Dieter WISSEKAL
Fichtelberg (1214,6m)
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Gondelbahn statt "70er-Relikt"
von Heimo Huber
TÜRNITZ Nach jahrelangem Dornröschenschlaf befindet sich das Skigebiet Eibl in Türnitz, Bezirk Lilienfeld, auf absolutem Erfolgskurs. Binnen acht Monaten sind unfassbare 190.000 Fahrten mit der neuen, futuristischen "Eibl Jet Rodelbahn" absolviert worden. "Ein Traumergebnis", strahlt Geschäftsführer Peter Schakmann.
Jetzt geht man noch einen Schritt weiter: Der inzwischen 34 (!) Jahre alte Doppelsessellift soll rundum erneuert werden. "Wir haben vor, in den nächsten Monaten eine Kombination aus Sessellift und Gondelbahn zu errichten." Kosten: 4 Millionen Euro.
Die Finanzierung soll durch Land, Gemeinde und Eibl Lifte GmbH erfolgen. "Nur müssen alle an einem Strang ziehen, damit wir bereits nächste Saison durchstarten können", schränkt der Manager ein.
Was die Freizeitsportler besonders freuen wird: Derzeit dauert eine Bergfahrt bis zu 14 Minuten - die neue Bahn würde eine Verkürzung auf sechseinhalb Minuten bringen. Die Kombination von Sesseln und Gondeln hätte den Vorteil, dass man einerseits in der Gondel mehr Schutz hätte, andererseits müssten Skifahrer beim Sessellift ihre Brettln nicht abschnallen.
REKORDUMSATZ? Für die Hightech-Kombination benötigt man daher zwei separate Einstiegsmöglichkeiten. Schakmann: "Die Kombination von Sesseln und Gondeln könnte man nach Bedarf wählen." Ein Termin bei Landesvize Ernest Gabmann (für Wirtschaftsfragen zuständig) sei bereits vereinbart.
Derzeit gibt es am Eibl einen Doppelsessel-, drei Schlepplifte und den Eibl-Jet. In den vergangenen Jahren habe man auch kontinuierlich hochmoderne Skikanonen angekauft, um den Touristen optimale Schneeverhältnisse bieten zu können.
Zurzeit könne man sich nicht beklagen: "Wir haben 1,30 Meter Pulverschnee und hoffen, dass bis Ostern 40.000 Carver und Boarder kommen und uns einen Rekordumsatz bescheren."
jul schrieb:Also soll der Lift heuer noch gebaut werden?
d-florian schrieb:selbst bei -5°C friert man in dem ding fest wie net gescheit! will net wissen wie´s da is bei -10°C, schneefall und wind
Servus Jul,
danke für deine Anfrage. Wenn wir von den Grundbesitzern die erforderlichen langfristigen Verträge bekommen, schaut es gut aus.
Mit freundlichen Grüßen aus Türnitz
Peter
Die Bahn wird heuer nicht gebaut. Der genaue Beginn wird erst
Herbst ausgehandelt.
Mit freundlichen Grüßen
Peter
Stefan schrieb:ganz schlechte news vom eibl: nach der wintersaison droht das gebiet zum lsap zu werden, die inhaber sind drauf und dran, zuzusperren. neue bahn gibts nach dem scheitern der grundstücksverhandlungen wohl keine, zudem drohen sie mit dem abbau des eibl-jet. mehr morgen im kurier.
Eibl-Lifte: Ist nach 2006 Schluss?
UNGEWISSE ZUKUNFT / Nachdem der Neubau in Türnitz geplatzt ist, garantiert Helmut Meder am Eibl nur noch bis 2006 einen Liftbetrieb.
TÜRNITZ / ,,Wir haben mit der Gemeinde einen Vertrag auf sechs Jahre, an den wir uns natürlich halten. Das heißt, wir fahren mit dem Lift bis 2006. Was danach passiert, ist noch offen“, sagt Helmut Meder.
Der Grund für den Unmut des Eibl-Lifte-Betreibers: Aus der für heuer im Dezember geplanten Eröffnung des neun Millionen Euro teuren Großprojektes am Türnitzer Hausberg (Details in der Info-Box oben) wird nichts. ,,Unser Neubau des Liftes ist gestorben“, bestätigt Meder. ,,Innerhalb von sechs Wochen ist es nicht gelungen, einen Termin zu vereinbaren, um über das Projekt Gespräche zu führen“, zeigt sich Meder verärgert, dass die notwendigen Verträge mit den Grundeigentümern nicht zustande gekommen sind. Wie rasch ein Ende des Liftbetriebes am Türnitzer Eibl nach 2006 nahen könnte, bringt Meder unmissverständlich auf den Punkt: ,,Der bestehende Lift ist 35 Jahre alt. Mit der nächsten größeren Reparatur kann es aus sein.“
,,Rodelbahn kann jederzeit abgebaut werden“
Mittelfristig droht dem Türnitzer Tourismus möglicherweise ein weiterer Tiefschlag, denn auch eine Verlagerung der neuen Attraktion am Eibl, der Allwetterrodelbahn, schließt Meder nicht aus: ,,Nach heutiger Sicht ist das zwar kein Thema. Wenn es Probleme gibt, ist eine Übersiedelung des Eibl-Jets aber möglich, die Rodelbahn kann jederzeit abgebaut werden. Ansprechpartner Nummer eins ist die Gemeinde Türnitz.“ Und: Interessenten am Eibl-Jet gebe es viele, betont Meder.
Besonders bitter: Zieht sich der Eibl-Mäzen mittelfristig tatsächlich vom Türnitzer Hausberg zurück, würde das nicht nur den bis zu 22 Eibl-Lifte-Beschäftigten den Job kosten, sondern auch die Aufbauarbeit der letzten Jahre zunichte machen, denn derzeit floriert das Geschäft am Türnitzer Hausberg. ,,Wir haben die Eibl-Lifte Ende 2000 mit 27.000 Gästen übernommen. Seit 1. Juni 2005 sind wir ,Top-Ausflugsziel NÖ‘. Im Vorjahr gab es im Sommer- und Winterbetrieb insgesamt 140.000 Gäste“, verdeutlicht Eibl-Lifte-Geschäftsführer Peter Schakmann.
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