Die Notwendigkeit einer Autobahnsperrung im extrem seltenen Fall einer Evakuierung der Bahn ist für dich ein Ausschlusskriterium für eine EUB? Da würde man nicht mal stationäre Einrichtungen zur Sperrung der Straße einbauen, also Ampeln und Wechselzeichen, weil das so selten vorkommt. Die Autobahn wäre sogar die Stelle an der man am besten bergen könnte. Eben, befestigt und ohne Probleme mit Fahrzeugen zu erreichen, besser geht's nicht. Wasser ist da z.B. viel problematischer, und auch das gibt's als EUB, siehe London. Eine Bergebahn hätte ich dort noch nicht gesehen und das Spannfeld ist auch über 400 m lang.ThomasK hat geschrieben: 16.04.2024 - 15:08 Die EUB führt über eine Autobahn und wenn man die Leute abseilen würde, dann müsste man die Autobahn sowieso sperren.
Tünektepe Gondelbahn (Antalya, Türkei): Tödlicher Zwischenfall
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Re: Tünektepe Gondelbahn (Antalya, Türkei): Tödlicher Zwischenfall
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Re: Tünektepe Gondelbahn (Antalya, Türkei): Tödlicher Zwischenfall
Eigene Bahnen ist etwas hoch gegriffen. Es handelt sich hierbei um Konstruktionen der 1996 in Konkurs gegangenen Felix Wopfner.Lagorce hat geschrieben: 16.04.2024 - 22:46 Keine Ahnung wer STM genauer ist, habe dies noch gefunden:
https://www.remontees-mecaniques.net/bd ... ferik.html
Vereinfachte Kurzfassung:
Gegründet 1998. Stellte zuerst unter Doppelmayr Lizenz her, ab 2005 wurden eigene Bahnen hergestellt. Ca. 80 Beschäftigte und 3-4 Bahnen (Sessel- und Gondelbahnen) pro Jahr. Ziel ist, etwa 10 Anlagen pro Jahr zu erstellen.
https://www.remontees-mecaniques.net/bd ... pfner.html
https://www.remontees-mecaniques.net/bd ... -8252.html
https://www.remontees-mecaniques.net/bd ... -8266.html
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Re: Tünektepe Gondelbahn (Antalya, Türkei): Tödlicher Zwischenfall
Zwar eindeutig OT - aber warum hat die MGD Keciören in Ankara das gleiche Gondeldesign wie die Planai West in Schladming?
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Re: Tünektepe Gondelbahn (Antalya, Türkei): Tödlicher Zwischenfall
Weil sie von Carvatech, einem damals eigenständigen Kabinenhersteller zugekauft wurden.
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Re: Tünektepe Gondelbahn (Antalya, Türkei): Tödlicher Zwischenfall
Das Kabinenmodell Ultra von Carvatech ist mir durchaus geläufig. Aber dass das gesamte aufgeklebte/lackierte Design 1:1 der Planai West entspricht, ist doch eher selten. Ist ja keine 0815 einfärbige GondelNocki hat geschrieben: 17.04.2024 - 11:30 Weil sie von Carvatech, einem damals eigenständigen Kabinenhersteller zugekauft wurden.![]()
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Re: Tünektepe Gondelbahn (Antalya, Türkei): Tödlicher Zwischenfall
Hea Alder, sind konkret beim Transport von Oberwies nach Planei von Laster gefallen. Weisst du.
Scherz beiseite. Günstigste Möglichkeit, man nimmt gleiche Kabinen wie schon in Produktion sind.
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Re: Tünektepe Gondelbahn (Antalya, Türkei): Tödlicher Zwischenfall
Problematisch ist für mich, dass die Bodengruppe der verunglückten Kabine nach unten herausgeschlagen wurde. Da die Unterseite der Bodegruppe eigentlich inkl. Trittbrett weitgehend unversehrt aussieht, gehe ich davon aus, dass die Unterseite der Kabine den erdigen oder felsigen Boden gar nicht berührte.
Sieht so aus, als wäre die Bodengruppe einteilig alleinig durch das Gewicht der Insassen (jedoch bei erhöhter Beschleunigung, also evtl. ein Mehrfaches des Gewichts je nach g-Faktor) nach unten während der hohen Beschleunigung im Moment wo die Kabine den tiefsten Punkt erreichte bevor sie wieder nach oben schnellte herausgedrückt wurde.
Die oberseite der aus Aluminiumriffelblech hergestellten Kabinenbodens sieht weitgehend unversehrt aus, demnach ist ein harter Aufschlag im Gelände eher unwahrscheinlich (siehe Foto im Anhang).
Zu beachten ist dabei, dass das Förderseil als Dämpfer wirkt, so dass gar kein extremer Jerk (in [m/s3], Veränderungsrate des Beschleunigung), also kein harter Schlag möglich ist.
Würde mal ganz genau untersuchen, welche Lasten der Kabinenboden zulässt bevor er nach unten herausgredrückt wird. Interessant ist zudem, dass alle vier Befestigungspunkte (hier als 1 Punkt pro Eckholm gemeint, egal wie der Zusammenbau erfolgt) versagten, hätte bei Überbelastung des Kabinenbodens eher erwartet, dass der Boden noch an der Kabine hängengeblieben wäre auch wenn nach unten "aufgeklappt" (Vgl. eine bereits geöffnete Konservendose bei der man zur Schwächung der Bodens vier Segmente mit dem Büchsenöffner herausschneidet und dabei nur 4 kleine Stege zurücklässt und dann mit einem Gegenstand den Boden herausschlägt, dabei werden vermute ich mal nicht alle vier Stege versagen.
Wäre interessant in einer Station 8 Personen a je 80 kg in der Kabine synchron springen zu lassen um versuchen den Kabinenboden hersauszuschlagen.
Irgendwo ist ein Video, das die Seildynamik des talseitigen Seilfelds der versagenden Stütze Sekunden nach dem Vorfall zeigen könnte. Muss Link später posten falls niemand schneller ist.
In einem Video sieht man die Bodengruppe, die irgenswo auf dem Boden in Nähe der Stütze liegt.
Die CEN Vorschriften bzgl. Festigkeiten der Kabinen habe ich bereits mehrmals in Frage gestellt (Forumsuche benutzen). Zudem werden Personen immer schwerer und verhalten sich stets schlechter, deshalb betrachte ich eine Verschärfung der Normen bzgl. Festigkeit der Seitenwänden als unumgänglich und würde zudem eine formschlüssige Sicherung gegen Herausdrücken von sicherheitskritischen Verglasungen vorschreiben. Über Böden habe ich mich glaub nie konkret geäussert, jedoch über Dächer und Dachluken, die m.E. für das Herunterfallen einer Rolle bzw. Seilreiters (Pendelbahnen) ausgelegt werden sollte (Pendelbahnen: Stahlgitter für Lucken sowie ausreichend robuste Metalldächer).
Edit:
Weiss jemand, ob bei diesem Kabinentyp tragende Teile nicht aus Metall gefertigt sindd? Dies wäre m.E. ein Konstruktionsfehler, da Kunsstoffe nicht voraussehbar altern.
Video vom Zwischenfall? (Habe keine Zeit jetzt zu übersetzen.)
https://www.youtube.com/watch?v=G4xX_TS82XE
Edit:
Hat jemand in den Videos gesehen, ob die rote Unterschale der Bodengruppe irgendwo getrennt vom Blechbodenteil landetete, oder ob diese Teile von Hand getrennt wurden. Habe keine Zeit dies jetzt zu überprüfen, hatte mich bislang nicht mit der Kabine befasst.
In Videos ist mir die Schale mit weitgehend ubeschädigter Oberfläche mit Unterseite nach oben liegend aufgefallen, habe jedoch nicht darauf geachtet, ob der Aluboden anderswo getrennt zu sehen war.
Sieht so aus, als wäre die Bodengruppe einteilig alleinig durch das Gewicht der Insassen (jedoch bei erhöhter Beschleunigung, also evtl. ein Mehrfaches des Gewichts je nach g-Faktor) nach unten während der hohen Beschleunigung im Moment wo die Kabine den tiefsten Punkt erreichte bevor sie wieder nach oben schnellte herausgedrückt wurde.
Die oberseite der aus Aluminiumriffelblech hergestellten Kabinenbodens sieht weitgehend unversehrt aus, demnach ist ein harter Aufschlag im Gelände eher unwahrscheinlich (siehe Foto im Anhang).
Zu beachten ist dabei, dass das Förderseil als Dämpfer wirkt, so dass gar kein extremer Jerk (in [m/s3], Veränderungsrate des Beschleunigung), also kein harter Schlag möglich ist.
Würde mal ganz genau untersuchen, welche Lasten der Kabinenboden zulässt bevor er nach unten herausgredrückt wird. Interessant ist zudem, dass alle vier Befestigungspunkte (hier als 1 Punkt pro Eckholm gemeint, egal wie der Zusammenbau erfolgt) versagten, hätte bei Überbelastung des Kabinenbodens eher erwartet, dass der Boden noch an der Kabine hängengeblieben wäre auch wenn nach unten "aufgeklappt" (Vgl. eine bereits geöffnete Konservendose bei der man zur Schwächung der Bodens vier Segmente mit dem Büchsenöffner herausschneidet und dabei nur 4 kleine Stege zurücklässt und dann mit einem Gegenstand den Boden herausschlägt, dabei werden vermute ich mal nicht alle vier Stege versagen.
Wäre interessant in einer Station 8 Personen a je 80 kg in der Kabine synchron springen zu lassen um versuchen den Kabinenboden hersauszuschlagen.
Irgendwo ist ein Video, das die Seildynamik des talseitigen Seilfelds der versagenden Stütze Sekunden nach dem Vorfall zeigen könnte. Muss Link später posten falls niemand schneller ist.
In einem Video sieht man die Bodengruppe, die irgenswo auf dem Boden in Nähe der Stütze liegt.
Die CEN Vorschriften bzgl. Festigkeiten der Kabinen habe ich bereits mehrmals in Frage gestellt (Forumsuche benutzen). Zudem werden Personen immer schwerer und verhalten sich stets schlechter, deshalb betrachte ich eine Verschärfung der Normen bzgl. Festigkeit der Seitenwänden als unumgänglich und würde zudem eine formschlüssige Sicherung gegen Herausdrücken von sicherheitskritischen Verglasungen vorschreiben. Über Böden habe ich mich glaub nie konkret geäussert, jedoch über Dächer und Dachluken, die m.E. für das Herunterfallen einer Rolle bzw. Seilreiters (Pendelbahnen) ausgelegt werden sollte (Pendelbahnen: Stahlgitter für Lucken sowie ausreichend robuste Metalldächer).
Edit:
Weiss jemand, ob bei diesem Kabinentyp tragende Teile nicht aus Metall gefertigt sindd? Dies wäre m.E. ein Konstruktionsfehler, da Kunsstoffe nicht voraussehbar altern.
Video vom Zwischenfall? (Habe keine Zeit jetzt zu übersetzen.)
Direktlink
https://www.youtube.com/watch?v=G4xX_TS82XE
Edit:
Hat jemand in den Videos gesehen, ob die rote Unterschale der Bodengruppe irgendwo getrennt vom Blechbodenteil landetete, oder ob diese Teile von Hand getrennt wurden. Habe keine Zeit dies jetzt zu überprüfen, hatte mich bislang nicht mit der Kabine befasst.
In Videos ist mir die Schale mit weitgehend ubeschädigter Oberfläche mit Unterseite nach oben liegend aufgefallen, habe jedoch nicht darauf geachtet, ob der Aluboden anderswo getrennt zu sehen war.
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- Bodenblech der Bodengruppe der verunfallten Kabine.
Medienfoto - Tunektepe_Kabine_Bodenblech_001.jpg (79.6 KiB) 3412 mal betrachtet
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Re: Tünektepe Gondelbahn (Antalya, Türkei): Tödlicher Zwischenfall
Wo ist das Design denn 1:1 Identisch? Planai WestMr400Liter hat geschrieben: 17.04.2024 - 12:34Das Kabinenmodell Ultra von Carvatech ist mir durchaus geläufig. Aber dass das gesamte aufgeklebte/lackierte Design 1:1 der Planai West entspricht, ist doch eher selten. Ist ja keine 0815 einfärbige GondelNocki hat geschrieben: 17.04.2024 - 11:30 Weil sie von Carvatech, einem damals eigenständigen Kabinenhersteller zugekauft wurden.![]()
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Re: Tünektepe Gondelbahn (Antalya, Türkei): Tödlicher Zwischenfall
Es ging um diese hier in Ankara, nicht Antalya: https://www.lift-world.info/de/lifts/12318/datas.htmGIFWilli59 hat geschrieben: 17.04.2024 - 14:48 Wo ist das Design denn 1:1 Identisch? Planai West
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Re: Tünektepe Gondelbahn (Antalya, Türkei): Tödlicher Zwischenfall
Sorry, dann habe ich mich verlesen.Nocki hat geschrieben: 17.04.2024 - 15:07 Es ging um diese hier in Ankara, nicht Antalya: https://www.lift-world.info/de/lifts/12318/datas.htm
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Re: Tünektepe Gondelbahn (Antalya, Türkei): Tödlicher Zwischenfall
Hier noch eine Reportage über eine sehr ähnliche Bahn desselben Herstellers, ebenfalls in der Türkei; hatte noch nie zuvor was von dieser Firma gehört:
Balçova Teleferik, Izmir, Remontées Mécaniques Reportage:
https://www.remontees-mecaniques.net/bd ... -6700.html
Website des Betreibers:
https://izmirteleferik.com.tr/teleferik-sss
Video (nur schnell als Beispiel gesucht):
Balçova Teleferik, Izmir
https://www.youtube.com/watch?v=sf1YrzmAiFM
Die ganze Bauart sieht für eine 2014 gebaute Bahn doch veraltet aus, ebenso das bizarre Kabinendesign und die ungewöhnlichen Stützen.
Weiss jemand ob die Bahn im Betrieb ist?
Wäre m.E. unerlässlich, sofort die Bahn stillzulegen und nicht ohne vorherige genaue Überprüfung inkl. ggf. Nachbrerechnungen wieder in Betrieb zu nehmen. Anlage ist ebenfalls in Meeresnähe aufgestellt.
Bei Tünektepe würde man vorort wohl sofort feststellen was vorging, leider haben die Journalierende kaum technisch interessantes Bildmaterial erstellt, halt wie üblich.
Unterhalt wurde jedenfalls vernachlässigt und ausser Sabotage ist das Versagen der Stütze ebenfalls auf grobe menschliche Fehler zurückzuführen. Auffällig ist wie bereits erwähnt, dass die Flansche keine Verformungen und nicht einmal Kratzspuren aufweisen, zudem sind keine Rostspuren erkennbar, mit dem Regen sind bei Rost meist Bereiche rostrot gefärbt. Vielleicht wurde beim Ersetzen der Schrauben zu wenig Schrauben montiert und danach wurden diese noch zu stark oder zu wenig angezogen. Mal abwarten was herauskommt.
Betrachte es übrigens unfair, pauschal Aufgrund des Tünektepe Vorfalls sämtliche Seilbahnen in der Türkei ohne nähere Begründung in Frage zu stellen.
Die 4359 m Olympos Garaventa-Doppelmayr 80er Pendelbahn sowie die sehr lange Leitner 8er Gondelbahn von Bursa (in Sektionen) und die 375er Taksim–Kabataş Standseilbahn in İstanbul hinterlassen m.E. allesamt einen einwandfreien Eindruck.
Zwei technische Videos vom Betreiber des Olympos PB sind hier, zwar OT, dennoch interessant:
https://www.youtube.com/@OlymposTeleferik/videos
Bursa:
https://bursateleferik.com.tr/en/
Die unterirdische Taksim–Kabataş Standseilbahn ist eine vorbildliche moderne urbane Seilbahn:
(https://www.youtube.com/watch?v=h626g9VRWr0).
Balçova Teleferik, Izmir, Remontées Mécaniques Reportage:
https://www.remontees-mecaniques.net/bd ... -6700.html
Website des Betreibers:
https://izmirteleferik.com.tr/teleferik-sss
Video (nur schnell als Beispiel gesucht):
Balçova Teleferik, Izmir
https://www.youtube.com/watch?v=sf1YrzmAiFM
Die ganze Bauart sieht für eine 2014 gebaute Bahn doch veraltet aus, ebenso das bizarre Kabinendesign und die ungewöhnlichen Stützen.
Weiss jemand ob die Bahn im Betrieb ist?
Wäre m.E. unerlässlich, sofort die Bahn stillzulegen und nicht ohne vorherige genaue Überprüfung inkl. ggf. Nachbrerechnungen wieder in Betrieb zu nehmen. Anlage ist ebenfalls in Meeresnähe aufgestellt.
Bei Tünektepe würde man vorort wohl sofort feststellen was vorging, leider haben die Journalierende kaum technisch interessantes Bildmaterial erstellt, halt wie üblich.
Unterhalt wurde jedenfalls vernachlässigt und ausser Sabotage ist das Versagen der Stütze ebenfalls auf grobe menschliche Fehler zurückzuführen. Auffällig ist wie bereits erwähnt, dass die Flansche keine Verformungen und nicht einmal Kratzspuren aufweisen, zudem sind keine Rostspuren erkennbar, mit dem Regen sind bei Rost meist Bereiche rostrot gefärbt. Vielleicht wurde beim Ersetzen der Schrauben zu wenig Schrauben montiert und danach wurden diese noch zu stark oder zu wenig angezogen. Mal abwarten was herauskommt.
Betrachte es übrigens unfair, pauschal Aufgrund des Tünektepe Vorfalls sämtliche Seilbahnen in der Türkei ohne nähere Begründung in Frage zu stellen.
Die 4359 m Olympos Garaventa-Doppelmayr 80er Pendelbahn sowie die sehr lange Leitner 8er Gondelbahn von Bursa (in Sektionen) und die 375er Taksim–Kabataş Standseilbahn in İstanbul hinterlassen m.E. allesamt einen einwandfreien Eindruck.
Zwei technische Videos vom Betreiber des Olympos PB sind hier, zwar OT, dennoch interessant:
https://www.youtube.com/@OlymposTeleferik/videos
Bursa:
https://bursateleferik.com.tr/en/
Die unterirdische Taksim–Kabataş Standseilbahn ist eine vorbildliche moderne urbane Seilbahn:
(https://www.youtube.com/watch?v=h626g9VRWr0).
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Re: Tünektepe Gondelbahn (Antalya, Türkei): Tödlicher Zwischenfall
die Kabinen sind aber die Standard Carvatech Kabinen, die in Österreich an vielen Bahnen im Einsatz sind (Söll Hohe Salve, Hintertux, Hochkönig, Schladming etc.).
Das mit dem abgetrennten Kabinenboden finde ich aber auch seltsam.
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Re: Tünektepe Gondelbahn (Antalya, Türkei): Tödlicher Zwischenfall
Wie oben im Beitrag geschrieben stammt die Konstruktion auf dem Jahr 1996.Lagorce hat geschrieben: 18.04.2024 - 07:45 Die ganze Bauart sieht für eine 2014 gebaute Bahn doch veraltet aus, ebenso das bizarre Kabinendesign und die ungewöhnlichen Stützen.
Weiss jemand ob die Bahn im Betrieb ist?
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.
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Re: Tünektepe Gondelbahn (Antalya, Türkei): Tödlicher Zwischenfall
Von Roll hat in den 70er ähnliche Dreibeinstützen für EUB verbaut. Z.B. Hasliberg - Mägisalp.
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Re: Tünektepe Gondelbahn (Antalya, Türkei): Tödlicher Zwischenfall
Da ich kein Türkisch verstehe und kaum Zeit habe weiter zu recherchieren, hier mal eine Zusammenfassung soweit ich den Zwichensfall einschätzen kann, dies ist jedoch subjektiv und es fehlt durchaus an zuverlässigen Informationen.
Wesentliche Ursache ist das Versagen sämtlicher Schraubverbindungen der Rohrflansche der Stütze. Angeblich wurden gebrochene Schraubenteile aufgefunden, nähere Angaben dazu sowie Bilmaterial habe ich nicht gefunden.
Da Beschädigungen (insbes. plastische Deformationen) weder an der Rohrflanschen noch an der Rohrteilen zu erkennen sind, gehe ich davon aus, dass die Schrauben einiges vor erreichen ihrer Mindestbruchlast versagten und zudem waren möglicherweise nicht einmal alle Schraubverbindungen vorhanden UND richtig montiert worden, wobei eine Überbelastung unterzähliger Schraubverbindungen vermutlich zu sichtbaren plastischen Deformationen der Stützenteilen geführt hätte.
Als Grund für die reduzierte Festigkeit der Schrauben wurde Korrosion aufgeführt, dies ist mangels Bildmaterial oder zuverlässigen Informationen lediglich eine realistische Annahme. Klassische Rostspuren konnte ich im Bildmaterial keine erkennen, wobei ich jedoch keine wirklich definitiv aussagekräftige Fotos gefunden habe.
Auch z.B. falsche Schrauben/Muttern/Unterlegeteile sowie Montagefehler, Qualitätsprobleme oder fehlerhafte Auslegung können ebenfalls zum Versagen von geschraubten Verbindungen führen.
Die beschädigte Rollenbatterie hat zu einer Erhöhung der Förderseilreibung sowie erhöhter dynamischer Beanspruchung der Stütze geführt, wobei dies alleinig nicht zu einer massiven Überbelastung sowie Ermüdung der Stützenteile führen sollte. Ob Bruchstabmelder aus irgendeinem Grunde nicht funktionierten, ist mangels verlässlichen Informationen nicht belegt, wurde zwar in Medien erwähnt.
Bei älteren Umlaufbahnen wird ein sich in eine (meist infolge Lagerschadens) blockierte (hier Strecken-)Rolle fressendes Förderseil nicht automatisch erkannt, bei neueren Anlagen wird ein zu tief verlaufendes Förderseil (sich in eine blockierte Streckenrolle fressend oder bei Verlust eine Streckenrolle) oft automatisch erkannt.
Ob eine Kollision mit der Klemme oder dem Gehänge statt fand ist unbekannt. Dies sollte bei Einseilumlaufbahnen jedoch nicht zu strukturellem Versagen der Stütze führen und zudem sind keine Schäden (inkl. locale Verformung des Förderseils) visuell in Nähe der Klemme des verunfallten Fahrbetriebsmittels erkennbar.
Abzuklären ist m.E., ob der Kabinenboden ausreichend lasttragend ausgeführt war. Auffällig ist, dass die gesamte Bodengruppe nach unten herausgeschlagen wurde und dabei wurde diese kaum beschädigt; insbes. sind keine Ausbuchtungen nach unten im abgekanteten Aluminiumriffelblechteil zu erkennen, aufgrund der Belastungen wären plastische Verformungen des Bodenblechs zu erwarten.
Da das untere Schalenteil der Bodengruppe nahezu unversehrt aussieht (wurde jedoch vom Aluriffelblechbodeneinsatz getrennt), gehe ich nicht davon aus, dass, wenn überhaupt, ein (zumindest härterer) Aufschlag am Boden Stattfand, falls dies der Fall gewesen wäre, würde man beim Bodeneinsatz plastische Deformationen erkennen.
Vermutlich kollidierte die Kabine gar nicht mit dem Gelände.
Nebenbei ist noch eine fehlende Verankerung bei einem Stützenfundament zu erläutern, wobei auf den Fotos nicht absolut klar zu erkennen ist, ob es wirklich die zwischenfallrelevante Stütze betrifft. Dieses Problem ist auf eine fehlerhafte Konstruktion zurückzuführen, da die Lochanordnung keinen ausreichenden Freiraum für das fachgerechte Anziehen der Mutter erlaubt (Maulschlüssel sind höchstens für nicht kritische Kontermuttern zulässig), ansonsten müssen Werkzeuge mit geschlossener Polygongeometrie eingesetzt werden, hier 6-kantig). Da oft hydraulisch vorgespannt ("gedehnt") wird, ist entsprechender Freiraum konstruktiv zu garantieren.
Zudem ist ein Unterlegen wie ausgeführt nicht zulässig, Höhenkompensierungsteile sind u.a. so anzuordnen, dass die Flansche nicht verformt werden, diese Unterlegeteile werden vom Seilbahnhersteller bereitgestellt und sind gem. Montagerichtlinien zu installieren. Zudem sind für HV Schraubverbindungen ebenfalls genaue Montageangaben zu befolgen (u.a. bzgl. etwaiger Teilewiederverwendbarkeit nach Demontage).
Abgesehen davon ist der Lochdurchmesser zu gross i.Vgl. zum Gewindeaussendurchmesser.
Zusammenfassend gehe ich davon aus, dass die offensichtlichste Hauptursache für das strukturelle Versagen der Stütze lediglich auf eine Versagen sämtlicher Schraubverbindungen der Rohrflansche ist.
Ob die Bodengruppe der verunfallten Kabine eine ausreichende Festigkeit gegen ein Herausschlagen nach unten aufwies, wäre getrennt abzuklären. Dabei wären Vergleichsversuche mit bestehenden Kabinen durchzuführen und man sollte ebenfalls die Befestigungen der Bodengruppe genauer überprüfen.
Zu beachten ist allerdings, dass die normativen Anforderungen (hier die EN des CEN/TC 242 gemeint) bzgl. Kabinenbodentragfähigkeit (in [N/m2]) m.E. nicht sonderbar streng sind, und zudem sind die gesamten mechanischen Anforderungen für Kabinen etwas umständlich und nicht sehr konservativ formuliert.
Ob die organischen Verglasungen noch die erforderliche Festigkeit aufwiesen, wäre ebenfalls zu überprüfen, insbes. da bei mehreren Kabinen solche Verglasungen, vermutlich durch Aufprall der Insassen, beschädigt wurden.
Spuren an der Oberseite des Kabinendachs im Bereich unterhalb des Gelenks des Gehänges könnten auf eine Berührung zwischen Gehänge und Kabinendach deuten, dies ist jedoch nicht mit Sicherheit erkennbar und jedefalls wäre Schaden am Kabinendach nicht relevant. Gewisse andere Kabinen wiesen jedoch keine ähnlichen Spuren auf.
Ob die fehlerhafte Rollenbatterie massgebend zum Zwischenfall geführt hat wäre abzuklären, wobei eher davon ausgegangen werden kann, dass dies zumindest bei korrekt ausgeführten Schraubverbindungen der Rohrflansche keinen entscheidenden Faktor darstellen sollte. Ob die verunfallte Kabine mit der Stützen kollidierte, ist nicht formal bekannt und dazu fehlen aussagekräftige Bilder.
Mal auf einen Bericht abwarten.
Wesentliche Ursache ist das Versagen sämtlicher Schraubverbindungen der Rohrflansche der Stütze. Angeblich wurden gebrochene Schraubenteile aufgefunden, nähere Angaben dazu sowie Bilmaterial habe ich nicht gefunden.
Da Beschädigungen (insbes. plastische Deformationen) weder an der Rohrflanschen noch an der Rohrteilen zu erkennen sind, gehe ich davon aus, dass die Schrauben einiges vor erreichen ihrer Mindestbruchlast versagten und zudem waren möglicherweise nicht einmal alle Schraubverbindungen vorhanden UND richtig montiert worden, wobei eine Überbelastung unterzähliger Schraubverbindungen vermutlich zu sichtbaren plastischen Deformationen der Stützenteilen geführt hätte.
Als Grund für die reduzierte Festigkeit der Schrauben wurde Korrosion aufgeführt, dies ist mangels Bildmaterial oder zuverlässigen Informationen lediglich eine realistische Annahme. Klassische Rostspuren konnte ich im Bildmaterial keine erkennen, wobei ich jedoch keine wirklich definitiv aussagekräftige Fotos gefunden habe.
Auch z.B. falsche Schrauben/Muttern/Unterlegeteile sowie Montagefehler, Qualitätsprobleme oder fehlerhafte Auslegung können ebenfalls zum Versagen von geschraubten Verbindungen führen.
Die beschädigte Rollenbatterie hat zu einer Erhöhung der Förderseilreibung sowie erhöhter dynamischer Beanspruchung der Stütze geführt, wobei dies alleinig nicht zu einer massiven Überbelastung sowie Ermüdung der Stützenteile führen sollte. Ob Bruchstabmelder aus irgendeinem Grunde nicht funktionierten, ist mangels verlässlichen Informationen nicht belegt, wurde zwar in Medien erwähnt.
Bei älteren Umlaufbahnen wird ein sich in eine (meist infolge Lagerschadens) blockierte (hier Strecken-)Rolle fressendes Förderseil nicht automatisch erkannt, bei neueren Anlagen wird ein zu tief verlaufendes Förderseil (sich in eine blockierte Streckenrolle fressend oder bei Verlust eine Streckenrolle) oft automatisch erkannt.
Ob eine Kollision mit der Klemme oder dem Gehänge statt fand ist unbekannt. Dies sollte bei Einseilumlaufbahnen jedoch nicht zu strukturellem Versagen der Stütze führen und zudem sind keine Schäden (inkl. locale Verformung des Förderseils) visuell in Nähe der Klemme des verunfallten Fahrbetriebsmittels erkennbar.
Abzuklären ist m.E., ob der Kabinenboden ausreichend lasttragend ausgeführt war. Auffällig ist, dass die gesamte Bodengruppe nach unten herausgeschlagen wurde und dabei wurde diese kaum beschädigt; insbes. sind keine Ausbuchtungen nach unten im abgekanteten Aluminiumriffelblechteil zu erkennen, aufgrund der Belastungen wären plastische Verformungen des Bodenblechs zu erwarten.
Da das untere Schalenteil der Bodengruppe nahezu unversehrt aussieht (wurde jedoch vom Aluriffelblechbodeneinsatz getrennt), gehe ich nicht davon aus, dass, wenn überhaupt, ein (zumindest härterer) Aufschlag am Boden Stattfand, falls dies der Fall gewesen wäre, würde man beim Bodeneinsatz plastische Deformationen erkennen.
Vermutlich kollidierte die Kabine gar nicht mit dem Gelände.
Nebenbei ist noch eine fehlende Verankerung bei einem Stützenfundament zu erläutern, wobei auf den Fotos nicht absolut klar zu erkennen ist, ob es wirklich die zwischenfallrelevante Stütze betrifft. Dieses Problem ist auf eine fehlerhafte Konstruktion zurückzuführen, da die Lochanordnung keinen ausreichenden Freiraum für das fachgerechte Anziehen der Mutter erlaubt (Maulschlüssel sind höchstens für nicht kritische Kontermuttern zulässig), ansonsten müssen Werkzeuge mit geschlossener Polygongeometrie eingesetzt werden, hier 6-kantig). Da oft hydraulisch vorgespannt ("gedehnt") wird, ist entsprechender Freiraum konstruktiv zu garantieren.
Zudem ist ein Unterlegen wie ausgeführt nicht zulässig, Höhenkompensierungsteile sind u.a. so anzuordnen, dass die Flansche nicht verformt werden, diese Unterlegeteile werden vom Seilbahnhersteller bereitgestellt und sind gem. Montagerichtlinien zu installieren. Zudem sind für HV Schraubverbindungen ebenfalls genaue Montageangaben zu befolgen (u.a. bzgl. etwaiger Teilewiederverwendbarkeit nach Demontage).
Abgesehen davon ist der Lochdurchmesser zu gross i.Vgl. zum Gewindeaussendurchmesser.
Zusammenfassend gehe ich davon aus, dass die offensichtlichste Hauptursache für das strukturelle Versagen der Stütze lediglich auf eine Versagen sämtlicher Schraubverbindungen der Rohrflansche ist.
Ob die Bodengruppe der verunfallten Kabine eine ausreichende Festigkeit gegen ein Herausschlagen nach unten aufwies, wäre getrennt abzuklären. Dabei wären Vergleichsversuche mit bestehenden Kabinen durchzuführen und man sollte ebenfalls die Befestigungen der Bodengruppe genauer überprüfen.
Zu beachten ist allerdings, dass die normativen Anforderungen (hier die EN des CEN/TC 242 gemeint) bzgl. Kabinenbodentragfähigkeit (in [N/m2]) m.E. nicht sonderbar streng sind, und zudem sind die gesamten mechanischen Anforderungen für Kabinen etwas umständlich und nicht sehr konservativ formuliert.
Ob die organischen Verglasungen noch die erforderliche Festigkeit aufwiesen, wäre ebenfalls zu überprüfen, insbes. da bei mehreren Kabinen solche Verglasungen, vermutlich durch Aufprall der Insassen, beschädigt wurden.
Spuren an der Oberseite des Kabinendachs im Bereich unterhalb des Gelenks des Gehänges könnten auf eine Berührung zwischen Gehänge und Kabinendach deuten, dies ist jedoch nicht mit Sicherheit erkennbar und jedefalls wäre Schaden am Kabinendach nicht relevant. Gewisse andere Kabinen wiesen jedoch keine ähnlichen Spuren auf.
Ob die fehlerhafte Rollenbatterie massgebend zum Zwischenfall geführt hat wäre abzuklären, wobei eher davon ausgegangen werden kann, dass dies zumindest bei korrekt ausgeführten Schraubverbindungen der Rohrflansche keinen entscheidenden Faktor darstellen sollte. Ob die verunfallte Kabine mit der Stützen kollidierte, ist nicht formal bekannt und dazu fehlen aussagekräftige Bilder.
Mal auf einen Bericht abwarten.
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Re: Tünektepe Gondelbahn (Antalya, Türkei): Tödlicher Zwischenfall
Mehr Details (auch zu den Schrauben) aus dem vorläufigen Untersuchungsbericht vom 14. April 2024 als Direktlink zur Google Translate-Übersetzung:
https://www-akdenizgercek-com-tr.transl ... r_pto=wapp
Das klingt in Summe ziemlich gruselig. Sind Schrauben M22, 8,8 BOLT für die Verschraubung von Stützenflanschen üblich? Im rein visuellen Vergleich mit Flanschverschraubungen, wie ich sie aus den Alpen kenne, kommt mir die Schraubengröße M22 (subjektiv aus Laiensicht) gering vor.
Auch interessant:
https://www-akdenizgercek-com-tr.transl ... r_pto=wapp
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Das klingt in Summe ziemlich gruselig. Sind Schrauben M22, 8,8 BOLT für die Verschraubung von Stützenflanschen üblich? Im rein visuellen Vergleich mit Flanschverschraubungen, wie ich sie aus den Alpen kenne, kommt mir die Schraubengröße M22 (subjektiv aus Laiensicht) gering vor.
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Re: Tünektepe Gondelbahn (Antalya, Türkei): Tödlicher Zwischenfall
Danke für deine Recherchen.
Erläutert wird eine Kollision des abgetrennten oberen Teils der Stütze mit der Kabine, ebenso eine Berührung der Kabine mit dem Boden.
Aufgrund der Distanz zwischen dem abgetrennten oberen Stützenteil und dem Fundament der Stütze, gehe ich nach wie vor davon aus, dass sich dieses lose Teil irgendwie vorübergehend mit der Klemme und/oder dem Förderseil verfing und dabei einige Meter talwärts bewegt wurde bevor es dann auf den Boden fiel.
Das Schadensbild der verunfallten Kabine kann mangels Bildmateriel nicht ausreichend genau interpretiert werden. Eine direkte harte Kollosion der Unterseite der Bodengruppe würde nach wie vor ich eher ausschliessen, da die Unterseite der roten Schale inkl. Trittbrettbereich keine Anzeichen von einem harten Aufprall aufweist.
Eine seitliche Berührung ist hingegen durchaus Plausibel, insbes. da das Schadensbild im unteren Teil des Kabinenbereichs asymmetrisch ist (hier bezogen auf den nicht heruntergefallenen Kabinenteil).
Sofern die Kabine die minimalen Sicherheitsanforderungen erfüllte, was formal anhanden von Tests mit unversehrten Kabinen derselben Bahn abzuklären ist, bleibt der genaue Kollisionsvorgang an und für sich eher sekundär. Kabinen können zwar bzgl. Überlebensfähigkeit der Insassen was optimiert werden, nur sind dabei die normativen Anforderungen unter Berücksichtigung der jeweiligen Zwischenfalleintrittswahrscheinlichkeiten venrünftig zu formulieren.
Obwohl ich den Kabinenaufbau sowie das Schadensbild (irgendwie "sauber" abgetrennte Bodenguppe, mehrere beschädigte Kunststoffverglasungen,...) als etwas merkwürdig betrachte (hier nur eine subjektive Einschätzung meinerseits!), sind etwaige Mängel formal zu belegen.
Es ist stets zwischen Fakten und Einschätzungen zu unterscheiden.
Erwähnt wird ebenfalls, dass die Überwachung der Rollenbatterie(n) versagte. Dies ist durchaus möglich, als die Stütze getrennt wurde, zeriss jedoch das Schalterseil, was zu einem automatischen Anhalten der Bahn führte. Ob mit Sicherheit nicht mit überbrückter Streckenüberwachung gefahren wurde, ist mangels Informationen unmöglich zu bestätigen.
Zu beachten ist zudem der Bremsweg, dieser ist von unterschiedlichen hier nicht öffentlich bekannten Bedingungen abhängig. Die Spreizung (Max-Min) des Bremswegs, bei gleicher Seilgeschwindigkeit bevor die Bremsung mit der Sicherheitsbremse (SB) eingeleitet wird, kann beim Worst-Case-Vergleich ziemlich gross ausfallen, ist jedoch anlagenspezifisch.
Wie bereits vermutet versagten sämtliche Schrauben der Rohrflansche. Nun ist bekannt, dass es sich um M22 Schrauben in Festigkeitsklasse 8.8 handelte, demnach nicht um die eigentlich zu erwartenden HV Garnituren in Festigkeitsklasse 10.9 handelte (siehe PDF Link weiter oben).
Bei einer M22 (22 mm Gewindenenndurchmesser, hier mit Regelgewinde (d.h. handelsübliches Gewinde, nicht Feingewinde)) 8.8 Schraube beträgt die Mindestbruchkraft (auf axiale Zugbeanspruchung) 252 [kN] (252'000 [N], umgangssprachlich. ca. "25'688 [kg]").
Da keine Deformationen der Rohrflansche erkennbar sind, was zudem im Bericht erläutert wurde, ist offensichtlich, dass die Schrauben weit unterhalb ihrer Mindestbruchkraft versagten und eine Vermutung meinerseits ist, dass mehrere Schrauben gar nicht (mehr) vorhanden waren, und/oder dass Muttern fehlten.
Gesamthaft betrachtet belegt der technische Bericht im wesentlichen die ersten provisorischen Schlussfolgerungen, die hier anhanden des Bildmaterials diskutiert wurden.
Bin auch hier positiv überrascht, dass sehr schnell sachliche Informationen öffentlich gemacht wurden. Würde micht nicht erstaunen wenn hier seriöser untersucht wird als bei Mottarone, wo die ganze Untersuchung wie auch das himmeltraurige juristische Nachspiel absolut unseriös und insgesamt katastrophal ausfielen.
Hier noch illustrativ als OT, Tests sind informell:
How Strong Are Bolt Threads? Hydraulic Press Test!
https://www.youtube.com/watch?v=VJipVCPd2nk
Erläutert wird eine Kollision des abgetrennten oberen Teils der Stütze mit der Kabine, ebenso eine Berührung der Kabine mit dem Boden.
Aufgrund der Distanz zwischen dem abgetrennten oberen Stützenteil und dem Fundament der Stütze, gehe ich nach wie vor davon aus, dass sich dieses lose Teil irgendwie vorübergehend mit der Klemme und/oder dem Förderseil verfing und dabei einige Meter talwärts bewegt wurde bevor es dann auf den Boden fiel.
Das Schadensbild der verunfallten Kabine kann mangels Bildmateriel nicht ausreichend genau interpretiert werden. Eine direkte harte Kollosion der Unterseite der Bodengruppe würde nach wie vor ich eher ausschliessen, da die Unterseite der roten Schale inkl. Trittbrettbereich keine Anzeichen von einem harten Aufprall aufweist.
Eine seitliche Berührung ist hingegen durchaus Plausibel, insbes. da das Schadensbild im unteren Teil des Kabinenbereichs asymmetrisch ist (hier bezogen auf den nicht heruntergefallenen Kabinenteil).
Sofern die Kabine die minimalen Sicherheitsanforderungen erfüllte, was formal anhanden von Tests mit unversehrten Kabinen derselben Bahn abzuklären ist, bleibt der genaue Kollisionsvorgang an und für sich eher sekundär. Kabinen können zwar bzgl. Überlebensfähigkeit der Insassen was optimiert werden, nur sind dabei die normativen Anforderungen unter Berücksichtigung der jeweiligen Zwischenfalleintrittswahrscheinlichkeiten venrünftig zu formulieren.
Obwohl ich den Kabinenaufbau sowie das Schadensbild (irgendwie "sauber" abgetrennte Bodenguppe, mehrere beschädigte Kunststoffverglasungen,...) als etwas merkwürdig betrachte (hier nur eine subjektive Einschätzung meinerseits!), sind etwaige Mängel formal zu belegen.
Es ist stets zwischen Fakten und Einschätzungen zu unterscheiden.
Erwähnt wird ebenfalls, dass die Überwachung der Rollenbatterie(n) versagte. Dies ist durchaus möglich, als die Stütze getrennt wurde, zeriss jedoch das Schalterseil, was zu einem automatischen Anhalten der Bahn führte. Ob mit Sicherheit nicht mit überbrückter Streckenüberwachung gefahren wurde, ist mangels Informationen unmöglich zu bestätigen.
Zu beachten ist zudem der Bremsweg, dieser ist von unterschiedlichen hier nicht öffentlich bekannten Bedingungen abhängig. Die Spreizung (Max-Min) des Bremswegs, bei gleicher Seilgeschwindigkeit bevor die Bremsung mit der Sicherheitsbremse (SB) eingeleitet wird, kann beim Worst-Case-Vergleich ziemlich gross ausfallen, ist jedoch anlagenspezifisch.
Wie bereits vermutet versagten sämtliche Schrauben der Rohrflansche. Nun ist bekannt, dass es sich um M22 Schrauben in Festigkeitsklasse 8.8 handelte, demnach nicht um die eigentlich zu erwartenden HV Garnituren in Festigkeitsklasse 10.9 handelte (siehe PDF Link weiter oben).
Bei einer M22 (22 mm Gewindenenndurchmesser, hier mit Regelgewinde (d.h. handelsübliches Gewinde, nicht Feingewinde)) 8.8 Schraube beträgt die Mindestbruchkraft (auf axiale Zugbeanspruchung) 252 [kN] (252'000 [N], umgangssprachlich. ca. "25'688 [kg]").
Da keine Deformationen der Rohrflansche erkennbar sind, was zudem im Bericht erläutert wurde, ist offensichtlich, dass die Schrauben weit unterhalb ihrer Mindestbruchkraft versagten und eine Vermutung meinerseits ist, dass mehrere Schrauben gar nicht (mehr) vorhanden waren, und/oder dass Muttern fehlten.
Gesamthaft betrachtet belegt der technische Bericht im wesentlichen die ersten provisorischen Schlussfolgerungen, die hier anhanden des Bildmaterials diskutiert wurden.
Bin auch hier positiv überrascht, dass sehr schnell sachliche Informationen öffentlich gemacht wurden. Würde micht nicht erstaunen wenn hier seriöser untersucht wird als bei Mottarone, wo die ganze Untersuchung wie auch das himmeltraurige juristische Nachspiel absolut unseriös und insgesamt katastrophal ausfielen.
Hier noch illustrativ als OT, Tests sind informell:
How Strong Are Bolt Threads? Hydraulic Press Test!
https://www.youtube.com/watch?v=VJipVCPd2nk
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Re: Tünektepe Gondelbahn (Antalya, Türkei): Tödlicher Zwischenfall
Ein Youtube-Video ("Shorts") von der Überfahrt über die umgestürzte Stütze: https://www.youtube.com/shorts/z7PzDUbpe58
Täuscht es, oder ist das Seil bereits in diesem Video nicht dort, wo es hingehört?? Es scheint, als würde das Seil ganz außen an den Bordscheiben verlaufen...
Täuscht es, oder ist das Seil bereits in diesem Video nicht dort, wo es hingehört?? Es scheint, als würde das Seil ganz außen an den Bordscheiben verlaufen...
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Re: Tünektepe Gondelbahn (Antalya, Türkei): Tödlicher Zwischenfall
Den Eindruck habe ich auch. Zudem noch auf der Aussenseite. Aber dafür gibt es doch die ebenfalls zu sehenden Seilfänger! Wurde kein Notstopp ausgelöst, als das Seil in diese Seilfänger fiel?
Probably waking up
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Re: Tünektepe Gondelbahn (Antalya, Türkei): Tödlicher Zwischenfall
Das erwähnte YouTube Short Video einfach als normales Video abspielen (Browser Add-On oder von copy-paste von Hand):
https://www.youtube.com/watch?v=z7PzDUbpe58
Kann ich nicht beurteilen, aufgrund der Bildqualität sowie insbes. der Aufnahmeperspektive bin ich mir nicht sicher, ob effektiv das Förderseil nicht mittig verläuft. Auch die Lage der Rille des Gummienlagerings (Seilrollenfutter) ist nicht gut zu erkennen.
In diesem Video ist zu erkennen, da irgendwie and zwei Stellen was mit Faserseilen zurückgebunden wurde, jedenfalls wurde was gebastelt, sieht so aus, als wollte man die Führungen nach innen (Richtung Seilbahnachse) ziehen:
Video gepostet am 2023-10-10, siehe bei etwa 04:43:
Ahmet Emre İle Antalya Tünektepe Teleferik Vlog-Cable Car Antalya Tünektepe
(AF Forumsoftware Parser ist nicht in der Lage YouTube URLs mit Timestamp zu verarbeiten.)
URL beim Timestamp:
https://youtu.be/7MsgNh634zQ?t=283
Deutet zweifelsohne auf Unregelmässigkeiten bei Wartung und Betrieb. Sowas ist grundsätzlich nicht zulässig, falls ein Problem festgestellt wird, kann die Bahn nicht mit solchem Notbehelf weiter betrieben werden.
Irgendwie komme ich immer mehr zu Schluss, dass gar niemand mit den erforderlichen Kompetenzen diese Seilbahn wartete.
Traurig ist dabei, dass diverse Missstände eigentlich jedem, der was vernünftige Grundlagen in Mechanik hat, auffallen sollten, auch jemandem, der nicht auf Seilbahnen spezialisiert ist.
Eine mechanisch schwer beschädigte Rollenbaterie sowie durchgerostete oder fehlende Flanschschrauben sollten jedem auffallen.
Vielleicht findet man in den unzähligen Videos ein Standbild, auf dem zu erkennen ist, ob Schrauben fehlen. Leider sind die meisten Videos schlecht gefilmt und nervig ist, dass oft genau vor der Stütze Nr. 5 dann die Landschaft oder das Meer gefilmt wird.
Direktlink
https://www.youtube.com/watch?v=z7PzDUbpe58
Kann ich nicht beurteilen, aufgrund der Bildqualität sowie insbes. der Aufnahmeperspektive bin ich mir nicht sicher, ob effektiv das Förderseil nicht mittig verläuft. Auch die Lage der Rille des Gummienlagerings (Seilrollenfutter) ist nicht gut zu erkennen.
In diesem Video ist zu erkennen, da irgendwie and zwei Stellen was mit Faserseilen zurückgebunden wurde, jedenfalls wurde was gebastelt, sieht so aus, als wollte man die Führungen nach innen (Richtung Seilbahnachse) ziehen:
Video gepostet am 2023-10-10, siehe bei etwa 04:43:
Ahmet Emre İle Antalya Tünektepe Teleferik Vlog-Cable Car Antalya Tünektepe
Direktlink
(AF Forumsoftware Parser ist nicht in der Lage YouTube URLs mit Timestamp zu verarbeiten.)
URL beim Timestamp:
https://youtu.be/7MsgNh634zQ?t=283
Deutet zweifelsohne auf Unregelmässigkeiten bei Wartung und Betrieb. Sowas ist grundsätzlich nicht zulässig, falls ein Problem festgestellt wird, kann die Bahn nicht mit solchem Notbehelf weiter betrieben werden.
Irgendwie komme ich immer mehr zu Schluss, dass gar niemand mit den erforderlichen Kompetenzen diese Seilbahn wartete.
Traurig ist dabei, dass diverse Missstände eigentlich jedem, der was vernünftige Grundlagen in Mechanik hat, auffallen sollten, auch jemandem, der nicht auf Seilbahnen spezialisiert ist.
Eine mechanisch schwer beschädigte Rollenbaterie sowie durchgerostete oder fehlende Flanschschrauben sollten jedem auffallen.
Vielleicht findet man in den unzähligen Videos ein Standbild, auf dem zu erkennen ist, ob Schrauben fehlen. Leider sind die meisten Videos schlecht gefilmt und nervig ist, dass oft genau vor der Stütze Nr. 5 dann die Landschaft oder das Meer gefilmt wird.
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Zuletzt geändert von Lagorce am 24.04.2024 - 18:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Tünektepe Gondelbahn (Antalya, Türkei): Tödlicher Zwischenfall
Zumindest verläuft das Seil in diesem Video in der Rille der Gummieinlage...
Was jedenfalls bei allen Videos mit Originalton auffällt, ist, dass die Bahn für BJ 2017 recht unruhig läuft. Die Vibrationsgeräusche sind ungewöhnlich stark.
Was jedenfalls bei allen Videos mit Originalton auffällt, ist, dass die Bahn für BJ 2017 recht unruhig läuft. Die Vibrationsgeräusche sind ungewöhnlich stark.
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Re: Tünektepe Gondelbahn (Antalya, Türkei): Tödlicher Zwischenfall
Was aber vermutlich nicht ungewöhnlich ist, wenn die Konstruktion von Wopfner anno 1996 übernommen wurde.
Wobei ich zugebenermaßen nicht weiß, ob Bahnen diesen Alters schon immer so unruhig waren oder ob das ansonsten einfach am Alter liegt.
Wobei ich zugebenermaßen nicht weiß, ob Bahnen diesen Alters schon immer so unruhig waren oder ob das ansonsten einfach am Alter liegt.
Übersicht über meine Berichte
2020/21: 101 Tage
Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
Ski Alpin (14): 8x Willingen, 5x Winterberg, 1x Winterberg+Willingen
Resteski (12): 8x Winterberg, 2x Schneekopf, 2x Steinach
2020/21: 101 Tage
Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
Ski Alpin (14): 8x Willingen, 5x Winterberg, 1x Winterberg+Willingen
Resteski (12): 8x Winterberg, 2x Schneekopf, 2x Steinach
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Re: Tünektepe Gondelbahn (Antalya, Türkei): Tödlicher Zwischenfall
Also Bartholet verwendet ja auch Wopfnerklemmen. Beim Bergjet am Flumserberg ist mir das für Bj. 2019 recht laute Rumpeln auf den Spannfeldern aufgefallen. Dies aber nur im Sparbetrieb. Als die Bahn dann zu Betriebsschluss auf vmax (6m/s) beschleunigte, wurde es dann in der Kabine nahezu lautlos.
Bezüglich Spurfehler: Ich kann mir auch vorstellen, dass die Seilspur gewollt weit außen ist. Spurfehler, bei denen das Seil auf der Bordscheibe läuft, habe ich bisher an 3 Schleppliften erlebt. Bei zwei davon wurde der Lift direkt leergefahren (Der Spurfehler aber erst nach Meldung durch mich und anderen Gästen bemerkt), bei dem dritten hat man den Lift trotzdem noch den Tag fahren gelassen. Ich kann aber sagen, dass man einen Spurfehler bei Schleppliften auf jeden Fall hört. Metall auf Metall hört sich ganz anders an als Metall auf Gummi, es ist ein gleichmäßiges, gut hörbares Geräusch. Wie es bei einer EUB aussieht weiß ich nicht, ich würde aber mal vermuten, dass man hören würde
Bezüglich Spurfehler: Ich kann mir auch vorstellen, dass die Seilspur gewollt weit außen ist. Spurfehler, bei denen das Seil auf der Bordscheibe läuft, habe ich bisher an 3 Schleppliften erlebt. Bei zwei davon wurde der Lift direkt leergefahren (Der Spurfehler aber erst nach Meldung durch mich und anderen Gästen bemerkt), bei dem dritten hat man den Lift trotzdem noch den Tag fahren gelassen. Ich kann aber sagen, dass man einen Spurfehler bei Schleppliften auf jeden Fall hört. Metall auf Metall hört sich ganz anders an als Metall auf Gummi, es ist ein gleichmäßiges, gut hörbares Geräusch. Wie es bei einer EUB aussieht weiß ich nicht, ich würde aber mal vermuten, dass man hören würde
Viele Grüße vom DM-und Girak-fan
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Re: Tünektepe Gondelbahn (Antalya, Türkei): Tödlicher Zwischenfall
Eine "reine" Wopfner bin ich nur in Rauris gefahren und ja, die ist auch sehr laut. Wobei ich das trotzdem eher aufs Alter bezogen hätte, kommt ja doch bei alten Bahnen anderer Hersteller auch vor.GIFWilli59 hat geschrieben: 23.04.2024 - 15:19 Was aber vermutlich nicht ungewöhnlich ist, wenn die Konstruktion von Wopfner anno 1996 übernommen wurde.
Wobei ich zugebenermaßen nicht weiß, ob Bahnen diesen Alters schon immer so unruhig waren oder ob das ansonsten einfach am Alter liegt.