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Furx & Schuttannen | 14.01.2022 | Zwei Schmankerl

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Knapp zwei Wochen zuvor hatte ich Schuttannen bereits aufgesucht, doch am Neujahrstag haben die dort kurioserweise stets geschlossen, was ich als Ortsfremder natürlich nicht wusste und entsprechend dumm aus der Wäsche geschaut hatte. Doch ich gab nicht auf und so sollte es an jenem 14. Januar 2022 dann doch klappen – unterdessen war der Winter auch wieder zurückgekehrt und es hatte viel mehr Schnee dort oben wie noch am ersten Tag des Jahres. Auch der letzte Lift in Furx hatte nun offen, denn am Neujahrstag wäre dort wegen des verdammten Weihnachtsregenwetters nichts gegangen.

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Eine lange Anfahrt von München aus lag hinter mir – aber ich wohne im Westen der Landeshauptstadt und wenn dann auch noch die A 96 leer ist, gelangt man doch erstaunlich schnell ins Kleinstskigebietsparadies zwischen Bregenz, Montafon und Oberstaufen. Bereits das dritte mal ging es in dieser Saison auf jener Strecke zum Skifahren – den Stress am Irschenberg oder den obligatorischen Stau vor Oberau vermisste ich überhaupt nicht. Außerdem wieder ein Skitag ohne Sessellift- oder Seilbahnfahrt – nur reines Schleppervergnügen. Erst Mitte Februar brach ich diese SL-Reihe – wenn auch mit einer Fahrt in der altehrwürdigen Brauneck- und anschließend der Dreiersesselbahn am Garlandhang...

Um nach Furx hinaufzugelangen, musste ich in Hohenems die Autobahn verlassen und weiter auf der Landstraße zockeln – ehe es dann endlos durch die Ortschaften geht. Wie immer schickte mich das Navi anders wie vorab bei Googlemaps nachgesehen... ich musste eine sehr enge Straße durch einen Wald bewältigen und merkte, dass mich das blöde Ding wieder mal auf einem engen Wanderweg nach Furx hinauf schickten wollte. Rechtzeitig machte ich bei irgendwelchen Gehöften Kehrt und fand die Auffahrtsstraße schließlich, wo wie immer der übliche Einheimischenstresser im SUV hinter mir klebte und vor der nächsten Kurve überholte.

Aus den Augenwinkeln entdeckte ich Stützen des stillgelegten linken Furx-Schleppers (der nach unten hin längere Lift), doch ich wollte erst einmal ganz hinauf zum Parkplatz. Dort sah ich die Kurzbügel und Teller des kürzeren, noch in Betrieb befindlichen Schleppers. Obwohl bereits längst Betriebsbeginn sein sollte STANDEN SIE STILL!. Schuttannen 2.0 – so dachte ich mir.

Ich fragte ein einheimisches Pärchen, die aus einem Auto neben mir entstiegen. Lt. ihnen sollte der Lift eigentlich laufen – spätestens ab 12 Uhr, was zwei Stunden Wartezeit bedeutet hätte. Genaueres wüssten sie aber nicht, denn sie seien zum Wandern da. Zwar widersprach das den Internetangaben, aber all die anderen Einzellifte bzw. Kleinstskigebiete öffnen unter der Woche außerhalb der Ferien auch erst nachmittags – wenn überhaupt. So lud ich dennoch die Ski aus, trank noch einen Kaffee aus der Thermoskanne und versuchte, mich dennoch zu freuen. Auf einmal dröhnte der Motor oben am Berg auf und die Lift startete....

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Blick vom Parkplatz zur Bergstation der beiden parallelen Furxlifte, die sich oben hinter den Bäumen befindet. Die Lifte erschließen den Hang, der von links heraufführt. Wie bereits erwähnt wurde der längere Lift vor ein paar Jahren leider stillgelegt. Ganz abgebaut wurde der Peterhoflift, der von dieser – der Parkplatzseite aus – den Hang erschloss und den man eigentlich gut als Einstieg ins „Gebiet“ hätte gebrauchen können. Doch er wurde wohl schon vor etlichen Jahren abgebaut, denn er taucht nur noch in ganz alten Skiatlanten auf. Kollege Zottel war auch mal im Sommer hier auf LSAP-Suche...(LINK)

Links erkennt man die neuen Holzferienhäusl des „Peterhofs“. Das Trafohäusl im Vordergrund neben dem sehr malerischen Holzhaus (genau mein Geschmack – wie das „Skigebiet“ selbst ;) ) dürfte noch ein umgebauter Anbau der alten Talstation des Lifts sein – siehe die Links in Zottels Beitrag..

Der Peterhoflift führte dann oben am Waldrand entlang und einem weiteren malerischen Häusl vorbei, ehe es durch den Wald bis zu den Bergstationen der beiden Furxlifte ging.

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Dem Baumbestand nach schon ewig LSAP – aber das wundert mich, denn längst abgebaute Anlagen wie die Josefsthalbahn oder der ESL am Gaisberg in Salzburg haben immer noch richtige Waldschneisen hinterlassen, die zumindest vor 10 Jahren relativ einfach bzw. sofort (Josefsthalbahn) auszumachen waren.

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Da könnte man es aushalten...eine ganze Weile zumindest...

Als ich mich schließlich mit den Skiern auf den Weg machte, um auf der anderen Seite des Peterhofs zur Piste hinaufzulaufen, blieb der Schlepper, dessen Bügel man oberhalb der Geländekante sehen konnte, wieder stehen. Ich kehrte aber nicht wieder um, sondern versuchte mein Glück.

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Dazu dieser herrliche Ausblick aufs Rheintal – garniert mit absoluter Ruhe, Menschen allenfalls irgendwo als Spaziergänger im Hintergrund, dazu Schneeknirschen beim Hinaufschieben als Begleitmusik. Wobei ich natürlich gegen das übliche Schleppliftrattern nichts einzuwenden gehabt hätte.

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Endlich angekommen – niemand zu sehen und der Lift stand immer noch. Der stillgelegte große Bruder links war nicht einmal aufgebügelt und der Peterhoflift war ja auch nicht in Betrieb ;)

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Blick nach unten – nach der Geländekante kommt schon die Talstation des kurzen Liftes in Blickfeld. Der längere würde noch einen ganzen weiteren Hangabschnitt erschließen. Aber gut – wenigstens lief noch einer von dreien – wenn auch zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

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Diese Doppelgittermasten kenne ich sonst nur vom Grünten her.

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Wenn schon der Lift nicht lief, blieb wenigstens ausgiebig Zeit für Fotos.

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Hier die Talstation des kurzen, noch lebenden Furxschleppers, während der längere von weiter unten heraufkommt – so weit, dass man es nicht einmal einsehen kann.

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Wenigstens war nun zu sehen, dass sich zwei Männer im Häusl befanden. Ich fuhr hin und erntete auf meine Frage nach Betrieb erleichtert eine Bestätigung. Ich sei der erste Gast und deshalb würden sie nun den Lift für mich starten – so die Aussage. So etwas Geniales hatte ich schon lange nicht mehr erlebt – zuletzt 2012 mal an einem längeren Kurzbügler hinterm Achensee. Am Stoderzinken war ich bei meinem Besuch anfangs auch der einzige Gast, doch die Lifte liefen schon, ehe ich auf der Bildfläche erschien.

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Bevor es dann endlich losging, wurde noch ordnungsgemäß das Handy zwecks Impfstatus geprüft und der Kollege des Talstationsliftlers musste im Bügel vor mir nach oben fahren, um seinen Arbeitsplatz aufzusuchen.

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Blick auf den recht netten Hang oberhalb des Lifteinstiegs...

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Noch ein Schnappschuss

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So war nun alles perfekt – der Lift lief, ich hatte ihn und zwei, drei Pisten für mich allein und die Sonne stieg höher. Dazu der schöne Ausblick... so konnte man es mit dem letzten Lift in Furx ganz gut aushalten.

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Die Piste rechts vom Ausstieg – von unten aus betrachtet – fand ich total schön. Immer wieder blieb ich stehen, um den Ausblick zu genießen. Später dann ließ ich es dann lieber krachen – andere Skifahrer sollten mir während der Laufzeit meiner Zweistundenkarte sowieso nicht begegnen.

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Mit dem Tele schließlich mal noch in die Umgebung gezoomt – hier in die Schweiz hinein...

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Hier beginnt bereits die Verschandlung der Bergidylle durch geschmacklose Neubauten.

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Hier ist es noch schön...

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Laterns...eigentlich hätte sich eine Kombination angeboten – in alten Skiatlanten sind sogar noch Skiverbindungen nach Furx hinunter eingezeichnet. Aber den netten alten Dorflift an der Talstation der Zubringerbahn scheint man getilgt zu haben und so drängt mich eigentlich nichts dorthin. Wobei – irgendwann einmal werde ich bestimmt mal vorbeischauen. Aber an jenem 14. Januar dann doch lieber nochmal nach Schuttannen...

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Irgendwie untypisch liegen die Bergstationen der beiden Furxlifte versteckt im Wald oben – für das Baujahr 1970 (links) bzw. 1972 (rechts) hätte erwartet, ein richtiges Gebäude vorzufinden.
Das Betonhäusl rechts müsste noch vom Peterhoflift sein, denn links vorm Ausstieg befindet sich ein weiteres, in dem nun der vor mir noch hinaufgefahrene Liftler seinen Dienst verrichtete und mir mit einem Fragezeichen in der Denkblase beim Knipsen zusah.

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Hier sieht man noch ein Fundamentrelikt der Bergstation des Peterhoflifts, der von rechts durch den Wald heraufführte.

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Der Antrieb des kurzen Lifts...

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Der Antrieb des längeren Lifts...

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Das Relikt des Peterhoflifts von vorne erzoomt.

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Hier könnte der Ausstieg des Peterhoflifts gewesen sein. Ich befinde mich unterhalb des eheml. Liftlerhäusl mitten im Wald – allerdings kreuzt hier ein breiter Forstweg.

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Blick nach unten – alles ist bereits total zugewachsen.

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Die andere Piste befuhr ich erst später – denn hier hatte man nicht diesen grandiosen Rheintalblick – weiter unten muss man dann eh unterm Lift zum Einstieg rüber fahren. Diese Piste wäre vermutlich besser, wenn der lange Schlepper noch laufen würde.

Aber ich war – wie bereits erwähnt – froh, dass wenigstens der kurze Lift als einer von drei Schleppern hier oben überlebt hat. Der Liftler meinte auf meine Frage hin, dass der lange Lift auch nie wieder in Betrieb gehen würde. Man müsse zusehen, den Liftbetrieb generell am Laufen zu halten und es sehe eher danach aus, dass man auch bald den kurzen Lift stilllegen müsse. Schade um das reizvolle Kleingebiet dort oben! Auch mit einem Lift hat das, wie man hoffentlich etwas nachempfinden kann, einen sehr großen Reiz und ich konnte mich in jenen zwei einsamen Stunden so was von erholen. In einem „normalen“ Skigebiet wäre das nicht der Fall gewesen.

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Das würde sich der Maulwurf im Zillertal nicht trauen bzw. gar nicht durch die Kunstschneebetondecke durchkommen, ehe er vom nächsten Menschen überfahren wird.

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Da kommt der lange Furxschlepper herauf...

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Später dann wieder auf der anderen Piste zum Rheintal hin...

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Der lange Lift hatte hier eine Zustiegstelle...

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Nach zwei Stunden Knipsen...äh Skifahren, stand ich noch oben in der Sonne und zoomte zum Göllerkopflift am Nachbarberg – ein schöner, alter Kurzbüglerkurvenschlepper (!). Anfang 2019 war ich mal dort und versuchte vergebens, etwas vom Skigebiet Furx zu sehen. Kein Wunder, weil die Bergstationen der beiden Lifte ja vollkommen im Wald versteckt liegen und die Piste sich auf der nordwärts abgewandten Hangseite befindet. Der Kurvenlift stand noch und sollte wahrscheinlich im Laufe des Nachmittags noch in Betrieb gehen. Auch dort nagt sicherlich schon das LSAP-Virus. 2019 gab es den zweiten Schlepper, einen kürzeren Übungslift, schon nicht mehr.

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Ach ja – den Seillift habe ich unterschlagen, aber der interessierte mich nicht. Jedenfalls gibt es in Furx noch eine zweite Anlage ;)

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Ich packte die Kamera wieder in den Rucksack und fuhr noch genüsslich den Sonnenhang neben dem Peterhof hinunter, um wieder zum Auto zurückzukehren. Eine lange Talfahrt lag vor mir, ehe sich dann hinter Hohenems eine steile Bergfahrt anschließen sollte.

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Davor parkte ich aber noch bei der Talstation des langen Lifts. Man muss aber ein Stück laufen, ehe man dort ankommt.

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Zu gerne wäre ich hier noch hinaufgefahren, aber so konnte man wenigstens noch völlig ungestört ein paar Aufnahmen machen. Ich hatte zunächst noch das obligatorische Liftwächteranwesen neben der Talstation vermutet, doch da gab es nichts, was auch mal gut ist.

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Da wird wohl keiner mehr hinaufgezogen :(

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Schaut noch recht neu aus...

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Da ich noch nach Schuttannen wollte, unterbrach ich meine LSAP-Besichtigung und spazierte zum Auto zurück.

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Wie IMMER beim Skigebietswechsel bzw. einer Einzelliftesafari hat man einen extremen Schleicher, Traktor oder Schwerlasttransport vor sich. Auch an jenem Tag war es so. Kaum war ich im Tal unten auf der Hauptstraße, fuhr ein Traktor vor und sollte für eine endlose Karawane sorgen. Einige versuchten nach der Ortschaft, waghalsig zu überholen oder sich im Kolonnenspringen zu üben. Ich wollte Schuttannen noch erleben und tuckerte im 2. Gang Hohenems entgegen, wo ich diesmal ohne Umwege die Auffahrt zum dem kleinen Skigebiet fand.

Die Straße verläuft nach Durchquerung eines Dorfes (mit Blitzer mitten im Ort!) sehr steil nach oben – nach ausgiebigen Schneefällen wollte ich dort nicht hinauf fahren. Natürlich wäre die Erschließung durch eine alte DSB oder gar einen ESL eine schöne Sache gewesen, aber gleichzeitig haben solche Kleingebiete irgendwo am Berg oben und ohne Zubringeranlage einen eigenen Reiz.

Die alte Galsterbergalm hätte mich deswegen auch sehr interessiert – eine ewige Kurvenstrecke (der Karte nach) von Pruggern hinauf bis zum 500 m langen Leitnerschlepper „Galsterbergalmlift“, an dessen Bergstation sich der Kaltecklift (ein Leitnerschlepper mit Stützen für einen Doppellift – so wie der in Grasgehren) anschloss. Mehr gab es bis 1990 dort oben nicht, aber trotz Bau der GUB und der 4SB (um 1996 als Ersatz für den Kaltecklift auf verlängerter, neuer Trasse) hat jenes Gebiet immer noch seinen Reiz, wenn auch in abgeschwächter Form.

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Diesmal liefen die Lifte und so konnte ich im zweiten Anlauf, endlich mal in Schuttannen Ski fahren. Zwei uralte Schlepper – der untere sogar mit Baujahr 1957 – dazu die abgelegene Lage hoch oben abseits der Ortschaften und bei guter Sicht sogar mit Bodenseeblick. Ein Schmankerl...
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Am unteren Lift war kaum was los, aber am oberen tummelten sich auf der linken Piste etliche Skikurse, sodass man dort anstehen musste.

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Nach der ersten Auffahrt erst einmal die Kamera hervorgeholt, da sich bereits die Sonne senkte und der Schatten sich ausbreitete.

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Der Liftler grüßte immer recht freundlich...

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Hier sieht man gut, wie idyllisch das Kleingebiet Schuttannen liegt. Wobei man später, als sich Richtung Bodensee der Dunst lichtete, viele Häuser zu sehen bekam. Irgendwo rechts hinter dem Berg müsste Ebnit liegen, wo es noch einen einzelnen Lift gibt.

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Die Oldtimer-Bergstation aus den 50ern...

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Der untere Schuttannenschlepper ist wahrlich kein langweiliger Übungslift und auch die die Piste ist ganz passabel.

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Den Bodensee sah man im Gegensatz zum Neujahrstag nicht – aber später sollte sich der Dunst ein wenig lichten.

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Oben wird es recht steil.

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Der obere Lift, wo viel los war. Aber die rechte Piste blieb immer frei, weil links Skirennen stattfanden und sich die „Massen“ dort aufhielten. So konnte man diese kurze, aber feine Heizstrecke gut ausnutzen.

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Die Bergstation... leider gab es hier keinen Ausblick aufs Rheintal Richtung Hohenems hinunter.

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Aber immerhin...

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Die feine Piste, die vorhin Erwähnung fand...

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Später war dann auch schon die Sonne an der Talstation des unteren Lifts verschwunden...

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Der Pfänder trat aus dem sich auflösenden Dunst hervor.

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Am unteren Lift war nichts mehr los – eine Schuljungen-Trio baute sich neben der Piste noch eine Schanze und einer plärrte immer so laut herum, als ob er ein Megaphon verschluckt hätte. Der Liftler oben wunderte sich auch schon, wie mir schien. Die Landschaft konnte ich später dann wieder in aller Stille genießen, als die Kerle wieder zum oberen Lift wechselten.

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Ein sonniger, perfekter Wintertag neigte sich am Nachmittag dem Ende zu. Es wurde kälter und später auch wieder lauter, da die Jungs mit ihrem Schreihals-Kameraden zurückkehrten. Ich wechselte nochmal zum oberen Lift.

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Der Mond war mittlerweile aufgegangen. Noch einmal die Bergidylle genießen und wie immer eine gemütliche, langsame letzte Abfahrt. Als ich auf dem Parkplatz an der geöffneten Heckklappe saß und meinen Kaffee aus der Thermoskanne leertrank, kamen auch die drei Jungs angefahren und natürlich schrie der eine wieder unentwegt. Aber sie wurden abgeholt oder stiegen in den Bus und es war wieder ruhig.

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Danke dafür.
Ist mir natürlich vollkommen entgangen, dass der längere der beiden Lifte stillgelegt wurde. Hast du da einen Grund?
Vor einigen Jahren, es müssten miltterweile 8 oder 9 sein, haben ich gemeinsam mit Zottel die Kombination Laterns, Furx gemacht. Wenn auch ohne Verbindungsabfahrt - sehr zu bedauern meiner Begleitung. War perfekt so - zuätzlich noch mit Nachtski in Übersaxen.
Es ist sehr schade um den langen Lift, wir hatten damals sehr viel Spaß denn die lange Piste ist für eine Einzelanlage doch recht kurzweilig, der untere Abschnitt ist dazu auch deutlich steiler als der obere mit dem kleinen Lift. Diesen haben ich eher als Zubrot verstanden. Immerhin ist die tolle Aussicht erhalten geblieben - und die ist im Grunde das Beste.
 
noisi schrieb:
Danke dafür.
Ist mir natürlich vollkommen entgangen, dass der längere der beiden Lifte stillgelegt wurde. Hast du da einen Grund?
Vor einigen Jahren, es müssten miltterweile 8 oder 9 sein, haben ich gemeinsam mit Zottel die Kombination Laterns, Furx gemacht. Wenn auch ohne Verbindungsabfahrt - sehr zu bedauern meiner Begleitung. War perfekt so - zuätzlich noch mit Nachtski in Übersaxen.
Es ist sehr schade um den langen Lift, wir hatten damals sehr viel Spaß denn die lange Piste ist für eine Einzelanlage doch recht kurzweilig, der untere Abschnitt ist dazu auch deutlich steiler als der obere mit dem kleinen Lift. Diesen haben ich eher als Zubrot verstanden. Immerhin ist die tolle Aussicht erhalten geblieben - und die ist im Grunde das Beste.

Wahrscheinlich aus Geldnot, denke ich mir. Die werden dann den kürzeren weiter betrieben haben, da wohl eher Familien und Anfänger da oben Skifahren. Da dürfte der längere Lift mit dem steilen Abschnitt unten nicht so geeignet sein.
Euren Bericht kenne ich natürlich. Aber ich bin wie gesagt froh, überhaupt noch dort oben zum Skifahren gekommen zu sein.
 
Danke für die gewohnt hochwertige Reportage!

Dürfte an sich durchaus nach meinem Geschmack sein - gerade der schmale leicht kupierte Steilhang in Schuttannen schaut lecker aus. Aber nach über zweistündiger (wenn auch wie du schon richtig sagst meist stressfreier) Anfahrt ist die Hemmschwelle noch da, dann für Einzellifte nochmal umzusetzen. Das Duo Bazora/Pult war diesen Winter fast nie geöffnet und so hab ich es im Ländle dann doch irgendwie nur ins Bödele geschafft, wo gerade der Schwarzenberger Kurzbügler die hohen Erwartungen nicht recht erfüllen konnte, was aber großteils an den Pistenverhältnissen lag.

Bei Laterns ging es mir genauso - ohne den Dorfschlepper unten fällt er gleich aus meinem Beuteschema, auch wenn die Gelände-Abfahrt auf dem Rücken rüber nach Furx sicher mal interessant wäre - wobei dann natürlich noch die Frage der Rückfahrt zu klären wäre…
 
Richtig schöne Bilder, die die urige Lage der beiden Gebiete gut einfangen. ich hatte ja 2017 zusammen mit Petz die gleiche Kombi gemacht, nur dass wir zwischendurch noch Gurtis/Bazora mitgenommen hatten. Seitdem bin ich leider nicht nochmal hingekommen, meist bleibt man doch in einem der unzähligen im Vergleich größeren Gebiete auf der Anfahrt hängen...

Der lange Schlepper in Furx stand bei mir auch schon still, es müssten alle Robas an der Anlage getauscht werden wie mir damals gesagt wurde, am kurzen Lift hatte man das damals ganz frisch erledigt gehabt. Wäre schade, senn sie den jetzt auch noch stilllegen würden.

Der obere Schlepper in Schuttannen war 1972 übrigens die allererste klassische Langbügelanlage, welche Doppelmayr produziert hatte. Damals noch mit den üblichen schwarz-roten Bügeln, wie in diesem Werbeprospekt zu sehen (unten).

Viele Grüße
 

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Gleitweggleiter schrieb:
Dürfte an sich durchaus nach meinem Geschmack sein - gerade der schmale leicht kupierte Steilhang in Schuttannen schaut lecker aus. Aber nach über zweistündiger (wenn auch wie du schon richtig sagst meist stressfreier) Anfahrt ist die Hemmschwelle noch da, dann für Einzellifte nochmal umzusetzen. Das Duo Bazora/Pult war diesen Winter fast nie geöffnet und so hab ich es im Ländle dann doch irgendwie nur ins Bödele geschafft, wo gerade der Schwarzenberger Kurzbügler die hohen Erwartungen nicht recht erfüllen konnte, was aber großteils an den Pistenverhältnissen lag.

Bei Laterns ging es mir genauso - ohne den Dorfschlepper unten fällt er gleich aus meinem Beuteschema, auch wenn die Gelände-Abfahrt auf dem Rücken rüber nach Furx sicher mal interessant wäre - wobei dann natürlich noch die Frage der Rückfahrt zu klären wäre…

Ich glaube, wir haben - von der Anfahrtsschwelle abgesehen - wirklich den gleichen Geschmack. Bazora habe ich damals mit Übersaxen kombiniert und am Schluss noch den Kurzbügler in Tschardund (oder so ähnlich) mitgenommen. Geniale Lifte, die ja immer noch laufen dürften. Dalaas hoffe ich mal noch zu fahren, aber da braucht es dann wieder eine Übernachtung.
Bödele hat mich Anfang 2016 total begeistert - da will ich unbedingt mal noch ein zweites Mal hin. Vor allem auch die beiden Kurvenlifte sind 1A. Allerdings möchte ich erst noch die mir fehlenden Lifte in der Gegend ansteuern.

tobi27 schrieb:
Der obere Schlepper in Schuttannen war 1972 übrigens die allererste klassische Langbügelanlage, welche Doppelmayr produziert hatte. Damals noch mit den üblichen schwarz-roten Bügeln, wie in diesem Werbeprospekt zu sehen (unten).
Danke für den interessanten Hinweis. Dann hat man also 1972 den zweiten Lift gebaut. Ich dachte immer, die Gittermasten hätte man nur bis zur Mondlandung gebaut und ab den 70ern T-Masten. Aber was das anbetrifft, kenne ich mich ehrlich gesagt, nur rudimentär aus.
Die schwarzen Bügelstanden mit den roten Bügeln dran waren im Skikurs auf der Reiteralm Ende der 80er immer begehrt bei uns Kindern. Am Holzerlift, am Reiteralmlift II oder III bzw. auch den Muldenliften haben wir immer zugesehen, solche zu erwischen. Oder die ganz schwarzen bzw. die mit orangen Standen und roten Bügeln.
 
Schade, dass es diese schönen Kleingebiete fast nur noch in Westösterreich gibt, ist leider viel zu weit weg. :nein: Früher gabs bei uns in OÖ auch viele solcher Gebiete, damals als Knirps war ich halt leider noch ohne Schein und Auto, jetzt als Großer sind sie weg...

Danke für den Bericht und deine - wie immer - großartigen Bilder und Erläuterungen.
 
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