Tour de France 2005 - wer gewinnt?

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Wer gewinnt die Tour de France?

Umfrage endete am 02.08.2005 - 11:32

Armstrong
33
75%
Ullrich
7
16%
Winokurov
2
5%
Basso
1
2%
ein anderer Fahrer, z.B. ...
1
2%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 44

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McMaf
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Beitrag von McMaf »

Nuno hat geschrieben: Rasmussen - tolle Leistung, dritte Etappe hintereinander auf erstem Front!
Valferde - nächstes jahr Favorit für's gelben Trikot oder ist dass noch zu früh?
Eine große Rolle spielen ja auch immer die Zeitfahrqualitäten.
Aber generell ist der Tour-Sieg nächtses Jahr ohne Armstrong irgendwie nicht mehr ganz so viel wert, als mit ihm. :(
Das ist irgendwie ernüchternd wenn man sich bewusst wird, dass es ja im Prinzip einen geben müsste der besser ist.
(Die Rede ist, wenn man sich den Toursieger nächstes Jahr anschaut)

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Downhill
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Beitrag von Downhill »

Glaub ich nicht. "Hätte, würde...." zählt doch nicht. Wenn er nächstes Jahr nicht mehr fährt, dann hat das seine Gründe. Und wenn man am erfolgreichsten ist, soll man aufhören.

Wie schnell es manchmal gehen kann, sieht man ja in der Formel 1 bei Schumacher. Der wünscht sich doch insgeheim sicher ein bißchen, er hätte nach letzter Saison aufgehört...
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Nuno
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Beitrag von Nuno »

Naja, wenn man so argumentierst, ist radfahren seit Merckx aufgehört ist nur Kinderspiel.

Das Zeitrennfahren einen wichtige Rolle spielt, brauch'se mir aber nicht sagen ;-) habe schon Lemond-Fignon Live erlebt
Xtream
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Beitrag von Xtream »

Downhill hat geschrieben:Glaub ich nicht. "Hätte, würde...." zählt doch nicht. Wenn er nächstes Jahr nicht mehr fährt, dann hat das seine Gründe. Und wenn man am erfolgreichsten ist, soll man aufhören..

abwarten..... der vertrag mit discovery channel läuft 2 jahre! und wenn lance dieses jahr wieder ohne probleme gewinnen kann, wieso sollte er seine meinung nicht nochmals ändern :wink: :?:

ist schließlich nur eine frage des geldes :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

und kurz vor dem tour start 2006 gibts dann einen mega "presserummel" - der rücktritt vom rücktritt ect. :wink:


ps: egal ob schumi oder armstrong als verlierer abtreten..... in der historie werden die beiden niemals "loser" sein! und schumi ist sowieso F1 geschwindigkeitssüchtig....
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Downhill
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Beitrag von Downhill »

Der Vertrag mit Discovery Channel geht über zwei Jahre, und Lance verpflichtete sich, mindestens einmal noch die Tour zu fahren, sprich 2005 oder 2006 - da gab's ja im Frühjahr ziemliche Diskussionen, weil keiner wußte wann er denn jetzt fährt.

Da er heuer fährt, muß er nächstes Jahr nicht mehr unbedingt. Aber das wird wohl erst nächsten Frühling entschieden...
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Beitrag von F. Feser »

ich sehs so: wenn der nächstes jahr nicht mehr fährt, wirds endlich mal wieder spannend ... (kannst doch seit ewigkeiten vorhersehen wer gewinnt ... der ullrich schaffts halt jedes jahr wieder irgend n scheiss zu bauen....)
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Bertramo
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Beitrag von Bertramo »

Xtream hat geschrieben:armstrong hätte die anderen drei auch noch "totfahren" können, allerdings denkt der an den gesamtsieg und so konnte er heute ein paar kräfte sparen...... die leistung von armstrong ist kein vergleich wert!
Ich weiß nicht. Im Valverde hät ich es schon zugetraut de Armstrong sogar noch zu Attackieren. Aber es wäre schwer geworden. De Armstrong ist schon überragend.
Xtream hat geschrieben:ich sag nur "roberto heras"... letztes jahr klettert der noch mit armstrong jeden berg hoch und dieses jahr :?:

na ja soll sich jeder seine eigenen gedanken zu "dem thema" machen!
Ist mir auch schon aufgefallen.
Nuno hat geschrieben:Valferde - nächstes jahr Favorit für's gelben Trikot oder ist dass noch zu früh?
Seh ich auch so. Leider wird er es dieses Jahr nicht packen. Kommt zu früh und er hat leider auch schon 3:16 Minuten Rückstand.
McMaf hat geschrieben:Das ist irgendwie ernüchternd wenn man sich bewusst wird, dass es ja im Prinzip einen geben müsste der besser ist.
Würd ich nicht ganz so sagen. Man muss auch sehen das neue Junge Leute wie z.B Valverde, Basso usw. stärker werden. Und de Armstrong wird ja auch nicht jünger.



P.S.: Würd mir wünschen das sich Telekom mal en bissel mit den spanischen Teams zusammentut. Und se de Armstrong mal angreifen würden. Wird zwar net passieren. Aber wünschen kann man sichs ja mal. :D
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McMaf
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Beitrag von McMaf »

Tja so ein bissl ist da ja jetzt schon eingetroffen. :D
Vinokourov und Botero können die Schmach von gestern wohl nicht auf sich sitzen lassen und sind jetzt voll auf Attacke. Mit in der Gruppe der gestrige vierte Mancebo der bis zum Schluss bei armstrong war. Das kann also spannend werden heute.
Ich finde auch gut dass die Topleute auch mal jetzt im frühen etappenverlauf versuchen zu attackieren. Sonst ist das ja immer so beim letzten Anstieg. Vielleicht mal ne neue Taktik. Im Kampf gegen Armstrong muss man halt mal alles ausprobieren!
Bertramo
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Beitrag von Bertramo »

McMaf hat geschrieben:Im Kampf gegen Armstrong muss man halt mal alles ausprobieren!
Genau
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taunussi
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Beitrag von taunussi »

Und offensichtlich war diese Taktik ja auch erfolgreich. Und für die T-Mobile-Fans wieder einmal ein Sieg. Wenn es so weiter ginge, wäre für Armstrong nicht so toll...
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Beitrag von jul »

taunussi hat geschrieben:Und offensichtlich war diese Taktik ja auch erfolgreich. Und für die T-Mobile-Fans wieder einmal ein Sieg. Wenn es so weiter ginge, wäre für Armstrong nicht so toll...
Hätte Winokourow eine Chance auf das Gelbe Trikot gehabt (oder zumindest knapp an Armstrong ran zu kommen), dann hätte er die Alleinfahrt aber sicher nicht durchgebracht, das Team Discovery hatte wohl noch ziemlich große Reserven, wenn man sich anschaut, wie die am Schluss noch gesprintet sind....
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Mad Banana
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Beitrag von Mad Banana »

Nicht nur, dass die am Schluss noch gesprintet sind... Armstrong hatte am Galibier noch 3 - 4 Helfer dabei. Ist schon eine gewaltige Leistung, die das Discovery Team da gezeigt hat.
Trotzdem freue ich mich für Vino, dass er diesen Sieg feiern konnte! Er ist und bleibt ein Top-Fahrer, der nichts unversucht lässt und einen grossen Siegeswillen zeigt. Zwar hätte ich auch Botero den Sieg gegönnt, aber Vino war im Sprint wohl einfach besser. Sein Rad hat er ja beinahe auseinandergenommen so kräftig hat er daran gerissen ;-)

Schade, dass Jens Voigt nach Kontrollschluss im Ziel angekommen ist! Aber so sind nunmal die Regeln, auch letztes Jahr gabs ja den einen oder anderen Fahrer, den dieses Schicksal zuteil wurde. Immerhin hat Voigt sich wieder einmal von der besten Seite gezeigt und dem Team CSC einen grossen Erfolg gesichert. Mal sehen was Basso in den nächsten Tagen so zeigt...
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Downhill
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Beitrag von Downhill »

Mittendrin statt nur dabei:
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Stefan
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Beitrag von Stefan »

die heutige etappe dürfte wohl alle noch offenen fragen (ausnahme: grünes trikot) geklärt haben. bravo schurl totschnig, bravo armstrong und bravo französischer regisseur, der uns den abreißen-lass-moment des herrn ullrich erspart hat. :brav!:
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McMaf
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Beitrag von McMaf »

:respekt: für Georg Totschnig, der ist heute ein super Rennen gefahren. Damit hat er den ersten Gerolsteiner Toursieg herausgefahren und seit langem auch mal wieder einen Sieg für die Österreicher erreicht.
Wirklich toll.
Ulle hat heut mal wieder gezeigt dass er die Grundspeed im Prinzip hat, nur wenn es wirklich schnell wird, einfach nicht mehr mitgehen kann.
Ich denke bei Ullrich müsste man sich mit dem Podest zufrieden geben können.
Ich behaupte mal sein eigentlicher Fluch ist nicht sein Pech das er ab und zu hat, sondern es ist der Toursieg von 1997, der die Erwartungen der Menschen zu hoch treibt.
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Stefan
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Beitrag von Stefan »

da ist er schon selber schön dran schuld, der Ulle.

Ein Paar O-Töne aus dem Trainingslager auf Mallorca im Januar:

"Jeder will, dass Lance noch einmal die Tour fährt. Um ihn endlich mal zu besiegen. Er ist einfach der dominierende Fahrer mit einer superstarken Mannschaft."

"Ich versuche es jedes Jahr aufs Neue, aber die Chancen werden weniger."

"Die Jahre, die ich jetzt noch habe, will ich nicht mehr so lax rumradeln - ich will noch einen draufsetzen. Ich merke auch, dass ich älter werde."

Totschnigs Tagessieg war übrigens der erste eines Österreichers seit.... 1931!
Damals hat Max Bulla drei Etappen gewonnen.

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taunussi
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Beitrag von taunussi »

Tja, dann dürfte ja schon (fast) alles klar sein. Die Fronten sind geklärt. Ullrich konnte die Erwartungen der Massen nicht ganz erfüllen. Aber ganz ehrlich: schlecht ist der Ulle doch wirklich nicht gefahren, und nun der 4. Gesamtrang... nun sollte einfach akzeptiert werden, daß ein Podiumsplatz das Ziel sein sollte.
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Downhill
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Beitrag von Downhill »

McMaf hat geschrieben:Ulle hat heut mal wieder gezeigt dass er die Grundspeed im Prinzip hat, nur wenn es wirklich schnell wird, einfach nicht mehr mitgehen kann.
Was heißt da "nicht mehr mitgehen"? Waren gerade mal zwei Fahrer, die am Schluß ein wenig schneller fuhren (Totschnig gilt in dem Vergleich nicht, der hatte ja schon vorher Vorsprung aufgebaut).

Jedenfalls war das heute eine hochspannende Etappe, und eine klasse Vorstellung von T-Mobile und Gerolsteiner. Hat Spaß gemacht zuzuschauen! Ich jedenfalls freu mich schon auf morgen!
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Beitrag von Bertramo »

Und man muss sagen das de Ulle heute wieder angegriffen hat. Von wegen er greift nie an.
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Beitrag von k2k »

Ullrichs Problem ist, daß es schlicht und einfach einen gibt, der besser ist als er. Und trotzdem versucht er es immer wieder und wieder, Armstrong zu besiegen, gibt nicht auf und macht immer weiter. Das ist sicher nicht einfach bei dem was da von außen ständig auf ihn eingeprügelt wird. Ich halte das sowieso für verrückt, ganz Deutschland (vor allem in Form von der Bild-Zeitung, aber alle anderen drucken das dann meistens nach) regt sich auf wenn er im Frühjahr ein halbes Gramm zuviel hat, jeder kritisiert an der Vorbereitung herum und weiß alles besser.
Bestes Beispiel ist doch die Berichterstattung im Vorfeld der diesjährigen Tour: Diverse Medien stilisieren Vinokourov zum Ersatz-Kapitän hoch, der schon bereit steht falls Ullrich schwächelt - und was ist? Der Hochgelobte bricht ein sobald es zum ersten mal in den Alpen richtig ernst wird*, die Meinungen aller so genannten Experten sind widerlegt.
Sorry, aber mich nervt das ziemlich. Meiner Meinung nach fährt Ullrich bisher eine sehr ordentliche Tour, er hat alles versucht aber Armstrong ist halt besser. Deswegen sollte man endlich mal seine Leistung anerkennen statt ständig an ihm herum zu kritisieren.

k2k,
der immer noch das Ausscheiden von Jens Voigt bedauert, sich heute aber sehr mit Totschnig gefreut hat...


* Vinokourov ist ein super Fahrer, die Bemerkung geht nicht gegen ihn!
Zuletzt geändert von k2k am 16.07.2005 - 21:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Downhill »

Volle Zustimmung @ k2k.

Übrigens hat "Vino" heute einen klasse Kampf abgeliefert. Mehrfach aufholen müssen und trotzdem immer wieder Angriffsversuche gestartet. . Ganz großer Sport, was da heute von den Fahrern geboten wurde.

Daß Ullrich dennoch der Kapitän bleibt ist schon deshalt außer Frage, da er in der Gesamtwertung als 4. der beste seines Teams ist. Überhaupt ist T-Mobile eigentlich total gut in der Wertung: gleich drei Fahrer unter den besten Zehn, jetzt führend in der Teamwertung...
Gerolsteiner als zweite deutsche Mannschaft steht doch auch gut da, in der Gesamtwertung Plätze 5 und 14, heute ein Tagessieg auf einer schweren Bergetappe...
Ein weiterer Deutscher, Jörg Jaksche, ist derzeit Elfter...

Also wer damit nicht zufrieden ist?!?
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k2k
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Beitrag von k2k »

Übrigens, ein sehr interessantes Interview mit Jens Voigt gabs bei sueddeutsche.de: http://www.sueddeutsche.de/sport/archiv ... ticle.html
Interview

"Nee, nee, den Gefallen tue ich euch nicht"

Der ausgeschiedene deutsche Radprofi Jens Voigt über Adrenalin, Schüttelfrost und Geier auf dem Fernsehmotorrad.
Von Andreas Burkert

Nachdem Jens Voigt, 33, am Mittwochabend im Quartier seiner Mannschaft CSC angekommen war, legte er sich gleich schlafen. Er war am Ende. Trotz einer fiebrigen Erkältung hatte der Berliner die schwere Alpenetappe über den Galibier mit einer guten Dreiviertelstunde Rückstand auf den Sieger beendet, doch am Ende fehlten ihm 41 Sekunden – er hatte das Zeitlimit überschritten und wurde von der Jury ausgeschlossen. Einen Tag zuvor hatte er noch das Gelbe Trikot getragen. Am Donnerstag ist Jens Voigt nach Hause geflogen, zuvor erzählte er von seiner einsamen Bergfahrt ohne Happyend.

SZ: Herr Voigt, dürfen wir Ihnen ausnahmsweise diese dämliche Frage stellen: Wie geht es Ihnen?

Voigt: Ich bin natürlich kaputt und auch enttäuscht, weil es so knapp war, ich habe ja den ganzen Tag gekämpft und immer an meine kleine Chance geglaubt. Jetzt bin ich doch sehr traurig.

SZ: Sie waren krank.

Voigt: Ja, der Doktor redet von einer Lungeninfektion, ich habe üblen Husten und muss Antibiotika nehmen. Das fing schon am Ruhetag an, aber da wollte ich das wohl noch nicht wahr haben und habe es verdrängt. Weil ich ja das Gelbe Trikot hatte und gerne in der Tour bleiben wollte. Ich war noch voller Adrenalin, man ist glücklich, da merkt man so was erst nicht. Doch im Training habe ich es schon nach drei Kilometern gemerkt, denn selbst Bjarne (CSC-Teamchef Riis/41; d.Red.) hat mich fast abgehängt.

SZ: Schon am Dienstag, als Sie in Gelb fuhren, hatten Sie Probleme.

Voigt: Die Strecke war zwar zunächst flach, doch es ging schon nach fünf Kilometern nicht mehr so, wie ich wollte. Weil ich aber das Trikot hatte, habe ich mir so die Kante gegeben, dass ich wohl übers Limit gegangen bin. Ich war ja zwei Stunden nach dem Rennen gar nicht ansprechbar, habe irgendwie zusammenhanglos geredet. Nachts hatte ich 40 Grad Fieber und Schüttelfrost, sie wollten mich am Mittwoch erst gar nicht starten lassen.

SZ: Haben Sie sich am Dienstag doppelt unwohl gefühlt, weil Sie als Mann in Gelb so weit hinten fuhren?

Voigt: Nicht wirklich, ich war so kaputt, dass ich gar nichts mehr denken konnte. Du bist dann in einem Tunnel, du hörst zwar noch die Leute brüllen: „Oh, le Maillot Jaune!“ Weil sie dich ja auch besonders lange sehen, denn du fährst sehr langsam. Die deutschen Fans waren allerdings sehr positiv, sie haben mich angefeuert und sogar angeschoben. Die waren ganz euphorisch.

SZ: Zum Galibier sind Sie am Mittwoch dann ganz alleine hoch gefahren. Wie haben Sie diesen Kampf erlebt?

Voigt: Du hast halt Schmerzen überall, im Rücken, die Beine tun weh, und du hast einfach diese Leere, im Körper und im Kopf. Trotzdem gibst du alles, das ist schon verrückt. Man hat Gefühle der Hoffnungslosigkeit und der Verzweiflung in sich, denn alles hatte ja gegen mich gesprochen.

Ich hatte meinen sportlichen Leiter Kim Andersen im Auto hinter mir, und er hat mir immer gesagt: ,Jens, es wird ganz knapp, du musst jetzt wirklich schnell fahren!’ Denn als ich auf dem Galibier über die Bergwertung gefahren bin, waren die ja unten schon im Ziel! Also hatte ich 40 Kilometer Rückstand und hätte alles mit 60 km/h fahren müssen oder schneller, um im Zeitlimit zu bleiben.

SZ: Am Ende haben Ihnen nur 41 Sekunden gefehlt. Ist so etwas gerecht?

Voigt: Leider sind die Regeln so. Sicherlich könnte man den einen oder anderen Grund finden für einen Einspruch, denn die Strecke war nicht mehr perfekt abgesperrt, mir sind welche vors Rad gelaufen, und es hat geregnet. Aber das funktioniert hier eben nicht, und wenn ich tatsächlich im Rennen geblieben wäre, hätte ich sowieso nicht mehr attackieren dürfen. Denn durch einen Einspruch im Rennen bleiben und dann auf Etappensiege gehen? Nee, das geht nicht. Das würde ich auch nicht wollen. Ich muss mich damit abfinden.

SZ: Fühlen Sie sich jetzt besiegt vom mythischen Galibier?

Voigt: Nee, ich habe mich selber erledigt, meine Krankheit, und die Leere meines Körpers.

SZ: Trotzdem sind Sie ins Ziel gefahren. Wäre es nicht gesünder gewesen abzusteigen?

Voigt: Ich war ein paar Mal kurz davor, aber dann kam dieses Fernsehmotorrad zu mir. Da dachte ich: ,Nee, nee, den Gefallen tue ich euch nicht.’ Die kamen mir vor wie Geier, die über mir kreisen. Du magst als Rennfahrer nicht abgehängt sein, und wenn es dann doch passiert, möchtest du es nicht auch noch öffentlich dokumentiert haben. Das ist, als ob Sie von Ihrem Chef zusammengepfiffen werden, und das wird dann mit der Fernsehkamera aufgenommen und der gesamten Belegschaft vorgeführt. Wie würden Sie sich dabei fühlen?

SZ: Vermutlich nicht sehr gut.

Voigt: Eben, so geht es uns auch, wir haben ein besonderes Selbstwertgefühl und einen hohen Anspruch an uns selbst. Das mit dem Zeitlimit ist mir auch noch nie passiert, ich bin ja ein halbwegs guter Fahrer. Nur im Jahr 2003 habe die Tour wegen Magenkrämpfen mal aufgegeben müssen, da waren auch noch meine Eltern im Ziel in Toulose – und sie haben sich dann auch gleich angesteckt bei meiner Lebensmittelvergiftung.

SZ: Kann man sagen, dass das Gelbe Trikot in Ihrem Gepäck die Enttäuschung aufwiegt?

Voigt: Ja, das tut es, und viele sagen mir jetzt auch: ,Jens, ist doch egal, du hattest doch einen Tag das Trikot.’ Es ist auch schön, wenn man sein Ziel erfüllt hat, doch trotzdem wäre ich lieber dabei geblieben, denn wir haben Ivan Basso auf dem dritten Platz und führen in der Mannschaftswertung. Deshalb ist es schon schade, dass man nicht mehr mithelfen kann.

SZ: Würden Sie demnach das Trikot eintauschen gegen die Erlaubnis zur Weiterfahrt?

Voigt: Puh, das ist eine schwere Frage. Aber ich denke fast: ja. Denn die Mannschaft könnte mich gebrauchen. Und ich hatte ja noch andere Pläne, am Freitag oder im Zentralmassiv wollte ich eigentlich noch mal attackieren und versuchen, die Etappe zu gewinnen.

SZ: Wenigstens sind Sie am Mittwoch nicht der Letzte gewesen, sondern fast zwei Minuten schneller als der Belgier Kevin Hulsmans.

Voigt: Ich habe ihn gesehen, man kann von auf diesem Berg aus ja so wunderschön weit schauen. Und vermutlich wäre ich im Rennen geblieben, wenn der nicht hinter mir gewesen wäre, sondern der Besenwagen. Dann hätten sie gesagt: Komm’, lassen wir den. Aber so hätten schon zwei Fahrer drinnen bleiben müssen, und da Kevin Hulsmans ein wichtiger Mann für Tom Boonen ist (der verletzte Belgier im Grünen Trikot trat jedoch gestern nicht mehr an; d.Red.), wäre auch das nicht fair gewesen.

SZ: Gnade gibt es also bei der Tour nicht?

Voigt: Nee, so richtig nicht.
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Beitrag von taunussi »

Unheimlich sympathisch und ehrlich, der Jens Voigt. Und als Rennfahrer kein Langeweiler, sondern immer auf Attacken aus. Schade, daß er nicht mehr dabei ist, der hätte das Rennen bestimmt bereichert. Nun müssen wir mit Armstrong-Attacken Vorlieb nehmen... :wink:
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Tja, das war's dann wohl mit dem Toursieg für Ulle. Gekämpft hat er, aber er war einfach platt. Ob es zum Podiumsplatz noch reicht?
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Beitrag von McMaf »

Wird schwer. Wie ist der Rassmussen denn im Zeitfahren so einzuschätzen?

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