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Ischgl | Gefangen am Grübelekopf | Dezember 2023

Ischgl | Gefangen am Grübelekopf | Dezember 2023

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„Werner, wenn wir oben sind, trinken wir erstmal eine alte Marille gegen das Zittern.“ (Ü60, schwäbischer Akzent, 9:47 Uhr in der Silvrettabahn 2)*


Ischgl: Mythos, Corona-Hotspot, Ballermann der Alpen - für mich aber in erster Linie ein Skigebiet und das Ziel eines Skiwochenendes Mitte Dezember. Ohne große Vorurteile, dafür mit einer großen Portion Lust aufs Skifahren ist gegen 6 Uhr an einem Freitag Abfahrt in München. Später als geplant, aber nicht schlimm - schließlich ist es Urlaub.

Irgendwann nach halb 10 ist der Parkplatz an der Silvrettabahn erreicht. Fünf Euro bezahlt man hier für ein Tagesparkticket. Am Ende sind das Peanuts im Vergleich zum Rest, den die drei Tage hier kosten. Ätzend ist es trotzdem.

Einige Minuten später - und um 210,50 € für den 3-Tages-Silvretta-Skipass leichter - geht es mit dem kultigen Funitel nach oben. Gute Stimmung, kaum Andrang.
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Die Materialgondel im Pendelbahn-Design - sehr schick.
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Warum Ischgl? Der Blick auf den Pisten- und Anlagenstatus liefert die Antwort: Mitte Dezember und Ski optimal. Das Gebiet ist praktisch komplett geöffnet.
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Tag 1: Der Fail

Die Sicht ist noch mäßig, der Schnee top. Von der Idalpe geht es zunächst für einige Wiederholungen in den Höllkar-Sektor.
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An der Zeblasbahn ließ es sich einige Abfahrten aushalten.
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Dann ging die Abfahrt nach Samnaun auf - zuvor wegen Lawinengefahr gesperrt. Also nichts wie hin. Ohne Samnaun ist man nicht in Ischgl gewesen - oder so.
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Blick auf die rote 80 nach Samnaun. Landschaftlich gigantisch und oben hui - unten als blaue 80a dann eher pfui.
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Parallel zu diesem urromantischen Ort (*hust) ist die Piste nur ein langer Zieher.
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Mit dem Musellalift könnte man hier etwas Schwung holen. Leider war dieses Gebastel aus Garaventa-, Städeli- und Borer(?)-Stützen noch nicht in Betrieb.
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Am Ende des Ziehers führen zwei parallele Pendelbahnen zurück ins Skigebiet. In Betrieb war gerade nur der Twinliner.
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Wenig schick, aber monumental die Talstation.
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Nix los hier
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Schon ein cooles Teil.
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Der Alp Trida-Kessel. Von hier hat man einige Optionen. Uns zog es zur Visnitzbahn und von dort zum Grübelekopf. Das sollte nicht ohne Folgen bleiben...
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Am Grivalea/Grübelekopf ereignete sich kurz darauf der Fail der Saison. Nach einer ersten Abfahrt an der Grivaleabahn entschieden wir uns für eine Wiederholung. Denn die Piste gefiel.
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Kurz vor der zweiten Auffahrt fiel mein Blick auf die stehende Mullerbahn (l.). Sie stand auch noch wenige Minuten später, als wir an ihrer Talstation ankamen. Und dabei sollte es schließlich den restlichen Tag bleiben.
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Offensichtlich handelte es sich um einen technischen Defekt. Der Liftler mühte sich minutenlang mit einem Gummiteil ab, das in die Stationseinfahrt ragte. Ich tippe auf einen Keilriemen der Reifenförderer, den er schließlich durchtrennte und entfernte. Aber dann passierte nichts weiter.
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Auf zunächst vertröstende und um Verständnis werbende Worte seinerseits folgte dann die Information: „Wir dürfen heute keine Fahrgäste mehr befördern.“ Man solle sich bitte zur benachbarten Grivaleabahn begeben.

Das taten dann nach und nach auch die rund 250 Skifahrer, die sich in diesem Sektor befanden – zum Leidwesen des Liftlers an der Talstation der Grivaleabahn. Denn der durfte fast jedem einzeln erläutern, dass man von dort nicht ins Hauptgebiet zurückgelangt. Die Talabfahrt 61 war auch geschlossen. *dödömm* Gefangen am Grübelekopf!

Was also tun? Zunächst einmal abwarten und beobachten war unsere Entscheidung.
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Andere begannen hingegen, vom tiefsten Punkt des Sektors (Talstation Mullerbahn) über die Piste 68 aufzusteigen - etwa 100 Höhenmeter.
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Nun ist ja die Piste 76 wirklich nicht schlecht. Aber nach etwa 45 Minuten fragten wir uns dann auch, was zu tun sein. Denn zu allem Überfluss war die Alp Bella (wegen Reichtums?) geschlossen. Und der so mühsam ohne Trichter befüllte Flachmann lag vergessen in der Ferienwohnung.
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Immer mehr suchten ihr Glück im fußläufigen Aufstieg.
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Dann – wir hatten schon den Plan gefasst, auf Höhe der 66 im Gelände zu queren und so erst ab Mitte der 68a aufsteigen zu müssen – die Erlösung: Ein Bully spurte die rettende Notgasse oberhalb der Alp Bella.
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Als hätte man den Stöpsel in der Badewanne gezogen, sprudelten die gestrandeten Skifahrer raus aus der Grübelekopf-Falle.
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So gelangten wir letztlich mit leichter Anstregung mittels Skate-Technik zurück ins restliche Skigebiet. Außer natürlich die Boarder, die mussten laufen.
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Hier möchte ich einräumen, dass der Titel „Gefangen am Grübelekopf“ etwas reißerisch gewählt ist. Unangenehm oder gar gefährlich war die Situation nie – obgleich man schon ins Grübeln gerät, was zu tun ist, wenn die Rückbringerbahn ausfällt. Abzuwarten und kein Harakiri (etwa über die gesperrte Talabfahrt) zu probieren war jedenfalls die beste Idee. Was ich aber bemängeln muss, ist die Kommunikation ab dem Zeitpunkt der Betriebseinstellung der Mullerbahn. Denn die erfolgte nur kurz mündlich an der Talstation, bevor sich die Mitarbeiter in die Technik der Anlage verabschiedeten. Es folgte keinerlei Durchsage, auch nicht an die Gäste in der Bahn, die ja auch erst nach 45 (?) Minuten leergefahren wurde.

Von Leerfahren und Einstellen der Mullerbahn wusste übrigens auch der Liftler der benachbarten Grivaleabahn nichts, bis ich ihn drauf hingewiesen hatte. In dieser Zeit war aber bereits Verstärkung mit Ersatzteilen an der Talstation der defekten Bahn angelangt. Und auch der „Rettungs-Bully“ dürfte sich schon in Bewegung gesetzt haben. Kommunizieren die Teams benachbarter Anlagen in solchen Fällen nicht miteinander? Und wofür haben Seilbahnen die markanten Lautsprecher auf dem Joch?

Epic Moment der Saison: In derselben Sekunde, in der ich hier am Ende der Notgasse ankam, hatten einige Skifahrer von unten kommend den Beginn der Piste 68 erreicht und schmissen laut fluchend die Ausrüstung auf den Boden. Die dürften zu der Gruppe gehört haben, die 35 Minuten zuvor vom tiefsten Punkt des Sektors gestartet waren – und damit alles falsch gemacht haben. Und was soll ich sagen, das Fluchen kam auf Niederländisch.
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Zurück in der Freiheit. Von hier ging es über den Alp Trida-Kessel zurück über die Grenze. Von der Schweiz hatten wir an diesem Tag genug.
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Vorbei am Alp Trider Ecklift, der gar keine Ecke hat. War nicht aufgebügelt, ist der stillgelegt? Und wofür wird er überhaupt benötigt, so mitten am Hang?
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Erster Rückbringer aus der Schweiz, die Viderjochbahn 1. Zu sehen auch die Bergstation des Brais Grondalifts. Der wurde natürlich noch mitgenommen.
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Eine schöne Anlage
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Und ordentlich steil. Solche Schutznetze in der Trasse gab es meiner Erinnerung nach auch am legendären Höflelift am Fellhorn.
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Und weil Schlepperfahren so schön ist, ging es gleich rüber zum total vereisten Greitspitzlift.
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Ein wahres Kleinod, das hier in diesem top-modernen Skigebiet überlebt hat.
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DM, Bj. 1980 - ein Klassiker
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Die verbuckelte Trasse des Greitspitzlifts war aber alles andere als ein Vergnügen und stellenweise so selektiv zu fahren, dass mir gar ein Rausfallen drohte.
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Belohnt wurde die Schwerstarbeit im Greitspitzlift mit diesem Ausblick.
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„Ich diskutiere nicht. Wir machen jetzt Aprés Ski.“ (Er zu seinen vier Begleitern, hochdeutsch, 14:45 Uhr an der Talstation Höllbodenbahn)*


Nun, neben tollen Pisten und sehenswertem Panorama ist Ischgl für eine weitere Sache bekannt. Ist nicht so mein Ding, aber ein Bier (6,40€) hatten wir uns dann schon verdient. Nicht ganz zufällig fiel die Wahl auf die Paznauner Thaya. Die hatte uns ein regelmäßiger Ischgl-Fahrer empfohlen. Das Argument "Liegt an der Talabfahrt" gab schließlich den Ausschlag.

Ein Geheimtipp ist die Hütte eher nicht.
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Willkommen in der Gelddruckmaschine Paznauner Thaya
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Nach einem schnellen Bier (für mehr war die Musik zu schlecht) ging es ins Tal. An der roten 37 liegt der kurioseste Schlepplift, der mir bislang untergekommen ist: Der Schwarzwasserlift (DM, 1999) führt von 1.697 auf 1.687 Meter Höhe. Richtig gelesen, er hat eine negative Höhendifferenz von 10 Metern. Den zu fahren ist schon ein Erlebnis und erspart das Skaten auf dem parallelen Ziehstück.
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„Na, zum ersten Mal hier?“ (Er zu ihr, hochdeutsch, 16:28 Uhr auf dem Ziehstück der 37)*


Mit uns wagten auch viele weitere Hüttenbesucher, die einen wesentlich längeren Bon als wir gehabt haben dürften, die Abfahrt. War an manchen Engstellen etwas heikel, an diesem Tag aber nicht weiter gefährlich.
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Tagesabschluss an der Talstation Silvrettabahn mit ihrer gigantischen Beton-Ausfahrstütze.
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Tag 2: Wenn das Frühstück sich rächt

Das Skigebiet möglichst in Gänze kennenlernen, ohne dabei einem Höhenmeter-Zwang zu folgen und gleichzeitig das Ganze als Urlaub verstehen – das war der Anspruch des Trips. Tag 2 wurde daher mit einem entspannten und verlängerten Frühstück begonnen. Die Folge: Ankunft an der Talstation Silvrettabahn um 9:15 Uhr, zusammen mit hunderten anderen. Wartezeit = rund 25 Minuten. Tja, Lehrgeld bezahlt.
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Oben angekommen. Die erste Stunde tobten wir uns an der Nachtweidebahn respektive Piste 6/2a aus. Ein Traum aus Carving-Autobahn und kuppiertem Rot im weiteren Verlauf. Beim Durchballern war keine Zeit für Fotos. Skifahrerisch war das die beste Zeit des Tages.
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Schließlich der Wechsel in den Pardatschgrat-/Velill-Sektor. Inzwischen gab sich auch der Kaiser die Ehre. Anstatt in der Sonne zu bleiben, sind wir jedoch aus niederen Nostalgie-Gründen gleich in den Schatten eingetaucht. Denn hier dreht noch die 4-EUB Pardorama (DM, 1990) ihre Runden. Dahinter das Kapazitätsmonster Pardatschgrat (3S, DM, 2013). Größer könnte ein Seilbahn-Kontrast kaum sein. Vor Ort ist das gigantisch anzusehen.
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Die Anlage führte ehemals in zwei Sektionen vom Ort hinauf auf den Pardatschgrat, ehe man die 3S baute. Seitdem gibt es nur noch Sektion 2 als Sportbahn für Wiederholungsfahrer.
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Der jetzigen Talstation sieht man ihre vorige Funktion als Mittelstation noch an.
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Seilbahntechnik des vorigen Jahrtausends.
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Die Ampel darf da nicht fehlen. Wie damals bei der alten Söllereckbahn (die von 1950, nicht die Plastikschüssel von 1997, die auch schon ersetzt ist).
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Talstation (ehemals Mittelstation) der 4-EUB, hier der Blick auf die alte Einfahrt der ersten Sektion. Daran gings vorbei und weiter ins Tal zur 3S.
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Und wieder hinauf. 1.250 Höhenmeter in unter 10 Minuten.
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Gerne wären wir die rote 7 dort im Velill-Tal gefahren, war aber wegen eines Lawinenabgangs gesperrt.
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Die Pisten im Idalp-Sektor waren gegen Mittag bereits größtenteils zerfahren und verbuckelt. Kein Wunder, drehen hier doch drei 8-KSBs ihre Runden. Für uns gings nochmal rüber in die Schweiz.
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Silvretta- und Fimbabahn vom Tal kommend
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Der geniale Greitspitzlift
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Im Alp Trida-Wirrwarr angekommen. Die Mullerbahn lief heute zwar wieder (und der Flachmann war auch im Rucksack), ließen wir aber aus.
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Die Flimsattelbahn (Garavanta, 1994) ist hier drüben einer der Oldtimer - und rasant schnell unterwegs.
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Instaaaaaa!
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Buckellllll!
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Am Palinkopf ging es noch recht gut und rund um die Gampenbahn waren wir bis dahin noch gar nicht.
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Und dann hatte doch noch die Piz Val Gronda-PB auf. Eine Großraum-Kabinenbahn für 150 Personen, die im Wesentlichen einen riesigen Freeride-Raum am südlichsten Zipfel des Skigebiets erschließt. Die dazugehörige Piste 42 war als Route geöffnet, also auf doppelter Bullybreite gespurt und problemlos zu fahren.
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Nichts wie hin! Denn dort war nichts los. Heute definitiv der Geheimtipp des Gebiets.
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„Bodenalpbahn is a pain in the arse.“ (Er zu seinen Begleitern, British English, 15:35 Uhr, Piz Val Gronda-PB)*


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Wenn ich das richtig verstehe, ist das alles freier Skiraum. In der Gondel wollte ein Boarder von uns wissen, ob wir uns dort auskennen würden. Wir verneinten – um 15:35 Uhr und damit kurz vor Betriebsschluss auch keine gute Uhrzeit, um das zu ändern.
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Zehn Jahre jung die Bahn und umweltverträglich-spartanisch ausgeführt, aber dennoch ein Blickfang. Einen Steinwurf hinter meiner Position ist bereits die Grenze zur Schweiz überschritten. Man ist hier nicht nur im letzten Eck des Skigebiets, man fühlt sich auch so. Ein sehr befreiender Kontrast zu den Massenpisten, die ja nur wenige hundert Meter Luftlinie entfernt sind.
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Das Licht war schlecht, der Schnee aber gut.
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Also mit der letzten Fahrt nochmals rauf. Zu blöd, dass wir erst so spät hier waren (und die Anlage am Tag zuvor und auch am Vormittag lauf Panorama nicht lief).
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Wenig später in der Bodenalpbahn, von der aus man diesen schönen Blick auf die idyllische blaue 40b hat. Der nahende Sonnenuntergang dort hätte ein gutes Abschlussmotiv für diesen Bericht werden können. Aber auf dem Weg ins Tal kommt man ja noch an einer bestimmten Hütte vorbei.
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Damit ich die Lsap-Quote erfülle: Die Talstation des früheren Bodenalm-SL (DM, 1975-2000).
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Zurück an der Paznauner Thaya: Party, Tanzen, Suff – da darf sich jeder das raussuchen und miteinander kombinieren, was er für seinen gelungenen Skiurlaub braucht. Ich verurteile da niemanden. Das Problem ist nur, dass alle zusammen die selbe Talabfahrt runter müssen.
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„Kein Bier ab Vier.“ (Barkeeper Paznauner Thaya, gebrochenes Deutsch mit osteuropäischem Akzent, 16:04 Uhr)*


Tja, vier Minuten zu spät und damit 6,40€ gespart. Ein paar Motive sind noch entstanden. Unkommentiert.
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Gratis ist in Ischgl nur das Wildpinkeln.
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Wieder am Schwarzwasserlift. Wer sagt eigentlich, dass man Tellerlift nur alleine fahren kann?
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Ich bin ja nicht derderimmadieletzteGondeln. Aber beim nächsten Mal Ischgl würde ich das wohl tun – und zwar ins Tal. Denn die letzte Abfahrt war der Horror.
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Hier hatte ich nach vielen Jahren wieder mal Schiss beim Abfahren. Denn man befindet sich hier auf einer schmalen, zerfahrenen Piste zusammen mit geübten, ungeübten, müden Skifahrern, Familien und unzähligen Betrunkenen. Ob Letztere, die nicht in Ischgl nächtigen, alle ohne Auto zurück in ihre Unterkünfte kommen? Man kann es nur hoffen.
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Was ist die Steigerung von „Fellhorn-Talabfahrt um 15:30 Uhr“? Die A1 in Ischgl um 16:50 Uhr.
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„Hoppala.“ (Er zu sich selbst, als er am Ende der A1 beim Öffnen seiner Bindung beinahe umgekippt wäre. Zuvor hatte er einen anderen Skifahrer gefährlich geschnitten, hochdeutsch, 17:03 Uhr)*


Schließlich die unbeschadete Ankunft im Tal. Meine Begleitung hatte ich auf der A1 recht schnell aus den Augen verloren, es war einfach zu voll. Wie ist das hier in der Hauptsaison (wenn bei Schenk Air die Kassen klingeln)? Ich werde es nicht austesten und nur in der Vor- oder Nachsaison wiederkommen. Dann wieder zum Skifahren, denn das ging ganz hervorragend.
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*Die Zitate habe ich während des Ischgl-Aufenthalts zufällig aufgeschnappt und hier aus dem Gedächtnisprotokoll eingefügt.
 
Au weia.
Ja, es gibt in Ischgl Ecken, in denen man richtig gut Ski fahren kann. Gampen und Höllspitz zum Beispiel, und noch weitere. Aber die Massen und die Besoffenen dort sind schon krass, das ist schon lange so und wird sich auch nicht mehr ändern. Und dabei scheinst Du noch vor den Weihnachtsferien dort gewesen zu sein ... jedenfalls entnehme ich das Deiner Schilderung.
Meine Familie will auch mal in Ischgl Ski fahren, und ich werde es nicht zu verhindern versuchen, denn selbst erlebt haben muss man das schon mal. Aber allein oder mit 'nem Skikumpel muss ich da nicht hin.
Der defekte Schweizer Lift fällt unter "dumm gelaufen". Aber es war wohl noch zu früh in der Saison, als dass man von den neuen Saisonkräften perfektes Ausfallmanagement hätte erwarten dürfen.
 
Sehr schöner und unterhaltsamer Bericht, danke Dir!
 
ich weiß nach solchen Bildern immer, warum es mich mehr nach Ischgl zieht.
Danke für Deinen Bericht.

Gruß!
der Joe
 
Danke für den Bericht, der alle Facetten von dort zeigt ... auch dass bei Schweizer Präzision mal was kaputt gehen kann ;-)
Ein herrlich frischer Bericht!
 
Danke für den Bericht! Man kann in Ischgl wirklich viel machen, aber keine Talabfahrt am Abend! Habe ich bisher nie gemacht und werde ich auch in Zukunft nicht antreten. Zumal unterhalb der Mittelstation von Silvretta und Fimbabahn das eh nix mehr gescheites ist. Da bleib ich bei meinem Nicknamen :lol:
 
Danke für den Bericht. Für mich ist Ischgl rein skifahrerisch eines der besten Skigebiete. Die Begleiterscheinungen gehören eben dazu, ich finds immer ganz amüsant, und dem ganz großen Trubel kann man ja zumindest ein bisschen aus dem Weg gehen.

Das Vorgehen beim Ausfall der Bahn verwundert mich auch. Da hätte ich erwartet dass man in so einem Skigebiet eine schnellere Lösung parat hat, und vor allem auch dass man diese von Anfang an kommuniziert.
 
nur aus Neugier : wieso bemerkst du ob jemand Hochdeutsch spricht oder nicht? :wink:


PS kein Bier ab vier :lach: :lach:
 
Es gibt in Ischgl bekanntlich zwei Talabfahrten. Am Ende des Tages ist es empfehlenswert mit der letzten Gondel oder Sessel (ggf. voller) auf den Pardatschgrat zu fahren und von dort die Talabfahrt (möglichst immer auf den schwarzen Teilstücken) zu fahren.

Zum einen sind 2/3 dieser Abfahrt (Nr. 4) schlicht genial, zum anderen fährt dort niemand von der Thaja kommend runter.
 
biofleisch schrieb:
Es gibt in Ischgl bekanntlich zwei Talabfahrten. Am Ende des Tages ist es empfehlenswert mit der letzten Gondel oder Sessel (ggf. voller) auf den Pardatschgrat zu fahren und von dort die Talabfahrt (möglichst immer auf den schwarzen Teilstücken) zu fahren.

Zum einen sind 2/3 dieser Abfahrt (Nr. 4) schlicht genial, zum anderen fährt dort niemand von der Thaja kommend runter.

Das sehe ich genau so. Die Abfahrt runter zum Prennerhang, manchmal auch Tragödien, aber nicht so wie auf der Taya-Abfahrt.
 
David93 schrieb:
Die Begleiterscheinungen gehören eben dazu, ich finds immer ganz amüsant, und dem ganz großen Trubel kann man ja zumindest ein bisschen aus dem Weg gehen.
Dessen war ich mir vorab ja auch bewusst. Aber wie Harzwinter es richtig formuliert (und das war auch mein Anreiz):
Harzwinter schrieb:
[...] selbst erlebt haben muss man das schon mal.


turms schrieb:
nur aus Neugier : wieso bemerkst du ob jemand Hochdeutsch spricht oder nicht? :wink:
Das soll nur das Zitat greifbarer machen, daher sind auch Ort und Uhrzeit genannt. Ist ja schon ein Unterschied, ob man bereits (oder noch) morgens ein Zittern hat oder erst abends. Und dass das in der Situation dann auf Schwäbisch kam, war für mich sehr unterhaltsam. Ebenso das Fluchen auf Niederländisch, das ich aber leider nicht zitieren kann.

biofleisch schrieb:
Es gibt in Ischgl bekanntlich zwei Talabfahrten. Am Ende des Tages ist es empfehlenswert mit der letzten Gondel oder Sessel (ggf. voller) auf den Pardatschgrat zu fahren und von dort die Talabfahrt (möglichst immer auf den schwarzen Teilstücken) zu fahren.
Danke für den Tipp, werde ich bei einem nächsten Mal so ausprobieren. Oder ich halte es mit Seilbahnfreund und gondele ins Tal. Denn die Schilderung der Talabfahrt an Tag 2 ist kein bisschen übertrieben. Das war der blanke Horror - und das in der Vorsaison in der Woche vor Weihnachten.

Harzwinter schrieb:
Der defekte Schweizer Lift fällt unter "dumm gelaufen". Aber es war wohl noch zu früh in der Saison, als dass man von den neuen Saisonkräften perfektes Ausfallmanagement hätte erwarten dürfen.
Gut gelungen ist dem Pistenteam die frühzeitige Sperrung der Pisten 66 / 68 / 68a, sodass sich die Sackgasse am Grivalea nicht weiter mit gestrandeten Skifahrern füllen konnte.
Für mich war diese rund 60 minütige Erfahrung jedenfalls recht eindrücklich. Egal, in welchem noch so convenienten Skigebiet man ist, man befindet sich draußen in der Natur und ist somit dem Wetter und anderen Einflüssen ausgeliefert. Da zeigt sich dann auch die große Verantwortung der Betreiber, am Ende des Tages dafür Sorge tragen zu müssen, dass die Gäste wieder vom Berg runterkommen. Umso mehr in Gebieten ohne Talabfahrt (Zugspitze etc.).
 
Endlich mal wieder ein Ischgl Bericht, der mich zum Lesen animierte. Danke!
Ich war schon lange nicht mehr in Ischgl, genaugenommen 19 Jahre. Aber diese Massen habe ich selbst in der Hochsaison noch nicht erlebt. :evil:
 
Jojo schrieb:
Ich war schon lange nicht mehr in Ischgl, genaugenommen 19 Jahre.


Aber diese Massen habe ich selbst in der Hochsaison noch nicht erlebt. :evil:

Ich fast 30 Jahre nicht...
Aber dann:
Wenige Tage vorher superleer, Topsicht etc....
Werbelink entfernt / Mod. Kerker


Das war kein Werbelink, sondern ein Versehen.
Jeder weiss, wo er die Berichte findet.
 
Cool! That's Ischgl. :lol:
Ich war ne Woche vorher da - nix los!
 
Pistencruiser schrieb:
Cool! That's Ischgl. :lol:
Ich war ne Woche vorher da - nix los!
Bei gleichen Pistenbedingungen und Öffnungsstatus, richtig? War Piz Val Gronda da auch schon auf?
Bei einem nächsten Mal wäre dann wohl Anfang Dezember (je nach Schneelage) die bessere Wahl.
 
biofleisch schrieb:
Es gibt in Ischgl bekanntlich zwei Talabfahrten. Am Ende des Tages ist es empfehlenswert mit der letzten Gondel oder Sessel (ggf. voller) auf den Pardatschgrat zu fahren und von dort die Talabfahrt (möglichst immer auf den schwarzen Teilstücken) zu fahren.

Zum einen sind 2/3 dieser Abfahrt (Nr. 4) schlicht genial, zum anderen fährt dort niemand von der Thaja kommend runter.

Ja, die Ischgl-Talabfahrt, immer wieder ein Abenteuer. :wink:

Aber wer direkt vor der Talabfahrt einen Lift hochfährt um diese zu verlängern hat einen gewissen sportlichen Anspruch. Damit verbunden sind meistens ein gewisses Fahrkönnen und ein geringer Alkoholspiegel.

Also auf den Pardatschgrat und die 4 runter, wenn offen weiter über 4a und 7a (Vellil-Ausfahrt). Dann trifft man auf die Massen erst kurz vor dem Zielhang und die Thaya-Meute vermeidet man ganz.

Die Zufahrt zum Prennerhang ist flacher. Da gibt es weniger Probleme. Richtung Silvrettabahn ist doch etwas Tempokontrolle erforderlich was unter den gegebenen Bedingungen zu Problemen führen kann. Der Prennerhang selbst ist ziemlich breit, das geht dann schon irgendwie.

Wenn man den letzten Sessel zum Pardatschgrat hoch nimmt und es schafft den Start um ein paar Minuten zu verzögern (irgendwann jagt einen die Pistenrettung runter) ist es relativ entspannt, zumindest nicht schlimmer als in anderen Gebieten auch.
 
Aber: Immerhin ist dort der 5 Tagespass um 12 Euro günstiger als am Arlberg... :lol:
Ich hau mich weg!

Danke für diesen erfrischenden Bericht - hat Spaß gemacht!
 
Wir sind auch immer vor Weihnachten in Ischgl und da hält sich der Andrang noch in Grenzen.
Apres auf der Thaya mit abschließender Abfahrt ist aber Pflicht und gehört einfach dazu. Dafür geht es danach in die Sauna, Essen und ab ins Bett ;)
 
Zottel schrieb:
Pistencruiser schrieb:
Cool! That's Ischgl. :lol:
Ich war ne Woche vorher da - nix los!
Bei gleichen Pistenbedingungen und Öffnungsstatus, richtig? War Piz Val Gronda da auch schon auf?
Bei einem nächsten Mal wäre dann wohl Anfang Dezember (je nach Schneelage) die bessere Wahl.

Pisten waren topp! War ja unmittelbar nach den großen Schneefällen, danach kam nicht mehr viel.
Val Gronda war geschlossen. Wäre vom Schnee aber ebenso gut gegangen, man hat sich seitens BB vermutlich Zeit gelassen bzw. keine Notwendigkeit gesehen.
Pistenstatus sollte (im wesentlichen) ident gewesen sein. Die direkte Piste vom Muller zur TS Visnitz war glaube ich offiziell noch nicht offen. Ehemalige SL-Trasse Viderjoch nur grundpräpariert.
Talabfahrten hab ich nicht gemacht und meine Ski oben gelassen. Pardatschgrat hätte mich nicht zu meiner Unterkunft gebracht und die A1 in den Ort juckt mich nicht
sonderlich, daher keine Ahnung, wie voll es da gewesen ist. Ich vermute mal, kein Vergleich zur dokumentierten Situation.
 
Arlbergfan schrieb:
Aber: Immerhin ist dort der 5 Tagespass um 12 Euro günstiger als am Arlberg... :lol:
Ich hau mich weg!

Danke für diesen erfrischenden Bericht - hat Spaß gemacht!

Aber wie von anderen Usern beschrieben gibt es hier ja Alternativen... damit man diesem Chaos entgehen kann.. :D

Ich bin schon mehrere Tage hintereinander in Sankt Anton gewesen, da hat es keine Alternativen gegeben...
weil das Skigebiet nur bis zur Höhe Galzig offen war, die Verbindung nach Lech natürlich ebenfalls zu war..

Also bitte, am Arlberg ist auch nicht alles Gold was glänzt.. :mrgreen:

So einen derart reduzierten Betrieb gibt es in Ischgl nicht, eine Verbindung nach Samnaun, war bei meinen Aufenthalten bisher, auch bei größtem Schneefall immer möglich ... :D
 
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