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Chiesa in Valmalenco 14. März 2014

Anfahrt: Sondrio - Chiesa in Valmalenco ca. 0:20 h, weiter nach San Giuseppe 0:20 h
Wetter: Wolkenlos, +10°C bis +5°C
Schnee: geschätzt 80-200 cm Altschnee, oben griffig, unten nass
Anlagen in Betrieb: alle außer DSB Del Dosso.
Wartezeit: Keine
Gefallen: Landschaftlich begeisterndes Skigebiet mit vielen interessanten Pisten
Nicht Gefallen: nichts
Bewertung: 6/6 Punkten
Internet: http://www.funiviaalbernina.it/


Dieser Bericht ist Teil des Reports über meine viertägige Solo-Skifahrt vom 13.-16. März 2014 vom Graubündner Oberhalbstein ins Veltlin und zum Tonalepass:

Savognin 13. März 2014
Bivio 13. März 2014
Chiesa in Valmalenco 14. März 2014
Aprica 14. März 2014
Bormio 15. März 2014
Santa Caterina Valfurva 15. März 2014
Passo Tonale 16. März 2014


Auf den Besuch des Skigebiets im Valmalenco freue ich mich schon lange. Schon vorher ist klar, dass Italo-Klassik in den auf dem Programm stehenden italienischen Skigebieten so gut wie nicht mehr zu finden sein wird. Die meisten Skigebiete Italiens wurden wegen der gnadenlos durchgezogenen EU-Regulierungen bzgl. Vita Tecnica inzwischen entweder durchmodernisiert oder reduziert bzw. geschlossen. Im Valmalenco wurde das Skigebiet Alpe Palu modernisiert. Das benachbarte Kleinskigebiet von Caspoggio ist derzeit außer Betrieb, obwohl es noch auf allen Pistenplänen auftaucht.

Ins Skigebiet Alpe Palu kann man von zwei Seiten einsteigen: Entweder (einfach) mit der abfahrtslosen Pendelbahn von Chiesa in Valmalenco aus oder (umständlicher) mit einer Sesselbahn von San Giuseppe aus, das oberhalb in einem Seitental liegt. Da ich vor ein paar Jahren im Valle Vigezzo nach Skischluss eine gute Stunde lang genervt auf die Wiederinbetriebnahme der Seilbahn für die Talfahrt warten musste und mir die Zeit für die Weiterfahrt davonlief, entscheide ich mich gegen die Benutzung der Pendelbahn und nehme die längere Anfahrt nach San Giuseppe in Kauf. Die Bergstraße besteht in zuverlässiger Abfolge aus Schlaglöchern oder Serpentinen oder einer Kombination aus beidem und erinnert eher ans Karakorum als an die Alpen. Auch das ist eine "Beschäftigungsanlage" für Skifahrer ... :D San Giuseppe ist ein authentisches Bergdorf auf 1433 m ohne Klotzbauten und mit guter Schneelage. Sesselbahn und Parkplatz liegen etwas oberhalb. Die ehemaligen zwei Sektionen DSB wurden vor wenigen Jahren durch eine 4KSB mit Mittelstation ersetzt.

Oben auf der Alpe Palu angekommen finde ich mich in einem erstaunlichen Gewusel von Kinder-Skischulgruppen wieder, viele davon französischsprachig (?). Eine kurze Orientierungsphase ist erforderlich. Die Sesselbahn Del Dosso, die die Halfpipe bedient und zurück zur PB führt, ist geschlossen, der rechts davon gelegene Schrägaufzug zur Pendelbahn geöffnet. Die Bergstation der recht neuen Pendelbahn auf dem Grat ist logistisch nutzlos, weil sowieso alle Benutzer der Bahn ins Skigebiet wollen. Die Vorgängerbahn fuhr einfach über den Grat hinweg ein Stück bergab direkt auf die Alpe Palu (Bilder der alten Bahn gibt's hier). Zwar ist die neue Pendelbahn-Bergstation toll gelegen. Aber das ist auch schon der einzige Vorteil ihres Standorts.

Nach einer Fahrt mit der Skischul-Sesselbahn Baby Bernina mache ich mich mit der 6SB Cima Motta auf ins Kernskigebiet. Eigentlich will ich noch einmal zu Alpe Palu abfahren, aber einerseits ist schon auf der Cima Motta das Panorama so gut, dass ich mich mit Fotografieren verspiele. Anderseits stehe ich dort vor dem deutschsprachigen Schild "Thoeni-Piste - Achtung: Schwarzpiste für echte Experte! Vorsichtig sein!" Natürlich muss ich da umgehend runter. :D Wir sind in Italien, also handelt es sich real eher um eine "Rotpiste", und "echte Experte" sind hier eben so wenig gefragt wie "vorsichtig sein". Aber die gut präparierte Abfahrt ist wirklich toll zu fahren, und einen knackigen Steilhang kurz vorm Ende hat sie auch. Das macht Spaß, also geht es mit der Scerscen-Sesselbahn gleich wieder hinauf und die Thöni-Piste gleich noch zweimal hinunter. Dann wird es Zeit, den abgelegenen, hinteren Skigebietsteil am Sasso Nero aufzusuchen, der von der Sesselbahn Bocchel del Torno erschlossen wird. Man erreicht sie nur über die blaue Piste von der Cima Motta aus, neben der tief zugeschneite Alpgebäude stehen. Die 4KSB Bocchel del Torno erschließt zwar nur eine normale rote Piste, aber das Panorama von ihrer Bergstation toppt noch einmal alle bisherigen Impressionen der Weitläufigkeit des Skigebiets. Der Blick schweift von der markanten Pyramide des Pizzo Scalino übers gesamte Skigebiet ins Tal von Sondrio und schließlich den Monte Disgrazia bis in den Talschluss von Chiareggio.

Bei der Bergfahrt mit der SB Scerscen sieht man ein interessantes Infrastruktur-Relikt, nämlich die lange Betonbrücke des ehemaligen Schlepplifts, der Vorgängeranlage der Sesselbahn, dessen leeres Talstationsgebäude noch neben der roten Piste steht. So etwas gibt es nur in Italien. :D Fotos vom ehemaligen Schlepplift und ehemaligen Gondelbahnen gibt's hier.

Über die schwarze Abfahrt von der Cima Motta, die real standardrot ist, geht es zurück auf die Alpe Palu. Natürlich möchte ich mir die Bergstation der recht neuen Pendelbahn von Chiesa in Valmalenco anschauen. Da die DSB Del Dosso nicht fährt, benutze ich die Standseilbahn, die auf dem Pistenplan als "Ascensore Inclinato", also Schrägaufzug bezeichnet ist. Ich erreiche sie glücklicherweise knapp vor einer Horde Skischulkids, die sich in die Kabine quetschen. Bei der kurzen Abfahrt neben der Standseilbahntrasse erweist sich die Anlage im Seitenprofil als ziemlich hässliches Konstrukt.

Der stählerne Perron der Pendelbahn von Chiesa ist an den Felsen gebaut und schwebt überm Abgrund. Steil führen die Drahtseile der Seilbahn hinab über den schneelosen, tief abfallenden Südhang. Eine Talabfahrtspiste nach Chiesa gibt es nicht, wie sollte es auch unter diesen Bedingungen. Die neuen Pendelbahnkabinen hat man in gelb und rot lackiert, was einen erfreulichen Kontrast zum braunen Talboden und den Schneefeldern ergibt.

Schließlich wird es Zeit für die Talabfahrt nach San Giuseppe. Diese führt teils durch offene Flächen, teils durch Wald und fährt sich schöner als erwartet. Eigentlich müsste ich hier eine Wiederholungsfahrt einlegen, aber die Zeit drückt, und ich will noch weiter nach Aprica.

Fazit: Das Skigebiet von Chiesa in Valmalenco ist auch ohne das aktuell außer Betrieb befindliche Nebengebiet von Caspoggio einen Besuch wert. Neben den schönen Abfahrten ist das Gebiet landschaftlich mehr als beeindruckend und skifahrerisch abwechslungsreich. Zurückblickend war es das beste der sieben Skigebiete meiner Märztour. Große Empfehlung!


55 Fotos:

Pistenplan Chiesa in Valmalenco. Das Skigebiet Dosso dei Galli auf der rechten Talseite bleibt angeblich den ganzen Winter 2013/2014 geschlossen. Einen Besuch dort hatte ich ohnehin für diese Skifahrt nicht geplant.
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Chiesa in Valmalenco. Unten links die Pendelbahn-Talstation der "Funivia Bernina" am Dorfrand. Ohne deren Spanntürme und die Türme der Bergstation auf dem Kamm würde man gar nicht bemerken, dass über den weitgehend abgetauten Süd-Steilhang eine Seilbahn in ein Skigebiet fährt. Wegen zurückliegend gemachter schlechter Erfahrungen mit arg verzögerten Seilbahn-Talfahrten in Italien fahre ich weiter ins Bergdorf San Giuseppe zur Sesselbahn ins Skigebiet.
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Talstation der 4KSB Barchi/Palu im Bergweiler San Giuseppe.
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Fahrt in der KSB zur Mittelstation Barchi, einem weiteren Bergweiler. Die Schneemengen auf den Dächern wachsen mit jedem Höhenmeter.
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Weiter hinauf mit der KSB auf die Alpe Palu.
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Alpe Palu, Drehscheibe des Skigebiets von Chiesa in Valmalenco. Über das Skischulterrain schweift der Blick zur Cima Motta. Was dort zu sehen ist, soll eine schwarze Piste sein. :D Für Friesen oder für Niederländer?
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Blick von der Alpe Palu zur Bergstation der Pendelbahn von Chiesa in Valmalenco, deren Seilscheibentürme/Spanntürme oben rechts zu sehen sind. Rechts darunter das Bergstationsgebäude der kleinen Standseilbahn, die die Alpe Palu mit dem Bergstationsgebäude verbindet. Links die mächtige Halfpipe, die bei meinem Besuch gerade geshapt wird.
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DSB Del Dosso auf der Alpe Palu. Bei meinem Besuch außer Betrieb - keine Ahnung, warum. Die von unten gesehen rechte Piste war präpariert, die linke in der Grundpräparierung.
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4SB Baby Bernina, die Skischulbahn. Ersetzte einen Marchisio-Schlepplift.
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Mega Halfpipe vor den Bergstationsgebäuden von Pendelbahn und Standseilbahn.
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Infrastruktur Alpe Palu mit Stations- und Restaurantgebäuden.
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In der 4SB Cima Motta, eine der drei Hauptbeschäftigungsbahnen. Die Bahn ersetzte eine Eiergondelbahn ("Ovovia"). Wie man sieht, liegt hier der ganze Schnee, den wir an der Alpennordseite den im Winter 2013/2014 so vermisst haben. :D Die Schulklasse auf dem Bild machte eine Schneeschuhwanderung.
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Sagte ich schon, dass hier viel Schnee liegt ... ? :D
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Ganz viel Schnee ... ? :D
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Rückblick aus der 4SB Cima Motta über die Alpe Palu und in den Talschluss von Chiareggio.
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Angekommen auf der Cima Motta. 4SB gegen die Berninagruppe.
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Faszinierender Tiefblick von der Bergstation Cima Motta in den Talkessel von Chiesa in Valmalenco. Die linke Ortschaft ist Caspoggio mit dem derzeit geschlossenen Skigebiet Dosso dei Galli. Am Ende des Valmalenco unter dem V-Einschnitt liegt Sondrio.
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Zoom ins derzeit geschlossene Skigebiet Dosso dei Galli.
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Dieses Schild auf der Cima Motta veranlasst mich, die Fotografiererei abzubrechen und mich umgehend auf die Pista Thoeni zu begeben. :D
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Wie schon oben im Text geschrieben, ist die "Schwarzpiste" eine ungebulldozerte Rotpiste, die sich wirklich schön fahren lässt.
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Die einzige kleine Herausforderung der Pista Thoeni ist der Steilhang vor dem Abfahrtsende. Daneben liegt die Talstation der 4SB Scerscen.
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Trasse 4SB Scerscen über ein Flachstück hinweg. Oben rechts an der Cima Motta sieht man bereits das eigenwillige Bauwerk, ...
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... das sich als Trassenbrücke des früheren Scerscen-Schlepplifts entpuppt, dessen Talstationsgebäude noch neben der roten Scerscen-Abfahrt steht! So etwas gibt es nur in Italien! Ein Foto der Liftbrücke in Betrieb gibt's hier bei den historischen Fotos von der Alpe Palu.
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Blaue Abfahrt von der Cima Motta in Richtung der 4KSB Bocchel del Torno am Sasso Nero. Südansicht der Berninagruppe, höchstes Bergmassiv der Ostalpen. Die Gipfel der dicken grauen Felsberge oberhalb der Bildmitte von links nach rechts: Piz Roseg (3936 m), Piz Scerscen (3967 m), Piz Bernina (4050 m), Crast Agüzza (3872 m), Piz Palü (3906 m).
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Zoom in die Südwände der Berninagruppe. Links die Felsflanken des Piz Roseg. Mittig Piz Scerscen, rechts Piz Bernina, einziger Viertausender der Ostalpen. Das ehemalige Sommerskigebiet Scerscen-Gletscher befand sich m.W. nicht auf dem Gletscher mit dem sichtbaren Ende im Bruchfeld.
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Die blaue Abfahrt von der Cima Motta führt an diesen Alphütten vorbei ... sagte ich schon, dass hier auf der Alpe Palu verdammt viel Schnee liegt? :D
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Die blaue Piste nähert sich der Talstation der 4KSB Bocchel del Torno.
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4KSB Bocchel del Torno. Mir ist erst hinterher auf den Fotos aufgefallen, dass das vermeintliche "Alpgebäude" neben der Uni-G-Station die Garagierungshalle ist. So kann landschaftlich angepasste Bauweise aussehen!
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Die Trasse der 4KSB Bocchel del Torno ist unspektakulär; sie fährt halt an einer Flanke des Sasso Nero entlang.
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An der Bergstation packen dann aber alle Besucher zunächst die Kamera aus. :D Wegen des Panoramas kommen auch Nichtskifahrer hier hoch: Der schicke Berg hinter der Liftstation ist der Pizzo Scalino, ein Ausläufer der Berninagruppe, ...
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... dann kommt rechts der Bildmitte, teilverdeckt und erstaunlich weit entfernt, die Cima Motta samt Aufbauten, der Taleinschnitt des Valmalenco nach Sondrio, die Alpe Palu und unten rechts der Lago Palu, ...
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... und schließlich der vergletscherte Monte Disgrazia (3678 m) über dem Tal von Chiareggio.
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Zoom auf die Alpe Palu mit Halfpipe und Seilbahnstationen. Das wuchtige zweite Gebäude von rechts ist die alte Bergstation der früheren Pendelbahn von Chiesa in Valmalenco, die eine andere Trassenführung hatte als die heutige. Die alte Bahn setzte die Besucher direkt auf der Alpe Palu ab und sammelte sie dort auch wieder ein, so dass die zusätzliche Benutzung der heutigen Standseilbahn nicht notwendig war. Keine Ahnung, warum man dieses Konzept geändert hat.
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Abfahrt der 4KSB Bocchel del Torno. Nichts Besonderes.
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Zoom zum Monte Disgrazia (3678 m), der sich 3400 Meter über dem Veltliner Addatal erhebt. So viel zu den Geländeprofilen des Valmalenco.
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Abfahrt 4KSB Bocchel del Torno mit Pizzo Scalino.
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Verbliebenes Talstationsgebäude des ehemaligen Schlepplifts Scerscen. Das war der mit der Trassenbrücke.
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Tiefblick von der Pista Thoeni ins Tal von Caspoggio mit dem außer Betrieb befindlichen Skigebiet. Die Landschaftskontraste im Valmalenco sind schon spektakulär.
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Steilhang Pista Thoeni gegen Nebengipfel der Berninagruppe. Weiter links käme der Piz Palü.
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Das Restaurantgebäude auf der Cima Motta ist zur halben Gebäudehöhe im Schnee abgesoffen. Der braune Kasten unter dem Holzschild wäre der Nebeneingang gewesen. :D
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Auf zur "schwarzen" Abfahrt von der Cima Motta zur Alpe Palu!
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Schwarz ist da nun wirklich nichts, bestenfalls hellrot :D ... aber die Abfahrt ist schön.
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Wer sich die Pendelbahn-Station anschauen möchte, muss von der Alpe Palu mit der Standseilbahn hinauffahren, ...
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.. die von vorn sogar ansprechend aussieht.
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Rückblick von der Standseilbahn-Bergstation über die simple Schienentrasse zur Alpe Palu. Die Bahn hat nur einen Wagen. Der graue Berg oben rechts ist der Piz Argient (3945 m) der Berninagruppe. Am Standort Alpe Palu wird der Rest der Berninagruppe vom breiten Rücken des Sasso Nero oberhalb der Bildmitte verdeckt.
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Pendelbahnkabine "Funivia Bernina" gegen Caspoggio und das Valmalenco.
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Die mordsmäßig steile Pendelbahntrasse der "Funivia Bernina" gegen Chiesa in Valmalenco.
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Noch ein Zoom ins außer Betrieb befindliche Skigebiet "Dosso dei Galli" von Caspoggio. Hinten die Berge über der anderen Seite des Veltliner Addatals.
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Weil's so schön anzusehen ist, muss auch die gelbe Kabine aufs Foto. :D
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Von der kurzen, flachen Abfahrt der Pendelbahnstation zur Alpe Palu sieht man die Standseilbahn im Seitenprofil. Das ist designmäßig völlig misslungen. :D
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Verbliebenes, wuchtiges Bergstationsgebäude der früheren Pendelbahn auf der Alpe Palu im Stil eines U-Boot-Bunkers. Italiener verbauen gern große Betonmengen. :D
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Gebäudeensemble auf der Alpe Palu, gesehen von der kurzen Standseilbahnabfahrt.
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Schöne Abfahrt der 4KSB von San Giuseppe, hier zur Mittelstation Barchi.
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Mittelstation Barchi der 4KSB von San Giuseppe.
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Letztes Abfahrtsstück nach San Giuseppe, wo mein Skivormittag im Gebiet von Chiesa in Valmalenco endet. Toll war's!
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Wow...d as sieht ja toll aus.... Tolle Berichtsserie, gefällt mir sehr.

Weiss man warum das andere Gebiet geschlossen ist? Sieht ganz reizvoll aus.
 
Na dass schaut jetzt doch schon bedeutend besser aus als in einem Bericht von mitte Dezember als da noch alles praktisch aper war.
Bei der einten Stallung mussten sie ja anscheinend sogar dass Dach abschaufeln, sonst hätte dort die 4SB eine Zwischenstation gehabt.
 
Af schrieb:
Weiss man warum das andere Gebiet geschlossen ist? Sieht ganz reizvoll aus.
Gemäß Funiforum wurde über Jahrzehnte nicht in die Infrastruktur des Skigebiets von Caspoggio investiert, und das Gebiet lief zuletzt tief defizitär. Also werden wirtschaftliche Gründe im Vordergrund stehen. Ein Projekt, die beiden Sesselbahnen ab Caspoggio durch eine KSB zu ersetzuen, wurde wegen Geldmangels nicht umgesetzt. Im Rahmen des Großprojekts "Valmalenco 2060" ist offenbar eine Reaktivierung mit neuer Infrastruktur geplant. Der Gesamtinhalt des Projekts ist aber derart unrealistisch (Ferienwohnungen in allen Bergweilern, Gletschererschließung usw.), dass der Status des Skigebiets Caspoggio vorerst weiter in der Schwebe bleibt.

Theo schrieb:
Bei der einen Stallung mussten sie ja anscheinend sogar dass Dach abschaufeln, sonst hätte dort die 4SB eine Zwischenstation gehabt.
Stimmt - hab' ich nach Deinem Hinweis jetzt erst gesehen! :D
 
Stellvertretend für alle anderen Teilberichte Deines heurigen Ausflugs bedanke ich mich an dieser Stelle für die umfangreiche Dokumentation und auch für Deine Stellungnahmen zu den einzelnen Gebieten.
 
Ein gelungener Bericht ist das hier. Wenn ich bedenke wie es bei mir im Dezember mit Schneemangel aussah werde ich richtig neidisch.
Leider haben die Verantwortlichen damals die Situation durch mangelndem Service bzw. Bemühen noch verschlimmerten. Sonst wäre mein Bericht um einiges positiver ausgefallen.

Wenn Schnee liegt scheint es ein wunderschönes mittelgroßes Skigebiet in einer schönen Landschaft zu sein.

Skigebiets von Caspoggio:
Einen Anlauf zur Moderniseriung gab es ja: Eine neue wenn auch gekürzte 4SB ersetzte auf dem Bergrücken zwei längere Schlepper. Und an der Talstation sieht alles so aus, als ob man mitten in den Modernieserungsmaßnahmen stecken geblieben ist wie bspw. eine neue Brücke samt Piste über eine Straße und ein Stück gerodeter Wald, der prima zu der neuen Piste und einer neuen Liftscheise passen würde.
 
Deinen Bericht aus Chiesa habe ich erst nach meiner Fahrt gelesen. An dieser Stelle auch an Dich vielen Dank dafür - ich habe einige Wochen lang kaum noch Alpinforum-Berichte lesen oder kommentieren können, weil ich den halben März auf Skiern unterwegs war und anschließend in der knapp bemessenen Freizeit von drei Wochen zehn detaillierte Forenberichte verfasst habe. ;) Schade, dass Du seinerzeit wenig Glück mit Schneelage und Service im Valmalenco hattest.
 
Das sieht ja mal richtig klasse aus, auch mit dem Panorama.
Würde man nach dem Pistenplan NIE vermuten.

Danke für die Mühen des Berichteschreibens !
 
Wie schon oben erwähnt: Chiesa in Valmalenco war unerwarteterweise das beste der sieben besuchten Skigebiete meiner Tour. Natürlich mag mit daran schuld sein, dass ich dort ideale Verhältnisse vorgefunden habe. Aber in den anderen sechs Gebieten waren die Rahmenbedingungen eigentlich genau so gut.
 
Hab grad deine aktuellen Berichte mit großer Freude in einem Zug gelesen. Schöne Berichte von Gebieten, die hier selten bis nie so ausführlich dargestellt werden.
Poste hier, weil mich dein Chiesabericht am meisten angesprochen hat.
 
Fab schrieb:
Poste hier, weil mich dein Chiesabericht am meisten angesprochen hat.
Chiesa in Valmalenco konnte mich im Rahmen meiner Tour von allen sieben besuchten Destinationen am meisten überzeugen ... und begeistern, wie man dem Bericht anmerkt. Allerdings muss ich zugeben, dass bei mir die landschaftliche Impression eines Skigebiets und die wahrgenommene Gesamtvielfalt über viele subjektive Faktoren überdurchschnittlichen Stellenwert haben. Wer einfach bloß gut und viel Ski fahren möchte, mag andernorts weitaus besser bedient sein.
 
Danke für diesen tollen Bericht, nach Chiesa wollte ich schoin lange mal hin.
Das Panorama muss dort wirklich aussergwöhnlich sein. Das Skigebiet mit dem PB Zubringer etc. und der unkonventionellen Anordnunge der Lifte sprechen mich sehr an.
Das Relikt der langen und steilen SL Brücke würde alleine schon einen Besuch rechfertigen.

Allerdings ist das auch wieder so ein Skigebiet, in das man sich gerne 25 Jahre zurückbeamen lassen würde, damit man die Ovovia, den Brücken SL die anderen alten Lifte und das zweite Skigebiet noch erleben könnte.
 
... hüstel, ich war vor 28 Jahren dort ;-)

Die schmale und hohe SL-Brücke würde heutzutage wohl nicht mehr genehmigt werden. Der SL war eine Top-Anlage und die Pisten auch wirklich schön (natürlich weitgehend unmodelliert).
Die Ovovia empfand ich jedoch - mit dem Bilckwinkel von damals! - als störend, weil Wiederholungsfahrten an einer der Hauptanlagen des Gebietes umständlich und langwierig wurden.
Wenn mich nicht alles täuscht, dann bestand die 4KSB Achse aus San G. aus einer klapprigen Dorf-DSB und einem anschließenden SL. Dies müssten die entsprechenden historischen Fotos des SL sein.
http://www.funiviaalbernina.it/fotoalbum/foto_storiche/impianti_risalita/slides/Impianti%20di%20risalita%20(4).jpg
http://www.funiviaalbernina.it/fotoalbum/foto_storiche/impianti_risalita/slides/Impianti%20di%20risalita%20(5).jpg
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Von der DSB habe ich auf die Schnelle nichts gefunden.


Tja und die PB.... die hatte jene berüchtigte Monster-Stütze am Kamm, etwa wo jetzt die Bergstation des Snow Eagle steht (ist das nicht die größte einstöckige PB?). http://www.funiviaalbernina.it/fotoalbum/foto_storiche/funivia/slides/Funivia%20(25).JPG

@Harzwinter, PB-Konzept: Ich denke mal, dass man solch eine Stütze für eine 160er PB nicht bauen wollte.
 
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