Ein einfacher Kühlschrank hat natürlich kein thermostatisches Expansionsventil aber ein Kapillarrohr. Das hat eine selbsttätige Regelfunktion wenn man es so anordnet dass ein Teil davon durchs Saugrohr koaxial geführt wird. Ist bei jedem Kühlschrank den ich so kenne so gelöst. Du erinnerst dich vielleicht noch an ältere Kühlschränke bei denen man die Verdampferplatte noch sehen konnte, da schien es so als käme da nur ein Rohr rein. Das ist das Saugrohr, die Kapillare verläuft unsichtbar drinnen und endet an einer Quetschstelle, da wird eingespritzt. Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen aber ab der Srecke wo im Rohr das Sieden beginnt und sich Dampfblasen bilden erzeugt das Kapillarrohr einen nennenswerten Strömungswiderstand und die gewünschte Drosselwirkung. Je länger diese Siedestrecke ist desto größer der Strömungswiderstand was äquivalent eines sich öffnenden und schließenden Expansionsventils ist. Je weiter hinten das passiert desto mehr Kältemittel lässt es also durch. Der Siedebereich innerhalb der Kapillare verschiebt sich dann im Betrieb durch Druck- und Temperaturänderungen so dass eine Selbstregulation erfolgt. Deswegen auch Kapillare, sonst könnte man auch eine einfache Einspritzdüse bzw Rohrverengung benutzen.Petz hat geschrieben: 03.01.2025 - 10:05 Zumindest hat sich bei mir noch kein Kühlschrank vorgestellt der über ein variabel temperaturgesteuertes Expansionsventil verfügte - auch keine Autoklima mit einem solchen und ich hab im Lauf der Zeit doch etliche im Bekanntenkreis ausgemusterte Kühlschränke zerlegt um entweder meinen Kältemittelvorrat aufzufüllen und/oder weil ich den noch funktionierenden Kompressor für andere Zwecke brauchte.
Bei der Autoklima muss ich dich leider ganz enttäuschen, die haben so gut wie alle ein TEV in Verbindung mit sauggasdruckgeregelten Kompressoren, anders könnten die riesig schwankenden Betriebsparameter gar nicht ausgeregelt werden. Das Expansionsventil befindet sich in der Regel im Anschlussblock vom Verdampfer integriert, man kann es schlichtweg nicht sehen.
Natürlich funktioniert das nur in einem recht engen Betriebsbereich, deswegen steht in der Bedienungsanleitung dann auch dass ein solcher Kühlschrank nur zwischen 15 und 32°C richtig funktioniert.
Nochmal zur Füllmenge: Ich hab mir mal die Mühe gemacht nachzuschauen: Bis 2015 galt eine (teure) jährliche Prüfpflicht ab einer Füllmenge von 3 Kg HFKW unabhängig von der Art. Also ist deine Füllmenge von 5 Kg zumindest für mich (zu) viel, Kompaktwärmepumpen schaffen es in der Regel mit 1-2Kg und entgehen diesen Folgekosten damit