Pischa DAVOS - Ein Skigebiet liegt im sterben

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Tiob
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Pischa DAVOS - Ein Skigebiet liegt im sterben

Beitrag von Tiob » 09.01.2016 - 21:51

Am 01.01.2016 ging es mal daran die inzwischen vierte "Neuorientierung" der Pischa unter die Lupe zu nehmen. Das Wetter war klar und die Temperaturen im einstelligen Minusbereich. Vorher gingen wir noch auf den Flüelapass. Dort hatte man den zugefrorenen Schottensee kurzerhand von Schnee geräumt, und als Eisbahn geöffnet. Dies war als Ausgleichsmaßnahme für die noch nicht geöffnete Natureisbahn in Davos gedacht. Auf dem Flüelapass herrschten schön winterliche Verhältnisse(im Gegensatz zum Tal). Das Angebot wurde sehr gut angenommen, es waren relativ viele Leute dort. Der Schlittschuverlei war Kostenlos. Das Eis war etwas holprig, da es nicht präpariert wurde, aber alles in allem ein schöne Idee. Man sollte sich überlegen, ob man das Angebot in den nächsten Jahren wiederholt.

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Übrigens trainierte der HC Davos früher hier oben als im Tal die Eisbahn noch nicht gefroren war.



Nun ging es also auf die Pischa. Der Parkplatz war relativ voll. Alle Parkplätze außerhalb des Parkdecks waren besetzt, insgesamt waren ca. 40 Leute auf dem Berg. Die Fahrt mit der Gondel auf ca. 2500m dauert fast 10 Minuten. Oben lag eigentlich ganz gut Schnee. Die Stimmung in der Station ist fast etwas gespenstisch. Es hatte kaum Leute, und der ganze Komplex völlig überdimensioniert ist. Hinzu kommt, dass hier seit Jahren nichts mehr investiert wurde, und alles (etwas zerallen) wie vor 40 Jahren aussieht. Wenigstens das neue Restaurant ist ganz nett. Man hat alles verkleinert und Holzwände eingezogen um die enormen Heizkosten zu sparen. Anstatt Plastikstühlen stehen überall Sofas und kleine Tische, sieht aus wie eine Lounge. Auch das Restaurant Mäderbeiz war auch geöffnet. Wie sich dieses ohne Skigebiet rechnen soll ist mir ein Rätsel.
Nun ging es daran das Angebot unter die Lupe zu nehmen. Mehrere Wintrwanderwege und eine Loipe waren geöffnet. Wir entschieden uns für den Pischarundweg.

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Entlang des Weges wurden mehrere Bänke zum Sonnen aufgestellt

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Der Weg im oberen Bereich

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Blick ins grüne Prättigau

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Blick zurück

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Das Pischahorn und verborgen Pischa. Ursprünglich sollte das Gebiet mal bis ganz auf den Gipfel erschlossen werden.

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Virgin Snow

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Der Mitteltällilift . Man beachte das Gelände: Ideal für den Wintersport.

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Abends kommt der Vorteil der Pischa erst richtig raus: Während andere Gebiete in ein Schattenloch versinken kann man hier den Sonnenuntergang genießen

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Skiliftruinen

Der Pischbus wurde meiner Beobachtung nach gar nicht benutzt

Ausblick: Der Mittelgrat Lift wird wohl, neun Jahre nach seiner Stillegung, diesen Sommer endgültig abgerissen. Auch dem Flüelamederlift geht es an den Kragen. Nur der Mitteltällilift bleibt stehen. Man hat nun mit dieser Neuausrichtung die Kosten wirklich auf das Minimum reduziert. Für die Zukunft sehe ich aber trotzdem schwarz. Selbst wenn der Betrieb sich tragen sollte, geht wird es spätestens schwierig wenn größere Investitionen in die Gondel anstehen. Ich will die DKM gar nicht groß kritisieren. Irgendwie verstehe ich Herr Schertenleib auch. Er will, dass das Unternhemen wenigstens keine Verluste macht, er hängt schließlich mit seinem Privatvermögen drin. Und es ist auch logisch nur dort zu Investieren wo man Geld verdient. Enttäuschend dagegen ist die Leidenschaftslosigkeit der Davoser Bevölkerung (der Verein Pro Pischa hat sich ,glaube ich, sogar aufgelöst). In anderen Orten wird für die Schwachen Skigebietsteile gekämpft (Churwalden und Pradschier, Flims und Cassons), den Davosern ist der schleichende Niedergang einer ihrer Skigebiete scheinbar egal. Rückblickend währe es wohl schlauer gewesen, eine Skigebietserweiterung im Parsenngebiet zu machen, anstatt die Pischa komplett neu zu erschließen.
Zuletzt geändert von Tiob am 10.01.2016 - 16:01, insgesamt 2-mal geändert.


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Re: Pischa DAVOS - Ein Skigebiet liegt im sterben!

Beitrag von Harzwinter » 10.01.2016 - 10:23

Ja, um Pischa ist es wirklich schade ... wie beschrieben wegen der schönen Sonneneinstrahlung, während andere Davoser Skigebietsteile längst im Schatten versunken sind, und nicht zuletzt, um der Massenschlacht an Parsenn und Jakobshorn zu entgehen. Mein persönliches Ranking aus unserem länger zurückliegenden Davos-Skiurlaub ist: 1. Rinerhorn, 2. Pischa, 3. Schifer auf Parsenn/Gotschna (Schatzalp war damals stillgelegt). Aber damit repräsentiere ich sicherlich nicht die Präferenz des typischen Davoser Skigastes.

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Re: Pischa DAVOS - Ein Skigebiet liegt im sterben

Beitrag von Schöditaz » 11.01.2016 - 17:38

Danke für deine Eindrücke. Indemfall bin ich nicht der einzige, der sich in der Talstation so seltsam vorgekommen ist bei dieser gespenstischen Stimmung...

Einige Anmerkungen bzw. Präzisierungen:
Tiob hat geschrieben:Ich will die DKM gar nicht groß kritisieren. Irgendwie verstehe ich Herr Schertenleib auch. Er will, dass das Unternhemen wenigstens keine Verluste macht, er hängt schließlich mit seinem Privatvermögen drin. Und es ist auch logisch nur dort zu Investieren wo man Geld verdient.
In einer Aktiengesellschaft, wie die DKB auch eine ist, hängt der Kapitalgeber nie mit seinem Privatvermögen in der Unternehmung, sondern nur mit seinem eingelegten Kapital.
Schertenleib ist einfach jemand, der viel zu kurzfristig denkt und offenbar keine grösseren Zusammenhänge sehen kann. Ich erinnere nochmals an ein Zitat von ihm, dass er vor kurzem ausgesprochen hat: "«Mein Job besteht nicht darin, Visionär zu sein, sondern diesen Job gut zu machen.» Visionen würden immer auch Wagnisse bedeuten, mahnte er." Jemand, der so einen Käse erzählt, kann doch kein guter Chef sein.

Sein Ziel war es von Anfang an, Pischa kaputt zu machen. Hätten die Bergbahnen in Davos- Klosters symmetrisch investiert und nicht nur auf dem Jakobshorn und auf Parsenn, dann hätte man die kleinen Bergbahnen gar nicht so in die Misere getrieben.
Tiob hat geschrieben:Enttäuschend dagegen ist die Leidenschaftslosigkeit der Davoser Bevölkerung (der Verein Pro Pischa hat sich ,glaube ich, sogar aufgelöst). In anderen Orten wird für die Schwachen Skigebietsteile gekämpft (Churwalden und Pradschier, Flims und Cassons), den Davosern ist der schleichende Niedergang einer ihrer Skigebiete scheinbar egal.
Ja, dass sich der Verein "Pro Pischa" aufgelöst hat, ist richtig. Jedoch hat der Verein quasi an eine Wand geredet. Die Vereinsleitung hatte einfach keine Kraft mehr, gegen die DKB anzukämpfen. Den Davosern ist aber der Niedergang der Pischa nicht egal. Als die DKB ihren Entscheid, den Skiliftbetrieb aufzugeben, veröffentlichte, waren sehr viele Leute verärgert. Noch immer schüttelt man den Kopf über solche Hirngespinste der BB- Verantwortlichen.
Tiob hat geschrieben:Rückblickend währe es wohl schlauer gewesen, eine Skigebietserweiterung im Parsenngebiet zu machen, anstatt die Pischa komplett neu zu erschließen.
Das kann man jetzt nicht so sagen. Als die Pischa noch gut lief, war es sicherlich sinnvoll, zwei getrennte Gebiete zu haben. Die Leute verteilten sich dann insbesondere bezüglich Zubringerbahnen besser. Wenn andere Leute an der Macht gewesen wären, ginge es Pischa heute wahrscheinlich tip top. Die DKB stellen die Situation immer so dar, dass Pischa "einfach so" in die roten Zahlen gerutscht sei und stellen sich dann als barmherzige Retter ins gute Licht, wenn sie wieder mit einer ihrer Neuausrichtung kommen. Dabei trieben sie das Skigebiet mit ihren neuen Furzideen immer weiter in die Abwärtsspriale.
Tiob hat geschrieben:Auch das Restaurant Mäderbeiz war auch geöffnet. Wie sich dieses ohne Skigebiet rechnen soll ist mir ein Rätsel.
Das frage ich mich auch. Aber ich hoffe schon, dass das Restaurant bestehen bleibt.

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Re: Pischa DAVOS - Ein Skigebiet liegt im sterben

Beitrag von Fab » 12.01.2016 - 01:38

Ich hatte auf der Pischa einen Genießerskitag vom Feinsten bei perfekten Bedingungen, besser gings nicht - wirklich schade drum.

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Re: Pischa DAVOS - Ein Skigebiet liegt im sterben

Beitrag von Hetzl00r » 12.01.2016 - 08:33

1999 war ich im Sommer mal oben. Damals lief die Gondel auch noch im Sommer. Weiß jemand wann der Sommerbetrieb eingestellt wurde?

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Re: Pischa DAVOS - Ein Skigebiet liegt im sterben

Beitrag von Schöditaz » 12.01.2016 - 10:04

Hetzl00r hat geschrieben:1999 war ich im Sommer mal oben. Damals lief die Gondel auch noch im Sommer. Weiß jemand wann der Sommerbetrieb eingestellt wurde?
Dann hast du Glück gehabt - 2000 fuhr die Bahn schon nicht mehr im Sommer. Die Stilllegung des Betriebs in der warmen Jahreszeit wurde damals als "vorübergehende Massnahme" angekündigt.
2002 wurde der Sommerbetrieb nochmals aufgenommen, aber auch nur, weil damals die 1. Sektion der Parsennbahn umgebaut wurde und man so einen Ersatz bereit stellen wollte.

Immer wieder wurde von den Davosern die Wiederaufnahme des Sommerbetriebs gefordert. Insbesondere wegen des derzeitigen Bike-Trends verstehen auch viele 2-Rad-Fahrer nicht, dass dieser Berg geschlossen ist. Für die DKB ist aber der Sommer auf Pischa kein Thema mehr.

Fab hat geschrieben:Ich hatte auf der Pischa einen Genießerskitag vom Feinsten bei perfekten Bedingungen, besser gings nicht - wirklich schade drum.
Genussskifahren - daraus hätte man sicherlich etwas machen können. Du erwähnst ja auch die perfekten Bedingungen: das ist ja das Erstaunliche bei der Ganzen Geschichte: Die Pischa hat - ausser im Bereich Mäderbeiz- nie gross mit Schneeproblemen zu kämpfen gehabt. Andere kleine Skigebiete gehen wegen des Schneemangels drauf, aber Pischa hätte man in den nächsten 10-20 Jahren sicherlich weiter betreiben können, was den Schnee anbelangt.

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Re: Pischa DAVOS - Ein Skigebiet liegt im sterben

Beitrag von Fab » 15.01.2016 - 18:58

Hatte bei meinem Klosters-Skiurlaub unvorstellbar gute Bedingungen. Es hatte die ganze Woche geschneit, es kamen ü. 2m zusammen. Als wir am Samstag am Vormittag ankamen riss es auf - unsere Vormieter waren komplett frustiert. Es folgte eine Woche mit Schönwetter.


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Re: Pischa DAVOS - Ein Skigebiet liegt im sterben

Beitrag von Pilatus » 18.01.2016 - 21:49

Davos ist auch Kongressstadt. Auf der Pischa gabs immer wieder Aperos und Abendessen wenn ich da war.

Aber Davos ist schon das am planlosesten geführte Skigebiet dass ich kenne.

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Re: Pischa DAVOS - Ein Skigebiet liegt im sterben

Beitrag von k2k » 19.01.2016 - 11:01

Danke für den Bericht. Ich habe mich mit der Pischa schon länger nicht mehr beschäftigt, wie ist denn der aktuelle Stand? Die Skilifte sind stillgelegt aber die Pendelbahn läuft noch? Gibt es noch Skibetrieb oder nur mehr Ausflugsbetrieb?
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)

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Re: Pischa DAVOS - Ein Skigebiet liegt im sterben

Beitrag von ski-chrigel » 19.01.2016 - 11:38

k2k hat geschrieben:Danke für den Bericht. Ich habe mich mit der Pischa schon länger nicht mehr beschäftigt, wie ist denn der aktuelle Stand? Die Skilifte sind stillgelegt aber die Pendelbahn läuft noch? Gibt es noch Skibetrieb oder nur mehr Ausflugsbetrieb?
:guckstduhier: http://www.davos.ch/winter/berge/pischa/
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Re: Pischa DAVOS - Ein Skigebiet liegt im sterben

Beitrag von Tiob » 19.01.2016 - 18:34

k2k hat geschrieben:Danke für den Bericht. Ich habe mich mit der Pischa schon länger nicht mehr beschäftigt, wie ist denn der aktuelle Stand? Die Skilifte sind stillgelegt aber die Pendelbahn läuft noch? Gibt es noch Skibetrieb oder nur mehr Ausflugsbetrieb?
Die Pendelbahn läuft noch, die Schlepplifte nicht mehr.
Schöditaz hat geschrieben:Danke für deine Eindrücke. Indemfall bin ich nicht der einzige, der sich in der Talstation so seltsam vorgekommen ist bei dieser gespenstischen Stimmung...

Einige Anmerkungen bzw. Präzisierungen:
Tiob hat geschrieben:Ich will die DKM gar nicht groß kritisieren. Irgendwie verstehe ich Herr Schertenleib auch. Er will, dass das Unternhemen wenigstens keine Verluste macht, er hängt schließlich mit seinem Privatvermögen drin. Und es ist auch logisch nur dort zu Investieren wo man Geld verdient.
In einer Aktiengesellschaft, wie die DKB auch eine ist, hängt der Kapitalgeber nie mit seinem Privatvermögen in der Unternehmung, sondern nur mit seinem eingelegten Kapital.
Schertenleib ist einfach jemand, der viel zu kurzfristig denkt und offenbar keine grösseren Zusammenhänge sehen kann. Ich erinnere nochmals an ein Zitat von ihm, dass er vor kurzem ausgesprochen hat: "«Mein Job besteht nicht darin, Visionär zu sein, sondern diesen Job gut zu machen.» Visionen würden immer auch Wagnisse bedeuten, mahnte er." Jemand, der so einen Käse erzählt, kann doch kein guter Chef sein.
Ich will mich jetzt nich all zu weit aus dem Fenster lehnen bezüglich der Vermögenssituation. Ich vermute aber dass die 40% einen nicht all zu unerheblichen Teil seines Privatvermögen darstellen, und selbst wenn nicht geht es immerhin um paar Millionen. Aber ich geb dir Recht: Die stattliche Dividende die er sich jedes Jahr selbst auszahlt ist eine Frechheit, eigentlich sollte ein Gesellschafter mit nur einer Minderheitsbeteilligung nicht so eine große Macht auf ein Unternehmen ausüben dürfen. Aber es fehlt einfach ein Gegnspieler wie beispielsweise ein weiterer großer Anteilseigner, oder die Gemeinde Davos.
Pilatus hat geschrieben:Davos ist auch Kongressstadt. Auf der Pischa gabs immer wieder Aperos und Abendessen wenn ich da war.

Aber Davos ist schon das am planlosesten geführte Skigebiet dass ich kenne.
Ich glaub durchaus dass man sich im Hintergrund seine Gedanken macht. Die Strategie ist das völlige Gegenteil der WAG: Verschwiegenheit, Ausrichtung nach Rentabilität, (wenn überhaupt) Investitionen in Beschneihung und Hotellerie . Man kann nicht sagen dass nicht investiert wurde, nur sind getätigten Investitionen nicht so sichtbar wie zum Beispiel ein neuer Sessellift. Aber man muss einfach sehen, dass man sich mit dieser ,sehr einseitigen Strategie, ins Abseits katapultiert hat. Davos hat mal in einer Liga mit Zermatt und Lech gespielt, vor dem großen Abstieg in den 90ern kam (äquivalent zum Aufstieg Schertenleibs). Zur Pischa muss man vielleicht jetzt rückblickend sagen, dass es (kurzfristig) eine gute Idee war die Skilifte nicht anzuschalten. Diese Saison mit der mauen Schneelage zu Beginn währe ruinös gewesen.

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Re: Pischa DAVOS - Ein Skigebiet liegt im sterben

Beitrag von Pischa29 » 31.01.2016 - 18:31

Immerhin ist es ein überraschend positives Ereignis, daß die Pischa während des WEFs kurzfristig geöffnet wurde... Wenn ich mich recht erinnere, war es vor ein paar Jahren genau anders herum...

http://www.davos.ch/davos-klosters/aktu ... geoeffnet/

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