Skifahren wird teurer
In knapp drei Wochen öffnen die meisten Südtiroler Skigebiete ihre Tore. Dem Schneespaß steht dann nichts mehr im Wege, vorausgesetzt, Frau Holle schüttelt rechtzeitig ihre Betten aus, oder es wird kalt genug, damit die zahlreichen Beschneiungsanlagen in Betrieb gesetzt werden können. Wo die Skifahrer mit Preiserhöhungen zu rechnen haben und welche Events Wintersportler abseits der Piste erwarten, hat Südtirol Online zusammengefasst.
Skifahren ist und bleibt ein teurer Spaß. In den meisten Südtiroler Skigebieten wurden die Preise gering erhöht (ein bis vier Prozent), bzw. der Inflationsrate angepasst. In Euro drückt sich die Erhöhung zwischen 50 Cent und einem Euro aus. Mit einer Preissteigerung von zwei Euro (8 Prozent) wurde am Kronplatz am Höchsten aufgeschlagen. Als einziges Südtiroler Skigebiet kann Speikboden darauf verweisen, den Preis gesenkt zu haben – nämlich für die Saisonkarten. Im Vergleich zu einigen österreichischen Top-Skigebieten ist Skifahren in Südtirol jedoch um bis zu 30 Prozent billiger.
KRONPLATZ
„Wir sind nicht wesentlich teurer geworden“, behauptet Giovanni Complojer von Skirama. Die Tageskarte kostet für einheimische Erwachsene heuer 27 Euro und ist damit um zwei Euro, bzw. acht Prozent teurer als im Vorjahr. „Den Preis für Tageskarten haben wir durchschnittlich überall um ein bis zwei Euro erhöht“, sagt der Geschäftsführer. Gestiegen ist auch der Preis für die Saisonkarte. „Sie kostet heuer 340 Euro, 15 Euro mehr als letztes Jahr.“ Das sind 4,6 Prozent mehr, als in der Wintersaison 2005/06. Teurer ist die Saisonkarte auch für Studenten (170 Euro), Jugendliche (112) und Kinder (56). Hier hat der Preis zwischen ein und zehn Euro zugenommen. Die Saison beginnt auf dem Kronplatz am 25. November.
Sportliche Höhepunkte auf dem Kronplatz sind ein Weltcuprennen der Snowboarder am Furkelpass (3. Dezember) und ein Europacup-Rennen (14. Dezember).
GRÖDEN/SEISER ALM
Gleich teuer wie am Kronplatz sind mit 27 Euro die Tagestickets für Einheimische in Gröden und auf der Seiser Alm. Die Preiserhöhung beträgt im Vergleich zum Vorjahr einen Euro (3,85 Prozent). Um 2,7 Prozent teurer ist auch die Saisonkarte, die 380 Euro kostet. Am 2. Dezember wird die Wintersaison eröffnet. Absoluter sportlicher Höhepunkt ist das Weltcup-Wochenende am 15. Dezember und am 16. Dezember.
SULDEN
„Einheimische zahlen gleich viel, Gäste zahlen im Durchschnitt drei Prozent mehr als im Vorjahr“, hießt es seitens der Seilbahnen Sulden auf Anfrage von STOL. Ein einheimischer Erwachsener zahlt 19 euro, ein Kind 14 Euro und Junioren bzw. Senioren 17 Euro. Erwachsene, die nicht aus Südtirol kommen, zahlen für die Tageskarte 26,50 Euro in der Nebensaison, zwei Euro mehr dagegen in der Hauptsaison (Weihnachten, Ostern und von Mitte Februar bis Mitte März). Besonders entgegen kommt man im Vinschgau Familien. „Wenn zwei Erwachsene mit ein oder zwei Kindern kommen, dann bezahlt ein Erwachsener den Seniorenpreis, bei drei Kindern bezahlt ein Kind nichts.“ In Sulden beginnt die Saison am 26. November mit einem Open Air, bei dem DJ Ötzi mit von der Partie sein wird. Vom 8. Dezember bis zum 10. Dezember wird der neue Funpark eingeweiht. Den schnellsten Skifahrer von der Bergstation ins Tal wir am 18. März gesucht, wenn des Freeride Inferno-Rennen veranstaltet wird.
PLOSE
Um einen Euro wurden die Preise durchschnittlich auf dem Brixner Hausberg angehoben. Die Tageskarte kostet heuer 28 Euro in der Nebensaison, 32 Euro in der Hochsaison. Kinder bis acht Jahre bezahlen sechs, Jugendliche 19 Euro und Senioren 23 Euro. Das Skigebiet öffnet am 2. Dezember seine Lifte.
SCHNALS
Tiefer in den Geldbeutel greifen müssen die Südtiroler auch in Schnals. Mit einer Preiserhöhung von 50 Cent ist der Aufschlag aber im Vergleich zu anderen Skigebieten gering. Einheimische zahlen 22,50 Euro, für Skifahrer von außerhalb Südtirol kostet ein Tag Schneevergnügen auf den Gletschern des Schnalstales während der Saison 28 Euro. 4,50 Euro mehr gibt der Wintersportler für eine Tageskarte während der Hochsaison (Weihnachten, Fasching, Ostern) aus. „Derzeit werden auf unseren Pisten Ski- und später Telemarktests durchgeführt. Im Jänner und Februar planen wir ein größeres Event, darüber möchten wir aber noch nichts verraten“, heißt es von den Vertretern der Schnalstaler Gletscherbahnen. Auf dem Gletscher kann man bereits Skifahren.
HELM
„Die Saisonskipässe kosten im Skizentrum Hochpustertal (zwischen Sexten und dem Pragser Tal) für Kinder bis 8 Jahren 53 Euro. Einheimische Erwachsene zahlen 238 Euro. Damit liegen die Preise um drei Prozent höher als jene des Vorwinters“, erklärt der Marketingverantwortliche Christian Tschurtschenthaler.
Das Skizentrum Hochpustertal zeigt sich heuer besonders familienfreundlich. Erstmals wird Eltern mit einem Kind bis zu drei Jahren ein übertragbarer Saisonskipass angeboten. Wer einen Hochpustertaler Saisonskipass mit drei zusätzlichen Skitagen im Skikarussell von Dolomiti Superski haben möchte, kann diesen um 325 Euro kaufen. Das traditionellen Helm-Skiopening findet heuer am 7. Dezember, das Gipfel Open Air-Konzert unter freiem Himmel auf 2.000 Meter am 8. Dezember statt.
OBEREGGEN
Wie am Kronplatz bezahlen Wintersportler in Obereggen für das Tagesticket 27 Euro, einen Euro mehr als in der Wintersaison 2005/2006 (+3,85 Prozent). Die Saisonkarte ist im Vorverkauf bis 23. Dezember mit 345 Euro im Vergleich zum Vorjahr um zehn Euro teurer (+2,9 Prozent). „Eröffnet wird die Wintersaison in Obereggen am 25. November und 26. November mit Live-Musik bei der Talstation. Am 14. Dezember findet zum 23. Mal ein Europacup-Slalom der Herren statt. Gratis die Skilifte benutzen dürfen Wintersportfreunde am Abend des 5. Dezember, eine Woche später wird mit dem Automobilclub Bozen ein Abend der Fahrsicherheit veranstaltet“, sagt Thomas Ondertoller, Marketingleiter der Obereggen AG.
RATSCHINGS
Zu den billigeren Südtiroler Skigebieten gehört nach wie vor Ratschings-Jaufen. Dort kostet die Tageskarte für einen einheimischen Erwachsenen 25 Euro, einen Euro mehr als in der Saison 2005/06. Kinder zahlen für die Tageskarte 17 Euro, die Senioren 21 Euro. Nicht erhöht wurde der Preis für die Saisonkarte, sie kostet auch in diesem Winter 320 Euro. Die Saison selbst beginnt am 2. Dezember. Am 16. Dezember können Wintersportler zum Sondertarif von 10 Euro die Liftanlagen benutzen. Traditionsgemäß wird die Saison am 14. April und am 15. April mit einem großen Zeltfest beendet.
SCHWEMMALM-ULTEN/REINSWALD
Seit Jahren ist Skifahren im Ultental sehr preiswert. Die Tageskarte kostet heuer 18,50 Euro, 50 Cent mehr als in der Saison 2005/06. Ebenfalls zu den Skigebieten im unteren Preissegment gehört Reinswald. Im Sarntal kostet ein Tagesticket 22,50 Euro, auch hier wurde der Preis um einen halben Euro angehoben (2,27 Prozent). Sowohl Reinswald als auch Ulten/Schwemmalm haben keine eigene Saisonkarte, sind aber dem Verbund „Ortler Skiarena“ angeschlossen. Beide Skigebiete öffnen am 8. Dezember ihre Tore. Besonders beliebt sind die Sarner Vollmondwochenenden. Sie finden am 2. Jänner und 3. Jänner, im Februar und im März statt. Vom 5. Februar bis zum 9. Februar sind beim Europacup die Skirennläufer in der Abfahrt und im Super-G im Einsatz.
SPEIKBODEN
2,5 Prozent, bzw. 50 Cent ist die Tageskarte im Skigebiet Speikboden teurer. Was sie allerdings von allen anderen Liftbetreibern abhebt ist die Tatsache, dass die Saisonkarte heuer statt wie 260 Euro im Vorjahr „nur“ noch 250 Euro kostet, also 10 Euro (3,85 Prozent) weniger. Beim Ski-Opening am 3. Dezember kostet die Tageskarte nur zehn Euro.