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Mit Raketenwerfer gegen Lawinen

Mit Raketenwerfer gegen Lawinen:

Um bei extremer Lawinengefahr künftig längere Autobahnsperren zu vermeiden, setzt die Autobahngesellschaft ASFINAG ab sofort Raketenwerfer gegen drohende Lawinen vor dem Tauerntunnel-Nordportal ein.

Punktgenaue Abschüsse möglich
In den letzten Wochen wurden dazu um 200.000 Euro zwei Masten errichtet, von denen insgesamt 30 Raketen-Sprengladungen punktgenau auf vorgegebene Ziele abgeschossen werden können.

Zündung vom Schreibtisch aus
Die Sprengladungen werden vom Schreibtisch in der Autobahnmeisterei Flachau per Funk ausgelöst. Die Tauernautobahn muss dabei nur noch während des Raketenabschusses kurzzeitig gesperrt werden.

Mit Wetterstation kombiniert
Die Anlage ist mit einer Wetterstation direkt an den Lawinenhängen kombiniert. Dadurch soll die Einschätzung der Lawinengefahr durch die zuständige Warnkommision erleichtert werden.

lawinenrakete1.jpg


lawinenrakete2.jpg
 
Ist nichts Neues. Die Berninabahn beschaffte sich schon in den 20er Jahren zwei Minenwerfer zum gleichen Zweck.
 
Was mich interessieren würde, ist ob der beschossene Berg davon nicht gravierende Einschnitte/Schönheitsmakel davon trägt?
 
Find nur das obere Bild etwas übertrieben ... nach dem Motto: "Wir ziehen in den Krieg" ... gegen Lawienen. Aber das ist ja wie immer PRESSE!
 
Buzi schrieb:
Was mich interessieren würde, ist ob der beschossene Berg davon nicht gravierende Einschnitte/Schönheitsmakel davon trägt?

Es gibt verschiedene. Erstens ist mal zu sagen, dass die Geschosse nicht als mit Sprengköpfen bestückt werden wie eine konventionelle Granate, sondern eher dazu ausgelegt sind eine möglichst Grosse Druckwelle zu verursachen. Damit sprengt man keine Steine oder Felsen. Einige Sprenganlage sind zudem so konstruiert, dass die Ladung etwa 1m über der Schneedecke Explodiert um so noch eine höhere Druckwirkung zu verursachen. Die Reisszünder sorgen für eine verzögerte Auslösung.
Beispiel dafür, der Wyssen Sprengmast (Wird mit Helizopter bestückt) oder eine übliche Sprengseilbahn.
Auf dem Bild ist eine Werferbatterie von Doppelmayr oder Schätti zu sehen. Die Sprengladungen sind aus Karton. Gezündet werden sie über einen Reissdraht mit Reisszünder. Abgeschossen mit einer Treibladung aus dem Rohr. Reichweite ca 150m mit einer 40g Treibladung.
Dann gibt es noch das Standart Rackrohr. Relativ gefährlich. Man muss Nahe an die Gefahrenzone. Das Ding ist schwer, unhandlich und die Racketenabgase sind enorm heiss. Der Minenwerfer, auch ein Produkt, welches ursprünglich für die Armee entwickelt wurde, braucht etwas Übung bzw eine genaue balistische Berechnung. Wie die sich die Granaten in einer Ballistischen Flugbahn auf das Gelände auswirken, kann ich nicht sagen. Das Geschoss wird in einer steilen Flugbahn die Schnee Oberfläche durchschlagen und könnte dabei auch den Boden erreichen. Warscheinlich sind die Ladungen auch eher dazu ausgelegt Druckwellen zu veruhrsachen. Landschaftschäden habe ich bis jetzt noch nicht gesehen.
 
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