ZDF Bericht:
Das Framing muss weitergehen...
Kein Wort im ganzen Bericht von einem eher gemäßigtem Spätwinter/Frühjahr mit überdurchschnittlichen Regenmengen in vielen Regionen Deutschlands.
Und wenn bei einer Karte die Erklärungsskala von "ungewöhnlich trocken" bis "außergewöhnlich dürr" reicht, dann ist das in etwa so, wie wenn ich Kunden zur Servicequalität der Mitarbeiter oder einer Dienstleistung befrage und die Skala reicht von "zufrieden" bis "außergewöhnlich zufrieden" .
[quote="wiki]Dürre ist ein extremer, über einen längeren Zeitraum vorherrschender Zustand, in dem weniger Wasser oder Niederschlag verfügbar ist als erforderlich. Dürre ist nicht nur ein physikalisches Phänomen, sondern auch ein Wechselspiel zwischen der Verfügbarkeit und dem Wasserbedarf von Organismen. Dürre tritt oft in Gegenden auf, wo Kontinentalklima herrscht.[/quote]
Mt. Cervino hat geschrieben: 07.08.2023 - 11:26
Und wenn bei einer Karte die Erklärungsskala von "ungewöhnlich trocken" bis "außergewöhnlich dürr" reicht, dann ist das in etwa so, wie wenn ich Kunden zur Servicequalität der Mitarbeiter oder einer Dienstleistung befrage und die Skala reicht von "zufrieden" bis "außergewöhnlich zufrieden" .
So wie Du es schreibst, hinkt Dein Vergleich aber ziemlich. Es ist nämlich ein gewaltiger Unterschied, ob ich in einer Kundenbefragung die Möglichkeit einer schlechten Bewertung vor vorne herein ausschließe oder ob es diese Möglichkeit gibt, sie aber nicht gewählt wird. Und im Vergleich zum langjährigen Mittel gibt es in Deutschland nunmal keine Region, die feuchter ist. Natürlich kann ich auch eine Farbe für "extrem feucht" angeben. Bringt aber recht wenig, wenn diese "Antwortmöglichkeit" schlicht und ergreifend nicht vorkommt also quasi nicht ausgewählt wurde.
Und in 1,80 m Tiefe sind die Böden aufgrund der trockenen letzten Jahre eben trocken bis sehr trocken. Daran hat auch das recht feute Frühjahr nichts geändert. Und auch die Niederschläge der letzten Tage, die zumindest bei uns ziemlich heftig waren, werden eine Defizit mehrerer Jahre nicht ausgleichen können
"Papa, ich fahre besser als Du. Ich kann schon ohne Stöcker fahren, Du brauchst immer noch welche"
Daria, geliebte Tochter, damals (2022) 4 Jahre alt, nach ihrem ersten Skikurs
In weiten Teilen Deutschlands sinkt seit Jahren der Grundwasserspiegel. Zu wenig Regen, zu viel Entnahme.
In Bayern wird grad auf der politischen Ebene diskutiert wie man die Entnahme von Grundwasser zurückführt.
Die nördliche Hälfte von Bayern, genauer eigentlich die nordwestliche Hälfte, ist deutlich trockener als der südliche Teil.
Es sollen die Wassernetze zusammengeschaltet werden und Wasser vom Bodensee nach Franken gepumpt werden.
Dank einer beim Bayrischen Landesamt für Umwelt abrufbaren Datei kann ich zur Dürre bei mir daheim im Landkreis Hof/Saale wie folgt sagen.
Die Datei vergleicht ständig die letzten 90 Tage Niederschlag im lngfristigen Mittel und einigen ausgewählten niederschlagsarmen "Dürrejahren".
Die Station Hof/Hohensaas wies zum 31.7. mit 118,25mm Niederschlag pro m2 den niedrigsten Wert im Vergleich mit den Trockenjahren 1976, 2003 u. 2015 aus. Erst die Regentage seit Augustbeginn haben dafür gesorgt, daß Hof/Hohensaas die Vergleichsjahre nun hinter sich gelassen hat, aber noch meilenweit mit aktuell 160,26 vom langjährigen Mittel 219,1 entfernt ist.
Und warum wähle ich als "langjähriges Mittel" und damit als Referenzperiode 1951 bis 2015 aus?
Weil danach die 4 trockenen Jahre kamen... Da sieht das schon deutlich dramatischer aus.
Das ist genauso, wie wenn ich bei einem Fond oder einer Aktie nur die letzten 5 Jahre aufzeige in denen er gestiegen ist, die 10 Jahre davor mit kontinuierlichem Wertverlusten aber ausklammere. Hätte ich das 10 Jahres Mittel genommen würde die Performance ganz anders aussehen.
Datenreihen und Statistik sind so einfach zu manipulieren. Man muss nur den Betrachtungszeitraum geschickt wählen, dann kann man die Story so oder andersrum erzählen.
molotov hat geschrieben: 07.08.2023 - 16:44
Will ja nur sagen: Es macht keinen Sinn von Dürre zu schreiben, wenn weder Vegetation noch sonst irgendjemand ein Problem hat.
Davon weiß wohl unser Bürgermeister nichts...bei uns gibt es immer noch ein Verbot von Poolbefüllung, Gartengießen, Autowaschen usw..
Auch die Landwirte haben Probleme, erst viel zu trocken und zu heiß, jetzt die Oberfläche viel zu nass um zu ernten (wobei der Ertrag so eh schon geringer wäre).
Da ist es mal paar Tage kühl und es regnet relativ viel und schon glauben viele, alles ist gut und nur von den Medien herbei fantasiert. Dachte, den Unterschied zwischen Wetter und Klima haben wir inzwischen geklärt?
Mt. Cervino hat geschrieben: 07.08.2023 - 17:27
Und warum wähle ich als "langjähriges Mittel" und damit als Referenzperiode 1951 bis 2015 aus?
Weil danach die 4 trockenen Jahre kamen... Da sieht das schon deutlich dramatischer aus.
.....................................................
Würde jetzt nix kryptisches unterstellen.
Finnde die Referenzperiode auch einn wenig seltsam, denn normalerweise werdenn 30 Jahre genommen.
Z. B. der von mir gepostete Niederschlagsvergleich. Da war der Ref-Zeitraum 1961-1990.
Aber letztlich sind das halt wg. Vergleichbarkeit gesetzte, nenns mal willkürlich gesetzte Zeiträume.
Wobei willkürlich etwas unfair ist, well die Wissenschaftler sich dabei was gedacht haben. Oft ist es einfach ein Nachfolgereferenzzeitraum, weil der alte halt unaktuell wird .
Mt. Cervino hat geschrieben: 07.08.2023 - 17:27
Und warum wähle ich als "langjähriges Mittel" und damit als Referenzperiode 1951 bis 2015 aus?
Weil danach die 4 trockenen Jahre kamen... Da sieht das schon deutlich dramatischer aus.
.....................................................
Würde jetzt nix kryptisches unterstellen.
Finnde die Referenzperiode auch einn wenig seltsam, denn normalerweise werdenn 30 Jahre genommen.
Z. B. der von mir gepostete Niederschlagsvergleich. Da war der Ref-Zeitraum 1961-1990.
Aber letztlich sind das halt wg. Vergleichbarkeit gesetzte, nenns mal willkürlich gesetzte Zeiträume.
Wobei willkürlich etwas unfair ist, well die Wissenschaftler sich dabei was gedacht haben. Oft ist es einfach ein Nachfolgereferenzzeitraum, weil der alte halt unaktuell wird .
Warum gerade dieser Zeitraum gewählt wurde, ist sicherlich hinterfragbar. Ich könnte mir zusätzlich vorstellen, dass man die Jahre, die man mit dem langjährigen Mittel vergleichen wollte in diesem eben nicht enthalten haben wollte. Fairerweise muss man aber auch anmerken, dass jetzt 65 Jahre als Referenzzeitraum ausgewählt wurden. Selbst wenn ich die 7 Jahre bis einschließlich 2022 hinzunähme (und dann 72 Jahre Referenzzeitraum hätte), wäre der Effekt von 3 trockenen Jahren eher überschaubar und würde nichts an der grundlegen Erkenntnis ändern.
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Daria, geliebte Tochter, damals (2022) 4 Jahre alt, nach ihrem ersten Skikurs
scratch hat geschrieben: 07.08.2023 - 18:03
Da ist es mal paar Tage kühl und es regnet relativ viel und schon glauben viele, alles ist gut und nur von den Medien herbei fantasiert. Dachte, den Unterschied zwischen Wetter und Klima haben wir inzwischen geklärt?
Geklärt ? Im Alpinforum ????? Hier sind doch die meisten überhaupt nicht in der Lage überhaupt nur zu verstehen wo du ein Problem hast. Regnet es mehr als drei Tage sind alle Wissenschaftler der letzten 30 Jahre WIDERLEGT ... Ende der Diskussion !!
molotov hat geschrieben: 07.08.2023 - 16:44
Will ja nur sagen: Es macht keinen Sinn von Dürre zu schreiben, wenn weder Vegetation noch sonst irgendjemand ein Problem hat.
Davon weiß wohl unser Bürgermeister nichts...bei uns gibt es immer noch ein Verbot von Poolbefüllung, Gartengießen, Autowaschen usw..
Auch die Landwirte haben Probleme, erst viel zu trocken und zu heiß, jetzt die Oberfläche viel zu nass um zu ernten (wobei der Ertrag so eh schon geringer wäre).
Da ist es mal paar Tage kühl und es regnet relativ viel und schon glauben viele, alles ist gut und nur von den Medien herbei fantasiert. Dachte, den Unterschied zwischen Wetter und Klima haben wir inzwischen geklärt?
Dachte, den Unterschied zwischen Wetter und Klima haben wir inzwischen geklärt?
Also dass was uns viele ( auch selbsternannte ) Experten dann einreden wollen nur weil es dann so ins Konzept rein passt stimmt dann halt doch auch nicht so ganz. Klar mag einiges im allgemeinen Sprachgebrauch liegen und ist halt diesem geschuldet, aber wegen irgend was ist es ja auch in den Sprachgebrauch gekommen.
Da wo ein "feuchtes Klima" herrscht regnet es doch ein bisschen öfters als anderswo und da wo ein "trockenes Klima" herrscht scheint dafür dann wohl öfters die Sonne. Die beiden Klimabegriffe sind nicht von mir und dass das Wetter in beiden dieser Regionen doch nicht total anders ist als der Klimabegriff wäre es sicherlich unwahr zu behaupten dass Klima und Wetter nichts miteinander zu tun haben.
Hier sind doch die meisten überhaupt nicht in der Lage überhaupt nur zu verstehen wo du ein Problem hast. Regnet es mehr als drei Tage sind alle Wissenschaftler der letzten 30 Jahre WIDERLEGT ... Ende der Diskussion !!
Das ist leider die typische Haltung einiger Ideologen welche nur eine "Einschränkende" jedoch keine technische und wissenschaftliche Veränderung wollen. Umgekehrt ist für diese Kreise ein einziger Hitzetag in einer sonst regnerischen Woche Grund genug uns sämtliche Horrorszenarien vorzubeten.
Tyrolens hat geschrieben: 08.08.2023 - 06:50
Sprich mal mit Landwirten in deiner Region, wie heuer der Juni war ...
klar war der trocken, der Mais hat gebraucht steht aber prächtig da. Getreide hat auf trockenen Standorten (das ist jetzt aber schon außerhalb meiner Region) gelitten, Gras war hervorragendes heuwetter, dann langsamer aufwuchs, jetzt wächst es wieder
wmenn hat geschrieben: 05.08.2023 - 10:43
Die offiziellen Daten gibt es am 8. August: "Complete ERA5 data for July will be available and published by C3S in their upcoming monthly bulletin on August 8."
Theo hat geschrieben: 08.08.2023 - 08:37
Da wo ein "feuchtes Klima" herrscht regnet es doch ein bisschen öfters als anderswo und da wo ein "trockenes Klima" herrscht scheint dafür dann wohl öfters die Sonne. Die beiden Klimabegriffe sind nicht von mir und dass das Wetter in beiden dieser Regionen doch nicht total anders ist als der Klimabegriff wäre es sicherlich unwahr zu behaupten dass Klima und Wetter nichts miteinander zu tun haben.
Ich habe nirgends geschrieben, dass Wetter und Klima nicht zusammenhängt, sondern nur, dass man den Unterschied inzwischen kennen sollte, wenn man sich mit dem Thema etwas befasst hat.
Und deine Ausführung widerspricht auch nicht meinem Beitrag. Von dem her weiß ich ehrlich gesagt gar nicht so recht, was du damit sagen willst.
Entschuldigung scrach, da habe ich dich in dem Fall falsch verstanden. Es gibt eben sehr wohl Zeitgenossen wo einen Zusammenhang von Klima und Wetter kategorisch ausschliessen und ich interpretierte dass bei dir auch so. Entschuldigung nochmals.
Theo hat geschrieben: 08.08.2023 - 08:37
[Umgekehrt ist für diese Kreise ein einziger Hitzetag in einer sonst regnerischen Woche Grund genug uns sämtliche Horrorszenarien vorzubeten.
Sorry, aber das ist vollkommener Blödsinn. Horrorszenarien gibt es, wenn es im Mittel viel zu trocken ist oder durch die Klimaerwärmung zu immer massiveren Starkwetterereignissen kommt. Zeig mir doch bitte die Schlagzeile oder die Aussage, die aufgrund einen heißen Tages getroffen wird, das sich das Klima verändert ... ich lese immer nur von jährlichen Mitteln und langjährigen Beobachtungen ... versuchen ja auch hier im Thread einige zu vermitteln, kommt aber anscheind doch nicht so an ... Dafür eine riesige Menge Unfug a la "Klar Erderwärmung, und hier regnet es schon seit drei Stunden ..." ... Jeder zweite Facebook & Instagram Post zum Klimawandel ...
Was Du wieder denkst....
Meins war es nicht, ne Gewährleistung ist immer sone Sache und sicher zahlt auch keine Versicherung...
Hauptsache es war ein Grossanleger
Zitat: "Auch heute ist damit zu rechnen, dass es sehr lange überdurchschnittlich warm bleiben wird. Selbst wenn die CO₂-Konzentration im Jahr 2040 zu sinken beginnt, wird die Temperatur etwa 30.000 Jahre lang erhöht sein."
Wooly hat geschrieben: 08.08.2023 - 23:01
Sorry, aber das ist vollkommener Blödsinn. Horrorszenarien gibt es, ........ , oder durch die Klimaerwärmung zu immer massiveren Starkwetterereignissen kommt.
Du bestätigt doch gerade das, was Du eigentlich in Abrede stellst. Natürlich werden regelmäßig von den Medien bzw. den besonders ums Klima besorgten Einzelereignisse im Wetter (Katastrophe im Ahrtal) pauschal dem Klimawandel zugeschrieben (oder müssen zumindest als Symbol herhalten) , ebenso wie die Phalanx der Leugner andersrum 2 Wochen Regen im August als Beweis gegen den KW ins Feld führt.
Beides ist unsinnig. Natürlich gibt es den Klimawandel ( auch bei 13 Grad im August) und sicher verändert sich dadurch vieles. Aber das Ahrtal dann als Paradebeispiel für die Auswirkungen heranzuziehen ( wie Medien und Grüne im Wahlkampf), ist ebenso unseriös. Das war eine Verkettung ungünstiger Wetterumstände mit spezieller Topographie und unzureichendem Hochwasserschutz. Und vor allem eklatantes Versagen in Vorhersage bzw. Katastrophenschutz. Aber sicher keine direkte Auswirkung des Klimawandels die dort jetzt alle 3 Jahre auftreten wird....
@Ahrtal:
Es ist wie beim Rauchen, der das Risiko für Krebs erhöht.
Genauso erhöht sich durch den Klimawandel die Wahrscheinlichkeit von Starkregenereigissen. Eine Garantie für das Eintreten gibt es aber nicht.
GIFWilli59 hat geschrieben: 09.08.2023 - 13:54
@Ahrtal:
Es ist wie beim Rauchen, der das Risiko für Krebs erhöht.
Genauso erhöht sich durch den Klimawandel die Wahrscheinlichkeit von Starkregenereigissen. Eine Garantie für das Eintreten gibt es aber nicht.
Exakt so ist es.
In der Entscheidungstheorie unterscheidet man hier zwischen steuerbarem Risiko und nicht steuerbarem Risiko.
Die Existenz von nicht steuerbaren Risiken rechtfertigt es mitnichten, durch Fehlentscheidungen im Bereich der steuerbaren Risiken die Erwartungswerte zu verschlechtern.
Vor 70 Jahren war so, dass man bereits wusste, dass Rauchen (und Passivrauchen) schädlich ist. Doch weil die Tabakindustrie durch gefälschte und gekaufte Gutachten von Experten um 1950 herum den Eindruck erweckte, dass es wissenschaftlich umstritten sei, dass Rauchen (und Passivrauchen) schädlich sei, dauerte es dann doch noch weitere 70 Jahre, bis sich dann doch die Erkenntnis durchsetzte, dass Rauchen und Passivrauchen schädlich ist. Heute stellt eigentlich kaum noch jemand in Frage, dass Rauchen und Passivrauchen schädlich ist.
Nun ist seit 1970 bekannt, dass die Klimaerwärmung durch den menschengemachten CO2- Ausstoß verursacht ist. Wenn ich jetzt - analog zur damaligen Diskussion um das Rauchen - von 1970 aus 70 Jahre addiere, dann komme ich auf die Jahreszahl 2040, ehe es allgemein anerkannt ist, dass die Menschheit die Klimaerwärmung selbst verursacht.
Das Internetzeitzeitalter garantiert mitnichten, dass der Erkenntnisgewinn deutlich schneller abläuft als in 70 Jahren.
Hier im Forum gibt es ja Skifreaks, die - entgegen der wissenschaftlichen Erkenntnisse - vorhersagen, dass man künftig im April wird besser skifahren können als vor 30 Jahren.
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Wärme Luft kann mehr Feuchtigkeit speichern, was dazu führt, dass Starkregenereignisse wahrscheinlicher werden.
Für die Grundwasserhaltung ist das verheerend. Die Erde benötigt immer wieder zwischendurch einfache gewöhnliche Landregen oder Regenschauer, damit die Grundwasserhaltung stabil ist und die Pflanzen sich mit ihren Wurzelwerken darauf einstellen können.
Bei Starkregenereignissen kann der durchnässte Boden das überzählige Wasser nicht aufnehmen, sodass das überzählige Wasser in den Flüssen ungenutzt weggeschwemmt wird. Dann kommen aber wieder wochenlange Trockenzeiten.
Deutschland ist als Ganzes gesehen noch ein wasserreiches Land. Wenn man durch ein ausgebautes Rohrleitungssystem den Netzverbund stärkt, dann haben wir auch in den nächsten Jahrzehnten in Deutschland noch keine Wasserknappheit zu befürchten. Gleichwohl ist es aber so, dass durch die zunehmende Flächenversiegelung der Puffer zusätzlich immer weiter abgebaut wird. Der Flächenbedarf sollte deutlich reduziert werden.
Und ja, wenn es dumm läuft, dann wird man in einigen Jahren nicht um die Diskussion herumkommen in Deutschland neue Talsperren zu bauen.
Natürlich hängt niemand die Klimaerwärmung an den aktuellen Ereignissen in Slowenien und Kärnten auf; gleichwohl ändert das aber nichts an der Tatsache, dass diese Überschwemmungen ein weiterer Mosaikstein sind.
ThomasK hat geschrieben: 09.08.2023 - 17:33
Natürlich hängt niemand die Klimaerwärmung an den aktuellen Ereignissen in Slowenien und Kärnten auf; gleichwohl ändert das aber nichts an der Tatsache, dass diese Überschwemmungen ein weiterer Mosaikstein sind.
Ich bin schon der Ansicht, daß genau das immer wieder passiert.
Beispielsweise musste ja auch der letzte Kack-Winter als Paradebeispiel herhalten. Dabei war es wirklich eine unglückliche Verkettung blödester Wetterlagen. Erst hatte es einigermaßene Kälte und etwas Schnee. Der wurde dann von 3 Tagen Regen bis auf 3.000m weggewaschen. Und dann wars in Folge wochenlang trocken (und natürlich auch recht warm) Aber ohne die 3 Tage Waschküche direkt davor wäre die maue Schneedecke halt einfach über Wochen geschrumpft.
So komnt man das aber medial ausschlachten bis zum geht nicht mehr und so tun, als wäre das der neue Winter. Das ist schlicht unseriös. Genauso wie mit dem jetzigen Wetter den KW abstreiten.
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Der Vergleich mit dem Rauchen ist nicht gut gewählt. Das kann man einfach sein lassen, ohne dass es (negative) Auswirkungen auf einen selber hätte.
Teilnahme am Straßenverkehr ist auch gefährlich. Trotzdem nimmt man Teil, weil man sonst nur zu Hause hockt. Das kann nicht einfach sein lassen. Dieser unrealistischen Annahme gibt sich auch niemand hin.
Genauso ist natürlich auch der Klimawandel eine Gefahr. Aber die Vorstellung, wir könnten jetzt auf der gesamten Welt in den nächsten 10-20 Jahren unsere Verhaltensweisen derart ändern, dass er nicht eintritt, ist auch einfach unrealistisch. Trotzdem wird so getan, als ginge das.
Das wird Jahrzehnte dauern. Und mit den Folgen des Klimawandels wird man leben zu lernen müssen.