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E-Mountain-Bike

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Re: E-Mountain-Bike

Beitrag von Werna76 » 13.07.2019 - 14:23

scratch hat geschrieben:
13.07.2019 - 13:54
Da man diesen Fehler nicht einfach so rückgängig machen kann und will, werden eben alle Radler dafür büßen müssen.
Ja genau das wir leider passieren. Ich kann auch die Grundstückseigentümer hier im Pinzgau verstehen, die sich über all den Müll auf Ihren Almen beschweren. Oben aufm Hundstein (die schönste MTB-Tour in der Region) findest du kaum ein Platzerl mehr in der Wiese wo nicht irgendein Papierl herumliegt.
So gehts halt nicht und es wird mittelfristig sicher Verbote in irgendeiner Form geben. Im schlimmsten Fall eben Fahrverbot für alle mit Rad, egal ob mit oder ohne Motor.
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Re: E-Mountain-Bike

Beitrag von Volker_Racho » 13.07.2019 - 15:11

Hier sieht man inzwischen öfter Eltern mit Kindern, maximal 10 Jahre alt, also gerade mal Radprüfung absolviert... Das wirkt dann schon ziemlich schräg, dass die Kinder nicht mehr normal radln können/wollen... bzw die Eltern nicht bereit sind auf ihren Komfort zu verzichten und die Kinder dann halt auch eins brauchen, weil sie sonst nicht mithalten...
Müssen das dann extra gedrosselte Räder sein? Kann man nur hoffen... weiß das wer?
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Re: E-Mountain-Bike

Beitrag von GIFWilli59 » 13.07.2019 - 19:11

Werna76 hat geschrieben:
13.07.2019 - 14:23
Ja genau das wir leider passieren. Ich kann auch die Grundstückseigentümer hier im Pinzgau verstehen, die sich über all den Müll auf Ihren Almen beschweren. Oben aufm Hundstein (die schönste MTB-Tour in der Region) findest du kaum ein Platzerl mehr in der Wiese wo nicht irgendein Papierl herumliegt.
So gehts halt nicht und es wird mittelfristig sicher Verbote in irgendeiner Form geben. Im schlimmsten Fall eben Fahrverbot für alle mit Rad, egal ob mit oder ohne Motor.
Naja, aber Wanderer können auch Müll liegen lassen, oder etwa nicht?

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Re: E-Mountain-Bike

Beitrag von Ralf321 » 13.07.2019 - 19:46

Volker_Racho hat geschrieben:
13.07.2019 - 15:11
Hier sieht man inzwischen öfter Eltern mit Kindern, maximal 10 Jahre alt, also gerade mal Radprüfung absolviert... Das wirkt dann schon ziemlich schräg, dass die Kinder nicht mehr normal radln können/wollen... bzw die Eltern nicht bereit sind auf ihren Komfort zu verzichten und die Kinder dann halt auch eins brauchen, weil sie sonst nicht mithalten...
Müssen das dann extra gedrosselte Räder sein? Kann man nur hoffen... weiß das wer?
Drehmoment und meist auf 20 km/h gedrosselt je nach Rad.
Werna76 hat geschrieben:
13.07.2019 - 14:23
scratch hat geschrieben:
13.07.2019 - 13:54
Da man diesen Fehler nicht einfach so rückgängig machen kann und will, werden eben alle Radler dafür büßen müssen.
Ja genau das wir leider passieren. Ich kann auch die Grundstückseigentümer hier im Pinzgau verstehen, die sich über all den Müll auf Ihren Almen beschweren. Oben aufm Hundstein (die schönste MTB-Tour in der Region) findest du kaum ein Platzerl mehr in der Wiese wo nicht irgendein Papierl herumliegt.
So gehts halt nicht und es wird mittelfristig sicher Verbote in irgendeiner Form geben. Im schlimmsten Fall eben Fahrverbot für alle mit Rad, egal ob mit oder ohne Motor.
Warum lassen MTb mehr dreck liegen? Mach das sowohl im Sommer wie auch Winter nicht, das Sportgerät entscheidet da nicht.

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Re: E-Mountain-Bike

Beitrag von Werna76 » 13.07.2019 - 20:39

Die MASSE lässt mehr Müll liegen, ob Wanderer oder Mountainbiker oder E-Biker ist egal.
Wenn früher aufm Hundstein pro Tag vielleicht 40 Leute mitm MTB raufgefahren sind, so fahren jetzt in der Hochsaison 200, vielleicht noch mehr hoch, mitm EBike. Und mehr Leute lassen mehr Müll liegen.
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Re: E-Mountain-Bike

Beitrag von extremecarver » 13.07.2019 - 20:42

E-biker, nicht Mtbiker. Sind halt oft die typischen rein Event Touristen.
Analog den Wanderern die per Gondel rauffahren, zur nächsten Hütte, und wieder Retour.
E- MTB ist halt das beste Werkzeug (Grad im Verleih) um den Ballermann zu den Alpen zu bringen. Area 47 als Vorbild.

Bin Grad im Val d'Anniviers, auch wenn es hier genauso viele e- Biker wie Mtbiker hat, krasser Kontrast zum Event Tourismus oder ausgebuchten Hütten in AT. Hier ist die Welt sozusagen noch in Ordnung ( und sogar klar günstiger als AT wenn man einfache Hütten / Gasthäuser wählt).


Und ja, leider leider keine eigenen Regeln für e-biker. Aber Führerschein usw für E-Bike oder MTB - davon halte ich gar nichts. Jeder muss mal anfangen (und dass sag ich als jemand mit instruktor Schein MTB, sowie freeride / Bikepark guide von Bikepro.). Das Problem sind imho vor allem jene die sich e-mtbs ausleihen. Im Gegensatz zu ski wo ein Anfänger im Verleih halt nur einen Allrounder bekommt, hab ich vor kurzem 2 Aushängeschilder mit KTM freeride E (ein E-Bike ist nix dagegen) trails Hochheizen sehen, ohne jegliche skills bzw halt generell DH Bikes ob nun elektrisch oder nicht.
Wer sich so ein Gerät deutlich über 10.000 Euro zulegt, weiß warum. Aber im Verleih um 200-300 Euro pro Tag - da wird dann die Sau rausgelassen.

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Re: E-Mountain-Bike

Beitrag von scratch » 13.07.2019 - 20:43

Naja, ein Wanderer kommt nur mit reiner Muskelkraft den Berg hoch, genauso ein "Biobiker".

Durch das E-MTB kommen im Prinzip alle Leute hoch, die sich so ein Ding leisten bzw. leihen können. In jeder Gruppe sind eine bestimmte Anzahl an schwarze Schafe. Wenn jetzt aber um einiges mehr durch das E-Bike hochkommen, bleibt eben auch mehr Müll zurück. Solch ein Phänomen ist doch an vielen Örtlichkeiten zu beobachten, wo sich viele Menschen aufhalten (z.B. Bahnhof, Haltestellen). Umso mehr Leute (egal warum), desto mehr Idioten, desto mehr Müll.
Und so ein Verhalten gehört sich eben auch angesprochen, am Besten bei einem (verpflichtenden) Lehrgang oder wenn man das Rad ausleiht ;)
extremecarver hat geschrieben:
13.07.2019 - 20:42
...
Und ja, leider leider keine eigenen Regeln für e-biker. Aber Führerschein usw für E-Bike oder MTB - davon halte ich gar nichts. Jeder muss mal anfangen...
Natürlich muss jeder mal anfangen. Allerdings würde so eine Grundlagenschulung keinem Schaden. Bei den Summen, welche für die Räder ausgegeben werden, sollten schon mal noch 100€ drin sein für einen Anfängerkurs, wenn man es einigermaßen ernst meint. Oder man integriert das gleich in den Kaufpreis mit rein, so dass man einen Gutschein für einen Kurs bekommt. Jedenfalls sollten die Leute viel mehr geschult werden (egal ob E oder nicht), wenn sie mit einem derartigen Rad auf Trails unterwegs sein wollen.


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Re: E-Mountain-Bike

Beitrag von icedtea » 13.07.2019 - 21:37

Aktuelles Interview zum Thema; ich teile das ein oder andere, aber nicht alles. Bin da offen gestanden ein wenig ambivalent in meiner Meinung :?
https://m.spiegel.de/auto/fahrkultur/mo ... 74470.html
Wo ich schon war:
Ski-Zillertal 3000 (alles außer Gletscher); Hochzillertal/Hochfügen, Spieljoch, Hauser Kaibling; Alpendorf/Wagrain/Flachau; Maiskogel, Pass Thurn/Resterhöhe; Schmittenhöhe, Wildkogel, Damüls/Mellau, Hochzeiger, Kronplatz, Söllereck, Planai/Hochwurzen, Willingen, Schnalstaler Gletscher
Was als nächstes kommt: Laax, danach Montafon

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Re: E-Mountain-Bike

Beitrag von Werna76 » 14.07.2019 - 16:01

https://kurier.at/chronik/oesterreich/d ... /400550696
Dass die Hälfte aller tödlichen Radunfälle auf den Bergen im heurigen Jahr mit einem E-Bike passiert ist, passt ins Bild. Denn dieser Trend zeigt sich auch im Straßenverkehr.
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Re: E-Mountain-Bike

Beitrag von gerrit » 17.07.2019 - 20:46

Biggilino hat geschrieben:
12.07.2019 - 12:26
Das ganze Gequatsche hier über Höhenmeter, Watt, Nenndauerleistung, Maximalleistung usw., auch das grundsätzliche Debattieren über´s eBike ob man´s in dem oder dem Alter haben muss intessiert mich überhaupt nicht.

Hier bei uns im bergischen Land machte mir das Bio-Bike absolut keinen Spaß. Zwischen Couch und eBike habe ich mich vor 4 Jahren für´s e-Fully entschieden. Und es ist einfach fantastisch das Radfahren wieder neu entdeckt zu haben.

SPASS > mein Grund für das eBike!
Gesunde Einstellung, ich sehe das ähnlich! Ich möchte ja nicht sagen, dass mich lange und steile Anstiege mit dem normalen Mountainbike nicht befriedigt haben, wenn ich dann oben angekommen bin, aber ein "Flow" beim Bergauffahren hat sich nicht wirklich eingestellt :wink: , war halt hauptsächlich Plackerei. Rauffahren mit dem E-Bike ist nun sicher weniger anstrengend (aber je nach Unterstützung und / oder Geschwindigkeit nur moderat weniger), aber viel viel genussvoller. Es gibt ja genug Leute, die überwiegend mit Seilbahnen rauf und dann mit dem Bike runterfahren, ist wieder etwas anderes, aber Bergauffahren mit einem E-Bike ist wieder eine ziemlich andere Erfahrung (im wahrsten Sinne des Wortes), die deshalb nicht per se zu verdammen ist. Ich würde allen Kritikern durchaus raten, das einmal auszuprobieren, auch auf die Gefahr hin, dass sie dann Gefallen daran finden..... :wink:
E-Mountainbiken ist einfach eine zusätzliche Alternative, während es beim Schifahren im wesentlichen nur die Optionen Seilbahn (ggf. Helikopter) und Selber-Raufgehen gibt, kommt beim Radfahren jetzt halt noch eine dritte Möglichkeit dazu.
Ich stimme Werna76 allerdings zu, dass es auf stark frequentierten Strecken zu Problemen kommen kann, wenn sich Wanderer, Normal- und E-Biker die selben Trails teilen. Kommt halt drauf an, wo man unterwegs ist. Bei meinen bisherhigen Ausflügen im Wienerwald hab ich dort, wo ich unterwegs war (und das sind alles offizielle Mountainbikestrecken, zumindestens, wenn ich mich wegen der gelegentlich etwas lückenhaften Beschilderung nicht verfahren hab), in den letzten Wochen keinen einzigen anderen Biker getroffen.
Früher allerdings ist es mir auf einem eigentlich zum Hinauffahren gedachten und beschilderten schmalen Single-Trail durchaus passiert, dass dort (Normal)-Biker entgegen der vorgesehenen Fahrtrichtung mit einem Affentempo runtergebrettert sind, Fahren "gegen die Einbahn" ist also kein reines E-Bike-Phänomen.
Zuletzt geändert von gerrit am 17.07.2019 - 20:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: E-Mountain-Bike

Beitrag von gerrit » 17.07.2019 - 20:53

Zitat aus dem oben verlinkten Kurier-Artikel:
Laut ÖAMTC waren 2018 bereits 42,5 Prozent aller tödlich auf Straßen verunfallten Radfahrer E-Biker. Ein neuer Höchstwert. Das liegt einerseits daran, dass sich die Zahl der Räder mit Elektro-Unterstützung massiv erhöht hat. „Es gibt bereits mehr als 500.000 E-Bikes in Österreich“, sagt Christian Gratzer vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Die Zahl der tödlichen Unfälle mit den elektrogestützten Bikes steht jedoch in keinem Verhältnis zur Gesamtzahl von sechs bis sieben Millionen Rädern.
M.E. spielen hier mehrere Faktoren eine Rolle, sicher auch die Tatsache, dass es aktuell viele Menschen jenseits der 60 oder 65 gibt, die mit einem E-Bike wieder das Radfahren beginnen, Unfälle gibt es dann einerseits, weil sie mit der dadurch höheren Geschwindigkeit überfordert sind, andererseits würden sie vermutlich auch mit einem normalen Rad verhältnismäßig mehr Unfälle haben, nur würden sie mit einem normalen Rad gar nicht mehr beginnen. Und das Verhältnis zwischen den 500000-E-Bikes und den 7 Millionen Normalrädern kann man so auch nicht stehen lassen, weil wenn sich jemand heute ein E-Bike kauft, dann verwendet er es vermutlich und viele Normalräder stehen einfach nur rum, allein in meinem Haushalt (an zwei Standorten) kann man aktuell in diversen Kellern und Schuppen 7 (!) Normalfahrräder und ein E-Bike finden, benutzt wird im Moment fast ausschließlich das E-Bike...... :wink:
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Re: E-Mountain-Bike

Beitrag von extremecarver » 17.07.2019 - 21:35

Die Frage ist eher - ob es nicht schon deutlich über 50% der Unfälle sind. Im Standard stand zu dem Artikel dass im Prinzip die Art des Fahrrads noch gar nicht erfasst wird - sprich Dunkelziffer könnte noch deutlich höher sein.

Interessant wäre außerdem eher - die Zahl der selbstverschuldeten Unfälle (wobei natürlich erfahrene Radfahrer im Straßenverkehr gut wissen - wo überall LKW/Autos sich nicht an Regeln halten, oder sie übersehen). Unverschuldete Unfälle sollte man separat betrachten (wobei hier evtl auch durch die falsche Einschätzung anderer der Geschwindigkeite die e-biker gefährdeter sind. Der Rennradler wird halt sofort als schnell fahrend erwartet, der aufrecht langsam pedallierende e-biker bei dem der Motor ordentlich arbeitet dagegen nicht). Bezüglich e-Mountainbiken dürfte die Anzahl unverschuldeter Unfälle aber viel geringer sein als auf der Straße - abseits von Straßen sind die meisten Unfälle ja doch selbstverschuldete Einzel unfälle - zumindest jene mit Anzeige bzw Krankenhaus. Und selbst bei fremd verschuldetem Unfall - wenn der Unfallgegener weg ist - und man keine Chance sieht den zu finden - wer macht denn da eine Anzeige? Die meisten lassen es wohl bleiben. Und im Krankenhaus die Statistiken sind wieder ganz andere als bei der Polizei. Nur tödliche Unfälle werden immer polizeilich aufgenommen.

Aber wenns um Sicherheit ginge, müsste mindestens 1/3 aller straßenbegleitenden Fahrradwege geschlossen werden - erst recht die einseitigen welche in beide Fahrtrichtungen offen sind. Was gefährlicheres als einen Fahrradweg gegen die Fahrtrichtung auf der Straßenseite zu benutzen gibts kaum (Gefahr für tödlichen Unfall 12x so hoch wie auf der Straße wenn ich das richtig erinnere, aber es gibt ja Benutzungspflicht in DE und AT). Ein und Ausfahrten und Fahrradwege sind halt saugefährlich - weil viele Autofahrer nur auf die Straße schauen, bzw der Fahrradweg kaum einsehbar ist.


Ich bin ja immer wieder überrascht - wie schlecht viele Leute die selten am Fahrrad fahren dann fahren. Sprich die haben bei unter 5m Abstand schon Angst, richtig bremsen können eh mindestens 80% nicht, und dass einschätzen von Gefahren ist ohne Erfahrung sowieso kaum möglich. Aber langsam fahren (unter 2-3km/h), richtig bremsen und enge Kurven fahren - dass kann kaum ein Gelegenheitsradler. Die Frage ist ob man das überhaupt lernt wenn man nur gemütlich fährt. Und Bremsen lernen, braucht mindestens 20-30 Tage mit viel Fahrzeit.
Andererseits - ambitionierte Rennradfahrer - wenn man die auf ein gutes Enduro/DH MTB setzt - fahren die auch im Bikepark bis auf Sprünge recht ordentlich und deutlich besser wie so mancher 1 Woche Bikepark pro jahr Jahr (sonst kaum radeln) Fahrer. Gut Fahrrad fahren lernt man IMHO nur durch a) ambitioniertes Rennradeln b) täglich mindestens 10km zur Arbeit/Schule pro Weg und dass als Sport ansehen c) Mountainbiken mit Ehrgeiz.
Und gut mountainbiken lernen ohne öfters zu stürzen - auch nicht möglich. Stürzen lernen wäre daher mal der erste Schritt.

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Re: E-Mountain-Bike

Beitrag von Kris » 18.07.2019 - 13:20

Mal eine Frage an jene, die viel eBike im alpinen Raum fahren, d.h. gut Höhenmeter spulen:

Wie fühlt es sich an, wenn man dann doch mal wieder ein normales MTB bergauf kurbelt?


Hintergrund: Ein wenig liebäugle ich zugegebenermassen mit einem eMTB, da ich es zum Commuten von der Arbeit zurück nach Hause gerne ein wenig wellnessmässiger hätte -die Arbeit macht oft derart k.O., daß ich keine Energie mehr habe die 350 Höhenmeter -eigentlich recht schön durch die Wälder und so- heim zu kurbeln. Ich nehme dann den Bus.
Anderseits möchte ich nicht, dass ich mich an das eBike derart gewöhne, dass mir meine eigene Muskelkraft irgendwann "äh, oh, ist das schwer hier rauf, so langsam, bin ich eine Null - zu anstrengend ohne Mortorunterstützung" selbst demotiviert, daß ich nicht mehr normal MTB fahren mag.

Wie läuft das bei anderen?
Der Hochgenuss des elektrisch leichten Kurbelns kann ja nicht anders als mit der Zeit das reine Muskelgetriebene irgendwann als nicht mehr angenehm -weil zu anstrengend- verkommen zu lassen?
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Re: E-Mountain-Bike

Beitrag von gerrit » 19.07.2019 - 20:16

"Geführctet" hab ich mich in den letzten Wochen mit dem neuen Rad nur einmal: als mir am Donauradweg (Anfahrt zu einer Tour in Kritzendorf) eine Horde Rennradler entgegengekommen ist und mir fast keinen Platz gelassen hat.....
@kris: Könnte schon gefährlich sein, wenn Du davor Angst hast, dann solltest Du für das Pedeln runter ins Tal eher nur ein straßentaugliches E-Bike nehmen, mit dem kommst Du dann gar nicht auf die Idee, es vielleicht im Gelände zu verwenden. Man kann sich an die zusätzliche Power durchaus gewöhnen, aber bei Dir hätt ich nicht so viel Angst, dass Du es mit dem "unplugged" Bike dann nicht mehr schaffst... :wink:
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Re: E-Mountain-Bike

Beitrag von scratch » 19.07.2019 - 23:18

Kris hat geschrieben:
18.07.2019 - 13:20
...
Wie läuft das bei anderen?
Der Hochgenuss des elektrisch leichten Kurbelns kann ja nicht anders als mit der Zeit das reine Muskelgetriebene irgendwann als nicht mehr angenehm -weil zu anstrengend- verkommen zu lassen?
Ich persönlich habe noch kein E-Bike ausprobiert, aber der Mensch an sich ist ziemlich faul, egal in welcher Beziehung.
Deshalb ist deine Befürchtung meines Erachtens berechtigt. Wenn man die Möglichkeit hat, dass man sich es bequemer machen kann, dann tut man es auch. Mir würde es da wohl auch so gehen, deshalb lasse ich mich zur Zeit nicht drauf ein ;).
Viele E-Biker sagen zwar, man kann ja die Unterstützung runter regeln oder ganz ausstellen (wird beim Umstieg von normal auf E vielleicht auch die erste Zeit gemacht), aber nach einer gewissen Zeit lässt sich doch jeder immer mehr unterstützen, der nicht wirklich auf bestimmte Leistungen/Rennen hin trainiert. Nur so ehrlich sind die wenigsten. Mir ist das egal, im Prinzip belügen sie sich ja dann selber. Der Akkustand lügt aber nicht.

Btw., gestern habe ich das erste mal eine Tour gemeinsam mit einem E-Biker gemacht. Lief so, wie ich es erwartet habe (mit allen Vor- und Nachteilen) und für mich habe ich wieder die Bestätigung, dass ich bisher gut auf ein E-Bike verzichten kann und will.

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Re: E-Mountain-Bike

Beitrag von philippe ch » 25.07.2019 - 11:52

Kris hat geschrieben:
18.07.2019 - 13:20
Mal eine Frage an jene, die viel eBike im alpinen Raum fahren, d.h. gut Höhenmeter spulen:

Wie fühlt es sich an, wenn man dann doch mal wieder ein normales MTB bergauf kurbelt?


Hintergrund: Ein wenig liebäugle ich zugegebenermassen mit einem eMTB, da ich es zum Commuten von der Arbeit zurück nach Hause gerne ein wenig wellnessmässiger hätte -die Arbeit macht oft derart k.O., daß ich keine Energie mehr habe die 350 Höhenmeter -eigentlich recht schön durch die Wälder und so- heim zu kurbeln. Ich nehme dann den Bus.
Anderseits möchte ich nicht, dass ich mich an das eBike derart gewöhne, dass mir meine eigene Muskelkraft irgendwann "äh, oh, ist das schwer hier rauf, so langsam, bin ich eine Null - zu anstrengend ohne Mortorunterstützung" selbst demotiviert, daß ich nicht mehr normal MTB fahren mag.

Wie läuft das bei anderen?
Der Hochgenuss des elektrisch leichten Kurbelns kann ja nicht anders als mit der Zeit das reine Muskelgetriebene irgendwann als nicht mehr angenehm -weil zu anstrengend- verkommen zu lassen?
Wenn du ein E-Mountainbike hast, wirst du nie mehr auf ein normales Mountainbike steigen. Das ist wie bei den Drogen, E-Mountainbike macht süchtig und Faul.
Es ist aber nicht so dass man mit einem E-MTB nicht ins schwitzen kommt. Auch darauf wirst du Müde. Mann kommt einfach weiter.
Und ein E-MTB ohne Unterstützung zu fahren macht kein Spass. Die Dinger sind schwer.

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Re: E-Mountain-Bike

Beitrag von scratch » 25.07.2019 - 22:50

Ich kenne durchaus Radler, die trotz eines sehr guten E-Bikes (Nicolai) auch sehr oft ihre Räder ohne Motor benutzen. Kommt eben auf die Tour und den Mitfahrern drauf an. Die meisten E-Biker kennen es ja gar nicht, dass man auch Touren machen kann/will, auf denen man sein Rad auch mal tragen muss und deshalb sehen sie auch nicht die Notwendigkeit eines leichten Rades ;)

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Re: E-Mountain-Bike

Beitrag von rush_dc » 27.07.2019 - 08:43

Ich bin jetzt auch mal ein E-enduro probegefahren. Bergauf wars ganz lustig, bergab aber träge, zäh und auf schmalen Wanderwegen einfach nicht fein zu fahren, bzw bergab schnell zu fahren wird deutlich anstrengender, wahrscheinlich auch gewöhnungssache. Auch bei kleinen Sprüngen einfach easy abziehen ist nicht mehr drinnen. Mmn deutlich schlechteres Fahrgefühl als mit meinem Normalen Emduro. Ich bleibe vorerst bei meinem normalen Enduro, Fahrspaß bergab ist mir wichtiger als gemütlich hochkommen... Auch wenn ich länger dafür brauche.
Außerdem gibt es bei mir auch trails, bei denen ich mein bike auch mal tragen muss, da bist mit dem schweren eBike verloren.
Hin und wieder nehm ich jetzt meinen Sohn mit, der fängt jetzt mit 5 an die leichten trails zu fahren. Momentan hänge ich ihn hinten dran beim hochfahren mit einem Seil, da würde ich mir hin und wieder ein eBike wünschen aber solange ich so noch hochkomme mit ihm passt das. Und die verwunderten Blicke der anderen sind ja auch was wert :lol:
Was ich hier bei uns beobachte: Alle die etwas sportlicher unterwegs sind fahren normales Bike und sind auch bergab gut unterwegs, bei vielen eBikern wird mir schlecht wie die bergabfahren.
Habe 2 Freunde die Ärzte sind und beide erzählen mir das gleiche: Vor allem die älteren fahren jetzt lange Touren auf den Berg, zwar hauptsächlich Forststrasse aber beim Bergabfahren verkrampfen dann ihre Hände und dann können sie nicht mehr bremsen und schon liegen sie im Graben mit schwersten Verletzungen. Das bergab wird leider komplett unterschätzt, und ich persönlich finde es gibt nichts schlimmeres als eine Schotterstraße runter zu fahren.
Der Siegeszug der eBikers ist aber nicht mehr aufzuhalten. Während mein Bike aber auch noch in zig Jahren fahren wird, wird das eBike in ein paar Jahren als Elektroschrott auf dem Müll landen. Ist einfach so ...
Und weil momentan eh alle auf dem Ökotrip sind: was gibt es ökologischeres als mit eigener Muskelkraft den Berg hochzutreten?
Aber generell hab ich nichts gegen eBikes, ein jeder wie er will, ich lass mich ja auch gemütlich mit dem Lift teilweise hochfahren. :roll:
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Re: E-Mountain-Bike

Beitrag von wallack » 17.08.2019 - 20:16

Also ich klink mich hier auch mal kurz ein:
Vorerst-ich fahre auch ein E-MBike - und bin sehr zufrieden.
Zur Kraftanstrengung: man kann auch mit einem E-Bike sportorientiert fahren-
und wie!
Mit Stufe 1 kompensiert man des Mehrgewicht des E-Bike (22kg)-also wenn du mit Stufe 1 1000Hm
rauf fährt ist es das selbe als mit einem herkömmlichen Bike.
Allerdings hat es den Vorteil das man schneller unterwegs ist-und das ist der Grund
warum ich umgestiegen bin.
Und bei Stufe 2 schaff ich 2500Hm am Tag-das ist deshalb wichtig, weil ich eben
2-3 Berge am Tag machen kann - und das ist einfach mehr Erlebnis/Tag.
Die Kallorienverbrennung passt-trotz E-Bike.
Das weiß ich deshalb, weil ich im Winter ja ca. 80 Skitouren mache, und dadurch
den direkten Vergleich habe.

Das es ein für und wieder gibt zu diesem Thema ist Natur der Sache.
Tatsache ist aber das viel mehr Leute (auch ältere) dadurch etwas für die Gesundheit tun-
denn jede Art von Bewegung ist gesund.


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Re: E-Mountain-Bike

Beitrag von Werna76 » 19.08.2019 - 00:27

wallack hat geschrieben:
17.08.2019 - 20:16
Mit Stufe 1 kompensiert man des Mehrgewicht des E-Bike (22kg)-also wenn du mit Stufe 1 1000Hm
rauf fährt ist es das selbe als mit einem herkömmlichen Bike. Allerdings hat es den Vorteil das man schneller unterwegs ist
Das ergibt keinen Sinn.
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Re: E-Mountain-Bike

Beitrag von bone » 19.08.2019 - 11:57

Werna76 hat geschrieben:
19.08.2019 - 00:27
wallack hat geschrieben:
17.08.2019 - 20:16
Mit Stufe 1 kompensiert man des Mehrgewicht des E-Bike (22kg)-also wenn du mit Stufe 1 1000Hm
rauf fährt ist es das selbe als mit einem herkömmlichen Bike. Allerdings hat es den Vorteil das man schneller unterwegs ist
Das ergibt keinen Sinn.
der sinn dahinter ist, dass man dadurch einen größeren aktionsradius hat und mehr sehen/abfahren kann an einem tag als mit reiner (eigener) muskelkraft.
ich versteh das argument, aber meiner meinung nach ist das dann halt pech wenn man nicht fit genug für mehr HM/km ist...
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Re: E-Mountain-Bike

Beitrag von wallack » 20.08.2019 - 08:26

"ich versteh das argument, aber meiner meinung nach ist das dann halt pech wenn man nicht fit genug für mehr HM/km ist..."

Nun ich sehe das so das ich mit Stufe 1 ca. 10-11Kmh den Berg rauf fahre.
Und deshalb schaff ich mehr Kilometer bzw. HM am Tag als mit einem herkömmlichen Bike.
In meinem Bekanntenkreis gibt es soweit ich weiß keine "herkömmlichen Biker" die so eine hohe
Geschwindigkeit zusammen bringen...
Aber natürlich kann es sowas geben.

Und zur Aussage "ist das dann halt pech wenn man nicht fit genug für mehr HM/km ist":
im Winter bei den zig Skitouren hab ich auch keine E-Unterstützung dabei....
und mach trotzdem meine HM...:)

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Re: E-Mountain-Bike

Beitrag von gerrit » 20.08.2019 - 10:20

Man könnte ja auch sagen, es ist Pech, wenn man zum Schifahren Lifte und präparierte Pisten braucht und nicht kräftig/gut genug ist, mit Fellen raufzugehen und im Gelände runterzufahren..... :wink:
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Re: E-Mountain-Bike

Beitrag von extremecarver » 20.08.2019 - 10:40

Naja - bei der Einstellung werden dann in 10 Jahren halt die heutigen e-biker auch mit Exoskelett den Alltag oder das wandern durchführen. Dann sieht man ja mehr pro Tag. Die ersten wander/joggingtauglichen Exoskelette sind ja schon entwickelt. Wofür den Lift nehmen wenn man auch mit 15km/h dank Exoskelett den 30° Wanderweg raufrennen kann?
Und bei Skitouren wirds dann nicht viel länger brauchen, wozu Lift wenn man dank Komplettkörper Exoskelett mit 15km/h die Piste raufsprinten kann. Eigentlich fehlts ja nur noch an der entsprechenden Akkutechnologie damit sie die Exoskelette durchsetzen.

Skifahren kann dann auch jeder ähnlich gut, das Exoskelett wird da dem normalen Skifahrer bald überlegen sein und verstehen was der dumme User will und es besser machen.

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Re: E-Mountain-Bike

Beitrag von gerrit » 20.08.2019 - 11:06

Ich habe natürlich darüber nachgedacht, wie es wäre, wenn es ein e-bike-Äquivalent für Schitouren gäbe, das würde dann vermutlich zu einer weiteren Zunahme von Tourengehern führen, keine Frage. Auch gebe ich gerne zu, dass mir das vermutlich überhaupt nicht recht wäre und ich hier wohl ähnlich sauer wäre wie manche der "Analogbiker", die sich über die E-Biker aufregen. Allerdings gibt es wohl doch einen kleinen Unterschied: Macht man das Schitourengehen mit überwiegendem Augenmerk auf die Abfahrt, so ist das dafür notwendige Substrat, der unverspurte Tiefschnee, in der Regel stark limitiert und eine größere Anzahl an Tourengehern ist da natürlich kontraproduktiv. Hier gab es ja auch die ähnliche Diskussion, dass schon durch die breiten Schier viel mehr Leute im Gelände unterwegs sind, die mit schmalen Brettern viel größere technische Probleme hätten.
Nachdem das Argument der unverspurten Abfahrt ja beim Mountainbiken wegfällt, bleibt hier nur das Argument, dass durch die E-Biker sicher mehr Leute auf den Trails unterwegs sind als früher, ob das aber insgesamt so schlimm ist, kann ich nicht beurteilen, dort wo ich unterwegs bin (Wienerwald, Salzkammergut) habe ich nicht den Eindruck, dass das Mountainbikegelände durch die E-Biker an seine Kapazitätsgrenzen stößt.
Allerdings kann ich mich zugegebenerweise eines leichten schlechten Gewissens nicht erwehren, wenn ich mit meinem E-Bike Normalbiker überhole, die mich sonst sicher abhängen würden. Trotzdem habe ich dabei nicht den Eindruck, ihnen objektiv etwas wegzunehmen, so wie es ein "motorisierter" Tourengeher im Schnee täte.
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