Erstbesuch Ischgl vom 17.01. – 24.01.2026 – Ein Traum
Vom 17.01.26 bis 24.01.26 waren meine Frau und ich für eine Woche in Ischgl unterwegs. Für uns war es der erste Besuch in diesem Skigebiet.
Vorab zur Einordnung:
Im weiteren Verlauf des Berichts werde ich immer wieder Vergleiche zu Sölden ziehen. Dieses Gebiet ist seit über zehn Jahren unser Stammgebiet, das wir jährlich sowohl im Winter als auch im Sommer besuchen.
Unsere moderne und gut ausgestattete Ferienwohnung befand sich direkt im Ort. Das hatte für uns einen klaren Vorteil:
Dank der Gästekarte konnten wir den VIP Powder Skipass bereits vorab online erwerben – 7 Tage für 365 €, was rund 52 € pro Skitag entspricht.
Zum Vergleich:
In Sölden wären im gleichen Zeitraum 499,50 € fällig gewesen. Zwar hätte man dort durch Dynamic Pricing bei frühzeitigem Kauf vermutlich etwas sparen können, dennoch erscheint mir der Preis in Ischgl im direkten Vergleich unschlagbar.
Wartezeiten gab es – sofern nicht im Bericht explizit erwähnt – praktisch keine bzw. maximal 2–3 FBM. Die Auslastung laut Homepage haben wir täglich gegen 14 Uhr überprüft. Diese lag zwischen 58 % (Samstag) und 72 % (Donnerstag).
Die Pisten befanden sich insgesamt in einem guten Zustand, auch wenn man merkte, dass es zuletzt etwas an Schnee fehlte. Morgens waren die Abfahrten meist sehr gut präpariert (nach unserem Eindruck in Österreich besser als in der Schweiz), gegen Mittag jedoch zunehmend abgerutscht und stellenweise eisig. Für uns war das dennoch gut fahrbar und tat dem sehr gelungenen Skiurlaub keinen Abbruch. Steine oder Dreck gab es eigentlich nicht. In den Morgenstunden wurden die Talabfahrten teilweise beschneit. Auf der Österreichischen Seite war im Höhengebiet keine Beschneiung mehr ersichtlich. Auf der Schweizer Seite liefen vereinzelt ein paar Kanonen. Einzig Piste 42 und die Piz Val Grondabahn waren nennenswertes geschlossen.
Zum Wetter gibt es nicht viel zu sagen – außer: traumhaft.
Wir hatten sieben Tage Kaiserwetter mit kaum Wolken, durchgehend perfekter Sicht und erst am Freitagnachmittag zog es leicht zu.
Ischgl – Tag 1 (Samstag)
Anreise
Gestartet sind wir gegen 03:30 Uhr morgens in Karlsruhe. Dank freier Autobahn kamen wir bereits gegen 08:15 Uhr an unserer Ferienwohnung an. Auto abgestellt, Skikleidung angezogen und gegen 08:40 Uhr standen wir an der Silvrettabahn, die in ca. 3 Minuten über ein kurzes Stück entlang der Loipe erreichbar ist. Wartezeit an der Bahn: etwa 10 Minuten.
Erster Eindruck im Skigebiet
Da wir uns noch nicht auskannten und ich den Pistenplan zwar studiert hatte, ihn aber als relativ unübersichtlich empfand, gingen wir den ersten Skitag ohne festen Plan an. Unsere ersten Abfahrten führten uns in den Bereich Lange Wandbahn und Palinkopfbahn. Dabei wurde schnell klar:
Schwarze Pisten sind in Ischgl wirklich schwarz. Im Vergleich dazu empfinden wir schwarze Pisten in Sölden – abgesehen von der FIS-Strecke – meist eher als rot. Dieser Eindruck hat sich im Laufe des Urlaubs weitgehend bestätigt:
• Blau = blau
• Rot = rot, teilweise sogar dunkelrot
• Schwarz = schwarz
Mittagspause
Gegessen haben wir gegen 11:30 Uhr im SB-Restaurant Idalp. Geschmacklich gut, die Preise empfand ich als angemessen.
• Tiroler Gröstl (große Portion)
• Ofenkartoffel mit Lachs
• Jeweils ein Naturradler
Zum Vergleich: Ein ähnliches Essen wäre im SB-Restaurant Giggijoch (Sölden) meiner Einschätzung nach 10–20 % teurer gewesen.
Nachmittag & Après-Ski
Nach dem Essen waren wir noch etwas im Bereich Idalp unterwegs, wo eine Lego-Schneeskulpturen-Ausstellung aufgebaut war. Anschließend fuhren wir die Talabfahrt Richtung Fimbabahn und verbrachten den Nachmittag im Bereich der Paznauner Thaya.
Dort folgte auch das erste Après-Ski: 0,33 l Flaschenbier für über 6 €.
Zurück zur Ferienwohnung ging es über die Pisten 37 – 3 – 1. Die Unterkunft ist über die Talabfahrt plus ca. 2 Gehminuten gut erreichbar.
Abends erkundeten wir noch ein wenig der Ort und waren erstaunt, wie viel Apres-Ski in Ischgl wirklich geboten wird. Unfassbar und wahrscheinlich mit nichts auch nur im Ansatz zu vergleichen.
Fazit nach Tag 1
• Sehr positiver Ersteindruck
• Anspruchsvollere Pisten als in Sölden
• Essen & Getränke (abgesehen vom Après-Ski) preislich in Ordnung und günstiger als in Sölden
• Unfassbare Apres-Ski Szene
Negativ aufgefallen ist mir die Talabfahrt 3 – für mich die schlechteste Piste im gesamten Gebiet, weshalb wir sie im weiteren Verlauf nicht mehr genutzt haben.
Ischgl – Tag 2 (Sonntag)
Start in den Skitag
An Tag 2 (Sonntag) sind wir morgens an der Fimbabahn gestartet, um die üblichen Wartezeiten an der Silvrettabahn zu umgehen. Über die bekannte Loipe gelangt man allerdings nur bis zur Silvrettabahn, sodass wir den restlichen Weg bis zum Dorftunnel sowie durch den Tunnel zu Fuß zurücklegen mussten. Das war weniger komfortabel als gedacht, dennoch saßen wir bereits um 08:26 Uhr in der Gondel.
Am Vormittag waren wir im Bereich Pardoramabahn und Velilleckbahn unterwegs. Im Laufe des Urlaubs stellte sich heraus, dass dies unser liebster Skigebietsteil war. Auch die Talabfahrt über 7 – 7a – 1a fuhren wir an diesem Morgen mehrfach.
Mittagspause
Ursprünglich wollten wir im Restaurant Schwarzwand einkehren. Aufgrund einer langen Warteschlange an der Höllkarbahn entschieden wir uns jedoch spontan für die Paznauner Taja.
Dort gab es für uns jeweils:
• eine frisch gebackene Pizza (ca. 16 €)
• einen Naturradler
Preislich wie geschmacklich absolut in Ordnung und definitiv empfehlenswert.
Nachmittag: Lange Pisten & Highlights
Den restlichen Mittag verbrachten wir im Bereich Höllspitzbahn und Gampenbahn. Letztere – inklusive der Piste 40 – war eines unserer Highlights in Ischgl. Eine derart lange Piste kannten wir aus Sölden eigentlich nur von Talabfahrten. Generell hatten wir den Eindruck, dass die Pisten in Ischgl deutlich länger sind als in Sölden und es meist mehrere Varianten pro Abfahrt gibt. Da wir – wie bereits erwähnt – keine Lust mehr auf die Talabfahrt 3 hatten, fuhren wir am Nachmittag zurück zur Idalp und von dort über die Piste 1 ins Tal.
Bilder habe ich von der Gampenbahn sowie Höllspitzbahn leider keine gemacht an diesem Tag.
Abend & Après-Ski
Am Abend landeten wir zunächst im Feuer & Eis, wo wir einige Erfrischungsgetränke zu uns nahmen. Anschließend ging es in den Kuhstall, wo wir jeweils eine Dönerbox für faire 9,50 € gegessen haben. Zum Abschluss gab es dort noch einen Live-Auftritt von Lorenz Büffel. Der Abend war so eigentlich nicht geplant – wir sind etwas „versumpft“ und erst gegen Mitternacht wieder in unserer Ferienwohnung angekommen. Aber Feste muss man feiern, wie sie kommen. War dennoch ein richtig guter Abend und gehört in Ischgl einfach auch mal dazu. Zu den Getränkepreisen muss ich vermutlich nicht mehr viel sagen.
Das Fazit von Tag 1 hat sich an Tag 2 eindeutig bestätigt.
Ischgl – Tag 3 (Montag)
Start in den Skitag
Tag 3 startete bei uns leicht verkatert, aber dennoch erstaunlich pünktlich. Bereits um 08:15 Uhr standen wir an der Silvrettabahn und konnten gegen 08:25 Uhr ohne jegliche Wartezeit in die zweite Gondel des Tages einsteigen – so darf ein Skitag gern beginnen. Der ursprüngliche Plan war, direkt morgens wieder Richtung Gampenbahn aufzubrechen, da uns dieser Bereich inklusive der Piste 40 am Vortag besonders begeistert hatte. Leider spielte die Technik diesmal nicht mit:
Weder die Höllspitzbahn öffnete pünktlich um 09:00 Uhr, noch war die Palinkopfbahn verfügbar, die am Morgen eine technische Störung hatte. Damit war die Gampenbahn zunächst nicht erreichbar.
Ausflug nach Samnaun / Schweiz
Mangels Alternativen entschieden wir uns spontan für einen Abstecher nach Samnaun. Der Weg führte uns über die Höllkar- und Zeblasbahn sowie die Pisten 80c, 80, einen kurzen Abstecher am Musellalift und weiter über die 80a nach Samnaun. Von dort ging es mit dem Twinliner in den Schweizer Teil des Skigebiets.
Dort waren wir zunächst im Bereich Visnitz-, Givalea- und Mullerbahn unterwegs. Ehrlich gesagt wurden wir hier nicht so richtig warm:
Lediglich die Pisten 65 und 67 gefielen uns ganz gut. An der Visnitzbahn mussten wir zudem etwas Wartezeit in Kauf nehmen, was wir aus dem österreichischen Teil bisher kaum kannten.
Mittagspause
Gegessen haben wir im SB-Restaurant Alp Bella – rückblickend leider das schwächste Essen des gesamten Urlaubs. Es gab Currywurst mit sehr harten Pommes sowie Skiwasser. Preislich lag das Ganze erwartungsgemäß über dem österreichischen Niveau, qualitativ aber leider deutlich darunter. Entsprechend enttäuscht waren wir hier.
Nachmittag: Zurück nach Österreich
Am Nachmittag waren wir noch an der Viderjochbahn 1 und 2 sowie am landschaftlich schönen Blais Grondalift unterwegs. Die Pisten gefielen uns hier schon etwas besser, konnten aber nicht mit unseren bisherigen Favoriten im österreichischen Teil mithalten. Über die Flimsattelbahn ging es schließlich zurück nach Österreich. Dort fuhren wir – mittlerweile etwas müde und ohne großen Plan – noch ein paar Abfahrten, bevor wir den Skitag klassisch über die Piste 1 beendeten.
Abend
Der Abend verlief entsprechend ruhig: Wir ließen den Tag gemütlich in der Ferienwohnung ausklingen und gingen relativ früh ins Bett.
Fazit Tag 3
• Verkatert Skifahren macht deutlich weniger Spaß und ist spürbar anstrengender
• Der österreichische Teil des Skigebiets gefällt uns insgesamt klar besser
• Die Pisten waren dort aus unserer Sicht auch deutlich besser präpariert
• In der Schweiz empfanden wir die Abfahrten eher als knollig und insgesamt voller, was möglicherweise an der geringeren Kapazität liegt
Unterm Strich: Trotzdem schön, der Abstecher hat sich gelohnt – Meckern auf sehr hohem Niveau.
Ischgl – Tag 4 (Dienstag)
Start in den Skitag
Auch an Tag 4 waren wir wieder früh unterwegs und saßen direkt in der ersten Gondel der Silvrettabahn. Für diesen Tag hatten wir uns bewusst vorgenommen, den Bereich rund um die Idalp endlich einmal intensiver zu erkunden. Bisher diente er für uns meist nur als Durchgangsbereich, sodass einige Lifte und Pisten noch komplett offen waren. Das änderte sich nun: Wir nahmen uns Zeit und fuhren konsequent sämtliche Anlagen und Abfahrten in diesem Bereich ab. Besonders gut gefallen haben uns dabei:
• die Nachtweidebahn inklusive der Piste 2a
• die Flimjochbahn mit der Piste 10
• sowie die Velillbahn, vor allem wegen des Funparks und der Funslope
Mittagspause
Mittags kehrten wir erneut im SB-Restaurant Idalp ein.
Für mich gab es eine Gulaschsuppe im Brotleib, für meine Frau einen Kaiserschmarrn. Dazu Skiwasser und Cola – diesmal komplett alkoholfrei. Preis und Leistung passten für uns wieder auch wenn die Portion des Kaiserschmarrns etwas größer hätte sein können.
Nachmittag
Am Nachmittag zog es uns erneut auf unsere bisherigen Lieblingspisten 5 und 7, die wir zusammen mit der Velilleckbahn und der Pardoramabahn ausgiebig nutzten. Auch Piste 4 gefällt uns sehr gut und wurde mehrmals genutzt. Diese Kombination gehört für uns mittlerweile zu den besten im gesamten Gebiet. Auch eine Talabfahrt über die Piste 7a und somit eine Bergfahrt mit der Pardatschgratbahn bauten wir ein. Zurück ins Tal ging es schließlich über die Pisten 5 und 1.
Abend
Am Abend schlenderten wir noch einmal gemütlich durch Ischgl und entdeckten dabei einen netten Irish Pub sowie einen kleinen „Weihnachtsmarkt“. Ein entspannter Abschluss eines erneut sehr runden Skitages.
Einordnung nach vier Tagen
Wir haben tatsächlich 4 Tage gebraucht, um wirklich jedes Eck von Ischgl kennenzulernen. Laut Apple Watch legten wir dabei täglich etwa 60 km und rund 12.000 Höhenmeter zurück.
Im direkten Vergleich bietet Sölden – nicht zuletzt auch in Anbetracht des deutlich höheren Skipreises – spürbar weniger Abwechslung und ist nach unserer Erfahrung bereits nach zwei Tagen nahezu vollständig erkundet.
Das soll ausdrücklich kein Sölden-Bashing sein, schließlich ist es seit Jahren unser Stammgebiet. Preislich entwickelt sich das Gebiet aus unserer Sicht jedoch stärker als viele andere in eine zunehmend schwer nachvollziehbare Richtung.
Ischgl – Tag 5 (Mittwoch)
Vormittag: Palinkopf & Klassiker
Am fünften Skitag nahmen wir uns am Vormittag gezielt den Bereich rund um den Palinkopf vor. Dort waren wir bislang eigentlich nur am ersten Tag intensiver unterwegs gewesen. Auch an diesem Tag starteten wir wieder pünktlich und ohne nennenswerte Wartezeiten mit der ersten Gondel ins Skigebiet. Die Pisten 20 bis 22 konnten uns erneut voll überzeugen – anspruchsvoll und abwechslungsreich. Zusätzlich zog es uns am Vormittag immer wieder auf die Piste 40 mit der Gampenbahn, die wir auch an diesem Tag mehrfach fuhren und die sich mittlerweile fest unter unseren Favoriten etabliert hatte.
Mittagspause
Die Mittagspause verbrachten wir diesmal erfolgreich im SB-Restaurant Schwarze Wand, nachdem es dort am Sonntag noch nicht geklappt hatte. Es gab erneut Pizza sowie Skiwasser. Geschmacklich wie preislich gab es auch hier nichts zu beanstanden – absolut empfehlenswert und im Rahmen dessen, was man in Ischgl erwartet.
Mittag & Nachmittag
Zur Mittagszeit querten wir einmal quer über die Idalp und fuhren zu unseren Lieblingspisten 5 und 7, kombiniert mit der Pardoramabahn und der Velilleckbahn. Anschließend ging es über die Idalp und die Höllspitzbahn wieder zurück in Richtung Gampenbahn, inklusive weiterer Abfahrten auf der Piste 40.
Den Einstieg in den Nachmittags-Après-Ski machten wir schließlich am Restaurant Slope Food. Danach wechselten wir noch zur Paznauner Thaya, bevor wir kurz vor 16:00 Uhr wieder zur Idalp zurückkehrten. Von dort aus beendeten wir den Skitag klassisch über die Piste 1 ins Tal.
Abend
Am Abend ging es erneut in den Ort, wo wir den Tag ganz entspannt im Irish Pub ausklingen ließen – ein ruhiger und stimmiger Abschluss nach einem weiteren sehr gelungenen Skitag.
Fazit
Ein Fazit spare ich mir an dieser Stelle.
Ischgl – Tag 6 (Donnerstag)
Vormittag: Zweiter Versuch Schweiz
Auch am sechsten Skitag starteten wir wieder mit der ersten Gondel der Silvrettabahn ins Skigebiet. Ziel war es, möglichst früh über die Idjochbahn auf die Schweizer Seite zu wechseln, um diesem Teil des Gebiets noch einmal eine faire Chance zu geben. Erneut waren wir im Bereich der Givalea- und Mullerbahn unterwegs. Leider bestätigte sich unser bisheriger Eindruck: Die zugehörigen Pisten konnten uns weiterhin nicht richtig überzeugen und waren zudem eher schlecht bzw. knollig präpariert. Deutlich besser gefielen uns hingegen die Pisten 65 und 67 an der Visnitzbahn. Diese machten richtig Spaß, sind im direkten Vergleich zur österreichischen Seite jedoch relativ kurz.
Zusätzlich nutzten wir noch einmal die beiden Viderjochbahnen, die Greitspitzbahn sowie den landschaftlich schönen Blais Grondalift. Der Rückweg nach Österreich erfolgte erneut über die Flimsattelbahn.
Mittagspause
Über die Gratbahn ging es anschließend auf den Pardatschgrat, wo wir im SB-Restaurant Pardorama einkehrten.
Für mich gab es Bratwurst mit Pommes und Skiwasser, für meine Frau Kaiserschmarrn mit Cola. Letzterer war aus unserer Sicht besser als der auf der Idalp und auch von der Portion her deutlich großzügiger. Dazu kommt eine wirklich schöne Aussicht, die das Essen nochmals aufwertet.
Nachmittag & Talabfahrt
Der Nachmittag verlief für uns ganz klassisch: mehrere Runden auf den Pisten 5 und 7 in Kombination mit der Pardoramabahn und der Velilleckbahn. Als kleine Variation bauten wir auch mal die Piste 4 und nochmals die Nachtweidebahn mit ein.
Ins Tal fuhren wir schließlich über die Pisten 7a, 1 und 1a. An der Talstation der Pardatschgratbahn gaben wir unsere Skier noch zum Service ab und nutzten die Gelegenheit, in diesem Bereich auch einmal Après-Ski zu machen. Die zur Mittagszeit bereits recht stark abgerutschten und somit harten Pisten hatten unsere Kanten doch deutlich in Mitleidenschaft gezogen.
Fazit Tag 6
Unser Eindruck hat sich an diesem Tag weiter gefestigt:
Der österreichische Teil des Skigebiets – insbesondere hinsichtlich Pistenführung und Präparierung – sagt uns insgesamt deutlich mehr zu. Mit der Schweizer Seite werden wir einfach nicht zu 100 % warm. Schlecht ist es dort keinesfalls, für uns reicht das Niveau jedoch nicht ganz an Bereiche wie Palinkopf oder Pardatschgrat heran.
Ischgl – Tag 7 (Freitag)
Start in den letzten Skitag
Am letzten Skitag holten wir pünktlich um 08:00 Uhr unsere Skier vom Service ab. Diese sahen nahezu aus wie neu, die Kanten waren wieder richtig scharf – ein Unterschied, den man sofort gespürt hat. Die Pardatschgratbahn öffnete mit rund zwei Minuten Verspätung, sodass wir schließlich um 08:32 Uhr in der ersten Gondel saßen.
Vormittag: Abschiedsrunden
Am Vormittag nutzten wir ausgiebig noch einmal unsere absoluten Lieblingspisten 4, 5 und 7, natürlich in Kombination mit unseren bevorzugten Bahnen. Anschließend wechselten wir über die Idalp, die Höllkarbahn und die Palinkopfbahn weiter Richtung Höllspitzbahn. Über die Pisten 33 und 34 ging es zur Höllspitzbahn, die wir inklusive der Piste 35 zum Abschluss noch einmal fahren wollten.
Mittagspause
Zur Mittagspause fuhren wir über die Piste 38 erneut zum Restaurant Slope Food. Dort gab es für uns Cheeseburger mit Pommes (16 €) sowie ein Weizenbier (5 €). Für uns klar der Preis-/Leistungssieger im gesamten Skigebiet: sehr lecker, fair bepreist und dazu ein modernes, ansprechendes Design des Verkaufsstands.
Nachmittag
Am Nachmittag drehten wir noch einige Runden mit der Gampenbahn auf der Piste 40, bevor es über die Paznauner Thaya zurück zur Idalp ging. Dort nutzten wir noch einmal die Flimjochbahn, ehe wir den Skitag mit mehreren letzten Abfahrten auf der Pardoramabahn und der Piste 5 ausklingen ließen.
Après-Ski
Zum Abschluss der Woche ging es noch einmal ins Feuer & Eis, das für uns die angenehmste klassische Après-Ski-Bar im Ort ist – ein sehr stimmiger Abschluss einer rundum gelungenen Skiwoche.
Gesamtfazit Ischgl (17.01. – 24.01.2026)
Ischgl hat uns bei unserem Erstbesuch in nahezu allen Bereichen überzeugt und unsere Erwartungen teilweise sogar übertroffen. Das Skigebiet ist groß, abwechslungsreich und bietet vor allem sportlich anspruchsvolle Pisten. Besonders positiv hervorzuheben sind die langen Abfahrten, die vielen Varianten pro Piste sowie das insgesamt hohe Niveau der schwarzen und roten Pisten. Die Präparierung auf der österreichischen Seite war während unseres Aufenthalts durchweg sehr gut, morgens meist perfekt und auch am Nachmittag noch gut fahrbar.
Unsere persönlichen Highlights lagen klar in den Bereichen Palinkopf samt Gampenbahn sowie rund um die Velilleck- und Pardoramabahn. Die Schweizer Seite war keinesfalls schlecht, konnte für uns aber weder bei der Präparierung noch bei der Pistenführung ganz mit der österreichischen Seite mithalten.
Die Liftanlagen sind modern, leistungsstark und sehr gut verteilt. Nennenswerte Wartezeiten gab es während der gesamten Woche praktisch nicht. Auch bei höherer Auslastung verteilten sich die Skifahrer gut im Gebiet. Besonders angenehm empfanden wir die Möglichkeit, mit etwas Planung Stoßzeiten problemlos zu umgehen.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis in Ischgl bewerten wir insgesamt als wirklich gut. Der Skipass ist im Vergleich zu anderen Top-Gebieten – zumindest zu unserem Reisezeitraum – deutlich günstiger, während das gebotene meist darüber liegt. Auch die Preise in der Gastronomie empfanden wir überwiegend als fair, vor allem in den SB-Restaurants. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel, insbesondere beim Bierpreis beim Après-Ski.
Kulinarisch bietet Ischgl eine große Auswahl von soliden SB-Restaurants. Hervorheben möchten wir unter anderem das Slope Food, das für uns klarer Preis-/Leistungssieger war.
Die Après-Ski-Szene in Ischgl ist einzigartig und in dieser Form kaum vergleichbar. Ob man das sucht oder eher meidet, ist Geschmackssache – das Angebot ist auf jeden Fall beeindruckend. Ruhigere Alternativen sind aber ebenfalls problemlos zu finden.
Nochmals ein kleiner Vergleich zu Sölden: Sölden ist für uns unser Stammgebiet, keine Frage. Objektiv betrachtet bietet Ischgl jedoch mehr Abwechslung, längere Pisten, ein höheres sportliches Niveau und ein insgesamt stimmigeres Preis-Leistungs-Verhältnis. Während Sölden nach wenigen Tagen weitgehend „erfahren“ ist, braucht man in Ischgl mehrere Tage, um wirklich alle Ecken kennenzulernen.
Der Urlaub war von Anfang bis Ende rund, abwechslungsreich und qualitativ auf sehr hohem Niveau. Ein Wiederbesuch ist für uns keine Frage, sondern nur eine Frage der Zeit.
Danke, wenn ihr es bis hierher geschafft habt. Ich habe es einfach gebraucht den Urlaub nochmal ein wenig Revue passieren zu lassen.
Viele Grüße an euch alle!
Vom 17.01.26 bis 24.01.26 waren meine Frau und ich für eine Woche in Ischgl unterwegs. Für uns war es der erste Besuch in diesem Skigebiet.
Vorab zur Einordnung:
Im weiteren Verlauf des Berichts werde ich immer wieder Vergleiche zu Sölden ziehen. Dieses Gebiet ist seit über zehn Jahren unser Stammgebiet, das wir jährlich sowohl im Winter als auch im Sommer besuchen.
Unsere moderne und gut ausgestattete Ferienwohnung befand sich direkt im Ort. Das hatte für uns einen klaren Vorteil:
Dank der Gästekarte konnten wir den VIP Powder Skipass bereits vorab online erwerben – 7 Tage für 365 €, was rund 52 € pro Skitag entspricht.
Zum Vergleich:
In Sölden wären im gleichen Zeitraum 499,50 € fällig gewesen. Zwar hätte man dort durch Dynamic Pricing bei frühzeitigem Kauf vermutlich etwas sparen können, dennoch erscheint mir der Preis in Ischgl im direkten Vergleich unschlagbar.
Wartezeiten gab es – sofern nicht im Bericht explizit erwähnt – praktisch keine bzw. maximal 2–3 FBM. Die Auslastung laut Homepage haben wir täglich gegen 14 Uhr überprüft. Diese lag zwischen 58 % (Samstag) und 72 % (Donnerstag).
Die Pisten befanden sich insgesamt in einem guten Zustand, auch wenn man merkte, dass es zuletzt etwas an Schnee fehlte. Morgens waren die Abfahrten meist sehr gut präpariert (nach unserem Eindruck in Österreich besser als in der Schweiz), gegen Mittag jedoch zunehmend abgerutscht und stellenweise eisig. Für uns war das dennoch gut fahrbar und tat dem sehr gelungenen Skiurlaub keinen Abbruch. Steine oder Dreck gab es eigentlich nicht. In den Morgenstunden wurden die Talabfahrten teilweise beschneit. Auf der Österreichischen Seite war im Höhengebiet keine Beschneiung mehr ersichtlich. Auf der Schweizer Seite liefen vereinzelt ein paar Kanonen. Einzig Piste 42 und die Piz Val Grondabahn waren nennenswertes geschlossen.
Zum Wetter gibt es nicht viel zu sagen – außer: traumhaft.
Wir hatten sieben Tage Kaiserwetter mit kaum Wolken, durchgehend perfekter Sicht und erst am Freitagnachmittag zog es leicht zu.
Ischgl – Tag 1 (Samstag)
Anreise
Gestartet sind wir gegen 03:30 Uhr morgens in Karlsruhe. Dank freier Autobahn kamen wir bereits gegen 08:15 Uhr an unserer Ferienwohnung an. Auto abgestellt, Skikleidung angezogen und gegen 08:40 Uhr standen wir an der Silvrettabahn, die in ca. 3 Minuten über ein kurzes Stück entlang der Loipe erreichbar ist. Wartezeit an der Bahn: etwa 10 Minuten.
Erster Eindruck im Skigebiet
Da wir uns noch nicht auskannten und ich den Pistenplan zwar studiert hatte, ihn aber als relativ unübersichtlich empfand, gingen wir den ersten Skitag ohne festen Plan an. Unsere ersten Abfahrten führten uns in den Bereich Lange Wandbahn und Palinkopfbahn. Dabei wurde schnell klar:
Schwarze Pisten sind in Ischgl wirklich schwarz. Im Vergleich dazu empfinden wir schwarze Pisten in Sölden – abgesehen von der FIS-Strecke – meist eher als rot. Dieser Eindruck hat sich im Laufe des Urlaubs weitgehend bestätigt:
• Blau = blau
• Rot = rot, teilweise sogar dunkelrot
• Schwarz = schwarz
Mittagspause
Gegessen haben wir gegen 11:30 Uhr im SB-Restaurant Idalp. Geschmacklich gut, die Preise empfand ich als angemessen.
• Tiroler Gröstl (große Portion)
• Ofenkartoffel mit Lachs
• Jeweils ein Naturradler
Zum Vergleich: Ein ähnliches Essen wäre im SB-Restaurant Giggijoch (Sölden) meiner Einschätzung nach 10–20 % teurer gewesen.
Nachmittag & Après-Ski
Nach dem Essen waren wir noch etwas im Bereich Idalp unterwegs, wo eine Lego-Schneeskulpturen-Ausstellung aufgebaut war. Anschließend fuhren wir die Talabfahrt Richtung Fimbabahn und verbrachten den Nachmittag im Bereich der Paznauner Thaya.
Dort folgte auch das erste Après-Ski: 0,33 l Flaschenbier für über 6 €.
Zurück zur Ferienwohnung ging es über die Pisten 37 – 3 – 1. Die Unterkunft ist über die Talabfahrt plus ca. 2 Gehminuten gut erreichbar.
Abends erkundeten wir noch ein wenig der Ort und waren erstaunt, wie viel Apres-Ski in Ischgl wirklich geboten wird. Unfassbar und wahrscheinlich mit nichts auch nur im Ansatz zu vergleichen.
Fazit nach Tag 1
• Sehr positiver Ersteindruck
• Anspruchsvollere Pisten als in Sölden
• Essen & Getränke (abgesehen vom Après-Ski) preislich in Ordnung und günstiger als in Sölden
• Unfassbare Apres-Ski Szene
Negativ aufgefallen ist mir die Talabfahrt 3 – für mich die schlechteste Piste im gesamten Gebiet, weshalb wir sie im weiteren Verlauf nicht mehr genutzt haben.
Ischgl – Tag 2 (Sonntag)
Start in den Skitag
An Tag 2 (Sonntag) sind wir morgens an der Fimbabahn gestartet, um die üblichen Wartezeiten an der Silvrettabahn zu umgehen. Über die bekannte Loipe gelangt man allerdings nur bis zur Silvrettabahn, sodass wir den restlichen Weg bis zum Dorftunnel sowie durch den Tunnel zu Fuß zurücklegen mussten. Das war weniger komfortabel als gedacht, dennoch saßen wir bereits um 08:26 Uhr in der Gondel.
Am Vormittag waren wir im Bereich Pardoramabahn und Velilleckbahn unterwegs. Im Laufe des Urlaubs stellte sich heraus, dass dies unser liebster Skigebietsteil war. Auch die Talabfahrt über 7 – 7a – 1a fuhren wir an diesem Morgen mehrfach.
Mittagspause
Ursprünglich wollten wir im Restaurant Schwarzwand einkehren. Aufgrund einer langen Warteschlange an der Höllkarbahn entschieden wir uns jedoch spontan für die Paznauner Taja.
Dort gab es für uns jeweils:
• eine frisch gebackene Pizza (ca. 16 €)
• einen Naturradler
Preislich wie geschmacklich absolut in Ordnung und definitiv empfehlenswert.
Nachmittag: Lange Pisten & Highlights
Den restlichen Mittag verbrachten wir im Bereich Höllspitzbahn und Gampenbahn. Letztere – inklusive der Piste 40 – war eines unserer Highlights in Ischgl. Eine derart lange Piste kannten wir aus Sölden eigentlich nur von Talabfahrten. Generell hatten wir den Eindruck, dass die Pisten in Ischgl deutlich länger sind als in Sölden und es meist mehrere Varianten pro Abfahrt gibt. Da wir – wie bereits erwähnt – keine Lust mehr auf die Talabfahrt 3 hatten, fuhren wir am Nachmittag zurück zur Idalp und von dort über die Piste 1 ins Tal.
Bilder habe ich von der Gampenbahn sowie Höllspitzbahn leider keine gemacht an diesem Tag.
Abend & Après-Ski
Am Abend landeten wir zunächst im Feuer & Eis, wo wir einige Erfrischungsgetränke zu uns nahmen. Anschließend ging es in den Kuhstall, wo wir jeweils eine Dönerbox für faire 9,50 € gegessen haben. Zum Abschluss gab es dort noch einen Live-Auftritt von Lorenz Büffel. Der Abend war so eigentlich nicht geplant – wir sind etwas „versumpft“ und erst gegen Mitternacht wieder in unserer Ferienwohnung angekommen. Aber Feste muss man feiern, wie sie kommen. War dennoch ein richtig guter Abend und gehört in Ischgl einfach auch mal dazu. Zu den Getränkepreisen muss ich vermutlich nicht mehr viel sagen.
Das Fazit von Tag 1 hat sich an Tag 2 eindeutig bestätigt.
Ischgl – Tag 3 (Montag)
Start in den Skitag
Tag 3 startete bei uns leicht verkatert, aber dennoch erstaunlich pünktlich. Bereits um 08:15 Uhr standen wir an der Silvrettabahn und konnten gegen 08:25 Uhr ohne jegliche Wartezeit in die zweite Gondel des Tages einsteigen – so darf ein Skitag gern beginnen. Der ursprüngliche Plan war, direkt morgens wieder Richtung Gampenbahn aufzubrechen, da uns dieser Bereich inklusive der Piste 40 am Vortag besonders begeistert hatte. Leider spielte die Technik diesmal nicht mit:
Weder die Höllspitzbahn öffnete pünktlich um 09:00 Uhr, noch war die Palinkopfbahn verfügbar, die am Morgen eine technische Störung hatte. Damit war die Gampenbahn zunächst nicht erreichbar.
Ausflug nach Samnaun / Schweiz
Mangels Alternativen entschieden wir uns spontan für einen Abstecher nach Samnaun. Der Weg führte uns über die Höllkar- und Zeblasbahn sowie die Pisten 80c, 80, einen kurzen Abstecher am Musellalift und weiter über die 80a nach Samnaun. Von dort ging es mit dem Twinliner in den Schweizer Teil des Skigebiets.
Dort waren wir zunächst im Bereich Visnitz-, Givalea- und Mullerbahn unterwegs. Ehrlich gesagt wurden wir hier nicht so richtig warm:
Lediglich die Pisten 65 und 67 gefielen uns ganz gut. An der Visnitzbahn mussten wir zudem etwas Wartezeit in Kauf nehmen, was wir aus dem österreichischen Teil bisher kaum kannten.
Mittagspause
Gegessen haben wir im SB-Restaurant Alp Bella – rückblickend leider das schwächste Essen des gesamten Urlaubs. Es gab Currywurst mit sehr harten Pommes sowie Skiwasser. Preislich lag das Ganze erwartungsgemäß über dem österreichischen Niveau, qualitativ aber leider deutlich darunter. Entsprechend enttäuscht waren wir hier.
Nachmittag: Zurück nach Österreich
Am Nachmittag waren wir noch an der Viderjochbahn 1 und 2 sowie am landschaftlich schönen Blais Grondalift unterwegs. Die Pisten gefielen uns hier schon etwas besser, konnten aber nicht mit unseren bisherigen Favoriten im österreichischen Teil mithalten. Über die Flimsattelbahn ging es schließlich zurück nach Österreich. Dort fuhren wir – mittlerweile etwas müde und ohne großen Plan – noch ein paar Abfahrten, bevor wir den Skitag klassisch über die Piste 1 beendeten.
Abend
Der Abend verlief entsprechend ruhig: Wir ließen den Tag gemütlich in der Ferienwohnung ausklingen und gingen relativ früh ins Bett.
Fazit Tag 3
• Verkatert Skifahren macht deutlich weniger Spaß und ist spürbar anstrengender
• Der österreichische Teil des Skigebiets gefällt uns insgesamt klar besser
• Die Pisten waren dort aus unserer Sicht auch deutlich besser präpariert
• In der Schweiz empfanden wir die Abfahrten eher als knollig und insgesamt voller, was möglicherweise an der geringeren Kapazität liegt
Unterm Strich: Trotzdem schön, der Abstecher hat sich gelohnt – Meckern auf sehr hohem Niveau.
Ischgl – Tag 4 (Dienstag)
Start in den Skitag
Auch an Tag 4 waren wir wieder früh unterwegs und saßen direkt in der ersten Gondel der Silvrettabahn. Für diesen Tag hatten wir uns bewusst vorgenommen, den Bereich rund um die Idalp endlich einmal intensiver zu erkunden. Bisher diente er für uns meist nur als Durchgangsbereich, sodass einige Lifte und Pisten noch komplett offen waren. Das änderte sich nun: Wir nahmen uns Zeit und fuhren konsequent sämtliche Anlagen und Abfahrten in diesem Bereich ab. Besonders gut gefallen haben uns dabei:
• die Nachtweidebahn inklusive der Piste 2a
• die Flimjochbahn mit der Piste 10
• sowie die Velillbahn, vor allem wegen des Funparks und der Funslope
Mittagspause
Mittags kehrten wir erneut im SB-Restaurant Idalp ein.
Für mich gab es eine Gulaschsuppe im Brotleib, für meine Frau einen Kaiserschmarrn. Dazu Skiwasser und Cola – diesmal komplett alkoholfrei. Preis und Leistung passten für uns wieder auch wenn die Portion des Kaiserschmarrns etwas größer hätte sein können.
Nachmittag
Am Nachmittag zog es uns erneut auf unsere bisherigen Lieblingspisten 5 und 7, die wir zusammen mit der Velilleckbahn und der Pardoramabahn ausgiebig nutzten. Auch Piste 4 gefällt uns sehr gut und wurde mehrmals genutzt. Diese Kombination gehört für uns mittlerweile zu den besten im gesamten Gebiet. Auch eine Talabfahrt über die Piste 7a und somit eine Bergfahrt mit der Pardatschgratbahn bauten wir ein. Zurück ins Tal ging es schließlich über die Pisten 5 und 1.
Abend
Am Abend schlenderten wir noch einmal gemütlich durch Ischgl und entdeckten dabei einen netten Irish Pub sowie einen kleinen „Weihnachtsmarkt“. Ein entspannter Abschluss eines erneut sehr runden Skitages.
Einordnung nach vier Tagen
Wir haben tatsächlich 4 Tage gebraucht, um wirklich jedes Eck von Ischgl kennenzulernen. Laut Apple Watch legten wir dabei täglich etwa 60 km und rund 12.000 Höhenmeter zurück.
Im direkten Vergleich bietet Sölden – nicht zuletzt auch in Anbetracht des deutlich höheren Skipreises – spürbar weniger Abwechslung und ist nach unserer Erfahrung bereits nach zwei Tagen nahezu vollständig erkundet.
Das soll ausdrücklich kein Sölden-Bashing sein, schließlich ist es seit Jahren unser Stammgebiet. Preislich entwickelt sich das Gebiet aus unserer Sicht jedoch stärker als viele andere in eine zunehmend schwer nachvollziehbare Richtung.
Ischgl – Tag 5 (Mittwoch)
Vormittag: Palinkopf & Klassiker
Am fünften Skitag nahmen wir uns am Vormittag gezielt den Bereich rund um den Palinkopf vor. Dort waren wir bislang eigentlich nur am ersten Tag intensiver unterwegs gewesen. Auch an diesem Tag starteten wir wieder pünktlich und ohne nennenswerte Wartezeiten mit der ersten Gondel ins Skigebiet. Die Pisten 20 bis 22 konnten uns erneut voll überzeugen – anspruchsvoll und abwechslungsreich. Zusätzlich zog es uns am Vormittag immer wieder auf die Piste 40 mit der Gampenbahn, die wir auch an diesem Tag mehrfach fuhren und die sich mittlerweile fest unter unseren Favoriten etabliert hatte.
Mittagspause
Die Mittagspause verbrachten wir diesmal erfolgreich im SB-Restaurant Schwarze Wand, nachdem es dort am Sonntag noch nicht geklappt hatte. Es gab erneut Pizza sowie Skiwasser. Geschmacklich wie preislich gab es auch hier nichts zu beanstanden – absolut empfehlenswert und im Rahmen dessen, was man in Ischgl erwartet.
Mittag & Nachmittag
Zur Mittagszeit querten wir einmal quer über die Idalp und fuhren zu unseren Lieblingspisten 5 und 7, kombiniert mit der Pardoramabahn und der Velilleckbahn. Anschließend ging es über die Idalp und die Höllspitzbahn wieder zurück in Richtung Gampenbahn, inklusive weiterer Abfahrten auf der Piste 40.
Den Einstieg in den Nachmittags-Après-Ski machten wir schließlich am Restaurant Slope Food. Danach wechselten wir noch zur Paznauner Thaya, bevor wir kurz vor 16:00 Uhr wieder zur Idalp zurückkehrten. Von dort aus beendeten wir den Skitag klassisch über die Piste 1 ins Tal.
Abend
Am Abend ging es erneut in den Ort, wo wir den Tag ganz entspannt im Irish Pub ausklingen ließen – ein ruhiger und stimmiger Abschluss nach einem weiteren sehr gelungenen Skitag.
Fazit
Ein Fazit spare ich mir an dieser Stelle.
Ischgl – Tag 6 (Donnerstag)
Vormittag: Zweiter Versuch Schweiz
Auch am sechsten Skitag starteten wir wieder mit der ersten Gondel der Silvrettabahn ins Skigebiet. Ziel war es, möglichst früh über die Idjochbahn auf die Schweizer Seite zu wechseln, um diesem Teil des Gebiets noch einmal eine faire Chance zu geben. Erneut waren wir im Bereich der Givalea- und Mullerbahn unterwegs. Leider bestätigte sich unser bisheriger Eindruck: Die zugehörigen Pisten konnten uns weiterhin nicht richtig überzeugen und waren zudem eher schlecht bzw. knollig präpariert. Deutlich besser gefielen uns hingegen die Pisten 65 und 67 an der Visnitzbahn. Diese machten richtig Spaß, sind im direkten Vergleich zur österreichischen Seite jedoch relativ kurz.
Zusätzlich nutzten wir noch einmal die beiden Viderjochbahnen, die Greitspitzbahn sowie den landschaftlich schönen Blais Grondalift. Der Rückweg nach Österreich erfolgte erneut über die Flimsattelbahn.
Mittagspause
Über die Gratbahn ging es anschließend auf den Pardatschgrat, wo wir im SB-Restaurant Pardorama einkehrten.
Für mich gab es Bratwurst mit Pommes und Skiwasser, für meine Frau Kaiserschmarrn mit Cola. Letzterer war aus unserer Sicht besser als der auf der Idalp und auch von der Portion her deutlich großzügiger. Dazu kommt eine wirklich schöne Aussicht, die das Essen nochmals aufwertet.
Nachmittag & Talabfahrt
Der Nachmittag verlief für uns ganz klassisch: mehrere Runden auf den Pisten 5 und 7 in Kombination mit der Pardoramabahn und der Velilleckbahn. Als kleine Variation bauten wir auch mal die Piste 4 und nochmals die Nachtweidebahn mit ein.
Ins Tal fuhren wir schließlich über die Pisten 7a, 1 und 1a. An der Talstation der Pardatschgratbahn gaben wir unsere Skier noch zum Service ab und nutzten die Gelegenheit, in diesem Bereich auch einmal Après-Ski zu machen. Die zur Mittagszeit bereits recht stark abgerutschten und somit harten Pisten hatten unsere Kanten doch deutlich in Mitleidenschaft gezogen.
Fazit Tag 6
Unser Eindruck hat sich an diesem Tag weiter gefestigt:
Der österreichische Teil des Skigebiets – insbesondere hinsichtlich Pistenführung und Präparierung – sagt uns insgesamt deutlich mehr zu. Mit der Schweizer Seite werden wir einfach nicht zu 100 % warm. Schlecht ist es dort keinesfalls, für uns reicht das Niveau jedoch nicht ganz an Bereiche wie Palinkopf oder Pardatschgrat heran.
Ischgl – Tag 7 (Freitag)
Start in den letzten Skitag
Am letzten Skitag holten wir pünktlich um 08:00 Uhr unsere Skier vom Service ab. Diese sahen nahezu aus wie neu, die Kanten waren wieder richtig scharf – ein Unterschied, den man sofort gespürt hat. Die Pardatschgratbahn öffnete mit rund zwei Minuten Verspätung, sodass wir schließlich um 08:32 Uhr in der ersten Gondel saßen.
Vormittag: Abschiedsrunden
Am Vormittag nutzten wir ausgiebig noch einmal unsere absoluten Lieblingspisten 4, 5 und 7, natürlich in Kombination mit unseren bevorzugten Bahnen. Anschließend wechselten wir über die Idalp, die Höllkarbahn und die Palinkopfbahn weiter Richtung Höllspitzbahn. Über die Pisten 33 und 34 ging es zur Höllspitzbahn, die wir inklusive der Piste 35 zum Abschluss noch einmal fahren wollten.
Mittagspause
Zur Mittagspause fuhren wir über die Piste 38 erneut zum Restaurant Slope Food. Dort gab es für uns Cheeseburger mit Pommes (16 €) sowie ein Weizenbier (5 €). Für uns klar der Preis-/Leistungssieger im gesamten Skigebiet: sehr lecker, fair bepreist und dazu ein modernes, ansprechendes Design des Verkaufsstands.
Nachmittag
Am Nachmittag drehten wir noch einige Runden mit der Gampenbahn auf der Piste 40, bevor es über die Paznauner Thaya zurück zur Idalp ging. Dort nutzten wir noch einmal die Flimjochbahn, ehe wir den Skitag mit mehreren letzten Abfahrten auf der Pardoramabahn und der Piste 5 ausklingen ließen.
Après-Ski
Zum Abschluss der Woche ging es noch einmal ins Feuer & Eis, das für uns die angenehmste klassische Après-Ski-Bar im Ort ist – ein sehr stimmiger Abschluss einer rundum gelungenen Skiwoche.
Gesamtfazit Ischgl (17.01. – 24.01.2026)
Ischgl hat uns bei unserem Erstbesuch in nahezu allen Bereichen überzeugt und unsere Erwartungen teilweise sogar übertroffen. Das Skigebiet ist groß, abwechslungsreich und bietet vor allem sportlich anspruchsvolle Pisten. Besonders positiv hervorzuheben sind die langen Abfahrten, die vielen Varianten pro Piste sowie das insgesamt hohe Niveau der schwarzen und roten Pisten. Die Präparierung auf der österreichischen Seite war während unseres Aufenthalts durchweg sehr gut, morgens meist perfekt und auch am Nachmittag noch gut fahrbar.
Unsere persönlichen Highlights lagen klar in den Bereichen Palinkopf samt Gampenbahn sowie rund um die Velilleck- und Pardoramabahn. Die Schweizer Seite war keinesfalls schlecht, konnte für uns aber weder bei der Präparierung noch bei der Pistenführung ganz mit der österreichischen Seite mithalten.
Die Liftanlagen sind modern, leistungsstark und sehr gut verteilt. Nennenswerte Wartezeiten gab es während der gesamten Woche praktisch nicht. Auch bei höherer Auslastung verteilten sich die Skifahrer gut im Gebiet. Besonders angenehm empfanden wir die Möglichkeit, mit etwas Planung Stoßzeiten problemlos zu umgehen.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis in Ischgl bewerten wir insgesamt als wirklich gut. Der Skipass ist im Vergleich zu anderen Top-Gebieten – zumindest zu unserem Reisezeitraum – deutlich günstiger, während das gebotene meist darüber liegt. Auch die Preise in der Gastronomie empfanden wir überwiegend als fair, vor allem in den SB-Restaurants. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel, insbesondere beim Bierpreis beim Après-Ski.
Kulinarisch bietet Ischgl eine große Auswahl von soliden SB-Restaurants. Hervorheben möchten wir unter anderem das Slope Food, das für uns klarer Preis-/Leistungssieger war.
Die Après-Ski-Szene in Ischgl ist einzigartig und in dieser Form kaum vergleichbar. Ob man das sucht oder eher meidet, ist Geschmackssache – das Angebot ist auf jeden Fall beeindruckend. Ruhigere Alternativen sind aber ebenfalls problemlos zu finden.
Nochmals ein kleiner Vergleich zu Sölden: Sölden ist für uns unser Stammgebiet, keine Frage. Objektiv betrachtet bietet Ischgl jedoch mehr Abwechslung, längere Pisten, ein höheres sportliches Niveau und ein insgesamt stimmigeres Preis-Leistungs-Verhältnis. Während Sölden nach wenigen Tagen weitgehend „erfahren“ ist, braucht man in Ischgl mehrere Tage, um wirklich alle Ecken kennenzulernen.
Der Urlaub war von Anfang bis Ende rund, abwechslungsreich und qualitativ auf sehr hohem Niveau. Ein Wiederbesuch ist für uns keine Frage, sondern nur eine Frage der Zeit.
Danke, wenn ihr es bis hierher geschafft habt. Ich habe es einfach gebraucht den Urlaub nochmal ein wenig Revue passieren zu lassen.
Viele Grüße an euch alle!
" kommt man gut mit
:lol: