauptung, dass die Klemmen immer auf die gleichen Punkte kommen, ist falsch. Das würde einen unnötigen, erhöhten Seilverschleiß verursachen. Manche mögen sich fragen: "Wieso halten dann bei manchen Bahnen die FBMs 1s vor der Beschleunigungsstrecke an"?

Nun, das ist die Regulierstrecke, insofern relativ normal. Außerdem haben wir bei unserer virtuellen Seilbahnsteuerung das selbe Problem: Es geht sich nicht immer schön mit "runden" Kabinenzahlen wie 22, 48 oder 13 (irgendwelche natürliche Zahlen) aus. Wir haben die Abstände immer in ganzen Zahlen (9s, 10s, 18s, etc.), und man kann bekanntlich nicht 0,66 Gondeln auf die Strecke schicken. ;) Statt den 0,66 Gondeln wird halt eine Gondel auf die Strecke geschickt, die am Berg 1 s wartet. Das genaue Verhalten in der Regulierstrecke lässt sich übrigens ausgezeichnet mit unserer Seilbahnsteuerung SBSE für St. Kathrin im Skiregion-Simulator beobachten. http://austrian-modding-team.phpbb8.de/forum
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Re: Fix oder Kuppelbar - merkt man den Unterschied?

Beitrag von Wombat »

albe hat geschrieben: ob fix oder kuppelbar ist mir zumindest egal.
Bist Du schon mal bei -16° mit einem 2,9km langen fix geklemmten 4er gefahren? Dann überkommt auch Dich Albe das Gefühl Denjenigen, der das Teil da hingestellt hat, ungespitzt in den Boden zu hauen. :lach:
Btw sind die viele Schlepplift Schneller als ein Fixgeklemmter.
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Re: Fix oder Kuppelbar - merkt man den Unterschied?

Beitrag von j-d-s »

Ich hab jetzt meinen Denkfehler gesehen: Das Seil überholt zwar tatsächlich die FBMs, der Abstand zwischen diesen bleibt aber gleich, weil ja alle in der Station ausgehängt werden und langsamer durchfahren. Der Abstand würde sich nur vergrößern, wenn man ein FBM nicht aushängt und es mit voller Geschwindigkeit durchfahren lässt, das nächste aber normal aushängt und abbremst.
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mic
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Re: Fix oder Kuppelbar - merkt man den Unterschied?

Beitrag von mic »

j-d-s hat geschrieben: Der Abstand würde sich nur vergrößern, wenn man ein FBM nicht aushängt und es mit voller Geschwindigkeit durchfahren lässt, das nächste aber normal aushängt und abbremst.
Gut das sowas nicht passieren wird!
Und bitte ab und zu mal auf Spielplatz gehen und an Pisa denken. :lach:
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Re: Fix oder Kuppelbar - merkt man den Unterschied?

Beitrag von j-d-s »

Naja, theoretisch könnte man sowas schon bauen: Ne Kombibahn aus fixen Sesseln und kuppelbaren Gondeln. Ist zwar sinnlos, aber bestimmt lustig :D.
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Re: Fix oder Kuppelbar - merkt man den Unterschied?

Beitrag von markus »

Nein! :rolleyes:
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starli
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Re: Fix oder Kuppelbar - merkt man den Unterschied?

Beitrag von starli »

j-d-s hat geschrieben:Naja, theoretisch könnte man sowas schon bauen: Ne Kombibahn aus fixen Sesseln und kuppelbaren Gondeln. Ist zwar sinnlos, aber bestimmt lustig :D.
So sinnlos wär das gar nicht mal, sondern sogar recht praktisch, z.B. für Lastenkörbe oder Behinderten-Gondeln. Allerdings wäre das preislich vmtl. sinnlos, da, wenn man schon eine Ein/Auskuppelstelle samt Umlauf baut, diese auch gleich für die Sesseln verwenden könnte. Außer der Ein/Auskuppelbereich würde so einfach gebaut sein, dass es trotzdem noch günstiger wäre.

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Re: Fix oder Kuppelbar - merkt man den Unterschied?

Beitrag von Monte »

j-d-s hat geschrieben:Naja, theoretisch könnte man sowas schon bauen: Ne Kombibahn aus fixen Sesseln und kuppelbaren Gondeln. Ist zwar sinnlos, aber bestimmt lustig :D.
Mit dem Oehler Kuppelsystem wäre das bestimmt möglich. Die Gondelnn müssen nur genug weit weg von der Umlekscheibe herumfahren.
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Re: Fix oder Kuppelbar - merkt man den Unterschied?

Beitrag von Oscar »

markus hat geschrieben:Nein! :rolleyes:
Die einzig passende Antwort zu der doch recht absurden Idee ;)
markus
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Re: Fix oder Kuppelbar - merkt man den Unterschied?

Beitrag von markus »

Danke Oskar, ist ja schon besorgniserregend was hier manche scheinbar für Bewusstseins Verändernde Substanzen zu sich nehmen.
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Re: Fix oder Kuppelbar - merkt man den Unterschied?

Beitrag von Naturschneeliftler »

markus hat geschrieben:Danke Oskar, ist ja schon besorgniserregend was hier manche scheinbar für Bewusstseins Verändernde Substanzen zu sich nehmen.
Naja so pessimistisch brauchst du da im Forum nicht sein, hoffe ich mal :D
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Re: Fix oder Kuppelbar - merkt man den Unterschied?

Beitrag von rower2000 »

albe hat geschrieben:ob man nun 5 oder 10 Minuten in so 'nem Lift fährt ist eigentlich über den Tag gerechnet egal.
Ähm, wenn du von 9:30 bis 16:30 bei 45 Minuten Mittagspause fährst, und für diese nominelle Abfahrt fünf Minuten brauchst, bekommst du bei fünf Minuten Liftfahrt 37 Abfahrten zustande. Bei zehn Minuten Liftfahrt jedoch nur 25 Abfahrten. Ich würde das schon als signifikant klassifizieren - vor allem bei gewissen Höhenmetersammlern im Alpinforum :twisted: :wink: .
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Re: Fix oder Kuppelbar - merkt man den Unterschied?

Beitrag von markus »

Also wenn in Colorado die kuppelbaren so langsam wie fixe sind warum bauen die dann kuppelbare? :lach:
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Kris
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Re: Fix oder Kuppelbar - merkt man den Unterschied?

Beitrag von Kris »

Für eine erfüllend schöne Piste kann der Seilbahnaufstieg garnicht lange genug dauern für mich!
Klassisches Beispiel ist der Balma Korblift mit anschliessender Indren-PB. Die Runde hat im physikalischen Sinne ewig gedauert, und dennoch hat man das gerne gemacht, es war (nicht nur für Seilbahnfreaks) eine kurzweilige Sache! Weil das Ganze derart episch war, dass heute noch in Freeride Foren ab und von den alten Verhältnissen dort geträumt wird...
Weitere Runden, in denen eine Fülle von bewusst oder unbewusst aufgenommen Impulsen einen eigentlich "kleinen" Berg "gross" werden lässt war die ESL Runde am Patscherkofel. Oder der Valgusera ESL. Sogar die Karrinne, an der Innsbrucker Nordkette, die an und für sich nur wenig Höhenmeter bringt, rangiert unter den "grossen" Abfahrten.

Hingegen:
Wenn es Industriepistenmässig über weite Strecken "uniform" hinab geht, kann es garnicht schnell genug wieder rauf gehen. Beispiele gäbe es ohne Ende, leider auch und insbesondere in Tirol. Schnell hinab, schnell hinauf. Höhenmeter in die Liftkarte tanken.

Denn:
Zeit ist eine Frage der Perzeption, also des "Fühlens". Die Fahrgeschwindigeit des Liftes wirkt hierbei nur als eine Grösse unter vielen. Werden die zahlreichen anderen mikroskopischen Grössen (unbewusst aufgenommene Impulse, Sinne) wegindustrialisiert...bleibt am Ende im Gefühl im wesentlichem jene "Zeitweiligkeit" übrig, die man am Lift "verschwendet, also die Fahrgeschwindigeit mit der es wieder hinaufgeht. Bei den oben genannten "kurzweiligen" Runden hingegen schwelge ich am Lift noch im Unbewussten derart im Hier und Jetzt und geniesse die Grossartigkeit des Gesamtmoents! Das ist heute vielfach nicht mehr, also wird ersetzt durch Experiences -wenn schon an der Piste keine mehr sein dürfen- wie Heizung für den Hintern oder Schliessbügelautomatiken.
Insofern sind schnelle KSBs eine durchaus schlüssige Strategie in einem entsprechend industrialisierten Gebiet.
Zuletzt geändert von Kris am 17.12.2013 - 23:33, insgesamt 1-mal geändert.
>> Die unaufhaltsame Industrialisierung des Skiraums führt zu Banalisierung und somit zum Verlust der magischen Skisportfreude<<
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Naturschneeliftler
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Beitrag von Naturschneeliftler »

Mein Beispiel:
Pendelbahnen. Geschwindigkeit is eine der Höchsten Bahngeschwindigkeiten überhaupt, aber trotzdem dauert es gefühlsmäßig länger, als mit einer EUB, die nur 2/3 so schnell ist.
liegt wahrscheinlich am stehen, und der Tatsache, dass man eigentlich nicht mit so vielen Leuten in einem so engen Raum stehen mag.
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Re: Fix oder Kuppelbar - merkt man den Unterschied?

Beitrag von Wombat »

albe hat geschrieben: weisst Du, ich war gerade 'ne Woche in Colorado, da fahren fixgeklemmte und kuppelbare eigentlich bleichschnell - die fixen erkannt man daran, dass jemand dasteht und einem den Sessel festhält... und die Temperaturen lagen bei -25. Und Hubbels sind da übrigens auch unbekannt - ich fands klasse - ob man nun 5 oder 10 Minuten in so 'nem Lift fährt ist eigentlich über den Tag gerechnet egal.
Die Kuppelbaren sind denk so schnell gelaufen, damit man oben keine Eiszapfen vom Sessel nehmen muss. :wink:
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Re: Fix oder Kuppelbar - merkt man den Unterschied?

Beitrag von Sebald Breskac »

Man darf die "Fahrzeit" und die "Kapazität" nicht miteinander verwechseln. Wie lange es dauert, bis man oben ist, hängt natürlich von Laufgeschwindigkeit und Liftlänge ab. Die Gesamtkapazität des Lifts, also wie viele Personen er pro Stunde nach oben bringt, ergibt sich dagegen nur aus der Anzahl der Sitzplätze pro Sessel geteilt durch zeitlichen Abstand zwischen zwei Sesseln, und das an jedem beliebigen Punkt der Strecke! Das gilt somit genauso bei kuppelbaren Liften in der Station. Man kann natürlich schon durch eine höhere Geschwindigkeit den zeitlichen Abstand verkürzen, aber das Problem ist beim Einstieg. Man kann ja dort die Sessel nicht beliebig dicht aufeinander folgen lassen, sondern muss einen gewissen Mindestabstand einhalten. Und dann ist es für die Gesamtkapazität letztendlich egal, ob man einen langsam laufenden Lift mit vielen Sesseln oder einen schnell laufenden mit entsprechend weniger Sessel hat. Es steigen immer pro Zeitabschnitt unten die gleiche Anzahl Personen ein und oben wieder aus. Für die Fahrzeit macht das aber schon einen Unterschied! Ebenso natürlich auch für die Investitionskosten (weniger Sessel, aber stärkerer Antrieb).

Deswegen denke ich nicht, dass die Idee beim kuppelbaren Lift wäre, durch ein schnelleres Tempo "auf der Strecke" eine höhere Beförderungskapazität zu erreichen. Es mag auch sein, dass man bei niedrigeren Geschwindigkeiten vielleicht etwas kürzere "Einstiegsintervalle" erreichen kann, ebenso werden die Fahrgäste sicher den größeren "Komfort" beim Einstieg und die höhere Fahrgeschwindigkeit schätzen, aber ich denke, der Hauptvorteil dürfte darin liegen, dass man das Ein- und Ausstiegstempo so weit herunterbremsen kann, dass man auch gefahrlos 6er-, 8er- oder 10er-Sessel verwenden kann, ohne dass sich die Fahrgäste dabei in die Quere kommen. Man muss sich nur mal einen nicht kuppelbaren Lift mit "Schlag in die Waden" beim Einstieg und Rampe beim Ausstieg mit einem 6er-Sessel vorstellen. Und durch größere Sessel kann die Kapazität dann natürlich schon enorm gesteigert werden, viel stärker, als durch ein bißchen höhere Laufgeschwindigkeit.
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Re: Fix oder Kuppelbar - merkt man den Unterschied?

Beitrag von ski-chrigel »

Sebald Breskac hat geschrieben:Man muss sich nur mal einen nicht kuppelbaren Lift mit "Schlag in die Waden" beim Einstieg und Rampe beim Ausstieg mit einem 6er-Sessel vorstellen.
Wieso vorstellen? Die kann man sich ja live "erfühlen"...
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