So, dann gehts endlich mal an die Details, werd den Rest dann in den nächsten Tagen vervollständigen ...
Di, 6.1.2004. Anreise, Mythen und Hochstuckli.
Getroffen haben wir uns in Meiningen, einem kleinen Ort in Vorarlberg nah an der Grenze zur Schweiz kurz nach 7 Uhr.
Schnell wurde mir klar, warum es in .CH Autobahnvignetten gibt: Seen, die das ganze Talbecken bedecken, gibts hier häufiger, und daneben müssen dann nicht nur Fußweg, Landstraße und Eisenbahn, sondern eben auch noch 4-spurige Autobahnen sein. Daß es hier viele Tunnels gibt, versteht sich von selbst
Im Gebiet Sattel/Hochstückli waren wir schon um ca. 8:30, sind aber nach Schwyz zur Rotenfluhbahn weitergefahren.
Hätten wir gewuß, was uns für eine abenteuerliche """Verbindung""" erwartet, wären wir erst hier gefahren und dann mit dem Auto weiter zur PB!!
Pünktlich um 9 Uhr waren wir dann an der Gondel, wo zu unserer Überraschung sehr viele Kinder waren. Dachte die Ferien wären schon vorbei gewesen?
Jedenfalls die erste Überraschung: In der Talstation ist weder eine Kasse noch sonstiges Personal. Die 10 - Personen - Kabinen fahren führerlos, Türen und Schiebegitter muß man selber auf- und zumachen, und wenn wenig los ist, muß man wohl mittels Telefon bescheid geben, daß man fahren will
Talstation:
Von der Talstation aus, die erste Sektion:
Die Kasse selbst ist dann an der Mittelstation.
Die zweite Sektion sind dann 15-Personen-Kabinen, allerdings ist die Strecke länger. Und dadurch waren an der Talstation der 2. Sektion ein paar mehr Leute angestanden. Links sieht man übrigens die Abfahrt:
Blick rüber ins Skigebiet Stoos, das zwar Skipaßmäßig, aber nicht mittels Liften verbunden ist:
Die Bergstation der 2. Sektion und rechts der "Große Mythen":
Abfahrt am SL 9 (Stägleren), im Hintergrund sieht man den SL 12 (Zwäcken). Sehr hübsch hier:
Ebenso, hier Downhill. Kartenstudieren ist etwas, was wir sehr intensiv betrieben haben
Ebenso, wieder SL 9, diesmal mit Blick zum oberen Teil der Abfahrt.
Die andere Abfahrt des SL 9, im Hintergrund wieder der Brünnelistock mit dem SL 12 zu sehen:
.. an diesem Brünnelistock gibts 3 SL-Bergstationen. Hier der SL 14 (Kulm), der an diesem Tag sein 50jähriges Jubiläum feierte und deshalb kostenlos zu fahren war:
und:
Hier der SL 11 (Brünnelistock), der etwas länger ist und die 2. Sektion von "Handgruobi" darstellt. Letzterer wird übrigens beschneit. Hier wäre von der Länge her eine KSB sehr von Vorteil ....:
Auf dem Weg vom Zwäcken nach Brunni, hier ein Bild der 2 SL auf den Nätschberg: SL 1 und 2. Ziemlich lang in Kombination (c. 3.5km, wenn ichs recht entsinne), hier wäre eine KSB auch sehr nett...:
Von der Bergstation soll man ja mittels einer Verbindungsroute ins Skigebiet Sattel-Hochstuckli kommen. Offiziell war die gesperrt, wir habens trotzdem versucht. 2 Mal verfahren, weils so schlecht ausgeschildert war. ca. 'ne halbe Stunde später, nach etlichem Geschiebe und Bergaufgehen, haben wir dann das Ziel erreicht.
Hier die beidel SL am Hochstuckli:
(die orange Einzeichnung oben rechts zeigt den Rückweg...)
Leider konnten wir aus Zeitmangel den linken Lift und die Abfahrten des rechten Lifts nicht mehr fahren.
Das Highlight dieses Tages war aber eindeutig diese uralte kuppelbare Seitwärts-KDSB von Müller:
Man beachte hier schon einmal den unterschiedlichen Abstand der Sessel zu einander. Mal nix, mal 5 hintereinander, ....
An der Talstation schauts dann so aus:
Man setzt sich einfach in den vorderen Sessel (die Sessel stehen alle so lang wie man will!), die Ski werden mittels Skiköcher und Bänder festgemacht. Wenn man fertig ist, wird man vom Liftbediensteten auf die Beschleunigungsebene geschoben. Mittels Zahnrad-Klemme wird der Sessel ans Seil geklemmt.
Der Abstand zum Seil und den Seilrollen ist übrigens recht gering, v.a. wenn man auf der talwärtsseite sitzt
.. die restlichen Sessel werden dann einfach an Tal- und Bergstation garagiert:
Da es schon spät war, entschieden wir uns schweren Herzens für die sofortige Rückkehr zur Mythenregion. Da war aber erst mal dieser Anstieg zu meistern:
.. und dann dieser:
.. und dann dieser:
.. und es war weder ein Ende in Sicht, noch sonstwas. Es war einfach nur zum Kotzen. Wie kann man sowas als Verbindung einstufen?? Und dank des 80cm Pulverschnees ist man auch recht hübsch eingesunken. Ob mit oder ohne Ski. Und steil wars hier auch. EINMAL UND NIE WIEDER. Wären wir doch früh mit dem Auto gleich hier geblieben und dann mit dem Auto weiter nach Schwyz!!!
Nach ca. einer halben Stunde oder etwas mehr, war es geschafft, wir hatten wieder präparierte Pisten unter den Skiern. Noche in kurzer Rückblick, auch hier mußte man einige mal bergauf und bergab:
Jedenfalls waren wir dann grad kurz vor 16 Uhr an der PB Brunni (3), die im Tal ebenfalls unbesetzt und führerlos fuhr. Allerdings hatte diese Bahn wenigstens eine automatische Tür.
Eine Videoüberwachung hab ich jedenfalls nicht gesehen, und pünktlich um 16 Uhr schlossen sich die Türen ohne Hinweissignal und die Bahn fuhr ab
Wir nahmen noch kurz den SL 4 (Holzegg) mit und fuhren auf der (gesperrt markierten) Abfahrt runter zur Mittelstation der Rotenfluhbahn:
.. die 2. Sektion hat übrigens selbst auch noch einen Zwischenhalt auf Abruf:
.. und wieder an der Mittelstation:
Übrigens: Zwischen dem linken Haus und der PB-Station ist ein winzigschmaler Durchgang - das ist tatsächlich der Eingang zur talwärtsfahrenden PB!! Da hat das Haus sogar noch ein Fenster in diesem schmalen Gang ... also Sachen gibts, die gibts nur in der Schweiz
.. und weil ein paar Leute da waren, mußten wir eine Talgondel warten, so konnt ich die 10-Personen-Kabine nochmal fotografieren:
Fazit:
Schnee: Super, außer am Hochstuckli, da wars recht braun
Essen: am "Pistenrestaurant Großenboden" zum ersten mal die Älpermaccaroni gegessen und .. es war Liebe auf den ersten Biß

.. hat zwar das Apfelmus gefehlt, aber diese "Röstzwiebel" (braun, aber sehr weich!) waren genial. Die erste Erfahrung mit den teuren Preise wurde hier ebenfalls gemacht ,-)
Abends gings dann noch nach Stans zur Zimmersuche. Die haben ein Ferienwohnungs-Prospekt für die Region Vierwaldstättersee, in dem weder Adresse noch Telefonnummer steht! Wow.. zum Glück gab es noch einen Extra-Zettel von Stans.....
Auch die Pizzerien in Stans waren um einiges teurer als in Österreich, aber verglichen mit den anderen Restaurants.....