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Ankogel, 8. 2. + 23. 2. 2019

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miki
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Ankogel, 8. 2. + 23. 2. 2019

Beitrag von miki » 12.02.2019 - 11:06

Am vergangenen Freitag (Anm.: der 8. 2. ist in Slowenien Feiertag) waren wir auf der Suche nach einem kleineren, nicht überlaufenem Skigebeit. Ferien in Teilen Österreichs + Feiertag in Slowenien, der dazu noch auf einen Freitag fällt, ist eine denkbar ungünstige Situation, falls man keine Lust auf Warteschlangen an den Liften und volle Pisten hat. Gerlitzen, Nassfeld, Turrach oder Katschberg sind an solchen Tagen no - go, und wie ich im smucisca - Forum so gelesen habe war es heuer extrem (am Freitagmorgen halbe Stunde Wartezeit vor dem Karawankentunnel etc.). Ankogel ist an solchen Grosskampftagen immer eine wilkommene Alternative, also sehn mer mal ob es auch heuer so sein wird.

Wir hatten es nicht eilig, von 9 bis 16 kann ich es dort dank der unbequemen Lifte eh nicht aushalten. Um halb zehn waren wir an der Talstation, Parkplatz maximal zu 30% besetzt, sieht schon mal gut aus. Also glech mal mit der Gruppenpendelbahn hinauf auf 2600 m, die Landschaft dort kann sich sehen lassen 8) :
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Es ist inzwischen etwa 10 Uhr, auf der ganz linken Pistenvariante oben war vor uns genau eine Spur:
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Meine Maus beim zerstören der Idylle :twisted: :
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Allgemein zum Pistenzustand: es war schön, aber nicht ideal zum Fahren. Der 'Neuschnee' der zwar wie Powder aussieht und auf den präparierten Pisten lag, waren eigentlich Windverfrachtungen von der Nacht, und diese waren tlw. unangenehm wingepresst. Und wie es bei Windverfrachtungen so ist, gab es z. B. 100 oder 200 m keine, nur gut gewalzten Attschnee, und dann hinter einer Kuppe ist man in eine hatrgepresste Schneeverwehung hinengefahren, da musste man schon aufpassen um nicht auf den Kopf zu fliegen. Ist aber Jammern auf hohen Niveau. Am besten war der Schnee am Vormittag von der Mittelstation ins Tal, perfekt griffige und leere Pisten:
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Ganz so leer wie bei der Ankunft ist es auch am Ankogel nicht geblieben, zwischen 11 und 12 war es für Ankogler Verhältnisse so richtig voll, am SL mussten wir sogar mal 3 oder 4 Bügel abwarten, und die PB - Kabinen waren bei einigen Fahrten sogar fast voll. BTW, der Paralellschlepper der bereits seit einigen Jahren ausser Betrieb war, wurde endlich abgebaut:
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Blick von der Bergstation des Schleppers zur PB:
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Leider sind gegen Mittag hohe Wolken aufgezogen, zuerst nur ganz dünne durch welche die Sonne noch durchschimmern konnte, dann auch dichtere, so dass gegen 13 Uhr die Sicht oberhalb der Mittelstation schlecht wurde. Die Wetterprognose war natürlich ganz anders, am Morgen noch Restwolken einer schwachen nächtlichen Wetterfront und am Nachmittag dann strahlend sonnig - deshalb sind wir auch erst um halb Zehn angekommen:
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Zweimal sind wir nur von der Mittelstation ins Tal gefahren (für die 650 HM ist mir das allerdings zu viel Lauferei, zuerst beim Ausstig an der Mittelstation und dann noch einmal im Tal), dann gab es Hütteneinkehr im Hochalmblick unterhalb der Mittelstation. Sehr gutes Essen, allerdings drinnen viel zu voll und viel zu lange Wartezeiten, ich glaube es hat 40 Minuten gedauert bis mein Kaiserschmarrn am Tisch war :nein: . Beim wolkigen Wetter habe ich die Tortur über mich ergehen lassen, wäre es draussen sonnig würde ich die Bedienung nach 15 Minuten zum Teu... ich wisst schon was. Nach ein paar Besuchen in solchen 'urigen Hütten mit Bedienung' weisst man wieder die grossen 'SB - Massenabfertigunstempel' zu schätzen, wo man keine Stunde der wertvollen Skizeit verliert um den Magen voll zu bekommen.

Nach 15 Uhr wurde die Wolkendecke wieder dünner und lückenhafter, war für einen versöhnlichen Tagesausklang gesortgt hat. Richtig wolkenlos wurde es natürlich erst kurz nach 16 Uhr :twisted: :Bild

Fazit: dem grossen Ansturm sind wir erfolgreich ausgewichen, also die Flucht vor unseren Landsleuten ist schon mal gelungen :wink: . Sonst aber war es ein netter Tag ohne Superlative: zum einen die Schneelage mit dem eingewehtem Schnee, dann die nicht vorhergesagten Wolken am frühen Nachmittag, und die 'Bedienung' auf der Hütte. An den genialen Vortag am Pohorje ist der Ankogel diesmal nicht herangekommen. Ich glaube wir werden im Laufe der Saison mindestens noch einmal hinfahren müssen um uns den Nachgeschmack zu verbessern. Um 16:50 haben wir dann unser Auto in Mallnitz auf den Zug verladen (da war es am Berg natürlich sonnig, aber was nutzt es um diese Zeit noch ... ):
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... trauriger Blick auf das LSAP - gebiet auf der Häusleralm:
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Die beiden folgenden Tage haben wir untypischerweise im Salzburgerland verbracht, mehr dazu im Laufe der Woche im anderen Bericht.
Zuletzt geändert von miki am 25.02.2019 - 20:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ankogel, 8. 2. 2019

Beitrag von L&S » 12.02.2019 - 13:16

Ich fand den Ankogel im Jänner super und auch an einem Sonntag sehr leer und die Hälfte der Skifahrer waren Eingeborene!

Ich denke aber auch, dass sich ab März die sonnige Lage negativ auf die Schneequalität auswirken muss.

Viel Spaß( ich schätze mal im Gasteinertal??)
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Re: Ankogel, 8. 2. 2019

Beitrag von miki » 12.02.2019 - 15:28

Am Ankogel sind meistens die 'Eingeborenen' in Überzahl, auch bei uns war es so, besonders am Parkplatz. Aber (sorry, das muss ich noch loswerden):

im Skigebiet gab es viele deutsche Jugendgruppen, ich habe zwar gegen keinen was, aber die waren tlw. echt nervig mit ihrer blöden 'Musik aus dem Rucksack'. Es gibt da ein neumodisches Ding, das heisst Kopfhörer, da kann man Musik hören ohne dass die ganze Kabine mithören muss :evil: . Noch neviger war es, als sich die Teenager über ihre eigene Musikbeschallung hinweg noch unterhalten wollten, Geschrei ohne Ende. Wenn die Tschechen mit ihren Walkie - Talkies manchmal lächerlich sind (warum um alles in der Welt muss Jiři in der Bergstation wissen was Vaclav an der Mittelstation macht?), waren die deutschen Rucksack - Musikträger einfach störend. Sowas gehört IMO verboten, wenigstens in geschlossenen Kabinen.

Apropos März + sonnige Lage: ja, das denke ich mir auch. Wissen tu ich es nicht, wir fahren fast immer im Februar auf den Ankogel. Ich glaube ich muss es mal ausprobieren :D .
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Re: Ankogel, 8. 2. 2019

Beitrag von gorner » 14.02.2019 - 20:35

Sieht obwohl es ein kleines Skigebiet ist, nach durchaus interessanten Pisten aus. Wenn es doch nicht so weit weg wäre, würde ich dort doch durchaus mal hin gehen.

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Re: Ankogel, 8. 2. 2019

Beitrag von miki » 25.02.2019 - 19:59

23. 2. 2019
Am vergangenen Samstag haben wir, genau 2 Wochen nach unserem ersten Skitag, das nette kleine Skigebiet oberhalb von Mallnitz zum zweiten Mal in der Saison besucht. Bereits Mitte der vergangenen Woche, als die Temperaturen sich der 15 - Grad Marke näherten, haben wir nachgedacht am WE irgendwohin hoch hinaus zu fahren, und so habe ich vom Sa auf So ein Zimmer in Flattach gebucht, geplant war die Kombination Ankogel am Sa + Mölltaler am So. Ein wenig Sorgen hat mir der vorhergesagte starke Wind gemacht, andererseits sollten die Lifte am Ankogel (PB + SL) dem Wind auch besser standhalten als irgendwelche 4er Umlaufbahnen und Sessellifte.

Angekommen sind wir wieder mal etwas nach 9 Uhr, der Parkplatz war etwas voller als vor 2 Wochen, aber immer noch maximal zu 50 % besetzt. Los geht's:
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Herrlich hier oben ... :
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... und windig auch:
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Der Schneezustand war ganz anders als ich es erwartet habe: erstens ist am Freitag mehr Neuschnee gefallen als vorhergesagt, vor allem hat aber der Sturm sehr viel Schnee in die (am Abend gewalzten) Pisten hineingeweht. Abschnittsweise waren es bestimmt 80 cm (mit dem Stock nachgemessen). Da der Schnee aber pulvrig war und trotz Sonneneinstrahlung dank Minusgraden auch pulvrig blieb, waren die Bedingungen gar nicht mal schlecht:
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Winter pur im SL:
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Nach 10 Uhr wurde es für Ankogler Verhältnisse unglaublich voll, in der 2. Sektion der PB mussten wir mehrmals eine Kabine abwarten, einmal sogar zwei - so voll habe ich den Ankogel noch nie erlebt 8O. Einerseits sind viele Einheimische Freerider mit ihren superbreiten Latten auf der Suche nach Powder gekommen, andererseits waren auch viele 'Flüchtinge' aus Flattach dabei, weil die Bahnen dort wegen Sturm gesperrt waren. In den Kabinen waren fast alle Sprachen der Monarchie zu hören :biggrin:, neben kärntnerisch noch slowenisch, kroatisch, tschechisch/slowakisch. Deutsche Jugendgruppen mit Musik aus dem Rucksack gab es keine. Einheimische Freerider in Action:
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Alt, unbequem, aber irgendwie fotogen:
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Die Talafbahrt war kein wirklicher Genuss, wo der Wind den Neuschnee abgeweht hat, war es pickelhart, der Neuschnee daneben zerfahren:
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Acker um halb vier, pappiger Neuschnee auf sulzigem Altschnee:
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Die oberen Pisten, also am SL und bis zur Mittelstation, blieben den ganzen Tag pulvrig und auch Buckel haben sich kaum gebildet, der Wind hat die Piste immer wieder glattgefegt:
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Fazit: wieder kein Idealtag, aber ein interessanter Hochwintertag in herrlicher Umgebung. An dieser Stelle: zugegeben, frischer Neuschnee auf der Piste ist nicht gerade mein Ding. Ich fahre eigentlich meistnes gerade umgekehrt als die Powder - Fans, also in Skigebiete ohne Neuschnee. Und in Kärnten gäbe es etliche davon, der Süden (Petzen, Nassfeld) hat auch bei dieser Front gar nichts abbekommen. Aber bei dieser Wettersituation (Mi + Do Tauwetter, Fr Regen, Sa Temperatursturz und Nordwind) war in tiefer gelegenen Skigebieten ohne Neuschnee Betonschnee zu befürchten, und nachdem ich ein paar Berichte im slowenischen Forum gelesen habe (Pohorje, Petzen) war es wirklich so. Dann doch lieber Pulverbuckel ...
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