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12.02 & 13.02.2023 | Sun Valley, ID | Promi-Alarm im Sonnental

Die Zeit ist reif, der Winter naht. Ich nutze den laufenden Einschub von Kaltluft aus Sektor Nordwest für die Beendigung meiner Sommerpause und einen ersten neuen Bericht über „Skifahren in Idaho!“

Soll ganz gut sein, wurde uns berichtet und deshalb entschieden wir uns für die Weiterführung unseres Trips nach Idaho, Montana und Wyoming anstelle der Resorts am Lake Tahoe, welche im Winter 2022/23 mit Schnee überladen wurden! Die Vielfalt der Resorts, unterschiedliche Gebirgsketten und schlussendlich auch die nahtlose Fortführung der Reise von den Rockies bis nach Seattle und später Kanada waren ausschlaggebend für diesen Entscheid. Sun Valley liegt in den Smoky Mountains nähe der Stadt Ketchum und hat zwei Skiberge. Einen Anfängerberg den Dollar Mountain und der Haupt-Skiberg, Bald Mountain. Letzter genannte zeichnet sich durch schön gleichmässige steile Pisten und eher wenig Wind aus, ein wirklich sehr ansprechender Skiberg. Die Ownership ist dieselbe wie in Snowbasin, UT und die machen einen hervorragenden Job!

Daten des Skigebiets / Mountain information:
Base Elevation: 5’750 ft (1’753 m)
Summit Elevation: 9’150 ft (2’789 m)
Vertical Rise: 3‘400 ft (1’036 m)
Anzahl Anlagen: 18
Anzahl Pisten: 121 (36% grün, 42% blau, 22% schwarz/black double diamond)
Durchschnittlicher kumulierter Schneefall pro Winterhalbjahr: 220 in (560 cm)
Kumulierter Schneefall im Winterhalbjahr 22/23: 262 in (665 cm)
Längste Abfahrt: Broadway, 3 miles (4.8 km)
Passzugehörigkeit: Mountain Collective / IKON
Tageskartenpreis am Tag der Besuche: USD 189

Pistenpläne:
Sun Valley Bald Mountain

Gefallen:
:top: Sehr abwechslungsreiches und viel anspruchsvolles Terrain, der Berg ist topographisch spannend und bietet viele gute mittelsteile bis steile und vor allem rasante Abfahrten
:top: Top-of-the-line Einrichtungen & Restaurants am Berg, Qualität wird grossgeschrieben wie in Snowbasin
:top: Local feeling & Promi-Action am Berg
:top: Der Berg ist sehr gut beschildert und die Pisten sowie sämtliche Einrichtungen sind alle vorbildlich, klar und verständlich angeschrieben
:top: Erheblich weniger Menschenmassen als in den US Rockies
:top: Sehr süsses kleines Städtchen mit vielen Restaurants, Läden und Verweilmöglichkeite
:top: sehr gute Möglichkeiten und Terrain für Familien und Anfänger, gute Trennung von den Fortgeschrittenen und Experten-Bereichen
:top: Grossartige Offpiste Möglichkeiten in den Bowls (bei entsprechendem Neuschnee)
:top: Mountain Collective Pass ;)

Nicht gefallen:
:flop: viel weniger Schneefall als in den Rockies, „Trockental“!
:flop: Keine wirklich bezahlbaren Unterkünfte vor Ort
:flop: wahres Expert-Terrain mit steilen Cliffs, Felsen etc. fehlt hier vollkommen (manche würden von Mittelgebirge sprechen)

Unsere Tipps:
Start und Parking unbedingt nicht im Haupt-Lot bei Ketchum sondern 10min weiterfahren zur Warm Springs Base: Parkieren direkt am Pistenrand, entspanntes Einsteigen und der perfekte Skigebietsteil zum Einfahren und zügiges Fahren am Vormittag.

Bilder und Eindrücke:

12.02.2023
Wir haben unsere Zelte in Hailey, das liegt rund 15 Minuten vor Ketchum, aufgeschlagen und fahren am Morgen nach einem Kaffee gemütlich weiter ins Tal hinein. Unseren Parkplatz finden wir nicht am River Run (erste Möglichkeit), sondern in Warm Springs, ca. 10 Minuten weiter hinten. Der Parkplatz liegt direkt an der Piste, ist gratis, etwas kleiner als im Dorf vorne, aber dennoch nie voll.
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Wenn du deine Familie erweiterst, dein Auto aber dasselbe bleibt…

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So muss Skigebietsübersicht. Grosser Plan plus sämtliche offenen und frisch präparierten Pisten. Chapeau!

Nach dem Pickup unserer beiden Mountain Collective Tagespässe starten wir im wahnsinnig tollen Warm Springs Teil des Skigebietes am Bald Mountain mit den beiden Sesselliften Challenger und Greyhawk auf absolut perfekten, St. Moritz liken Pisten. Die beiden Lifte werden auf die kommende Saison hin komplett ersetzt und der kürzere der beiden, der Greyhawk, erhält ein leicht angepasstes Trassee Arc Park, Greyhawk, Hemingway sind die Pisten to go - der lange Lift dauert über 10 Minuten und man macht bei einer Abfahrt rund 1000 Höhenmeter. So muss Skifahren! Keine Leute am Morgen in diesem Teil, dafür ist es eher schattig. Perfekt für den zweiten Einsatz des Slalom-Skies.
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Greyhawk

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Greyhawk von ganz oben

Auf einer der ersten Fahrten treffen wir einen einheimischen Navy Captain auf dem Sessel, welcher uns das Gebiet weiter zeigen möchte. Da sagen wir natürlich nicht nein, doch zuerst stoppen wir auf die besten Cookies in der Warm Springs Base Lodge, wie er uns verspricht.

Nach kleiner Stärkung inklusive Promi-Begrüssung durch Filmlegende und Regisseur Scott Glenn machen wir uns auf die andere Seite des Berges auf und fahren unter anderen von Upper College zur Lower College zu French Dip. Oder eine weitere Runde Frenchman zu Upper College zu Flying Squirrel zu Picabo Street zurück zur Warm Springs Lodge. Der „Mittelteil“ des Berges ist auch zu fortgeschrittenem Tageszeitpunkt noch allerbestens in Schuss. Absolute Spitzenpiste hier ist die Limelight. Eine grosse breite Schneise mit einigen Ziehwegen dazwischen, welche zum kurzen Anhalten und Innehalten animiert, und immer weiter geht es. Tiefschwarz, perfekt griffig und noch perfekter präpariert. Einfach Hammer!
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Die schwarze Limelight

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Carven im Arc Park oberhalb der Warm Springs Base. Ein wunderschöner kurzer gleichmässiger Carving-Abschnitt. Danke für den Tipp!

Im Teil des River Run Gondola hat es erwartungsgemäss einiges mehr Leute als im Rest des Gebietes, die Pisten hier sind vor allem im unteren Teil einfacher und uns gefällt daher die Region um die Warm Springs Base am besten. Daher die Pisten hier auch etwas härter, was auch der grösseren Sonneneinstrahlung geschuldet ist. Generell ist es heute kalt, dafür zeigt sich keine Wolke am Himmel. Morgen dann wollen wir die Seattle Ridge testen.
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Blick vom Top des Bald Mountain hinüber zur Seattle Ridge

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(Mein) bevorzugtes Parking beim Dinner im süssen Städtchen von Ketchum

Kleiner Celebrities-Exkurs: Sun Valley gilt als sehr exklusiver Skiort bei den US Promis und so sollen unter anderem Demi Moore, Tom Hanks, Bruce Willis und auch Arnold Schwarzenegger hier Häuser besitzen.

13.02.2023
Nach dem Super Bowl LVII vom Vorabend (alle Restaurants waren geschlossen und hatten private Partys, so landeten wir mit etwas Dosenbier und Pizza in unserem Motel im TV-Zimmer, welches wir dank eines Upgrades erhalten haben :D) lautete der Plan für den nächsten Tag gleich. Parking in Warm Springs, den neuen Freund treffen und „auffi“ aufn Berg. Heute wollte er uns den südöstlichen Teil des Resorts mit der Seattle Ridge zeigen. Schlechtwetter ist im Anmarsch, leichte Bewölkung am Morgen aber stets gute Sicht.
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Leider für die falschen ge-„tipt“ ;)

Wir starten daher mit dem langen Challenger Sessel und fahren über die Ridge. Gun Tower Lane zum Seattle Ridge Sessel wo wir sämtliche (grünen) Abfahrten an diesem Berg unter die Skier nehmen. Die Präparation ist wiederum erste Sahne, die Ausrichtung der Pisten sorgt hier ebenfalls für etwas längere schattige Verhältnisse, was der Schneequalität definitiv zu gute kommt. Die Runs sind nicht wirklich superlang, haben jedoch eine gute Länge zwischen Skifahren und Austauschen auf dem Sessel.

Nach der letzten Fahrt gings auf dem langen Broadway zum Broadway Sessel. Hier in den Trees soll es bei Neuschnee besonders „sick“ sein, meinte unser Begleiter! Insbesondere der Dezember sei einfach nur fantastisch gewesen, schwärmte er und zeigte auf die verschiedenen Runs unterhalb des Broadway 4ers. Wir wollten wieder zurück zur Warm Springs Base, wo heute die Hemingway perfekt präpariert war. So ging es abwechslungsweise auf die Hemingway, Greyhawk und Bricks Island wobei wir zwischendurch auch mal eine Fahrt ganz nach oben (Challenger Sessel) unternahmen und die Limelight Piste eingeschaltet haben.
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Blick vom Broadway Sessel in die genialen Powder-Bereiche. Bei Neuschnee müssen wir unbedingt mal herkommen/hier sein!

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Olympia zur River Run Base

Der weitere Plan für heute sah vor, dass wir am Nachmittag in Richtung Grand Targhee & Tetons fahren. Gut 4 Stunden Autofahrt unter anderem durch das wunderschöne Craters of the Moon National Monument & Preserve standen somit vor uns. Um 13.30 Uhr beendeten wir unseren Skitag, sagen Tschüss zu den neuen Freunden und machen uns auf den Weg. Immerhin ist die Niederschlagsfront noch nicht eingetroffen und wir können bei trockenen Verhältnissen durchfahren. Super!
Nächstes Ziel: Victor, ID.
 
Besten Dank. Tolle Bilder, Gebiet ist auf meiner bucket list.
Was ich auf meinen Nordamerika-Skireisen von den Leuten so rausgehört habe, gibt es in Sun Valley die besten Pisten.
Und das bestätigen deine Bilder und deine Eindrücke.
 
Sun Valley ist eines der wenigen bekannten Gebieten in den USA, das ich noch gar nicht besucht habe. Und dein Fazit entspricht so ziemlich dem was ich von meinen amerikanischen Freunden zu dem Gebiet höre: teuer, fancy, Promis und eher gemütliches Skifahren. Wirklich schlecht ist es aber trotzdem nicht. Übrigens gilt Sun Valley als der Erfindungsort des Sessellift, und der dritte Sessellift der je gebaut wurde sollte dort auch noch (in modernisierter) Form stehen. Allein das wäre ein Besuch wert. Dazu ist dieser Link recht schön, den ich glaube ich schon mal im Forum geteilt habe: https://www.smithsonianmag.com/innovation/how-railroad-engineer-from-nebraska-invented-worlds-first-ski-chairlift-180976878/

Auch liftblog hat zu dem Thema etwas interessantes zu sagen: https://liftblog.com/2015/09/14/the-worlds-first-chairlift-almost/
 
Danke für die nochmalige Verlinkung zum Erfindungsort des Sesselliftes. Hatte mich vor dem Besuch eingehend damit befasst und war wirklich sehr gespannt auf das Gebiet Sun Valley.

Darf definitiv bei einem deiner nächsten Besuch in den USA nicht fehlen. Tolles Gebiet, toller Vibe, wobei ich schon sagen muss, dass wir eher nicht gemütlich sondern gar ziemlich rassig unterwegs waren. Dies vor allem im Warm Springs Teil. Grosse Klasse!
 
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