Die Bergbahnen Disentis AG ersetzt ihren einzigen Zubringer
ins Skigebiet. Am Freitag wurde das Projekt den Aktionären
präsentiert.
Voraussichtlich ab der Wintersaison 2007/08 wird eine moderne Garaventa-
Pendelbahn die Schneesportler von Acletta nach Caischavedra ins Disentiser
Skigebiet transportieren. Die Tage der bestehenden Luftseilbahn, gebaut 1971
und modernisiert 1992, sind gezählt, auch wenn Betriebsbewilligung und
Konzession noch bis 2013 laufen. Die Erneuerung der Anlage, am Freitag an
der Generalversammlung vorgestellt, wird zehn Millionen Franken kosten;
seit wenigen Tagen ist die Finanzierung durch Eigen-und Fremdkapital
definitiv gesichert. Das Projekt, so Bergbahndirektor Martin Kreiliger,
soll den Gästen einen entscheidenden Nutzen bringen, ohne dabei die
finanzielle Handlungsfähigkeit der Gesellschaft einzuschränken.
Mehr Kapazität und Komfort
Ziel der Erneuerung ist eine höhereKapazität, gepaart mit mehr Komfort
– und die Sicherstellung des einzigen Zubringers ins Skigebiet. Die neue
Anlage wird stündlich 950 Personen nach Caischavedra transportieren
können, das sind 30 Prozent mehr als heute. Die Kabine wird grösser und
schneller unterwegs sein; ausserdem lassen sich die Haltezeiten in den
Stationen reduzieren. Weiter wird eine bessere Betriebssicherheit erwartet.
Erneuerung in drei Etappen
Die Erneuerung geht in drei Etappen vor sich, wobei die erste bereits
begonnen hat: der Bau eines Personenlifts in der Talstation. 2006 werden
die Perrons umgebaut, 2007 folgt die eigentliche Bahnkonstruktion mit
den Stützen, Seilen und Kabinen. Die traktandierten Geschäfte gingen
an der Generalversammlung problemlos über die Bühne. Geschäftsbericht
und Jahresrechnung 2004/05 wurden ebenso gutgeheissen wie die
Verwendung des Bilanzgewinnes von 134 000 Franken für eine Bruttodividende
von zwei Prozent. Wieder in den Verwaltungsrat gewählt wurden Luregn-Mathias
Cavelty als Präsident und Heinz Schumacher als Vizepräsident; die übrigen Mitglieder
wurden ebenfalls bestätigt.