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Wanderung am Horn-Gipfel-Höhenweg auf dem Kitzbüheler Horn 14.08.2019
Heute stand also die anspruchsvolle Gipfelwanderung am Kitzbüheler Horn an. Nach der Auffahrt mit der Hornbahn I und der Gipfelbahn starteten wir die Wanderung gegen den Uhrzeigersinn. Zunächst ging es am Grat abwärts in Richtung Osten zur Hofer Schneid (1697m). Dort gab es dann einen Richtungswechsel und wir liefen westwärts am Nordhang entlang, bis wir etwas oberhalb der Bergstation der Harschbichlbahn aus St. Johann ankamen. Hier begann dann der große Anstieg (in Richtung Süden) steil bergauf in etlichen, schmalen Kehren. Am Ende des ausgesetzten Weges passierten wir ein kleines Felsportal, ehe wir die letzten 250 Meter auf dem großen Weg wieder zurück zur Gipfelbahn zurücklegten.
Wetter
Das Wetter war wechselhaft mit einzelnen Sonnenmomenten. Hin und wieder gab es ein paar Nieseltropfen. Die Temperaturen lagen bei max. 20°C, aber durch den Wind im Gipfelbereich war es teilweise recht frisch, sodass man eine Jacke vertragen konnte.
Tourdaten
6,3 Kilometer
480 Höhenmeter
2,25 Stunden Gehzeit
Positiv Anspruchsvolle Bergtour, die zu 97% auf kleinen Steigen verläuft Atemberaubende Landschaft mit tollem Panorama Kühles, angenehmes Wetter
Negativ Absolut nichts
Fazit
Diese Tour war bisher eine der schönsten Wanderungen, die ich je gemacht habe. Fast auschließlich auf schmalen Steigen durchstreift man die wunderschöne Landschaft und genießt schöne Tiefblicke. Besonders malerisch war es auf dem Nordhang des Kitzbüheler Horns, wo sogar die markanten Felsen mit einer dünnen, grünen Schicht überzogen waren. Das sah echt toll aus! Der steile Anstieg auf der Südflanke war ziemlich ausgesetzt und sollte nur mit Schwindelfreiheit begangen werden. Mit gut 6 Kilometern ist die Wanderung nun wirklich nicht lang, aber das war gerade richtig, da wir am selben Tag noch die Heimfahrt angetreten haben. Und auch generell muss es ja nicht immer so lang sein .
Bilder
Die Wanderung startet am Horngipfel. Im Bild zu sehen ist die ziemlich neue 10EUB Raintal.
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Aussicht nach Süden zum Alpenhaus und nach Jochberg, das im Tal liegt
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Auf einem kleinen Pfad geht es nun in Richtung Hofer Schneid. Rechts sieht man wieder die 10EUB Raintal sowie die tolle Bergwelt.
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Wegverlauf am Grat. Es war noch etwas schmierig, da es über Nacht geregnet hatte. Mit Stöcken aber kein Problem.
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Hinter den Wolken verbirgt sich der Wilde Kaiser. Rechts in der Sonne liegt die Bergstation der Harschbichlbahn.
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Noch ein letztes Mal der Blick nach Süden. Das sah aber wirklich toll aus mit den Wolken!
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Wir laufen weiter bergab, hinten sieht man einen kopfüber gestellten Baumstamm mit Wurzeln. Dort befindet sich die Hofer Schneid, also unser Wendepunkt.
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Das ist jetzt aber wirklich der letzte Ausblick nach Süden ;-) weils so schön war.
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Rückblick zum Kitzbüheler Horn und auf den Weg, den wir gekommen sind.
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Und an dieser Landschaft kann ich mich einfach nicht sattsehen!!! Links diese markanten Felsen, die mit einer hauchdünnen Grasschicht überzogen sind und weiter unten unser kleiner Steig, der am Hang entlang verläuft. Einfach ein Traum!
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Ein Rückblick, oben am Berg erkennt man wieder ganz klein den umgedrehten Baumstamm, wo wir hergekommen sind.
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Hier sind wir nun schon beim Aufstieg und erstmals lässt sich auch der Wilde Kaiser blicken, zumindest ein bisschen.
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Von hier hat man einen schönen Blick ins Brixental.
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Man erkennt den ziemlich ausgesetzten Weg und ich finde auch die Stimmung sehr interessant. Links noch Sonne mit blauem Himmel, und rechts dieser Kontrast mit der nahenden Schlechtwetterfront.
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Hier kommt die Steilheit auch nochmal ganz gut raus.
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Nun sind die Wolken reingezogen, was auch für schöne Stimmungen sorgt. Man sieht auch wieder den tollen Wegverlauf. Macht echt Spaß! (Das ist kein Bildfehler, sondern nur eine übermalte Person ;-))
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Da geht es gleich durch. Aber hier muss man echt aufpassen. Es ist ausgesetzt und durch den Nieselregen sehr glatt!
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Das Felsportal
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Als Abschluss gibt es noch ein Panorama in Richtung Pass Thurn. Schön war´s!
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Ich hoffe der Bericht vom Horn-Gipfel-Höhenweg hat Euch gefallen!
Viele Grüße,
be4ski
Skihuwer hat geschrieben: 10.07.2020 - 18:12
Ja genau, mit ÖPNV nach Garmisch, wollen so früh wie möglich los. Vielleicht ist es dann morgens noch nicht so voll.
Eibsee ist nur ein kurzer Aufenthalt geplant.
Corona ist so ne Sache, eigentlich hab ich's ja hinter mir, aber mit der Immunität bin ich mir nicht so sicher
Mal sehen, vielleicht dann direkt auf die Zugspitze und den Tag dort verbringen!
Die Wanderung zum Seebensee ist übrigens auch geplant, wie sieht da der Weg zur Coburger Hütte aus, einfach oder anspruchsvoller?
Der Weg von der Ehrwalder Alm zum Seebensee ist einfach auf teils breiten und schmalen, geschotterten Wegen. Die letzten Meter zum Seebensee kann man auch (wie wir es gemacht haben) parallel zum Schotterweg auf einem kleinen Pfad zurücklegen.
Der Weg zur Coburger Hütte und zum Drachensee hinauf ist ein geschotterter steiler Pfad mit vielen Kehren und Stufen. Er ist nicht gefährlich in dem Sinne, aber durch die Steilheit in Kombination mit der Sonne/Hitze schweißtreibend und man sollte schon Kondition mitbringen.
Natürlich besteht bei solchen Wegen auch immer die Gefahr, ins Rollen zu geraten. Aber es ist zwar ein steiler Hang, jedoch ist es nicht wirklich stark ausgesetzt.
Dein geplanter Tag klingt so aber gut und mit dem kürzeren Aufenthalt am Eibsee und dem frühen Start reicht die Zeit auch leicht aus!
Zum Horngipfel-Höhenweg hab ich ein paar ergänzende Bilder. Im Sommer 2018 bin in dem Bereich ziemlich oft unterwegs gewesen, weil ich mich für den Bau der Raintal-10-EUB interessiert habe. Oft auch abseits der Steige, wobei es immer wieder erstaunlich ist, wohin überall die weidenden Kühe hinkommen. Bei Nässe wäre das aber teilweise nicht so empfehlenswert gewesen, denn wenn man in der Botanik rumsteigt, dann wird das deutlich unangenehmer als auf den doch oft schottrigen angelegten Wegen. In den Kitzbüheler Alpen gibt es zahlreiche Gipfel, die bei Nässe richtig gefährlich sind, aber das ist ein anderes Thema.
Wenn man die Wahl hat, dann gefällt mir dieser Weg besser mit Start und Ziel bei der Harschbichl-Bergstation. Ist auch von der Liftkarte etwas billiger als die Berg- und Talfahrt zum Horngipfel. Bei der Harschbichl-Station gab es eine Info-Tafel mit diesem Übersichtsbild:
Den Verlauf des Jägersteigs sieht man vom Harschbichl perfekt:
Oben erinnert eine Marmortafel an den Wegbau vor jetzt 112 Jahren:
Vom Gipfelhaus geht es recht steil in den oberen Teil des Raintals; danach dann aber flacher nach Osten.
Im Juli 2018 war die jetzt blickfüllende Bergstation der Raintal-EUB noch im Bau:
Der von Dir erwähnte Platz mit dem Baumstrunk als Dekoration ist ein bei Mensch und Vieh beliebter Treff- und Aussichtspunkt mit einem eindrucksvollen Blick auf die Loferer Steinberge:
Talabfahrer hat geschrieben: 14.07.2020 - 20:37
In den Kitzbüheler Alpen gibt es zahlreiche Gipfel, die bei Nässe richtig gefährlich sind, aber das ist ein anderes Thema.
Das ist wohl wahr. Sobald es feucht wird sind sie nicht mehr ungefährlicher als hochalpine Gebirgsregionen.
Wenn man die Wahl hat, dann gefällt mir dieser Weg besser mit Start und Ziel bei der Harschbichl-Bergstation. Ist auch von der Liftkarte etwas billiger als die Berg- und Talfahrt zum Horngipfel.
Hat sicher beides seine Vor- und Nachteile. Der Preis war uns egal, da wir ohnehin die Kitzbüheler Alpen Sommer Card hatten, mit der wir an allen Bahnen in der Gegend unbegrenzt fahren durften.
Nach unserer Wanderung am Horn ging es sich daher auch noch spontan aus nach Ellmau zu fahren. Dort konnten wir so am späteren Nachmittag noch auf den Hartkaiser fahren, etwas essen und anschließend mit der Bahn wieder ins Tal gondeln. Das würde man sonst nie machen, wenn man alles extra zahlen müsste Und ist eine nette Abwechslung.
Der von Dir erwähnte Platz mit dem Baumstrunk als Dekoration ist ein bei Mensch und Vieh beliebter Treff- und Aussichtspunkt mit einem eindrucksvollen Blick auf die Loferer Steinberge:
Der Blick auf die Loferer war uns leider durch die Wolken verwehrt. Wie man auf die Idee kam diesen Baum da aufzustellen würde mich aber auch mal interessieren.
Oben erinnert eine Marmortafel an den Wegbau vor jetzt 112 Jahren:
Beeindruckend wie alt der Weg schon ist. Da fragt man sich, was der Grund war, dass dieser Weg dort damals so aufwändig angelegt wurde.
Wurde das doch sicher nicht aus Vergnügen für die Wanderer gemacht?