icedtea hat geschrieben: 09.03.2023 - 16:42
Wird mal wieder witzig; später mehr, denn ich muss jetzt erstmal mein Knie Thermalsolen und dann zur Weinprobe


Edit:
Zusammen mit zwei weiteren Hotelgästen (u.a. die sportliche Fahrerin von gestern) startete ich heute Morgen mit dem Hotelshuttle zur DSB nach Monte Pana um zu dritt die Sella Ronda Grün in Angriff zu nehmen. Der Weg nach Plan de Gralba zur Bahn nach Piz Seteur war ja schon bekannt. Schon zu Beginn bemerkten wir, dass die Pisten deutlich griesiger als am Vortag waren, was sich aufgrund der hohen Temperaturen und des Dauersonnenscheins fast wie ein grüner Faden durch den Tag zog.
Der Schiebestrecke durch die Steinerne Stadt mit ihrer beeindruckenden Kulisse vor dem Langkofelmassiv gestaltete sich schon leicht klebrig und die Abfahrt zur Talstation der Eiergondel nach Gherdecia war von schweren Buckeln und vielen Skifahrern gezeichnet und das deutlich vor 10 Uhr. Dort auch die erste längere Wartezeit genauso wie am nachfolgenden 6er Sass Bece. Hier hätte es wahrscheinlich Umgehungsmöglichkeiten gegeben, aber wir folgten brav der Beschilderung
Die nachfolgenden Strecken Richtung Arraba waren dann sowohl leerer als auch in besserem Zustand; vielleicht die besten Abschnitte des Tages. Auch der schwarze Schlusshang zur Verbindungsbahn war unproblematisch. Auf der anderen Seite von Arraba über Burz, Bec de Roces zum Passo Campolongo war es dann wieder voller und hügeliger; unter 2000m hatte es eigentlich durchgehend sehr schweren, weichen Schnee mit Saugkraft auf den Belag.
Auf meine Anregung verließen wir nun die direkte Ronda, um den Abstecher über das Blaue Meer anzugehen.
Auf Cherz gönnten wir uns dann erstmals den Blick auf das herrliche Panorama vom Sellastock bis zur Marmolada mit der Mulde des Gletscherabbruchs.
Weiter ging es nach Pralongia, wo ich mich verfranste, so dass wir unabsichtlich nach St. Kassian abfuhren. Hier war wenigstens nichts los und der Klebeschnee noch halbwegs glatt.
Immerhin führte dies zum glücklichen Zufall, das wir auf dem Weg nach Corvara an der Bioch-Hütte vorbeikamen, wo wir dann auch unsere Mittagspause verbrachten; Ochsenentrecote und 1/4 Blauburgunder Riserva werden im Genusstreff folgen.
Die Sonne brannte weiter und runter nach Corvara sulzte es weiter auf.
Fortsetzung folgt
Edit II und Abschluss:
Beim Raufgondeln und -liften nach Dantercepies einigten sich der männliche Begleiter und ich schon mehr oder weniger darauf, ob der Bedingungen und des Füllegrades den geordneten Rückzug durch Talfahrt mit der Gondel anzutreten.
Und, was passiert

Am vorletzten Buckel vor dem letzten Lift hoch bleibe ich im Zeitlupentempo hängen, falle eigentlich geordnet, aber die rechte Bindung öffnet nicht und es verdreht das Knie; ein Knacken und mein Ruf "Scheiße". Ich befürchtete erst das schlimmste, aber starke Schmerzen bleiben aus. Ich bleibe erst mal liegen, eine andere Skifahrerin fragt ob alles in Ordnung ist. "Weiß noch nicht, aber danke. Hab zwei Begleiter dabei; die stehen da unten."
Ich öffne die Bindung, stehe auf und bewege das Knie; funktioniert. Keine Schmerzen
Ich gehe in die Ski und rutsche die 5m zur Talstation. Fahre hoch und gleite die letzten Meter zur Bergstation von Dantercepies.
Jetzt erstmal das Fazit zur fast vollendeten Ronda:
Landschaftlich zweifellos grandios, aber skifahrerisch macht es wenig Sinn sich durch die frequentierte Hauptachse zu kämpfen anstatt sich auf jedem Tag auf den anderen Pisten der Teilskigebiete zu vergnügen

Und das ist unabhängig davon, dass die Bedingungen aufgrund der Wärme heute nicht unbedingt einfach waren
Wir sind dann von Wolkenstein im abenteuerlichen Skibus nach Ortisei und haben uns vom Hotelshuttle abholen lassen.
Nach Thermalsole und Weinprobe fühlen sich meine Knie (vor allem halt das Rechte) an wie früher nach 90 Minuten Hallenfußball; nicht gut aber verkraftbar. Ich gehe daher momentan davon aus, dass es nicht ernstes ist und morgen die im Koffer befindlichen Knieorthesen und vielleicht Herr Mobilat es mir ermöglichen weiter Skizufahren; Monte Pana Blaue Piste oder so

Morgen früh bin ich schlauer