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Neues in Laax/​Flims/​Falera

snowworld schrieb:
Ich möchte jetzt nicht die Planung ins negative ziehen ...
Wieso folgt eigentlich auf solche Sätze meistens genau das, was einleitend verneint wird?

ist sicher eine Innovation und große Ingenieurleistung ...nur was ist jetzt eigentlich der riesen Vorteil des Systems außer dass es ziemlich kompliziert wird?

Die Sesselbahn Foppa hat jetzt eine Kapazität von 1.800 Pers/h die neue Gondel dann max. 1.500 Pers/h ....mit den zu erwartenden Leerplätzen also noch etwas weniger .... soviel wie ein Schlepplift mit ca. 1.200 Pers/h also.. :? 8O
Bitte den vergleich fair halten. Der Foppa Sessel ist selten voll besetzt. Vielleicht an einem schönen Sommertag. Aber da er ein 3er Sessel war, gab es oft halt die Situation, dass es nicht aufgeht. Und der Vergleich mit einem Schlepplift ist lustig. Willst du auf dieser Strecke einen Schlepplift machen? :gruebel:

Der richtige Vergleich ist sowieso mit der Grauberg Bahn und der Cassons Bahn. Grauberg hat 750 P/h und Cassons hatte 200 P/h. Selbst wenn du nicht komplett füllst, hat die neue Bahn wesentlich mehr Kapazität als diese beiden Bahnen zusammen.
Ich bleibe dabei und glaube, dass die Wartungskosten und Energiekosten hier höher sein werden aufgrund der ganzen Türen, Motoren und Batterien und Weichen. Eine normale Gondel mit Durchfahrbetrieb wäre so einfach ....genug Kapazität..ein- und aussteigen wo man will ... fertig :mrgreen:

Und vielleicht könnte man ja auch in einer Standardgondel ein System entwickeln dass in der Nebensaison die Gondel in Flims nur losfährt wenn Sie besetzt wird. So könnte man die Kuppelvorgänge auch bei wenig Andrang deutlich reduzieren, hätte aber die ganzen anderen Komplikationen nicht.
Ich glaube hingegen, das kann man so, von Aussen betrachtet, gar nicht beurteilen. Bei den Weichen bin ich überzeugt, dass hier Scalareffekte dazu führen, dass die einzelne Weiche nicht mehr ins Gewicht fällt. Das heisst, bereits für diese eine Anlage, kann eine Kleinserie von Weichen eingeleitet werden. Elektromotoren sind heute überall verbaut, da mache ich mir die wenigsten Sorgen. Beim Akku muss sich dann wirklich zeigen, ob BMF diese Technologie im Griff hat. Die Akku muss ja beim Abbremsen in relativ kurzer Zeit aufgeladen werden, das heisst mit einem hohen C Wert (Ladeleistung im Verhältnis zur Ladekapazität), dann kommen noch die tiefen Temperaturen hinzu. Eine denkbar schlechte Kombination. Hier muss ein gutes BMS (Batteriemanagementsystem) implementiert werden, idealerweise mit einer Heizung der Batterie.
Ich frage mich auch, was man macht, wenn die Gondel lang rum steht. Es gibt auch Standverluste und irgendwann ist so die Batterie leer. Gibt es in der Garagierung eine Ersatzlösung zum Laden für diesen Fall?

Da frage ich mich, wieso man nicht einfach eine Lösung mit Stromabnehmern gewählt hat.
 
Da ist bestimmt vieles richtig aber was ist dann jetzt der riesen Nutzen von dem System im Vergleich zu einer Standardanlage mit reduzierter Gondelanzahl auf der letzten Sektion weil die Abfahrt hier nicht massentauglich ist?

Mit dem Schlepplift Vergleich wollte ich ja nur nochmal deutlich machen, dass es kein Kapazitätsmonster wird, sondern auf dem untersten Kapazitätsniveau von einer 10er Gondel laufen wird.

Ich sehe halt keinen großen Kundennutzen und vergiss bitte nicht die ganzen Schiebetüren mit Ihren Problemen wenn die wirklich erforderlich sein sollten.
 
Maximale Kapazität ist doch sicher nicht das Ziel. Wenn man die wollte, könnte man einfach den Arena-Express auf volle Kapazität ausbauen. Es geht doch um die Anbindung der Stationen auf Flimser Seite.
Ja stimmt, die Schiebetüren habe ich vergessen. Die sind zwar standard und hat jeder Aufzug, aber genau diese "bocken" ja des Öfteren bei den normalen Aufzügen. Hier geht es aber im Endeffekt um die zusätzliche Sicherheit und den Betrieb ohne Personal, ich würde diesen Aspekt jetzt nicht einfach aussen vor lassen.
 
Mir kommen die 1500p/h Kapazität auch etwas wenig vor. Die neue Bahn soll ja auch die Funktion eines weiteren Zubringers aus Flims haben. Es gibt bestimmt einige Skifahrer die morgens direkt auf Nagens möchten ohne Umsteigen in Plaun.
 
Der mit wichtigste Punkt der neuen Bahn geht hier völlig vergessen:

Durch die beim beladen stehenden Gondeln und die doppelten Türen wird es erlaubt sein, die Bahn ohne Betriebspersonal vor Ort zu betreiben. Für eine klassische EUB-Anlage mit 6 Stationen braucht es pro Tag mind. 800 Stellenprozente. Die Bartholet-Anlage kann zentral gesteuert werden, was mit 2 Angestellten machbar ist...
Personal für Kundeninfo kann dann freiwillg oder an schönen Tagen hingestellt werden.

Bei über 300 Betriebstagen ist das wohl der Hauptgrund für diese Lösung...
 
jotty schrieb:
Der mit wichtigste Punkt der neuen Bahn geht hier völlig vergessen:

Durch die beim beladen stehenden Gondeln und die doppelten Türen wird es erlaubt sein, die Bahn ohne Betriebspersonal vor Ort zu betreiben. Für eine klassische EUB-Anlage mit 6 Stationen braucht es pro Tag mind. 800 Stellenprozente. Die Bartholet-Anlage kann zentral gesteuert werden, was mit 2 Angestellten machbar ist...
Personal für Kundeninfo kann dann freiwillg oder an schönen Tagen hingestellt werden.

Bei über 300 Betriebstagen ist das wohl der Hauptgrund für diese Lösung...

Hat man doch bei der Kumme-Bahn in Zermatt auch mit einer klassischen EUB geschafft. Oder hat Graubünden andere Anforderungen als das Wallis?
 
Die Kumme Bahn in Zermatt hat ja auch eine Kapazität von 1.500 Pers./h. Den Punkt könnte man also auch mit einer Standardbahn hinkriegen. Und ob bei einem so komplexen System wirklich bei Störungen niemand in der Station sein muss, wäre erst zu erproben.

Was ist wenn eine Kabine wegen dem E Motor im Umlauf stehen bleibt oder eine Tür blockiert, dann steht die ganze Anlage auf 5 Sektionen. Es gab es ja auch noch nie, dass jede Kabine beim Einstieg komplett an der fixen Position stehen bleiben muss. Stehen zwei Personen beim Stoppen auf und bewegen sich, die ganze Gondel wackelt - gibts dann kein Probleme mit der Standposition der Kabine und den erforderlichen Sensoren... und bremst der E Motor an der „Parkposition“ ab oder läuft das mechanisch? Jetzt wackelt die Gondel ...schafft der E Motor dann die exakte Bremsung an der Türposition? Neben der komplexen Steuerung hat das System eben aufgrund der ganzen Sensoren meiner Meinung nach eine sehr hohe Fehleranfälligkeit.

Eigentlich wär es ja energetisch und auch vom Verschleiß her bestimmt sinnvoller eine normale Bahn mit mind. 2.000 Pers/h zu bauen und dann bei Tagen mit wenig Frequenz die erste Sektion Arena Express Flims-Plaun zu schließen. Für den Skifahrer wär das ja völlig in Ordnung wenn man gleich nach Nagens kommt.

Natürlich ist das ein spannendes System ...nur die WAG fährt hier auch ein großes Risiko sich eine „Problembahn“ zu bauen. Das ist alles was ich damit sagen wollte.
 
snowworld schrieb:
Was ist wenn eine Kabine wegen dem E Motor im Umlauf stehen bleibt oder eine Tür blockiert, dann steht die ganze Anlage auf 5 Sektionen.
Erstens ist das System ja redundant mit zwei Motoren ausgestattet. Zweitens, muss die Kabine schon an einem dummen Ort stehen bleiben, zum Beispiel an einer Weiche, dass gleich eine ganze Station blockiert wird. Und selbst dann, könnten alle anderen Sektionen weiter betrieben werden. Dies ist doch gerade der Vorteil gegenüber einer "herkömmlichen" Bahn wo alle Sektionen gleichzeitig gebremst werden müssen.
Es gab es ja auch noch nie, dass jede Kabine beim Einstieg komplett an der fixen Position stehen bleiben muss. Stehen zwei Personen beim Stoppen auf und bewegen sich, die ganze Gondel wackelt - gibts dann kein Probleme mit der Standposition der Kabine und den erforderlichen Sensoren... und bremst der E Motor an der „Parkposition“ ab oder läuft das mechanisch? Jetzt wackelt die Gondel ...schafft der E Motor dann die exakte Bremsung an der Türposition? Neben der komplexen Steuerung hat das System eben aufgrund der ganzen Sensoren meiner Meinung nach eine sehr hohe Fehleranfälligkeit.
Ein gesuchtes Problem. Der E-Motor fährt die Auffhängung auf die richtige Position. Das unten etwas wackelt, sieht der Motor höchstens in der Stromaufnahme etwas. Die Sensoren müssen möglichst nahe am Motor sein, also oben bei den Schienen nicht unten bei der Kabine. Alles andere macht die Ansteuerung nur schwieriger. Wir haben bei uns in der Firma E-Motoren welche aus 3 m/s Geschwindigkeit mit 3g Beschleunigung auf 10 Mikrometer genau positionieren. Das ist so in etwa 10'000 mal genauer als hier nötig bei einer wesentlich höheren Beschleunigung.
Eigentlich wär es ja energetisch und auch vom Verschleiß her bestimmt sinnvoller eine normale Bahn mit mind. 2.000 Pers/h zu bauen und dann bei Tagen mit wenig Frequenz die erste Sektion Arena Express Flims-Plaun zu schließen. Für den Skifahrer wär das ja völlig in Ordnung wenn man gleich nach Nagens kommt.
Damit das geht, müsste man die 4+5 Sektion sicher als eigene Bahn bauen. Denn dort wären 2'000 p/h völlig überdimensioniert. Diese Lösung wäre für mich OK, die Bergbahnen haben sich aber anders entschieden.
 
Zu beachten gilt es auch, dass erst die ganze Corona-Thematik die WAG zur Umplanung des Pendelbahn-Projektes bewogen hat.
Und für einen EUB Betrieb mit möglichst wenig "Fremdkontakt" dünkt mich dieses Ropetaxi-System doch vorteilhafter gegenüber einer konventionellen Bahn.
Kann mir auch gut vorstellen, dass die Bergbahnen gegen einen Aufpreis einen Solo-FBM-Service anbieten werden. Dann hat man endlich seine Ruhe vor dem Pöbel. ;D
 
Ein Problem bei Glasböden gibt es aber: Sie sind verhältnismässig heikel und Kratzer machen sich dort nicht wahnsinnig gut. Und gerade Skischuhe, Skis und Stöcke sind doch "passionierte Verkratzer"... auch darum werden die Gondeln mit Glasboden Richtung KMH auch nicht für Skifahrer benutzt.

Das ist dann aber ein Luxusproblem :wink:
 
Klar, macht Sinn: Für die Fussgänger ist meist auch die Fahrt "ein Erlebnis", während es für die Skifahrer wirklich nur Mittel zum Zweck ist.
 
tafaas schrieb:
Zu beachten gilt es auch, dass erst die ganze Corona-Thematik die WAG zur Umplanung des Pendelbahn-Projektes bewogen hat.
Und für einen EUB Betrieb mit möglichst wenig "Fremdkontakt" dünkt mich dieses Ropetaxi-System doch vorteilhafter gegenüber einer konventionellen Bahn.
Kann mir auch gut vorstellen, dass die Bergbahnen gegen einen Aufpreis einen Solo-FBM-Service anbieten werden. Dann hat man endlich seine Ruhe vor dem Pöbel. ;D

Ich denke, Corona ist das eine nette Entschuldigung. Die Pendelbahn ab Flims war schlichtweg nicht bewilligungsfähig und was nachher kam ein MischMasch an Lösungen.

Und die aktuelle Lösung wird bei einem Flimser doch viel Goodwill auslösen: Foppa-Startges-Nagens, die Wiederauferstehung einer Anbindung von Startgels wird den Groll schmälern, dass man auf Naraus verzichten muss.
 
Die Ustria Startgels ist die grosse Gewinnerin dieser Variante. Anstatt eine riesige Ausstiegstütze vor der Nase, kommt jetzt eine Station unter der Erde. Und ich nehme an der Klotz von Grauberg-Talstation wird auch abgerissen.
 
Wurzelsepp schrieb:
Ein Problem bei Glasböden gibt es aber: Sie sind verhältnismässig heikel und Kratzer machen sich dort nicht wahnsinnig gut. Und gerade Skischuhe, Skis und Stöcke sind doch "passionierte Verkratzer"... auch darum werden die Gondeln mit Glasboden Richtung KMH auch nicht für Skifahrer benutzt.

Die Gondeln werden im Winterbetrieb auch zum Teil für Skifahrer benutzt, dann ist allerdings der Glasboden abgedeckt.
 
Naturbahnrodler schrieb:
Die Ustria Startgels ist die grosse Gewinnerin dieser Variante. Anstatt eine riesige Ausstiegstütze vor der Nase, kommt jetzt eine Station unter der Erde. Und ich nehme an der Klotz von Grauberg-Talstation wird auch abgerissen.
Vor allem kann Ueli seinen Abendbetrieb massiv ausbauen. Man kann dann die Bahn ja jederzeit benützen.
 
ski-chrigel schrieb:
Naturbahnrodler schrieb:
Die Ustria Startgels ist die grosse Gewinnerin dieser Variante. Anstatt eine riesige Ausstiegstütze vor der Nase, kommt jetzt eine Station unter der Erde. Und ich nehme an der Klotz von Grauberg-Talstation wird auch abgerissen.
Vor allem kann Ueli seinen Abendbetrieb massiv ausbauen. Man kann dann die Bahn ja jederzeit benützen.

Ja, da freue ich mich schon jetzt drauf. Ein Abend in Startgels am Feuer bei einem guten Essen und Rotwein ist ein unvergleichliches Erlebnis!
 
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