Hmm, interessante Frage. Ich glaube, der SL Windachferner wurde ursprünglich nur gebaut, um den Zugang zum Gaiskarferner zu verbessern. Zu der Zeit (1997) gab es ja weder die 8EUB Schaufeljoch, noch war ein Übergang am Fernauferner möglich.
Die Skigebietsgrenzen findest du hier (Stand: 1999, dürfte sich aber nicht viel geändert haben): Tiris.tirol.gv.at
Demnach wäre eine Verlängerung theoretisch sogar möglich. Allerdings könnte man den Lift dann nicht mehr als Alibi-Angebot im Sommer laufen lassen...
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
Hmm, auf dem Plan ist ne Bahn zur Hildesheimerhütte eingezeichnet. Das wär ja nicht mehr weit zum Gaiskar SL.
Wird zwar nur ne Transportbahn sein, aber immerhin wär also eine Seilbahn möglich. Wär allerdings nur ne Rote, eher ne Schwarze Piste möglich.
Verbindung Sölden: es gibt eine Skiplus-Tour durch Tirol (d.h. mit Liften rauf, evt. etwas zu Fuß, dann ins nächste Tal weit abfahren), die fährt vom Stubaier via Windachtal nach Sölden ab. Ich sags auch: technisch machbar, aber nicht erwünscht, das Windachtal ist eine schöne Oase der Ruhe zwischen zwei Polen des Massentourismus. Außerdem glaube ich nicht, dass es ideale Skihänge hergeben würde.
Windachferner: laut AV-Karte reicht der Gletscher immerhin bis 2900 m hinunter (alter Gletscherstand). D.h. etwas Spielraum nach unten wäre auch, und Spalten- oder gar Bruchzonen scheint es dort nicht zu geben. Seien wir froh, dass der Windachferner so erschlossen ist wie heute, der frühere Klein-SL Windachferner war ja echt nur eine bessere Verbindung zum Gaiskarferner. Heute hat man immerhin 90 Hm zum Fahren.
Habe es heute auch gerade gelesen und bin beeindruckt. Hätte nie gedacht, dass die tatsächlich über Gletschereis eine Schneileitung legen! Aber eine Verständnisfrage: läuft die Leitung nun bis zum Eisgrat im Fels und danach erst im Eis ein Stück, oder sind diese "Leitung über Eis" schon im unteren Steilhang, wo es ja am Saisonstart immer häufiger mit dem Schnee hapert?
Ich kann außerdem immer noch nicht glauben, dass die Abfahrt zur Talstation Gaiskar nicht möglich sein soll. Aber es ist die einzige mögliche Erklärung dafür, dass die DSB Pfaffengrat geschlossen ist. Selbst wenn die 5c Sonnenhang noch nicht ginge, könnte man ja die Leute vom Gaiskar zum Fernau rauf fahren lassen.
Ich bin mir da auch nicht ganz sicher. Das erste Bild zeigt ganz eindeutig den Bereich direkt neben der Station Eisgrat. Hier sind Leitungen verlegt und hier ist definitiv kein Gletschereis.
Auf den unteren Bildern sieht man aber recht gut, dass die Leitungen am linken Rand der Piste gelegt sind. Bin mir aber nicht sicher, ob der Gletscher überhaupt noch bis hier runtergeht. Als ich am 1. November 1989 dort war ging der Gletscher noch viel weiter runter. Damals noch bis zur Bergstation der DSB Gamsgarten. Hier hatte man damals (Rotald und Eisjoch gab es noch nicht) einen Zwischeneinstieg für den Doppelschlepper gemacht.
Mächtig interessant finde ich aber die Angabe zu den Speicherteichen. Der vorhandene Eissee faßt 20.000m³. Der neue Speicherteich "Gamsgarten" wird 60.000m³ fassen und ist damit 3x größer. Wo wird das Ding wohl hinkommen?
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
Vielleicht gibt es so etwas wie einen Hauptader (Aorta) und dann die Abzweigungen. Die Aorta könnte dann vom Gamsgarten zum Eisgrat verlaufen. Im Verlauf gibt es dann Abzweigungen, deren "Adern" dann auch über Gletschereis laufen.
Mehr will ich aber nicht spekulieren. Von dem Thema hab ich nämlich gar keine Ahnung.
Hier mal was allgmeines zu Aufbau einer Beschneiungsanlage: Es wird immer so gemacht das eine Hauptleitung verlegt wird und von dieser zweigen dann die einzelnen Stränge zu den Zapfstellen ab. Hierbei ist es egal ab diese Leitungen 2m oder 20m lang sind, nur der Durchmesser der Rohre der Verzweigungen ist kleiner als bei der Hauptleitung.
Wie siehts denn eigentlich aus??--Gibts denn überhaupt nichts Neues vom Stubaier Gletscher.
War nicht mal was von Fernau I im Gespräch?
Hoffe doch da tut sich bald mal was!!
Gibts denn überhaupt nichts Neues vom Stubaier Gletscher
Doch. Ausbau der Beschneiungsanlage, Vergrößerung des Speichersees (oder komplett neuer Speichersee?)...
Das Liftsystem ist IMHO ziemlich perfekt, spontan fällt mir nicht viel ein, was man dort verändern müsste.
Im Bezug auf die Pistenpräparierung hätte ich ein paar Verbesserungswünsche...
Danke, danke, danke Marius!!!
Das ist mit Abstand das positvste Posting, was ich seit meinem Start vor 2 1/2 Jahren hier im Alpinforum vom Stubaier Gletscher gelesen habe. Es gibt sie also doch, die Freunde des Stubaier Gletschers.
oli hat geschrieben:Danke, danke, danke Marius!!!
Das ist mit Abstand das positvste Posting, was ich seit meinem Start vor 2 1/2 Jahren hier im Alpinforum vom Stubaier Gletscher gelesen habe. Es gibt sie also doch, die Freunde des Stubaier Gletschers.
Naja, ganz so war's auch nicht, wir haben hier lange Zeit sehr positiv über den Stubaier diskutiert. Das Negativ-Image kam erst im Lauf der Zeit - ich meine so im Frühjahr '03 ging's los - und ist im übrigen ja auch nicht ganz unbegründet - nirgends sonst wurden auf so dreiste Weise die Pistenkilometer vervielfacht und zur Pistenpräparierung hab ich ja sogar Beweisfotos geliefert, bzw. selber beim Präparieren zugeschaut abends von der Hütte aus. Ansonsten: Ich hab nix gegen den Stubaier, nur gegen die Geschäftspolitik des Betreibers. Und dringend nötige Lift-Neubauten seh ich auch keine...
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
Und dringend nötige Lift-Neubauten seh ich auch keine...
Genau das wollte ich sagen. Wenn sich dort im Herbst wieder alle Kollegen die Beine in den Bauch stehen, werde ich eben wandern gehen und dann erst Skifahren, wenn richtig Schnee liegt und die Sonne wieder richtig scheint. Oder ich stell mich doch mit an, weil ich es sonst nicht mehr aushalte...
Marius hat geschrieben:Oder ich stell mich doch mit an, weil ich es sonst nicht mehr aushalte...
Ich habe dem Drang in diesem Herbst das erste Mal wiederstehen können. Und ich bin froh darüber. Ich würde dafür lieber noch mal Ende Mai oder sogar im Juni auf den Gletscher. Aber wenn dann im Stubai nur noch wenige Lifte laufen, verzichte ich dann doch.
@K2K
Du hast Recht - ganz so dramatisch, wie ich es oben dargestellt hatte, war es wirklich nicht. Aber es gab in dieser Phase kaum jemanden, der nur ein einziges gutes Haar am Stubaier gelassen hatte.
Und eine 3 Zubringerbahn bis zur Mittelsation fände ich als zweite Maßnahme dann auch keine schlechte Idee. Dann muß man morgens nicht mehr so lange anstehen.
Besser als einen dritten Zubringer fände ich einen Ersatz der 2Seilbahn durch eine neue 2S mit 3000 bis 3500 P/h. Am besten mit 15er Kabinen - wenn viel los ist müssen einige stehen, wenn wenig los ist können alle sitzen.
Fernau 1 als Sessellift (bei der Länge wäre eine KSB schön, ein SB würde aber auch reihen) wäre nett, aber kein muss.
Mir gefällt der Stubaier Gletscher wie er ist - fahr aber auch nicht im November am Wochenende da hin.
Das einzige was wünschenswert wäre - eine bessere Pistenpräparation.
Ich glaube aus einem Leitwolf kann man mehr herausholen, als die Fahrer es machen.
Also ich halte nen 3. Zubringer für Quatsch. In Spitzenzeiten würde die nur dafür sorgen, daß es dann halt Stau auf der Piste gibt. Und die restliche Zeit wäre die Bahn leer (oder die beiden anderen).
Ich würde auch einen der bestehenden Zubringer so ausbauen, daß man flexibel fahren kann, je nach Bedarf irgendwo zwischen 2500 und 3500 p/h. Das ginge mit ner neuen ZUB, oder mit ner 3S. Funitel könnte man auch bauen wegen mir. Jedenfalls was windstabiles, wie oft bin ich schon bei reduzierter Geschwindigkeit in der Gamsgartenbahn gesessen, weil's geblasen hat ohne Ende...
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
@k2k: Volle Zustimmung!
Mehr als die jetzigen 3900 (Gamsgartenbahn hat 2400?) p/h würde ich da nicht raufpumpen. Die Abfahrten 1 und 10 sind heute schon die leersten. Als wir im Dezember dort waren (also Hochsaison), haben wir an der Talstation nicht gewartet, man muss früh genug da sein.
Wenn es eines Tages einen weiteren Umbau der Eisgratbahn geben sollte, dann bitte mit Umsteigen an der Mittelstation (und etwas mehr Kap auf der 2. Sektion), dann haben Mittelstationsfahrer die gleichen Chancen. Habe schon oft geschrieben, dass ich es in der Früh und am Vormittag nervig finde, an der Mittelstation in volle Gondeln nicht einsteigen zu könenn und warten zu müssen.
Finde die 3900 P/h schon etwas niedrig bzw. eine 3000 P/h 2S würde die Probleme am frühen Vormittag im Tal entzerren. Cool wäre natürlich auch, wenn die 2SB Gamsgarten eine 4KSB wäre. Dann wäre auch das Wiedereinstiegsproblem an der Mittelstation gelöst.
Dem würde ich aber den Ausbau der Eisgratbahn vorziehen, weil sonst an Eisjoch/Rotadl noch mehr los sein wird als jetzt schon. Vor allem seit am Eisgrat auch die 8EUB losgeht.
IMHO wär allerdings eine Erweiterung irgendeiner Form, z.B. endlich mal das Projekt Daunscharte, wichtiger... es wird sonst einfach zu voll da oben.