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Neue Skischaukel vom Inntal ins Zillertal
Für eine neue Skischaukel zwischen dem Inntal und dem Zillertal gibt es in der Gemeinde Weer neue Pläne. Die Skiliftgesellschaft Hochfügen legt ein ausgereifte Projekt vor.
Direkt in die Skigebiete des Zillertals
Überlegungen für eine Skilift-Verbindung vom Inntal aus direkt in die Skigebiete des Zillertals sind in den letzten Jahren immer wieder entsprechende Pläne aufgetaucht. Pläne, die aber allesamt wieder in diversen Schubladen verschwunden sind.
Mit einem vergleichsweise ausgereiften Projekt startet die Skiliftgesellschaft Hochfügen nun einen neuerlichen Anlauf. Mit einer Variante, die anders als bisher geplant von Weer aus in die Tuxer Alpen führen soll.
Umweltpolitische Gründe
Bisher war immer von der Kellerjochbahn in Schwaz die Rede, wenn es darum gegangen ist, das Inntal mit dem Zillertal skitechnisch zu verbinden. Dass jetzt die Skiliftgesellschaft Hochfügen das Projekt in Weer favorisiert, hat vor allem finanzielle aber auch umweltpolitische Gründe, sagt Othmar Kronthaler, Chef der Baustofffirma Lang und Gesellschafter der Hochfügener Lifte.
Othmar Kronthaler, Gesellschafter der Hochfügener Lifte
"Mit relativ wenig Aufwand erschließt das Projekt auf der Weerer und Weerberger Seite ein geschlossenes Skigebiet. Es bräuchte keine eigene Zubringerbahn, sondern jede Bahn hätte ihre eigene Abfahrt. Man muss ja nicht nach Hochfügen fahren, um Ski zu fahren, sondern hier würde ein eigenes Skigebiet für die Bevölkerung, den Tourismus erschlossen, das wäre wichtig für die weitere touristische Skierschließung des Unterinntals."
Entlastung
Lediglich drei Liftewürden ausreichen, so Kronthaler, dass man von Weer aus das Skigebiet Hochfügen erreichen kann. Das würde einer Fahrzeit von etwa 26 Minuten entsprechen. Legt man dieselbe Strecke mit dem Auto zurück, bräuchte man fast dreimal so lang. Kronthaler glaubt daher, dass dieses Projekt die ohnedies schon stark frequentierten Zillertal-Bundesstraße maßgeblich entlasten könnte.
Othmar Kronthaler, Gesellschafter der Hochfügener Lifte
"Auch wäre eine Anbindung des hinteren Zillertals vorgesehen, ein Anschluss des Rastkogels. Vom Talboden des Inntals sind es ca. 16 km Luftlinie bis zum Rastkogel, so kann man sich verstehen, welche Vision da dahinter steckt."
Weerer Bedingungen
Die Kosten für dieses Vision würde sich auf rund 50 Mio. Euro belaufen. Mit der Gemeinde Weer hat die Skiliftgesellschaft bereits einen ersten Verbündeten. Der Gemeinderat nämlich steht hinter dem Projekt, knüpft dies jedoch an einige Bedingungen:
Grundvoraussetzung für ein Ja aus Weer ist ein eigener Autobahnzubringer, zudem darf das Ortsbild von Weer, nicht unter dem Seilbahnbau leiden. Zum Vorwurf, dass Weer dann sozusagen zum Parkplatz für das Zillertal wird, sagt Bürgermeister Erwin Eberharter:
Bürgermeister Erwin Eberharter, Weer
"Wir werden uns diesen Vorwurf eventuell gefallen lassen müssen. Parkplätze und Talstation kämen außerhalb von Weer zu liegen. Eine optische Beeinträchtigung des Ortes gibt es nicht. Dafür wollen wir eine gewisse Wertschöpfung für die Gemeinde haben. Ein wirtschaftlicher und touristischer Aufschwung würde Belebung bringen, das wäre einfach für die Zukunft notwendig."
Fünf Jahre bis zur Realisierung
Bis in fünf Jahren wollen die Betreiber das Projekt in die Realität umgesetzt haben. Bis dahin, darüber ist man sich auch bewusst, werden noch viele Verhandlungen geführt werden müssen.
ScHliTz3R schrieb:weil in Hintertux geht es da ja doch sehr steil runter; und ob es sich da auszahlen würde eine richtige Talabfahrt zu bauen....
Da müsste man wohl ziemlich viele Bäume niedermachen und auch die Landschaft verändern, weil es eigentlich ziemlich unwegsames Gelände ist.
(Ich bin zwar die Talabfahrt in Hintertux nie gefahren weil nie genug Schnee da war, bin aber mal im Sommer zu Fuß rauf....)
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