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News am Grünten

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Re: News am Grünten

Beitrag von icedtea » 12.10.2019 - 23:49

RDG hat geschrieben:
12.10.2019 - 22:08
Korrekte Antwort. Hier prallen zwei Ansichten aufeinander: Befürworter ziehen den Vergleich zum Betrieb vor 2 Jahren, Kritiker ziehen den Vergleich zu den letzten 2 Wintern. Ergebnis? Massive Kontroversen. Geht es aber um die Aussage von Familie Hagenauer ("Projekt sei das beste für die Umwelt"), ist es schlussendlich egal was für ein Vergleich gezogen wird. Ein Abbau aller Anlagen wäre demnach in Kombination mit Lenkungskonzepten das beste für die Umwelt (den unrealistischen Fall der kompletten Ausgrenzung aller Nutzergruppen ausgeschlossen).
Zeigt ihr eine komplette Schliessung des Grünten so deutlich in eurer Kommunikation :?:
Eine auch NICHT irgendwie durch Aufstiegsanlagen (LSAP) gekennzeichnete Lösung mag ein anderes Bild (auch lokal) ergeben, als eine eventuelle Kompromisslösung :!:
Dann sagt bitte Grünten nicht für etwas anderes als Fußgänger :!:
Wo ich schon war:
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Re: News am Grünten

Beitrag von RDG » 13.10.2019 - 08:25

"Jetzt als Vergleich einen "Nullzustand" anzunehmen, nur weil die Lifte zwischendurch still standen, ist aber schon reichlich unfair. Wenn sonst ein Lift ersetzt werden muss, kommt doch auch niemand auf die Idee, den Skigebietssektor aus Umweltschutzgründen einfach stillzulegen.

Und es wäre wohl tatsächlich zu überlegen, wie viele Autos dann stattdessen bis hinter Oberstdorf fahren."

1. Es wird NICHT nur ein Lift ersetzt! Immer und immer wieder wird dieser Ausdruck benutzt und er stimmt einfach nicht. Es wird einen NEUEN Sommerbetrieb geben, es wird eine Erweiterung der Parkplätze geben, es wird einen neuen Schneiteich geben, etc.

2. Es ist nicht unfair, den Vergleich zum Stillstand zu ziehen. Die letzten beiden Jahre verdeutlichten massiv den Wandel im Outdoorbereich. Skitouren ist im kommen. Dies hat am Grünten großen Anklang gefunden, Lenkung nun eben erforderlich. Man kann doch nicht einfach diese Tendenz in den letzten beiden Jahren ausblenden? Das würde ich persönlich unfair finden.

3. Es kommt doch zu keinerlei Entzerrung des Verkehrs, nur weil am Grünten wieder Skifahren möglich ist. Diese Milchmädchenrechnung geht vielleicht nur auf, wenn die Touristenzahlen ab jetzt gleich bleiben würden. Es werden aber immer mehr. Ergebnis: beide Lokalbereiche sind ohne Verkehrswende überlastet. Darüber hinaus haben jetzt ja dieser Logik zufolge viele bereits den Weg an den Grünten gefunden, um dort auf Skitour zu gehen. Diese sind dann auch nicht nach Oberstdorf gefahren. Außerdem muss man ehrlich sein: wer glaubt denn bitte, dass der Grünten für Skiurlauber eine mehrtägige Alternative ist? Attraktiv für den Tagestouristen - ja. Aber diese will man ja eigentlich nicht bei der so oft zitierten Wertschöpfung. Schizophrenie?

Herzliche Grüße

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Re: News am Grünten

Beitrag von RDG » 13.10.2019 - 08:27

"Zeigt ihr eine komplette Schliessung des Grünten so deutlich in eurer Kommunikation :?:
Eine auch NICHT irgendwie durch Aufstiegsanlagen (LSAP) gekennzeichnete Lösung mag ein anderes Bild (auch lokal) ergeben, als eine eventuelle Kompromisslösung :!:
Dann sagt bitte Grünten nicht für etwas anderes als Fußgänger"

Bitte um erneute Erklärung. Was heißt LSAP? Wer sagt, dass wir eine komplette Schließung wollen? Oder ist damit die Schließung des Skibetriebs gemeint?
Was bedeutet der letzte Satz?

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Re: News am Grünten

Beitrag von ABCD » 13.10.2019 - 09:23

LSAP = Lost Area Ski Project, also stillgelegtes Skigebiet. Willkommen im Forum der Seilbahnfreaks und technokratischen Abkürzungen. Aber keine Angst, da kommt man schnell rein!

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Re: News am Grünten

Beitrag von Lord-of-Ski » 13.10.2019 - 10:38

Ist es eigentlich möglich in einer zweiten Ausbauphase die Kammeregg Lifte zu reaktivieren / ersetzen und mit anzuschließen?
Zuletzt geändert von Lord-of-Ski am 13.10.2019 - 10:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: News am Grünten

Beitrag von Petz » 13.10.2019 - 10:39

RDG hat geschrieben:
12.10.2019 - 22:34
Strom kommt von AÜW und ist ein 60/40 Mix. Ohne Studie und allem drumherum würde ich dennoch davon ausgehen, dass der Verzicht auf Skibetrieb und der Abbau aller Anlagen definitv einen deutlich geringeren CO2-Abdruck hinterlässt.
Am Grünten und Umgebung zweifellos aber ich denke man muß das überregional betrachten. Wenn die Stillegung dazu führt, daß potentielle Besucher in andere Gebiete zur Ausübung ihrer Hobbies fahren und dafür eventuell längere Anfahrten in Kauf nehmen, könnte unterm Strich sogar der gegenteiligen Effekt entstehen. Auch werden mehr Besucher in anderen Gebieten ja nicht Co2 - frei nach oben befördert sprich mehr transportierte Personen in anderen Gebieten lukrieren dort nicht nur einen höheren Anlagenenergieverbrauch sondern längerfristig auch kapazitätssteigernde und infrastrukturelle Maßnahmen.
Als große Ausnahme seien hier mal die Bergbahnen See im Paznaun erwähnt die über zwei eigene Wasserkraftwerke verfügen und trotz Komplettanlagenbetrieb und Beschneiung ihren Stromüberschuß der Tiwag verkaufen.

Zur Erklärung für RDG bez. LSAP ist auch dieser Alpinwikiartikel hilfreich:

https://wiki.alpinforum.com/index.php/LSAP

wobei es den "Stammvater" im Netz nach wie vor auch noch gibt... ;D

http://www.nelsap.org/
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Re: News am Grünten

Beitrag von RDG » 13.10.2019 - 13:27

Petz hat geschrieben:
13.10.2019 - 10:39
RDG hat geschrieben:
12.10.2019 - 22:34
Strom kommt von AÜW und ist ein 60/40 Mix. Ohne Studie und allem drumherum würde ich dennoch davon ausgehen, dass der Verzicht auf Skibetrieb und der Abbau aller Anlagen definitv einen deutlich geringeren CO2-Abdruck hinterlässt.
Am Grünten und Umgebung zweifellos aber ich denke man muß das überregional betrachten. Wenn die Stillegung dazu führt, daß potentielle Besucher in andere Gebiete zur Ausübung ihrer Hobbies fahren und dafür eventuell längere Anfahrten in Kauf nehmen, könnte unterm Strich sogar der gegenteiligen Effekt entstehen. Auch werden mehr Besucher in anderen Gebieten ja nicht Co2 - frei nach oben befördert sprich mehr transportierte Personen in anderen Gebieten lukrieren dort nicht nur einen höheren Anlagenenergieverbrauch sondern längerfristig auch kapazitätssteigernde und infrastrukturelle Maßnahmen.
Als große Ausnahme seien hier mal die Bergbahnen See im Paznaun erwähnt die über zwei eigene Wasserkraftwerke verfügen und trotz Komplettanlagenbetrieb und Beschneiung ihren Stromüberschuß der Tiwag verkaufen.

Zur Erklärung für RDG bez. LSAP ist auch dieser Alpinwikiartikel hilfreich:

https://wiki.alpinforum.com/index.php/LSAP

wobei es den "Stammvater" im Netz nach wie vor auch noch gibt... ;D

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Als Fazit kann man doch sagen: zuerst einmal schauen, wie ich die Besucher/Gäste auf Bus, Bahn & Co bringe, bevor ich einen weiteren Tagestouristenmagnet schaffe?

Ansonsten kann ich ja auch der Logik zufolge so argumentieren:

Die jetzt in hohem Maße am Grünten vorkommenden Skitourengänger und Wanderer, bleiben dann weg, wenn das Projekt realisiert wird. Diese fahren dann also auch wieder vlt. zu weiter entfernten Orten. Für mich erschließt sich also nicht der Sinn, hier von einer CO2 Einsparung zu sprechen.


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Re: News am Grünten

Beitrag von RDG » 13.10.2019 - 13:29

Was ich meine: der Tourengänger, der jetzt nicht mehr an Grünten fährt, geht woanders hin. Dorthin braucht er u.U. mehr Sprit, aber benutzt nach wie vor nicht eine Bergbahn. Der Wanderer, der sich bisher wohl am Grünten fühlte, fährt auf einmal bis ins Tamnheimer Tal o.ä. Sehr pauschal gedacht, aber kann man so vereinfacht denken?
Zuletzt geändert von RDG am 13.10.2019 - 13:41, insgesamt 1-mal geändert.

Jan Tenner
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Re: News am Grünten

Beitrag von Jan Tenner » 13.10.2019 - 13:35

Warum sollte der Skitourengeher zwangsläufig woanders hin müssen, nur weil (zusätzlich) Skibetrieb oder gar Sommerbetrieb (??) dazu kommt?
Es gibt Gebiete (gar nicht weit weg von Grünten), wo Ski(lift)-Betrieb und Skitourengeher durchaus in friedlicher Koexistenz existieren können.

Bei deiner Argumentation kommt es bei mir so rüber, als soll nicht der Grünten an sich gerettet werden (vor wem eigentlich?), sondern das Skitourengehen als alleinige Nutzungsform gerettet werden.

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Re: News am Grünten

Beitrag von RDG » 13.10.2019 - 13:46

Jan Tenner hat geschrieben:
13.10.2019 - 13:35
Warum sollte der Skitourengeher zwangsläufig woanders hin müssen, nur weil (zusätzlich) Skibetrieb oder gar Sommerbetrieb (??) dazu kommt?
Es gibt Gebiete (gar nicht weit weg von Grünten), wo Ski(lift)-Betrieb und Skitourengeher durchaus in friedlicher Koexistenz existieren können.

Bei deiner Argumentation kommt es bei mir so rüber, als soll nicht der Grünten an sich gerettet werden (vor wem eigentlich?), sondern das Skitourengehen als alleinige Nutzungsform gerettet werden.
Weil es Skitourengänger gibt, die nicht an einem Berg sein wollen, an dem durch einen Skibetrieb viel los ist?

Ebenso verhält es sich im Sommer - warum denn nicht einmal so wie am Gschwender Horn auf einen sanften Tourismus setzen, der ohne Bahnen auskommt?

Mit Sicherheit will ich betonen, dass es einfach auch mal gut ist, einen Berg zu renaturieren, sodass v.a. Nutzergruppen auch ein Angebot finden, bei dem sie nicht unter künstlichen Anlagen unterwegs sind.

Man kann als Kompromiss es sicherlich so sehen, dass einer Modernisierung der bestehenden Liftanlagen (und damit meine ich keinen Neubau von Gondel und 6er-Sessel) bei etwa gleichbleibender Beschneiungstechnik) denkbar wäre. Krux an der ganzen Sache? Es wäre wirtschaftlich nicht mehr rentabel, wo ja schon die Nachhaltigkeit ad absurdum geführt wird. Es benötigt also einen Sommerbetrieb inkl. Rollglider. Familie Hagenauer hat zu Beginn nicht mal im Traum daran gedacht, einen Winterbetrieb zu reaktivieren. Erst als klar wurde, dass die Gemeinde Rettenberg diesen als Voraussetzung sieht, gab man nach. Ein Betreiber, der weiß, dass er im Winter rote Zahlen schreiben wird, wird mit Sicherheit nicht all sein Herzblut in die Aufrechterhaltung von ebendiesem stecken. So geschehen auch am Alpsee. Warum also neue Fundamente, neue Stahlstützen, neue Drahtseile?

Vor was der Grünten gerettet werden muss? Vor dem ständigen Ausverkauf unserer Berge - so einfach ist das.
Wer Skywalks, Rollerglider, Baumwipfelpfade und Sommerrodelbahnen liebt, der ist sicherlich anderer Meinung, findet aber in naher Umgebung zig Alternativen.

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Re: News am Grünten

Beitrag von Jan Tenner » 13.10.2019 - 14:04

Dann danke ich für die Argumentationshilfe, persönlich doch eher für das Ausbau-Projekt zu sein.
Von User ABCD kamen einige interessante Gesichtspunkte, die einen sicherlich zum Nachdenken bringen.
Deine Argumentation aber lässt den Schluss nahe, dass es rein um persönliche Befindlichkeiten geht. ZB indem Skitourengeher die Berge exklusiv für sich haben wollen, weil sie Skifahren oder Rodeln doof finden.
Ich behaupte mal, dem Grünten wird es egal sein, ob er nun von Skitourengehern oder Skifahrern bevölkert wird.
Und das Argument, dass man den "ständigen Ausverkauf" der Berge unterbinden will, ist für mich angesichts der ca. 2% der Alpenfläche, die von künstlichen Anlagen bedeckt oder sonst wie modelliert sind, auch nicht überzeugend. Da gibt es weitaus wichtiger Fronten, an denen man kämpfen als einen weit in kultiviertes Land vorlagerten Berg, der darüberhinaus eh schon baulich erschlossen ist.

Ach so, wenn alle Ski- und Rodelliebhaber doch einfach woanders hinfahren sollen, warum fährst du dann nicht einfach zum Gschwender Horn?
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Re: News am Grünten

Beitrag von RDG » 13.10.2019 - 14:31

Jan Tenner hat geschrieben:
13.10.2019 - 14:04
Dann danke ich für die Argumentationshilfe, persönlich doch eher für das Ausbau-Projekt zu sein.
Von User ABCD kamen einige interessante Gesichtspunkte, die einen sicherlich zum Nachdenken bringen.
Deine Argumentation aber lässt den Schluss nahe, dass es rein um persönliche Befindlichkeiten geht. ZB indem Skitourengeher die Berge exklusiv für sich haben wollen, weil sie Skifahren oder Rodeln doof finden.
Ich behaupte mal, dem Grünten wird es egal sein, ob er nun von Skitourengehern oder Skifahrern bevölkert wird.
Und das Argument, dass man den "ständigen Ausverkauf" der Berge unterbinden will, ist für mich angesichts der ca. 2% der Alpenfläche, die von künstlichen Anlagen bedeckt oder sonst wie modelliert sind, auch nicht überzeugend. Da gibt es weitaus wichtiger Fronten, an denen man kämpfen als einen weit in kultiviertes Land vorlagerten Berg, der darüberhinaus eh schon baulich erschlossen ist.

Ach so, wenn alle Ski- und Rodelliebhaber doch einfach woanders hinfahren sollen, warum fährst du dann nicht einfach zum Gschwender Horn?
1. Ohne Projekt: kein Skifahren, allerdings auch keine weiteren massiven Eingriffe notwendig, dafür Skitourengehen, Schneeschuhwanderungen, Rodeln, Bergwandern, Klettern, MTB auf Teerstraße zur Grüntenhütte - ergo keine exklusive Nutzung nur für Tourengeher!


2. Um welche weiteren persönlichen Befindlichkeiten soll es mir noch gehen?

3. Dem Grünten (um in dieser Begrifflichkeit zu bleiben) wird es aber nicht egal sein, wenn weitere Lifttrassen, Beschneiungsanlagen, Schneiteiche, Sommerbespaßungsbahnen, etc. gebaut werden. V.a. dann nicht, wenn eine Lenkung auch ohne die soeben genannten Maßnahmen möglich ist.

4. Nur weil es wichtigere Themen ( die gibt es sicherlich) gibt, darf man sich als Einheimischer nicht stark machen für die Natur rund um den Grünten? Die rote Linie solte genau das zeigen: Scheitern des BergWeltprojekts als zukunftsweisende Signalwirkung : Schaffung von alternativen, ruhigeren? Bergerfahrungen.

5. Der Grünten ist sicherlich baulich bereits erschlossen - warum nicht genau diese Strukturen stärken und nutzen? Für eine sinnvolle und ökonomische Parkplatznutzung / für eine Besucherlenkung / für einen optimalen Vogelschutz / für Erlebnisse für Menschen mit Handicap / für eine Rensturierung von Wegen / für eine sanierte Hütte / für eine Einübung des Königssträßchens zur Vernetzung der Gemeinden / für Themenwanderwege, die zu einem mehrfachen Besuch anregen ist ein 30 Millionen Invest (10 Millionen vom Steuerzahler) NICHT notwendig.

6. Die Aussage zum Gschwender Horn disqualifiziert Sie hinsichtlich einer sachlichen Diskussion. Erstens kann man bereits jetzt am Grünten rodeln, zweitens kann mir keiner das Recht nehmen, für einen wirklich naturverträglichen Tourismus am Grünten einzustehen.

Warum wollen Sie unbedingt am Grünten wieder Skifahren? Inklusive aller Begleiterscheinungen wie Sommerbetrieb, etc.?

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Re: News am Grünten

Beitrag von Jan Tenner » 13.10.2019 - 14:53

Du kannst und sollst dich sehr gerne für eine Nutzung des Grüntens einsetzen, so wie du in die RDG-Initiative es für richtig haltet. Das meine ich ganz ehrlich und ironiefrei. Dir dazu das Recht abzusprechen, war absolut nicht meine Intention.

Aber wer mit seinem Anliegen in ein Forum wie hier geht, bekommt auch darauf auch Feedback. Und meins ist nunmal, dass du mit deiner Argumentation nicht überzeugst. Meine Prognose ist, dass du mit deiner Argumentation nur Leute erreichst, die ohnehin schon von vorne herein deiner Meinung sind, sich aber letztlich die Seite durchsetzt, die besser diejenigen überzeugt, die noch unentschieden sind.
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Re: News am Grünten

Beitrag von RDG » 13.10.2019 - 15:49

Und genau das ist das Ziel. Leute davon zu überzeugen, dass das Projekt bei weitem nicht so naturverträglich ist, wie es verkauft wird. Die bisherige Resonanz ist äußerst positiv. Dass man nicht alle überzeugen kann, ist mir auch klar. Ich wollte mich nur in diesem Forum zu Wort melden, weil diese Thema "Unwahrheiten" mir persönlich gegen den Strich geht. Entweder man informiert sich richtig auf beiden Seiten, und entscheidet dann, oder aber man hält sich zurück, wenn es darum geht, bestimmte Inhalte der Investoren einfach unreflektiert "nachzuplappern". Mir ist klar, dass es schwierig ist, die Skifahrgemeinde von einem Ablehnen des Projekts zu überzeugen. :)

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Re: News am Grünten

Beitrag von Jan Tenner » 13.10.2019 - 16:09

Mir ist klar, dass es schwierig ist, die Skifahrgemeinde von einem Ablehnen des Projekts zu überzeugen
Dir gelingt es jedenfalls nicht. Und wenn deine Argumentationsfähigkeiten denen der ganzen Bewegung entsprechen, sehe für diese auch schwarz...

Ein erster Kardinalfehler könnte schon sein, die "Skifahrgeinde" also als gesinnungshomogen in Bezug auf Umweltschutz anzusehen (nicht jeder Skifahrer befürwortet den ungehemmten Ausbau von Skigebieten!). Wenn man allerdings Front gegen das Skifahren am sich bezieht, bleibt man eher unter sich und überzeugt keinen. Genauso kommt das bei mir jedoch an.

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Re: News am Grünten

Beitrag von Seilbahnfreund » 13.10.2019 - 16:18

Am Nebelhorn wird der halbe Berg umgegraben für eine neue Bahn und neue Schanzen und keiner schreit laut auf, das Söllereck wird sich massiv in den nächsten Jahren verändern - großer Protest? Im Kleinwalsertal soll weiter ausgebaut werden - wo bleibt da der Aufschrei? Nach all diesen Maßnahmen wird die B19 so überlastet sein, dass man sie vierspurig bis Oberstdorf ausbauen muss/wird. Ein attraktiver Winterbetrieb am Grünten könnte etliche Gäste davon abhalten bis nach Oberstdorf und Co zu fahren. Immerhin war der Grünten in den 70ger und 80ger Jahren DER Skiberg im Allgäu. Viele hier aus dem Schwäbischen fuhren nach Rettenberg zum Skilaufen!
In der Region gibt es etliche aufgegebene Skigebiete für Tourengeher und Wanderer, außerdem hunderte Gipfel die noch nie Skigebiet waren wie z.B. das Wertacher Hörnle. Warum muss man dann so verbissen den Grünten retten?
Fahren schon über 30 Jahre nach Nesselwang, im Sommer und Winter. Dort findet man beides, ruhige Ecken und Fun. Alle kommen gut miteinander aus, warum soll das nicht auch am Grünten funktionieren?
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Re: News am Grünten

Beitrag von RDG » 13.10.2019 - 17:03

In Nesselwang kommen alle gut miteinander aus? Dieser Aussage stehen sicherlich einige Einheimische kritisch gegenüber. Auch hier ist der Verkehrsdruck immens. Darüber hinaus wird sich am Grünten deshalb so vehement gewehrt, weil die geografische Lage nicht für mehr für einen Skibetrieb spricht. Und nur weil an anderer Stelle nicht protestiert wird, darf man am Grünten nichts sagen?
Was bleibt unter dem Strich zu sagen - ÖPNV sollte unser erstes Problem sein, das angegangen wird.

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Re: News am Grünten

Beitrag von Xtream » 13.10.2019 - 17:43

öpnv wird gegenüber dem auto immer die zweite geige spielen.... das bequeme im leben sowie vor ort der eigene kofferraum in verbindung mit familie damit kannst du diesen ganzen aufgeblasenen öpnv e-bus wahn in keinster weise vergleichen! diese angebote werde immer nur bedingt angenommen und wenn dann von antikapitalisten welche die welt retten wollen! die mehrheit der menschen wollen das doch gar nicht und genau hier liegt das problem....

ich kauf mir nen hybrid toyota und hab was für die natur getan.... so kann man sich das dann in seiner seele zurechtlegen! in wahrheit müssten eigentlich sofort alle flugzeuge vom himmel geholt werden, kein auto dürfte mehr fahren und der strom muss auch abgestellt werden! dann werden zwar keine 190.000 autos am tag mehr produziert, bei boing laufen auch 50 flugzeuge im monat weniger vom band und in etlichen krankenhäusern würden viele menschen sterben die nur aus kosteninteressen noch am leben sind! all das hat nämlich mit naturverbundenheit auch rein gar nichts am hut.....

ABER

wer will das schon bzw können wir doch schon gar nicht mehr anders.... Der Mensch - Das LebeWesen - Ein Gewohnheitstier

der zug ist schon im mittelalter abgefahren als da welche auf die idee gekommen sind kirchen zu bauen und das LebeWesen zu beseelen.... glaube kann berge versetzen! und die anständig gläubigen versetzen dem berg dann mal nen neuen lift mit ner tecnoalpin beschneiungsanlage der neuesten generation... nennt sich dann eine symphonie der excellenz das ganze.... geiles marketing nach dem motto wenn dann die maschinen das wild verjagen dann klingt das nach orchester! juden sind sehr gläubig das macht sie stark aber das nur so am rande....

ja selbst einstein wusste die dummheit des menschen kennt keine grenzen!

was den grünten betrifft so ist das problem der wohlstand! wenn es einem zu gut geht dann muss man halt vögel schützen....

jeder sucht für sich die mitte.....diese nennt sich Gott! passiert etwas was uns aus der mitte bringt dann sagt man zu sich: Oh mein Gott

Mein Wort zu Sonntag! :wink:

P.S das projekt am grünten ist mit sicherheit nicht der untergang der menschheit, der hat schon viel früher begonnen!

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Re: News am Grünten

Beitrag von ABCD » 13.10.2019 - 19:10

Huiuiui, da kommen ja ganz neue Aspekte ins Spiel!

Vorneweg: Der Untergang der Menschheit ist der Grüntenausbau sicher nicht. Da geb ich dir recht. Aber es ist auch kein Schritt in die richtige Richtung. Und drum hoffe ich, das der Ausbau nicht so kommt wie geplant.

Ein paar Sachen noch:

Zum Thema "Kompromisslösung"

Die wird schwierig bis unmöglich, da die Hagenauers nicht wirklich etwas weglassen können. Skibetrieb würden sie zwar gerne lassen, dann bröckelt jedoch die Unterstützung in Rettenberg. Eine Event-Atraktion (Rollglider) muss auch sein, denn sonst kommt nicht die Masse, die den Ausbau refinanziert. Sie könnten also nur kosmetische Korrekturen anbieten, die die Gegenrseite so sicher nicht weit genug gehen, um zuzustimmen.

Zum Thema "Beim Schweizer gabs auch keinen Protest":

Das kommt immer wieder, auch hier jetzt mehrmals. Das lässt sich so aber nicht vergleichen, denn beim Wallimann war das Projekt sehr wage, Geld floss keins und spätestens ab den geplatzen Notarterminen war allen, die das vor Ort verfolgten, schnell klar: Das klappt nicht. Man konnte sich also genüßlich zurücklehnen und das Schauspiel begutachten. Jetzt sieht es anders aus: Die Pläne sind konkret, weshalb es jetzt auch den Widerstand aus der Bevölkerung gibt.

Zum Thema "am Nebelhorn wird auch gebaut...":

Ja, und niemand ist dagegen. Komischerweise kommt auch oft der Einwand (auch hier schon des öfteren), es handle sich bei den Gegnern um Fundamental-Ökos, die gegen alles sind. Ja was denn nun? Für mich zeigt es vielmehr zum einen, welchen Stellenwert der Grünten im Allgäu für viele Einheimische hat, und zum anderen, dass das Maß an Fun-Attraktionen etc. so langsam voll ist. Denn sowas gibts am Nebelhorn (wie auch am Ifen oder am Isler) nicht.

Das die Skifahrgemeinde homogen ist, wie RDG meinte, glaube ich auch nicht. Viele Ausbau-Projekte wurden hier schon durchaus kontrovers diskutiert, wobei die Tendenz schon immer eher zu "bauen" geht, selbst bei deutlich krasseren Projekten, wie der Pitztal-Sölden Verbindung.
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Re: News am Grünten

Beitrag von Theo » 13.10.2019 - 19:31

Wir bemängeln, dass bis zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Anträge vorliegen, aus denen eine genaue Bemaßung ersichtlich ist.
Vorweg, ich muss dann einige Sachen noch nachlesen wenn ich Zeit habe. Vielleicht kommt dann noch das einte oder andere wo ich RTG ein bisschen berichtigen muss.
Du und deine Gesinnungsgenossen bemängeln also die derzeit noch fehlenden Baupläne? Das kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Es ist schön dass man mitdiskutieren will, aber den Ablauf der Projektschritte wo so ein Verfahren insgesamt hat sollte man dann doch auch respektieren und den Zeitaufwand wo die einzelnen Schritte benötigen sollte man auch einigermassen kennen.
Es sind erst wenige Monate seit der Übernahme vergangen und man muss jetzt zuerst einmal schauen was gewünscht ist und was im Bereich des möglichen ist. Sobald man das weis kann man Detailpläne machen.
Ich stelle sogar mal die Gegenfrage: Wie wäre eure Reaktion gewesen wenn eingabefertige Pläne präsentiert worden wären? Ich will es dir sagen. Eure Reaktion wäre genau anders rum gewesen und ihr hätte protestiert dass man fixfertige Pläne mache ohne vorher jemanden mit einzubeziehen.
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Re: News am Grünten

Beitrag von Bergfreund 122 » 13.10.2019 - 19:59

Ich finde es gut was die Familie Hagenbauer vor hat. :ja:
Wenn die geplante 10er Kabinen Bahn und der 6er Sessellift komme, muss es ja nicht immer bedeuten dass das Skigebiet gleich überlaufen wird.
Beispielsweiße wenn man sich das Tannheimertal anschaut.
Das Füssener Jöchle besitzt eine 8 Kabinenbahn, 6er Sessellift und die Doppelschlepplifte. Wie mir jeder sicherlich im Einheimisch bestätigen wird, ist das Tannheimertal nicht von Ski- Snowboardfahrern überlaufen und es gab sicherlich noch keine Staus bis Wertach.

Was ich damit ausdrücken möchte, ist wenn es heißt es wird eine Bahn moderniesirt müssen die Skigebiete nicht automatisch überlaufen sein.

Andererseits sind die Lift schon ziemlich alt. Eine "generalüberholung" kostet meist mehr als den Lift zu erneuern und ist wirtschaftlich sinnvoller.

Deshalb finde ich es unfair nur weil die Inhaber Pleite gegenagensind und die Lift 2 Jahre stillgestanden sind, jetzt einen so großen aufstand zu machen. :flop: :flop: :flop:
Ein perfekter Skitag sieht bei mir so aus:
!!!Hauptsache Skifahren!!! :D

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Re: News am Grünten

Beitrag von ABCD » 13.10.2019 - 20:32

Darum geht es ja nicht, der große Dorn im Auge der meißten ist der Sommerbetrieb (und da kalkulieren die Hagenauers mit 200.000 Gästen) samt Rollglider https://www.youtube.com/watch?v=yiUg5Wc ... e=youtu.be einfach mal anschauen. Das wird den Charakter des Berges einfach verändern! Im Winterbetrieb rechnen sie mit 70.000. Das wird eh nicht so überlaufen und kaum nennenswert Gewinn abwerfen, dient jedoch als Türöffner in Rettenberg.

Nur um nachzuvollziehen, warum da so ein Aufstand gemacht wird. Es hat ja Gründe, dass es diesen Aufstand nicht bei jedem Neubau/Modernisierung gibt.

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Re: News am Grünten

Beitrag von Skitobi » 13.10.2019 - 20:56

ABCD hat geschrieben:
13.10.2019 - 20:32
Darum geht es ja nicht, der große Dorn im Auge der meißten ist der Sommerbetrieb (und da kalkulieren die Hagenauers mit 200.000 Gästen) samt Rollglider https://www.youtube.com/watch?v=yiUg5Wc ... e=youtu.be einfach mal anschauen. Das wird den Charakter des Berges einfach verändern! Im Winterbetrieb rechnen sie mit 70.000. Das wird eh nicht so überlaufen und kaum nennenswert Gewinn abwerfen, dient jedoch als Türöffner in Rettenberg.

Nur um nachzuvollziehen, warum da so ein Aufstand gemacht wird. Es hat ja Gründe, dass es diesen Aufstand nicht bei jedem Neubau/Modernisierung gibt.
Das Video zeigt offensichtlich eine "Fly-line" außerhalb Europas - bewusst? Die bisherigen Anlagen in Deutschland sind (nach einer kurzen Youtube-Recherche) da etwas anders. Ich bin auch tatsächlich schon mal mit so einem Ding gefahren in Enderndorf am Brombachsee. Und es war wirklich extrem langweilig. Man gleitet langsam und wirklich lautlos durch den Wald und es passiert gar nichts. Kein Vergleich zu dem Video.

Hier auch nochmal ein Video einer solchen Anlage in Oberwiesenthal. Keine Geräusche, keine Schreie und alles sehr gemächlich.
https://www.youtube.com/watch?v=8bDYwkVpM2Y
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Re: News am Grünten

Beitrag von Bergfreund 122 » 13.10.2019 - 21:12

Ich habe mich natürlich schon im Vorfeld über die Rollglider informiert. Wie in den Videos gezeigt gleitet gemütlich vor sich hin.
Beispielsweiße der Alpspitzkick im Nesselwang hat sich auch keine Menschenseele aufgeregt dass schreie vom Bergkommen.
Natürlcih kann es mit der neuen Bahn einen höheren Sommertourismus geben aber die Familie Hagenbauer muss ihr Geld auch erwirtschaften.
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Re: News am Grünten

Beitrag von tobi27 » 13.10.2019 - 21:26

Bergfreund 122 hat geschrieben:
13.10.2019 - 19:59
Wie mir jeder sicherlich im Einheimisch bestätigen wird, ist das Tannheimertal nicht von Ski- Snowboardfahrern überlaufen und es gab sicherlich noch keine Staus bis Wertach.
Falsch gedacht, an schönen Wochenend - Wintertagen gibt es beim Skifahrerheimverkehr aus dem Oberjoch, Tannheimertal und Jungholz von 16:00 bis 19:00 Uhr regelmäßig Staus von Oberjoch (teilweise auch Schattwald) weg bis zur Wertacher Ampel. In der Früh staut es sich genau anders herum, sprich von der Wertacher Ampel weg in Richtung A7 Ausfahrt Oy Mittelberg. Wer's nicht glauben mag den lade ich in diesem Zeitraum gerne auf einen Kaffee ein, dann kann er sich das Spektakel von meinem Wohnzimmerfenster aus anschauen...

Viele Grüße
Hauptsache Schlepplift!


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