Weihnachten 2024 wird in Gerrits Geschichtsbücher eingehen! Das erste Mal seit unzähligen Jahren rafft das Weihnachtstauwetter zwischen 23. und 24. Dezember nicht den auch vorher eher spärlichen Schnee in Altaussee und Umgebung weg, ganz im Gegenteil, der Loser macht seiner sprichwörtlichen Niederschlagseffizienz im Rahmen einer Nordstaulage alle Ehre und bekommt bis zum Heilgen Abend noch eine ganze Ladung der weißen Pracht ab, deutlich mehr sogar als die benachbarte Tauplitzalm, gar nicht zu reden von den niederen Tauern südlich des Ennstals.
Aber der geneigte Leser / die geneigte Leserin mag sich nun fragen, was genau ist eigentlich das Kunntal? In manchen Karten auch als Kühntal bezeichnet handelt es sich um die nächste - nördlich gelegene - Geländekammer nach der Mulde, in der der Augstsee - in unmittelbarer Nähe der Abfahrt Schafkirche - sich befindet. Die beiden, im "Loserkamm" gelegenen Gipfel Greimuth und Atterkogel werfen im Hochwinter ihre Schatten in das vom Gschwandtsattel nach Südosten in die Senke verlaufenden Tales, aus der früher der Bräuning-Kurvenlift als Rückbringer fungiert hat. So hält sich der Schnee auf weitgehend idealen Nordost- bis Südosthängen auch an sonnigen Tagen gut, wird aber trotzdem rasch durch Powder-Fans aus der näheren und weiteren Umgebung verspurt.
Unsere Tiefschnee-Erlebnisse beginnen am Weihnachtstag bei Kaiserwetter aber noch eine Etage tiefer, nämlich im Bereich der noch nicht in Betrieb befindlichen Schlepplifte Sonnleiten und Sommersitz bzw. des schon vor Jahren abgebauten Bräuninglifts.
Während die Hänge an der Loserfensterbahn binnen kurzer Zeit nicht nur verspurt, sondern komplett umgeackert werden, genießen wir die netten Hänge unterhalb ohne jegliche Konkurrenz, müssen dafür aber mehrmals an- und abfellen.
Die beiden nächsten Tage, also der 26. und der 27. Dezember waren dann vom Programmablauf weitgehend ident: Auffahrt mit der neuen Loser-Panoramabahn zur Bergstation, damit auch der Transport unserer vierbeinigen Begleiterin Finnie problemlos, dann Anfellen, Aufstieg rechts am Augstsee vorbei zum Sattel zwischen Greimuth und Atterkogel, Abfahrt über die nordostseitigen Idealhänge hinunter in die durch den Kaltluftsee arktische Mulde im Bereich der früheren Bräuninglift-Talstation, dann neuerliches Anfellen, Aufstieg zum Gschwandtsattel zwischen Greimuth und Bräuningzinken, neuerliche Abfahrt ins Kunntal und Wiederaufstieg zur Bergstation der beiden noch verbliebenen Schlepper, am 27.12. mit einem Umweg über die Bräuningalm.
Die nun folgenden Bilder sind von beiden Tagen, sortiert im Sinne der Route.
Aufstieg entlang des Augstsees
Blick zur Abfahrt Schafkirche
Blick vom Greimuth-Sattel ins Kunntal
Bräunigalm von oben
Auch wenn das hier schon ziemlich verspurt aussieht (am 3. Tag nach dem Schneefall) hatten wir noch immer die Möglichkeit für first lines
Anfellen und hinauf zum Gschwandtsattel
Unter dieser Felswand fahren wir am 27.12. entlang, um den Schattenhang ganz links zu erreichen.
Der Gschwandtsattel stellt auch die Grenze zwischen der Steiermarkt und Oberösterreich dar.
Blick zum Schafberg oberhalb von St. Wolfgang
Und zu den Hohen Tauern
Wir sind mittlerweile der Felswand entlang gefahren und befinden uns im Idealbereich der Abfahrt
Sabine tut sich etwas leichter als Finnie
Diese Spuren sind die unseren....
Winterliches Stilleben
Hütte auf der Bräuningalm, Alfons Walde lässt grüßen....
Noch ein Blick auf unsere Werke
Finnie auf dem Weg zum schönsten Gitterportallift der Region
Und weil er so schön ist, befindet er sich auch auf dem Abschlussbild