scratch hat geschrieben: 22.05.2020 - 19:12
Wieso Sonderrechte, durften ausschließlich Kirchen öffnen und sonst nichts? Was/wer ein gewisser Schiessler ist, weiß ich nicht.
Wenn die Kirchen zu Ostern (was ihr größtes Fest ist!) Ausnahmegenehmigungen bekommen hätten, dann würde ich Entsetzung ja verstehen. Hatten sie aber nicht und alle sind brav zu Hause geblieben, was für viele auch schlimm war (auch wenn wir uns das nicht vorstellen können).
Es wurde erst nach Ostern, als die Infektionszahlen langsam besser wurden, geschaut, wo welche Gefahren ausgehen, wenn man wieder öffnet und unter welchen Umständen geöffnet werden kann. Und da gehörten die Kirchen offensichtlich zu denjenigen, die man unter gewissen Umständen aufsperren hat lassen können.
Für mich ist es zumindest nachvollziehbar, dass so eh schlecht besuchte Orte, die dann wirksame Maßnahmen leicht umsetzen können, auch wieder zugänglich gemacht werden. Spielplätze wurden ja auch wieder alle aufgemacht, obwohl da mit Sicherheit nicht so strikt vergangen wird/werden kann.
Welche "Betriebe" du jetzt für das "Seelenheil" meinst, die nicht öffnen dürfen, weiß ich nicht.
Ich schrieb auch, dass es durchaus Ungerechtigkeiten geben kann, was aber oft im ganzen betrachtet nicht so einfach ist, als einzelne Fälle. Kirchen sind eben landesweit ziemlich gleich, was Besucherzahlen, Möblierung, Handlungen betrifft. Aufgrund der Schutzkonzepte ist es auch verständlich, dass sie dann wieder öffnen haben dürfen.
Und das sollten für mich auch alle Einrichtungen, bei denen genauso eine geringe Gefahr von Ansteckungen ausgeht. Eine Disco z.B. wird meiner Meinung nach zurecht noch geschlossen bleiben. Auch Konzerte, auf die ich immer wieder gerne gehe und auch im April gerne gegangen wäre, sind auch noch zurecht untersagt. Zumindest ist es bei uns in D so.
Bergbahnen sind ja durchaus ziemlich unterschiedlich. Da gibt es alles mögliche an Bahnen. Wenn dann noch verschiedene Zuständigkeiten dazu kommen, dann ist das Chaos eben perfekt. Ein Schutzkonzept, was für eine Bahn eines Ortes funktionieren mag, kann im gleichen Ort bei einer anderen Bahn möglicherweise nicht so funktionieren. Ein "Imageschaden" ist bei Bergbahnen mit Sicherheit auch größer, als es bei Kirchen der Fall wäre, falls es doch zu Ansteckungen kommen sollte. Ich hab ehrlich gesagt auch keine Ahnung, welche Überlegungen noch alles gemacht wurden, um so zu entscheiden, wie entschieden wurde.
Man will eben schrittweise wieder zum gewohnten Alltag zurück kehren, was ja auch verständlich ist. Ob jetzt Kirchen eine besonders gute Lobby oder Sonderrechte haben und deshalb priorisiert wurden, entzieht sich meiner Kenntnis. Für mich scheint es nicht so zu sein, was aber nichts heißt. Aber damit würde ich es gerne zumindest in diesem Thema belassen, weil es doch hier im Prinzip nur um die Zukunft der Bergbahnen an sich geht.